Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott?

Hiob 9,1-20

1 Da antwortete Hiob und sprach:
2a Wahrhaftig, ich weiß, dass es sich so verhält;

Hiob hat zu Beginn seiner Antwort auf Bildads Worte klar gemacht, dass seine Situation nicht die Folge von Unwissenheit war.

Hiobs Theologie war im Grunde die gleiche wie die seiner drei Freunde.

Sie alle haben geglaubt, dass Gott den Sünder bestraft und die Gerechten segnet und dass Leiden daher die Folge der Sünde ist.

Hiob war jedoch überzeugt, dass Gott ungerecht war, dies in seinem Fall anzuwenden.

Lass das Zeugnis von Hiob 1,1 in Erinnerung bleiben: Hiob „war ein untadeliger und rechtschaffener Mann, der Gott fürchtete und das Böse mied.“

 2b und wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott?

Eliphas hat früher eine ähnliche Frage gestellt:

Kann wohl ein Sterblicher gerecht sein vor Gott, oder ein Mann rein vor seinem Schöpfer? – Hiob 4,17

Hiob hat aber nicht gefragt „kann?“ sondern „wie kann?“. Danach hat er sich von ganzem Herzen ersehnt.

Bildads Vorwurf hat Hiobs Gedanken dem Thema Rechtfertigung zugewandt.

Bildad hat gesagt, „Siehe, Gott verwirft den Unschuldigen nicht, und er reicht auch keinem Übeltäter die Hand.“ (8,20)

Er hat geglaubt, dass Gottes Gerechtigkeit es erfordert, die Schuldigen zu bestrafen und die Unschuldigen zu segnen.

Hiob ist jedoch frustriert über seinen Versuch, sich selbst zu rechtfertigen. Wie kann er gerecht sein vor Gott?

Für Hiob hat es mehrere Probleme mit jedem Rechtfertigungsversuch gegeben.

Die erste davon war, dass Gottes Wege so viel höher waren als die des Menschen, dass der Mensch keine Chance auf eine mögliche Konfrontation hatte.

3 Wenn er mit Ihm rechten wollte, so könnte er Ihm auf tausend nicht eins antworten.
4 Er hat ein weises Herz und ist von ungebrochener Kraft; wer hat ihm je getrotzt und ist heil davongekommen?

Von Vers 4 bis Vers 13 finden wir ein Lied, in dem Hiob Gottes unglaubliche Kraft beschreibt.

Spezifische Handlungen, einschließlich der Erschaffung und Kontrolle des Universums, sind in den Versen 5 bis 10 aufgeführt.

5 Er versetzt Berge, und man merkt es nicht; er, der sie umkehrt in seinem Zorn.
6 Er stört die Erde auf von ihrem Ort, sodass ihre Säulen erzittern.
7 Er gebietet der Sonne, und sie geht nicht auf; er verschließt die Sterne mit einem Siegel.
8 Er allein spannt den Himmel aus und schreitet auf Meereswogen einher.
9 Er machte den Großen Bären, den Orion und das Siebengestirn, samt den Kammern des Südens.
10 Er tut große Dinge, die unerforschlich sind, und Wunderwerke ohne Zahl.

Hiob sieht Gottes Kraft als amoralische, souveräne Freiheit, als unkontrollierbare Kraft, die auf mysteriöse Weise arbeitet, um zu tun, was er will.

11 Siehe, er geht an mir vorüber, und ich sehe ihn nicht; er zieht vorbei, und ich bemerke ihn nicht.
12 Siehe, wenn er dahinrafft, wer kann ihn hindern? Wer kann ihm zurufen: Was machst du da?

Sogar die mächtigen Kräfte, von denen angenommen wurde, dass sie das Meer kontrollieren, mussten sich vor ihm verneigen.

 13 Gott lässt von seinem Zorn nicht ab; selbst Rahabs Helfer müssen sich unter ihn beugen.
14 Wie viel weniger könnte ich ihm da antworten, und Worte finden, um mit ihm zu reden!

Wenn sich alle Heerscharen von Himmel und Erde vor ihm verneigen, wie kann dann ein Mensch vor ihn stehen?

15 Auch wenn ich im Recht wäre, könnte ich ihm nichts erwidern, sondern müsste meinen Richter um Gnade anflehen.

Hiob hat geglaubt, seine einzige Chance sei, um Gnade zu bitten. Dies hat jedoch auch fruchtlos zu sein geschienen, da es so geschienen hat, als würde Gott sowieso nicht aufpassen.

16 Wenn ich rufe, wird er mir antworten? Ich glaube nicht, dass er auf meine Stimme hört;
17 denn im Sturm zermalmt er mich und fügt mir ohne Ursache viele Wunden zu.
18 Er lässt mich nicht einmal Atem holen, sondern sättigt mich mit bitteren Leiden.

Hiob hat auch ein anderes Problem gesehen: Es hat keine einberufende Behörde gegeben, die in der Lage war, einen Prozess abzuhalten, bei dem Gott beschuldigt werden konnte.

19 Kommt’s auf die Kraft des Starken an, siehe, er hat sie, und wenn aufs Recht, wer lädt mich vor?

Wenn ein solcher Prozess abgehalten würde, wer könnte ein Urteil zugunsten Hiobs durchsetzen?

20 Wenn ich mich auch rechtfertige, so wird mich doch mein Mund verurteilen, und bin ich auch untadelig, so wird er mich doch für verkehrt erklären.

Bevor wir Hiob zu hart beurteilen, sollten wir uns daran erinnern, dass Gott nicht wirklich wütend auf Hiob war. Gott hat Hiob sehr geliebt, lässt aber diese Prüfung von Hiob zu, um zu beweisen, dass Satan in Hiob falsch liegt.

Wir sollten auch wissen und verstehen, dass Gott manchmal zulässt, dass Satan uns aus demselben Grund prüft. Es zeigt, dass er uns für prüfenswert hält.

Sie sind ein Anzeichen des gerechten Gerichtes Gottes, dass ihr des Reiches Gottes würdig geachtet werdet, für das ihr auch leidet – 2. Thessalonicher 1,5

Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. – 2. Timotheus 3,12

 

Ist Leiden ein Beweis für Sünde?

Hiob 8

1 Da antwortete Bildad, der Schuchiter, und sprach:
2 Wie lange willst du solche Reden führen, [wie lange] sollen die Worte deines Mundes wie heftiger Wind sein?

