Zu Fuß auf dem See

Matthäus 14,22-36

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22 Und sogleich nötigte Jesus seine Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm ans jenseitige Ufer zu fahren, bis er die Volksmenge entlassen hätte.

Das Erste, was wir in diesem Abschnitt sehen, ist der Gehorsam der Jünger Jesu.

Sie stiegen in das Schiff, um auf die andere Seite zu fahren.

Es gibt drei Gründe, warum Jesus seine Jünger zwang, allein auf die andere Seite zu gehen.

    • Zuvor hatte er seine Jüngern nach Bethsaida geschickt, in der Hoffnung, dort Zeit mit ihnen allein verbringen zu können. Die Menge war ihr gefolgt, was dies unmöglich machte.

Und er sprach zu ihnen: Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig! Denn es waren viele, die gingen und kamen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen. Und sie fuhren allein zu Schiff an einen einsamen Ort. – Markus 6,31-32

    • Nach der Speisung der Fünftausend war das Volk bereit, ihn mit Gewalt zum König zu machen, was zu der Zeit nicht Teil von Gottes Plan war.

Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll! Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen würden, um ihn mit Gewalt zum König zu machen, zog er sich wiederum auf den Berg zurück, er allein. – Johannes 6,14-15

    • Jesus wollte einige Zeit alleine beten, was auch von der Menge verhindert wurde.

Und als Jesus das hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach. Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. – Matthäus 14,13-14

Das nächste, was wir in diesem Abschnitt sehen, ist die Sorge Jesu für seine Jünger.

23 Und nachdem er die Menge entlassen hatte, stieg er auf den Berg, um abseits zu beten; und als es Abend geworden war, war er dort allein.

Es fällt uns oft schwer, tagsüber auch nur für ein paar Minuten zu beten. Das Herz Jesu war so schwer, dass er auf die Golanhöhen ging und mehr als die Hälfte der Nacht betete.

Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Und als es Abend geworden war, befand sich das Schiff mitten auf dem See und er allein auf dem Land. – Markus 6,46-47

24 Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen; denn der Wind stand ihnen entgegen.

Jesus sah ihre Not und ging zu ihnen, um ihnen zu helfen, wenn sie darum baten.

Und er sah, dass sie beim Rudern Not litten; denn der Wind stand ihnen entgegen. Und um die vierte Nachtwache kommt er zu ihnen, auf dem See gehend; und er wollte bei ihnen vorübergehen. – Markus 6,48

25 Aber um die vierte Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See.
26 Und als ihn die Jünger auf dem See gehen sahen, erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst!, und schrien vor Furcht.

Das Letzte, was wir in diesem Abschnitt sehen, ist die Wirkung, die die Gegenwart Jesu auf andere hatte.

Stürme offenbaren die Stärke deines Glaubens.

27 Jesus aber redete sogleich mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!

Jesus tröstete sie mit einem der Namen Gottes aus dem Alten Testament: „Ich bin“.

28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir auf das Wasser zu kommen!
29 Da sprach er: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf dem Wasser, um zu Jesus zu kommen.

Petrus gehorchte dem Herrn, als er ihn aufforderte zu kommen.

30 Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich, und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich!

Die Stürme lenkten Peters Aufmerksamkeit vom Herrn ab.

31 Jesus aber streckte sogleich die Hand aus, ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Jesus war bereit, ihm zu helfen, sobald er darum bat.

32 Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind.
33 Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!

Im Gegensatz zu dem früheren Sturm, bei dem Jesus auf dem Schiff schlief und seinen eigenen Frieden inmitten des Sturms zeigte, ist seine Gegenwart in diesem Fall immer noch der Sturm für seine Jünger.

Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und sie erstaunten bei sich selbst über die Maßen und verwunderten sich. Denn sie waren nicht verständig geworden durch die Brote; denn ihr Herz war verhärtet. – Markus 6,51-52

Es scheint, dass unter seinen Jüngern einige Verwirrung herrschte, als sie Wunder sahen, die Jesus als den Christus zeigten, während er gleichzeitig die Möglichkeit ablehnte, König zu werden.

34 Und sie fuhren hinüber und kamen in das Land Genezareth.
35 Und als ihn die Männer dieser Gegend erkannten, sandten sie in die ganze Umgebung und brachten alle Kranken zu ihm.
36 Und sie baten ihn, dass sie nur den Saum seines Gewandes anrühren dürften; und alle, die ihn anrührten, wurden ganz gesund.

Die Gegenwart Jesu reichte aus, um der ganzen Gegend Hoffnung zu bringen.

 

 

 

Die Speisung der Fünftausend

Matthäus 14,1-21

1 Zu jener Zeit hörte der Vierfürst Herodes das Gerücht von Jesus.
2 Und er sprach zu seinen Dienern: Das ist Johannes der Täufer, der ist aus den Toten auferstanden; darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm!

​Nach dem Tod von Herodes dem Großen wurde sein Königreich in vier Tetrarchen aufgeteilt.

    • Salome I (Städte Iamnia, Azotos und Phasaelis)
    • Herodes Archelaos (Judäa und Samaria)
    • Herodes Philippus (Ituräa, Golan, Trachonitis)
    • Herodes Antipas (Galiläa und Peräa) Dies ist der Herodes dieser Geschichte.

Wie hat der Vierfürst Herodes das Gerücht von Jesus gehört?

Mindestens ein Verwandter eines Verwalters des Herodes war bei Jesus, als er die Gleichnisse in Kapitel 13 erzählte.

Und es geschah danach, dass er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zog, wobei er das Evangelium vom Reich Gottes verkündigte; und die Zwölf waren mit ihm, und auch etliche Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von der sieben Dämonen ausgefahren waren, und Johanna, die Frau Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm dienten mit ihrer Habe. – Lukas 8,1-3

Jesus hatte wieder einmal seine Jünger ausgesandt, diesmal um das Evangelium vom Königreich zu predigen. Das heißt, das Königreich, wie es in Kapitel 13 beschrieben wurde. Allein das zu hören, erschreckte Herodes mehr als nur ein wenig.

Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten; und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen. – Lukas 9,1-2

Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer, verkündigten das Evangelium und heilten überall. – Lukas 9,6

Und sie gingen und verkündigten, man solle Buße tun, und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. Und der König Herodes hörte das (denn sein Name wurde bekannt), und er sprach: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferstanden; darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm! – Markus 6,12-14

Wie reagierte Herodes, als er von den Wundern hörte, die Jesus tat?

Aber der Vierfürst Herodes hörte alles, was durch ihn geschah; und er geriet in Verlegenheit, weil von etlichen gesagt wurde, Johannes sei aus den Toten auferstanden, von etlichen aber, Elia sei erschienen, und von anderen, einer der alten Propheten sei auferstanden. Und Herodes sprach: Johannes habe ich enthauptet; wer ist aber der, von welchem ich dies höre? Und er wünschte ihn zu sehen. – Lukas 9,7-9

Als das Herodes hörte, sprach er: Er ist Johannes, den ich enthauptet habe; der ist aus den Toten auferstanden! – Markus 6,16

Johannes der Täufer vollbrachte keine Wunder, aber in Herodes‘ Vorstellung konnte ein Auferstandener dies tun.

