für mich getragen

Jesaja 53

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1 Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er geoffenbart worden?

Die Ablehnung Christi

Seine Botschaft wird hinterfragt

Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, das er gesprochen hat: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?« – Johannes 12,37-38

2 Er wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht.

Demütige Anfänge

Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.« – Lukas 4,16-19

3 Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht.

Unauffälliges Erscheinungsbild

Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren! Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? – Lukas 4,20-22

Gesellschaftliche Verwerfung

Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter. – Lukas 4,28-30

4 Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.

Das stellvertretende Leiden

Tragen unserer Lasten:

Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: »Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen«. – Matthäus 8,16-17

5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.

Heilung durch Leiden:

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, – 1. Petrus 3,18

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden. – 2. Korinther 5,21

…und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,7b

6 Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.

Die verlorenen Schafe:

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. – 1. Petrus 2,24-25

7 Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.

Die stille Unterwerfung und der Tod

Da lief Philippus hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen; und er sprach: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie kann ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. – Apostelgeschichte 8,30-31

Die Schriftstelle aber, die er las, war diese: »Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf. In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht aufgehoben. Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen!« – Apostelgeschichte 8,32-33

Da wandte sich der Kämmerer an Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dies? Von sich selbst oder von einem anderen? Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. – Apostelgeschichte 8,34-35

Schweigen vor den Anklägern:

Die obersten Priester aber und der ganze Hohe Rat suchten ein Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu töten, und sie fanden keines. Denn viele legten ein falsches Zeugnis gegen ihn ab, doch stimmten die Zeugnisse nicht überein. Und es standen etliche auf, legten ein falsches Zeugnis gegen ihn ab und sprachen: Wir haben ihn sagen hören: Ich will diesen mit Händen gemachten Tempel zerstören und in drei Tagen einen anderen aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Aber auch so war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend. Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte, fragte Jesus und sprach: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich aussagen? Er aber schwieg und antwortete nichts. – Markus 14,55-61

Und die obersten Priester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. Er aber antwortete ihnen nichts. Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Sieh, wie viele Dinge sie gegen dich aussagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte. – Markus 15,3-5

Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst gern gesehen, weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. Er legte ihm denn auch viele Fragen vor; aber er gab ihm keine Antwort. Die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten standen da und verklagten ihn heftig. – Lukas 23,8-10

8 Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen.

Ungerechtes Gericht: Er wurde aus Haft und Gericht hinweggenommen und starb kinderlos (ohne dass sein Geschlecht bedacht wurde).

9 Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen [war er] in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war.

Tod und Begräbnis:

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrs 2,21-23

10 Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des HERRN wird in seiner Hand gelingen.

Der endgültige Sieg und die Belohnung

Der Wille des Vaters:

Und sie kommen zu einem Grundstück namens Gethsemane. Und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe! Und er nahm Petrus und Jakobus und Johannes mit sich; und er fing an, zu erschrecken, und ihm graute sehr. Und er sprach zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! – Markus 14,32-34

Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge. Und er sprach: Abba, Vater! Alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst! – Markus 14,35-36

Und er kommt und findet sie schlafend. Und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine Stunde wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Und er ging wiederum hin, betete und sprach dieselben Worte. – Markus 14,37-39

Und als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. Und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: Schlaft ihr noch immer und ruht? — Es ist genug! Die Stunde ist gekommen. Siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert. – Markus 14,40-41

Als aber die sechste Stunde anbrach, kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« – Markus 15,33-34

Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. – Johannes 19,29-30

Und der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei. Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüberstand, sah, dass er so schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! – Markus 15,38-39

Andeutung der Auferstehung: Nach seinem Tod heißt es, dass er „Nachkommen sehen“ und „seine Tage verlängern“ wird – ein Hinweis auf die Auferstehung.

​Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sehr früh am ersten Tag der Woche, als die Sonne aufging, kamen sie zu dem Grab. Und sie sagten zueinander: Wer wälzt uns den Stein von dem Eingang des Grabes? – Markus 16,1-3

Und als sie aufblickten, sahen sie, dass der Stein weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. Und sie gingen in das Grab hinein und sahen einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand; und sie erschraken. – Markus 16,4-5

Er aber spricht zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten! – Markus 16,6

11 Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen.

Rechtfertigung vieler: Durch seine Erkenntnis und sein Opfer wird der „gerechte Knecht“ viele rechtfertigen und ihre Missetaten tragen.

Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. – Römer 5,8

12 Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat.

Erhöhung: Weil er „seine Seele in den Tod ausgeschüttet“ hat und zu den Übeltätern gezählt wurde, wird er erhöht, erhält Anteil unter den Großen und tritt für die Sünder ein.

Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten. – Hebräer 7,25

 

 

 

 

Hoffnung für eine zerbrochene Welt

Jesaja 52,7-53,1

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7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil verkündigt, der zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König!

Die Weisheit des Plans Gottes

Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. – 1. Korinther 1,21

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!« Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja spricht: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?« – Römer 10,14-16

Das Werk des Plans Gottes

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! – Markus 16,15

und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. – Lukas 24,47

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; – Römer 1,16

8 Da ist die Stimme deiner Wächter! Sie werden ihre Stimme erheben und miteinander jauchzen; denn mit eigenen Augen werden sie es sehen, wenn der HERR wieder nach Zion kommt.
9 Ihr Trümmer Jerusalems, freut euch und frohlockt miteinander! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst!

sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! – Apostelgeschichte 1,8

10 Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Heiden; und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen! —

 Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,12-13

Das Wunder des Plans Gottes

    • Errettung (veränderte Herzen) „…alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen.“
    • Heiligung (veränderte Leben)

 11 Weicht! Weicht! Geht hinaus von dort! Rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte! Reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt!

    • Bewahrung

12 Geht aber nicht hastig davon, und eilt nicht wie Flüchtlinge hinweg; denn der HERR zieht vor euch her, und der Gott Israels ist eure Nachhut.

    • Der Retter

13 Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln, er wird erhoben sein, erhöht werden und sehr erhaben sein.

