Hiskias Heilung

Jesaja 38,14-22

14 Ich zwitscherte wie eine Schwalbe, wie eine Drossel, und gurrte wie eine Taube. Meine Augen blickten schmachtend zur Höhe: Ach, Herr, ich bin bedrängt; tritt als Bürge für mich ein!

An dieser Stelle im Lied ändert sich die gespielte Tonart.

Die Richtung, in die er blickte, änderte sich: „Meine Augen blickten schmachtend zur Höhe“.

Er legt sein Leben in Gottes Hand.

Ein unvernünftiger Mensch ist, wer sich durch Handschlag verpflichtet und gegenüber seinem Nächsten Bürgschaft leistet. – Sprüche 17,18

Ich will für ihn bürgen, von meiner Hand sollst du ihn fordern; wenn ich ihn dir nicht wiederbringe und ihn vor dein Angesicht stelle, so will ich die Schuld tragen vor dir mein ganzes Leben lang. – 1. Mose 43,9

Setze doch einen ein, verbürge dich selbst für mich! Wer sollte sonst [als Bürge] in meine Hand einschlagen? – Hiob 17,3

​Prophetisch ist dies ein eindrucksvoller Hinweis auf unseren einzigen Bürge, Christus.

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. – 1. Johannes 2,1-2

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. – Hebräer 4.15

Darum gedenkt daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht — dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und den Nahen; denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. – Epheser 2,11-18

Sobald er nach einem Bürgen fragte, änderte sich seine Situation.

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,12-13

15 Was [anderes] sollte ich sagen? Er aber redete zu mir und führte es auch aus! Ich will nun mein Leben lang vorsichtig wandeln wegen dieser Bekümmernis meiner Seele.

„Vorsichtig wandeln“ sprachlich bezeichnet der Gang eines Kleinkindes, das laufen lernt, während es die Hand seiner Mutter hält.

16 O Herr, dadurch lebt man, und in all diesem besteht das Leben meines Geistes! So wirst du mich gesund machen und aufleben lassen.

Hiskia denkt über die Verheißungen Gottes und die wundersamen Werke nach, in denen diese Verheißungen ausgeführt werden.

17 Siehe, zum Frieden diente mir bitteres Leid; du hast ja meine Seele liebevoll umfangen und sie aus der Grube des Verderbens herausgezogen; denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen!

Dies ist wieder ein schönes Bild von dem, was Christus für uns getan hat.

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. – 1. Petrus 2,24

Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. – Kolosser 2,13-14

18 Denn das Totenreich kann dich nicht loben, noch der Tod dich preisen; und die in die Grube fahren, können nicht auf deine Treue hoffen;
19 sondern der Lebendige, ja, der Lebendige lobt dich, wie ich es heute tue. Der Vater erzählt den Kindern von deiner Treue.
20 HERR! Dafür, dass du mich gerettet hast, wollen wir alle Tage unseres Lebens unser Saitenspiel erklingen lassen im Haus des HERRN!

Was wir hier finden, sind gute Absichten. Leider werden gute Absichten nicht immer ausgeführt.

    • Als lebender Mensch möchte er Gott preisen.
    • Als Vater möchte er seinen Kindern die Treue Gottes bekannt machen.
    • Als gesegneter Mensch möchte er seine Lieder im Tempel singen.

21 Denn Jesaja hatte gesagt: Man bringe eine Feigenmasse und streiche sie ihm als Salbe auf das Geschwür, so wird er gesund werden!
22 Da hatte Hiskia gefragt: Welches ist das Zeichen, dass ich in das Haus des HERRN hinaufgehen werde?

Die Verwendung eines Heilmittels beeinträchtigt das Wunder der Heilung nicht.

Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und wasche dich sieben Mal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederhergestellt, und du wirst rein werden! – 2. Könige 5,10

Da stieg er hinab und tauchte sich sieben Mal im Jordan unter, nach dem Wort des Mannes Gottes; und sein Fleisch wurde wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein. – 2. Könige 5,14

Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und machte einen Brei mit dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden und sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich im Teich Siloah (das heißt übersetzt: »Der Gesandte«)! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. – Johannes 9,6-7

Die Glückseligkeit Hiobs

Hiob 1,1-5

1 Es war ein Mann im Land Uz, der hieß Hiob; der war ein untadeliger und rechtschaffener Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied.

In diesem Text lernen wir Hiob kennen. Aus diesen Versen kennen wir sieben Merkmale Hiobs.

Er war ein untadeliger Mann.

    • Dies bedeutet nicht, dass er kein Sünder war.
    • Untadelig sein ist ein äußeres Erscheinungsbild, und Hiobs war fehlerfrei.

Er war ein rechtschaffener Mann.

    • Hiob war ehrlich und behandelte andere Menschen fair.
    • Er hat niemanden ausgenutzt.

Er war ein gottesfürchtiger Mann.

    • Hiob hat Gott angebetet und hat gelebt, um ihm zu gefallen.
    • Er hat Gott mit allem vertraut, was er hatte.

Er war ein Mann, der das Böse immer gemieden hat.

