ein Herz in der Not

1. Samuel 21,1-10

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

1 Und David machte sich auf und ging; Jonathan aber kam in die Stadt.
2 Und David begab sich nach Nob, zu dem Priester Achimelech. Achimelech aber kam David bestürzt entgegen und sprach zu ihm: Warum kommst du allein, und es ist kein einziger Mann bei dir?

Ein Herz in der Not sucht Gottes Gegenwart

Erinnere dich an die Fragen, die David Jonathan stellte:

    • Was habe ich getan?
    • Was ist meine Schuld?

​Wo hätte er besser Antworten finden können als dort, wo Gott sich hat finden lassen?

Angesichts der Tatsache, dass David auf seiner Flucht von Saul direkt zum Stiftshüte gegangen ist, ist es möglich, dass einer seiner Psalmen bei dieser Gelegenheit als sein Gebet vor dem Herrn verfasst wurde.

Ein passender Psalm wäre Psalm 26:

1 Von David.
Schaffe mir Recht, o HERR! Denn ich bin in meiner Lauterkeit gewandelt und habe mein Vertrauen auf den HERRN gesetzt; ich werde nicht wanken.
2 Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!
3 Denn deine Gnade ist mir vor Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.
4 Ich sitze nicht bei falschen Leuten und gehe nicht um mit Hinterlistigen.
5 Ich hasse die Versammlung der Übeltäter und sitze nicht zusammen mit den Gottlosen.
6 Ich wasche meine Hände in Unschuld und umschreite deinen Altar, o HERR,
7 um dir zu danken mit lauter Stimme und alle deine Wunder zu verkünden.
8 HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Herrlichkeit wohnt!
9 Raffe meine Seele nicht hinweg mit den Sündern, noch mein Leben mit den Blutbefleckten,
10 an deren Händen Laster klebt und deren Rechte voll Bestechung ist.
11 Ich aber wandle in meiner Lauterkeit; erlöse mich und sei mir gnädig!
12 Mein Fuß steht fest auf rechtem Grund; ich will den HERRN loben in den Versammlungen!

David kam zur Stiftshütte nicht als ein perfekter Gläubiger, sondern als ein bedrängter Mensch – aber er ging an den richtigen Ort.

Ein Herz in der Not empfängt Gottes Versorgung

1. Samuel 21:

3 David sprach zu Achimelech, dem Priester: Der König hat mir etwas befohlen und zu mir gesagt: Lass niemand wissen, warum ich dich gesandt und was ich dir befohlen habe! Die Leute aber habe ich da und dahin bestellt.
4 Und nun, was hast du zur Hand? Gib mir fünf Brote oder was sonst vorhanden ist!

Mangel bringt uns an Gottes Tisch. Die Zahl 5 wird oft mit Gottes Gnade in Verbindung gebracht.

    • David bat um fünf Brote.
    • Mit fünf Broten speiste Jesus 5000.

So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! – Hebräer 4,16

5 Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Verfügung, sondern nur heiliges Brot; wenn die Leute sich nur der Frauen enthalten haben!

Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! – Matthäus 5,6

6 Da antwortete David dem Priester und sprach: Die Frauen waren uns schon gestern und vorgestern versagt, als ich auszog; auch waren die Leiber der Leute rein, obwohl dies ein gewöhnlicher Auftrag ist — um wie viel mehr werden sie heute am Leib rein sein!

David kam an den richtigen Ort, denn dort fand er das Brot des Lebens.

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. – Johannes 6,35

 7 Da gab ihm der Priester heiliges [Brot]; denn es war kein anderes da außer den Schaubroten, die man von dem Angesicht des HERRN hinweggetan hatte, um warmes Brot aufzulegen an dem Tag, da man sie wegnahm.

David fand Gnade im Haus Gottes.

Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel litt und er und seine Gefährten Hunger hatten, wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, die niemand essen darf als nur die Priester, und auch denen davon gab, die bei ihm waren? – Markus 2,25-26

Ein Herz in der Not erinnert sich an Gottes Treue

8 An jenem Tag war aber dort vor dem HERRN ein Mann von den Knechten Sauls eingeschlossen, der hieß Doeg, der Edomiter, der Aufseher über die Hirten Sauls.
9 Und David fragte Achimelech: Gibt es nicht irgendeinen Speer oder ein Schwert bei dir? Denn ich habe nicht einmal mein Schwert und meine Waffen zur Hand genommen, weil die Sache des Königs solche Eile hatte.
10 Der Priester antwortete: Das Schwert Goliaths, des Philisters, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, das liegt hinter dem Ephod in ein Gewand eingewickelt; wenn du das für dich nehmen willst, so nimm es, denn es ist kein anderes hier außer diesem. David sprach: Es gibt nicht seinesgleichen; gib es mir!

Was Gott gestern getan hat, ist die Grundlage dafür, was wir heute erwarten dürfen.

David ist nicht das einzige Beispiel für jemanden, der im Haus Gottes Gnade gefunden hat.

Ich bin zu gering für alle Gnade und Treue, die du an deinem Knecht bewiesen hast! Denn ich hatte nur einen Stab, als ich über diesen Jordan ging, und nun bin ich zu zwei Heerlagern geworden. – 1. Mose 32,11

Ein Herz in der Not findet alles, was es braucht, bei Gott

David verließ das Haus Gottes nicht mit leeren Händen.

    • Er empfing Brot für seinen Hunger.
    • Er empfing das Schwert für den bevorstehenden Kampf.

Dasselbe gilt für uns.

    • Christus ist das Brot des Lebens.
    • Gottes Wort ist das Schwert des Geistes.

Wenn wir in unserer Not zu Gott kommen, schickt er uns nicht leer fort.

    • Er stärkt unser Herz durch Christus.
    • Er rüstet uns aus durch sein Wort.
    • Er sendet uns zurück in den Kampf.

Im Haus Gottes fand David beides: Nahrung für den Hunger und eine Waffe für den Kampf. Auch wir finden in Christus und seinem Wort alles, was wir für unseren Weg brauchen.

David kam in seiner Not zum Haus Gottes.

Warum bist du heute gekommen?

Was brauchst du von Gott?

David verließ das Haus Gottes nicht mit leeren Händen.

Du musst es heute auch nicht.

 

 

ein gottbezogenes Herz

1. Samuel 20,18-42

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

Saul war eifersüchtig auf David, weil David beim Volk immer beliebter geworden ist. Deshalb hat Saul immer wieder versucht, ihn umzubringen. Dreimal hat er seinen Speer nach David geworfen. Einmal hat er Männer zu Davids Haus geschickt, um ihn zu töten. Danach hat er dreimal Männer nach Najot geschickt, um David festzunehmen und zurückzubringen. Als das alles nichts geholfen hat, ist Saul schließlich selbst hingegangen.

Was habe ich getan? Was ist meine Schuld? Und was habe ich vor deinem Vater gesündigt, dass er mir nach dem Leben trachtet? – 1. Samuel 20,1b

David und Jonathan hatten sich auf einen Plan geeinigt. David würde beim Neumondfest fehlen. Falls Saul seine Abwesenheit bemerkte, sollte Jonathan sagen, dass David nach Bethlehem gegangen sei, um dort mit seiner Familie das jährliche Opferfest zu feiern. An Sauls Reaktion wollten sie erkennen, was in seinem Herzen vorging. Reagierte er ruhig, konnte David in Sicherheit zurückkehren. Reagierte er jedoch mit Zorn, dann war klar: David musste fliehen.

18 Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond; da wird man dich vermissen, denn dein Sitz bleibt leer.
19 Am dritten Tag aber komm rasch herab und begib dich an den Ort, wo du dich am Tag der Tat verborgen hattest, und bleibe neben dem Stein Asel.
20 Ich aber will drei Pfeile daran vorbeischießen, als ob ich nach einem Ziel schießen würde.
21 Und siehe, dann werde ich den Burschen schicken: »Geh, suche die Pfeile!« Rufe ich dann dem Burschen zu: »Siehe, die Pfeile liegen diesseits von dir, hole sie!«, so komm; denn das bedeutet Frieden für dich und keine Gefahr, so wahr der HERR lebt.
22 Wenn ich aber zu dem jungen Mann sage: »Siehe, die Pfeile liegen jenseits von dir!«, so geh; denn dann sendet dich der HERR fort.
23 Von dem aber, was wir beredet haben, ich und du, siehe, davon ist der HERR [Zeuge] zwischen dir und mir ewiglich!

Ein gottbezogenes Herz handelt unter Gottes Führung

    • Lass Gottes Wort dich leiten.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. – Psalm 119,105

    • Suche Gottes Weisheit im Gebet.

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott… – Jakobus 1,5

    • Achte auf Gottes Führung in den Umständen.

Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen… – Offenbarung 3,8

    • Höre auf gottesfürchtige Ratgeber.