3 Denn Herodes hatte den Johannes ergreifen lassen und ihn binden und ins Gefängnis bringen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus.
4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben!
5 Und er wollte ihn töten, fürchtete aber die Volksmenge, denn sie hielten ihn für einen Propheten.
6 Als nun Herodes seinen Geburtstag beging, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen und gefiel dem Herodes.
7 Darum versprach er ihr mit einem Eid, ihr zu geben, was sie auch fordern würde.
8 Da sie aber von ihrer Mutter angeleitet war, sprach sie: Gib mir hier auf einer Schüssel das Haupt Johannes des Täufers!
9 Und der König wurde betrübt; doch um des Eides willen und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er, es zu geben.
10 Und er sandte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten.
11 Und sein Haupt wurde auf einer Schüssel gebracht und dem Mädchen gegeben, und sie brachte es ihrer Mutter.
12 Und seine Jünger kamen herbei, nahmen den Leib und begruben ihn und gingen hin und verkündeten es Jesus.

Die Verse 3 bis 12 sind ein Exkurs, um zu erklären, warum Herodes glaubte, dass Jesus Johannes der Täufer war.

13 Und als Jesus das hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach.
14 Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken.

Um zu wissen, was Jesus gehört hat, müssen wir vor dem Exkurs zu Vers 2 zurückgehen.

Was Jesus hörte, war, dass Herodes, der zuvor Johannes den Täufer enthauptet hatte, nun auch von ihm gehört hatte.

Bevor Jesus nach Bethsaida ging, kehrten seine Jünger zurück und berichteten ihm, was sie getan hatten und sie gelehrt hatten.

Und die Apostel versammelten sich bei Jesus und verkündeten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. – Markus 6,30

Schauen wir uns die großen Nöte an, mit denen Jesus konfrontiert war.

    • Er war traurig über das, was Johannes dem Täufer zugestoßen war, und fühlte die Bedrohung seines eigenen Wohlergehens.
    • Seine Jünger waren erschöpft von ihren Reisen und hatten nicht einmal essen können. Sie hatten auch gehört, was mit Johannes dem Täufer passiert ist, und hatten wahrscheinlich Angst.

Jesus wies sie an, wo sie sich treffen sollten, und sie brachen ohne ihn mit dem Schiff auf, um nach Bethsaida zu gehen, das außerhalb des Territoriums von Herodes lag.

Und er sprach zu ihnen: Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig! Denn es waren viele, die gingen und kamen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen. Und sie fuhren allein zu Schiff an einen einsamen Ort. – Markus 6,31-32

Die Volksmenge sah die Jünger ohne Jesus im Schiff abfahren. Als Jesus dann auf einem anderen Schiff aufbrach, folgten sie zu Fuß und kamen vor ihm auf die andere Seite. Auch die Volksmenge suchte nach Antworten und viele von ihnen brauchten Heilung.

Und die Leute sahen sie wegfahren, und viele erkannten ihn; und sie liefen aus allen Städten zu Fuß dort zusammen und kamen ihnen zuvor und versammelten sich bei ihm. Und als Jesus ausstieg, sah er eine große Volksmenge; und er hatte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren. – Markus 6,33-34

Als aber die Volksmenge es erfuhr, folgten sie ihm nach; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes, und die, welche Heilung brauchten, machte er gesund. – Lukas 9,11

    • Es wurde spät und die Leute hatten nichts zu essen.

15 Und als es Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist einsam, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen!

Markus fügt hinzu, „denn sie haben nichts zu essen.“ – Markus 6,b

Matthäus erzählt uns nichts von dem Gespräch mit Philippus oder den Spekulationen, wie viel es kosten würde, sie alle zu ernähren.

Er erwähnt nicht, was Petrus gesagt hat oder dass die fünf Brote und zwei Fische das Mittagessen eines kleinen Jungen waren.

Stattdessen erzählt uns Matthäus nur die beiden möglichen Lösungen.

    • Schicke sie weg. Dann ist es zumindest nicht unser Problem. Dies war eine logische Lösung.

16 Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben es nicht nötig, wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!

    • Das war eine liebevolle Lösung.

17 Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische.

Die Jünger sahen ein wirtschaftliches Problem. Zu wenig Angebot und zu viel Nachfrage.

Jesus sah die Nachfrage als Gelegenheit, zu zeigen, was Gott tun kann.

18 Da sprach er: Bringt sie mir hierher!
19 Und er befahl der Volksmenge, sich in das Gras zu lagern, und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk.
20 Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.
21 Die aber gegessen hatten, waren etwa 5 000 Männer, ohne Frauen und Kinder.

Wir schauen auf das, was wir haben und merken, wie wenig und unbedeutend es ist. Wir schauen auf die Not und das, wozu wir fähig sind und verlieren alle Hoffnung. Gott sieht unsere Schwächen und wandelt sie in Stärken um.

Dies führt uns zurück zum Gleichnis vom Senfkorn. Gott kann mit wenig Großes bewirken.

Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. – 2. Korinther 12,9-10

Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. – Philipper 4,13

Die Kosten der Erlösung

Matthäus 13,44-58

44 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.
45 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
46 Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Beim Gleichnis vom verborgenen Schatz und beim Gleichnis von der kostbaren Perle ist es wichtig, den richtigen Standpunkt einzunehmen. Wenn ein menschlicher Standpunkt eingenommen wird, ergibt sich eine andere Interpretation aus der Interpretation von einem göttlichen Standpunkt aus.

Menschlicher Standpunkt (dieser Ansicht ist falsch!)

    • Der Schatz im Acker und die kostbare Perle würden Jesus Christus repräsentieren.
    • Derjenige, der fand, und derjenige, der suchte, repräsentierten Gläubige.
    • Die Erlösung wäre mit hohen Kosten verbunden, die vom Gläubigen getragen werden müssten.
    • Den Schatz zu verstecken, bevor man der Acker kauft, wäre unerklärlich.

Göttlichen Standpunkt

    • Der Acker ist die Welt – Matthäus 13,38
    • Die Nation Israel ist der verborgene Schatz. (besonderes Eigentum in 2. Mose 19,5)

Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir – 2. Mose 19,5

    • Das Verbergen des Schatzes in der Acker ist die Zerstreuung der Juden in die Welt. Dies ist eines der Geheimnisse des Himmelreichs.

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben. – Matthäus 13,11

    • Jesus kaufte den Acker, in dem er den Schatz fand und verbarg, mit seinem eigenen Blut. Dies ist ein weiteres Geheimnis des Himmelreichs.

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

    • Jesus ist auch der Kaufmann, der nach schöne Perlen suchte.
    • Wie im Gleichnis vom verborgenen Schatz verkaufte er alles, was er hatte, um die Perle zu kaufen.

So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! – Apostelgeschichte 20,28

    • Perlen kommen aus dem Meer, das die heidnischen Nationen in der Schrift darstellt, einschließlich des nächsten Gleichnisses in diesem Text. Dies ist auch eines der Geheimnisse des Himmelreichs.

47 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten [von Fischen] zusammenbrachte.
48 Als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und sammelten die guten in Gefäße, die faulen aber warfen sie weg.
49 So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern
50 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.

Der Metaphern Wechsel vom Anfang bis zum Ende von Matthäus 13 ist wichtig. Es spiegelt den Fokuswechsel von den Juden zu den Heiden im gegenwärtigen Zeitalter wider.

    • Im ersten drei und fünften Gleichnis war der Acker eine wichtige Metapher, die verwendet wurde, um die Welt darzustellen.
    • Im sechsten und siebten Gleichnis wird die Acker durch das Meer ersetzt, eine wichtige Metapher für die heidnischen Nationen.

Das Gleichnis vom Fischnetz hat dieselbe Bedeutung wie das Gleichnis vom Unkraut.

