Wenn ihr aber fastet…

Matthäus 6,16-18

16 Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.
17 Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,
18 damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

Dies ist das dritte von drei Beispielen dafür, wie die Juden ihre Frömmigkeit falsch gemessen haben.

    • Das Geben von Almosen, um von Menschen gesehen zu werden. (Matthäus 6,1-4)
    • Das Beten an den Straßenecken um von den Leuten bemerkt zu werden. (Matthäus 6,5-6)
    • Das Entstellen der Gesichter mit einem traurigen Gesicht, damit sie den Menschen als Fasten erscheinen.

Nach dem alttestamentlichen Gesetz war nur ein Fasten erforderlich.

Am zehnten [Tag] in diesem siebten Monat ist der Versöhnungstag, der soll euch eine heilige Versammlung sein; und ihr sollt eure Seelen demütigen und dem HERRN ein Feueropfer darbringen; und ihr sollt an diesem Tag keine Arbeit verrichten, denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu erwirken vor dem HERRN, eurem Gott. – 3. Mose 23,27-28

Der Sinn der Demütigung der Seele bestand darin, sich von allem zurückzuziehen, was in irgendeiner Weise von ehrlicher Selbstprüfung und Reue vor Gott ablenken würde.

Daraus lernten die Juden, in Zeiten tiefen, konzentrierten Gebets auf Essen zu verzichten.

Beispiele für das Fasten.

    • Esther fastete, bevor sie sich König Ahasveros näherte, um für ihr Volk einzutreten.
    • Esra fastete und betete um Sicherheit bei der Rückkehr in das Land Israel.

Denn ich schämte mich, vom König ein Heer und Reiter anzufordern, die uns gegen den Feind auf dem Weg helfen könnten; denn wir hatten mit dem König geredet und gesagt: »Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zu ihrem Guten; seine Stärke aber und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen!« So fasteten wir und erflehten dies von unserem Gott; und er erhörte uns. – Esra 8,22-23

    • Die Kinder Israel fasteten und trauerten während der 70 Jahre der Gefangenschaft.

Der Punkt ist, dass Fasten Abstinenz von dem ist, was normalerweise im täglichen Leben akzeptabel ist.

Da stieg Mose vom Berg herab zum Volk und heiligte das Volk; und sie wuschen ihre Kleider. Und er sprach zum Volk: Seid bereit für den dritten Tag, keiner nahe sich seiner Frau! – 2. Mose 19,14-15

Schalte das Radio aus! Schalte den Fernseher aus! Schalte dein Handy aus! Schalte die Spielekonsole aus! Schalte den Computer aus!

Wie kannst du dich möglicherweise auf Gott konzentrieren, während du E-Mails, Texte und Updates aus sozialen Medien erhalten?

»Seid still und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhaben sein unter den Völkern, ich werde erhaben sein auf der Erde!« – Psalm 46,11

Es gibt auch ein Beispiel für falsches Fasten im Alten Testament.

Rufe aus voller Kehle, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie ein Schopharhorn und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde! Sie suchen mich Tag für Tag und begehren, meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat; sie verlangen von mir gerechte Urteile, begehren die Nähe Gottes: »Warum fasten wir, und du siehst es nicht, warum kasteien wir unsere Seelen, und du beachtest es nicht?« — Seht, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an! – Jesaja 58,1-3

Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und dreinzuschlagen mit gottloser Faust; ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte. – Jesaja 58,4

Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem HERRN wohlgefälligen Tag? – Jesaja 58,5

Was ist stattdessen zu tun?

Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht? – Jesaja 58,6

Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst? – Jesaja 58,7

Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen; deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deine Nachhut sein! Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten; du wirst schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! – Jesaja 58,8-9a

Wenn ihr aber fastet…

Jesus hat erwartet, dass seine Jünger fasten würden.

Und die Jünger des Johannes und die der Pharisäer pflegten zu fasten; und sie kamen zu ihm und fragten: Warum fasten die Jünger des Johannes und der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, und dann, in jenen Tagen, werden sie fasten. – Markus 2,18-20

…sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler…

Er sagte aber auch zu etlichen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner da. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme! Und der Zöllner stand von ferne, wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. – Lukas 18,9-14

…denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, dass sie fasten.

    • Sie haben nicht für Gott gefastet.
    • Sie haben gefastet, um von Menschen gesehen zu werden.

Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen.

Fasten ohne bemerkt zu werden.

Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht…

…damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest…

Fasten von Gott bemerkt zu werden.

…damit es… von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

Fasten ist weder geboten noch verboten und nur dann von Vorteil, wenn es unter der Führung des Heiligen Geistes durchgeführt wird.

 

Für Schaden geachtet

Philipper 3,4-7

4 obwohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr:
5 beschnitten am achten Tag, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer,
6 im Hinblick auf den Eifer ein Verfolger der Gemeinde, im Hinblick auf die Gerechtigkeit im Gesetz untadelig gewesen.
7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet

In einer ähnlichen Stelle in 2. Korinther hat Paulus deutlich gemacht, dass es töricht ist, sich im Fleisch zu rühmen.

Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie in Torheit, in diesem zuversichtlichen Rühmen. Da viele sich rühmen nach dem Fleisch, will auch ich mich rühmen. – 2. Korinther 11,17-18

Er hat dann eine Liste gegeben, die der hier gegebenen ähnlich ist, von Sachen, mit denen er sich rühmen könnte, wenn es irgendeinen Gewinn beim Rühmen gegeben hätte.

Er hat dabei behauptet, wie lang die Liste anderer auch sei, seine sei noch länger.

Danach hat er klar gemacht, dass eine solche Prahlerei keinen Sinn macht.

Das Rühmen nützt mir freilich nichts – 2. Korinther 12,1a

In seiner Liste hier in Philipperbrief erwähnt Paulus sieben Sachen.

    • beschnitten am achten Tag

Er wurde als Jude geboren und seine Eltern waren entschlossen, ihn richtig zu erziehen.

    • aus dem Geschlecht Israel

Er hat  zu Gottes auserwähltem Volk gehört und hatte alle Segnungen, die damit einhergegangen sind.

Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind, denen die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse gehören und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen; ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Amen! – Römer 9,3-5

    • vom Stamm Benjamin

Benjamin war der einzige Sohn Jakobs, der im verheißenen Land geboren wurde.

Seine Eltern hatten ihn nach dem ersten König Israels benannt, der ebenfalls aus diesem Stamm gestammt hat.

    • ein Hebräer von Hebräern

Er war nicht wie die Hellenisten, die nur Griechisch gesprochen haben.

    • im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer

Dieser Begriff bedeutet die Abgesonderte. Sie waren besonders darum bemüht, die kleinsten Punkte des Gesetzes einzuhalten.

Sie würden sich weigern, Essen zu essen, für das der Zehnte nicht bezahlt worden war.

    • im Hinblick auf den Eifer ein Verfolger der Gemeinde

Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehört, dass ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Geschlecht übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferungen meiner Väter. – Galater 1,13-14

Es gab zwei Probleme mit seinem vorherigen Eifer:

Es wurde alles vom Fleisch getan.

Aber mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend im Unglauben getan habe. – 1. Timotheus 1,13

Es war „nicht nach der rechten Erkenntnis.“ – Römer 10,2

    • im Hinblick auf die Gerechtigkeit im Gesetz untadelig gewesen.

Da sah Paulus den Hohen Rat eindringlich an und sprach: Ihr Männer und Brüder, ich habe mein Leben mit allem guten Gewissen vor Gott geführt bis zu diesem Tag. – Apostelgeschichte 23,1

Daher übe ich mich darin, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott und den Menschen. – Apostelgeschichte 24,16

Sie sind Hebräer? Ich bin es auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Abrahams Same? Ich auch. Sie sind Diener des Christus? Ich rede unsinnig: Ich bin’s noch mehr! – 2. Korinther 11,22-23a

7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet

Christus zu erkennen ist weitaus wichtiger als alles andere!

Es ist egal, wer du bist oder wo du geboren wurdest oder was du im Leben erreicht hast. All diese Sache sind in der Ewigkeit wertlos, wenn du Christus nicht kennst.

Was für eine Ausbildung hast du? Es bedeutet nichts, wenn du Christus nicht kennst.

Wie viel Geld hast du auf deinem Konto? Es ist wertlos, wenn du Christus nicht kennst.

Wie viele Freunde hast du? Bist du wirklich beliebt oder vielleicht sogar berühmt? Es ist alles nichts, ohne Christus zu kennen.

