Das, was Cäsar gehört

Matthäus 22,15-22

In diesem Abschnitt haben wir den Dienstag der Woche erreicht, in der Christus gekreuzigt wurde.

Jesus wurde am Montag als das makellose Lamm vorgewählt.

Redet zu der ganzen Gemeinde Israels und sprecht: Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jedes Haus; Dieses Lamm aber soll makellos sein, männlich und einjährig. Von den Schafen oder Ziegen sollt ihr es nehmen, und ihr sollt es aufbewahren bis zum vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israels soll es zur Abendzeit schächten. – 2. Mose 12,3.5-6

Und die Schriftgelehrten und die obersten Priester hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Volksmenge über seine Lehre staunte. Und als es Abend geworden war, ging er aus der Stadt hinaus. – Markus 11,18-19

Nun am Dienstag konfrontierten der Hohepriester und die Ältesten Jesus, als er in den Tempel kam.

Und als er in den Tempel kam, traten die obersten Priester und die Ältesten des Volkes zu ihm, während er lehrte, und sprachen: In welcher Vollmacht tust du dies, und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? – Matthäus 21,23

Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksmenge, weil sie ihn für einen Propheten hielt. – Matthäus 21,46

15 Da gingen die Pharisäer und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen könnten.

Beachte, während wir diese Verse durchgehen, alle Gruppen, die zusammenkamen, um Rat zu halten, um zu entscheiden, wie sie sich am besten von Jesus Christus befreien könnten.

Eine Liste nach Beruf seiner Gegner

    • die Schriftgelehrten
    • die obersten Priester
    • die Ältesten des Volkes

Eine Liste nach politischen Parteien seiner Gegner

    • die Herodianer (eine Partei, die Herodes den Großen unterstützte)
    • die Sadduzäer (eine Partei, die nicht an die Auferstehung, Engel oder Geister glaubte)
    • die Pharisäer (eine Partei, die die Bedeutung des Gesetzes und der damit verbundenen mündlichen Überlieferungen betonte)

Diese gegnerischen politischen Parteien, angeführt von den Pharisäern, kamen zusammen, um Jesus Christus entgegenzutreten.

Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ihn bei einem Wort zu fassen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters ausliefern könnten. – Lukas 20,20

16 Und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm, die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an.

Die Pharisäer müssen den Herodianern nicht vertraut haben, da sie einige ihrer eigenen Jünger mit ihnen schickten.

Und sie sandten etliche von den Pharisäern und Herodianern zu ihm, um ihn in der Rede zu fangen. – Markus 12,13

Die Herodianer benutzten Schmeicheleien, um Jesus eine Falle zu stellen.

    • Sie nannten ihn „Meister“.
    • Sie sagten, „wir wissen, dass du wahrhaftig bist“ oder „dass du richtig redest“.
    • Sie sagten, „wir wissen, den Weg Gottes in Wahrheit lehrst“ oder „dass du richtig lehrst“.
    • Sie sagten, „wir wissen, dass du auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an.“

17 Darum sage uns, was meinst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht?

Markus fügt hinzu, „Sollen wir sie geben oder nicht geben?“ – Markus 12,14c

18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich?

Jesus wusste alles, was in ihren Herzen war.

Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte…

Da er aber ihre Heuchelei erkannte… – Markus 12,15a

Da er aber ihre Arglist erkannte… – Lukas 20,23a

Deshalb sagte er, „Weshalb versucht ihr mich?“ – Markus 12,15b

19 Zeigt mir die Steuermünze! Da reichten sie ihm einen Denar.
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift?
21 Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

Aus Matthäus 17 wissen wir, dass Jesus die Tempelsteuer bezahlt hat. Dies ist jedoch eine Steuer zur Unterstützung der römischen Regierung.

    • Hätte er „ja“ gesagt, es würde die Pharisäer ärgern und seine Behauptung dass er der Messias war gefährden.
    • Hätte er „nein“ gesagt, die Herodianern hätten ihn vor der Römer denunzieren können.

Der Versuch, Jesus eine Falle zu stellen, war ein Fehlschlag!

Und sie konnten ihn nicht bei diesem Wort fassen vor dem Volk; und sie verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen. – Lukas 20,26

22 Als sie das hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen ab von ihm und gingen davon.

Sollten Christen Steuern zahlen und die Gesetze des Landes befolgen, in dem sie leben?

Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. – Römer 13,1-2

Gibt es eine Ausnahme? Ja, aber mit Konsequenzen!

Die Apostel wurden verhaftet, weil sie über Christus gepredigt hatten!

Es erhob sich aber der Hohepriester und sein ganzer Anhang, nämlich die Richtung der Sadduzäer; sie waren voll Eifersucht und legten ihre Hände an die Apostel und brachten sie in öffentlichen Gewahrsam. – Apostelgeschichte 5,17-18

Ein vom Gott gesandter Engel befreite sie und befahl ihnen, weiter zu predigen.

Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses, führte sie hinaus und sprach: Geht hin, tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens! – Apostelgeschichte 5,19-20

Dieser Befehl Gottes machte den Befehl der Obrigkeit ungültig.

Als sie das hörten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten. ! – Apostelgeschichte 5,21a

Die Pläne der Behörden für ein Gerichtsverfahren wurden unterbrochen.

Es kam aber der Hohepriester und sein Anhang, und sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Kinder Israels zusammen und sandten in das Gefängnis, um sie herbringen zu lassen. Als aber die Diener hinkamen, fanden sie jene nicht im Gefängnis. Da kehrten sie zurück, meldeten es und sprachen: Das Gefängnis fanden wir zwar mit aller Sorgfalt verschlossen und die Wächter außen vor den Türen stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin! Als aber der [Hohe]priester und der Tempelhauptmann und die obersten Priester diese Worte hörten, gerieten sie ihretwegen in Verlegenheit, was daraus werden sollte. – Apostelgeschichte 5,21b-24

Als sie erfuhren, dass die Apostel wieder im Tempel predigten, verhafteten sie sie erneut.

Da kam jemand und meldete ihnen und sprach: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gebracht habt, stehen im Tempel und lehren das Volk! – Apostelgeschichte 5,25

Bei ihrem neuen Gerichtsverfahren waren die Apostel trotzig, weil sie wussten, dass es richtig war, weiterzumachen, weil Gott es ihnen befohlen hatte.

Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat; und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? Und siehe, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen! Aber Petrus und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen! – Apostelgeschichte 5,27-29

Sie widersetzten sich jedoch weder ihrer Bestrafung noch protestierten sie gegen die Folgen ihrer Taten.

Und sie fügten sich ihm und riefen die Apostel herbei und gaben ihnen Schläge und verboten ihnen, in dem Namen Jesu zu reden, und entließen sie. Sie nun gingen voll Freude vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewürdigt worden waren, Schmach zu leiden um Seines Namens willen; und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, dem Christus, zu verkündigen. – Apostelgeschichte 5,40-42

Das Hochzeitsmahl

Matthäus 22,1-14

1 Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach:
2 Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.

Gottes Absicht in Bezug auf die Nation Israel.

Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein! Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst. – 2. Mose 19,5-6

    • In diesem Gleichnis ist Gott der König und Jesus sein Sohn.

3 Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; aber sie wollten nicht kommen.

    • Diese Knechte sind die ersten der Propheten.