Sein Leib wurde am Kreuz erhöht

und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. – Johannes 12,32

Sein Name wurde in der Auferstehung erhöht

Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. – Apostelgeschichte 2,32

Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9-11

Seine Herrschaft wurde zur Rechten Gottes erhöht

er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. – Hebräer 1,3

Die Antwort auf Gottes Plan

    • Viele sind erstaunt

14 Gleichwie sich viele über dich entsetzten — so sehr war sein Angesicht entstellt, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder —,

    • Einige bedenken

15 genauso wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen, und Könige werden vor ihm den Mund schließen. Denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, werden sie wahrnehmen.

    • Einige glauben

53,1 Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er geoffenbart worden?

Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!« Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; – Römer 10,8-10

denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,13

Als Erlöste leben

Jesaja 52,1-6

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1 Wache auf! Wache auf! Zion, ziehe deine Stärke an! Ziehe deine Ehrenkleider an, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn von nun an wird kein Unbeschnittener noch Unreiner mehr in dich hineinkommen.
2 Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich hin, Jerusalem! Mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion!

Ein Aufruf, als der zu leben, der erlöst worden ist.

Wache auf! Wache auf!

    • Woraus wachen wir auf?

Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. – Römer 6,4

    • Wozu wachen wir auf?

Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! – Römer 13,11-12

Diejenigen, die Gott errettet hat, sollen nicht halb wach leben, als ob sich nichts verändert hätte.

Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden! – Römer 13,13-14

    • Warum aufwachen?

Werdet doch wirklich nüchtern und sündigt nicht! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes; das sage ich euch zur Beschämung. – 1. Korinther 15,34

Zieh die Stärke des HERRN an!

Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. – Epheser 6,10

Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, [wohl denen], in deren Herzen gebahnte Wege sind! – Psalm 84,6

Ziehe die Ehrenkleider eines Erlösten an!!

Dies ist kein Aufruf, erlöst zu werden.

Es ist ein Aufruf, als Erlöste zu leben.

Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. – Jesaja 61,10

Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. – 1. Petrus 3,3-4

Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich hin!

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. – 1. Johannes 1,8-9

Mache dich los von den Fesseln deines Halses!

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

 3 Denn so spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, so sollt ihr auch ohne Geld erlöst werden!
4 Denn so spricht GOTT, der Herr: Mein Volk ist vor Zeiten nach Ägypten hinabgezogen, um sich dort in der Fremde aufzuhalten; und der Assyrer hat sie ohne Ursache bedrückt.

Eine Zusage, dass Gott die Erlösung vollendet hat.

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. – Johannes 19,28-30

Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! – Jesaja 44,22

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht. – Epheser 1,7-8

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. – Jesaja 43,1

5 Nun aber, was geschieht mir denn hier, spricht der HERR, dass mein Volk ohne Entschädigung geraubt wird? Seine Beherrscher jauchzen triumphierend, spricht der HERR, und mein Name wird beständig gelästert, den ganzen Tag.
6 Darum soll mein Volk meinen Namen kennenlernen, ja, darum wird es an jenem Tag erkennen, dass ich der bin, welcher spricht: Siehe, hier bin ich!

Eine Zusage der ewigen Sicherheit in Gottes Gegenwart.

    • Heilssicherheit

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,27-29

fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit! – Jesaja 41,10

weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. – Philipper 1,6

    • Heilsgewissheit

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. – Römer 8,38-39

In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit. – Epheser 1,13-14

Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. – 1. Johannes 5,13

Wie wäre es mit dir – weißt du, dass du ewiges Leben hast? Ich habe gute Nachrichten: Du kannst es wissen.

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« – Römer 10,9-11

 

 

Der Kelch des Gerichts

Jesaja 51,17-23

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17 Erwache! Erwache! Stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HERRN den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch getrunken und ausgeschlürft hast!

Wenn du ans Ende deines Weges kommst

Es gibt zwei Wege und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. – Sprüche 14,12

Der rechte Weg ist nicht geheim oder kompliziert. Er bedeutet:

    • auf Gottes Stimme hören
    • in seinen Wegen bleiben
    • ihm vertrauen, auch wenn andere Wege schneller oder leichter erscheinen

Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, – 3. Mose 26,3

Versorgung

so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. – 3. Mose 26,4

Sicherheit

Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft… – 3. Mose 26,6a

Gegenwart Gottes

Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen – 3. Mose 26,11a

Jerusalem hat nicht den rechten Weg gewählt und ist nun am Ende des falschen Weges angelangt.

Gott ließ sie aus dem Kelch seines Zorns trinken, und nun ist der Kelch leer.

Diese Metapher des Kelch geht auf 5. Mose 5,24 zurück:

Und er soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringt und ihr zur Bitterkeit wird. – 5. Mose 5,24

18 Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Söhnen, die sie geboren hat, und niemand, der sie an der Hand führte, von allen Söhnen, die sie großgezogen hat.

Wenn du dein Leben auf dem falschen Weg lebst, wird dir am Ende niemand mehr helfen können, nicht einmal deine Kinder.

19 Dies beides ist dir begegnet — aber wer bezeugt dir Teilnahme? —: Verheerung und Zerstörung, Hunger und Schwert; wie soll ich dich trösten?

Wie viele Menschen kommen ans Ende ihres Weges und verzweifeln?

„Ich habe es auf meine Art geschafft“ tröstet nicht.

20 Deine Kinder sanken ohnmächtig hin; sie lagen an allen Straßenecken, wie eine Antilope im Netz, und waren voll von dem grimmigen Zorn des HERRN und von dem Schelten deines Gottes.

Die Kinder sind ihren Eltern auf den falschen Weg gefolgt und befinden sich im selben Zustand.

21 Darum höre doch das, du Elende, die du trunken bist, aber nicht vom Wein:
22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, der den Rechtsstreit für sein Volk führt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, dass du künftig nicht mehr daraus trinken musst,

Jesus kommt, wenn es kein Zurück mehr gibt

Gerade an dem Punkt, an dem du keinen Ausweg mehr siehst und niemand dir helfen kann, kommt Jesus vorbei, um dir zu helfen.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

Wie kommt Jesus zu Hilfe? Er hat den Kelch des Zorns selbst getrunken, damit wir ihn nicht trinken müssen.

Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! – Matthäus 26,37-39

23 und ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: Bücke dich, dass wir über dich wegschreiten können!, sodass du deinen Rücken der Erde gleichmachen musstest und wie eine Straße für die, die darübergingen.

Gottes Gerechtigkeit wird sich durchsetzen

Der Kelch ist in Gottes Hand! Für die, die Christus annehmen, wurde er schon getrunken; für die, die ablehnen, bleibt er bestehen.

Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, gefüllt mit schäumendem Würzwein; davon schenkt er ein: sogar seine Hefen müssen schlürfen und trinken alle Gottlosen auf Erden. – Psalm 75,9

Gott nimmt kein Unrecht unbeachtet!

Für die, die in Christus sind, ist Gnade gesichert

Jesus hat den Kelch des Zorns getrunken; wir müssen ihn nicht trinken.

Für die, die Christus ablehnen, bleibt der Kelch

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. – Hebräer 10,26-27

Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! – Hebräer 6,4-6

Denn ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt, und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott; dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nahe; es wird am Ende verbrannt. – Hebräer 6,4-8

Im Schatten seiner Hand: Die Geburt des Retters

Jesaja 51,9-16

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Stell dir eine Zeit vor, vielleicht einen Tag, eine Woche oder einen Monat, in der du ständig von Wellen des Leidens überrollt wirst.

Kaum hast du wieder Luft geholt, trifft dich die nächste Welle.

Kaum scheint ein Problem gelöst, bricht das nächste über dich herein.

Dein Herz fragt Gott: Wie lange noch? Hast du mich vergessen, Herr?

Oder wie die Jünger Jesu im Gewitter: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“

Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet. Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! Warum verbirgst du dein Angesicht und vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis? Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden. Mache dich auf und komm uns zu Hilfe, und erlöse uns um deiner Gnade willen! – Psalm 44,23-27

 9 Wache auf! Wache auf! Ziehe Stärke an, du Arm des HERRN! Erwache wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
10 Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt und die Tiefen des Meers zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchziehen konnten?

Gottes mächtige Taten in der Vorzeit und der Urzeit geben Hoffnung für heute

    • Die Urzeit:

Schon vor aller Geschichte hat Gott das Chaos gebändigt und Satan besiegt.

Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis. Die Säulen des Himmels erbeben und erschrecken vor seinem Schelten. Durch seine Kraft erregt er das Meer, und mit seinem Verstand zerschlägt er das Ungeheuer. Durch seinen Hauch wird der Himmel klar; mit seiner Hand durchbohrt er die flüchtige Schlange. – Hiob 26,10-13

Rahab und der Drache symbolisieren die uranfänglichen Mächte des Bösen.

O HERR, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, HERR? Und deine Treue ist um dich her! Du beherrschst das ungestüme Meer; wenn sich seine Wogen erheben, so stillst du sie. Du hast Rahab zermalmt wie einen Erschlagenen, deine Feinde zerstreut mit deinem starken Arm. Dein sind die Himmel, dir gehört auch die Erde, der Erdkreis und was ihn erfüllt; du hast es alles gegründet. – Psalm 89,9-12

Gott ist der Sieger von Anfang an – und Er wird auch heute handeln.

    • Die Vorzeit

Wie Er das Chaos in der Urzeit gebändigt hat, so öffnete Gott im 2. Mose einen Weg durch das Rote Meer.

Die Erlösten konnten hindurchziehen.

Gottes frühere Rettungshandlungen zeigen, dass auch wir heute auf Seine Hilfe vertrauen können.

11 So werden die Erlösten des HERRN zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein; Freude und Wonne werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.

    • Die Endzeit

Christus ist geboren und in eine Krippe gelegt worden, um in der Endzeit das zu vollbringen, was Gott schon in der Urzeit bewirkt hat.

Die Rettung, die einst das Chaos bezwang und den Drachen brach und Israel durch das Meer führte, findet ihre vollkommene Erfüllung in Jesus Christus, unserem Retter.

Von der Urzeit über die Vorzeit bis in die Endzeit: Derselbe Gott, der das Chaos ordnete, den Drachen besiegte, das Meer teilte und Sein Volk rettete, handelt heute in Christus – und schenkt uns Hoffnung.

12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird,
13 und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?

Gottes Trost und Gegenwart zu jeder Zeit

Gott ist der, der uns tröstet „Ich, ich bin es, der euch tröstet.“

Warum fürchtest du vor dem sterblichen Menschenkind… während du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat?

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! – Matthäus 10,28

Gott erinnert uns daran, dass wir Seine Geschöpfe sind, und Er allein über Leben und Seele verfügt.

Warum fürchtest du vor dem Grimm des Bedrückers?

Ich rief zum HERRN in meiner Not, der HERR antwortete mir und befreite mich. Der HERR ist für mich, ich fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun? – Psalm 118,5-6

14 Der in Ketten Gekrümmte wird schnell losgemacht, damit er nicht umkommt in der Grube, noch an Brot Mangel leidet.

Das Leiden hier währt nur kurz

Schwierigkeiten und Bedrängnis sind vorübergehend.

Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. – Psalm 37,23-24

15 Ich bin ja der HERR, dein Gott, der das Meer aufwühlt, dass seine Wellen brausen: HERR der Heerscharen ist sein Name.

Der HERR der alles kann ist unser Herr. „Ich bin ja der HERR, dein Gott“

Gott ist mächtig über alles, auch über Natur, Chaos und unsere Not.

Sein Segen ist ständig und zuverlässig.

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gern, und sein Same wird zum Segen. – Psalm 37,25-26

Gottes Trost ist immer verfügbar (Allezeit). Wir brauchen uns vor Menschen und vor Leid nicht zu fürchten, denn Er ist mächtig und treu.

