Hiskias Fehler

Jesaja 39

1 Zu jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehört, dass er krank gewesen und wieder zu Kräften gekommen war.
2 Und Hiskia freute sich über sie und zeigte ihnen sein Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das kostbare Öl und sein ganzes Zeughaus, samt allem, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und im ganzen Bereich seiner Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte.

Der Erfolg von Hiskia

Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre; und er sammelte sich Schätze von Silber, Gold und Edelsteinen, von Gewürzen, Schilden und allerlei kostbaren Geräten. Er hatte auch Vorratshäuser für den Ertrag des Korns, Mosts und Öls; und Ställe für allerlei Vieh und Schafhürden. Und er baute sich Städte und hatte sehr viel Schafe und Rinder; denn Gott gab ihm sehr viele Güter. – 2. Chronik 32,27-29

Er, Hiskia, war es auch, der den oberen Ausfluss des Gihonbaches verstopfte und ihn westlich abwärts, zur Stadt Davids leitete. Und Hiskia hatte Gelingen in allem, was er unternahm. – 2. Chronik 32,30

Die Prüfung von Hiskia

Als aber die Gesandten der Fürsten von Babel zu ihm geschickt wurden, um sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Land geschehen war, da verließ ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit er alles erkenne, was in seinem Herzen war. – 2. Chronik 32,31

Babylon hatte auch andere Motivation, Hiskia zu besuchen. Sie suchten Hilfe im Kampf gegen Assyrien.

Die Fehler von Hiskia

Zu jener Zeit wurde Hiskia todkrank. Da betete er zum HERRN; der redete mit ihm und gab ihm ein Wunderzeichen. Aber Hiskia vergalt die Wohltat nicht, die ihm widerfahren war, sondern sein Herz überhob sich. Da kam der Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem. – 2. Chronik 32,24-25

Hiskia hätte den Babyloniern von Gottes Herrlichkeit und von Gottes Segen erzählen sollen. Stattdessen zeigte er ihnen seinen eigenen Reichtum und seine Größe.

3 Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und fragte ihn: Was haben diese Männer gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Und Hiskia antwortete: Sie sind aus einem fernen Land zu mir gekommen, aus Babel!
4 Er aber fragte: Was haben sie in deinem Haus gesehen? Und Hiskia antwortete: Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist; es gibt nichts in meinen Schatzkammern, was ich ihnen nicht gezeigt hätte!

Jesajas drei Fragen

    • Was haben diese Männer gesagt?
      • (nicht geantwortet)
    • Und woher sind sie zu dir gekommen?
      • Aus einem fernen Land (es ist weit fern also für uns irrelevant)
      • Aus Babel!
    • Was haben sie in deinem Haus gesehen?
      • Alles!

5 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des HERRN der Heerscharen:
6 Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zu diesem Tag gesammelt haben, nach Babel weggebracht werden wird; es wird nichts übrig bleiben! spricht der HERR.
7 Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man welche nehmen, und sie werden Kämmerer sein im Palast des Königs von Babel!

Das Urteil von Hiskia

    • Ein Tag des Gerichts wird kommen.
    • Der Reichtum wird alle weggenommen. (auch das, was von seinen Vorfahren gesammelt wurde)
    • Seine Nachkommen werden gefangen genommen.
    • Babylon wird die Nation sein, die dieses Urteil vollzieht.

Alle diese Prophezeiungen wurden ungefähr hundert Jahre später buchstäblich erfüllt.

Mehr kann man in 2. Könige, 2. Chronik, Jeremia und Daniel über die Erfüllung lesen.

8 Da sprach Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN, das du geredet hast, ist gut! Denn, sprach er, es wird ja doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten!

Hiskias Demut

Als aber Hiskia sich darüber demütigte, dass sein Herz sich überhoben hatte, er und die Einwohner von Jerusalem, kam der Zorn des HERRN nicht über sie, solange Hiskia lebte. – 2. Chronik 32,26