Von Samuel bis Elisa hatten die Propheten ihre Warnungen nur mündlich ausgesprochen.

Die Reaktion auf die Einladung: „Sie wollten nicht kommen!“

4 Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet; meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!
5 Sie aber achteten nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe;
6 die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie.

    • Diese Knechte sind zusätzliche Propheten.

Von Amos bis Maleachi haben die Propheten ihre Warnungen auch als schriftliches Zeugnis gegen Israel niedergeschrieben.

Die Zeit der Hochzeit ist näher als zuvor.

Die Reaktion auf die Einladung durch diese Propheten.

      • Sie achteten nicht darauf.
      • Der eine gingen auf seinen Acker hin.
      • Der andere gingen zu seinem Gewerbe hin.
      • Die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie.

7 Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an.

Dies könnte ein Hinweis auf die Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar oder die Zerstörung durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. sein.

 8 Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig.

Israel war unwürdig, weil sie der Einladung keine Beachtung schenkten.

9 Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet!
10 Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.

Gottes Absicht in Bezug auf die Gemeinde.

    • Israels Ablehnung der Propheten und des Sohnes Gottes war für Gott keine Überraschung.
    • Israels Ablehnung führte nicht zu einer Änderung von Gottes Plan.
    • Israels Ablehnung öffnete den Heiden die Tür zur Errettung.

Ich frage nun: Sind sie denn gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den Heiden zuteil, um sie zur Eifersucht zu reizen. – Römer 11,11

Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt [zur Folge hatte], was wird ihre Annahme anderes [zur Folge haben] als Leben aus den Toten? – Römer 11,15

Gottes Plan für die Gemeinde war im Alten Testament ein Geheimnis.

Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat – 1. Korinther 2,6-7

Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. – Epheser 5,32

Psalm 45 ist ein Lied, das geschrieben wurde, um bei diesem Hochzeitsfest gesungen zu werden.

Mein Herz fließt über mit einem lieblichen Lied. Ich sage: Meine Gedichte sind für den König bestimmt, meine Zunge ist der Griffel eines gewandten Schreibers. Du bist schöner als die Menschenkinder; Gnade ist ausgegossen über deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet auf ewig. Gürte dein Schwert an die Seite, du Held, deine Majestät und deine Pracht! In deiner Pracht fahre siegreich einher für die Sache der Wahrheit, der Sanftmut und Gerechtigkeit, und deine Rechte lehre dich furchterregende Taten! – Psalm 45,2-5

Dein Thron, o Gott, bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts! Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit, darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten. – Psalm 45,7-8

11 Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte;
12 und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte.

Gottes Absicht in Bezug auf die Hochzeitsgäste.

Damals wurden die Gäste einer königlichen Hochzeit vom Gastgeber mit Roben ausgestattet.

In diesem Fall ist das Gewand die Gerechtigkeit Christi.

Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. – Jesaja 61,10

Einige lehnten das Gewand der Gerechtigkeit zugunsten ihres eigenen Gewandes ab.

Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. – Römer 10,3

und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens – Philipper 3,9

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. – 1. Petrus 2,24

Heute predigen einige, komm einfach so wie du bist und Gott wird dich empfangen, aber Jesus sagte, wenn du nicht die richtigen Hochzeitskleider trägst, das heißt seine Gerechtigkeit, wirst du ausgestoßen.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. – Johannes 10,1

13 Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!

Wie stelle ich sicher, dass ich die Gerechtigkeit Christi trage?

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. – Römer 6,23

Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. – Römer 5,8

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,12-13

Wie kann ich Jesus Christus aufnehmen?

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. – Römer 10,9

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. – 1. Johannes 1,9

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,12-13

Der Weinberg

Matthäus 21,33-46

33 Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein gewisser Hausherr, der pflanzte einen Weinberg, zog einen Zaun darum, grub eine Kelter darin, baute einen Wachtturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes.
34 Als nun die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen.

Die Symbole in diesem Gleichnis stammen direkt aus dem Alten Testament.

Ich will doch singen von meinem Geliebten, ein Lied meines Freundes von seinem Weinberg! Mein Geliebter hatte einen Weinberg auf einem fruchtbaren Hügel. Und er grub ihn um und säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit edlen Reben. Mitten darin baute er einen Turm und hieb auch eine Kelter darin aus; und er hoffte, dass er [gute] Trauben brächte; aber er trug schlechte. Nun, ihr Bürger von Jerusalem und ihr Männer von Juda, sprecht Recht zwischen mir und meinem Weinberg! Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe? Warum hoffte ich, dass er [gute] Trauben brächte, aber er trug nur schlechte? Nun will ich euch aber verkünden, was ich mit meinem Weinberg tun will: Ich will seinen Zaun wegschaffen, damit er abgeweidet wird, und die Mauer einreißen, damit er zertreten wird! Ich will ihn öde liegen lassen; er soll weder beschnitten noch gehackt werden, und Dornen und Disteln sollen ihn überwuchern. Ich will auch den Wolken gebieten, dass sie keinen Regen auf ihn fallen lassen! Denn das Haus Israel ist der Weinberg des HERRN der Heerscharen, und die Männer von Juda sind seine Lieblingspflanzung. Und er hoffte auf Rechtsspruch, und siehe da — blutiger Rechtsbruch; auf Gerechtigkeit, und siehe da — Geschrei [über Schlechtigkeit]. – Jesaja 5,1-7

Die Darstellungen dieser Symbole waren klar.

Der Hausherr ist Gott der Vater.

Der Weinberg ist die Nation Israel.

Die erwartete Frucht ist der Glaube an Gott und das Vertrauen auf ihn.

Die Weingärtner sind die Herrscher der Juden.

Die gesandten Knechte waren die Propheten, deren letzter Johannes der Täufer war.

35 Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen, den anderen töteten sie, den dritten steinigten sie.
36 Da sandte er wieder andere Knechte, mehr als zuvor; und sie behandelten sie ebenso.

Am nächsten Tag danach beklagte Jesus die Ermordung der Propheten.

Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! – Lukas 13,34

37 Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen!
38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen!
39 Und sie ergriffen ihn, stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.

Jesus sagt nicht nur seinen Tod voraus, er sagt auch, wer dafür verantwortlich sein wird.

Eine kleine Anzahl von Hohen Rat, wahrscheinlich nur zwei: Joseph von Arimathia und Nikodemus, glaubten an Jesus und kamen am nächsten Tag, um ihn zu warnen.

An demselben Tag traten etliche Pharisäer hinzu und sagten zu ihm: Gehe fort und reise ab von hier; denn Herodes will dich töten! Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag bin ich am Ziel. Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen; denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt. – Lukas 13,31-33

40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er mit diesen Weingärtnern tun?

Der Prophet Nathan kam zu David und erzählte ihm eine Geschichte über einen reichen Mann, der das einzige Lamm seines Nachbarn gestohlen hatte, was es David erlaubte, unwissentlich ein Urteil über sich selbst zu fällen. Das hat Jesus auch hier getan.

41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die Übeltäter auf üble Weise umbringen und den Weinberg anderen Weingärtnern verpachten, welche ihm die Früchte zu ihrer Zeit abliefern werden.

Wie David waren die Pharisäer so in die Geschichte verstrickt, dass sie ein Urteil fällten, ohne zu wissen, dass sie sich selbst verurteilten.