Hiobs Bitte um Mitgefühl von seinen Freunden ist auf taube Ohren gestoßen. Anstatt Hiob zuzuhören, wie es ein guter Berater tun sollte, trägt Bildad mit mehr Urteilsvermögen zu Hiobs Elend bei.

Bildad hat gesagt: Hiob, deine Worte sind nicht anders als ein Haufen heißer Luft.

Anschließend konfrontiert er Hiob mit einer theologischen Frage:

3 Beugt denn Gott das Recht, oder verkehrt der Allmächtige die Gerechtigkeit?

An der Frage war nichts wirklich auszusetzen, aber in dieser Situation wurde sie falsch angewendet.

4 Wenn deine Kinder gegen ihn gesündigt haben, so hat er sie dahingegeben in die Gewalt ihrer Missetat.

Er hatte gesagt, Hiobs Kinder hätten wahrscheinlich bekommen, was sie verdient hätten, aber wir wissen, dass dies nicht der Fall war. Was mit Hiobs Kindern geschehen ist, war Teil von Hiobs Prüfung und hatte überhaupt nichts mit ihrer eigenen Sünde zu tun.

5 Bist du es aber, so suche Gott ernstlich und flehe um Gnade zu dem Allmächtigen!
6 Wenn du lauter und aufrichtig bist, so wird er sich um deinetwillen aufmachen und dein gerechtes Heim wiederherstellen.
7 Da wird dein früheres Glück im Vergleich zu deinem späteren klein sein!

Jetzt hat er gesagt: Hiob, du bist der Nächste, so wie deine Kinder umgekommen sind, wirst du auch umkommen, wenn du nicht umkehrst.

Bildad hat gesagt, wenn Hiob nur Buße tun würde, würde Gott sein Schicksal ändern und er würde gesegnet werden.

Während Eliphas seinen Rat auf Offenbarung gestützt hat, hat Bildad seine Argumentation aus der Tradition übernommen.

8 Denn frage doch das frühere Geschlecht und beherzige das, was ihre Väter erforscht haben!
9 Denn von gestern sind wir und wissen nichts; ein Schatten nur sind unsere Tage auf Erden.
10 Sind sie es nicht, die dich belehren, es dir sagen und Sprüche hervorholen aus ihrem Herzen?

Was hat die Tradition gesagt? Sünder werden immer bestraft und gute Menschen werden immer gesegnet.

Aus der Tradition werden drei Vergleiche gegeben, um Hiobs Situation zu veranschaulichen.

    • Diejenigen, die Gott vergessen, werden mit Papyruspflanzen ohne Wasser verglichen.

11 Schießt der Papyrus ohne Sumpf empor, oder gedeiht das Riedgras ohne Wasser?
12 Noch steht es in vollem Trieb, ist nicht zum Schneiden reif — da verdorrt es schon vor allem anderen Gras.
13 Das ist der Weg all derer, die Gott vergessen; ja, die Hoffnung des Ruchlosen geht zugrunde!

    • Zweitens werden diejenigen, die Gott vergessen, mit einem Spinngewebe verglichen.

14 Seine Zuversicht wird abgeschnitten, und sein Vertrauen ist ein Spinngewebe.
15 Er stützt sich auf sein Haus, aber es hält nicht stand; er hält sich daran fest, aber es bleibt nicht stehen.

    • Drittens werden diejenigen, die Gott vergessen, mit einer gut bewässerten Pflanze verglichen, die an den Wurzeln hochgezogen und beiseite geworfen wird.

16 Er steht voll Saft im Sonnenschein, und seine Ranken überziehen seinen Garten;
17 über Steinhaufen schlingen sich seine Wurzeln, auf ein Haus von Steinen schaut er hin.
18 Doch wenn man ihn von seiner Stätte wegreißt, so verleugnet sie ihn: »Ich habe dich nie gesehen!«
19 Siehe, das ist die Freude seines Weges, und aus dem Staub werden andere wachsen.

Schließlich hat Bildad die Schlussfolgerung zu seiner Argumentation gegeben.

20 Siehe, Gott verwirft den Unschuldigen nicht, und er reicht auch keinem Übeltäter die Hand;
21 während er deinen Mund mit Lachen füllen wird und deine Lippen mit Freudengeschrei,
22 werden deine Hasser mit Schande bekleidet werden, und das Zelt der Gottlosen wird nicht mehr sein!

Die Schwierigkeit bei Bildads Rede ist, dass alles, was er gesagt hat, wahr gewesen wäre, wenn Hiob wegen der Sünde in diesem Zustand gewesen wäre, aber er war es nicht. Daher hat Bildads Rede Hiob weder Hilfe noch Trost gebracht, sondern trug nur zu seinem Elend bei.

Es ist wichtig, dass wir nicht den gleichen Fehler machen, wenn wir Ratschläge geben, als ob wir alle Antworten kennen, obwohl wir in Wirklichkeit die Situation nicht einmal kennen.

Die Berater von Hiob waren einem Standpunkt verpflichtet, den sie nicht ändern wollten, nämlich dass Sünde Leiden bringt und Leiden daher ein Beweis für Sünde ist.

Gott schenke uns bitte die Weisheit, diesen Fehler nicht zu machen!

 

Trostloses Leiden

Hiob 7

1 Hat der Mensch nicht harten Frondienst auf Erden; sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners?

In den Worten Hiobs in diesem Abschnitt können wir ein Echo des Fluches im Garten Eden hören.

Im Schweiße deines Angesichts sollst du [dein] Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren! – 1. Mose 3,19

2 Wie einem Knecht, der sich nach dem Schatten sehnt, und wie einem Tagelöhner, der auf seinen Lohn harrt,
3 so wurden [auch] mir Monate voller Enttäuschung beschert und Nächte voller Qual zugeteilt.

Hiobs Beschwerde ist weder einzigartig noch seltsam, aber jedem gemeinsam. Die meisten von uns erwarten nicht, reich zu werden, wir wollen nur schuldenfrei sein und haben danach ein wenig Zeit, sich zurückzulehnen und das zu genießen, wofür wir so hart gearbeitet haben.

Dies erinnert uns an ein Gleichnis, das Jesus einmal erzählt hat:

Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes! – Lukas 12,16b-21

Im Gleichnis hat Gott zu diesem Mann gesagt:

Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast? – Lukas 12,20b

Jesus hat zu dem Mann, dem er das Gleichnis gegeben hat gesagt:

Habt acht und hütet euch vor der Habsucht! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat. – Lukas 12,15

Die Schlussfolgerung des Gleichnisses war:

So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott! – Lukas 12,21

Aber Habsucht war nicht Hiobs Problem, er war reich an Gott gewesen und hatte großen Segen von Gott erfahren, aber jetzt waren sie weggenommen worden und er wollte nur verstehen, warum.

