Christliche Gemeinschaft

1. Korinther 1,9-17

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9 Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

So wie Gott treu ist, erwartet er auch von uns, dass wir treu sind.

    • Treue bedeutet ein ungeteiltes Herz.

Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. – 2. Chronik 16,9a

Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon! – Lukas 16,13

    • Treue bedeutet, auch in kleinen Dingen treu zu sein.

Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. – Lukas 16,10

Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. – 1. Korinther 4,2

    • Zur Treue gehört auch standhaftes Ausharren.

Glaubwürdig ist das Wort: Wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben; wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen; wenn wir verleugnen, so wird er uns auch verleugnen; wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen. – 2. Timotheus 2,11-13

Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben! – Offenbarung 2,10

Aufgrund seiner Treue hat er uns zur Gemeinschaft mit seinem Sohn berufen.

    • Gemeinschaft mit Christus bedeutet, an seinem Leben und Tod teilzuhaben.

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. – Galater 2,20

Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. – Galater 6,14

Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. – 1. Johannes 2,15-16

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? – 1. Korinther 10,16

    • Gemeinschaft mit Christus bedeutet, ihn immer besser kennenzulernen.

was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. – 1. Johannes 1,3

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange. – Philipper 3,7-11

Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. – Apostelgeschichte 2,42

    • Gemeinschaft mit Christus bedeutet Trennung von der Dunkelheit dieser Welt.

Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,6-7

Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. – 2. Korinther 6,14-18

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. – Johannes 3,19-21

10 Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.
11 Mir ist nämlich, meine Brüder, durch die Leute der Chloe bekannt geworden, dass Streitigkeiten unter euch sind.
12 Ich rede aber davon, dass jeder von euch sagt: Ich gehöre zu Paulus! — Ich aber zu Apollos! — Ich aber zu Kephas! — Ich aber zu Christus!
13 Ist Christus denn zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden, oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?
14 Ich danke Gott, dass ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus;
15 so kann doch niemand sagen, ich hätte auf meinen Namen getauft!
16 Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft. Sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe;
17 denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, [und zwar] nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird.

Treue Gemeinschaft mit Christus führt zur Einmütigkeit in der Gemeinde.

Die Bedeutung von Einmütigkeit:

    • Einmütige reden mit einer Stimme.

Der Gott des Ausharrens und des Trostes aber gebe euch, untereinander eines Sinnes zu sein, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig, mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus lobt. – Römer 15,5-6

    • Keine Spaltungen werden zugelassen.

Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht; wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. – 1. Johannes 2,4-5

    • „…vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.“

​Einmütigkeit in der Ortsgemeinde ist nicht einfach, aber es sollte unser Ziel sein.

Gibt es nun [bei euch] Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen, so macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das eine bedacht seid. – Philipper 2,1-2

Einmütigkeit mit anderen Gemeinden ist nur möglich, wenn sie dem Wort Gottes treu bleiben.

Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, dass ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums – Philipper 1,27

„…damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird.“

 

Die Quelle allen Segens

1. Korinther 1,3-8

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3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Paulus verwendet diesen Gruß in allen dreizehn Briefen, die seinen Namen tragen, mit der Ausnahme, dass er in drei von ihnen (den beiden Briefen an Timotheus und dem Brief an Titus) die Barmherzigkeit hinzufügt.

Dieser Gruß ist jedoch mehr als nur ein Gruß, denn er lehrt uns über die Quelle allen Segens.

Den Reichen von dieser Welt gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dargibt reichlich, allerlei zu genießen; – Timotheus 6,17

Die Gemeinde in Korinth war außerordentlich reich an Gottes Segen, aber ihre Einstellung zu diesen Reichtümern blieb weit hinter dem zurück, was sie hätte sein sollen.

Paulus erinnert sie zu Beginn dieses Briefes daran, woher alle Segnungen kommen.

Göttliche Gunst

Paulus ersetzt die normale griechische Begrüßung (chairein) was bedeutet, in einem Zustand der Freude und des Wohlbefindens zu sein, durch das ähnlich klingende (charis) „Gnade“ und bestätigt damit, dass unsere Freude und Wohlbefinden durch Jesus Christus kommt.

