Das Urteil über falsche Anbetung

3. Mose 10

1 Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer dar vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
2 Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, sodass sie starben vor dem HERRN.
3 Und Mose sprach zu Aaron: Das hat der HERR gemeint, als er sprach: »Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk!« Und Aaron schwieg still.

Es gibt zwei ähnliche Geschichten, eine im Alten Testament und eine im Neuen, die nicht gut zur modernen Theologie passen.

    • Im Neuen Testament gibt es den bekannten Bericht von Ananias und Saphira, die von Gott getötet wurden, weil sie über das gelogen hatten, was sie in der Sammlung gegeben hatten.
    • Der Bericht hier ist in vielerlei Hinsicht ähnlich, insbesondere darin, dass beide kurz nach dem Beginn eines neuen Anbetungsstils erschienen ist.

Die moderne Theologie spiegelt die letzten Worte Heinrich Heines vor seinem Tod wider: „Gott wird mir verzeihen, das ist sein Metier.“

Es ist wahr, dass Gott Liebe ist und dass er barmherzig und gnädig ist wie er sich Mose geoffenbart hat.

Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied! – 2. Mose 34,6-7

Aber wie das Ende dieser Aussage zeigt, ist Gott auch heilig und gerecht.

Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können; du kannst dem Unheil nicht zuschauen. – Habakuk 1,13

Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Verordnungen sind unwandelbar. – Psalm 111,7

Er ist der Fels; vollkommen ist sein Tun; ja, alle seine Wege sind gerecht. Ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und aufrichtig ist er. – 5. Mose 32,4

Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? – 1. Mose 18,25b

Sagt die Bibel nicht auch, dass Gott langmütig ist?

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Aber diejenigen, die ihn ablehnen, müssen noch vor Gericht gestellt werden!

Die Seele, welche sündigt, die soll sterben! Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen. Auf dem Gerechten sei seine Gerechtigkeit, und auf dem Gottlosen sei seine Gottlosigkeit! – Hesekiel 18,20

Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht Gott, der Herr. So kehrt denn um, und ihr sollt leben! – Hesekiel 18,32

Nadab und Abihu, haben ihre Verantwortung nicht ernst genommen und haben fremdes Feuer vor den Herrn dargebracht, das er ihnen nicht geboten hatte.

Es war notwendig, dass sie als Vorbild dienen, damit andere verstehen, wie schwerwiegend es wäre, die Anordnungen Gottes zu missachten.

Es kann sein, dass du die Anbetung leicht nehmen und Gott anbeten kannst, wie du möchtest, ohne sofort getötet zu werden, aber du sollst das Folgende wissen: Das Beispiel hier und das in der Apostelgeschichte sagen etwas anderes. Du wirst Rechenschaft darüber geben müssen, wie du anbetest, und Gott akzeptiert nur einen einzigen Weg.

Mose hat Aaron Gottes Wort nochmals zitiert: „Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk!“

Moderne Gottesdienste sind oft aufregend, aber Gott wird das Opfer von fremdes Feuer nicht annehmen.

Gottesdienste, die versuchen, dem Menschen zu gefallen, werden fast immer von Gott abgelehnt.

Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen! – Amos 5,21

Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören! – Amos 5,23

Mose warnte den Priester auch davor, vorsichtig zu sein, was sie als nächstes tun, damit sie nicht in dasselbe Urteil genommen werden.

5 Und sie traten herzu und trugen sie in ihren Leibröcken vor das Lager hinaus, wie es Mose befohlen hatte.
6 Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Ihr sollt euer Haupthaar nicht entblößen, noch eure Kleider zerreißen, damit ihr nicht sterbt und der Zorn über die ganze Gemeinde kommt. Doch eure Brüder, das ganze Haus Israel, sie sollen weinen über diesen Brand, den der HERR angezündet hat!
7 Ihr aber sollt nicht vor den Eingang der Stiftshütte hinausgehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Öl der Salbung des HERRN ist auf euch! Und sie handelten nach dem Wort Moses.