4 Wenn ich mich niederlege, so spreche ich: Wann werde ich aufstehen? Aber der Abend zieht sich hin, und ich bin gesättigt mit Unrast bis zur Morgendämmerung.

Manchmal brauchen wir nur einen Wohlfühlschlaf, um alles in die richtige Perspektive zu bringen, und dann ist alles in Ordnung, aber Hiob konnte nicht schlafen.

13 Wenn ich denke: Mein Bett wird mich trösten, mein Lager wird meine Klage erleichtern!,
14 so erschreckst du mich mit Träumen und ängstigst mich durch Gesichte,
15 sodass meine Seele lieber ersticken möchte und ich lieber tot wäre, als ein Gerippe zu sein.

Denke daran, dass Hiob nicht weiß, dass es Satan ist, der ihn quält. Die Frage, Gott, warum tust du mir das an, ist nicht wirklich die richtige Frage. Wir müssen darauf vertrauen, dass Gott unser Bestes im Sinn hat, was auch immer der Grund für das ist, was wir erleben.

5 Mein Fleisch ist bekleidet mit Maden und Schorf; meine Haut verkrustet und eitert.
6 Meine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschiffchen; sie entschwinden ohne Hoffnung.

Unsere Hoffnung sollte niemals auf Gesundheit oder Wohlstand liegen, sondern auf Gott.

7 Bedenke doch, dass mein Leben [nur] ein Hauch ist, dass mein Auge nichts Gutes mehr sehen wird!
8 Das Auge dessen, der mich [jetzt] erblickt, wird mich nicht mehr sehen; wenn deine Augen [nach mir sehen], so bin ich nicht mehr!
9 Wie die Wolke vergeht und verschwindet, so kommt, wer ins Totenreich fährt, nicht mehr herauf;
10 er kehrt nicht mehr in sein Haus zurück, und seine Stätte kennt ihn nicht mehr.

Hiob hinterfragt jetzt den Wert seines Lebens.

16 Ich habe genug! Ich will nicht ewig leben; lass ab von mir; meine Tage sind [nur] ein Hauch!
17 Was ist der Mensch, dass du ihn so hochhältst und dass du auf ihn achtest?
18 Du suchst ihn Morgen für Morgen heim; alle Augenblicke prüfst du ihn.
19 Warum schaust du immer noch nicht von mir weg und lässt mir nicht einmal so viel Ruhe, dass ich meinen Speichel herunterschlucken kann?

Die Frage von Vers 17 wird im 8. Psalm wiederholt, aber in Johannes 3,16 beantwortet.

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

11 Darum will auch ich meinen Mund nicht zurückhalten; ich will reden in der Bedrängnis meines Geistes, in der Verbitterung meiner Seele will ich klagen:
12 Bin ich denn das Meer oder ein Ungeheuer, dass du eine Wache gegen mich aufstellst?

20 Habe ich gesündigt? Was tue ich dir an, du Menschenhüter? Warum hast du mich zu deiner Zielscheibe gemacht, sodass ich mir selbst zur Last bin?

Hiob versteht nicht. Wenn er gesündigt hat, was war seine Sünde? Wenn er nicht gesündigt hatte, warum zielte Gott auf ihn, als ob er es getan hätte.

Hiob hat dann eine letzte Frage gestellt, bevor der nächste seiner Gäste zu sprechen beginnt.

21 Warum vergibst du meine Übertretung nicht und erlässt mir nicht meine Schuld? Denn jetzt muss ich mich in den Staub legen, und wenn du nach mir suchst, so bin ich nicht mehr!

Obwohl Hiob die Antwort von Gott noch nicht hören konnte, wissen wir, wie die Antwort lautete: Hiob, fürchte dich nicht, vertraue mir einfach, denn ich bin bei dir!

Mit Füßen getreten

Hiob 6,14-30

Eine der schlimmsten Tendenzen der menschlichen Natur ist es, Menschen mit den Füßen zu treten, während sie unten oder gefallen sind.

14 Dem Verzagten gebührt Mitleid von seinem Freund, sonst wird er die Furcht des Allmächtigen verlassen.

Die Idee ist, dass diejenigen, die entmutigt sind, gehoben werden müssen, anstatt mit Füßen getreten zu werden.

Darum »richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie«, und »macht gerade Bahnen für eure Füße«, damit das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird! – Hebräer 12,12-13

Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen! – Galater 6,2

15 Meine Brüder haben sich trügerisch erwiesen wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbäche, die vergehen,
16 die trübe werden vom Eis, wenn der Schnee sich darin birgt,
17 die aber versiegen zur Zeit der Sommerhitze und von ihrem Ort verschwinden, wenn es heiß wird.
18 Es winden sich die Pfade ihres Laufs; sie ziehen hinauf in die Öde und verlieren sich.

Hiob hat gesagt, seine Freunde seien unzuverlässig wie ein Wildbach, der alles überflutet, wenn der Schnee im Frühling schmilzt, aber austrocknet, wenn der Sommer heiß ist und das Wasser benötigt wird. Dies ist ein großartiges Beispiel für die Art von Freunden, die wir nicht brauchen.

19 Die Karawanen Temas halten Ausschau, die Reisegesellschaften von Saba hoffen auf sie.
20 Aber sie werden in ihrer Hoffnung betrogen; sie kommen dorthin und werden enttäuscht.

Eine Karawane, die die Wüste durchquert, erwartet, dass sich Wasser im Bach befindet. Wenn jedoch kein Wasser vorhanden ist, werden sie möglicherweise umkommen.

21 So seid auch ihr jetzt ein Nichts geworden; ihr seht Schreckliches und fürchtet euch davor!

Wir sollten bereit sein zu helfen, wenn wir andere in einem wirklich schrecklichen Zustand sehen. Zu oft haben wir Angst, uns zu engagieren oder einer schlechten Situation zu nahe zu kommen. Wir befürchten, dass wir um Hilfe gebeten werden, wenn wir anerkennen, dass jemand in Schwierigkeiten ist.

