{"id":704,"date":"2021-02-09T14:02:34","date_gmt":"2021-02-09T14:02:34","guid":{"rendered":"https:\/\/freiebaptistenkw.de\/?p=704"},"modified":"2021-02-09T14:02:34","modified_gmt":"2021-02-09T14:02:34","slug":"verflucht-sei-der-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freiebaptistenkw.de\/index.php\/2021\/02\/09\/verflucht-sei-der-tag\/","title":{"rendered":"Verflucht sei der Tag"},"content":{"rendered":"<h1>Hiob 3,1-10<\/h1>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/freiebaptistenkw\/embed\/episodes\/Verflucht-sei-der-Tag-eq5mks\" width=\"400px\" height=\"102px\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>In diesem Text lehnt Hiob es ab, Gott zu verfluchen, entweder wie Satan gehofft hatte oder wie seine Frau vorgeschlagen hatte. Stattdessen verflucht er den Tag seiner Geburt.<\/p>\n<blockquote><p><sup>1<\/sup> Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte den Tag seiner Geburt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Den Vater oder die Mutter zu verfluchen war eine unverzeihliche S\u00fcnde, die nach dem Gesetz mit dem Tod bestraft werden sollte.<\/p>\n<p>Hiobs Fluch konzentriert sich daher auf den Tag selbst, insbesondere auf die Eigenschaften eines Tages, durch den ein Tag definiert wird.<\/p>\n<blockquote><p><sup>2<\/sup> Und Hiob begann und sprach:<br \/>\n<sup>3<\/sup> O w\u00e4re doch der Tag ausgel\u00f6scht, da ich geboren wurde, und die Nacht, die sprach: Ein Knabe ist gezeugt!<\/p><\/blockquote>\n<p>Auff\u00e4llig ist die \u00c4hnlichkeit von Wortschatz und Struktur mit der Beschreibung der Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>In 1. Mose beginnt der Bericht des ersten Tages mit den Worten: \u201eUnd Gott sprach &#8230;\u201c Hiobs Fluch beginnt auf die gleiche Weise: \u201eUnd Hiob begann und sprach&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Der Vergleich ist im n\u00e4chsten Vers noch bedeutender, da Hiob das Gebot Gottes umkehrt: W\u00e4hrend Gott sagte: \u201eEs werde Licht!\u201c, sagte Hiob das Gegenteil: \u200b<\/p>\n<blockquote><p><sup>4a<\/sup> W\u00e4re doch dieser Tag Finsternis geblieben;<\/p><\/blockquote>\n<p>Egal welcher andere Worte von Hiob benutzt werden k\u00f6nnten, um seinen Tag zu verfluchen, keines h\u00e4tte bedeutender sein k\u00f6nnen als die Entfernung von Licht.<\/p>\n<p>Von dem Befehl, dass Licht am ersten Tag scheint, war Licht ein wesentlicher Teil dessen, was einen Tag definierte.<\/p>\n<p>Vor dem Gebot, dass Licht hervorscheinen sollte, herrschte die Finsternis auf der Tiefe, aber das Licht Gottes zerstreute diese Finsternis und war an sich ein Hinweis auf die Gegenwart Gottes.<\/p>\n<p>Damit ein Tag finster wird, muss Gott selbst diesem Tag den R\u00fccken kehren.<\/p>\n<p>Dies geschah tats\u00e4chlich an dem Tag, an dem Christus gekreuzigt wurde.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Vers in 1. Mose sagt: \u201eUnd Gott sah, dass das Licht gut war\u201c. Aber Hiob sagte:<\/p>\n<blockquote><p><sup>4b<\/sup> h\u00e4tte doch Gott in der H\u00f6he sich nicht um ihn gek\u00fcmmert, und w\u00e4re doch niemals das Tageslicht \u00fcber ihm aufgeleuchtet!<\/p><\/blockquote>\n<p>Das \u00fcbersetzte Wort \u201eTageslicht\u201c ist nirgendwo anders in der Schrift zu finden. Es hat hier einen metaphorischen Sinn. Der Parallelismus mit dem vorhergehenden Satz zeigt an, dass es Gott ist, der das Licht ist, das Hiob am Tag seiner Geburt verbietet, zu scheinen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Satz in 1. Mose ist: \u201eda schied Gott das Licht von der Finsternis.\u201c Aber Hiob sagte:<\/p>\n<blockquote><p><sup>5<\/sup> H\u00e4tten doch Finsternis und Todesschatten ihn zur\u00fcckgefordert, Gew\u00f6lk sich auf ihm niedergelassen und diesen tr\u00fcben Tag \u00fcberfallen!<\/p><\/blockquote>\n<p>Am Ende des ersten Tages hei\u00dft es schlie\u00dflich: \u201eUnd es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.\u201c Aber Hiob sagte:<\/p>\n<blockquote><p><sup>6<\/sup> Und jene Nacht \u2014 h\u00e4tte doch das Dunkel sie hinweggerafft, h\u00e4tte sie sich nur nicht gefreut unter den Tagen des Jahres, und w\u00e4re sie doch nicht in die Zahl der Monate eingereiht worden!<\/p><\/blockquote>\n<p>Am Ende des Fluches betont Hiob erneut seinen Wunsch, dass das Licht nicht am Tag seiner Geburt scheinen sollte.<\/p>\n<blockquote><p><sup>7<\/sup> Ja, w\u00e4re doch jene Nacht unfruchtbar geblieben, h\u00e4tte doch kein Jubel sie erreicht!<br \/>\n<sup>8<\/sup> H\u00e4tten sie doch die verw\u00fcnscht, die den Tag verfluchen k\u00f6nnen, die imstande sind, den Leviathan aufzuwecken!<br \/>\n<sup>9<\/sup> H\u00e4tten sich doch die Sterne ihrer [Morgen]d\u00e4mmerung verfinstert, h\u00e4tte sie doch auf Licht gehofft, ohne dass es erschienen w\u00e4re; h\u00e4tte sie doch die Strahlen der Morgenr\u00f6te nicht geschaut!<br \/>\n<sup>10<\/sup> Doch sie verschloss mir nicht die Pforte des Mutterleibes und verbarg nicht den Jammer vor meinen Augen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was ist nun der Sinn dessen, was Hiob gesagt hat?<\/p>\n<p>Die Antwort auf diese Frage wird in den n\u00e4chsten Versen offenbart, die im n\u00e4chsten Podcast betrachtet werden.<\/p>\n<p>Aber es gibt noch eine andere Frage, die zuerst beantwortet werden muss: Kann es f\u00fcr jemanden wahr sein, dass es besser f\u00fcr ihn w\u00e4re, nicht geboren worden zu sein? Die Antwort ist ja.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es w\u00e4re f\u00fcr jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren w\u00e4re. \u2013 Matth\u00e4us 26,24b<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hiob 3,1-10 In diesem Text lehnt Hiob es ab, Gott zu verfluchen, entweder wie Satan gehofft hatte oder wie seine Frau vorgeschlagen hatte. Stattdessen verflucht er den Tag seiner Geburt. 1 Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte den Tag seiner Geburt. 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