Die nächsten Verse geben uns einen Hinweis darauf, was schief gelaufen ist:

8 Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:
9 Du und deine Söhne mit dir sollen weder Wein noch berauschendes Getränk trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für eure [künftigen] Geschlechter,
10 damit ihr einen Unterschied macht zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, zwischen dem Unreinen und Reinen,
11 und damit ihr die Kinder Israels alle Ordnungen lehrt, die der HERR zu ihnen durch Mose geredet hat!

Starkes Getränk trübt die Erkenntnis des Guten und des Bösen.

Der Wein macht zum Spötter, das starke Getränk macht wild, und keiner, der sich damit berauscht, wird weise. – Sprüche 20,1

12 Und Mose redete mit Aaron und mit seinen übrig gebliebenen Söhnen, Eleasar und Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des HERRN übrig bleibt, und esst es ungesäuert beim Altar, denn es ist hochheilig.
13 Ihr sollt es an heiliger Stätte essen; denn es ist das, was dir und deinen Söhnen bestimmt ist von den Feueropfern des HERRN; denn so ist es mir geboten worden.

Mose hat nun dem Priester befohlen, mit den täglichen Opfern fortzufahren.

16 Mose aber suchte eifrig nach dem Bock des Sündopfers; und siehe, er war verbrannt worden. Da wurde er zornig über Eleasar und Itamar, die Söhne Aarons, die noch übrig geblieben waren, und sprach:
17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? Denn es ist hochheilig, und Er hat es euch gegeben, damit ihr die Schuld der Gemeinde tragt, um für sie Sühnung zu erwirken vor dem HERRN!
18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums hineingebracht worden; ihr hättet es im Heiligtum essen sollen, wie ich es geboten habe!

Aaron hatte bereits zwei Söhne verloren, Mose machte sich Sorgen um die beiden anderen.

19 Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir dieses geschehen; sollte ich heute vom Sündopfer essen? Wäre es auch recht gewesen in den Augen des HERRN?
20 Als Mose dies hörte, war es recht in seinen Augen.

Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. – Johannes 4,23

 

Die Belagerung Jerusalem

Jesaja 36

725 v. Chr.     Hiskia wurde Königs von Juda (2. Könige 18,1-2)

2. Könige 18
3 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, ganz wie es sein Vater David getan hatte.
4 Er schaffte die Höhen ab und zerbrach die Steinmale und hieb die Aschera-Standbilder um und zertrümmerte die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israels ihr geräuchert, und man nannte sie Nechuschtan.
5 Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, sodass unter allen Königen von Juda keiner seinesgleichen war, weder nach ihm noch vor ihm.
6 Er hing dem HERRN an, wich nicht von ihm ab und befolgte die Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte.
7 Und der HERR war mit ihm; und überall, wo er hinzog, hatte er Gelingen. Er fiel auch ab von dem König von Assyrien und diente ihm nicht.

722 v. Chr.     Salmanassar, der König von Assyrien hat Samaria erobert. (Siehe 2. Könige 18,9-12)

 712 v. Chr.     Sanherib, der König von Assyrien, ist gegen die festen Städte Judas heraufgezogen um sie einzunehmen.

Jesaja 36
1 Und es geschah im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, da zog Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas herauf und nahm sie ein.

Könige 18
14 Da sandte Hiskia, der König von Juda, [Boten] zum König von Assyrien nach Lachis und ließ ihm sagen: Ich habe mich versündigt! Ziehe ab von mir; was du mir auferlegst, das will ich tragen! Da legte der König von Assyrien Hiskia, dem König von Juda, 300 Talente Silber und 30 Talente Gold auf.
15 Und Hiskia gab ihm alles Silber, das sich im Haus des HERRN und in den Schätzen des königlichen Hauses vorfand.
16 Zu jener Zeit ließ Hiskia, der König von Juda, das [Gold] abschneiden von den Türen an der Tempelhalle des HERRN und von den Pfosten, die er selbst hatte überziehen lassen, und gab es dem König von Assyrien.