22 Habe ich etwa gesagt: »Gebt mir etwas!«, oder »Macht mir ein Geschenk von eurem Vermögen!«,
23 oder »Rettet mich aus der Hand des Bedrängers und erlöst mich aus der Hand des Tyrannen!«?

Hiob hat nichts weiter als nur Rücksichtnahme verlangt. Stattdessen haben sie ihn beschuldigt, untreu gewesen zu sein, obwohl sie keine Beweise dafür hatten, dass dies der Fall war. Was Hiob braucht, ist nur Liebe und Mitleid, nichts weiteres.

24 Belehrt mich doch, und ich will schweigen, weist mir nach, worin ich geirrt habe!

Wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann zeig mir, was ich getan habe.

25 Wie eindringlich sind Worte der Wahrheit! Aber was bringen eure Zurechtweisungen schon zurecht?

Es ist wichtig, dass wir die Wahrheit von unseren Freunden hören, aber was Hiob von seinen Freunden gehört hat, war nicht die Wahrheit, sondern ungerechtfertigte Kritik.

26 Gedenkt ihr Worte zu bekritteln und haltet die Reden eines Verzweifelten für Wind?

Es gibt einige Leute, die nichts anderes tun können, als andere zu kritisieren. Anstatt etwas Konstruktives zu tun, reißen sie alles ab, was andere tun. Wie Hiobs Freunde sind sie besonders gut darin, diejenigen, die unten sind, mit den Füßen zu treten.

27 Ja, ihr würdet selbst über eine Waise das Los werfen und euren Freund verschachern!

Hiob vergleicht nun die Grausamkeit seiner Freunde mit jemandem, der für ein Waisenkind Lose wirft oder einen Freund in die Sklaverei verkauft.

28 Und nun tut mir den Gefallen und schaut mich an; ich werde euch doch wahrhaftig nicht ins Angesicht belügen!
29 Kehrt doch um, tut nicht Unrecht! Ja, kehrt um! Noch bin ich hier im Recht!
30 Ist denn Unrecht auf meiner Zunge, oder unterscheidet mein Gaumen nicht, was verderblich ist?

Hiob bittet um ein wenig Mitgefühl und dass seine Freunde ihre Anklage gegen ihn überdenken würden. Seine Integrität war in Gefahr und das war ihm wichtiger als das Leben selbst.

Eliphas war ein Temaniter und Tema war bekannt für Weisheit, aber anscheinend hatten sie das griechische Sprichwort noch nicht gelernt: Sei still oder lass Deine Worte mehr wert sein als Stille. – Pythagoras

Denke daran, was Eliphas am Anfang gesagt hat: Aber Worte zurückhalten, wer könnte das? – Hiob 4,2b

Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit. – Sprüche 25,11

Lasst uns danach streben, die Worte zu sprechen, die Leben bringen, und andere nicht mit den Füßen zu treten, wenn sie unten sind.

Die Rechtfertigung seiner Beschwerde

Hiob 6,1-13

1 Da antwortete Hiob und sprach:
2 O dass man meinen Unmut wiegen könnte und mein Unglück auf die andere Waagschale legte!

In diesem Abschnitt hat Hiob versucht, seine Beschwerde zu rechtfertigen.

Er hat dies getan, indem er sich eine Waage vorgestellt hat, die in der Lage war, Gefühle mit Problemen zu vergleichen.

„Wenn du eine Waage nähmest und mein aktuelles Unmut auf die eine Seite und mein Unglück auf die andere Seite stellen würdest, würdest du sehen, was schlimmer ist.“

3 Denn nun ist es schwerer als der Sand der Meere; darum sind meine Worte so ungestüm.

„Ja, meine Beschwerde klingt schwer, aber die Last, die ich trage, ist so schwer, dass ich kein anderes tun kann.“

4 Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, mein Geist trinkt ihr Gift; die Schrecken Gottes bestürmen mich.

Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass Hiob nicht wusste, dass seine Probleme Angriffe von Satan waren. Selbst wenn er es wüsste, würde die Frage bleiben, warum Gott es zugelassen hat.

Bei alledem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott. – Hiob 1,22

Hiob hat Gottes Recht nicht in Frage gestellt, ihn das Böse erleiden zu lassen.

Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen? – Hiob 2,10b

Hiob glaubte jedoch, dass es für ihn in Ordnung war, seine Klage bei Gott einzureichen, wenn Gott mehr auf ihn legte, als er ertragen konnte.

Petrus hat diesem Glauben eindeutig zugestimmt:

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit! Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. – 1. Petrus 5,6-7

Ähnliches finden wir auch in den Psalmen:

Ich rufe zu Gott und will schreien; zu Gott rufe ich, und er wolle auf mich hören! Zur Zeit meiner Not suche ich den Herrn; meine Hand ist bei Nacht ausgestreckt und ermüdet nicht, meine Seele will sich nicht trösten lassen. – Psalm 77,2-3

Hiob ist noch nicht fertig, er verwendet jetzt andere Beispiele, um seinen Unmut zu rechtfertigen.

5 Schreit auch ein Wildesel auf der Grasweide, oder brüllt ein Stier, wenn er Futter hat?

Jeder, der eine Katze oder einen Hund hat, weiß das. Wenn du vergisst, sie zu füttern, oder wenn sie mit dem, was du ihnen gibst, nicht zufrieden sind, werden sie dich darüber informieren.

6 Lässt sich etwa Fades ohne Salz essen? Oder findet man am Eiweiß irgendwelchen Geschmack?
7 Was meine Seele zu berühren verschmähte, das ist jetzt mein tägliches Brot, mir zum Ekel!

Lass uns noch einmal die ähnlichen Gedanken in den Psalmen beachten:

Ich gedenke an die alte Zeit, an die Jahre der Urzeit; ich gedenke an mein Saitenspiel in der Nacht, ich sinne in meinem Herzen nach, und es forscht mein Geist: Wird denn der Herr auf ewig verstoßen und niemals wieder gnädig sein? Ist’s denn ganz und gar aus mit seiner Gnade, und ist die Verheißung zunichte für alle Geschlechter? Hat denn Gott vergessen, gnädig zu sein, und im Zorn seine Barmherzigkeit verschlossen? – Psalm 77,6-10

8 O dass doch meine Bitte in Erfüllung ginge, und Gott mein Verlangen gewährte:
9 dass doch Gott sich entschlösse, mich zu zermalmen, seine Hand ausstreckte, um mich abzuschneiden!
10 So bliebe mir noch der Trost — und ich frohlockte darüber im schonungslosen Schmerz —, dass ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe!