So wie Gott einst das Chaos und das Meer bezwang, ist Er heute beständig bei uns, stärkt, tröstet und hält uns in jeder Not.

Die endgültige Rettung, die schon durch die Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde, wird in Christus vollendet.

16 Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!

Die Rettung ist in Christus vollendet

Christus wird mit göttlicher Autorität ausgerüstet

Der Messias spricht nicht im eigenen Namen, sondern im Namen des Vaters.

Seine Worte sind Gottes Worte, sein Auftrag ist Gottes Auftrag.

Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich im Schatten meiner Hand verborgen…“

Die „Hand Gottes“ ist Schutz, Bevollmächtigung und Sendung zugleich.

Er ist die Verkörperung der Rettung, die in Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde

Was Gott am Anfang begann (Urzeit: Sieg über das Chaos und den Drachen), was Er in der Geschichte wiederholt zeigte (Vorzeit: Befreiungen in Israel), wird in Christus endgültig und vollkommen erfüllt (Endzeit).

Christus ist der, der alle Fäden der Heilsgeschichte zusammenführt.

Gott nennt drei Ziele seines Werkes (und alle erfüllen sich in Christus)

„um den Himmel auszuspannen“

Christus ist der Herr der Schöpfung (Johannes 1,3; Kolosser 1,16).

Die neue Schöpfung beginnt in Ihm.

„um die Erde zu gründen“

Gottes Heilswerk ist nicht abstrakt – es kommt auf die Erde.

In Bethlehem berührt Gottes ewige Herrlichkeit unsere menschliche Welt.

„um zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!“

Durch Christus entsteht das neue Gottesvolk:
Juden und Heiden vereint in Ihm.

Advent erinnert uns daran: Gott vergisst sein Volk nicht – Er kommt zu ihm.

Im Advent feiern wir die Geburt Christi, durch die Gottes Rettung vom Urchaos bis zur Erlösung der Welt Wirklichkeit wird

Der, der am Anfang die Dunkelheit bezwang, kam in eine dunkle Welt als Licht.

Der, der Israel durch das Meer führte, kam, um uns durch den Tod zu führen.

Der, der sprach „Du bist mein Volk“, wurde Mensch, um sein Volk zu erlösen.

In Christus treffen Urzeit, Vorzeit und Endzeit zusammen.

Er ist der Anfang und das Ende der Rettung.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. – Psalm 91,1

Von Erinnerung zur Hoffnung

Jesaja 51,1–8

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1 Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den HERRN sucht! Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!
2 Seht auf Abraham, euren Vater, und auf Sarah, die euch geboren hat; denn als Einzelnen habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und gemehrt.
3 Denn der HERR tröstet Zion; er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Steppe wie den Garten des HERRN. Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang wird darin gefunden werden.

Gott spricht zu Seinem Volk in einer Zeit der Unsicherheit und verheißt Rettung und Erlösung.

Zurückblicken – Gottes Treue erinnern

Beachte die synonymen Parallelismen in diesen Versen.

    • „Ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt“ / „ihr, die ihr den HERRN sucht!“
    • „Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen“ / „Seht auf Abraham, euren Vater“
    • „und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!“ / „und auf Sarah, die euch geboren hat“

Abraham ist der Einzige unter seinen Zeitgenossen gewesen, den Gott berufen, gesegnet und vermehrt hat.

In Vers 3 sehen wir, wie Gott sie gesegnet hat:

    • Er hat getröstet – „Denn der HERR hat Zion getröstet; er hat alle ihre Trümmer getröstet.“
      → Gott bringt Trost, wo vorher Zerbruch war.
    • Er hat erneuert – „Er hat ihre Wüsten wie Eden gemacht und ihre Steppe wie den Garten des HERRN.“
      → Was tot und leer war, hat Er in neues Leben verwandelt.
    • Er hat Freude geschenkt – „Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang sind darin gefunden worden.“
      → Aus Trauer ist Lob geworden; aus Öde ist Anbetung hervorgegangen.

Gottes Treue in der Vergangenheit ist die Grundlage für Vertrauen in der Gegenwart.

Ich will gedenken an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine Wunder aus alter Zeit, und ich sinne nach über alle deine Werke und erwäge deine großen Taten: – Psalm 77,12-13

Erinnere dich an Gottes Wirken in deinem Leben und lass vergangene Segnungen deinen Glauben und deinen Mut stärken.

Betrachte Gottes Treue in der Geschichte als Beweis seiner Zuverlässigkeit und wende dich Gott zu, so wie Abraham und Sara es taten.

4 So achte nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren; denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten.
5 Meine Gerechtigkeit ist nahe, meine Rettung zieht aus, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten.
6 Erhebt eure Augen zum Himmel und schaut auf die Erde drunten; denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch, und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen, und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen; aber mein Heil wird ewig bleiben und meine Gerechtigkeit nicht zugrunde gehen.

Hinaufschauen – Gottes Gerechtigkeit und Rettung vertrauen

    • Aufmerksamkeit auf Gott

„So achte nun auf mich, mein Volk“ / „und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren“

Synonymie: Beide Zeilen fordern das Volk auf, aufmerksam auf Gottes Worte zu hören.

    • Gesetz und Recht

„Denn ein Gesetz wird von mir ausgehen“ / „und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten“

Synthetisch/aufbauend: Gottes Gesetz und Recht wirken gerecht über die Völker und bringen Licht in die Welt.

    • Gerechtigkeit und Rettung in Aktion

„Meine Gerechtigkeit ist nahe“ / „meine Rettung zieht aus“

Synthetisch: Gottes Gerechtigkeit und Rettung treten aktiv in die Welt ein; sie sind nicht nur abstrakte Prinzipien.

    • Macht und Vertrauen

„Und meine Arme werden die Völker richten“ / „auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten“

Synthetisch: Gottes Macht ist handlungsfähig, und die Völker setzen ihr Vertrauen auf Ihn.