42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«?

Das ist ein direktes Zitat aus Psalm 118, aus dem auch der Schrei der Menschen am Palmsonntag stammt:

Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des HERRN! – Psalm 118,26a

Zwischen diesen beiden Zitaten lesen wir:

Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm! Ach, HERR, hilf! Ach, HERR, lass wohl gelingen! – Psalm 118,22-25

Die Pharisäer wussten, dass es in diesem Psalm um Christus ging, weshalb sie anfangs so wütend über das waren, was am Palmsonntag geschah.

Wussten die anderen Pharisäer außer Joseph und Nikodemus, dass Jesus der Christus war?

Sie hätten es wissen müssen, aber nein, sie wussten es nicht.

die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat — denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt —, sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. – 1. Korinther 2,8-9

43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.
44 Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.

Hier haben wir eine interessante Prophezeiung, die sich auf uns bezieht.

So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist. – Epheser 2,19-22

Warum war Jesus für die Juden ein Stolperstein?

So wird er [euch] zum Heiligtum werden; aber zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israels, zum Fallstrick und zur Schlinge für die Bewohner von Jerusalem, sodass viele unter ihnen straucheln und fallen und zerbrochen, verstrickt und gefangen werden. – Jesaja 8,14-15

Was wollen wir nun sagen? Dass Heiden, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, und zwar die Gerechtigkeit aus Glauben, dass aber Israel, das nach dem Gesetz der Gerechtigkeit strebte, das Gesetz der Gerechtigkeit nicht erreicht hat. Warum? Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken des Gesetzes. Denn sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes, wie geschrieben steht: »Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« – Römer 9,30-33

Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. Darum steht auch in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden«. – 1. Petrus 2,4-6

Der Eckstein wurde abgelehnt, weil Israel sich entschied, seine eigene Gerechtigkeit durch gute Werke zu errichten.

Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir, ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein! Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst. Und Mose kam und rief die Ältesten des Volkes zu sich und legte ihnen alle diese Worte vor, die der HERR ihm geboten hatte. Da antwortete das ganze Volk miteinander und sprach: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun! Und Mose überbrachte dem HERRN die Antwort des Volkes. – Mose 19,5-8

Weil Israel Christus ablehnte, wurde er zum Haupteckstein der Gemeinde.

Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die aber, die sich weigern zu glauben, gilt: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade der ist zum Eckstein geworden«, ein »Stein des Anstoßes« und ein »Fels des Ärgernisses«. Weil sie sich weigern, dem Wort zu glauben, nehmen sie Anstoß, wozu sie auch bestimmt sind. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht — euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid. – 1. Petrus 2,7-10

45 Und als die obersten Priester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen redete.
46 Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksmenge, weil sie ihn für einen Propheten hielt.

Sei nicht wie Israel, da du dich auf deine eigene Güte verlässt, um in den Himmel zu kommen.

Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. – Römer 3,21-24

 

 

 

Das Gleichnis von den zwei Söhnen

Matthäus 21,28-32

28 Was meint ihr aber? Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!
29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Danach aber reute es ihn, und er ging.
30 Und er ging zu dem zweiten und sagte dasselbe. Da antwortete dieser und sprach: Ich [gehe], Herr! und ging nicht.

Beiden Söhnen wurde derselbe Befehl gegeben: „Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!“

    • Es ist in Ordnung, wenn ein Vater seine Kinder arbeiten lässt.
    • Ein Vater sollte seine Kinder arbeiten lassen!
    • Ein Sohn sollte immer bereit sein, für seinen Vater zu arbeiten.
Gott ist unser himmlischer Vater und wir sollten immer bereit sein, ihm zu dienen.

Der Vater sprach mit jedem Sohn einzeln.

Unser himmlischer Vater hat jeden einzelnen von uns berufen, seinen Willen zu tun.

Der Befehl beantwortete die Fragen: wer, was, wann und wo?

    • Wer? Der Vater nannte jeden von ihnen „Sohn“.
    • Was? Der Befehl war zu arbeiten, nicht zu spielen.
    • Wann? Der Befehl lautet „heute“.
    • Wo? Die Arbeit war in seinem Weinberg, was bedeutete, dass ihre Arbeit fruchtbar sein sollte. Da der Weinberg ihrem Vater gehörte, sollten sie bereit sein, darin zu arbeiten.

Die Reaktion der Söhne auf den Befehl des Vaters:

    • Der erste Sohn schien rebellisch zu sein, aber er bereute und wurde rechtschaffen, indem er den Willen seines Vaters tat.
    • Der zweite Sohn schien gerecht zu sein, aber er wurde rebellisch, da er den Willen seines Vaters nicht tat.

Die Pharisäer hatten sich geweigert, Jesu Frage bezüglich Johannes zu beantworten, aber jetzt bringt er sie dazu, auf Umwegen zu antworten:

31 Wer von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und die Huren kommen eher in das Reich Gottes als ihr!
32 Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit, und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm; und obwohl ihr es gesehen habt, reute es euch nicht nachträglich, sodass ihr ihm geglaubt hättet.

Jesus erzählte zwei verschiedene Gleichnisse über einen Mann mit zwei Söhnen. Obwohl die Unterschiede zwischen ihnen beträchtlich sind, gibt es einige Dinge, die sie gemeinsam haben:

    • In beiden Gleichnissen repräsentiert einer der Söhne die selbstgerechten Pharisäer.

Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe nie dein Gebot übertreten… – Lukas 15,29a

Er sagte aber auch zu etlichen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner da. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme! – Lukas 18,9-12

    • In beiden Gleichnissen behauptet einer der Söhne, immer den Willen seines Vaters zu tun, aber seine Handlungen sagen etwas anderes aus.

Der zweite Sohn schien gerecht zu sein, indem er das Richtige sagte, aber wie die Pharisäer stimmten seine Taten nicht mit seinen Worten überein.

Und er ging zu dem zweiten und sagte dasselbe. Da antwortete dieser und sprach: Ich [gehe], Herr! und ging nicht. – Matthäus 21,30

Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit, und ihr habt ihm nicht geglaubt. – Matthäus 21,32

Bei Lukas waren die Pharisäer verärgert darüber, dass Jesus Zeit mit Sündern verbrachte.

Es pflegten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder zu nahen, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder an und isst mit ihnen! – Lukas 15,1-2

Die Pharisäer werden im Gleichnis durch den älteren Bruder dargestellt.

Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat! Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater nun ging hinaus und redete ihm zu. – Lukas 15,27-28

Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wiedergefunden worden! – Lukas 15,32

    • In beiden Gleichnissen stellt einer der Söhne den Sünder dar, der seine Sünde bereut und danach den Willen seines Vaters tut.

Der erste Sohn repräsentiert den Sünder, der den Worten des Johannes glaubte und Buße tat.

Und er ging zu dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg! Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Danach aber reute es ihn, und er ging. – Matthäus 21,28b-29

Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Weg der Gerechtigkeit, und ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm; und obwohl ihr es gesehen habt, reute es euch nicht nachträglich, sodass ihr ihm geglaubt hättet. – Matthäus 21,32

Die Zöllner und die Huren kommen eher in das Reich Gottes als ihr! – Matthäus 21,31b

Der jüngere Sohn in Lukas repräsentiert den Sünder, der Buße tut und dann den Willen seines Vaters genauso tut wie hier.

Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater! Und er teilte ihnen das Gut. Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben. – Lukas 15,12-13

Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! – Lukas 15,17-19

Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! – Lukas 15,20-21

Jesus gab die Herausforderung in Form einer Frage:

Wer von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sprachen zu ihm: Der erste. – Matthäus 21,31a

Wer von diesen beiden bist du ähnlich?

Viele, die behaupten, Christen zu sein, sind in Wirklichkeit Pharisäer wie der zweite Sohn in diesem Gleichnis und der ältere Bruder in Lukas.

    • Sie geben zu, dass das Wort Gottes wahr ist.
    • Sie beabsichtigen, sich eines Tages ernsthaft damit zu beschäftigen.
    • Sie sprechen darüber, das Werk des Vaters zu tun.
    • Sie halten den äußeren Anschein der Religion aufrecht, aber ihr Herz ist nicht in Ordnung mit Gott.
    • Sie denken, dass Worte und Versprechungen ausreichen.

Sei nicht wie der selbstgerechte Pharisäer, sondern sei wie der Sünder, der umkehrt und den Willen Gottes tut.

Und der Zöllner stand von ferne, wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem. – Lukas 18,13-14

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. – Matthäus 7,21

Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. – 1. Johannes 2,17

Was ist Gottes Wille, den ich tun soll?

Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. – Johannes 6,40

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. – Johannes 3,36

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. – Johannes 5,24

 

Die Vollmacht Jesus Christus

Matthäus 21,23-27

23 Und als er in den Tempel kam, traten die obersten Priester und die Ältesten des Volkes zu ihm, während er lehrte, und sprachen: In welcher Vollmacht tust du dies, und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?
24 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen; wenn ihr mir darauf antwortet, will ich euch auch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue.
25 Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen? Da überlegten sie bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er uns fragen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
26 Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so müssen wir die Volksmenge fürchten, denn alle halten Johannes für einen Propheten.
27 Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht! Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.

Was tat Jesus, wozu die Pharisäer seine Autorität in Frage stellten?

    • Weil er Prophezeiungen in Bezug auf den Messias erfüllt hat.

Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers«. – Matthäus 21,4-5

    • Weil er die Kaufleute und Geldwechsler aus dem Tempel getrieben hat.

Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!« Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! – Matthäus 21,12-13

    • Weil er gerade dort im Tempel kranke Menschen geheilt hat.

Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie. – Matthäus 21,12-14

    • Weil er behauptet hat, die Autorität zu haben, Sünden zu vergeben.

Was ist denn leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben — sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh heim! Und er stand auf und ging heim. – Matthäus 9,5-7

    • Weil er den bösen Geistern befohlen hat, jemanden zu verlassen, und sie gehorchten ihm.

Und sie erstaunten alle, sodass sie sich untereinander fragten und sprachen: Was ist das? Was für eine neue Lehre ist dies? Mit Vollmacht gebietet er auch den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm! – Markus 1,27

    • Weil er den Sabbat gebrochen hat, während er behauptet hat, das Gesetz in diesem Fall nicht für ihn gegelten hat.

Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat. – Matthäus 12,8

    • Weil er in der Synagoge als einer, der Autorität hatte, gelehrt hat.

Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. – Matthäus 7,28-29

Die Pharisäer stellten Jesus diese Frage nicht, weil sie die Wahrheit wissen wollten.

Wenn sie Gläubige gewesen wären, hätte er ihre Frage beantwortet.

Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! – Johannes 8,31-32

 

Der Zweck der Frage war, etwas zu hören, womit sie ihn anklagen könnten, damit sie ihn kreuzigen könnten.

    • Da Jesus ihre Herzen kannte und wusste, dass ihre Absicht darin bestand, ihn anzuklagen, beantwortete Er ihre Frage mit einer Frage.
    • Jesus fragte absichtlich etwas, von dem er wusste, dass sie ihm nicht antworten würden.
    • In seiner Weisheit wusste Jesus, dass die Pharisäer das Volk fürchteten.
    • Wenn sie sich nicht darum kümmerten, die Autorität von Johannes dem Täufer zu kennen, warum interessierten sie sich dann für seine Autorität?

Wie hätte Jesus die Frage beantworten können, wenn sie im Glauben gestellt worden wäre?

    • Jesus lehrt oft beginnend mit den Worten, „Habt ihr nicht gelesen…“
    • Ein anderer oft verwendeter Satz, den die Apostel später viele Male wiederholten, war, „wie geschrieben steht…“

Hätte Jesus die Frage beantworten wollen, hätte er hier dasselbe tun können.

Habt ihr nicht gelesen…

Als aber [Abram] von der Schlacht gegen Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm waren, zurückkehrte, ging ihm der König von Sodom entgegen in das Tal Schaweh, das ist das Königstal. Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Allerhöchsten, dem Besitzer des Himmels und der Erde! – 1. Mose 14,17-19

Als Gott ist Jesus der Besitzer des Himmels und der Erde.

    • Wenn wir von Gottes Eigenschaften reden, denken wir normalerweise an Allmächtigkeit, Allwissenheit, Allgegenwart und Unveränderlichkeit.
    • Eine, die normalerweise nicht erwähnt wird, ist, dass Gott der Besitzer von allem ist.

Jesus hätte diese Stelle nicht verwenden müssen, er hätte mehrere der Psalmen verwenden können.

Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner; denn Er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen. – Psalm 24,1-2

Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. – Psalm 100,3

Dein ist der Tag, dein ist auch die Nacht, du hast den Mond und die Sonne bereitet. Du hast alle Grenzen des Landes festgesetzt; Sommer und Winter hast du gemacht. – Psalm 74,16-17

Mit Eigentum gehen sowohl Verantwortung als auch Autorität einher.

Als Schöpfer und Besitzer von Himmel und Erde gehört das Herrschaftsrecht ausschließlich ihm und wem er es gibt.

Der HERR hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Königsherrschaft regiert über alles. Lobt den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt, gehorsam der Stimme seines Wortes! Lobt den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut! Lobt den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele! – Psalm 103,19-22

Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter. In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Gipfel der Berge gehören ihm. Sein ist das Meer, denn er hat es gemacht, und seine Hände haben das Festland bereitet. Kommt, lasst uns anbeten und uns beugen, lasst uns niederfallen vor dem HERRN, unserem Schöpfer! – Psalm 95,3-6

Alles, was dem HERRN wohlgefällt, das tut er, im Himmel und auf Erden, in den Meeren und in allen Tiefen: Er lässt Dünste aufsteigen vom Ende der Erde her, er macht Blitze beim Regen und holt den Wind aus seinen Speichern hervor. – Psalm 135,6-7

Obwohl Jesus die Frage zu diesem Zeitpunkt nicht beantwortete, tat er es später.

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. – Matthäus 28,18-20

Er hat auch die Vollmacht zu richten.

Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. – Johannes 5,27

Paulus der Apostel fasst diese Vollmacht zusammen:

Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel [Gott], in ihm alle Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes — durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist. – Kolosser 1,15-20

Angesichts dieser Dinge, was sollten wir tun?

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. – Römer 12,1-2

Der Feigenbaum

Matthäus 21,18-22

18 Als er aber früh am Morgen in die Stadt zurückkehrte, hatte er Hunger.
19 Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Weg sah, ging er zu ihm hin und fand nichts daran als nur Blätter. Da sprach er zu ihm: Nun soll von dir keine Frucht mehr kommen in Ewigkeit! Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum.
20 Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt?
21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen.
22 Und alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen!