Wo keine Beratung ist, da scheitern Pläne, wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande. – Sprüche 15,22

    • Handle im Vertrauen auf Gottes Frieden.

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! – Philipper 4,7

24 So verbarg sich David auf dem Feld. Als aber der Neumond kam, setzte sich der König zum Mahl, um zu essen.
25 Und zwar saß der König an seinem gewohnten Platz an der Wand; Jonathan aber stand auf, und Abner setzte sich neben Saul; und Davids Platz blieb leer.
26 Saul aber sagte an diesem Tag nichts; denn er dachte: Es ist ein Zufall; er ist nicht rein; gewiss ist er nicht rein!
27 Es geschah aber am Tag nach dem Neumond, als Davids Platz wieder leer blieb, dass Saul seinen Sohn Jonathan fragte: Warum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum Essen gekommen?
28 Da antwortete Jonathan dem Saul: David hat mich dringend gebeten, nach Bethlehem gehen zu dürfen;
29 und er sagte: Lass mich doch hingehen; denn wir halten ein Familienopfer in der Stadt, und mein Bruder selbst hat es mir geboten; habe ich nun Gnade vor deinen Augen gefunden, so gib mir doch Urlaub, dass ich meine Brüder sehen kann! Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen.
30 Da entbrannte Sauls Zorn gegen Jonathan, und er sprach zu ihm: Du missratener, widerspenstiger Sohn! Meinst du, ich wüsste nicht, dass du den Sohn Isais erwählt hast, zu deiner Schande und zur Scham und Schande deiner Mutter?
31 Denn solange der Sohn Isais auf Erden lebt, kannst weder du bestehen noch dein Königtum! So sende nun hin und lass ihn herbringen zu mir; denn er ist ein Kind des Todes!
32 Und Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan?
33 Da warf Saul den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren. Da erkannte Jonathan, dass es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu töten.
34 Und Jonathan stand vom Tisch auf in glühendem Zorn und aß an jenem zweiten Tag des Neumonds keine Speise; denn es tat ihm weh um Davids willen, weil sein Vater ihn beschimpft hatte.

Ein gottbezogenes Herz bewahrt Loyalität unter Druck

Wahre Treue zeigt sich erst, wenn sie etwas kostet.

Bleibe zu Gottes Wahrheit stehen, auch wenn andere dagegen sind.

Stehe zu deinen Glaubensgeschwistern, auch wenn es unbequem wird.

Lass dich nicht von Menschenfurcht bestimmen.

Jonathan riskierte die Gunst seines Vaters und sogar sein eigenes Leben.

Wem gegenüber muss ich gerade Treue zeigen, obwohl es mich etwas kostet?

35 Und es geschah am Morgen, da ging Jonathan aufs Feld hinaus, zu der mit David verabredeten Zeit, und ein junger Bursche war mit ihm.
36 Und er sprach zu seinem Burschen: Lauf, suche doch die Pfeile, die ich abschieße! Als nun der Bursche lief, schoss er einen Pfeil über ihn weg.
37 Und als der Bursche zu der Stelle lief, wohin Jonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihm Jonathan nach und sprach: Liegt nicht der Pfeil jenseits von dir?
38 Und Jonathan rief dem Burschen und sprach: »Schnell! Beeile dich! Steh nicht still!« Und Jonathans Bursche hob den Pfeil auf und brachte ihn zu seinem Herrn.
39 Doch wusste der Bursche von nichts; nur Jonathan und David wussten um die Sache.
40 Da gab Jonathan dem Burschen, der bei ihm war, seine Waffen und sprach zu ihm: Geh und bringe sie in die Stadt!
41 Sobald nun der Bursche weg war, erhob sich David von der südlichen Seite her und fiel auf sein Angesicht und verneigte sich dreimal; danach küssten sie einander und weinten zusammen, David aber am allermeisten.
42 Und Jonathan sprach zu David: Geh hin in Frieden! Wie wir beide im Namen des HERRN geschworen und gesagt haben, so sei der HERR [Zeuge] zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen ewiglich!

Ein gottbezogenes Herz lebt Bundestreue

Jonathan hielt sein Wort, obwohl sich die Umstände völlig verändert hatten.

Gott möchte, dass wir verlässlich sind.

    • Treue in der Ehe.
    • Treue in Freundschaften.
    • Treue zu Verpflichtungen in der Gemeinde.
    • Vor allem Treue gegenüber dem Herrn.

In dieser Geschichte sehen wir sehr deutlich, was David in Psalm 15 beschrieben hat:

Psalms 15
1 Ein Psalm Davids.
HERR, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?
2 Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von Herzen;
3 wer keine Verleumdungen herumträgt auf seiner Zunge, wer seinem Nächsten nichts Böses tut und seinen Nachbarn nicht schmäht;
4 wer den Verworfenen als verächtlich ansieht, aber die ehrt, die den HERRN fürchten; wer, wenn er etwas zu seinem Schaden geschworen hat, es dennoch hält;
5 wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den Unschuldigen; wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken.

 

ein hingebungsvolles Herz

1. Samuel 20,12-17

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

12 Und Jonathan sprach zu David: Bei dem HERRN, dem Gott Israels! Wenn ich morgen um diese Zeit oder übermorgen meinen Vater ausforsche, und siehe, er ist David wohlgesonnen, und ich dann nicht zu dir hinsende und es vor deinen Ohren offenbare,
13 so tue der HERR dem Jonathan dies und das! Wenn aber mein Vater Böses gegen dich im Sinn hat, so will ich es auch vor deinen Ohren offenbaren und dich wegschicken, damit du in Frieden hinziehen kannst; und der HERR sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist!

…verpflichtet sich

Jonathan stellt sich bewusst unter Verpflichtung gegenüber David

Er bindet sich mit Ernst und Verantwortung vor dem HERRN

Jesus Christus kam mit einem festen Entschluss, den Willen des Vaters zu tun

Da sprach ich: Siehe, ich komme — in der Buchrolle steht von mir geschrieben —, um deinen Willen, o Gott, zu tun!« – Hebräer 10,7

Seine Hingabe war geplant, nicht spontan

Hingabe beginnt nicht mit Gefühl, sondern mit Entscheidung

    • Eine Ehe, die nur auf Gefühlen aufgebaut ist, wird nicht bestehen.
    • Gefühle verändern sich – manchmal schnell, manchmal unerwartet.
    • Aber eine Ehe hält, weil zwei Menschen sagen: „Ich habe mich verpflichtet.“
    • Nicht nur: „Ich liebe dich, solange ich es fühle“ sondern: „Ich bleibe, weil ich es entschieden habe.“

Habe ich mich Christus bewusst verpflichtet?

Diene ich Christus nur, wenn ich danach fühle…

oder habe ich mich entschieden, ihm zu folgen – egal, was es kostet?

14 Und erzeige die Gnade des HERRN nicht nur, solange ich noch lebe, und nicht nur an mir, damit ich nicht sterbe,
15 sondern entziehe auch meinem Haus niemals deine Gnade, auch dann nicht, wenn der HERR die Feinde Davids allesamt vom Erdboden ausrotten wird!

…sucht Gnade

Jonathan bittet David um Gnade für sein Haus

Gnade (hesed) = unfehlbare, beständige Liebe, die über den Moment hinaus wirkt

Seine Selbstlosigkeit zeigt sich darin, dass er Gnade aktiv für den anderen sucht

Christus suchte nicht sich selbst, sondern unser Heil

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. – 1. Petrus 2,21-24

Er gab nicht nur Hilfe – er gab sich selbst

Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. – Markus 10,45

Wahre Hingabe zeigt sich durch Gnade (unfehlbare, beständige Liebe)

Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. – 1. Korinther 13,4-7

Gnade wirkt durch uns, wenn Christus in uns lebt

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. – Galater 2,20

16 So schloss Jonathan einen Bund mit dem Haus Davids [und sprach]: Der HERR fordere es von der Hand der Feinde Davids!
17 Und Jonathan ließ David nochmals bei seiner Liebe zu ihm schwören; denn er liebte ihn wie seine eigene Seele.

…zeigt Liebe

Jonathan erneuert den Bund mit David – ein bewusstes Zeichen seiner Liebe

Seine Liebe bleibt beständig, selbst angesichts von Gefahr und Unsicherheit

Liebe zeigt sich nicht nur im Gefühl, sondern in konkreten Taten und Beständigkeit

Jesus Christus zeigt die vollkommene Liebe:

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. – Johannes 3,16-17

Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. – Römer 5,7-8

Wahre Hingabe zeigt sich durch konkrete, beständige Liebe, nicht nur Gefühle

Meine Eltern waren 64 Jahre verheiratet.

Gab es schwere Zeiten? Ja.

Aber der Gedanke an Trennung kam nie auf – weil sie vollständig verpflichtet waren zueinander.