Dies ist eine verblüffende Aussage von Hiob: Es wäre besser zu sterben, als Gottes Wort zu verleugnen.

Wie schnell verfluchen oder missbrauchen viele Christen Gottes Namen, wenn die geringsten Probleme auf sie zukommen, doch dies war Hiobs größte Angst, dass seine Probleme ihn zur Sünde führen würden.

11 Wie groß ist denn meine Kraft, dass ich noch ausharren, und wann kommt mein Ende, dass meine Seele sich gedulden soll?
12 Ist mir denn die Kraft der Steine gegeben? Ist mein Fleisch denn aus Erz?
13 Bin ich denn nicht hilflos und jeder Stütze beraubt?

Lass uns feststellen, wie mit dieser Situation in den Psalmen umgegangen wird.

Und ich sage: Ich will das erleiden, die Änderungen, welche die rechte Hand des Höchsten getroffen hat. Ich will gedenken an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine Wunder aus alter Zeit, und ich sinne nach über alle deine Werke und erwäge deine großen Taten: O Gott, dein Weg ist heilig! Wer ist ein so großer Gott wie du, o Gott? Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht erwiesen an den Völkern! – Psalm 77,11-15

Ich weiß vielleicht nicht immer warum, aber ich kann mich freuen, dass er es weiß.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. – Römer 8,28

Zurechtgewiesen

Hiob 5,17-27

Bis zu diesem Punkt hat Eliphas verschiedenes gesagt:

    • Zunächst hat er seine Enttäuschung über Hiob ausgedrückt, der in seinen Augen nur ein Heuchler war.
    • Zweitens hat er von ihm als zu niedrig gesprochen, um Gottes Aufmerksamkeit überhaupt zu verdienen.
    • Drittens hat er gesagt, Hiob war in dem Zustand, in dem er sich befinde, weil er ein Narr war und daher selbst der Hilfe der Heiligen nicht würdig war.
    • Als nächstes hat Eliphas erklärt, dass Hiob sowieso jede Strafe verdient, die er erhalten hat. Er sollte sich daher einfach auf Gottes Barmherzigkeit stützen und auf das Beste hoffen.

17 Siehe, wohl dem Menschen, den Gott zurechtweist! Darum verwirf die Züchtigung des Allmächtigen nicht!
18 Denn er verwundet und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilt.

Die Worte von Eliphas an diesem Punkt sind schöne Worte, die heute sogar verwendet werden können, um einem Gläubigen, der in Sünde gefallen ist, zu helfen, seine Beziehung zu Gott wiederherzustellen. Aber in Hiobs Fall wurden sie völlig falsch angewendet.

Mein Sohn, verwirf nicht die Züchtigung des HERRN und sei nicht unwillig über seine Zurechtweisung; denn wen der HERR liebt, den züchtigt er, wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat. – Sprüche 3,11-12

Gott hat Hiob auf jeden Fall geliebt und würde Zurechtweisung zweifellos bei ihm anwenden, wenn er es gebraucht hat. Das war hier aber nicht der Fall.

Verbindet Gott den reuigen Sünder, nachdem er ihn zurechtgewiesen hat? Dazu hat Hosea Ja geantwortet:

Kommt, wir wollen wieder umkehren zum HERRN! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! – Hosea 6,1

19 In sechs Bedrängnissen wird er dich erretten, und in sieben wird dich nichts Böses antasten:

Eliphas behauptet hier, dass Gottes Züchtigung zu Hiobs Gunsten war, also sollte Hiob von seiner Sünde umkehren. Dann würde Gott ihn heilen und alles wäre in Ordnung. Ähnliches wird in der Tat im Brief an die Hebräer im Neuen Testament gelehrt.

Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind. – Hebräer 12,11

Nichts davon hat Hiob Trost gebracht, denn Hiobs Probleme waren die Folge der Prüfung, nicht der Sünde.

20 In Hungersnot wird er dich vom Tod erlösen und im Krieg von der Gewalt des Schwertes;
21 vor der Geißel der Zunge wirst du geborgen sein und wirst die Verwüstung nicht fürchten, wenn sie kommt.
22 Über Verwüstung und Dürre wirst du lachen und vor den wilden Tieren der Erde nicht erschrecken,
23 denn mit den Steinen des Feldes stehst du im Bund, und das Wild des Feldes hält Frieden mit dir.
24 Du wirst erfahren, dass dein Zelt sicher ist, und betrachtest du deine Wohnung, so fehlt dir nichts.

Nach den Worten von Eliphas ist nur eines zwischen Hiob und absoluter Glückseligkeit gestanden und das war seine Sünde.

25 Du wirst erfahren, dass dein Same zahlreich wird und deine Sprösslinge wie das Gras auf Erden.

Es muss für Hiob äußerst schmerzhaft gewesen sein, dies zu hören, denn Hiobs Kinder waren bereits tot, und laut Eliphas war es seine eigene Schuld.

26 Du wirst in gutem Alter begraben werden, wie man Garben einbringt zu ihrer Zeit.

Ein langes Leben war in jenen Tagen der Wunsch fast aller, so wie es auch heute noch ist, und die Menschen werden fast alle Anstrengungen unternehmen, um ihr Leben noch ein wenig zu verlängern. Diese Aussicht hat jedoch nur zu Hiobs Verzweiflung beigetragen. Er hatte gewusst, wie es war, ein gesegnetes Leben zu führen, aber im Moment war alles Dunkelheit und Verzweiflung.

27 Siehe, das haben wir erforscht, so ist es; höre du darauf und merke es dir wohl!

Wie viele der heutigen Experten erklärt Eliphas sich und seine Gefährten zur Summe der Weisheit.

In biblischen Zeiten wurden Menschen, denen die Zukunft offenbart worden war, Propheten genannt, Menschen, die fälschlicherweise behaupteten, über solches Wissen zu verfügen, wurden falsche Propheten genannt. Um zwischen ihnen zu unterscheiden, wurden Propheten auf einem höheren Niveau gehalten, das heißt, sie mussten 100% der Zeit Recht haben. Stelle dich vor, wie es anders wäre, wenn unsere Experten heute diesen Standard einhalten würden!

Eliphas hat einige gute Dinge gesagt, aber als Berater hat er gescheitert, weil er das Problem falsch identifiziert hat. Man könnte sagen, dass er in dem, was er gesagt hat, mehr falsch gelegen hat als richtig.