    • Nicht jeder, der einen Fischaufkleber hat, ist ein wiedergeborener Gläubiger!
    • Die Untertanen des Königreichs im gegenwärtigen Zeitalter umfassen sowohl Gläubige als auch Ungläubige.

Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen!, und: Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit! – 2. Timotheus 2,19

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. – Johannes 10,27-28

    • Der Tag des Gerichts wird sicherlich kommen.

Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist! – 2. Petrus 3,3-4

    • Die Engel werden daran beteiligt sein, die Gläubigen von den Ungläubigen zu trennen.

Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. – Matthäus 24,31

    • Der Feuersee ist ein wahrer Ort der Qual!

Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; und dass durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging. Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen. – 2. Petrus 3,5-7

Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden. Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen. – Offenbarung 20,11-15

Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben. – Matthäus 25,46

51 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr!
52 Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

Ein weiser Christ lehnt das Alte Testament nicht ab, sondern sucht darin Wahrheiten, durch die er mit seinem Leben Gott verherrlichen kann.

Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen. – Römer 15,4

Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist. – Korinther 10,11

53 Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er von dort weg.
54 Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer Synagoge, sodass sie staunten und sprachen: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Wunderkräfte?
55 Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder [heißen] Jakobus und Joses und Simon und Judas?
56 Und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher hat dieser denn das alles?
57 Und sie nahmen Anstoß an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet außer in seinem Vaterland und in seinem Haus!
58 Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.

Jesus kehrte nach Nazareth zurück, ging in die Synagoge und lehrte die Menschen.

Wir wissen von Lukas, dass der von ihm gelesene Text aus Jesaja 61 stammt.

Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN – Jesaja 61,1-2a

Obwohl Jesus bei dieser Gelegenheit klar sprach, lehnten ihn die Leute wegen ihres Unglaubens ab.

Wer Ohren hat zu hören, der höre! – Matthäus 13,9

 

 

 

 

 

Die Notwendigkeit der Todesstrafe

3. Mose 20

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Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. – Römer 6,23

Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben –Römer 5,12

1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
2 Sage zu den Kindern Israels: Wer von den Kindern Israels oder den Fremdlingen, die in Israel wohnen, eines von seinen Kindern dem Moloch gibt, der soll unbedingt getötet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen!
3 Und ich will mein Angesicht gegen einen solchen Menschen setzen und ihn ausrotten mitten aus seinem Volk, weil er dem Moloch eines von seinen Kindern gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entheiligt hat.

Abgötterei und Götzendienst

Dies ist sicherlich eine der schlimmsten Sünden, die möglicherweise begangen werden können. Wahrscheinlich sind die Satansanbeter die einzigen Menschen, die das für in Ordnung halten.

Die Strafe für diese Sünde ist die stärkste, die es gibt, nämlich die Todesstrafe.

Aber beachte, dass diese Sünde nicht nur eine Sünde gegen das Kind oder die Gesellschaft ist, sondern gegen Gottes Namen und sein Heiligtum.

Gott wird selbst für die Vernichtung eines solchen Menschen sorgen, wenn das Volk seiner Pflicht, sich darum zu kümmern, nicht nachkommt.

Er wird jedoch auch die Menschen zur Verantwortung ziehen und sie dafür bestrafen, dass sie solche Opfer weiterhin zulassen.

4 Und wenn das Volk des Landes absichtlich seine Augen davor verschließt, dass ein solcher Mensch eines von seinen Kindern dem Moloch gegeben hat, sodass es ihn nicht tötet,
5 so werde ich mein Angesicht gegen jenen Menschen und gegen seine Familie richten und ihn und alle, die ihm nachhurten, um mit dem Moloch Hurerei zu treiben, aus der Mitte ihres Volkes ausrotten.

Wahrsagerei oder Zauberei

Die zweite erwähnte Sünde ist mit Abgötterei verwandt, da sie auch den Götzendienst betrifft, aber sie wird möglicherweise privat begangen. Gott selbst wird für die Strafe für diese Sünde sorgen.

6 Auch wenn sich eine Seele zu den Geisterbefragern und Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, so will ich mein Angesicht gegen diese Seele richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.

Die Todesstrafe gilt auch für den Zauberer.

27 Wenn in einem Mann oder einer Frau ein Geisterbefrager- oder Wahrsagergeist ist, so sollen sie unbedingt getötet werden. Man soll sie steinigen, ihr Blut sei auf ihnen!

Passieren solche Sachen heute noch? Der ganze Feiertag, der Halloween genannt wird, dreht sich um genau diese Dinge.

Sollten wir als Christen diese Sachen ernst nehmen?

Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, dass die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben. – Römer 1,32

7 Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich, der HERR, bin euer Gott!
8 Darum haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich, der HERR, bin es, der euch heiligt.

Heiligkeit erfordert die vollständige Entfernung dieser Sachen.

Entehren der Eltern

9 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll unbedingt getötet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht — sein Blut sei auf ihm!

Denn Ungehorsam ist [wie] die Sünde der Wahrsagerei, und Widerspenstigkeit ist [wie] Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst! – 1. Samuel 15,23

Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab! – 2. Timotheus 3,1-5

Ehebruch, Unzucht, und andere ähnliche Schandtaten

10 Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn er Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so sollen [beide], der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unbedingt getötet werden.
11 Wenn ein Mann bei der Frau seines Vaters liegt, so hat er die Scham seines Vaters entblößt; sie sollen beide unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen.
12 Wenn ein Mann bei seiner Schwiegertochter liegt, so sollen sie beide unbedingt getötet werden; sie haben eine schändliche Befleckung verübt; ihr Blut sei auf ihnen!
13 Wenn ein Mann bei einem Mann liegt, als würde er bei einer Frau liegen, so haben sie beide einen Gräuel begangen, und sie sollen unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen!
14 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und ihre Mutter dazu, so ist das eine Schandtat; man soll ihn samt den beiden Frauen mit Feuer verbrennen, damit keine solche Schandtat unter euch sei.
15 Wenn ein Mann bei einem Tier liegt, so soll er unbedingt getötet werden, und das Tier soll man umbringen.
16 Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um sich mit ihm einzulassen, so sollst du die Frau töten und das Tier auch; sie sollen unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen!
17 Wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und ihre Scham sieht, und sie sieht seine Scham, so ist das eine Schande. Sie sollen ausgerottet werden vor den Augen der Angehörigen ihres Volkes. Er hat die Scham seiner Schwester entblößt, er soll seine Schuld tragen.
18 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihres Unwohlseins und ihre Scham entblößt und ihre Quelle aufdeckt, während sie die Quelle ihres Blutes entblößt, so sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes!
19 Die Scham der Schwester deiner Mutter und die Scham der Schwester deines Vaters sollst du nicht entblößen; denn wer dies tut, hat seine Blutsverwandten entblößt; sie sollen ihre Schuld tragen!
20 Wenn ein Mann bei der Frau des Bruders seines Vaters liegt, der hat die Scham seines Onkels entblößt; sie sollen ihre Sünde tragen, sie sollen kinderlos sterben!
21 Wenn ein Mann die Frau seines Bruders nimmt, so ist das eine Unreinheit; sie sollen kinderlos bleiben, weil er die Scham seines Bruders entblößt hat.

Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat! Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan wird! Denn ich als dem Leib nach abwesend, dem Geist nach aber anwesend, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, der dies auf solche Weise begangen hat, beschlossen, den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus. – 1. Korinther 5,1-5

22 So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut sie, damit euch das Land nicht ausspeit, in das ich euch führe, damit ihr darin wohnen sollt!
23 Und wandelt nicht nach den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her ausstoßen werde. Denn alle jene Dinge haben sie getan, und deshalb habe ich sie verabscheut.