Liebe bleibt konkret und beständig, selbst wenn Gefühle schwanken

Zeige ich Liebe, auch wenn es schwierig oder gefährlich ist?

Zeige ich Christus-Liebe zu anderen – bedingungslos, selbstopfernd?

 

 

Das Herz unter der Anfechtung

1. Samuel 20,1-11

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

Anfechtungen verändern das Herz nicht – sie offenbaren, was es regiert.

„Wenn man einen Teebeutel in heißes Wasser legt,
entsteht nicht erst dann der Geschmack –
die Hitze bringt nur heraus, was bereits im Beutel ist.“

1 David aber floh von Najot bei Rama und kam und redete mit Jonathan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld? Und was habe ich vor deinem Vater gesündigt, dass er mir nach dem Leben trachtet?

Ein Herz unter Lebensgefahr

Bei David sehen wir ein Herz, das unter Bedrängnis steht.

Hast du dich schon einmal gefühlt wie David hier: bedrängt, angeklagt, und ohne zu wissen, warum?

2 Er aber sprach zu ihm: Das sei ferne, du sollst nicht sterben! Siehe, mein Vater tut nichts, weder Großes noch Kleines, das er nicht meinen Ohren offenbaren würde. Warum sollte denn mein Vater dies vor mir verbergen? Es ist nichts daran!

Jonathan widerspricht der Angst nicht laut, sondern mit Nähe, so wie Christus uns nicht anschreit, sondern uns nahekommt und leise sagt: „Ich bin bei dir.“

3 Und David fuhr fort und schwor: Dein Vater weiß genau, dass ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe; darum wird er denken: Jonathan soll dies nicht erfahren, damit er nicht bekümmert ist! Und wahrlich, so wahr der HERR lebt und so wahr deine Seele lebt, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tod!

Wenn Angst uns überfällt, bleibt uns Christus nahe, und wir dürfen uns an ihn wenden.

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. – 1. Petrus 5,7

Ein gottgefälliges Herz ist nicht angstfrei, sondern glaubensabhängig.

4 Jonathan aber sprach zu David: Ich will für dich tun, was dein Herz begehrt!

Ein Herz, das sich im Bund festmacht

Jonathan offenbart ein bundestreues Herz, das Treue über eigenen Vorteil stellt.

5 Und David sprach zu Jonathan: Siehe, morgen ist Neumond, da sollte ich eigentlich mit dem König zu Tisch sitzen. Lass mich gehen, dass ich mich auf dem Feld verberge, bis zum Abend des dritten Tages!
6 Sollte mich dein Vater etwa vermissen, so sprich: David bat mich sehr, nach Bethlehem in seine Stadt eilen zu dürfen, weil dort das jährliche Opfer stattfindet für die ganze Familie.
7 Sagt er: Es ist gut!, so bedeutet das Frieden für deinen Knecht; wird er aber sehr zornig, so wisse, dass Böses bei ihm beschlossen ist.

Manchmal ist der beste Weg, nichts zu tun, sondern geduldig abzuwarten.

Genau dann zeigt sich, ob unser Herz dem Bund treu bleibt, wie bei Jonathan, der David beisteht.

Jonathan ist ein Vorgeschmack auf Christus, der bleibend bei uns ist, besonders unter Angst und Bedrängnis.

Ein Herz, das zwischen Wahrheit und Gnade steht

8 Dann aber erweise Gnade gegen deinen Knecht; denn du hast mich, deinen Knecht, in einen Bund vor dem HERRN mit dir treten lassen. Wenn aber eine Schuld an mir ist, so töte du mich; warum solltest du mich zu deinem Vater bringen?

Wie Jonathan im menschlichen Maß Treue und Nähe vermittelt, so ist Christus der Mittler des Neuen Bundes, der uns vollkommene Gnade, Wahrheit und Sicherheit schenkt. Unser Herz darf sich ihm anvertrauen, selbst in der größten Bedrängnis.

Er prüft die Reaktion Sauls ehrlich

Kein Schönreden, keine Verharmlosung

Gnade ohne Wahrheit wäre naiv, Wahrheit ohne Gnade wäre tödlich.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. – Johannes 1,14

9 Und Jonathan sprach: Das sei ferne von dir! Wenn ich sicher weiß, dass es bei meinem Vater beschlossene Sache ist, Böses über dich zu bringen, sollte ich es dir dann nicht berichten?

Wir brauchen ein Herz, das Gnade und Wahrheit zusammenhält.

10 David aber sprach zu Jonathan: Wenn mir nur jemand berichten würde, ob dein Vater dir eine harte Antwort gibt!

Ein Herz, das sich der Gnade anvertraut

In Vers 8 bittet David um Gnade: „erweise Gnade gegen deinen Knecht“.

Er beruft sich nicht auf sein Recht, sondern auf den Bund.

Er vertraut sein Leben nicht Saul, sondern der Gnade an.

O, dass wir wie David sein könnten und Christus in allen Anfechtungen voll vertrauen würden.

11 Und Jonathan sprach zu David: Komm, wir wollen aufs Feld hinausgehen! Da gingen die beiden aufs Feld hinaus.

Ein Herz, das sich unter Anfechtung bewährt

Sowohl bei David als auch bei Christus sehen wir, wie ein Herz, das von Gnade und Wahrheit geprägt ist, unter Anfechtung nicht zurückschlägt, sondern Gott vertraut.

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrus 2,21-23

Wir brauchen ein Herz, das in Anfechtung, Verleumdung oder Angriff nicht zurückschlägt, sondern die Gnade und Wahrheit Christi widerspiegelt.

Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind. – Matthäus 5,11-12

Wenn wir geschmäht werden, segnen wir; wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand; wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost; – 1. Korinther 4,12b-13a

Das Herz unter Anfechtung sehnt sich nach Gnade – und in Christus ist diese Gnade uns ganz nahe geworden.

Herzen im Konflikt

1. Samuel 19

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

1a Saul aber redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass sie David töten sollten.

Saul – das eifersüchtige Herz

Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!« Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm, und er sprach: Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende; es fehlt ihm nur noch das Königreich! Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin. – 1. Samuel 18,7-9

1b Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte großes Wohlgefallen an David.
2 Darum berichtete Jonathan dies dem David und sprach: Mein Vater Saul trachtet danach, dich zu töten! So nimm dich nun morgen in Acht und bleibe verborgen und verstecke dich!

Jonathan – das unerschütterliche Herz

Er tat alles, um seinen Freund zu beschützen.

3 Ich aber will hinausgehen und neben meinem Vater auf dem Feld stehen, wo du bist; und ich will mit meinem Vater deinetwegen reden, und was ich sehe, das will ich dir berichten!
4 Und Jonathan redete Gutes über David zu seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knecht David; denn er hat keine Sünde gegen dich getan, und seine Taten sind dir sehr nützlich.

Er setzte sich bei seinem Vater für David ein.

David hatte nichts falsch gemacht.

David war für Saul tatsächlich nützlich.

5 Denn er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel eine große Rettung bereitet. Das hast du gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, indem du David ohne Ursache tötest?

Saul hatte sich gefreut, als David Goliath tötete und Israel rettete.

Warum solltest du einen unschuldigen Menschen töten?

6 Da hörte Saul auf die Stimme Jonathans, und Saul schwor: So wahr der HERR lebt, er soll nicht sterben!
7 Da rief Jonathan den David, und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul, und er war wieder vor ihm wie zuvor.

Es schien, als ob sich all Jonathans Mühe gelohnt hätte.

8 Es brach aber wieder ein Krieg aus, und David zog aus und kämpfte gegen die Philister und brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, sodass sie vor ihm flohen.

David – das unantastbare Herz

Die Philister konnten nichts gegen ihn ausrichten.

9 Und der böse Geist vom HERRN kam über Saul, als er in seinem Haus saß und den Speer in seiner Hand hatte; David aber spielte mit der Hand auf den Saiten.

Das erinnerte Saul nur daran, warum er David hasste.

Vielleicht begannen die Frauen wieder ihre Lieder zu singen.

10 Und Saul versuchte, David mit dem Speer an die Wand zu spießen, er aber wich Saul aus, und er stieß den Speer in die Wand. Und David floh und entkam in jener Nacht.

Zum dritten Mal scheiterte Saul daran, David mit seinem Speer zu treffen.

11 Da sandte Saul Boten zu Davids Haus, um ihn zu bewachen und am Morgen zu töten. Michal aber, seine Frau, berichtete es David und sprach: Wenn du diese Nacht nicht deine Seele rettest, so wirst du morgen umgebracht!