Im nächsten Abschnitt wird Hiob seine Antwort auf diese Vorwürfe von Eliphas geben.

 

 

Kostenlose Beratung, aber nicht wirklich hilfreich

Hiob 5,8-17

8 Ich jedoch würde Gott suchen und Gott meine Sache darlegen,

Der Rat, den Eliphas jetzt gibt, ist nicht falsch, aber er ist dennoch falsch in dem, was er impliziert, indem er diesen Rat gibt.

    • Eliphas hat erstens impliziert, dass Hiob in dieser Situation war, weil er gesündigt hatte.

Bei alledem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott. – Hiob 1,22

Bei alledem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen. – Hiob 2,10c

    • Zweitens hat er impliziert, dass Hiob bis zu diesem Punkt seine Sache nicht vor Gott vertreten hatte.

Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt; und er warf sich auf die Erde nieder und betete an. Und er sprach: Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen; nackt werde ich wieder dahingehen. Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen; der Name des HERRN sei gelobt! – Hiob 1,20-21

Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen? – Hiob 2,10b

Unabhängig davon, ob wir durch unsere Sünde oder aus einem anderen Grund belastet sind, ist es richtig, unsere Sache vor Gott zu bringen.

Befiehl dem HERRN deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen. – Psalm 37,5

Befiehl dem HERRN deine Werke, und deine Pläne werden zustande kommen. – Sprüche 16,3

Wir sollen Gott suchen…

9 der große, unerforschliche Dinge tut, Wunder, die nicht zu zählen sind:

Groß ist der HERR und hoch zu loben, ja, seine Größe ist unerforschlich. – Psalm 145,3

O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege! – Römer 11,33

Eliphas beschreibt das Gute, das Gott tun kann, und hier gibt es doch keine Grenzen.

Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. – Lukas 1,37

10 Er gießt Regen auf die Erde und sendet Wasser über die Fluren;

Das erste gegebene Beispiel hat aus Gottes Hand in der Natur gestammt. Was Eliphas hier sagt, ist wahr, aber es hilft ihm nicht wirklich, seine Botschaft zu vermitteln.

Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. – Matthäus 5,45

Er ließ in den vergangenen Generationen alle Heiden ihre eigenen Wege gehen; und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen; er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude. – Apostelgeschichte 14,16-17

11 er erhöht die Niedrigen, und die Leidtragenden erlangen das Heil;

Wiederum ist das, was Eliphas sagt, wahr, da Jesus dasselbe mit anderen Worten in der Bergpredigt gesagt hat.

Diese Wahrheit kann jedoch nur beobachtet werden, wenn man das gesamte Leben einschließlich des Urteils nach dem Tod betrachtet.

12 er vereitelt die Anschläge der Listigen, dass ihre Hand sie nicht ausführen kann;

Diese Aussage ist manchmal wahr, aber nicht unbedingt wahr.

Weil der Richterspruch über die böse Tat nicht rasch vollzogen wird, darum ist das Herz der Menschenkinder davon erfüllt, Böses zu tun. – Prediger 8,11

Es geht um das trügerische Argument, warum lässt Gott schlechte Dinge geschehen? Die Behauptung in diesem Vers, dass Gott keine schlechten Dinge zulässt, und die Vorstellung, dass er keine schlechten Dinge zulassen sollte, sind beide falsch.

Es ist jedoch wahr, dass Gott alle Menschen für ihre bösen Taten richten wird.

13 er fängt die Weisen in ihrer List, und der Rat der Verschlagenen wird über den Haufen geworfen;
14 bei Tag stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tappen sie umher wie in der Nacht.

Dieser ist im Allgemeinen wahr und wurde als solcher im neuen Testament vom Apostel Paulus teilweise zitiert.

Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott; denn es steht geschrieben: »Er fängt die Weisen in ihrer List«. – 1. Korinther 3,19

15 Aber er rettet den Elenden vom Schwert, aus ihrem Rachen und aus der Hand des Starken,
16 sodass der Geringe Hoffnung fasst und die Frechheit ihr Maul verschließt.

Wieder bemerken wir, dass diese Ansicht von Gott ein bisschen seltsam ist. Ähnlich wie Satan es im Garten Eden und in der Versuchung Christi in der Wüste getan hat, wird genug Wahrheit gegeben, um einen denken zu lassen, dass alles wahr ist, aber es ist nicht alles wahr. Die von Eliphas präsentierte hypothetische Sicht auf Gott verdunkelt tatsächlich die Wahrheit und bietet Hiob keinerlei Erleichterung.

Was sagt Eliphas wirklich? Zusammenfassend, Hiob, halt einfach die Klappe und nimm die Strafe, die du verdient hast!

17 Siehe, wohl dem Menschen, den Gott zurechtweist! Darum verwirf die Züchtigung des Allmächtigen nicht!

 

 

Interessieren sich die Heiligen?

Hiob 5,1-8

Kurz zuvor hat Eliphas von Gottes Transzendenz über den Menschen geredet und hat Hiob mit einer Motte verglichen. Was er im Grunde impliziert hat, war, dass das Leben eines Menschen wertlos ist, es gibt keinen wirklichen Sinn im Leben. „Kann wohl ein Sterblicher gerecht sein vor Gott?“ hat er gefragt.

Als wir zu Beginn von Hiob 5 kommen, lernen wir etwas über die Religion von Eliphas, und ich muss sagen, dass etwas Seltsames daran ist, das der heutigen Lehre des Katholizismus ähnelt. An der Kirche von Rom ist wirklich nichts Christliches. Der Katholizismus war eher eine Überarbeitung der Religion, die sie bereits hatten. Konstantin aktualisierte seine Religion und gab den Gottheiten, die bereits verehrt wurden, christliche Namen.

Beachte in Vers 1, dass die Anbetung der Heiligen bereits zu Hiobs Zeiten praktiziert wurde, mehr als tausend Jahre bevor die Kirche von Rom entstanden ist.

1 Rufe doch! Ist einer da, der dir antwortet? Und an welchen von den Heiligen willst du dich wenden?

Wer waren die Heiligen, auf die sich Eliphas bezog? Sie waren größtenteils Mitglieder der Familie Noahs, die von ihren Vorfahren vergöttert wurden. Viele von ihnen haben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Namen, aber es gibt wirklich nur eine Reihe falscher Götter. Diese wurden bereits zu Hiobs Zeiten verehrt.