2. Chronik 32
2 Als aber Hiskia sah, dass Sanherib in der Absicht gekommen war, gegen Jerusalem zu kämpfen,
3 da beschloss er mit seinen Obersten und seinen Kriegshelden, die Wasserquellen draußen vor der Stadt zu verstopfen; und sie halfen ihm.
4 Und die Leute versammelten sich in großer Zahl und verstopften alle Quellen und den Bach, der mitten durch das Land fließt, und sprachen: Warum sollten die Könige von Assyrien viel Wasser finden, wenn sie kommen?
5 Und er fasste Mut und baute die Mauer überall [wieder auf], wo sie eingerissen war, und erhöhte die Türme und baute draußen noch eine andere Mauer und befestigte den Millo der Stadt Davids. Auch machte er viele Wurfgeschosse und Schilde,
6 und er setzte kriegstüchtige Hauptleute über das Volk und versammelte sie zu sich auf den Platz am Tor der Stadt, sprach ihnen Mut zu und sagte:
7 Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor dem König von Assyrien noch vor dem ganzen Haufen, der bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm!
8 Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der HERR, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen! Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.

Sanherib hat den Tartan, den Rabsaris und den Rabschake nach Jerusalem gesandt. (2. Könige 18,17)

Jesaja 36
2 Und der König von Assyrien sandte den Rabschake mit einer großen Heeresmacht von Lachis nach Jerusalem gegen den König Hiskia; und der [Rabschake] stellte sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches an der Straße des Walkerfeldes auf.
3 Da gingen zu ihm hinaus Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber.
4 Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch dem Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für eine Stütze, auf die du vertraust?
5 Ich erkläre es für leeres Geschwätz, wenn du sagst, du hättest Rat und Macht zum Krieg! Auf wen vertraust du denn, dass du dich gegen mich aufgelehnt hast?

Sanherib ist nach Juda gekommen, weil Hiskia sich geweigert hat, Tribut zu zahlen. Hiskia hat versucht sie zu bestechen in der Hoffnung, dass sie weggehen würden. Rabschake ist kein Name, sondern ein Titel: Er war der Hauptmundschenk.

Sanheribs Frage war, wem vertraust du, der dir möglicherweise gegen mich helfen könnte?

    • Pharao?

6 Siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich darauf stützt, in die Hand fährt und sie durchbohrt! So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen.

    • Dein Gott, der nur an einem Ort anzubeten ist?

7 Wenn du aber zu mir sagen wolltest: »Wir vertrauen auf den HERRN, unseren Gott« — ist das nicht der, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, indem er zu Juda und Jerusalem sagte: [Nur] vor diesem Altar sollt ihr anbeten?

    • Pferde die ich dir geben würde denn du Reiter dazu stellen würdest?

8 Lass dich doch jetzt einmal ein mit meinem Herrn, dem König von Assyrien: Ich will dir 2 000 Pferde geben, wenn du die Reiter dazu stellen kannst!
9 Wie wolltest du denn einem der geringsten Statthalter von den Knechten meines Herrn widerstehen? Doch du vertraust ja auf Ägypten, wegen der Streitwagen und Reiter!

Das Gott ihn befohlen hat gegen das Land heraufzuziehen stimmt mit der Voraussagungen Jesajas überein.

10 Nun aber — bin ich etwa ohne den Befehl des HERRN gegen dieses Land heraufgezogen, um es zu verderben? Der HERR selbst hat zu mir gesprochen: Ziehe hinauf in dieses Land und verderbe es!

Die Vertreter von Hiskia haben Rabschake gebeten, nicht in ihrer Sprache zu reden, damit sie das Gesagte vor dem Volk geheim halten können. Er hat reagiert, indem er näher gekommen ist und direkt mit den Menschen gesprochen hat.

11 Da sprachen Eljakim, Schebna und Joach zu dem Rabschake: Rede doch mit deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen es, und rede nicht judäisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist!
12 Da antwortete der Rabschake: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, damit ich diese Worte rede, und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?
13 Und der Rabschake trat vor und rief mit lauter Stimme auf Judäisch und sprach: Hört die Worte des großen Königs, des Königs von Assyrien!
14 So spricht der König: Lasst euch von Hiskia nicht verführen, denn er kann euch nicht erretten!

Rabschakes Worte an das Volk hat mehrere Argumente enthalten.

    • Sei dich nicht von Hiskia verführt, er kann dich nicht retten.