​Was tut das unantastbare Herz in Zeiten wie diesen? David schrieb den 59. Psalm:

Von David, ein Miktam, als Saul das Haus bewachen ließ, um ihn zu töten. Mein Gott, rette mich von meinen Feinden, beschütze mich vor meinen Widersachern! Rette mich von den Übeltätern, und hilf mir gegen die Blutgierigen! Denn siehe, sie lauern auf mein Leben, Starke sammeln sich gegen mich, ohne mein Verschulden und ohne dass ich gesündigt hätte, o HERR! Gegen einen Unschuldigen laufen und rüsten sie sich; erwache, komm mir entgegen und sieh! – Psalm 59,1-5

Du aber, o HERR, lachst über sie, du spottest über alle Heiden. Angesichts ihrer Macht will ich auf dich harren; denn Gott ist meine sichere Burg. Mein Gott wird mir entgegenkommen mit seiner Gnade; Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden. – Psalm 59,9-11

Das Wort ihres Mundes ist nichts als Sünde; sie sollen sich verstricken in ihrem Hochmut wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen. Vertilge sie im Zorn, vertilge sie, damit sie nicht mehr sind, – Psalm 59,13-14

Michal – das fürsorgliche Herz

12 Und Michal ließ David durchs Fenster hinunter, und er ging davon, floh und entkam.

Wie hat sie das geschafft?

    • Mit einem Seil?
    • Oder einer Bettdecke?
    • Es steht nicht da.

13 Und Michal nahm den Teraphim und legte ihn auf das Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaaren an sein Kopfende und deckte ihn mit Kleidern zu.

Hier gibt es viele Details.

    • Aber was ist ein Teraphim?
    • Es war ein Götzenbild, warum besaß sie es?

14 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Sie aber sprach: Er ist krank!

Der Bote hat gar nicht nachgesehen, sondern ist zurückgegangen und hat Saul Bescheid gesagt.

Er muss wütend gewesen sein: Habt ihr es überprüft?

15 Saul aber sandte die Boten, nach David zu sehen, und sprach: Bringt ihn samt dem Bett zu mir herauf, damit ich ihn töte!
16 Als nun die Boten kamen, siehe, da lag der Teraphim im Bett und ein Geflecht von Ziegenhaaren an seinem Kopfende!

Wäre es nicht komisch, wenn sie das Bett bis zu Saul brächten, ohne zu bemerken, dass David nicht im Bett liegt?

 17 Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und meinen Feind laufen lassen, dass er entkam? Michal sagte zu Saul: Er sprach zu mir: »Lass mich gehen oder ich töte dich!«

Zwei von Sauls Kindern stellten sich auf die Seite seines Feindes und nicht auf seine.

18 David aber floh und entkam; und er ging zu Samuel nach Rama und teilte ihm alles mit, was Saul ihm angetan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und sie blieben in Najot.

Samuel – das tröstende Herz

David findet Zuflucht und Rat

Wohin würdest du gehen, wenn du Hilfe brauchst, wenn du entmutigt bist, wenn dein Leben in Gefahr ist?

19 Es wurde aber dem Saul berichtet: Siehe, David ist in Najot bei Rama!
20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie nun die Versammlung der Propheten weissagen sahen und Samuel, der an ihrer Spitze stand, da kam auf die Boten Sauls der Geist Gottes, sodass auch sie weissagten.
21 Als dies Saul berichtet wurde, sandte er andere Boten: Die weissagten auch. Da sandte er noch ein drittes Mal Boten, und auch sie weissagten.

Sauls Boten – vom Geist Gottes überwältigte Herzen

Jeder Versuch, David zu fangen, scheitert

Stellt euch vor: Saul schickt immer wieder Boten, um David zu fangen. Doch jedes Mal, wenn sie Samuel und die Propheten sehen, greift Gott ein und sie fangen an zu weissagen!

Genau wie Bileam, der immer wieder versuchte, Israel zu verfluchen:

Zuerst stand er am Rand des Landes, nah genug, um die Israeliten zu sehen, und hoffte, aus der Nähe könnten seine Flüche wirken.

Als das nicht funktionierte, zog er auf einen Hügel hinauf, um von dort die ganze Menge zu überblicken – vielleicht würde ein höherer Blickwinkel helfen.

Schließlich stieg er auf den höchsten Gipfel, in der Hoffnung, dass die erhöhte Aussicht den Fluch stark machen würde.

Doch egal, wie nah oder hoch er stand, egal wie klug er seine Position wählte, Gottes Segen konnte er nicht aufhalten.

Egal, wie sehr Menschen es versuchen, Gottes Plan wird erfüllt, und David wird beschützt.

22 Da ging auch er selbst nach Rama; und als er zu dem großen Brunnen kam, der in Sechu ist, fragte er und sprach: Wo sind Samuel und David? Da wurde ihm gesagt: Siehe, in Najot bei Rama!

Saul – das widerstrebende Herz

23 Und er ging dorthin, nach Najot bei Rama. Und der Geist Gottes kam auch auf ihn; und er ging weissagend weiter, bis er nach Najot bei Rama kam.
24 Und er zog auch seine Obergewänder aus, und er weissagte sogar vor Samuel und lag ohne Obergewand da jenen ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht man: »Ist auch Saul unter den Propheten?«

Die Bibel sagt nicht, was Saul gesagt hat, aber ich vermute, es war etwas Ähnliches wie das, was Bileam sagte; etwas, das David mit dem Retter verbindet.

Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht; ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel. – 4. Mose 24,17a

Saul kam, um den Gesalbten des Herrn zu vernichten.

Stattdessen prophezeit er David Segen.

Ist dein Herz in Konflikt?

Vielleicht erkennst du ein bisschen von Saul in dir: Stolz, Eifersucht, vielleicht auch der Wunsch, die Dinge selbst zu kontrollieren. Wenn das so ist, dann frage Gott, was er ändern möchte.

Vielleicht willst du wie Jonathan oder Michal sein: mutig und fürsorglich, bereit, anderen zu helfen, auch wenn es schwierig ist.

Oder vielleicht wie Samuel: ein Herz, das ermutigt, tröstet und andere in Gottes Wegen führt.

Und dann ist da David: ein Herz, das voll Vertrauen auf Gott ist, geduldig, weise, selbst in gefährlichen Situationen.

Also, frage dich: Wie reagiert dein Herz, wenn Druck, Gefahr oder Konflikte auf dich zukommen? Bleibt es trotzig wie Saul, oder öffnet es sich für Gottes Führung, Mut und Vertrauen?“

ein eifersüchtiges Herz

1. Samuel 18,6-30

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

Denn die Eifersucht versetzt einen Mann in glühenden Zorn,

und am Tag der Rache wird er nicht schonen. – Sprüche 6,34

Die Bibel ist bemerkenswert ehrlich: Sie beschreibt Eifersucht nicht als Schwäche, sondern als Brandbeschleuniger.

Nicht der Zorn selbst ist hier das Problem, sondern das, was ihn nährt. Eifersucht treibt den Zorn an, hält ihn am Leben und macht ihn unbarmherzig.

Ein gelassenes Herz ist das Leben des Leibes, aber Eifersucht ist Fraß in den Gebeinen. – Sprüche 14,30

Eifersucht ist nicht nur explosiv, sie ist zersetzend. Sie arbeitet langsam, von innen. Sie zerstört nicht zuerst Beziehungen, sondern das Herz, das sie trägt.

Grausam ist der Zorn und überwallend der Grimm; aber wer kann vor der Eifersucht bestehen? – Sprüche 27,4

Zorn kann abklingen. Grimm kann sich erschöpfen. Aber Eifersucht bleibt; hartnäckig, nachtragend, unversöhnlich.

Mit diesen Worten im Hintergrund treten wir in 1. Samuel 18 ein.

Nicht in eine Geschichte über einen schlechten König, sondern in den inneren Zerfall eines Herzens, das sich schrittweise von Gott löst und stattdessen vom Vergleich, von Angst und vom Festhalten an Kontrolle leben will.

Sauls Tragödie beginnt nicht mit einem Speer in der Hand, sondern mit einem Gedanken im Herzen.

Und was hier geschieht, ist mehr als Geschichte: es ist eine Warnung an jedes Herz, das beginnt, den Segen Gottes bei anderen als Bedrohung für sich selbst zu hören.

 6 Es geschah aber, als sie heimkamen, als David von der Schlacht der Philister zurückkehrte, dass die Frauen aus allen Städten Israels mit Gesang und Reigen dem König Saul entgegengingen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.
7 Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!«
8 Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm, und er sprach: Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende; es fehlt ihm nur noch das Königreich!
9 Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin.

Wie Eifersucht entsteht

    • Durch Vergleich statt Dankbarkeit (V. 6–7)

Saul wird gefeiert, und doch hört er nur den Vergleich.

Eifersucht entsteht selten aus Mangel, sondern aus dem Vergleichen dessen, was Gott unterschiedlich zuteilt.

Saul wird geehrt, aber David wird mehr geehrt.

    • Durch falsches Hören (V. 8)

„Dieses Wort missfiel ihm.“

Die gleiche Szene hätte Dank oder Demut hervorbringen können, aber ein eifersüchtiges Herz filtert die Realität.