Heiligkeit

Die Gesetze des Menschen ersetzen nicht die Gesetze Gottes. Wenn Gott sagt, dass etwas falsch ist, spielt es keine Rolle, wer es für richtig hält.

Heiligkeit bedeutet, nach einem höheren Standard zu leben, als die Welt lebt.

Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen! – Matthäus 5,20

24 Euch aber habe ich gesagt: Ihr sollt ihr Land in Besitz nehmen; denn ich will es euch zum Erbe geben, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch von den Völkern abgesondert habe.
25 So sollt nun auch ihr das reine Vieh vom unreinen unterscheiden und die unreinen Vögel von den reinen, und ihr sollt euch selbst nicht verabscheuungswürdig machen durch Vieh, Vögel und alles, was sich auf dem Erdboden regt, was ich euch als unrein abgesondert habe;
26
sondern ihr sollt mir heilig sein, denn ich, der HERR, bin heilig, der ich euch von den Völkern abgesondert habe, damit ihr mir angehört!

Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. – 2. Korinther 6,17-18

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid. – 1. Petrus 2,9-10

Die Gleichnisse des Wachstums

Matthäus 13,31-35

34 Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
35 damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: »Ich will meinen Mund zu Gleichnisreden öffnen; ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war«.

In diesen beiden Versen gibt Matthäus ein weiteres Beispiel für die Erfüllung der Prophezeiung als Grund dafür, dass Jesus in Gleichnissen redet.

Ein Maskil; von Asaph. Höre, mein Volk, meine Lehre; neigt eure Ohren zu den Reden meines Mundes! Ich will meinen Mund zu einer Gleichnisrede öffnen, will Rätsel vortragen aus alter Zeit. – Psalm 78,1-2

    • Gott hat einen Plan, von dem Teile des Alten Testaments nach und nach offenbart wurden, andere Teile waren verborgen geblieben, wurden aber jetzt in Gleichnissen offenbart.
    • Andere Teile sind noch versteckt und warten darauf, zu gegebener Zeit enthüllt zu werden.

Gleichnisse veranschaulichen Sachen, die nicht gesehen oder beobachtet werden können, mit Sachen, die gesehen und beobachtet werden können.

denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. – Römer 1,20

Die nächsten zu untersuchenden Gleichnisse sind die Gleichnisse vom Wachstum, von denen es drei gibt.

    • Zwei von ihnen finden sich hier bei Matthäus und werden auch bei Lukas in einem anderen Kontext zusammengeführt.
    • Diese beiden sind das Gleichnis vom Senfkorn und das Gleichnis vom Sauerteig.
    • Bei Lukas sind sie eingeklemmt zwischen der Heilung der verkrümmten Frau am Sabbat und dem Spruch von der engen Pforte.
    • Die Tatsache, dass sie an beiden Stellen verknüpft sind, scheint darauf hinzudeuten, dass auch die Bedeutung verknüpft ist.
    • Eines dieser beiden, das Gleichnis vom Senfkorn, findet sich auch bei Markus, aber wiederum in einem anderen Kontext.
    • Es ist eingeklemmt zwischen dem Beispiel vom Licht auf dem Leuchter und der Geschichte, wo Jesus den Sturm stillt.
    • Es ist mit dem dritten dieser Gleichnisse verbunden, dem Gleichnis vom Wachstum der Saat.
    • Auch die Tatsache, dass sie an diese Stellen verknüpft sind, scheint darauf hinzudeuten, dass auch die Bedeutung dieser beiden Gleichnisse verknüpft ist.
    • Wir haben also drei verschiedene Gleichnisse, die in ihrer Bedeutung miteinander verwandt sind, die Unterschiede zwischen ihnen sollten auch wichtig sein.

Markus 4
26 Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft
27 und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß.
28 Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre.
29 Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

Der Schlüssel zum Verständnis der Gleichnisse ist das Gleichnis vom Sämann.

Und er spricht zu ihnen: Wenn ihr dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann alle Gleichnisse verstehen? Der Sämann sät das Wort. – Markus 4,13-14

Obwohl Samen ausgetrocknet und tot erscheinen mögen, haben sie Leben in sich. So ist es mit dem Wort Gottes.

denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. Denn »alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.« Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist. – 1. Petrus 1,23-25

Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. – Johannes 6,63

Dieses Gleichnis lässt sich auf mehreren Ebenen gut anwenden.

    • Ein einzelner Christus sät den Samen des Wortes im Leben anderer Menschen. Die Frucht sind neue Christen.
    • Ein Missionar sät den Samen des Wortes an einem bestimmten Ort, um eine neue Gemeinde zu gründen.
    • Jesus säte den Samen des Wortes unter seinen Jüngern, um das Reich Gottes zu gründen. Dies ist die Hauptbedeutung des Gleichnisses.

Der Sämann hat in Bezug auf das Saatgut zwei Aufgaben: Aussaat und Ernte.

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Wer weinend hingeht und den Samen zur Aussaat trägt, der kommt gewiss mit Freuden zurück und bringt seine Garben. – Psalm 126,5-6

Die Aussaat ist harte Arbeit, wenn der Boden nicht schon vorbereitet ist.

    • Steine müssen entfernt werden.
    • Unkraut und Dornen müssen entfernt werden
    • Der harte Boden muss bearbeitet und aufgebrochen werden.
    • Reichen die Nährstoffe im Boden nicht aus, muss Dünger hinzugefügt werden.
    • Wenn der Boden trocken ist, muss er möglicherweise bewässert werden.
    • Sobald diese Dinge erledigt sind, wächst die Ernte von selbst.

Während der Sämann sein Leben fortsetzt, keimt die Saat ohne sein Wissen oder Zutun. Genauso ist es mit dem Wort Gottes.

Der Sämann beobachtet, wie die Pflanzen weiter wachsen und wenn sie reif sind, erntet er die Früchte.

Obwohl Matthäus es nicht erwähnte, leitete Jesus das zweite Gleichnis mit einer Frage ein.

Und er sprach: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, oder durch was für ein Gleichnis sollen wir es [euch] darlegen? – Markus 4,30

Matthäus 13
31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte.
32 Dieses ist zwar von allen Samenkörnern das kleinste; wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Es gibt viele, die darauf hingewiesen haben, dass es tatsächlich Samen gibt, die kleiner sind als das Senfkorn, was dazu führt, dass sie den Punkt völlig verfehlen.

Auch wenn es bei Markus heißt, dass es „das kleinste ist unter allen Samen auf Erden“ ist, sollten wir verstehen, dass Jesus sich insbesondere auf Samen bezog, die in dieser Zeit häufig in Gärten gepflanzt wurden.

Die Bedeutung dieses zweiten Gleichnisses ist, dass aus sehr kleinen Sachen Großes erreicht werden kann.

    • Das Senfkorn ist das kleinste Ihrer Samen, aber es kann in einem Jahr zu einem Baum mit einer Höhe von bis zu 10 Meter wachsen. Größer als alle anderen Pflanzen des Gartens.
    • Die Anfänge des Reiches Gottes schienen ebenfalls recht klein zu sein, aber es sollte das größte aller Reiche werden.
    • Jesus benutzte dieselbe Figur bei anderen Gelegenheiten, um die Kraft des Glaubens zu beschreiben.

Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin!, und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein. – Matthäus 17,20

Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen. – Lukas 17,6

Die Vögel sollten nicht im Gleichnis vom Sämann als diejenigen angesehen werden, die den Samen gestohlen haben, sondern als die Vögel im Baum von Nebukadnezars Traum.