Ein fruchtbarer Feigenbaum ist ein Zeichen der Segnungen Gottes.

    • Feigen gehörten zu den Früchten, die die Kundschafter aus Kanaan mitbrachten.

Und sie kamen bis in das Tal Eschkol und schnitten dort eine Weinrebe ab mit einer Weintraube und ließen sie zu zweit an einer Stange tragen, dazu auch Granatäpfel und Feigen. – 4. Mose 13,23

Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, in ein Land, in dem Wasserbäche, Quellen und Seen sind, die in den Tälern und auf den Bergen entspringen; ein Land, in dem Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel gedeihen, ein Land voller Olivenbäume und Honig; ein Land, von dem du dich nicht kümmerlich nähren musst, in dem es dir an nichts mangelt; ein Land, dessen Steine Eisen sind, wo du Erz aus den Bergen hauen wirst. – 5. Mose 8,7-9

    • Feigenbäume waren ein Symbol für die Segnungen Gottes während der Herrschaft Salomos.

Und Juda und Israel wohnten sicher, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, solange Salomo lebte. – 1. Könige 5,5

    • Feigenbäume sind ein Symbol für die Segnungen Gottes während des Tausendjährigen Königreichs.

sondern jedermann wird unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum sitzen, und niemand wird ihn aufschrecken; denn der Mund des HERRN der Heerscharen hat es geredet! – Micha 4,4

An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, werdet ihr einander einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum. – Sacharja 3,10

    • In diesem Leben unter Gottes Segen zu bleiben ist nicht automatisch, es erfordert Pflege.

Wer den Feigenbaum aufmerksam pflegt, wird dessen Frucht essen, und wer seinem Herrn aufmerksam dient, wird geehrt. – Sprüche 27,18

Ein kahler Feigenbaum ist ein Zeichen des Gerichts Gottes als Folge der Sünde.

    • Wo finden wir den Anfang dieses Zeichens? Weit zurück in 1. Mose 3 beim Sündenfall von Adam und Eva.

​Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. – 1. Mose 3,:7

    • Dieses gleiche Zeichen wird auch in Bezug auf die heidnischen Nationen verwendet.

Kommt herzu, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker, horcht auf! Es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprosst! Denn der HERR ist zornig über alle Heidenvölker und ergrimmt über ihr ganzes Heer. Er hat über ihnen den Bann verhängt und sie zur Schlachtung dahingegeben. Das gesamte Heer des Himmels wird vergehen, und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle, und all ihr Heer wird herabfallen, wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte [Frucht] des Feigenbaums. – Jesaja 34,1-2&4

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der Mond wurde wie Blut; und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird. Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge, und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen? – Offenbarung 6,12-17

    • Die bekannteste Verwendung des Zeichens in der Prophetie hatte mit der Nation Israel zu tun.

Ich will ihnen ganz und gar ein Ende machen, spricht der HERR; keine Trauben sollen mehr am Weinstock sein, keine Feigen mehr am Feigenbaum, und die Blätter sollen verwelken: Was ich ihnen gab, wird man von ihnen wegbringen! Wozu sitzen wir herum? Versammelt euch, und lasst uns in die festen Städte ziehen, damit wir dort zugrunde gehen! Denn der HERR, unser Gott, lässt uns zugrunde gehen und tränkt uns mit Giftwasser, weil wir gegen den HERRN gesündigt haben. – Jeremia 8,13-14

​Ich will auch ihren Weinstock und ihren Feigenbaum verwüsten, von denen sie sagt: »Das ist der Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben!« Ja, ich will sie in eine Wildnis verwandeln, dass sich die Tiere des Feldes davon nähren sollen. Ich will sie strafen für die Festtage der Baale, an denen sie ihnen räucherte und sich mit ihren Ohrringen und ihrem Geschmeide schmückte und ihren Liebhabern nachlief und mich vergaß!, spricht der HERR. – Hosea 2,14-15

Meinen Weinstock hat es verwüstet und meinen Feigenbaum kahl gefressen; sogar die Rinde hat es vollständig abgeschält und weggeworfen; weiß geworden sind seine Zweige. – Joel 1,7

Der Feigenbaum selbst ist ein Zeichen für Gottes Erwartungen an Israel, aber auch für sein Gericht, wenn sie sich als unfruchtbar erweisen.

    • Diese Erwartungen werden im Hohelied gedeutet.

Mein Geliebter beginnt und spricht zu mir: »Mach dich auf, meine Freundin, komm her, meine Schöne! Denn siehe, der Winter ist vorüber, der Regen hat sich auf und davon gemacht; die Blumen zeigen sich auf dem Land, die Zeit des Singvogels ist da, und die Stimme der Turteltauben Lässt sich hören in unserem Land; am Feigenbaum röten sich die Frühfeigen, und die Reben verbreiten Blütenduft; komm, mach dich auf, meine Freundin; meine Schöne, komm doch! – Das Hohelied 2,10-13

    • Jesus hat dies deutlich in einem seiner Gleichnisse erklärt.

Und er sagte dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! Warum macht er das Land unnütz? Er aber antwortet und spricht zu ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dünger gelegt habe, ob er vielleicht doch noch Frucht bringt — wenn nicht, so haue ihn danach ab! – Lukas 13,6-9

      • Dieses Gleichnis lehrt uns, dass Gott langmütig ist.
      • Es lehrt uns auch, dass er nicht ewig warten wird, um Gericht zu bringen, wenn es keine Frucht gibt.

Als sich Jesus am Montagmorgen der Stadt näherte, sah er in dem kahlen Feigenbaum eine Gelegenheit, seine Jünger zu belehren.

Diese Lektionen wurden nicht sofort unterrichtet, er musste erst die Grundlagenarbeit leisten.

Und als sie am folgenden Tag Bethanien verließen, hatte er Hunger. Und als er von fern einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er etwas daran finden würde. Und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und Jesus begann und sprach zu ihm: Es esse in Ewigkeit niemand mehr eine Frucht von dir! Und seine Jünger hörten es. – Markus 11,12-14

    • Unseren Kindern beizubringen, was richtig ist, geschieht nicht von selbst, es erfordert Vorbereitung.
    • Jesus tat dies in ihrer Gegenwart ohne Erklärung, der Unterricht würde später stattfinden.

Am Dienstag war die Vorbereitung abgeschlossen, der Unterricht konnte beginnen.

Bei Matthäus heißt es, „auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum“ aber Petrus bemerkte es erst am nächsten Tag.

Und als sie am Morgen vorbeikamen, sahen sie, dass der Feigenbaum von den Wurzeln an verdorrt war. Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt! – Markus 11,20-21

Der Anschauungsunterricht erregte ihre Aufmerksamkeit.

Und als die Jünger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich verdorrt? – Matthäus 21,20

Es gab mehrere Sachen, die sie lernen mussten.

    • Das erste ist an Gott Glauben zu haben.

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! – Markus 11,22

    • Das zweite ist, dass Glauben viel bewirken kann.

Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem Berg sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer!, so wird es geschehen. – Matthäus 21,21

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. – Hebräer 11,1

    • Das dritte ist, dass Glauben deine Gebete beeinflusst.