    • Er hat selbst nichts falsch gemacht, aber er hat auch aktiv verhindert, dass andere, die er beeinflusst hat, etwas falsch gemacht haben.
    • Wenn jemand anderes gelitten hat, hat Hiob etwas getan, um ihnen zu helfen.

2 Und ihm wurden sieben Söhne und drei Töchter geboren,
3 und an Herden besaß er 7 000 Schafe, 3 000 Kamele, 500 Joch Rinder und 500 Eselinnen; und seine Dienerschaft war sehr groß, sodass der Mann größer war als alle Söhne des Ostens.

Er war ein sehr gesegneter Mann.

    • Reichtum hat einen schlechten Einfluss auf fast alles.
    • Hiob hat verstanden, dass alles, was er hatte, dem Herrn gehörte. Er war nur einer der Verwalter des Herrn.

4 Seine Söhne aber pflegten einander zu besuchen und ein festliches Mahl zu bereiten, jeder in seinem Haus und an seinem Tag; und sie sandten hin und luden auch ihre drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken.
5 Wenn dann die Tage des Festmahls zu Ende waren, ließ Hiob sie holen und heiligte sie; er stand früh am Morgen auf und brachte Brandopfer dar für jeden von ihnen; denn Hiob sagte sich: Vielleicht könnten meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen von Gott losgesagt haben! So machte es Hiob allezeit.

Er war ein Mann, der sich um seine Familie gekümmert hat.

    • Hiob hat gewusst, wo seine Kinder waren.
    • Er hat sich für seine Kinder bei Gott eingesetzt.

Er war ein treuer Mann.

    • Er hat diese Dinge die ganze Zeit getan.
    • Er änderte sich nicht aufgrund seiner Umstände.

 

Der Weg zum Verderben

Matthäus 7,15-23

15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!
16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?
17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte.
18 Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.
19 Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
20 Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.

In Matthäus 7,13-27 finden wir vier kurze Beispiele für mögliche Wege, auf das Evangelium zu reagieren, einschließlich einer Warnung für diejenigen, die falsch reagieren.

    • Das erste Beispiel ist ein einfacher Kontrast zwischen errettet und verloren.
      • Der weite und breite Weg zum Verderben.
      • Der enge und schmale Weg zum Leben.
    • Das zweite Beispiel ist jemand, der behauptet, auf der enge und schmale Weg zu sein, der tatsächlich auf der weite und breite Weg zum Verderben ist.
    • Das dritte Beispiel ist jemand, der glaubt, er sei auf der enge und schmale Weg, der tatsächlich auf der weite und breite Weg zum Verderben ist.
    • Das letzte Beispiel handelt von der Entscheidung, den richtigen Weg zu gehen.

Vers 15 ist wie eine Warnung mit einer Totenkopfflagge.

Bei einer Fälschung ist zu beachten, dass sie immer wie echt aussieht. Je näher die Fälschung der echten Sache kommt, desto gefährlicher wird sie.

Fast alles Gute kann gefälscht werden. Wir haben gefälschtes Geld, gefälschte Diamanten, gefälschte Medikamente und gefälschte Nachrichten.

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! – Johannes 8,31-32

Die Falschheit ist aber giftig und tödlich, es führt immer ins Verderben.

Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. – Apostelgeschichte 20,29-30

Es ist sicherlich möglich, dass die falschen Propheten selbst getäuscht sind.

Es ist auch wahr, dass sie versuchen, eine Gefolgschaft zu schaffen.

Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. – 2. Korinther 11,13-15

Die Gefahr besteht nicht darin, dass es Wölfe in der Welt gibt, sondern dass sie in der Gemeinde sind und als Schafe verkleidet sind.

Seine Fürsten, die darin wohnen, sind wie Wölfe, die den Raub zerreißen; sie vergießen Blut, verderben Seelen, nur um unrechtmäßigen Gewinn zu machen. – Hesekiel 22,27

Wie können wir falsche Propheten identifizieren?

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. – 16

    • Sammelt man auch Trauben von Dornen? Nein
    • Sammelt man auch Feigen von Disteln? Nein

So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. – 17

    • Heiligkeit

Welche Frucht hattet ihr nun damals von den Dingen, deren ihr euch jetzt schämt? Ihr Ende ist ja der Tod! Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. – Römer 6,21-22

    • Himmel

Und wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. – Johannes 4,36-37

Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. – 18

Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. – Galater 5,19-20

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. – Galater 5,22-25

Wie ist das Ende des falschen Propheten?

Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. – 19

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?
23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

    • Zu behaupten, Christ zu sein, bedeutet nicht, dass du einer bist.
    • Diese Menschen erheben den Anspruch auf Christus selbst.
    • Es fehlt nicht das Bekennen mit dem Mund. Es ist der Glaube in dem Herzen dass fehlt.

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« – Römer 10,9-11

Gerettet werden bedeutet, die Herrschaft wird geändert.

Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist. Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden. – Römer 6,16-18

Was ist der Wille des Vaters im Himmel?

Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. – Johannes 6,40

Es werden mehrere erfolglose Beweise vorgeschlagen.

    • Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt?
    • Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben?
    • Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?

Judas hat diese Sachen auch in Namen Christus getan, aber er war nicht errettet!

Keine Beziehung, keine Erlösung!

Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! – 23