Ein neidisches Herz hört nicht Lob, sondern Bedrohung.

    • Durch Angst, etwas zu verlieren (V. 8)

„Es fehlt ihm nur noch das Königreich!“

Saul denkt nicht theologisch („Der HERR setzt Könige ein“),

sondern macht sich zum Besitzer dessen, was ihm nur anvertraut war.

Eifersucht wächst dort, wo Vertrauen in Gottes Souveränität stirbt.

    • Durch inneres Festhalten (V. 9)

„Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin.“

Eifersucht ist kein Moment, sie wird gepflegt.

Ein Gedanke, der nicht gerichtet wird, wird zur Haltung des Herzens.

10 Und es geschah, dass am folgenden Tag der böse Geist von Gott über Saul kam, sodass er im Haus drinnen raste. David aber spielte mit seiner Hand auf den Saiten, wie er es täglich zu tun pflegte. Und Saul hatte einen Speer in der Hand.
11 Und Saul warf den Speer und dachte: Ich will David an die Wand spießen! David aber wich ihm zweimal aus.

Wie Eifersucht ausbricht

    • Sie öffnet das Herz für geistliche Zerrüttung (V. 10a)

„Der böse Geist von Gott kam über Saul“

Eifersucht ist kein harmloses Gefühl, sie macht das Herz anfällig.

Wo Gottes Geist verdrängt wird, entsteht inneres Chaos.

Ein ungeordnetes Herz wird ein gefährliches Herz.

    • Sie verzerrt den Alltag (V. 10b)

David tut, „wie er es täglich zu tun pflegte“.

Der Alltag ist gleich, Sauls Herz ist es nicht mehr.

Eifersucht verändert nicht die Umstände, sondern die Wahrnehmung.

    • Sie entlädt sich in Gewalt (V. 11a)

Der Gedanke wird zur Tat: „Ich will David an die Wand spießen!“

Was innerlich nicht gestoppt wird, bricht äußerlich hervor.

Unbekämpfte Eifersucht sucht ein Ventil.

    • Sie trifft nicht, was sie treffen will (V. 11b)

David weicht zweimal aus.

Saul verliert weiter, nicht David.

Eifersucht schadet am Ende immer dem, der sie trägt.

Was im Herzen genährt wird, bricht im Verhalten hervor.

Nicht jeder hat einen Speer in der Hand, aber viele haben Worte, Blicke, Entzug von Nähe, innere Abwertung.

12 Und Saul fürchtete sich vor David, denn der HERR war mit ihm; von Saul aber war er gewichen.
13 Darum entfernte ihn Saul aus seiner Umgebung und setzte ihn zum Obersten über tausend; und er ging vor dem Volk aus und ein.
14 Und David hatte auf allen seinen Wegen Gelingen, und der HERR war mit ihm.
15 Als nun Saul sah, dass ihm alles gelang, scheute er sich vor ihm.
16 Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb; denn er zog aus und ein vor ihnen her.

Wie Eifersucht sich zu Angst verhärtet

    • Angst entsteht, wenn Gott nicht mehr nahe ist (V. 12)

„Saul fürchtete sich vor David, denn der HERR war mit ihm; von Saul aber war er gewichen.“

Saul fürchtet nicht David, er fürchtet die Gegenwart Gottes bei einem anderen.

Wer Gottes Nähe verliert, beginnt Menschen zu fürchten.

    • Angst sucht Distanz statt Umkehr (V. 13)

„Darum entfernte ihn Saul aus seiner Umgebung.“

Saul bekämpft nicht sein Herz, sondern die Person, die ihn beunruhigt.

Ein ängstliches Herz schafft Abstand statt Buße.

    • Angst tarnt sich als Vernunft (V. 13)

Beförderung zum Obersten, scheinbar klug, in Wahrheit berechnend.

Eifersucht und Angst verkleiden sich gern als strategische Entscheidungen.

Nicht jede rationale Entscheidung kommt aus einem reinen Herzen.

    • Angst wächst trotz gegenteiliger Realität (V. 14–15)

Je mehr David gelingt, desto größer Sauls Furcht.

Segen, der hätte zur Demut führen können, wird zur Bedrohung.

Angst hört nicht auf Fakten, sie lebt von innerer Unsicherheit.

    • Angst isoliert weiter, Gott aber verbindet (V. 16)

Saul entfernt sich, das Volk nähert sich David.

Was Saul zu schützen versucht, verliert er gerade dadurch.

Angst macht einsam, Gottes Gunst schafft Gemeinschaft.

Eifersucht, die nicht gerichtet wird, verhärtet sich zu Angst.

17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine ältere Tochter Merab, die will ich dir zur Frau geben; sei mir nur ein tapferer Held und führe die Kriege des HERRN! Denn Saul dachte: Ich selbst will nicht Hand an ihn legen, sondern die Philister sollen Hand an ihn legen!

Wie Eifersucht manipulativ und berechnend wird

    • Sie benutzt fromme Sprache für eigennützige Ziele

„Führe die Kriege des HERRN!“ –

aber Sauls innerer Gedanke ist Mord durch Dritte.

Eifersucht kann Gottes Namen gebrauchen, ohne Gottes Willen zu suchen.

18 David aber antwortete Saul: Wer bin ich? Und was ist meine Herkunft, das Geschlecht meines Vaters in Israel, dass ich Schwiegersohn des Königs werden soll?
19 Als aber die Zeit kam, dass Merab, die Tochter Sauls, dem David gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel, dem Mecholatiter, zur Frau gegeben.
20 Aber Michal, die Tochter Sauls, hatte David lieb. Als man das Saul berichtete, war die Sache recht in seinen Augen.
21 Und Saul sprach: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick wird und die Hand der Philister über ihn kommt! Und Saul sprach zu David: Mit der zweiten sollst du heute mein Schwiegersohn werden!

    • Sie instrumentalisiert Beziehungen

Töchter werden zu Werkzeugen, Liebe wird zur Falle.

Menschen sind nicht mehr Gegenüber, sondern Mittel zum Zweck.

Wo Eifersucht regiert, verlieren Menschen ihren Wert.

    • Sie arbeitet nicht mehr offen, sondern verdeckt (V. 17.21.25)

„Ich selbst will nicht Hand an ihn legen …“

Saul will rein erscheinen, während er Schuld delegiert.

Ein berechnendes Herz sucht saubere Hände mit schmutzigen Absichten.

22 Und Saul gebot seinen Knechten: Redet heimlich mit David und sprecht: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte lieben dich; so sollst du nun Schwiegersohn des Königs werden!
23 Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: Ist es etwa in euren Augen etwas Geringes, Schwiegersohn des Königs zu werden? Ich bin doch nur ein armer und geringer Mann!
24 Und die Knechte Sauls sagten es ihm wieder und sprachen: Solche Worte hat David geredet.

    • Sie arbeitet mit Täuschung und Druck

Schmeichelei, Gerüchte, sozialer Druck.

Saul lenkt, ohne selbst sichtbar zu werden.

Manipulation wirkt leise, aber zerstört nachhaltig.

25 Saul sprach: So sagt zu David: Der König begehrt keine Heiratsgabe, sondern nur 100 Vorhäute von Philistern, um sich an den Feinden des Königs zu rächen! Aber Saul trachtete danach, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen.

    • Sie kalkuliert mit dem Untergang des Anderen

Die Brautgabe ist ein Todesauftrag.

Eifersucht denkt nicht mehr: Was ist recht? sondern: Was nützt mir sein Fall?

26 Und seine Knechte sagten dem David diese Worte, und es war recht in Davids Augen, Schwiegersohn des Königs zu werden. Und noch waren die Tage nicht vollendet,
27 da machte sich David auf und zog mit seinen Männern hin und schlug 200 Mann unter den Philistern. Und David brachte ihre Vorhäute, und man legte sie dem König vollzählig vor, damit er Schwiegersohn des Königs werde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.
28 Und Saul sah und erkannte, dass der HERR mit David war; und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb.
29 Da fürchtete sich Saul noch mehr vor David. Und Saul wurde Davids Feind sein Leben lang.
30 Und die Fürsten der Philister zogen in den Krieg. Und es geschah, sooft sie in den Krieg zogen, hatte David mehr Gelingen als alle Knechte Sauls, sodass sein Name hoch geachtet wurde.

    • Sie scheitert an Gottes Souveränität (V. 26–30)

Alles, was Saul plant, erhöht David.

Saul erkennt es, und fürchtet sich noch mehr.

Gegen Gottes Erwählung hilft keine Berechnung.

Eifersucht wird gefährlich, wenn sie beginnt, Menschen und Umstände zu manipulieren.