Es bleibt also die Frage, ob Hiob sich an einen dieser Heiligen oder falsche Gottheiten wenden könnte, um Hilfe zu erhalten. Welches würde oder könnte ihm helfen?

Die Antwort ist keine von ihnen. Bei Eliphas ging es jedoch nicht um ihre Unfähigkeit zu helfen, sondern um ihr mangelndes Interesse.

Das bringt uns zu einer anderen Frage: Warum glaubte Eliphas, dass die sogenannten Heiligen nicht daran interessiert wären, Hiob zu helfen? Seine Antwort: weil Hiob ein Narr war.

2 Denn den Narren bringt der Unmut um, und den Unverständigen tötet der Eifer.

Der Narr der Weisheitssprache ist ein Mann, der Gott nicht richtig beachtet.

Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« – Psalm 14,1

Eliphas gibt nun ein vielleicht hypothetisches Beispiel für einen Narren. Seine Beschreibung kommt dem, was Hiob widerfahren ist, zu nahe, um nur ein Zufall zu sein.

3 Ich selbst habe einen Narren gesehen, der Wurzel schlug, und sogleich verfluchte ich seine Wohnung.
4 Seine Kinder fanden keine Hilfe, und sie wurden im Tor zertreten, ohne dass es einen Retter gab;
5 seine Ernte verzehrte der Hungrige und holte sie ihm selbst aus den Dornhecken heraus, und sein Vermögen schnappten die Habgierigen weg.

Es ist seltsam, wie wir es tröstlich finden zu wissen, dass es jemand anderem genauso schlecht oder schlechter geht als uns.

 6 Denn Unglück wächst nicht aus dem Staub hervor, und Unheil sprosst nicht aus der Erde;

Hier sagt Eliphas, dass Unglück oder Probleme nicht wie Unkraut sind, das von selbst auftaucht. Die Implikation ist, dass wenn du Unglück erntest, es daran liegt, dass du den Boden kultiviert und die Samen von Unglück selbst gepflanzt hast.

7 sondern der Mensch ist zum Unglück geboren, wie die Funken nach oben fliegen.

Eine zweite Analogie sind Funken, buchstäblich Söhne der Flammen, die besonders dann nach oben fliegen, wenn das Feuer gerührt wird. Mit anderen Worten, Unglück ist etwas, das du für dich selbst aufgerührt hast.

8 Ich jedoch würde Gott suchen und Gott meine Sache darlegen…

Schließlich stolpert Eliphas irgendwie über die Wahrheit. Was auch immer dein Unglück ist, es gibt jemanden, der helfen kann, und er ist kein uninteressierter Heiliger. Er ist unser Vater im Himmel, der niemals schlummert oder schläft, sondern immer bereit ist und auf unseren Hilferuf wartet.

Ein kurioser Traum?

Hiob 4,12-21

12 Zu mir aber kam heimlich ein Wort, mein Ohr vernahm ein leises Flüstern;
13 in Schreckgedanken, durch Nachtgesichte erregt, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt,
14 da kam Furcht und Zittern über mich und durchschauerte alle meine Gebeine;
15 denn ein Geist ging an mir vorüber; die Haare meines Leibes standen mir zu Berge.
16 Er trat vor mich hin, und ich konnte sein Aussehen nicht erkennen; eine Gestalt war vor meinen Augen, ich hörte eine flüsternde Stimme:

Die erste Frage, die beantwortet werden muss, ist: Ist das Wort, das Eliphas hörte, von Gott gekommen?

Und er sprach: Hört doch meine Worte: Wenn jemand unter euch ein Prophet des HERRN ist, dem will ich mich in einem Gesicht offenbaren oder ich will in einem Traum zu ihm reden. – 4. Mose 12,6

Zunächst hat er aber nicht gesagt, dass das Wort des Herrn zu ihm gekommen ist, sondern dass nur ein Wort zu ihm gekommen ist.

Zweitens ist das Wort, das zu ihm gekommen war, insgeheim gekommen und war schwer zu erkennen.

    • Das Wort ist ihm während eines tiefen Schlafes gekommen. Ein Merkmal des Tiefschlafes ist, dass wir uns an nichts erinnern und uns nicht bewusst sind, was geschieht.
    • In 1. Mose 2,21 war Adam in einem tiefen Schlaf, als Gott die Rippe entfernte, mit der er Eva gemacht hatte.
    • In 1. Mose 15,12 ist dasselbe mit Abraham geschehen, als er tief geschlafen hat, als nur Gott den Bund bestätigt hat.

Denn der HERR hat über euch einen Geist tiefen Schlafes ausgegossen, und er hat eure Augen, die Propheten, verschlossen und eure Häupter, die Seher, verhüllt. Darum ist alle Offenbarung für euch geworden wie die Worte eines versiegelten Buches. Wenn man dieses einem gibt, der lesen kann, und zu ihm sagt: Lies das!, so antwortet er: Ich kann nicht, weil es versiegelt ist! Wenn man aber das Buch einem gibt, der nicht lesen kann, und zu ihm sagt: Lies das!, so spricht er: Ich kann nicht lesen! – Jesaja 29,10-12

    • Im Gegensatz dazu war das Wort, das Petrus vom Himmel gehört hat, klar und verständlich.

Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!« Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her ergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. – 2. Petrus 1,17-19

Drittens scheint das Wort, das er gehört hat, zu implizieren, dass Gott sich nicht um die Menschen kümmert, die er geschaffen hat.

17 Kann wohl ein Sterblicher gerecht sein vor Gott, oder ein Mann rein vor seinem Schöpfer?

Der Punkt, den Eliphas hier macht, ist nicht, ob es einem Menschen möglich ist, Gutes zu tun oder nicht, sondern dass Gott so transzendent ist, dass Gott es nicht bemerken würde, selbst wenn ein Mann gut wäre.

18 Siehe, seinen Dienern traut er nicht, seinen Engeln wirft er Irrtum vor;
19 wie viel mehr denen, die in Lehmhütten wohnen, die auf Staub gegründet sind, die wie Motten zerstört werden!

Wenn Gott seinen Engeln nicht vertraut und sie des Irrtums beschuldigt, warum sollte er sich dann mit Menschen befassen, die unter den Engeln erschaffen wurden?

Eine ähnliche Frage wird in Psalm 8 gestellt:

Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? – Psalm 8,4-5

Die Antwort wird in den folgenden Versen gegeben:

Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füße gelegt: Schafe und Rinder allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes; die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht. HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde! – Psalm 8,6-10

Dieser Vers bezieht sich insbesondere auf zwei Menschen: Adam und Christus. Adam, der als Herrscher der Schöpfung versagt hat, und Jesus, der diese Rolle vollkommen erfüllt.