Der Baum war groß und stark, und sein Wipfel reichte bis an den Himmel, und er war bis ans Ende der ganzen Erde zu sehen. Sein Laub war schön und seine Frucht reichlich, und Nahrung für alle fand sich an ihm; unter ihm suchten die Tiere des Feldes Schatten, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen, und von ihm nährte sich alles Fleisch. – Daniel 4,8-9

So wie die Vögel nicht Teil des Baumes sind, profitieren diejenigen, die nicht Teil des Königreichs sind, von der Gegenwart des Königreichs.

darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen, und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst! – 1. Mose 22,17-18

33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.

Bei Lukas wurde dieses Gleichnis mit der gleichen Frage eingeleitet wie das letzte Gleichnis.

Und wiederum sprach er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? – Lukas 13,20

Im Grunde ist der Sauerteig in diesem Gleichnis parallel zum Senfkorn im letzten.

    • Sauerteig wird in der Bibel oft mit Sünde in Verbindung gebracht, aber das ist hier eindeutig nicht der Fall.
    • Warum wurde Sauerteig verboten, als die Kinder Israels aus Ägypten kamen?

Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen; darum sollt ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern hinwegtun. Denn wer gesäuertes Brot isst vom ersten Tag an bis zum siebten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel! – 2. Mose 12,15

    • Sauerteig war verboten, als die Kinder Israels aus Ägypten kamen, weil er eine Verbindung zur Vergangenheit darstellte. Ungesäuertes Brot bedeutete einen Neuanfang.
    • In der neuen Form des Reiches Gottes gab es eine Verbindung zur Vergangenheit. Diese Verbindung ist Jesus Christus, der Sohn Abrahams und Davids.
    • Es gab jedoch einen Neuanfang, da etwas Sauerteig aus dem alten Teigklumpen verwendet wurde, um einen neuen anzufangen.
    • Die Bedeutung des Gleichnisses ist, dass das Wachstum des neuen Reiches auf der Kraft des Wortes Gottes beruhte.
    • So wie es unmöglich ist, den Sauerteig eines neuen Brotes zu stoppen, sobald der Sauerteig hinzugefügt wurde, ist das Wachstum des Reiches Gottes unvermeidlich.

Jetzt sehen wir also, was die drei Gleichnisse zusammen bedeuten.

    • Zu keiner Zeit kann der Bauer das ganze Bild sehen, außer durch die Augen des Glaubens. So ist es mit dem Reich Gottes.

Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. – Matthäus 16,18-19

Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst — genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe! – Jesaja 55,10-11

 

 

 

Das Gleichnis vom Unkraut

Matthäus 13,24-30; 36-43

 

24 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
25 Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon.
26 Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut.
27 Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
28 Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen?
29 Er aber sprach: Nein!, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt.
30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Im Gleichnis vom Sämann war das Hauptthema die Rezeption des Evangeliums. Im Gleichnis vom Unkraut sind die Wesensmerkmale des Samens das Hauptthema.

Bevor wir uns in Vers 36 mit der Auslegung dieses Gleichnisses befassen, sollten wir uns ein paar Einzelheiten im Gleichnis selbst anschauen.

    • Es gibt eine Pflanze, die manchmal als Schwindelweizen bezeichnet wird und der genauen Beschreibung des Unkrauts entspricht, das vom Feind gepflanzt wurde.
    • Die beiden Pflanzen sind im Neuzustand nur schwer voneinander zu unterscheiden.
    • Beim Zusammenwachsen verhaken sich die Wurzeln ineinander, so dass es unmöglich wäre, das Unkraut zu entfernen, ohne den Weizen zu zerstören.
    • Sobald die Körner auf dem Weizen erscheinen, wird der Unterschied offensichtlich.
    • Dies war in römischer Zeit ein großes Problem und es gab sogar ein römisches Gesetz, das die Aussaat solcher Pflanzen auf dem Feld von jemandem verbot.
    • Die Tatsache, dass die Diener schliefen, bedeutet nicht, dass sie nachlässig waren, sondern zeigt die List des Feindes.

Jesus interpretierte dieses Gleichnis nicht sofort, sondern fuhr mit zwei weiteren Gleichnissen fort, bevor er für den Tag aufhörte und in ein Haus ging.

36 Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!

Die Beschreibung von das Gericht über die Heidenvölker in Matthäus 25,31-46 ist parallel zu diesem Gleichnis. Diese Beschreibung wurde auch als Antwort auf eine Frage der Jünger gegeben.

Was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? – Matthäus 24,3b

37 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen.
38 Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen.
39 Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel.

Zuerst erklärte Jesus, was die einzelnen Elemente des Gleichnisses im Reich Gottes darstellen.

    • Der Sämann ist der Sohn des Menschen, ein alttestamentlicher Begriff für Jesus selbst.
    • Das Feld, das gesät wird, ist die Welt. Das macht deutlich, dass er in diesem Gleichnis nicht von Israel sprach.
    • Die gute Same sind die Kinder des Reichs, d.h. die echte Gläubige, die im ersten Gleichnis als auf guten Boden gesät erwähnt werden.
    • Das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen d.h. sie sind Untertanen des Reichs der Teufels.
    • Der Feind, der es sät, ist der Teufel der alles tut, um eine gute Ernte für den guten Sämann zu verhindern.
    • Die Ernte ist das Ende der Weltzeit. Das Wort übersetzt Weltzeit bedeutet das Ende des Zeitalters. Das heißt, zwischen dem Ende der Trübsal und das tausendjährigen Reich.
    • Die Schnitter sind die Engel.

Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. – Matthäus 24,31

40 Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit.
41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln
42 und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein.

Der Posttribulationismus versucht, die Reihenfolge der Sammlung der Geretteten und Verlorenen zu verwenden, um zu beweisen, dass es die Entrückung der Gemeinde am Ende der Trübsal wird in Zusammenhang mit dem Anfang des tausendjährigen Reiches.

    • Dieses Argument ist jedoch ungültig, da die Reihenfolge im siebten Gleichnis umgekehrt ist.
    • Im Gericht erfolgt das Sammeln des Unkrauts und des Weizens nicht nacheinander, sondern gleichzeitig.

Der hier Feuerofen genannte Ort ist ein echter Ort.

Die Beschreibung des dort stattfindenden Leidens ist auch echt.

Und wenn deine Hand für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du als Krüppel in das Leben eingehst, als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. – Markus 9,43-44

Und wenn dein Fuß für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm in das Leben eingehst, als dass du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. – Markus 9,45-46

Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. – Markus 9,47-48

43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

So wie es einen Ort ewiger Strafe gibt, gibt es auch einen Ort ewiger Glückseligkeit.

Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt —, sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. – 1. Korinther 2,6-9

 

 

 

 

Das Gleichnis vom Sämann

Matthäus 13,1-23

1 An jenem Tag aber ging Jesus aus dem Haus hinaus und setzte sich an den See.
2 Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm, sodass er in das Schiff stieg und sich setzte; und alles Volk stand am Ufer.

Das erste, was uns hier auffällt, sind die Zuhörer, die ihn sprechen hörten.

    • Unter ihnen ist das böse und ehebrecherische Geschlecht das ein Zeichen begehrt in Matthäus 12,39.
    • Auch seine Jünger waren dabei.

3 Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen.
4 Und als er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf.
5 Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte.
6 Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
7 Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es.
8 Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig.
9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Das zweite, was uns auffällt, ist, dass Jesus seine Art zu sprechen geändert hat. Er spricht nicht mehr klar, sondern in Gleichnissen.