Am Ende bleibt ein ernüchternder Satz:

Und Saul wurde Davids Feind sein Leben lang. – 1. Samuel 18,29

Nicht eine Tat führte dorthin, sondern ein Herz, das seine Eifersucht nicht richten ließ.

Eifersucht ist kein Randproblem.

Sie entscheidet, wie wir hören, wie wir denken und wem wir letztlich vertrauen.

Was wir im Herzen nähren, bestimmt unseren Weg.

Darum ist die entscheidende Frage nicht: Warum hat der andere mehr? sondern: Vertraue ich Gott mit dem, was er mir anvertraut hat?

Sauls Geschichte ist Warnung, aber auch Einladung.

Ein gelassenes Herz ist das Leben des Leibes. – Sprüche 14,30

Möge Gott uns ein solches Herz schenken.

Ein Herz voller Liebe

1. Samuel 18,1-5

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

1 Und es geschah, als er aufgehört hatte mit Saul zu reden, da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele.

Ein Herz, das sich in Liebe verbindet

Wahre Liebe geht über oberflächliche Freundschaft hinaus; sie ist treu, aufrichtig und selbstlos.

Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen, aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder. – Sprüche 18,24

Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonathan; du bist mir sehr lieb gewesen! Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe! – 2. Samuel 1,26

Ein Herz voller Liebe sieht das Wohl des anderen wie das eigene.

Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. – Sprüche 17,17

Die Liebe zu anderen steht unmittelbar nach der Liebe zu Gott – sie ist das zweitgrößte Gebot, wie Jesus selbst gesagt hat.

Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. – Matthäus 22,36-39

Ein Herz, das sich in Liebe verbindet, ist das Kennzeichen wahrer Nachfolge Jesu.

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. – Johannes 13,35

2 Und Saul nahm ihn an jenem Tag zu sich und ließ ihn nicht wieder in das Haus seines Vaters zurückkehren.
3 Jonathan aber und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte ihn lieb wie seine eigene Seele.

Ein Herz, das sich im Bund verpflichtet

In biblischer Zeit war ein Bund nicht bloß ein Handschlag oder ein Versprechen. Er war ein heiliger Akt, mit Zeichen, Blut und Zeugen bestätigt.

Zwei Männer, die einen Bund schlossen, schnitten manchmal ein Tier in zwei Teile und gingen gemeinsam hindurch (vgl. 1. Mose 15,9–18).

Das bedeutete: „So soll es mir geschehen, wenn ich diesen Bund breche.“

Ein Bund bedeutete also: Treue bis zum Tod, Schutz füreinander, völlige Offenheit und Vertrauen.

Es ist besser, dass man zu zweit ist als allein, denn die beiden haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem anderen auf; wehe aber dem, der allein ist, wenn er fällt und kein Zweiter da ist, um ihn aufzurichten! – Prediger 4,9-10

Jonathan erkannte Gottes Hand über David und stellte sich selbst treu an seine Seite.

„Ich stehe zu dir, David – nicht wegen dem, was du mir gibst, sondern weil Gott dich erwählt hat und mit dir ist. Ich werde dich nie verraten.“

Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. – Johannes 15,13

Ein Herz voller Liebe hält Wort – auch wenn es etwas kostet. Es zeigt sich in Treue, nicht in Bequemlichkeit.

Und wenn man den einen angreift, so können die beiden Widerstand leisten; und eine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen. – Prediger 4,12

Hast du einen Freund wie diesen – jemanden, auf den du dich verlassen kannst, selbst wenn es ihn etwas kostet?

Und noch wichtiger: Bist du ein solcher Freund für andere?

4 Und Jonathan zog das Obergewand aus, das er anhatte, und gab es David, dazu seinen Waffenrock, sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.

Ein Herz, das sich im Gehorsam hingibt

Jonathan hat David seine Gewänder und Waffen, als Zeichen des Bundes gegeben. Das bedeutet dass alles, was er war und hat, jetzt auch David gehört.

Sein Obergewand und seinen Waffenrock waren Symbol für Rang, Ehre und Erbfolge.

Sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel waren Symbole für militärische Autorität und Führungsposition.

Jonathan erkennt David als Gottes auserwählten und überträgt symbolisch seine eigene Stellung.

In unserer Zeit kennen wir ein ähnliches Zeichen in der Ehe: Wenn ein Mann und eine Frau einander Ringe geben, bedeutet das: „Alles, was ich bin und habe, gehört dir.“ Es ist ein sichtbares Zeichen eines unsichtbaren Bundes – so wie Jonathans Übergabe seiner Gewänder und Waffen an David.

 5 Und David zog [zum Kampf] aus; überall, wohin Saul ihn sandte, hatte er Gelingen, sodass Saul ihn über die Kriegsleute setzte. Und er gefiel dem ganzen Volk wohl, auch den Knechten Sauls.

Ein Herz, das in Demut dient

Jonathan freute sich über Davids Erfolg, statt eifersüchtig zu werden.

Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen. – Philipper 2,3-4

Liebe sucht nicht den eigenen Vorteil, sondern das Wohl des anderen.

Eisen schärft Eisen; ebenso schärft ein Mann den anderen. – Sprüche 27,17

In der Bruderliebe seid herzlich gegeneinander; in der Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor! – Römer 12,10

Frage dich selbst: Bin ich zu stolz, um ein solcher Freund zu sein? Oder bin ich bereit, mich zu demütigen und das Wohl anderer über mein eigenes zu stellen?

Jonathans Liebe war tief, selbstlos, opferbereit und auf Gott ausgerichtet. Lasst uns anderen gegenüber so ein Freund sein – einer, der ermutigt, stärkt und treu bleibt.

Verlass deinen Freund und den Freund deines Vaters nicht, aber in das Haus deines Bruders begib dich nicht am Tag deiner Not; ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne. – Sprüche 27,10

Wahre Liebe ehrt den anderen, erkennt Gottes Hand und freut sich über seinen Segen.

Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. – 1. Johannes 3,14

Daran haben wir die Liebe erkannt, dass Er [Jesus] sein Leben für uns hingegeben hat; auch wir sind es schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt — wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? – 1. Johannes 3,16-17

Ein Herz voller Liebe zeigt sich im Alltag – in kleinen Taten, freundlichen Worten und treuem Dienen.

Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr es auch tut! – 1. Thessalonicher 5,11

Wie kann ich heute ein Herz voller Liebe zeigen – gegenüber Familie, Freunden und Glaubensgeschwistern?

 

Ein Herz, das völlig auf Gott vertraut

1. Samuel 17,41-58

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

41 Und der Philister kam auch daher und näherte sich David, und sein Schildträger ging vor ihm her.
42 Als nun der Philister den David sah und anschaute, da verachtete er ihn; denn er war ein Knabe, rötlich und von schöner Gestalt.
43 Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst? Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern.
44 Und der Philister sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes geben!

Die Herausforderung durch den Feind

Der Philister kommt mit seinem Schildträger auf David zu

→ Bedrohungen können direkt vor uns stehen, aber wir müssen nicht zurückweichen.

Der Philister sieht David genau an und nimmt sein jugendliches Aussehen wahr

→ Gegner beurteilen oft nach Äußerlichkeiten, nicht nach Gottes Perspektive.

Der Philister verspottet David: „Bin ich ein Hund…?“

→ Spott und Herabsetzung sollten uns nicht einschüchtern, wenn Gott mit uns ist.

Der Philister verflucht David im Namen seiner falschen Götter

→ Spirituelle Angriffe sind real, aber Gottes Macht übertrifft alles.

Der Philister droht, Davids Fleisch den Vögeln und Tieren zu geben

→ Die größten Bedrohungen können überwältigend erscheinen, aber Vertrauen in Gott hält stand.

denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. – 2. Timotheus 1,7

45 David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast!
46 An diesem heutigen Tag wird dich der HERR in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und deinen Kopf von dir nehmen, und ich werde die Leichname des Heeres der Philister an diesem Tag den Vögeln unter dem Himmel und den wilden Tieren der Erde geben, damit die ganze Erde erkenne, dass Israel einen Gott hat!
47 Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spieß errettet; denn der Kampf ist die Sache des HERRN, und Er wird euch in unsere Hand geben!

Davids Rede – Der Glaube überwindet Angst

Im Namen Gottes handeln – David kommt im Namen des HERRN der Heerscharen, nicht aus eigener Kraft.

Unser Sieg hängt von Gottes Macht, nicht von unserer Stärke ab.

Gottes Macht über den Feind – Der HERR wird den Philister in Davids Hand geben.

→ Gott kontrolliert die Situation, selbst wenn der Feind riesig erscheint.

Sieg zur Ehre Gottes – Der Kampf dient dazu, dass ganz Israel erkennt, dass der HERR rettet.

→ Unser Handeln soll Gottes Größe sichtbar machen, nicht unsere eigene.

Zeugnis vor den Nationen – Durch den Sieg wird Gottes Name in allen Ländern verherrlicht.