Manchmal wirft Satan diesen Satz in unsere Richtung: Wenn Gott existiert, würde er sich immer noch nicht wirklich um uns kümmern.

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

20 Zwischen Morgen und Abend gehen sie zugrunde; ehe man sich’s versieht, sind sie für immer dahin.
21 Wird nicht ihr Zeltstrick abgerissen? Sie sterben, ohne Weisheit erlangt zu haben.

Die zweite Frage aus diesem Text lautet: Was hat Eliphas wirklich zu Hiob gesagt?

„Hiob, all die Anstrengungen, die du unternommen hast, um aufrichtig zu leben und für deine Kinder zu beten, waren es nicht wirklich wert. Du hast behauptet, nichts falsch gemacht zu haben, aber du bist wirklich genauso schlecht wie alle anderen.“

Obwohl einige der Aussagen von Eliphas richtig waren, war er völlig falsch darin, diese Sachen auf Hiob anzuwenden. Hiob war nicht wegen seines persönlichen Versagens in dieser Situation. Er wurde geprüft, weil Gott ihn als würdigen Gegner für Satan angesehen hat.

Passieren guten Menschen schlechte Dinge?

Hiob 4,1-11

Nachdem Hiob aufgehört hatte zu reden, begann einer seiner Freunde zu sprechen.

1 Da ergriff Eliphas, der Temaniter, das Wort und sprach:
2 Wenn man ein Wort an dich richtet, wird es dich verärgern? Aber Worte zurückhalten, wer könnte das?

Die erste Frage, die wir stellen müssen, ist: Wer ist dieser Eliphas?

    • Er war ein Freund von Hiob. Er hat alle dringenden Verpflichtungen, die er hatte, verlassen um in einer Zeit der Not bei Hiob zu sein.
    • Er ist aus einer Stadt in Edom gestammt, die für ihre Weisheit bekannt war.

Über Edom: So spricht der HERR der Heerscharen: Ist denn keine Weisheit mehr in Teman? Ist den Verständigen der Rat abhandengekommen? Ist ihre Weisheit ausgeschüttet? – Jeremia 49,7

Aus seiner Eröffnungsrede geht hervor, dass er wirklich um Hiob besorgt war.

    • Er ist eine ganze Woche mit Hiob da gesessen, ohne ein Wort zu sagen, und hat darauf gewartet, dass Hiob etwas sagte.
    • Er hat geduldig gewartet, als Hiob angefangen zu sprechen hat und hat den Tag verflucht, an dem er geboren wurde.
    • Er hat Hiob nun um Erlaubnis zu sprechen gebeten: „Wenn man ein Wort an dich richtet, wird es dich verärgern?“
    • Die Frage war wirklich rhetorisch, da er nicht auf eine Antwort gewartet hat.
    • Stattdessen hat er sein Reden mit einer anderen rhetorischen Frage begründet: „Aber Worte zurückhalten, wer könnte das?“

Als nächstes beginnt Eliphas seine Enttäuschung über Hiob auszudrücken.

3 Siehe, du hast viele unterwiesen und hast müde Hände gestärkt.
4 Deine Worte haben den Strauchelnden aufgerichtet, und wankende Knie hast du gekräftigt.
5 Nun aber, da es an dich kommt, bist du verzagt; weil es dich trifft, bist du bestürzt!

Es gibt viel im Buch Hiob, das uns auf Christus hinweist, und dies ist ein Beispiel dafür hier. Als Jesus am Kreuz gehängt hat, hat es Menschen in der Menge gegeben, die ähnliche Dinge über ihn gesagt haben.

Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten! Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, und wir wollen ihm glauben! – Matthäus 27,42

Es war etwas, was der Apostel Paulus selbst befürchtet hat, bekanntermaßen anderen geholfen zu haben, als er in seinem eigenen Leben nur versagt hat.

So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde. – 1. Korinther 9,26-27

Was er wirklich gemeint hat, war, dass Hiob nur ein Heuchler war.

6 Ist nicht deine Gottesfurcht deine Zuversicht, und die Tadellosigkeit deines Weges deine Hoffnung?

Wieder werden wir an die Spötter erinnert, als Jesus am Kreuz gehängt hat.

Er hat auf Gott vertraut; der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn! – Matthäus 27,43

7 Bedenke doch: Ist je ein Unschuldiger umgekommen, und wo wurden Rechtschaffene vertilgt?

Wir haben einen Vorteil gegenüber Eliphas, da wir die ersten beiden Kapitel des Buches gelesen haben, aber selbst er hätte wissen müssen, dass die Antwort „ja“ lautet, manchmal sterben sogar die Unschuldigen! Jesus selbst ist das beste Beispiel dafür.

8 Soviel ich gesehen habe: Die Unrecht pflügen und die Unheil säen, die ernten es auch.
9 Durch Gottes Odem kommen sie um; durch den Hauch seines Zornes werden sie verzehrt.
10 Das Brüllen des Löwen und die Stimme des Junglöwen [verstummt], und die Zähne der jungen Löwen werden ausgebrochen.
11 Der Löwe kommt um aus Mangel an Beute, und die Jungen der Löwin zerstreuen sich.

Endlich sagt er etwas richtig. Es ist absolut wahr, wie der Apostel Paulus gesagt hat:

Irrt euch nicht: Gott lässt sich nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. – Galater 6,7

Aber selbst wenn er die richtigen Worte gesagt hat, war er in seiner Schlussfolgerung völlig falsch. Sein Argument ist wie folgt:

      • Schlechte Dinge passieren Menschen, die schlecht sind.
      • Dir ist etwas Schlimmes passiert.
      • Du musst schlecht sein.

Die logische Begründung in dieser Aussage ist ungültig. Ich gebe ein weiteres Beispiel, um dies zu zeigen:

      • Vögel haben zwei Beine.
      • Du hast zwei Beine.
      • Deshalb musst du ein Vogel sein.

Das stimmt nicht!

Jesus selbst war einmal mit genau diesem Argument konfrontiert.

Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, sodass dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden! – Johannes 9,1-3

Genau das ist Hiob passiert, aber Eliphas konnte es nicht sehen.

Manchmal ist es auch für uns schwer zu sehen. Dann müssen wir einfach Gott vertrauen.