Das einzige Opfer, das die Sünde wegnehmen kann

3. Mose 9

1 Und es geschah am achten Tag, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten von Israel zu sich,
2 und er sprach zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer, beide makellos, und bringe sie dem HERRN dar.
3 Und rede zu den Kindern Israels und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Sündopfer und ein Kalb und ein Lamm, ein Jahr alt und makellos, zum Brandopfer,
4 ferner einen Stier und einen Widder zum Friedensopfer, um sie vor dem HERRN zu opfern, und ein mit Öl angerührtes Speisopfer; denn heute wird euch der HERR erscheinen!

Dies ist eine Woche nach den Opfern von Kapitel 8. Es ist das erste Mal, dass Aaron selbst die Opfer opfert.

Beachte, dass das Sündopfer und das Brandopfer zweimal enthalten sind.

Einmal für Aaron.

    • Ein makelloses junges Kalb zum Sündopfer um Aaron zu reinigen.
    • Einen makellosen Widder zum Brandopfer um Aaron zu versöhnen.

Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen eingesetzt in dem, was Gott betrifft, um sowohl Gaben darzubringen als auch Opfer für die Sünden. Ein solcher kann Nachsicht üben mit den Unwissenden und Irrenden, da er auch selbst mit Schwachheit behaftet ist; und um dieser willen muss er, wie für das Volk, so auch für sich selbst Opfer für die Sünden darbringen. Und keiner nimmt sich selbst diese Ehre, sondern der [empfängt sie], welcher von Gott berufen wird, gleichwie Aaron. – Hebräer 5,1-4

Einmal für das Volk.

    • Einen makellosen Ziegenbock zum Sündopfer um das Volk zu reinigen.
    • Ein makelloses Kalb und ein makelloses Lamm, ein Jahr alt, zum Brandopfer um das Volk zu versöhnen.

Jesus hat all diese Anforderungen für uns erfüllt.

Denn ein solcher Hoherpriester tat uns not, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als die Himmel ist, der es nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, danach für die des Volkes; denn dieses [Letztere] hat er ein für alle Mal getan, indem er sich selbst als Opfer darbrachte. – Hebräer 7,26-27

    • Jesus als unser Sündopfer reinigt uns von aller Sünde.

wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,7

    • Jesus als unser Brandopfer versöhnt uns mit Gott.

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. – Epheser 2,13

5 Und sie brachten, was Mose geboten hatte, vor den Eingang der Stiftshütte, und die ganze Gemeinde trat herzu und stand vor dem HERRN.
6 Da sprach Mose: Das ist es, was der HERR geboten hat; das sollt ihr tun, so wird euch die Herrlichkeit des HERRN erscheinen!

Uns ist die Herrlichkeit des HERRN durch das Kreuz erscheinen.

Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! Die Menge nun, die dabeistand und dies hörte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet! Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen. Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. – Johannes 12,28-32

7 Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und erwirke Sühnung für dich und das Volk. Danach bringe das Opfer des Volkes dar und erwirke Sühnung für sie, wie der HERR es geboten hat!
8 Da trat Aaron zum Altar und schächtete das Kalb des Sündopfers, das für ihn war.
9 Und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er tauchte seinen Finger in das Blut und tat davon auf die Hörner des Altars und goss das [übrige] Blut an den Fuß des Altars.
10 Aber das Fett und die Nieren und den Leberlappen des Sündopfers ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, so wie der HERR es Mose geboten hatte.
11 Und das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers.

Die ersten Opfer des Morgens waren für Aaron.

Durch das Opfer des Sündopfers wurde Aaron rein gemacht.

12 Danach schächtete er das Brandopfer, und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum an den Altar.
13 Und sie brachten das Brandopfer, in seine Stücke zerlegt, samt dem Kopf zu ihm, und er ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen.
14 Und er wusch die Eingeweide und die Schenkel und ließ sie über dem Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen.

Durch das Opfer des Brandopfers wurde Aaron heilig gemacht.

Erst jetzt kann er in das Allerheiligste eintreten, um die Sünden des Volkes zu versöhnen.

15 Danach brachte er die Opfergabe des Volkes herzu, und er nahm den Bock, das Sündopfer des Volkes, und schächtete ihn und opferte ihn als Sündopfer wie das vorige.

Durch das Opfer des Sündopfers wurde das Volk rein gemacht.