→ Gott will, dass sein Name über Grenzen und Völker hinaus bekannt wird.

Glaube statt Furcht – David vertraut vollkommen auf Gott, trotz Drohungen und Spott.

→ Vertrauen auf Gott überwindet Angst und Einschüchterung.

 48 Und es geschah, als sich der Philister aufmachte und daherkam und sich David näherte, da eilte David und lief der Schlachtreihe entgegen, auf den Philister zu.
49 Und David streckte seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus; und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, sodass der Stein in seine Stirn drang und er auf sein Angesicht zur Erde fiel.

 Der Kampf – Gottes Sieg in Aktion

David rüstet sich mit Glauben, nicht Waffen – Er läuft dem Philister entgegen, bewaffnet nur mit Steinschleuder und Glauben

→ Gottes Werk wird oft durch unser Vertrauen, nicht unsere Stärke vollbracht.

Gegner wird überwältigt – David schleudert den Stein und trifft den Philister an der Stirn

→ Präzise Gehorsamshandlungen in Gottes Kraft führen zum Erfolg.

Sieg ist vollständig – Der Philister fällt zu Boden; David hat gewonnen

→ Gottes Sieg ist endgültig; er bewahrt und erhebt die, die ihm vertrauen.

50 So überwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein, und er erschlug den Philister und tötete ihn. Und weil David kein Schwert in seiner Hand hatte,
51 lief er und trat auf den Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und tötete ihn und schlug ihm damit den Kopf ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr Held tot war, flohen sie.
52 Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein Kriegsgeschrei und jagten den Philistern nach, bis man in die Ebene kommt, und bis zu den Toren Ekrons. Und die erschlagenen Philister lagen auf dem Weg von Schaaraim bis nach Gat und bis nach Ekron.
53 Und die Söhne Israels kehrten von der Verfolgung der Philister zurück und plünderten ihr Lager.
54 David aber nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt.

Die Vollendung des Sieges – Gottes Macht zeigt sich

Der Feind ist besiegt – David tötet den Philister endgültig mit dessen eigener Waffe

→ Gottes Sieg ist vollständig und endgültig.

David triumphiert sichtbar – Er nimmt den Kopf des Philisters und zeigt ihn dem Volk

→ Gottes Macht wird öffentlich offenbar, damit alle sie erkennen.

Die Feinde Israels werden in Angst versetzt – Die Philister fliehen, und Israel verfolgt sie

→ Gottes Eingreifen bewirkt nicht nur persönlichen Sieg, sondern auch Schutz für sein Volk.

David als Werkzeug Gottes – Er wird vom Volk geehrt und sein Name bekannt

→ Gott erhebt die, die ihm vertrauen, und macht sie zu Zeugen seines Handelns.

55 Als aber Saul sah, wie David gegen den Philister auszog, sprach er zu Abner, dem Heerführer: Abner, wessen Sohn ist dieser Bursche da? Abner aber sprach: So wahr deine Seele lebt, o König, ich weiß es nicht!
56 Der König sprach: So erfrage doch, wessen Sohn dieser junge Mann ist!
57 Sobald nun David nach der Erlegung des Philisters zurückkehrte, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und der Kopf des Philisters war in seiner Hand.
58 Und Saul sprach zu ihm: Knabe, wessen Sohn bist du? David sprach: Ich bin ein Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiten.

Anerkennung und Belohnung – Gottes Plan wird offenbar

Saul erkundigt sich nach David und seinem Hintergrund

→ Gott belohnt Gehorsam und Glauben; Er bringt Seine Werkzeuge vor Seine Autorität.

David erzählt, wie er den Philister besiegt hat

→ Ehrliche Zeugnisse über Gottes Handeln stärken den Glauben anderer.

Die Israeliten erkennen Gottes Macht an und ehren David

→ Gottes Handeln führt zu Gemeinschaftsfreude und Lobpreis.

David wird bekannt und tritt in den Dienst des Königs

→ Gott positioniert Seine Diener für zukünftige Aufgaben, wenn sie Ihm treu bleiben.

 

Ein mutiges Herz

1. Samuel 17,32-40

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

32 Und David sprach zu Saul: Niemand soll seinetwegen den Mut sinken lassen; dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen!
33 Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen, um gegen diesen Philister zu kämpfen, denn du bist noch ein Knabe; dieser aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf!

Mut gegen Widerstand und Zweifel

Davids erste aufgezeichnete Worte:

Da redete David zu den Männern, die bei ihm standen, und sprach: Was wird dem Mann zuteilwerden, der diesen Philister schlägt und die Schande von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt? – 1. Samuel 17,26

David muss daher unter Eliabs Tadel leiden:

Warum bist du herabgekommen? Und bei wem hast du dort in der Wüste die wenigen Schafe gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit und die Bosheit deines Herzens wohl; denn nur um den Kampf zu sehen bist du herabgekommen! – 1. Samuel 17,28b

Nun spricht David zu Saul, dem König:

Niemand soll seinetwegen den Mut sinken lassen; dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen! – 32

Es ist, als ob David seinen Bruder und jetzt Saul überwinden musste, bevor er dem wahren Riesen gegenübertreten konnte.

Du kannst nicht hingehen, um gegen diesen Philister zu kämpfen, denn du bist noch ein Knabe; dieser aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf! – 33

David war mutig, weil er auf den lebendigen Gott vertraute:

Habe ich dir nicht geboten, dass du stark und mutig sein sollst? Sei unerschrocken und sei nicht verzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst! – Josua 1,9

Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Wenn Übeltäter mir nahen, um mein Fleisch zu fressen, meine Widersacher und Feinde, so müssen sie straucheln und fallen. – Psalm 27,1-2

Paulus erinnert uns, dass auch wir diesen Geist der Kraft und nicht der Furcht empfangen haben:

denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. – 2. Timotheus 1,7

Jeder Christ hat „innere und äußere Riesen“.

Oft sind die ersten Hindernisse nicht die Feinde draußen, sondern die Stimmen der eigenen Familie oder sogar Leiter, die entmutigen.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern auf Gottes Zusage zu vertrauen.

34 David aber sprach zu Saul: Dein Knecht hütete die Schafe seines Vaters; wenn nun ein Löwe oder ein Bär kam und ein Schaf von der Herde hinwegtrug,
35 dann lief ich ihm nach und schlug ihn und entriss es seinem Rachen. Und wenn er sich gegen mich erhob, ergriff ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn und tötete ihn.
36 Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen, und dieser Philister, dieser Unbeschnittene, soll wie einer von jenen sein; denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt!

Erinnerung an Gottes Treue

David hatte Mut nicht nur, weil er wusste, dass Gott mit ihm war, sondern auch, weil er sich erinnerte, wie Gott ihn schon in der Vergangenheit gerettet hatte.

David blickt zurück

    • Der Löwe.
    • Der Bär.
    • → dieselbe Hilfe Gottes wird ihm auch gegen Goliath zuteil.

Die Haltung des Glaubens

Ich will gedenken an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine Wunder aus alter Zeit – Psalm 77,12

Erinnerung an Gottes vergangenes Handeln gibt Kraft für gegenwärtige Kämpfe.

Wenn Gott ihm helfen könnte, einen Löwen und einen Bären zu töten, als er allein mit den Schafen war, wäre dieser Riese kein Grund zur Angst.

Persönliche Erfahrung

Als dieser Elende rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten. – Psalm 34,7

Davids Lobpreis ist keine Theorie, sondern Erfahrung.

Auch wir haben „Löwen und Bären“ erlebt – kleine oder große Bewahrungen, Gebetserhörungen, Führungsschritte.

Wer Gottes Treue im Kleinen erkennt, kann auch im Großen vertrauen.

37 Weiter sprach David: Der HERR, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, Er wird mich auch von diesem Philister erretten! Und Saul sprach zu David: Geh hin, und der HERR sei mit dir!

Vertrauen auf Gottes Rettung

Davids Bekenntnis

„Der HERR, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, Er wird mich auch von diesem Philister erretten!“

Saul kann nur noch sagen: „Geh hin, und der HERR sei mit dir!“

Die Kraft des Vertrauens

denn mit dir kann ich gegen Kriegsvolk anrennen, und mit meinem Gott über die Mauer springen. – Psalm 18,30

Vertrauen macht aus einem Hirtenknaben einen Helden des Glaubens.

Das Geheimnis des Glaubens

Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen. – Sprüche 3,5-6

Nicht auf eigene Stärke, nicht auf Verstand, sondern auf Gottes Wege.

Gottes Zusage

Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein! – 2. Mose 14,14

Wir dürfen ruhen in seiner Kraft, während er für uns wirkt.

Unsere „Philister“ sehen unterschiedlich aus: Krankheit, Not, Anfechtung, Widerstand.