Paulus erwähnt zwei Quellen, aus denen wir Gnade empfangen.

    • von Gott, unserem Vater

Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht; rette mich durch deine Gnade! – Psalm 31,17

Es gibt keinen anderen Gott, der gnädig ist!

    • von… dem Herrn Jesus Christus

…ich bin mit Christo gekreuzigt. Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben. – Galater 2,19b-20

Frieden

Paulus kombinierte „Gnade“ mit dem hebräischen Gruß „Frieden“ (Shalom).

Wie es bei der Gnade der Fall ist, so ist es auch beim Frieden: Die Quelle des Friedens ist das Angesicht Gottes.

Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig! Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! – 4. Mose 6,25-26

Die Bedeutung des Wortes Frieden umfasst sowohl einen Zustand des Wohlbefindens als auch den der Harmonie mit Gott.

Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. – Römer 5,1-2

Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar! – Kolosser 3,15

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! – Philipper 4,7

Es gibt keinen anderen Gott, der gnädig ist oder Frieden gibt.

Genau wie bei der Gnade ist Jesus Christus eine zweite Quelle des Friedens.

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. – Johannes 14,27

4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist,

Gnadengaben

Auch hier sind Gott, der Vater und Jesus Christus die Quellen dieser Segnungen.

    • „Ich danke meinem Gott allezeit…“
    • „…die euch in Christus Jesus gegeben ist…“

5 dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis,

Obwohl sie reich an jeder Gnadengabe waren, werden nur zwei erwähnt:

„…in allem Wort“ d.h. in jeder Art des Redens: Wort der Weisheit, Wort der Erkenntnis, Weissagungen, oder Sprachen.

Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. – 1. Korinther 13,1

„…in aller Erkenntnis“ z.B. Geheimnisse

Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. – 1. Korinther 13,2

Diese Gaben werden zur Erbauung der Heiligen gegeben und Paulus war dafür dankbar. Allerdings wurden diese Gaben von einigen in der Gemeinde missbraucht, worauf Paulus später noch eingehen wird. Im Moment ist er dankbar.

6 wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist,

Ihr Glaube an das Zeugnis von Jesus Christus war der Grund, warum sie bei allen Gnadengaben hervorragende Leistungen erbrachten.

7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet,

Gott hatte sie mit allen Gaben ausgestattet, die sie für die Arbeit brauchten, während sie auf die Wiederkunft Christi warteten.

Lässt sich das Gleiche auch von uns heute sagen?

8 der euch auch fest machen wird bis ans Ende, sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.

Paulus freute sich auf die Zeit der Wiederkunft Christi, in der sie sich nach dem Bild Christi umgestalten würden.

wie denn… gefestigt worden ist…

sodass ihr…

…keinen Mangel habt…

während ihr… erwartet

der wird euch… fest machen…

sodass ihr…

… unverklagbar seid…

am Tag unseres Herrn Jesus Christus

Tadellosigkeit

damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. – Epheser 5,27

Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden! – 2. Petrus 3,14

zur Heiligung berufen

1. Korinther 1,1-2

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Als Paulus aus Mazedonien vertrieben wurde, ließ er Silas und Timotheus zurück, um dort die Arbeit fortzusetzen, während er weiter nach Korinth in Achaja weiterreiste. In Korinth unterredete er jeden Sabbat in der Synagoge mit den Juden, während er darauf wartete, dass Silas und Timotheus dort ankamen. Erst als sie ankamen, wurde Paulus durch den Geist gedrängt, den Juden zu bezeugen, dass Jesus der Christus ist. Dies führte zu Widerstand und so begannen sie, sich im Haus neben der Synagoge zu treffen. Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde an den Herrn gläubig samt seinem ganzen Haus und ließ sich, zusammen mit vielen anderen Gläubigen, taufen. Kripus wurde durch Sosthenes ersetzt, der einige Zeit später mit einer Gruppe ungläubiger Juden Paulus vor Gericht brachte. Als das Gericht sich weigerte, sich einzumischen, was für Paulus ein Sieg war, reagierten einige der Griechen, indem sie Sosthenes schlugen.