15 Lasst euch von Hiskia auch nicht auf den HERRN vertrösten, wenn er sagt: »Der HERR wird uns gewiss erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden«!

    • Sei dich nicht durch Hiskias Versprechen getröstet. Gott wird dich nicht retten.

16 Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assyrien: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so soll jedermann von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines Brunnens trinken,
17 bis ich komme und euch in ein Land führe, das eurem Land gleich ist, ein Land voll Korn und Most, ein Land voll Brot und Weinbergen.

    • Komm einfach zu mir, es wird besser für dich.

18 Lasst euch von Hiskia nicht verführen, wenn er spricht: »Der HERR wird uns erretten!« Hat etwa irgendeiner von den Göttern der Heidenvölker sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien erretten können?
19 Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sepharwajim? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand errettet?
20 Wen gibt es unter allen Göttern dieser Länder, der sein Land aus meiner Hand errettet hätte, dass der HERR Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte?

    • Dein Gott ist nicht anderes als alle andere die nichts gegen uns tun könnte.

21 Sie schwiegen aber still und antworteten ihm nicht ein Wort; denn der König hatte das Gebot erlassen und gesagt: Antwortet ihm nichts!

Wie Christus vor der Kreuzigung antworteten sie kein Wort.

22 Darauf kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.

Freude und Friede

Philipper 4,2-7

2 Ich ermahne Euodia und ich ermahne Syntyche, eines Sinnes zu sein im Herrn.
3 Und ich bitte auch dich, mein treuer Mitknecht, nimm dich ihrer an, die mit mir gekämpft haben für das Evangelium, samt Clemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind.

Dass die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Frauen und keiner anderen erwähnt wird, scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass solche Probleme in der Gemeinde in Philippi nicht üblich waren.

Das Wort des Streits hatte jedoch Paulus erreicht und er hat  sie für ihr schlechtes Verhalten untereinander ermahnt.

Paulus hat auch einem Unbekannten in der Gemeinde spezifische Anweisungen gegeben, dass sie den beiden Frauen helfen sollten, ihre Differenzen zu lösen.

Die Spekulationen über die Identität dieses Individuums sind sehr unterschiedlich. Zu den häufig genannten Namen gehören Lukas, Silvanus und Epaphroditus.

Andere haben spekuliert, dass das Wort Syzygos, hier übersetzt Mitknecht, tatsächlich ein Eigenname ist. Aber das Wort wird nie anderswo als Eigenname gefunden.

Schließlich wird die Verbform des Wortes in den Evangelien zweimal verwendet, um sich auf die Ehe zu beziehen.

Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! – Markus 10,9

Daher sind andere, darunter einige bereits im zweiten Jahrhundert, zu dem Schluss gekommen, dass Paulus verheiratet war, vielleicht mit Lydia, und dass seine Frau in Philippi gewohnt hat.

Obwohl es für uns unmöglich ist, eine klare Schlussfolgerung hinsichtlich der Identität dieser Person zu ziehen, ist es auch klar, dass die Menschen, an die Paulus geschrieben hat, genau gewusst haben, wen er gemeint hat.

Es hat auch andere in der Gemeinde gegeben, die ebenfalls bei der Lösung des Problems hilfreich sein könnten, darunter jemand namens Clemens und eine Reihe nicht genannter Leute, die Paulus einfach als diejenigen bezeichnet, deren Namen im Buch des Lebens geschrieben sind.

Nachdem Paulus die Gemeindemitglieder gebeten hat, diesen beiden Frauen zu helfen, gibt er nun selbst einige Ratschläge, die möglicherweise in Beziehung zu ihrer gegenwärtigen Situation stehen.

4 Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!

Niemand sollte deine Freude wegnehmen dürfen!

    • Deine Freude als Christ sollte niemals von den Umständen abhängen.
    • Deine Freude als Christ sollte niemals von Beziehungen mit anderen abhängig sein.
    • Deine Freude als Christ sollte nur von deiner Beziehung zu Jesus Christus abhängen.

Weil du diese unermessliche Freude hast, hast du auch die Fähigkeit, diese Freude anderen zu bringen.

5 Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe!

Menschen, die unglücklich sind, machen alle um sie herum unglücklich. Es ist immer, geh mir aus dem Weg oder lass dich überfahren.