    • Der Satz „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ weist uns darauf hin, dass das Gleichnis über sich hinaus auf eine größere Bedeutung weist.
    • Der Ausdruck „die Ohren haben zu hören“ bezieht sich auf eine Empfänglichkeit für die zugrunde liegende Wahrheit des Gleichnisses.
    • Es ist einen Zuruf, positiv zu hören und angemessen zu reagieren.

10 Da traten die Jünger herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen mit ihnen?
11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben.
12 Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat.

Die Jünger Jesu bemerkten den Unterschied und fragten Jesus warum.

Jesus sagte, es liegt daran, dass ich euch Geheimnisse erzählen muss und ich möchte, dass ihr es versteht.

    • Die Geheimnisse des Königreichs waren nicht für diejenigen, die ihn bereits abgelehnt hatten. Ihnen die Geheimnisse zu diesem Zeitpunkt zu verraten, wäre kontraproduktiv.

13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen;
14 und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfüllt, welche lautet: »Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen!
15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren hören sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.«

Ein weiterer Grund, auf diese Weise zu reden, war die Erfüllung der Prophezeiung Jesajas bezüglich dieser Situation.

Und er sprach: Geh und sprich zu diesem Volk: Hört immerfort und versteht nicht, seht immerzu und erkennt nicht! Mache das Herz dieses Volkes unempfänglich, und mache seine Ohren schwer und verklebe seine Augen, damit es mit seinen Augen nicht sieht und mit seinen Ohren nicht hört, und damit sein Herz nicht zur Einsicht kommt und es sich nicht bekehrt und für sich Heilung findet! – Jesaja 6,9-10

Lass uns einen Vergleich mit zwei anderen Situationen anstellen.

Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was Gut und Böse ist; nun aber — dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! So schickte ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war. Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen. – 1. Mose 3,22-24

…und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit. – 2. Thessalonicher 2,10-12

16 Aber glückselig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören!
17 Denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben zu sehen begehrt, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Es gibt jedoch einen besonderen Segen für diejenigen, die dem Evangelium zuhören und positiv darauf reagieren.

18 So hört nun ihr das Gleichnis vom Sämann:

Das Wort „ihr“ ist wichtig, weil es das Privileg der Jünger, die Geheimnisse des Königreichs zu verstehen, nachdrücklich bekräftigt.

19 Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut war.

Das erste erwähnte Problem ist, dass sie das Wort nicht verstanden. Es ist genau ihre Ablehnung des Wortes, die es Satan erlaubt, hereinzukommen und es wegzunehmen. Die Ursache das Problem ist die Härte ihres Herzens.

20 Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt;
21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß.

Das zweite Beispiel ist eine oberflächliche oder emotionale Rezeption des Wortes, bei der das Wort keine Früchte trägt. Das hier erwähnte Problem ist, dass sie Anstoß nimmt. Sie würden gerne Christen sein, solange sie ihre Lebensweise nicht ändern müssten.

22 Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.

Das Problem mit der dritten Gruppe ist, dass es ihnen egal ist. Sie sind zu beschäftigt mit diesem Leben, um sich um die Ewigkeit zu kümmern. Der Boden war reichlich wachstumsfähig, wie das Wachstum der Dornen beweist. Sie waren einfach nicht am Reich Gottes interessiert. Beachte, dass es nicht heißt, dass die Person unfruchtbar wurde, sondern dass das Wort unfruchtbar wurde. Diese Gruppe wird, wie die beiden zuvor, nicht errettet!

23 Auf das gute Erdreich gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht; der bringt dann auch Frucht, und der eine trägt hundertfältig, ein anderer sechzigfältig, ein dritter dreißigfältig.

Dieses Gleichnis macht deutlich, dass die meisten Menschen, die die Botschaft vom Königreich hören, sie ablehnen werden. Einige jedoch werden es annehmen, in ihren Herzen schätzen und an die Wahrheit des Königreichs glauben. Diese werden alle Früchte tragen.

Paulus spricht von zwölf Fruchtsorten:

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. – Galater 5,22

Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. – Epheser 5,9

Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. – Römer 6,22

Liebe ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass in einem wahren Gläubigen immer Frucht vorhanden sein wird.

die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. – Römer 5,5

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen. Ich nehme nicht Ehre von Menschen, aber bei euch habe ich erkannt, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. – Johannes 5,39-42

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. – Johannes 13,35

wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. – 1. Johannes 2,5

Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. – 1. Johannes 3,14

Das wahre Volk des Reiches Gottes

Matthäus 12,46-50

Es gibt viele widersprüchliche Ansichten über das Reich Gottes

    • Das Reich Gottes ist gleichbedeutend mit dem ewigen Zustand oder dem Himmel, in den die Heiligen nach dem Tod gehen. Es hat nichts mit Erde zu tun.
    • Das Reich Gottes ist ein immaterielles „geistiges“ Königreich, in dem Gott über die Herzen der Menschen herrscht. Es bezieht sich auf die Gegenwart, aber nicht auf die Welt.
    • Das Reich Gottes ist rein irdisch. Es ist eine politische und soziale Struktur, die durch die Bemühungen der Menschheit erreicht wurde, ein Ziel, das durch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung erreicht wurde.
    • Das Reich Gottes ist eine nationalistische Bewegung seitens Israels, die diese Nation als einen unabhängigen politischen Staat wiederherstellen wird.
    • Das Reich Gottes ist die Kirche, eine Herrschaft, die sowohl geistlich als auch politisch ist.
    • Das Reich Gottes ist die irdische Manifestation der Souveränität Gottes, ein Reich, in dem Gott in den Angelegenheiten des Menschen regiert, ein Reich, das sowohl geistlich als auch materiell ist.

Anstatt zu versuchen, all diese Ansichten durchzuarbeiten, um herauszufinden, welche unserer Meinung nach die beste ist, werden wir auf das Wort Gottes schauen, um die Wahrheit dort zu finden!

Es gibt drei miteinander verbundene Ideen, die bei der Festlegung eines biblischen Konzepts eines Königreichs berücksichtigt werden müssen:

    • Das Recht zu regieren – Die einem König verliehene Autorität oder die Souveränität oder Herrschaft, die jemandem gewährt wird, der über ein Königreich herrscht.

Als sie aber dies hörten, fuhr er fort und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen. Er sprach nun: Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wiederzukommen. – Lukas 19,11-12

Dieses Gleichnis basiert eigentlich auf dem historischen Ereignis einer Romreise, die Archelaos, der Sohn des Herodes, unternahm, um von dem römischen Kaiser Augustus als Herrscher in Palästina bestätigt zu werden.

​Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. – Römer 13,1-2

    • Das zu regierende Reich – Ein Bereich, in dem herrschende Autorität ausgeübt wird. Wer sind die Untertanen des Königreichs?

Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! – Markus 1,14-15

Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: – 2. Timotheus 4,1

Und der siebte Engel stieß in die Posaune; da ertönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteilgeworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit! – Offenbarung 11,15

    • Die Realität des Regierens – Die eigentliche Ausübung der königlichen Autorität.

Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. Da gebot er seinen Jüngern, dass sie niemand sagen sollten, dass er Jesus der Christus sei. – Matthäus 16,18-20

Jesus erwartete eindeutig, dass Petrus die ihm übertragene Autorität ausübte.

Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König? Jesus antwortete: Du sagst es; ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm! – Johannes 18,36-38

Da Jesus seine Autorität als König im Römischen Königreich nicht ausübte, konnte Pilot keinen Grund finden, ihn zu verurteilen.