Paulus verließ Korinth nach etwa anderthalb Jahren, doch die junge Gemeinde musste noch viel lernen. Also schrieben sie einen Brief mit einer Liste von Fragen und schickten ihn an Paulus. Der Erster Korintherbrief ist die Antwort des Paulus auf diesen Brief. Beachte nun im ersten Vers, dass Paulus Sosthenes als Mitverfasser des Briefes nennt. Wir können nur spekulieren, ob es sich hierbei um denselben Sosthenes handelt, der als Synagogenvorsteher in Korinth geschlagen wurde. Aber ich kann mir vorstellen, dass Krispus, der ehemalige Synagogenvorsteher, ihm zu Hilfe kam, nachdem er geschlagen worden war, und ihn dann zu Glauben an Christus geführt hatte. Als es an der Zeit war, einen Brief an Paulus zu schicken, kann ich mir vorstellen, dass er sich freiwillig als Kurier meldete, da er Paulus selbst von seiner Bekehrung erzählen wollte.

1 Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder,
2 an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns:

Die Gläubigen des ersten Jahrhunderts waren unter mehreren Namen bekannt. Aus der Apostelgeschichte geht hervor, dass die Jünger erstmals in Antiochia als „Christen“ bezeichnet wurden. Sie bezeichneten sich oft als diejenigen, die „im Weg“ waren. Sie wurden auch als „Heilige“ oder „Geheiligte“ bezeichnet. Eine andere wichtige Bezeichnung war einfach die „Berufenen“:

Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die durch Gott, den Vater, geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind:– Judas 1,1

Im Anrede dieses Briefes verwendete Paulus eine Kombination einiger dieser Begriffe, von denen jeder eine Bedeutung hatte. Eines davon ist von besonderem Interesse, da Paulus das Wort auch in Bezug auf sich selbst verwendete. So wie Paulus selbst zum Apostel berufen wurde, wurden auch sie berufen. Aber nicht nur die Gläubigen in Korinth, Paulus zählte auch uns zu den Berufenen.

Wozu hat Gott uns berufen?

Gott hat uns berufen seine Heiligen zu sein.

So wie Paulus dazu berufen wurde, ein Apostel Jesu Christi zu sein, sind auch wir dazu berufen, heilig zu sein.

Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. – 1. Petrus 1,14-15

So wie es Gottes Wille war, dass Paulus ein Apostel Jesu Christi sein sollte, so ist es auch sein Wille, dass wir heilig sind.

Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde, – 2. Timotheus 1,9

Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« – 1. Petrus 1,16

Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, [und zwar] ein für alle Mal. – Hebräer 10,10

Wir sind dazu bestimmt, seinen Zweck zu erfüllen, nicht unseren eigenen.

Geheiligt zu werden ist wie eine zweiseitige Münze. Einerseits bedeutet geheiligt zu sein, für einen bestimmten Zweck ausgesondert zu sein. Dieser Zweck besteht darin, Gott zu dienen, indem man ein Zeuge für Jesus Christus ist.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. – Römer 8,28

Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde; und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind! – Apostelgeschichte 26,16-18

Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. – Johannes 17,17-19

Wir sind zu einem heiligen Lebensstil berufen, der an moralisches Verhalten gebunden ist, weil er heilig ist.

Auf der anderen Seite der Münze bedeutet geheiligt zu sein, von allem Unheiligen getrennt zu sein.

Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen!, und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk zubereitet. So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden nach zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen! – 2. Timotheus 2,19-22

Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus! Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun. – 1. Thessalonicher 5,23-24

Wir sind nicht nur dazu berufen, als Einzelpersonen heilig zu sein, sondern auch als Gemeinschaft seines heiligen Volkes.

    • „an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist“
    • „samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort“

Gebote, die den Begriff „einander“ enthalten, werden im Neuen Testament 59 Mal gegeben. Wie können diese ohne regelmäßige Teilnahme an einer Gemeinde eingehalten werden?

Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten. – Apostelgeschichte 20,32