Und alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen! – Matthäus 21,22

Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen. – Jakobus 1,6-8

Wenn wir beten, wissen wir meistens, was wir wollen, aber wir sind uns nicht sicher, ob es Gottes Wille ist, das heißt, wir haben Zweifel in unseren Herzen. Deshalb sollten wir immer beten, dein Wille geschehe. Dann wird die Antwort immer richtig sein.

Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben. – 1. Johannes 5,14-15

    • Das letzte, was zu lernen ist, ist über die Zukunft.

Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. – Matthäus 24,32

Um diesen Spruch zu verstehen, musst du Jeremia 24 verstehen.

Israel ist der von Gott gepflanzte Feigenbaum. Dieser Baum brachte sowohl gute als auch schlechte Feigen hervor.

Der HERR ließ mich schauen, und siehe, da standen zwei Körbe mit Feigen vor dem Tempel des HERRN… Der eine Korb enthielt sehr gute Feigen, so wie die Frühfeigen; im anderen Korb aber waren sehr schlechte Feigen, die man vor Schlechtigkeit nicht genießen konnte. Da sprach der HERR zu mir: Jeremia, was siehst du? — Feigen, antwortete ich; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten Feigen sind sehr schlecht, sodass man sie vor Schlechtigkeit nicht genießen kann. – Jeremia 24,1-3

    • Die guten Feigen stellen diejenigen dar, die in der Endzeit nach Israel zurückkehren werden und die sich am Ende der Trübsal an Christus glauben werden.

So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen hier, so will ich die Gefangenen Judas, die ich von diesem Ort weg ins Land der Chaldäer geschickt habe, als gut ansehen; und ich werde mein Auge auf sie richten zum Guten und sie wieder in dieses Land zurückbringen; und ich werde sie bauen und nicht niederreißen, pflanzen und nicht ausreißen; und ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich erkennen sollen, dass ich der HERR bin; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. – Jeremia 24,5-7

    • Die schlechten Feigen repräsentieren diejenigen, die die Götter dieser Welt verehrten und somit Christus ablehnten. Diese sind im Laufe der Geschichte umgekommen.

Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, dass man sie nicht genießen kann, so will ich Zedekia, den König von Juda, behandeln, spricht der HERR, und seine Fürsten und den Überrest von Jerusalem, sowohl die, welche in diesem Land übrig geblieben sind, als auch die, welche im Land Ägypten wohnen. Und ich will sie zum Entsetzen, zum Unheil dahingeben in alle Königreiche der Erde, zum Schimpfwort und zum Sprichwort, zur Spottrede und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde; und ich werde gegen sie das Schwert, die Hungersnot und die Pest loslassen, bis sie vollständig aus dem Land vertilgt sind, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe! – Jeremia 24,8-10

 

Ein Lob bereitet

Matthäus 21,1-17

1 Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger
2 und sprach zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; die bindet los und führt sie zu mir!
3 Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprecht: Der Herr braucht sie!, dann wird er sie sogleich senden.

Sei immer mit einer Antwort bereit, wenn du nach deinem Glauben befragt wirst.

Es scheint, dass dies zweimal passiert ist.

Und etliche der Umstehenden sprachen zu ihnen: Was macht ihr da, dass ihr das Füllen losbindet? Sie aber redeten zu ihnen, wie Jesus befohlen hatte, und sie ließen es ihnen. – Markus 11,5-6

Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Besitzer zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? Sie aber sprachen: Der Herr braucht es! – Lukas 19,33-34

Jesus wollte, dass seine Jünger bereit waren, zu antworten. Dasselbe gilt für uns heute.

Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessentwillen ich auch gefesselt bin, damit ich es so offenbar mache, wie ich reden soll. Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb [der Gemeinde] sind, und kauft die Zeit aus! Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt. – Kolosser 4,3-6

Mit welchen Fragen sollten wir rechnen?

    • Warum gehst du in die Gemeinde?
    • Warum redest du anders?
    • Warum ziehst du dich immer anständig an?
    • Warum nicht vor der Ehe zusammenleben?
    • Warum bist du anders als alle anderen?

Die Antwort ist nicht, weil ich besser bin als du, sondern weil Jesus Christus mein Leben verändert hat.

Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. – Epheser 4,17-19

Petrus wiederholt die Anweisungen von Paulus mit anderen Worten.

Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, [und zwar] mit Sanftmut und Ehrerbietung; und bewahrt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verlästern, zuschanden werden in dem, worin sie euch als Übeltäter verleumden mögen. Denn es ist besser, dass ihr für Gutestun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte, als für Bösestun. – 1. Petrus 3,15b-17

4 Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht:
5 »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, dem Jungen des Lasttiers«.
6 Die Jünger aber gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte,
7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie und setzten ihn darauf.
8 Aber die meisten aus der Menge breiteten ihre Kleider aus auf dem Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.
9 Und die Volksmenge, die vorausging, und die, welche nachfolgten, riefen und sprachen: Hosianna dem Sohn Davids! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!
10 Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: Wer ist dieser?
11 Die Menge aber sagte: Das ist Jesus, der Prophet von Nazareth in Galiläa!

Erwarte, dass Gottes Versprechen erfüllt werden, egal wie unmöglich oder unwahrscheinlich dies scheint.

    • Der Prophet sagt, dass dies geschehen würde, und es geschah!
    • Dasselbe wird mit allem Wort Gottes geschehen.

Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist! – 2. Petrus 3,3-4

Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben. – 2. Timotheus 4,8

12 Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer.
13 Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!« Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!

Zeige Respekt vor den Dingen Gottes, auch wenn alle anderen einen anderen Weg gewählt haben.

    • Jesus drehte die Tische und Stühle der Kaufleute um, was würde er umwerfen, wenn er heute in ein Gemeindehaus käme?
    • Dein Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes, was würde er in deinem Leben umdrehen?

14 Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie.
15 Als aber die obersten Priester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel riefen und sprachen: Hosianna dem Sohn Davids!, da wurden sie entrüstet
16 und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr noch nie gelesen: »Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du ein Lob bereitet«?

Erwarte, dass Skeptiker unzufrieden sind, egal welche guten Dinge Gott in dir vollbringt.

    • Er gab Blinden das Augenlicht und Lahmen das Gehen, und Kinder lobten seinen Namen.
    • Der Priester und die Schriftgelehrten wären glücklich gewesen, wenn sie irgendwie die Ehre erlangt hätten, aber sie konnten es nicht ertragen, dass die Kinder Jesus lobten.

Das mit „bereitet“ übersetzte Wort bedeutet „vollbringen“ oder „vollkommen machen“.

Hat Gott ein Lob in dir vollbracht?

17 Und er verließ sie, ging zur Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort.

Dies war das Ende seiner Tätigkeit am Sonntag vor der Kreuzigung.

 

Öffne mir die Augen

Matthäus 20,17-34

 

17 Und als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die zwölf Jünger auf dem Weg beiseite und sprach zu ihnen:
18 Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen
19 und werden ihn den Heiden ausliefern, damit diese ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tag wird er auferstehen.

Dies ist das dritte Mal, dass Jesus eine solche Voraussage über seinen Tod machte. Dieser fügt weitere Details hinzu.

    • Die obersten Priestern und Schriftgelehrten werden ihn zum Tode verurteilen.
    • Sie werden ihn den Römern ausliefern, die ihn verspotten, geißeln, anspucken und kreuzigen werden.