    • Vergängliche Welt

„denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch“ / „und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen“ / „und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen“

Synthetische Triade: Alles Vergängliche in der Welt, selbst die Menschen, steht unter Gottes Gericht, während Sein Heil ewig bleibt

    • Ewigkeit von Heil und Gerechtigkeit

„Mein Heil wird ewig bleiben / meine Gerechtigkeit wird nicht zugrunde gehen“

Synonymie: Gottes beständiges Heil und Seine Gerechtigkeit währen ewig.

Rettung ist vollständig Gottes Werk; wir sollen Ihm vertrauen und uns nicht auf menschliche Kraft oder Umstände verlassen.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst! – Jesaja 45,22

Menschliche Anstrengungen sind vergänglich; Gottes Rettung ist sicher und zugänglich.

Reagiert auf Gottes Einladung und verlasst euch auf Seine Macht.

7 Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt! Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.
8 Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid; und die Schabe wird sie fressen wie Wolle; aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.

Vorausblicken – Mut fassen, nicht fürchten

    • Geistliche Veränderung erkennen (V.1 → V.7)

„Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den HERRN sucht!“ (V.1)

Verben: nachjagen, suchen → aktiv, strebend

Das Volk ist auf dem Weg, sie suchen nach Gerechtigkeit und Gott.

„Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt!“ (V.7)

Verben: kennt, im Herzen trägt → Zustand, innerlich verwurzelt

Das Volk ist nun gerettet, trägt Gottes Gesetz im Herzen, kennt Gerechtigkeit und braucht keine äußere Suche mehr.

Vergleich: Nachjagen → kennen / suchen → tragen im Herzen

Gott bringt Veränderungen im Volk – von Suchenden zu Treuen.

    • Keine Furcht vor Menschen

„Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen“ / „entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.“

Synonymie: Gläubige sollen nicht von menschlicher Kritik einschüchtern lassen.

Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit gibt Freiheit und Mut, das Richtige zu tun, selbst wenn Menschen spotten.

    • Vergänglichkeit von Besitz und Welt

„Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid“ / „die Schabe wird sie fressen wie Wolle“

Synthetisch: Alles Menschliche ist zerbrechlich und vergänglich.

Gläubige sollen nicht auf vergängliche Dinge vertrauen, sondern auf Gottes Rettung und Gerechtigkeit.

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! – Matthäus 6,19-20

Gottes Heil bleibt ewig, im Gegensatz zu weltlichen Dingen.

    • Ewigkeit von Heil und Gerechtigkeit

„aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben“ / „mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.“

Synonymie: Gottes Rettung und Gerechtigkeit sind dauerhaft und generationenübergreifend, im Gegensatz zu allem Vergänglichen in der Welt.

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! – Matthäus 6,33

Es gibt Hoffnung und ewige Sicherheit, wenn man jetzt auf Gott vertraut.

Ich will den HERRN preisen allezeit, sein Lob soll immerzu in meinem Mund sein. – Psalm 34,2

Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten. Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht beschämt. – Psalm 34,5-6

Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist; wohl dem, der auf ihn traut! – Psalm 34,9

 

 

Wandeln in Licht

Jesaja 50,1-11

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1 So spricht der HERR: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem ich sie verstoßen habe? Oder welchem von meinen Gläubigern habe ich euch verkauft? Siehe, ihr seid um eurer Sünden willen verkauft worden, und um eurer Übertretungen willen ist eure Mutter verstoßen worden.

Die Trennung von Licht

Die Sünde trennt uns von Gottes Licht.

Der Mensch flieht das Licht, weil es seine Sünde offenbart.

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. – Johannes 3,19

Sünde führt zur bewussten Abkehr von Gott.

Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. – Johannes 3,20

Wer die Wahrheit liebt, sucht das Licht – und findet darin Reinigung und Gemeinschaft mit Gott.

Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. – Johannes 3,21

Definitionen von „Sünde“ im Alten Testament:

„Sünde“ ist das Verfehlen eines Ziels – das Unterlassen dessen, was Gott befohlen hat.

denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten – Römer 3,23

„Übertretung“ bedeutet das Überschreiten einer von Gott gesetzten Grenze.

Beispiel: Adams Übertretung im Garten Eden war nicht Unwissenheit, sondern bewusster Ungehorsam.

„Missetat“ bezeichnet alles, was aus seinem richtigen Verlauf oder seiner Bestimmung herausgekommen ist – alles, was moralisch verzerrt oder pervertiert ist.

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört! – Jesaja 59,1-2

2 Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? Ist etwa meine Hand zu kurz, um zu erlösen, oder ist bei mir keine Kraft, um zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich mache Ströme zur Wüste, dass ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben!
3 Ich kleide den Himmel in Schwarz und bedecke ihn mit Sacktuch.

Wenn niemand antwortet, liegt es nicht daran, dass Gott sich nicht kümmert, nicht handeln kann oder nicht retten will.

    • Er kümmert sich – Er hat gerufen

Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? – 2a

Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben; es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen Einzigen! – Psalm 53,3-4

    • Er kann handeln – Er hat die Macht zu erlösen

Ist etwa meine Hand zu kurz, um zu erlösen…? – 2b

Und Mose sprach: 600 000 Mann Fußvolk sind es, in deren Mitte ich bin, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, dass sie einen Monat lang zu essen haben! Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, dass es für sie genug ist? Oder kann man alle Fische des Meeres einfangen, dass es für sie genug ist? Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort vor dir eintreffen wird oder nicht! – 4. Mose 11,21-23

    • Er will retten – Er ist bereit zu befreien

…oder ist bei mir keine Kraft, um zu erretten? – 2c

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Die Demonstration des Lichts

Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. – Johannes 8,12

4 GOTT, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören].

    • Durch gelenktes Sprechen

Gott gibt dem Knecht die „Zunge eines Jüngers“, damit er von ihm geleitet zur rechten Zeit spricht und so Orientierung für die Müden bietet.