16 Danach brachte er das Brandopfer herzu und opferte es nach der Vorschrift.

Durch das Opfer des Brandopfers wurde das Volk heilig gemacht.

17 Er brachte auch das Speisopfer herzu und nahm eine Handvoll davon und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, außer dem Brandopfer des Morgens.

Das Speisopfer erinnerte an die großen Dinge, die Gott für sie getan hatte. Es war auch ein Bild des Leibes Christi.

18 Danach schächtete er den Stier und den Widder als das Friedensopfer für das Volk. Und die Söhne Aarons brachten ihm das Blut; das sprengte er ringsum an den Altar.
19 Aber die Fettstücke von dem Stier, und von dem Widder den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und die Nieren und den Leberlappen,
20 alle diese Fettstücke legten sie auf die Bruststücke; und er ließ die Fettstücke auf dem Altar in Rauch aufgehen.
21 Aber die Brust und die rechte Keule webte Aaron als Webopfer vor dem HERRN, wie es Mose geboten hatte.

Das Friedensopfer stellte die Gemeinschaft mit Gott wieder her, die durch die Sünde zerstört worden war.

Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und den Nahen; denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. – Epheser 2,14-18

22 Danach streckte Aaron seine Hand aus zu dem Volk hin und segnete es; und er stieg herab, nachdem er das Sündopfer, das Brandopfer und das Friedensopfer dargebracht hatte.
23 Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte hinein. Und als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk,
24 und es ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte das Brandopfer und die Fettstücke auf dem Altar. Als das ganze Volk dies sah, jubelten sie und fielen auf ihr Angesicht.

Als die Menschen gesehen haben, dass Gott ihre Opfer angenommen hatte, freuten sie sich und fielen vor Gott auf ihr Angesicht und beteten an.

Es gab jedoch ein Problem. Diese Opfer mussten immer wieder wiederholt werden. Die Sünde wurde einfach ungestraft gelassen, aber nie weggenommen.

Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt oftmals dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden hinwegnehmen können; Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt, und er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt werden. Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden. – Hebräer 10,11-14

Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. – Römer 3,25-26

Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!« – 2. Petrus 1,17

Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des HERRN wird in seiner Hand gelingen. Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen. – Jesaja 53,10-11

Herr lehre uns Beten (Teil 4)

Matthäus 6,9-15

9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name.
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
11 Gib uns heute unser tägliches Brot.
12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Unsere hier erwähnte Schuld ist Sünde!

Die parallele Aussage aus Lukasevangelium:

Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist! – Lukas 11,4

Die Verpflichtung zur Versöhnung liegt immer bei uns.

Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe! – Matthäus 5,23-24

Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen nicht vergeben. – Markus 11,25-26

Das Prinzip wird in den Versen 14 und 15 wiederholt und erklärt. Der Vater wird mit unserer Sünde umgehen, je nachdem, wie wir mit den Schulden anderer umgehen.

14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.
15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Warum ist es notwendig, dies zuerst zu tun?

Weil Gott heilig ist und ich nicht in seine Gegenwart kommen kann, wenn ich nicht heilig bin.

Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr nicht erhört – Psalm 66,18

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. – 1. Johannes 1,8-9

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. – 1. Johannes 2,1-2

Das dritte persönliche Anliegen besteht aus zwei Teilen:

    • Führe uns nicht in Versuchung.

    • Errette uns von dem Bösen.

Du könntest fragen, wie kann Gott gut sein, wenn er mich in Versuchung führt.

Aber, eine negative Anfrage bedeutet nicht unbedingt, dass das Positive anders zu erwarten ist.

Versuchung ist nicht immer eine schlechte Sache.

Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. – Matthäus 4,1

Die Versuchung bestand nicht darin, zu sehen, ob er Böses tun würde, sondern zu beweisen, dass er es nicht tun würde.

Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich geführt hat diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. – 5. Mose 8,2

Hiob gehört zu den vielen Beispielen von jemandem, der aus diesem Grund Versuchungen ertragen hat.

Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. – Jakobus 1,12

Selbst wenn Gott zulässt, dass wir zum Zweck der Prüfung versucht werden, ist er nicht die Quelle der tatsächlichen Versuchung.

Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand; sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird. – Jakobus 1,12-14

Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt. – 1. Korinther 10,13

Dies bringt uns zur anderen Hälfte dieser Anliege: Errette uns von dem Bösen.

Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder! – Lukas 22,31-32

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. – 1. Petrus 5,8-9

Der beste Weg, Satan zu widerstehen, ist mit Gottes Hilfe, die wir durch Beten erhalten.

Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen! – 1. Petrus 5,10

Nun kommen wir zum Abschluss des Gebets.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Zum Abschluss des Gebets werden Gott drei Dinge zugeschrieben:

    • Das Recht auf das Königreich.

Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände. – Jesaja 64,7

Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. – Psalm 100,3

    • Die Macht über seine Schöpfung.

Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft – Hebräer 1,2b-3a

Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. – Kolosser 1,16-17

    • Die Ehre seiner Vorrangstellung

Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. – Kolosser 1,18

Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9-11

Die wahren Anbeter

Philipper 3,3

2 Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!
3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geist dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen,

In Vers 3 fährt Paulus fort, dass die wahre „Beschneidung“, wieder ein Sammelbegriff, diejenigen sind, die mit der Beschneidung Christi beschnitten werden.

In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden, in der Beschneidung des Christus, da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. – Kolosser 2,11-12

Befürworter von Kindertaufe verwenden diese Verse in Kolosser, um zu sagen, dass es ein christlicher Ersatz für die Beschneidung des alttestamentlichen Gesetzes ist. Es gibt jedoch mindestens zwei Probleme mit dieser Theorie:

    • Zunächst erfolgt die in diesem Vers beschriebene Taufe durch Untertauchen, die ein Bild dem Tod, der Bestattung und der Auferstehung Jesu Christi enthält.
    • Zweitens werden in diesen Versen nur Gläubige als getauft dargestellt, was für Kindertaufe eindeutig nicht zutreffen würde.

Wiederum verwendet Paulus drei Nebensätze, um zu beschreiben, wer in der wahren Beschneidung enthalten ist.

„die wir Gott im Geist dienen“

Dienen bedeutet Anbetung in diesem Vers.

Der Geist hier ist der Heilige Geist.

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. – Johannes 4,24

„die wir… uns in Christus Jesus rühmen“

Paulus hat Teile von Jeremia 9,23 in 1. und 2. Korinther zitiert, und er hat dies auch hier getan.

So spricht der HERR: Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er Einsicht hat und mich erkennt, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden! Denn daran habe ich Wohlgefallen, spricht der HERR. – Jeremia 9,22-23

Es ist interessant, dass der Kontext dort wie hier die Beschneidung des Herzens beinhaltete.

Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da werde ich alle heimsuchen, die, obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind… denn alle Heiden sind unbeschnitten, das ganze Haus Israel aber hat ein unbeschnittenes Herz. – Jeremiah 9,24-25

„die wir… nicht auf Fleisch vertrauen“

Auf das Fleisch vertrauen heißt nicht auf den Herrn vertrauen.

Dieses Thema wird in den nächsten Versen weiter diskutiert, da Paulus viel mehr dazu zu sagen hatte. Im Moment genügt es zu sagen, dass das Vertrauen eines wahren Christen nur auf Christus besteht.

 

 

Herr lehre uns Beten (Teil 3)

Matthäus 6,9-13

9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name.
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
11 Gib uns heute unser tägliches Brot.
12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Gib uns heute unser tägliches Brot.

    • Brot war ein Begriff, der nicht nur für Brot, sondern allgemein für Lebensmittel verwendet wurde.
    • Das übersetzte Wort „tägliches“ kommt nur einmal in der Bibel und nirgendwo anders in der griechischen Literatur vor.
    • Mögliche Bedeutungen: Für die Existenz benötig, Heute, oder Morgen

Gott hat den Menschen nicht gemacht und ihn dann vergessen, er wollte, dass die Menschen essen.

Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen – 1. Mose 1,29

Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. – 1. Mose 9,3

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind. – Psalm 103,13-14

Eine der fortlaufenden Tätigkeiten Gottes ist die Versorgung seiner Schöpfung.

Hebräer 1,3 sagt uns das er „trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft“.

denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. – Psalm 50,10

Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, dass sie dem Menschen dienen, damit er Nahrung hervorbringe aus der Erde; und damit der Wein das Herz des Menschen erfreue, und das Angesicht glänzend werde vom Öl, und damit Brot das Herz des Menschen stärke. – Psalm 104-14-15

Da ist das Meer, so groß und weit ausgedehnt; darin wimmelt es ohne Zahl von Tieren klein und groß; da fahren die Schiffe, der Leviathan, den du gemacht hast, dass er sich darin tummle. Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt; verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub; sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde. – Psalm 104,27-30

Gott ist ein Spezialist, wenn es um unsere Bedürfnisse geht.

Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. – Matthäus 6,8

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. – Psalm 37,25

Obwohl es unmöglich ist, ohne Essen zu leben, ist es nicht der wichtigste Teil unseres Lebens.

Essen sollte als Mittel zum Zweck gesehen werden, nicht als Zweck selbst.

Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von all dem lebt, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht. – 5. Mose 8,3

Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? – Matthäus 6,25

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! – Matthäus 6,31-33

Elia ist ein herausragendes Beispiel für Gottes Versorgung.

Könige 17,8-16
8 Da erging das Wort des HERRN an ihn folgendermaßen:
9 Mache dich auf und geh nach Zarpat, das bei Zidon liegt, und bleibe dort; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt!
10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe dort, die Holz sammelte. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann!
11 Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit!
12 Sie aber sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben!
13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mache es, wie du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bring ihn mir heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen.
14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der HERR es auf den Erdboden regnen lassen wird!
15 Und sie ging hin und machte es so, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch samt ihrem Haus viele Tage lang.
16 Der Mehltopf wurde nicht leer, und das Öl im Krug wurde nicht weniger, nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.

Salomos Worte in den Sprüche helfen uns zu wissen, wie wir um Essen beten sollen.

Zweierlei erbitte ich mir von dir, das wollest du mir nicht versagen, ehe ich sterbe: Falschheit und Lügenwort entferne von mir; Armut und Reichtum gib mir nicht, nähre mich mit dem mir beschiedenen Brot; Dass ich nicht aus Übersättigung dich verleugne und sage: Wer ist der HERR?, Dass ich aber auch nicht aus lauter Armut stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife!« – Sprüche 30,7-9

Habt acht!

Philipper 3,2

2 Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung!

Die drei Warnungen hier beziehen sich nicht auf drei Gruppen, sondern auf eine Gruppe, für die Paulus drei Namen verwendet hat.

Habt acht auf die Hunde!

Hunde wurden aufgrund ihrer Essgewohnheiten als unreine Tiere angesehen. Die Juden haben die Heiden Hunde genannt, weil sie die jüdischen Vorschriften bezüglich des Essens nicht beachtet haben.

Hunde (das heißt Menschen, die als Hunde beschrieben werden) sind in Offenbarung 22, 15 von den Segnungen des Himmels ausgeschlossen.

Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. – Offenbarung 22,15

Habt acht auf die bösen Arbeiter!

Diese sind identisch mit den betrügerischen Arbeitern von 2. Korinther 11,13.

Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. – 2. Korinther 11,13

Sie sind das Gegenteil des unverschämten Arbeiters in 2. Timotheus 2,15.

Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. – 2. Timotheus 2,15

Habt acht auf die Zerschneidung!

Diese dritte Beschreibung ist der Schlüssel zur Identifizierung, über wen Paulus geschrieben hat.

Das Wort „Zerschneidung“ ist hier ein Wortspiel.

Für Paulus hatte die Beschneidung eine Bedeutung, die über ihren wörtlichen Sinn hinausgegangen ist, indem sie die Reinigung und Hingabe des Herzens beschrieben hat.

Diese Bedeutung findet sich auch im Alten Testament:

So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid nicht mehr halsstarrig! – 5. Mose 10,16

Beschneidet euch für den HERRN und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von Juda und ihr Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer, das niemand löschen kann, wegen der Bosheit eurer Taten! – Jeremia 4,4

Die „Zerschneidung“ wird von Paulus als Sammelbegriff verwendet, um falsche Lehrer zu beschreiben, die gelehrt haben, dass alle Christen an das Gesetz des Alten Testaments gebunden seien und daher unter anderem beschnitten werden sollten.

Wir sprechen oft von Hunden als dem besten Freund des Menschen, aber diese Hunde sind nicht der Typ, dem wir nahe kommen wollen. Auf dem Schild steht „Vorsicht vor Hunden“. Es ist ratsam, auf das Schild zu achten.