Aber, unsere Freude als Christen ermöglicht Sanftmut.

Eine sanfte Antwort wendet den Grimm ab, ein verletzendes Wort aber reizt zum Zorn. – Sprüche 15,1

Und vergesse nicht, der Herr ist immer nahe!

Er sieht alles, was du tust, hört alles, was du sagst, und weiß sogar, was du denkst.

Du hast ein Problem? Reg dich nicht auf und sei nicht verrückt, gib es Gott!

6 Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

Von den drei in diesem Satz verwendeten Wörtern für „Gebet“ ist das erste ein allgemeiner Begriff für das Gebet zu Gott. Die zweite betont das Element der Bitte, mit Danksagung, im Gebet. Das dritte bedeutet das, wonach gebeten wird.

Die Antwort auf diese Gebete ist der Friede Gottes.

7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

Der Friede Gottes ist in diesem Fall nicht nur der Friede, den Gott gibt, sondern auch die heitere Gemütsruhe, in der Gott lebt.

Dies wird am besten dadurch dargestellt, dass Jesus während eines schweren Gewitters auf dem Boot schläft.

Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!

 

Bitte, suche, klopfe an!

Matthäus 7,7-11

7 Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!
8 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.
9 Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt,
10 und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt?
11 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!

In dieser Stelle benutzte Jesus die sogenannte Dreierregel, um die Aufmerksamkeit seines Zuhörers auf sich zu ziehen.

Bitten, Suchen, und Klopfen beziehen sich auf dasselbe Aktivität.

Die Verwendung dieser Begriffe als Trikolon hilft dabei, sich daran zu erinnern, was gelehrt wird.

Jeder Teil von Vers 7 enthält einen Imperativ in der Gegenwart, gefolgt von einem Verb mit passiver Zukunftsform.

    • Bittet ohne Unterlass, so wird auch gegeben!
    • Sucht ohne Unterlass, so werdet ihr finden!
    • Klopft ohne Unterlass an, so wird euch aufgetan!

Betet ohne Unterlass! – 1. Thessalonicher 5,17

In Vers 8 ist das Grammatik anders.

„Denn jeder, der bittet, empfängt“. Beide sind in Gegenwart.

Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. – Jakobus 4,2

Um was wird in dieser Stelle gebeten?

Vom Vers 11 wir sehen dass es um gute Gaben geht.

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. – Matthäus 6,7-8

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. – Matthäus 6,31-32

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. – Jakobus 1,5

Warum werden nicht alle Gebete erhört?

Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird – Jakobus 1,6-7

Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. – Jakobus 4,3

„…und wer sucht, der findet“. Beide sind in der Gegenwart.

Nach was wird in dieser Stelle gesucht?

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! – Matthäus 6,33

Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. – Jesaja 55,6-7

Wie sollen wir ihn suchen?

Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet; und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR. – Jeremia 29:12-14a

„…und wer anklopft, dem wird aufgetan.“ „Anklopft ist in Gegenwart, „aufgetan“ ist in passiver Zukunftsform.

Das Thema hier ist zu bitten mit Unverschämtheit.

Und er sprach zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hätte und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote, denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann! und jener würde von innen antworten und sagen: Mache mir keine Mühe! Die Türe ist schon verschlossen, und meine Kinder sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben! — ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm etwas geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er braucht. – Lukas 11,5-10

Jesus verwendet nun wieder die Dreierregel mit drei Beispielen für die Qualität der Geschenke, die Väter ihren Söhnen geben.

Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn [er ihn] um einen Fisch [bittet], gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? – Lukas 11,11-12

Die Schlussfolgerung im Lukasevangelium ist dieselbe wie hier:

Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten! – Lukas 11,13

Wie können wir wissen, dass Gott uns nur das geben wird, was gut ist?

Wegen seiner Natur. So ist er eben!

Niemand ist gut als Gott allein! – Matthäus 19,17b

Wegen seines Vermögens.

Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen. – Epheser 3,20-21

Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, sodass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt. – 2. Korinther 9,10-11

Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. – Philipper 4,19

Wegen seines Mitgefühls.