Ich habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt in der großen Gemeinde; siehe, ich will meine Lippen nicht verschließen, HERR, das weißt du! Deine Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen, ich redete von deiner Wahrheit und von deinem Heil; deine Gnade und Wahrheit verschwieg ich nicht vor der großen Gemeinde. – Psalm 40,10-11

5 GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet; und ich habe mich nicht widersetzt und bin nicht zurückgewichen.

    • Durch geleitetes Hören

Gott öffnet dem Knecht das Ohr, und durch von ihm geleitetes Hören folgt er treu, sodass Weisheit und Orientierung zum Licht für andere werden.

Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; Ohren aber hast du mir bereitet; Brandopfer und Sündopfer hast du nicht verlangt. Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben; deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen. – Psalm 40,7-9

6 Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

    • Durch geduldiges Leiden

Der Knecht erträgt Schmach, Spott und Leid geduldig, ohne zurückzuweichen, und zeigt so Vertrauen in Gottes Treue und Weisheit.

als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrus 2,23

7 Aber GOTT, der Herr, wird mir helfen, darum muss ich mich nicht schämen; darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein, denn ich wusste, dass ich nicht zuschanden würde.

    • Durch standhafte Entschlossenheit

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. – Hebräer 12,2

8 Der mich rechtfertigt, ist nahe; wer will mit mir rechten? Lasst uns miteinander hintreten! Wer will gegen mich Anklage erheben? Er trete her zu mir!
9 Siehe, GOTT, der Herr, steht mir bei — wer will mich für schuldig erklären? Siehe, sie werden alle zerfallen wie ein Kleid; die Motte wird sie fressen.

    • Durch vollkommenes Vertrauen

Der Knecht vertraut auf Gottes Rechtfertigung und Schutz und bleibt unerschüttert.

Gleichwie sich viele über dich entsetzten — so sehr war sein Angesicht entstellt, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder —, genauso wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen, und Könige werden vor ihm den Mund schließen. Denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, werden sie wahrnehmen. – Jesaja 52,14-15

10 Wer unter euch fürchtet den HERRN? Wer gehorcht der Stimme seines Knechtes? Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!

Die Anwendung des Lichts

    • Durch Vertrauen auf Gottes Namen

Wer in der Finsternis wandelt, verlässt sich nicht auf sich selbst, sondern auf Gottes Führung und Beistand.

…so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!

    • Durch Gemeinschaft im Licht

wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,7

    • Durch Gehorsam trotz Unsichtbarkeit der Ergebnisse

Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint…

Auch wenn der Ausgang unsichtbar bleibt, folgen wir Gottes Willen und wandeln mutig durch dunkle Zeiten.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. – Psalm 23,4

    • Durch Verzicht auf Selbsthilfe

11 Habt aber acht, ihr alle, die ihr ein Feuer anzündet und euch mit feurigen Pfeilen wappnet! Geht hin in die Flamme eures eigenen Feuers und in die feurigen Pfeile, die ihr angezündet habt! Dieses widerfährt euch von meiner Hand, dass ihr in Qualen liegen müsst.

Eigenmächtige menschliche Anstrengung („Funken“) führt nur zu Misserfolg; wahres Licht kommt durch Gott.

    • Durch Nachfolge Christi

Christus als Licht der Welt zeigt den Weg: Glaube an ihn verhindert, dass wir in der Finsternis bleiben.

Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. – Johannes 12,46

Was Gott für die Seinen tut

Jesaja 49,14-26

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14 Zion sprach: »Der HERR hat mich verlassen, und der Herrscher hat mich vergessen.«

Die Gegenwart Gottes

Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen, denn der HERR, dein Gott, geht selbst mit dir; er wird dich nicht aufgeben, noch dich verlassen! – 5. Mose 31,6

Das Gefühl, dass er uns verlassen hat, entsteht, weil wir ihn verlassen haben, nicht umgekehrt.

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört! – Jesaja 59,1-2

dann schreien sie zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht, sondern verbirgt sein Angesicht vor ihnen zu jener Zeit, weil sie Böses getan haben. – Micha 3,4

15 Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Selbst wenn sie [ihn] vergessen sollte — ich will dich nicht vergessen!

Die Barmherzigkeit Gottes

Gott offenbarte sich Moses durch eine Vielzahl von Eigenschaften, die seine Barmherzigkeit zeigen:

Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israels seine Taten. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. – Psalm 103,7-8

Unsere Sünden trennen uns von Gott, doch seine Barmherzigkeit hält zu uns:

Er wird nicht immerzu rechten und nicht ewig zornig bleiben. Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten. – Psalm 103,9-10

Unsere Sünde trennt uns von Gott, doch Gottes Barmherzigkeit trennt uns von unserer Sünde:

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten; so fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. – Psalm 103,11-12

Gottes Erbarmen ist wie die Liebe eines Elternteils, aber noch größer:

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind. – Psalm 103,13-14

16 Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind allezeit vor mir.

Die Treue Gottes

Gottes Treue ist persönlich und beständig:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. – Johannes 10,27-28

Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,29

Gottes Treue stützt und schützt uns:

Er stützt uns in Momenten der Schwäche.

So oft ich aber sprach: »Mein Fuß ist wankend geworden!«, hat deine Gnade, o HERR, mich gestützt. – Psalm 94,18

Seine Mauern sind schützend, nicht einschränkend

Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. – Offenbarung 22,15

17 Deine Söhne eilen herbei; aber die dich zerstört und verwüstet haben, werden sich davonmachen!
18 Erhebe deine Augen ringsumher und sieh: Alle diese versammeln sich, sie kommen zu dir. So wahr ich lebe, spricht der HERR, du wirst sie alle wie einen Schmuck anlegen und wirst sie als Gürtel umbinden, wie eine Braut es tut.

Gottes Treue zeigt sich in Wiederherstellung:

Die Feinde, die das Volk zerstört und verwüstet haben, werden vertrieben.

Das Volk bereitet sich vor, als ob man es für ein Fest oder eine Hochzeit schmückt und umgürtet – ein Bild von Freude, Feier und Neubeginn.