Beim Lesen der Bibel finden wir Aussagen zum Reich Gottes, die widersprüchlich erscheinen.

    • Manchmal wird das Reich Gottes als ewig, manchmal als zeitlich beschrieben.

Der HERR ist König immer und ewig – Psalm 10,16a

Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter. – Psalm 145,13

Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! – Matthäus 4,17

Da fragten ihn die, welche zusammengekommen waren, und sprachen: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel die Königsherrschaft wieder her? – Apostelgeschichte 1,6

    • Manchmal wird das Reich Gottes als universell, manchmal als begrenzt beschrieben.

Dein, o HERR, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben! Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen! – 1. Chronik 29,11-12

Wo sollte ich hingehen vor deinem Geist, und wo sollte ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich hinauf zum Himmel, so bist du da; machte ich das Totenreich zu meinem Lager, siehe, so bist du auch da! Nähme ich Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten! – Psalm 139,7-10

Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen! – Matthäus 5,20

    • Manchmal regiert Gott direkt durch Wunder, manchmal regiert er indirekt durch Mittler.

Und der HERR sprach: Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist groß, und ihre Sünde ist sehr schwer. Darum will ich hinabsteigen und sehen, ob sie es wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist, oder ob nicht; ich will es wissen! – 1. Mose 18,20-21

Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und Gomorra, vom HERRN, vom Himmel herab, und er zerstörte die Städte und die ganze Umgebung und alle Einwohner der Städte und was auf dem Erdboden gewachsen war. – 1. Mose 19,24-25

Wehe Assyrien, der Rute meines Zorns, der in seiner Hand den Stock meines Grimms trägt! Gegen eine gottlose Nation werde ich ihn senden, und gegen das Volk, dem ich zürne, will ich ihn aufbieten, damit er Beute macht und Raub holt und es zertritt wie Kot auf der Gasse! – Jesaja 10,5-6

Um diese aufzuklären, müssen wir erkennen, dass es sich um zwei Aspekte des Königreichs handelt. Die Bibel präsentiert Wahrheiten über beide Aspekte des Königreichs, daher widersprechen sie sich nicht.

Wenn wir zur Mitte des Matthäusevangeliums kommen, ist es wichtig zu erkennen, dass wir es mit dem zeitlichen Aspekt des Königreichs zu tun haben.

Innerhalb dieses Aspekts des Königreichs sollten wir beachten, dass das Königreich zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Formen annimmt.

    • Das davidische Königreich der Geschichte.
    • Das wiederhergestellte oder messianische Königreich, das noch in der Zukunft liegt.

Dieses Königreich wurde Israel im ersten Teil von Matthäus im wahrsten Sinne des Wortes angeboten.

Es wurde jedoch von der Nation abgelehnt, da sie von den Schriftgelehrten und Pharisäern geführt wurde.

Infolgedessen wurde das Königreich nicht zurückgezogen, sondern verschoben.

    • Die mysteriöse Form des Königreichs wird in Matthäus 13 präsentiert, während der das Evangelium den Heiden angeboten und die Gemeinde gegründet wird.

Im heutigen Text räumt Jesus ein Missverständnis über das Reich Gottes auf.

Matthäus 12
46 Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden.
47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden!
48 Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
49 Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder!
50 Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!

    • Es war der Glaube der Schriftgelehrten und Pharisäer und damit auch der meisten Menschen, dass sie in das Königreich hineingeboren wurden, indem sie von Abraham abstammten.

Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: »Wir haben Abraham zum Vater«. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken! Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen! – Matthäus 3,7-10

    • Jesus benutzte die Erwähnung seiner Familie, um seinen Jüngern beizubringen, dass es eine Neugeburt erfordert, Teil des Königreichs zu sein.

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden! – Johannes 3,1-7

Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,11-13

Das Recht, ein Untertan des Königreichs zu sein, kann nicht vererbt werden.

Das Recht, ein Untertan des Königreichs zu sein, kommt nicht durch Begierde.

Das Recht, ein Untertan des Königreichs zu sein, kommt nicht durch gute Geschäfte.

Das Recht, ein Untertan des Königreichs zu sein, kommt durch Glauben.

Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter! – 49-50

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und es tun! – Lukas 8,21

Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? – Jakobus 2,14

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. – Epheser 2,8-10

Woher kannst du wissen, ob dein Glaube wirklich rettender Glaube ist?

Wahrer Glaube wird dein Leben verändern!

Zeichen sehen

Matthäus 12,38-45

38 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Meister, wir wollen von dir ein Zeichen sehen!

Was wir hier haben, ist die Fortsetzung der Diskussion, die früher begonnen hat.

Und die Volksmenge staunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids? Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen! – Matthäus 12,23-24

Jesus hat die Erklärung der Pharisäer zerrissen, sodass die Frage noch offen geblieben ist: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?

Das Wort Meister oder Lehrer würde normalerweise als respektvoll angesehen, aber hier ist es eher Sarkasmus.

39 Er aber erwiderte und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona.

Die Pharisäer hatten gerade die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand und die Austreibung eines Dämons miterlebt. Wenn sie immer noch nicht überzeugt waren, war ihr Entschluss bereits gefasst. Es hat keinen Grund mehr gegeben, sie mit mehr Zeichen zu belustigen.

Die Darstellung von Zeichen im Alten Testament war nicht ungewöhnlich.

Angefangen mit dem Regenbogen am Himmel und fortfahrend mit den Zeichen, die durch Moses, Elia und Jesaja gegeben wurden und denen, die Gideon direkt gegeben wurden, hatte Gott oft durch Zeichen zu seinem Volk gesprochen.

Die Generation, von der er gesprochen hat, hatte in der Tat das größte aller im Alten Testament erwähnten Zeichen erhalten.

Weiter redete der HERR zu Ahas und sprach: Erbitte ein Zeichen von dem HERRN, deinem Gott; erbitte es in der Tiefe oder droben in der Höhe! Da antwortete Ahas: Ich will nichts erbitten, damit ich den HERRN nicht versuche! Darauf sprach [Jesaja]: Höre doch, Haus David! Ist es euch nicht genug, dass ihr Menschen ermüdet, müsst ihr auch meinen Gott ermüden? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben. – Jesaja 7,10-14

Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, da sie ein böses und ehebrecherisches Geschlecht seien; es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona.

40 Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.

Wie das Ahas gegebene Zeichen sollte dieses Zeichen zu einem späteren Zeitpunkt gegeben werden, so dass es in Bezug auf den gegenwärtigen Unglauben der Schriftgelehrten und Pharisäer nutzlos war.

Das Zeichen selbst hat zu großer Bestürzung geführt, da viele versucht haben zu zeigen, dass Jesus genau 72 Stunden im Grab war. Solche Versuche, die Geschichte der Kreuzigung umzuschreiben, sind jedoch weder hilfreich noch notwendig.

Nach der Art, wie Juden die Zeit berechnet haben, wurde ein Teil des Tages als ganzer Tag gezählt. Jesus wurde am Freitag gekreuzigt, lag am Samstag den ganzen Tag im Grab und am Sonntag ist er auferstanden. Nach der jüdischen Art, die Zeit zu zählen, sind das drei Tage.

Aber Jesus sagte, drei Tage und drei Nächte und zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen seien nur zwei Nächte.

Zählt man jedoch die Zeit ab der Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane, dann hat man auch die dritte Nacht.

