Die Belagerung Jerusalem (Teil 2)

Jesaja 37,1-15

Hintergrund

Chronik 32
10 So spricht Sanherib, der König von Assyrien: Worauf verlasst ihr euch, die ihr in dem belagerten Jerusalem sitzt?

Wem vertraust du?

Rabschake hat versucht, die Kinder Israel zu entmutigen, indem er ihren Gott verspottete und ihnen Gründe gegeben hat, Gott nicht zu vertrauen. Das ist das gleiche, was Satan versucht, uns anzutun.

    • Wenn du deinem Gott vertraust, werdest du an Hunger und Durst sterben.

11 Verführt euch nicht Hiskia, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, indem er sagt: »Der HERR, unser Gott, wird uns aus der Hand des Königs von Assyrien erretten?«

    •  Wenn du deinem Gott vertraust, wirst du wie andere sein, deren Götter wir ganz und gar vernichtet haben.

13 Wisst ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkern der Länder getan haben? Konnten auch die Götter der Nationen in den Ländern jemals ihre Länder aus meiner Hand erretten?
14 Wer ist unter allen Göttern dieser Nationen, die meine Väter ganz und gar vernichtet haben, der sein Volk aus meiner Hand erretten konnte, dass euer Gott euch aus meiner Hand erretten könnte?

    • Wenn du deinem Gott vertraust, wirst du sehen, dass er dir noch weniger helfen kann als alle anderen Götter.

15 So lasst euch nun durch Hiskia nicht täuschen und lasst euch nicht auf diese Weise von ihm verführen, und glaubt ihm nicht! Denn kein einziger Gott irgendeiner Nation oder eines Königreiches konnte sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter erretten — wie viel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand erretten!
16 Und noch mehr redeten seine Knechte gegen Gott, den HERRN, und gegen seinen Knecht Hiskia.

Sanherib hat auch Briefe geschrieben, in denen er Gott verhöhnt hat.

 17 Er schrieb auch Briefe, um den HERRN, den Gott Israels, zu verhöhnen, und redete gegen ihn und sprach: Wie die Götter der Nationen in den Ländern ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht aus meiner Hand erretten!

Er hat von dem einen wahren Gott geredet, als wäre er wie die Götter anderer Nationen.

18 Und sie riefen mit lauter Stimme auf Jüdisch dem Volk von Jerusalem zu, das auf den Mauern war, um es furchtsam zu machen und zu erschrecken, damit sie die Stadt einnehmen könnten;
19 und sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Göttern der Völker der Erde, die ein Werk von Menschenhänden sind.

Jesaja 37
1 Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN.
2 Und er sandte Eljakim, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, den Schreiber, samt den Ältesten der Priester in Sacktuch gehüllt zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz.
3 Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Züchtigung und ein Tag der Schmach; denn die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber da ist keine Kraft zum Gebären!

Hiskia hat erkannt, dass ihre gegenwärtigen Umstände das Ergebnis ihrer Sünde waren. Deshalb ist er in das Haus des Herrn gegangen, um zu beten, und hat eine Bitte an Jesaja gesandt, in der er ihn gebeten hat, ebenfalls zu beten.

Die Situation wird mit einer Mutter verglichen, die bereit ist zu gebären, aber keine Kraft mehr hat und daher nicht gebären kann. Sowohl die Mutter als auch das Kind sind in Gefahr.

Der Vergleich des Zusammenhangs zwischen dem Urteil über die Sünde und der Geburt eines Kindes findet sich an mehreren Stellen.

Siehe, da liegt einer in Geburtswehen mit Bösem; er ist schwanger mit Unheil, doch er wird Trug gebären! – Psalm 7,15

Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. – Jakobus 1,15

Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen! – 1. Mose 3,16

4 Vielleicht wird der HERR, dein Gott, die Worte des Rabschake hören, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen, und wird die Worte bestrafen, die der HERR, dein Gott, gehört hat. So lege doch Fürbitte ein für den Überrest, der noch vorhanden ist!

Hiskia hat Jesaja gebeten, um Gottes Barmherzigkeit zu beten.

Aber der König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten deshalb und schrien zum Himmel. – 2. Chronik 32,20

Die Idee, dass Gott handeln würde, um seine eigene Ehre zu schützen, kommt auch in anderen Stellen vor.

5 Als nun die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja kamen,
6 da sprach Jesaja zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sprechen: So spricht der HERR: »Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen die Knechte des Königs von Assyrien mich gelästert haben!
7 Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und wieder in sein Land ziehen wird; und ich will ihn in seinem Land durch das Schwert fällen!«

Gott hat Hiskias Gebet erhört und hat ihm gesagt, was er tun würde.

8 Als nun der Rabschake zurückkehrte, fand er den König von Assyrien im Kampf gegen Libna; denn er hatte gehört, dass er von Lachis abgezogen war.
9 Da hörte [Sanherib] von Tirhaka, dem König von Kusch, sagen: Er ist ausgezogen, um gegen dich zu kämpfen! Als er das hörte, sandte er Boten zu Hiskia und sprach:

Dies ist die Gerücht, die Gott gesagt hat, Sanherib würde hören.

Tirhaka war auch der König von Ägypten zu der Zeit.

Der Sohn von Sanherib, Esarhaddon hat danach gegen Tirhaka gekämpft. Hier war aber nur ein Gerücht.

Sanherib muss sich jetzt beeilen, um seine Eroberung Jerusalems abzuschließen, bevor die Ägypten eintreffen, daher sendet er einen Brief an Hiskia mit ähnlichen Worten wie die bereits von Rabschake gesprochenen war.

10 So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen: Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht verführen, indem du sprichst: »Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!«
11 Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest errettet werden?
12 Haben die Götter der Heidenvölker etwa die errettet, welche meine Väter vernichtet haben, nämlich Gosan, Haran, Rezeph und die Söhne Edens, die in Telassar waren?
13 Wo ist der König von Hamat und der König von Arpad und der König der Stadt Sepharwajim, von Hena und Iwa?

Als nächstes geht Hiskia zurück zum Haus des Herrn, um zu beten.

14 Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des HERRN; und Hiskia breitete ihn aus vor dem HERRN.