Beachte den Unterschied in der Reaktion der Jünger jedes Mal, wenn Jesus seinen Tod erwähnt.

    • Absage

Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren und sprach: Herr, schone dich selbst! Das widerfahre dir nur nicht! – Matthäus 16,22

    • Betrübnis

Und sie wurden sehr betrübt. – Matthäus 17,23b

    • Angst

Und sie verstanden nichts davon, und dieses Wort war ihnen zu geheimnisvoll, und sie begriffen das Gesagte nicht. – Lukas 18,31-34

Sie waren aber auf dem Weg und zogen hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging ihnen voran, und sie entsetzten sich und folgten ihm mit Bangen. – Markus 10,32

20 Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten.

Markus gibt einen besseren Einblick, indem er genau die Worte einschließt, die sie zu Jesus sagten.

Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sprachen: Meister, wir wünschen, dass du uns gewährst, um was wir bitten! – Markus 10,35

Natürlich war Jesus für diese Falle nicht anfällig.

Und er sprach zu ihnen: Was wünscht ihr, dass ich euch tun soll? – Markus 10,36

21 Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, dass diese meine beiden Söhne einer zu deiner Rechten, der andere zur Linken sitzen sollen in deinem Reich!
22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet! Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde? Sie sprechen zu ihm: Wir können es!

Das Problem war, dass die Jünger blind waren für das, was Jesus gerade gesagt hatte.

Leider wussten sie nicht, dass sie blind waren.

    • Sie ließen zu, dass ihr selbstsüchtiger Ehrgeiz sich zwischen sie und den Willen Gottes stellte.

Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und [zum Wandel in] Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch [seine] Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht – 2. Petrus 1,3-4

    • Der Weg, um nicht von dieser Blindheit gefangen zu werden, ist geistiges Wachstum.

so setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe. Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. – 2. Petrus 1,5-8

Wem dagegen diese Dinge fehlen, der ist blind und kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. – 2. Petrus 1,9

Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen; denn auf diese Weise wird euch der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus reichlich gewährt werden. – 2. Petrus 1,10-11

23 Und er spricht zu ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde. Aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, denen es von meinem Vater bereitet ist.
24 Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die beiden Brüder.

    • Ein dritter Faktor, der zu ihrer Blindheit beitrug, war Eifersucht.

25 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben.
26 Unter euch aber soll es nicht so sein; sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener,
27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,
28 gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Selbstsüchtiger Ehrgeiz und Eifersucht sind die Wege der Welt, aber sie sollten nicht unser Weg sein.

Im christlichen Leben geht es darum, anderen zu dienen und sie zur Errettung in Jesus Christus zu führen.

29 Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge nach.
30 Und siehe, zwei Blinde saßen am Weg. Als sie hörten, dass Jesus vorüberziehe, riefen sie und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns!
31 Aber das Volk gebot ihnen, sie sollten schweigen. Sie aber riefen nur noch mehr und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich über uns!

Markus nennt uns den eigentlichen Namen von einem dieser beiden Blinden.

Und sie kommen nach Jericho. Und als er von Jericho auszog samt seinen Jüngern und einer großen Volksmenge, saß ein Sohn des Timäus, Bartimäus der Blinde, am Weg und bettelte. – Markus 10,46

Und als er die Menge vorüberziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei. Da verkündeten sie ihm, dass Jesus, der Nazarener vorübergehe. – Lukas 18,36-37

Und als er hörte, dass es Jesus, der Nazarener, war, begann er zu rufen und sprach: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich über mich! Und es geboten ihm viele, er solle schweigen; er aber rief noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich über mich! – Markus 10,47-48

32 Und Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?
33 Sie sagten zu ihm: Herr, dass unsere Augen geöffnet werden!
34 Da erbarmte sich Jesus über sie und rührte ihre Augen an, und sogleich wurden ihre Augen wieder sehend, und sie folgten ihm nach.

Wieder fügt Markus der Geschichte mehr hinzu.

Und Jesus stand still und ließ ihn [zu sich] rufen. Da riefen sie den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf; er ruft dich! Er aber warf seinen Mantel ab, stand auf und kam zu Jesus. Und Jesus begann und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde! Da sprach Jesus zu ihm: Geh hin; dein Glaube hat dich gerettet! Und sogleich wurde er sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg. – Markus 10,49-52

Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott; und das ganze Volk, das dies sah, lobte Gott. – Lukas 18,43

Was war der Unterschied zwischen diesen beiden Blinden und den Jüngern Jesu?

    • Sie wussten, dass sie blind waren.
    • Sie baten um Hilfe.

Lass uns nicht von unserem selbstsüchtigen Ehrgeiz und unserer Eifersucht geblendet werden, sondern lass uns den Willen Gottes erkennen.

Was will Gott von mir?

Matthäus 20,1-16

1 Denn das Reich der Himmel gleicht einem Hausherrn, der am Morgen früh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen.
2 Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar für den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.

Dieses Gleichnis dient eigentlich dazu, seine Antwort auf die Frage des Petrus in 19,27 weiter zu erläutern.

Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil? – Matthäus 19,27

Die erste Gruppe, die zu Beginn des Tages eingestellt wurde, war ähnlich wie Petrus und die anderen Jünger, die sich immer darum kümmerten, was sie für ihren Dienst bekommen würden.

    • Diese Gruppe war früh auf dem Markt und bereit zu arbeiten.
    • Anscheinend wollten diese einen Vertrag, in dem festgelegt war, wie viel sie bezahlt werden sollten.
    • Der Hausherr kam ihnen darin entgegen, indem er ihnen gab, was sie wünschten.
    • Der vereinbarte Lohn war ein Denar.

3 Als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt untätig stehen
4 und sprach zu diesen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, will ich euch geben!

Die zweite Gruppe war am Anfang nicht dabei.

    • Sie waren auch bereit zu arbeiten, obwohl ein Teil des Tages bereits vorbei war.
    • Der Hausherr sah, dass sie nicht beschäftigt waren, und bat sie, auch für ihn zu arbeiten.
    • Diese Gruppe forderte keinen Vertrag, war aber bereit, für alles zu arbeiten, was der Hausherr für wert hielt.

5 Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um die neunte Stunde und tat dasselbe.

Die Gruppen drei und vier waren gleich wie die zweite Gruppe, nur dass sie später am Tag beginnen.

6 Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere untätig dastehen und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand eingestellt! Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr empfangen!

Die letzte Gruppe hatte nur kurze Zeit zum Arbeiten zur Verfügung.

    • Der Hausherr fragte sie, warum sie den ganzen Tag untätig seien.
    • Sie antworteten, niemand habe sie zum Arbeiten eingestellt.
    • Diesen verspricht er auch zu geben, was Gerecht war.

8 Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du bei den Letzten anfängst, bis zu den Ersten.
9 Und es kamen die, welche um die elfte Stunde [eingestellt worden waren], und empfingen jeder einen Denar.

Am Ende des Tages erhielten diejenigen, die als letzte kamen und nur eine Stunde gearbeitet hatten, einen vollen Arbeitstag.

    • Diese Gruppe ist vergleichbar mit uns, die wir in den letzten Tagen vor der Wiederkunft Christi leben und dienen.
    • Die Möglichkeiten sind geringer als in vergangenen Zeiten, aber der Lohn für Treue ist derselbe.