Dies ist ähnlich wie das Alte Testament die Gefangenschaft Israel in Ägypten zählte. Die 400 Jahre waren eine runde Zahl, die die ungefähre Zeit von der Verheißung an Abraham bezüglich der Gefangenschaft bis zum Ende der Gefangenschaft darstellt. Die Gesamtzeit, die in Ägypten verbracht wurde, betrug nur 215 Jahre, die Hälfte der Gesamtzeit, die ungerundet 430 Jahre betrug.

Es gibt zwei unterschiedliche Vergleichspunkte zwischen Jona und Jesus.

Die erste ist, dass beide nach drei Tagen und drei Nächten vor dem Tod gerettet wurden.

​Und der HERR entsandte einen großen Fisch, der Jona verschlingen sollte; und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte lang. Und Jona betete aus dem Bauch des Fisches zu dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Aus meiner Drangsal rief ich zu dem HERRN, und er erhörte mich; aus dem Schoß des Totenreiches schrie ich, und du hörtest meine Stimme! – Jona 2,1-3

Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt. Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen. Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war, und sagte: »Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«. – Lukas 24,1-7

Der zweite Vergleichspunkt ist die Reaktion des Volkes auf die Verkündigung.

41 Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen, denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona!

Und Jona fing an, eine Tagereise weit in die Stadt hineinzugehen, und er rief und sprach: »Noch 40 Tage, und Ninive wird zerstört!« Und die Leute von Ninive glaubten Gott; und sie riefen ein Fasten aus und legten Sacktuch an, vom Größten bis zum Kleinsten unter ihnen. Und das Wort gelangte bis zum König von Ninive; und er stand von seinem Thron auf, legte seinen Mantel ab, hüllte sich in Sacktuch und setzte sich in die Asche. Und er ließ ausrufen und sagen in Ninive, auf Befehl des Königs und seiner Großen: »Menschen und Vieh, Rinder und Schafe sollen nichts genießen, sie sollen weder weiden noch Wasser trinken; sondern Menschen und Vieh sollen sich in Sacktuch hüllen und mit aller Kraft zu Gott rufen und sollen umkehren, jeder von seinem bösen Weg und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt! Wer weiß, Gott könnte anderen Sinnes werden, es sich gereuen lassen und ablassen von seinem grimmigen Zorn, sodass wir nicht untergehen!« Und Gott sah ihre Taten, dass sie umkehrten von ihren bösen Wegen, und ihn reute das Übel, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht. – Jona 3,4-10

Nachdem er erklärt hat, dass er größer ist als Jona, zieht er einen zusätzlichen Vergleich mit Salomo.

42 Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und wird es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo!

Die Leute von Ninive bereuten, als sie die Worte Jonas hörten, und die Königin von Saba reiste weit, um die Worte Salomos zu hören. Die Pharisäer haben eine bessere Chance als beide, aber sie entscheiden sich, nicht zu glauben.

43 Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht.
44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt.
45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er; und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht!

Obwohl es sich um eine einzelne Person handelt, von der Jesus gerade einen Dämon ausgetrieben hatte, ist tatsächlich die gesamte Generation im Blick.

Nachdem alle Wunder Jesu vollbracht waren, nachdem alle Kranken geheilt waren, nachdem die Blinden wieder sehen und die Lahmen wieder gehen konnten, wenn Israel einfach zu seinen alten Wegen zurückkehrte, wäre ihr letzter Zustand schlimmer als der erste .

Wir haben heute mehr Gelegenheiten, das Wort Gottes zu hören als je zuvor. Es gibt Gemeinde am Sonntag und Bibelstunden unter der Woche und Podcasts. Jeder von uns hat seine eigene Bibel, die meisten von uns haben mehr als eine. Es gibt Bücher, die uns helfen, die Bibel zu studieren, und Bücher, die Antworten aus der Bibel für jedes Problem liefern, das uns einfällt. Es gibt Andachtsbücher und Hilfsmittel zur Stille Zeit. Es gibt Gospelmusik aller Art. Und doch ist dies größtenteils immer noch eine böse und ehebrecherische Generation, die wenig bis gar nichts über Gott weiß. Wie schlimm wird es für uns im Gericht sein, wenn wir nicht jede uns gegebene Gelegenheit nutzen, um mehr über unseren Herrn zu erfahren.

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange. – Philipper 3,7-11

 

Gepflanzt wie ein guter Baum

Matthäus 12,33-37

33 Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum.
34 Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.
35 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor.
36 Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben.
37 Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden!

In Matthäus 7 hat Jesus dieselbe Illustration benutzt, um einen ähnlichen Punkt zu machen. Dort ging es um unser Handeln und wie die Art von Person, die wir sind, unser Handeln bestimmt.

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. – Matthäus 7,16-20

Der Punkt, den Jesus hier vorgebracht hat, ist ähnlich, aber es ist eine viel engere Anwendung in Bezug auf unsere Worte.

Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Vergleichen besteht darin, dass in Matthäus 7 die Bäume bereits gepflanzt sind. Hier haben wir die Wahl, welche Baumart wir pflanzen wollen.

Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum. – 33

Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. – Lukas 6,43-44

Was bestimmt die Art der Früchte, die der Baum produziert?

Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras sprießen und Gewächs, das Samen hervorbringt, fruchttragende Bäume auf der Erde, von denen jeder seine Früchte bringt nach seiner Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. Und die Erde brachte Gras und Gewächs hervor, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte bringen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. – 1 Mose 1,11-12

Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang; Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. – 1. Mose 3,17-18

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund. – Lukas 6,45

Um Früchte hervorzubringen, muss ein Baum gepflanzt werden.

Ein guter Baum hat eine starke Wurzel und wird in gut bewässerten Boden gepflanzt.

Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung. – Kolosser 2,6-7

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,1-3

Ein schlechter Baum hat keine starke Wurzel.

Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. – Psalm 1,4

Habt acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. – Kolosser 2,8

Die Herzen der Pharisäer waren mit Bösem gefüllt. Deshalb redeten sie Böses gegen ihn.

Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. – 34

Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? – Jeremia 17,9

Denn jede Art der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meerestiere wird bezwungen und ist bezwungen worden von der menschlichen Natur; die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel voll tödlichen Giftes! – Jakobus 3,7-8

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor. – 35

Mit [der Zunge] loben wir Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind; aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, meine Brüder! Sprudelt auch eine Quelle aus derselben Öffnung Süßes und Bitteres hervor? Kann auch, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen, oder ein Weinstock Feigen? So kann auch eine Quelle nicht salziges und süßes Wasser geben. – Jakobus 3,9-12

Am Tag des Gerichts werden wir nach unseren Worten gerichtet.

Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. – 36

Das hier erwähnte Gericht steht in keinem Zusammenhang mit der Errettung.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. – Johannes 3,17-18

Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. – 1. Korinther 3,12-15

Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden! – 37

GOTT, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören]. – Jesaja 50,4

Es ist wichtig, dass wir unser Herz Gott unterwerfen, da die Zunge sonst nicht zu kontrollieren ist.

Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden! Denn wir alle verfehlen uns vielfach; wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten. – Jakobus 3,1-2

Die Kontrolle der Zunge ist vergleichbar mit der Kontrolle eines Pferdes.

Siehe, den Pferden legen wir die Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib. – Jakobus 3,3

Die Kontrolle der Zunge ist auch vergleichbar mit der Kontrolle eines großen Schiffes.

Siehe, auch die Schiffe, so groß sie sind und so rau die Winde auch sein mögen, die sie treiben — sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermannes will. – Jakobus 3,4

So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer — welch großen Wald zündet es an! – Jakobus 3,5

Eine unkontrollierte Zunge ist wie ein loderndes Feuer.

Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. – Jakobus 3,6

Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit. – Sprüche 25,11