Wie David dürfen wir sagen: „Der HERR, der mir bisher geholfen hat, wird auch jetzt helfen.“

Mut, Erinnerung und Vertrauen sind die drei Stufen zu einem festen Glauben.

38 Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte einen ehernen Helm auf seinen Kopf und legte ihm einen Schuppenpanzer um.
39 Danach gürtete David sein Schwert über seine Kleider und bemühte sich zu gehen; denn er hatte es noch nicht versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann darin nicht gehen; denn ich bin es nicht gewohnt! Und David legte es von sich ab.
40 Und er nahm seinen Stab in die Hand und erwählte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er hatte, und zwar in die Schleudersteintasche, und er nahm seine Schleuder zur Hand und näherte sich dem Philister.

Ausgerüstet durch Gottes Kraft

Das Angebot Sauls

    • Der König will David schützen mit Helm, Panzer und Schwert.
    • Doch diese „Sicherheit“ ist fremd, schwer und unbrauchbar.

Davids Entscheidung

„Ich kann darin nicht gehen … und er legte es von sich ab“.

Er verzichtet bewusst auf das, was in den Augen der Welt „nötig“ erscheint.

Wahre Stärke kommt von Gott, nicht von menschlicher Ausrüstung.

Gott gebraucht das Einfache: eine Schleuder und fünf Steine (V. 40).

…das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen – 1. Korinther 1,27

…meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! – 2. Korinther 12,9

Wir verlassen uns oft auf „menschliche Rüstungen“: Methoden, Strategien, Geld, Einfluss, Beziehungen.

Doch wahre Stärke liegt nicht in dem, was wir uns anlegen, sondern in dem, was Gott uns schon gegeben hat.

Der Glaube, der Gottes Kraft vertraut, überwindet mehr als jede menschliche Sicherheit.

Mut gegen Widerstand und Zweifel – Widerstände und Zweifel sind da, doch Gott hat uns einen Geist der Kraft gegeben.

Erinnerung an Gottes Treue – Wer zurückblickt auf Gottes Hilfe im Kleinen, kann im Großen vertrauen.

Vertrauen auf Gottes Rettung – Unsere Sicherheit liegt nicht im eigenen Verstand, sondern im Handeln Gottes.

Ausgerüstet durch Gottes Kraft – Gottes Kraft zeigt sich in unserer Schwachheit, nicht in äußerer Stärke.

So wie David gegen Goliath zog, dürfen auch wir unseren Riesen begegnen – nicht mit Menschenkraft, sondern mit dem Vertrauen auf den lebendigen Gott.

 

ein gottesfürchtiges Herz

1. Samuel 17,12-31

Live auf YouTube um 11 Uhr ansehen

12 David aber war der Sohn jenes Ephratiters aus Bethlehem-Juda, der Isai hieß und acht Söhne hatte; dieser Mann war zu Sauls Zeiten schon alt und betagt unter den Männern.
13 Und die drei ältesten Söhne Isais waren mit Saul in den Krieg gezogen; und von den drei Söhnen, die in den Krieg gezogen waren, hieß der erstgeborene Eliab, der zweite Abinadab und der dritte Schamma;
14 David aber war der jüngste. Als nun die drei ältesten mit Saul [in den Krieg] gezogen waren,
15 da ging David wieder von Saul weg, um in Bethlehem die Schafe seines Vaters zu hüten.

Ein gottesfürchtiges Herz dient treu im Verborgenen

David hatte bereits Zugang zum Königshof, aber er kehrt zurück, um Schafe zu hüten. Kein Stolz, kein Anspruch auf Größe – er dient dort, wo er gebraucht wird.

Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. – Lukas 16,10

David bleibt treu in kleinen Aufgaben: Er hütet die Schafe und gehorcht seinem Vater.

16 Der Philister aber kam morgens und abends her und stellte sich 40 Tage lang hin.
17 Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm doch für deine Brüder dieses Epha geröstetes Korn und diese zehn Brote und bringe sie schnell zu deinen Brüdern ins Lager.
18 Und diese zehn Stück Käse bringe dem Obersten über ihre Tausendschaft; und sieh nach deinen Brüdern, ob es ihnen gut geht, und bring ein Zeichen von ihnen mit!
19 Saul und sie und alle Männer von Israel sind nämlich im Terebinthental und kämpfen gegen die Philister!
20 Da machte sich David am Morgen früh auf und überließ die Schafe einem Hüter; und er nahm [die Geschenke] und ging hin, wie Isai ihm geboten hatte; und er kam zur Wagenburg, als das Heer gerade ausgezogen war, um sich in der Schlachtreihe aufzustellen, und sie das Kriegsgeschrei erhoben hatten.

Wer Gott fürchtet, dient auch dann, wenn niemand zuschaut.

Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn! – Kolosser 3,23-24

Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er Unrechtes getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person. – Kolosser 3,25

21 Und Israel und die Philister stellten sich auf: eine Schlachtreihe gegen die andere.
22 Da ließ David die Sachen, die er trug, unter der Hand des Gepäckhüters und lief zur Schlachtreihe, und er ging hinein und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen.

David kommt mitten ins Kriegsgeschehen, aber er bleibt geordnet: Er gibt das Gepäck ab, sucht seine Brüder. Das zeigt Verantwortungsbewusstsein und Demut – auch im Getümmel.

23 Während er noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Vorkämpfer mit Namen Goliath, der Philister aus Gat, aus den Schlachtreihen der Philister herauf und redete wie zuvor, sodass David es hörte.
24 Aber alle Männer von Israel flohen vor dem Mann, sobald sie ihn sahen, und fürchteten sich sehr.
25 Und die Männer von Israel sprachen: Habt ihr diesen Mann gesehen, der da heraufkommt? Denn er ist aufgetreten, um Israel zu verhöhnen! Darum, wer ihn schlägt, den will der König sehr reich belohnen und ihm seine Tochter geben, und er will sein Vaterhaus in Israel frei machen.

Ein gottesfürchtiges Herz fürchtet nicht die Umstände

Während alle Israeliten vor Goliath fliehen und nur seine Größe sehen, bleibt David ruhig und richtet seinen Blick auf Gott.

Die Israeliten sahen den Riesen und flohen. Ihre Herzen waren von Angst vor dem Sichtbaren erfüllt. David aber blieb ruhig – er sah nicht die Gefahr, sondern die Gotteslästerung.

Ein gottesfürchtiges Herz richtet sich nicht nach der Größe des Problems, sondern nach der Größe Gottes.

Schaust du auf deine Umstände – oder auf Gott?

26 Da redete David zu den Männern, die bei ihm standen, und sprach: Was wird dem Mann zuteilwerden, der diesen Philister schlägt und die Schande von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?

Ein gottesfürchtiges Herz ehrt Gottes Namen über alles

Wer Gott fürchtet, leidet, wenn Gottes Ehre verspottet wird – und will sie wiederherstellen.

27 Da redete das Volk wie zuvor zu ihm und sprach: Das wird dem Mann zuteilwerden, der ihn schlägt!

Menschenfurcht zeigt sich darin, dass der Blick nur auf äußere Belohnungen gerichtet ist: Reichtum, Heirat und politische Vorteile.

Keine Erwähnung von Gott oder Gottes Ehre.

28 Aber Eliab, sein ältester Bruder, hörte ihn mit den Männern reden. Da entbrannte Eliabs Zorn gegen David, und er sprach: Warum bist du herabgekommen? Und bei wem hast du dort in der Wüste die wenigen Schafe gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit und die Bosheit deines Herzens wohl; denn nur um den Kampf zu sehen bist du herabgekommen!

Ein gottesfürchtiges Herz bleibt standhaft trotz Kritik

Davids Bruder beschuldigt ihn zu Unrecht. David reagiert ruhig und bleibt bei seiner Überzeugung.

Wer Gott fürchtet, muss nicht allen gefallen – nur Gott.

29 David antwortete: Was habe ich denn jetzt getan? Es war ja nur ein Wort!

Gottesfürchtige Menschen müssen damit rechnen, falsch beurteilt oder angefeindet zu werden – auch von Familie oder Freunden.

Ein gottesfürchtiges Herz bleibt ruhig und besonnen trotz Kritik.

30 Und er wandte sich von ihm ab zu einem anderen und wiederholte seine vorige Frage. Da antwortete ihm das Volk wie zuvor.
31 Und als man die Worte hörte, die David sagte, meldete man es dem Saul; und er ließ ihn holen.

David lässt sich nicht provozieren, sondern bleibt bei seiner Überzeugung.

    • Bist du treu in dem, was Gott dir anvertraut hat, auch wenn es unscheinbar ist?
    • Schaust du auf deine Umstände oder auf Gott?
    • Lebt dein Herz für Gottes Ehre mehr als für persönliche Vorteile?
    • Bleibst du ruhig und fest in deinem Glauben, auch wenn du missverstanden oder kritisiert wirst?