10 Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; da empfingen auch sie jeder einen Denar.
11 Und als sie ihn empfangen hatten, murrten sie gegen den Hausherrn
12 und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last und Hitze des Tages getragen haben!
13 Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen?

Die erste Gruppe von Arbeitern erhielt den gleichen Lohn wie die letzte.

    • Sie dachten, sie sollten mehr bekommen.
    • Sie fühlten sich ungerecht behandelt.
    • Der Hausherr erklärte, es sei Gerecht, da sie sich darauf geeinigt hätten.

14 Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem Letzten so viel geben wie dir.
15 Oder habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Blickst du darum neidisch, weil ich gütig bin?
16 So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.

Die erste Gruppe arbeitete, weil sie einen Vertrag bekamen. Die anderen arbeiteten, weil sie die Gelegenheit dazu hatten.

Ihre Treue und Bereitschaft, ohne Vertrag zu arbeiten, wurde mit einem vollen Tageslohn belohnt.

Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben. Aber viele von den Ersten werden Letzte, und Letzte werden Erste sein. – Matthäus 19,29-30

Was sollen wir dann aus dieser kleinen Geschichte lernen?

Gott sucht immer noch Arbeiter für das Reich der Himmel.

    • Es spielt keine Rolle, wie alt du bist.
    • Es spielt keine Rolle, welche Ausbildung du hast.
    • Es spielt keine Rolle, wie viel Erfahrung du hast.
    • Es spielt keine Rolle, wie viel Fähigkeit du hast.
    • Das einzige, was notwendig ist, ist dass du berufen bist.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. – Römer 8,28

    • Jeder Gläubige ist zum Dienst im Reich der Himmel berufen!

Das Wichtigste, was Gott von seinen Dienern erwartet, ist Treue.

So soll man uns betrachten: als Diener des Christus und Haushalter der Geheimnisse Gottes. Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. – 1. Korinther 4,1-2

Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! – Matthäus 25,23

Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein. – Matthäus 25,29-30

Gottes Urteil ist immer gerecht.

    • Lob von anderen ist unwichtig.

Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde; auch beurteile ich mich nicht selbst. – 1. Korinther 4,3

    • Meine eigene Meinung bezüglich meines Dienstes ist unwichtig.

Denn ich bin mir nichts bewusst; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt. – 1. Korinther 4,4

    • Das Urteil unseres Herrn ist jedoch immer gerecht.

Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden. – 1. Korinther 4,5

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben. – 2. Timotheus 4,7-8

Was soll ich Gutes tun?

Matthäus 19,16-30

16 Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?
17a Er aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein!

Was wissen wir über diesen Mann?

    • Er war ein Oberster.

Und es fragte ihn ein Oberster und sprach… – Lukas 18,18a

    • Er war sehr reich.

…denn er war sehr reich. – Lukas 18,23b

    • Er machte sich Sorgen um die Ewigkeit.

Es ist ihm vorgekommen, dass etwas bei ihm fehlt.

…er hatte viele Güter. Ewiges Leben hat er aber nicht.

    • Er respektierte Jesus.

Er war eilends zu Jesus gekommen, aber hat viel Respekt gezeigt.

…fiel vor ihm auf die Knie… – Markus 10,17

…fragte ihn: Guter Meister…h. Guter Lehrer

Ein anderer Oberster der Juden hatte einen ähnlichen Ansatz gewählt, als er Jesus befragte:

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist. – Johannes 3,1-2

Jesus hat auf seine Worte genau reagiert: „Was nennst du mich gut?“

Meinte er gut im Vergleich zu anderen oder wirklich gut?

Jesus war mehr als nur ein guter Lehrer, der von Gott kam, er war Gott!

Niemand ist gut als Gott allein!

Der Oberste hat eigentlich die falsche Frage gestellt: Was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. – Epheser 2,8-9

Dieser Mann wiederholte denselben Fehler, den Israel Jahre zuvor gemacht hatte, was zur Verkündung des Gesetzes führte.

Da antwortete das ganze Volk miteinander und sprach: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun! Und Mose überbrachte dem HERRN die Antwort des Volkes. – 2. Mose 19,8

O wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote allezeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich! – 5. Mose 5,29

Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen. Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. – Römer 10,3-4

In den Evangelien von Markus und Lukas heißt es, „was soll ich tun, um das ewige Leben zu erben?“

Erbe wird man durch Geburt, man kann nichts Gutes tun, um Erbe zu sein.

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! – Johannes 3,3

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,12-13

17b Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote!

Jesus hat die gestellte Frage beantwortet.

Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, so: »Der Mensch, der diese Dinge tut, wird durch sie leben«. – Römer 10,5

Gerechtigkeit schließt alle Sünde aus. Nur eine Sünde macht dich ungerecht!

18 Er sagt zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Das »Du sollst nicht töten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden!
19 Ehre deinen Vater und deine Mutter!« und »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!«

Dies ist in der Reihenfolge das 6. bis 9. Gebot und das 5. Gebot.

Die ersten vier Gebote, die man mit 5. Mose 6,5 zusammenfassen kann, wurden nicht erwähnt.

Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. – Mose 6,5

Das 10. Gebot, „Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!“ (2. Mose 20,17) wurde ersetzt durch: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ aus 3. Mose 19,18.

Es war dieses 10. Gebot, das den Apostel Paulus davon überzeugte, dass er ein Sünder war.

Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren! Da nahm aber die Sünde einen Anlass durch das Gebot und bewirkte in mir jede Begierde; denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot. – Römer 7,7b-8

20 Der junge Mann spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an; was fehlt mir noch?

Ja, dieser Mann hat sich wohl buchstabengetreu an das Gesetz gehalten, das hat Jesus nicht bestritten. Allerdings war der Geist des Gesetzes ein großes Versagen für ihn.

21 Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!

Markus erzählt uns von der Liebe Jesu zu diesem Mann.

Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir! – Markus 10,21

Zeige deinen armen Nächsten deine Liebe, indem du verkaufst, was du hast, um ihren Bedarf zu decken.

Wenn du das tust, wirst du einen Schatz im Himmel haben und du wirst frei sein, mir zu folgen.

22 Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter.
23 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher hat es schwer, in das Reich der Himmel hineinzukommen!
24 Und wiederum sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt!
25 Als seine Jünger das hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Wer kann dann überhaupt gerettet werden?
26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

Was wäre die Antwort auf die richtige Frage?

Aber die Gerechtigkeit aus Glauben redet so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? — nämlich um Christus herabzuholen — oder: Wer wird in den Abgrund hinuntersteigen? — nämlich um Christus von den Toten zu holen. Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen! « Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. – Römer 10,6-8

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« – Römer 10,9-11

denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,13

27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil?
28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
29 Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfältig empfangen und das ewige Leben erben.
30 Aber viele von den Ersten werden Letzte, und Letzte werden Erste sein.

Muss ich alles verkaufen, was ich habe, um gerettet zu werden? Nein!

Aber wenn du auf deinen Reichtum oder deine Gerechtigkeit vertraust, um dich in den Himmel zu bringen, kannst du nicht gerettet werden, da der einzige Weg in den Himmel Jesus Christus und seine Gerechtigkeit ist.

Vergiss alles andere und folge ihm nach!