19 Denn dein Land, das öde, verwüstet und zerstört liegt, das wird nun für dich zu eng sein wegen der [vielen] Bewohner, und die dich verschlingen wollten, werden sich entfernen.
20 Und die Söhne, die dir [einst] geraubt wurden, werden noch vor deinen Ohren sagen: Dieser Ort ist mir zu eng, gib mir Raum, dass ich wohnen kann!

Auch das Land wird wiederhergestellt und mit Segen erfüllt, so dass es nicht genügend Raum gibt, um alle zu empfangen.

21 Dann wirst du bei dir selbst denken: Wer hat mir denn diese geboren, mir, der Kinderlosen und Unfruchtbaren, verbannt und verstoßen? Und wer hat mir diese großgezogen? Siehe, ich war ja allein übrig geblieben; wo waren denn diese?

Gottes Treue übertrifft alle Erwartungen: Das Volk staunt über das, was ihm geschenkt wird, und erkennt, dass alles von Gott kommt.

22 So spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden hin erheben und für die Völker mein Banner aufrichten; und sie werden dir deine Söhne im Gewandbausch herbringen, und deine Töchter werden auf der Schulter herbeigetragen werden.
23 Und Könige sollen deine Wärter sein und ihre Fürstinnen deine Ammen. Sie werden vor dir niederfallen, das Angesicht zur Erde gewandt, und werden den Staub deiner Füße lecken; und du sollst erkennen, dass ich der HERR bin: Die auf mich harren, werden nicht zuschanden werden.

Gottes Treue erfüllt seine Verheißungen über Generationen hinweg. Israel wird nicht nur selbst wiederhergestellt, sondern wird zum Kanal von Segen für alle Völker – ein klarer Beweis, dass Gottes Plan und sein Wort zuverlässig sind.

24 Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden? Und können rechtmäßig Gefangene entfliehen?

Gottes Treue schützt sein Volk und sorgt für Sicherheit.

25 Ja, so spricht der HERR: Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden, und die Beute des Tyrannen soll entfliehen; denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft, und ich werde deine Kinder erretten.
26a Ich will deine Bedrücker mit ihrem eigenen Fleisch speisen, und sie sollen trunken werden von ihrem eigenen Blut wie von Most.

Gottes Treue bringt Rettung, richtet über Unterdrücker und offenbart seine Macht als Erlöser.

26b Und alles Fleisch soll erkennen, dass ich, der HERR, dein Erretter bin und dein Erlöser, der Starke Jakobs.

Gott ist immer gegenwärtig: Auch wenn wir ihn im Moment nicht spüren oder sehen, ist er bei uns.

Gott ist immer barmherzig: Er gibt uns nicht, was wir verdienen, sondern vergibt unsere Schuld vollständig.

Gott ist immer treu: Wir können darauf vertrauen, dass alles zum Guten wirkt für die, die ihn lieben.

Gott will, dass die Welt es erlebt: Seine Gegenwart, Barmherzigkeit und Treue sind echt – wir können sie persönlich erfahren. Deshalb liegt es an uns, hinauszugehen und anderen zu zeigen, welche großen und mächtigen Dinge Gott für uns getan hat, damit auch sie seine Treue und Liebe erkennen.

 

 

 

 

 

Christus, mein Hirte

Jesaja 49,8-13

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8 So spricht der HERR: Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen; und ich will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, damit du dem Land wieder aufhilfst und die verwüsteten Erbteile wieder als Erbbesitz austeilst;

Das Timing des Hirten

In diesem Teil des Knechtes Liedes wird Christus als der gute Hirte gesehen.

Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. – Johannes 10,11

Gott hat ihn zur rechten Zeit gesandt.

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. – Galater 4,4-5

Der Hirte greift zur rechten Stunde ein.

Aber als Mitarbeiter ermahnen wir euch auch, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen. Denn es heißt: »Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen«. Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils! – 2. Korinther 6,1-2

Christus ist nicht nur ein Hirte, sondern mein Hirte.

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. – Psalm 23,1

Er hat zur rechten Stunde in mein Leben eingegriffen.

9 damit du zu den Gefangenen sagst: »Geht hinaus!«, und zu denen in der Finsternis: »Kommt hervor!« Sie werden an den Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben.

Die Befreiung seiner Schafe

Der Hirte befreit seine Schafe.

„damit du zu den Gefangenen sagst: Geht hinaus!“

Er erquickt meine Seele – Psalm 23,3a

Der Hirte ruft sie aus der Finsternis ins Licht.

„und zu denen in der Finsternis: Kommt hervor!“

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. – Johannes 10,27-28

Der Hirte führt seine Schafe.

„Sie werden an den Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben.“

er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. – Psalm 23,3b

Christus befreit nicht nur andere, sondern er hat auch mich befreit.

Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest. Und er gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. – Psalm 40,2-4a

10 Sie werden weder hungern noch dürsten; keine trügerische Wasserspiegelung noch Sonne wird sie blenden; denn ihr Erbarmer wird sie führen und zu den Wasserquellen leiten.

Die Fürsorge des Hirten

Direkte Parallelen zu Auen- und Wasserbildern des Hirten.

Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. – Psalm 23,2

Der Hirte rettet nicht nur, er erhält mit überreicher Versorgung.

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. – Psalm 23,5

…ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. – Johannes 10,10b

Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. – Johannes 7,37-38

Christus sorgt nicht nur für andere, er stillt auch meinen Hunger und Durst.

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! – Offenbarung 22,17

Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! – Matthäus 5,6

11 Ich werde alle meine Berge zum Weg machen, und meine Straßen sollen erhöht werden.

Die Führung des Hirten

Der Hirte räumt Hindernisse weg und bereitet den Weg.

…er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. – Psalm 23,3b

Der Hirte schenkt klare Führung, selbst durch Berge und Täler.

Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. – Johannes 10,4

Christus führt nicht nur irgendeine Herde, sondern er führt mich auf rechter Straße.

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. – Römer 8,14

Lass dies dein Gebet sein:

HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade! Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich allezeit. – Psalm 25,4-5

12 Siehe, diese werden von ferne kommen und jene dort von Norden und von Westen, und diese aus dem Land der Sinim.

Das Sammeln seiner Herde

Die Herde wird von den Enden der Erde gesammelt.

Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein. – Johannes 10,16

Der Hirte sammelt eine weltweite Herde in einer Herde.

GOTT, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten! – Jesaja 56,8

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat… um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz… – Epheser 2,13-16

Ich bin dankbar, dass Christus nicht nur andere sammelt, sondern auch mich in seine Herde aufgenommen hat.

13 Jubelt, ihr Himmel, und frohlocke, du Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich über seine Elenden!

Der Trost und die Freude seiner Schafe

Der Hirte endet mit Trost, Sicherheit und Freude für seine Schafe.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. – Psalm 23,4

Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar. – Psalm 23,6

und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,28-29

Christus spendet nicht nur anderen Trost, sondern er ist mein Trost und meine Freude.

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. – 2. Korinther 1,3-4

 

 

 

 

Gottes vollständiger Plan

Jesaja 49,5-7

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5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen — Israel aber wurde nicht gesammelt, und doch wurde ich geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott war meine Stärke —,

Die Berufung des Knechtes

    • Der Ursprung der Berufung: Vor der Geburt

Gottes Plan beginnt nicht erst im öffentlichen Dienst, sondern bereits vor der Geburt.

„…der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht gebildet hat…“

Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt! – Jeremia 1,5

Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte… – Galater 1,15-16a

Noch bevor du geboren wurdest, kannte Gott dich – Er wusste alles über dich und hat einen vollkommenen Plan für dein Leben gemacht. Die Frage ist: Folgst du Seinem Plan?

    • Das erste Ziel der Berufung

„…um Jakob zu ihm zurückzubringen…“ – Die erste Mission des Knechtes gilt der geistlichen Wiederherstellung Israels.

    • Die scheinbare Wirkungslosigkeit: Israel wird nicht gesammelt

„Aber Israel lässt sich nicht sammeln“ – Der Knecht erfährt anfängliches Scheitern; Israel lehnt ihn ab.

Trotzdem vertraut er auf Gottes Beurteilung.

    • Die göttliche Bestätigung trotz Ablehnung

„…und doch wurde ich geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott war meine Stärke…“ – Nicht menschlicher Erfolg zählt, sondern Gottes Anerkennung.

Bleibe treu, auch wenn sichtbare Ergebnisse ausbleiben – Gott sieht dein Herz und ehrt deine Treue.

Gott hat nicht nur einen Plan für den Knecht des HERRN, sondern für jeden einzelnen Menschen.

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Doch niemand wird gezwungen, diesem Plan zu folgen. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, ob er sich dem Willen Gottes unterstellt.

Er kennt uns schon vor unserer Geburt – wie bei Jeremia, Paulus und sogar bei seinem eigenen Sohn. Seine Pläne sind voller Gnade, und sie zielen darauf ab, uns zu retten und uns zu gebrauchen.

Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. – Epheser 2,10

6 ja, er spricht: »Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!«

Gottes größerer Plan

„Es ist zu gering…“: Gott denkt nicht klein. Israel allein ist nicht das Endziel.

„…ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt…“: Christus ist nicht nur Israels Retter, sondern das Licht für alle Völker.

Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! – Lukas 2,30-32

„…damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!“: Der Knecht ist nicht nur der Überbringer, sondern das Heil selbst!

Gottes Vision ist global – und wir sind Teil davon. Lass uns mit offenem Herzen auf Gottes großen Plan reagieren.

Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!« – Apostelgeschichte 13,47

7 So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der Herrschenden: Könige werden es sehen und aufstehen und Fürsten anbetend niederfallen um des HERRN willen, der treu ist, um des Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat.

Die Verherrlichung des Verachteten

„Verachtet, verabscheut, ein Knecht der Tyrannen“: Erfüllt in Jesus – abgelehnt, verspottet, gekreuzigt.

„Könige werden es sehen und aufstehen .. anbetend niederfallen…“: Die Völker werden den Knecht letztlich anerkennen.

Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9-11

„Um des HERRN willen, der treu ist…“: Die Erhöhung geschieht wegen Gottes Bundestreue, nicht wegen menschlicher Leistung.

„…um des Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat.“: Die Erhöhung geschieht wegen des Heiligen Israels, nicht wegen des Dieners. Gott selbst verleiht Würde – aus Gnade, nicht aufgrund menschlicher Leistung.

weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. – Philipper 1,6

Verachtung ist nicht das Ende. In Gottes Zeit wird Gerechtigkeit und Ehre folgen.

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. – Hebräer 12,2

Vor einiger Zeit habe ich verschiedene Tulpen-Sorten gekauft – in mehreren Farben.

Ich habe sie sorgfältig am Rand unseres Blumengartens eingepflanzt.

Danach passierte – scheinbar – nichts. Über Wochen sah man nur nackte Erde.
Im Winter lag sogar Schnee darüber, und man hätte leicht denken können: „Da wächst nie etwas.“

Aber die Zwiebeln waren nicht tot. Sie lagen verborgen, und Gott arbeitete in der Stille.

Als der Frühling kam, brachen sie durch den Boden – gelb, rot, weiß, violett – ein wunderschönes Bild.

So war es auch mit dem Knecht des HERRN: Vor der Geburt berufen, im Dienst zunächst abgelehnt, aber am Ende herrlich erhöht.

Und so ist es oft auch in unserem Leben: Gott pflanzt etwas in uns, was lange unsichtbar bleibt. Wir sehen nur die „Wintererde“, aber Er sieht schon das volle Blühen.

Vielleicht siehst du heute in deinem Leben nur den kahlen Winterboden – keine Farbe, kein Wachstum, kein sichtbarer Erfolg. Aber Gott hat schon lange vor deiner Geburt seinen Plan in dich hineingelegt. Vertraue Ihm, bleib treu, auch wenn du noch nichts siehst. Der Frühling kommt – und dann wird die Herrlichkeit, die Er vorbereitet hat, aufblühen.