Herr, lehre uns beten (Teil 2)

Matthäus 6,9-13

9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel! Geheiligt werde dein Name.
10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
11 Gib uns heute unser tägliches Brot.
12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.
13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Vater ist eine besondere Beziehung, die Jesus zu Gott hatte, die er aber gerne mit uns teilen wollte, als er uns befohlen hat, „Unser Vater“ zu beten.

Jesus bezeichnet Gott im Matthäusevangelium 43 Mal als Vater.

    • 21 Mal als „mein Vater“ (16), „sein Vater“ (1), „der Vater“ in Bezug auf sein Vater (2), oder nur „Vater“ (2).
    • 21 Mal als „euer Vater“ (14), „dein Vater“ (5), „ihr Vater“ (1), oder „unser Vater“ (1).
    • 1 Mal als „der Vater“.

Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. – Matthäus 23,9

Jesus hat Gott in seinen Gebeten oft als Vater bezeichnet.

    • Jesus hat dreimal im Garten von Gethsemane gebetet.

z. B. Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! – Matthäus 26,39

    • Jesus hat dreimal am Kreuz gebetet.

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! – Lukas 23,34

Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« – Matthäus 27,46

Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! – Lukas 23,46

    • Drei Gebete Jesu sind im Johannesevangelium aufgezeichnet.

Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. – Johannes 11,41

Vater, verherrliche deinen Namen! – Johannes 12,28

​Sechsmal in einem einzigen Gebet in Kapitel 17.

        • Vater… (1, 5, 21, 24)
        • Heilige Vater… (11)
        • Gerechte Vater … (25)

Gott wird im Alten Testament dreimal als „unser Vater“ bezeichnet.

Und doch bist du unser Vater; denn Abraham weiß nichts von uns, und Israel kennt uns nicht; du aber, o HERR, bist unser Vater, und dein Name ist »Unser Erlöser von Ewigkeit her«! – Jesaja 63,16

Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände. – Jesaja 64,7

Als nächstes finden wir eine Aussage über Gottes Standort: „der du bist im Himmel!“

Unter dieser Aussage verstehen wir, dass Gott hoch und erhaben ist und dass wir im Vergleich niedrig und hilflos sind.

Er ist jedoch unser Vater, was darauf hinweist, dass er sich uns nahe gemacht hat und daher zugänglich ist.

In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke. – Jesaja 57,15b

Nächstfolgend finden wir in diesem Gebet drei Bitten um die Verherrlichung des Vaters. Der Vergleich, „wie im Himmel, so auch auf Erden“, sollte für alle drei als zutreffend angesehen werden.

Geheiligt werde dein Name.

Es ist nicht so, dass wir seinen Namen heilig machen können.

Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name »Der Heilige« ist: – Jesaja 57,15a

Es ist vielmehr so, dass wir seinen heiligen Namen anerkennen und dass andere seinen heiligen Namen hier auf Erden kennenlernen können, wie er im Himmel bekannt ist.

Blicke vom Himmel hernieder und sieh herab von dem Ort, wo deine Heiligkeit und Ehre wohnt! – Jesaja 63,15

Ach, dass du die Himmel zerrissest und herabführest, dass die Berge erbebten vor deinem Angesicht, wie Feuer Reisig entzündet, wie Feuer Wasser siedend macht, um deinen Namen deinen Feinden bekannt zu machen, damit die Heiden vor deinem Angesicht erzittern; indem du furchtgebietende Taten vollbringst, die wir nicht erwarteten; ja, fahre du herab, dass vor deinem Angesicht die Berge erbeben! – Jesaja 64,1-2

Dein Reich komme.

Dies ist ein Gebet, dass die Herrschaft Gottes auf Erden verwirklicht wird, wie es bereits im Himmel ist.

Wir sind geworden wie solche, über die du niemals geherrscht hast, über die dein heiliger Name nicht ausgerufen wurde. – Jesaja 63,19

Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast! Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. – Matthäus 11,25-26

Dein, o HERR, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben! Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen! Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen. – 1. Chronik 29,11-13

Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen. – Daniel 7,13-14

Von der Herrlichkeit deines Reiches werden sie reden und von deiner Macht sprechen, dass sie den Menschenkindern seine mächtigen Taten verkünden und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches. Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter. – Psalm 145,11-13

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.

Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer; wir alle sind das Werk deiner Hände. – Jesaja 64,7

Jesus ist unser Beispiel, wenn er im Garten gebetet hat:

Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst — doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! – Lukas 22,42

Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. – 1. Johannes 5,14