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! – Hebräer 4,15-16

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. – Jakobus 1,17

Die Rückkehr der Erlösten

Jesaja 35

1 Die Wüste und Einöde wird sich freuen, und die Steppe wird frohlocken und blühen wie ein Narzissenfeld.
2 Sie wird lieblich blühen und frohlocken, ja, es wird Frohlocken und Jubel geben; denn die Herrlichkeit des Libanon wird ihr gegeben, die Pracht des Karmel und der Saron[-Ebene]. Sie werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, die Pracht unseres Gottes.

Der Fluch wird vom Land entfernt.

Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang; Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. – 1. Mose 3,17-18

„…wie ein Narzissenfeld“

„Sie werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, die Pracht unseres Gottes.“

3 Stärkt die schlaff gewordenen Hände und macht fest die strauchelnden Knie;
4 sagt zu denen, die ein verzagtes Herz haben: Seid tapfer und fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes; er selbst kommt und wird euch retten!

Dieser herrliche Tag kommt, also sollten wir uns in den schwierigen Zeiten, die jetzt hier sind, nicht fürchten.

Und wenn welche von ihnen entkommen, die werden auf den Bergen sein wie die Tauben in den Schluchten. Sie werden alle seufzen, jeder um seiner Missetat willen. Alle Hände werden erschlaffen und alle Knie wie Wasser zerfließen. Sie werden sich Sacktuch umgürten; Schrecken wird sie bedecken. Alle Angesichter werden schamrot sein und alle ihre Häupter kahl. – Hesekiel 7,16-18

Die hier erwähnte Rache und Vergeltung war doch die Erwartung ganz Israels.

Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte. – Lukas 17,20

Das erwartete auch die Jünger Christi anstelle des Kreuzes.

Und Jesus ging samt seinen Jüngern hinaus in die Dörfer bei Cäsarea Philippi; und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Für Johannes den Täufer; und andere für Elia; andere aber für einen der Propheten. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus! Und er gebot ihnen ernstlich, dass sie niemand von ihm sagen sollten. Und er fing an, sie zu lehren, der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wiederauferstehen. Und er redete das Wort ganz offen. Da nahm Petrus ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren. – Markus 8,27-32

Da fragten ihn die, welche zusammengekommen waren, und sprachen: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel die Königsherrschaft wieder her? Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat; – Apostelgeschichte 1,:6-7

5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden;
6 dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen lobsingen; denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme in der Einöde.

Jesus zitierte diese Passage teilweise in seiner Antwort an Johannes den Täufer.

Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich, sandte sie zu Jesus und ließ ihn fragen: Bist du derjenige, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Als nun die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen: Bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? – Lukas 7,19-20

Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde werden sehend, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote werden auferweckt, Armen wird das Evangelium verkündigt. – Lukas 7,22

7 Der glutheiße Boden wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen. Wo zuvor die Schakale wohnten und lagerten, wird ein Gehege für Rohr und Schilf sein.
8 Und eine Straße wird dort sein und ein Weg; man wird ihn den heiligen Weg nennen; kein Unreiner wird auf ihm gehen, sondern er ist für sie; die auf dem Weg wandeln, selbst Einfältige, werden nicht irregehen.
9 Dort wird es keinen Löwen geben, und kein Raubtier wird zu ihm herankommen oder dort angetroffen werden, sondern die Losgekauften werden darauf gehen.

Ein Teil des israelischen Friedensplans ist der Bau einer solchen Straße.

Diese Straße würde hauptsächlich von Menschen benutzt, die nach Jerusalem kommen, um anzubeten.

10 Und die Erlösten des HERRN werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen. Ewige Freude wird über ihrem Haupt sein; Wonne und Freude werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen werden entfliehen!

Obwohl viele Juden bereits zurückgekehrt sind, beschreibt dieser Vers die derzeitige Situation nicht.

Die große Trübsal wird vorbei sein und Jesus wird auf dem Thron in Jerusalem sein. Was für ein Tag wird es sein!

Ein himmlisches Bürgerrecht

Philipper 3,17-4,1

17 Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt.
18 Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus;
19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.

Paulus wusste, dass einige Menschen natürliche Fähigkeiten für Führung haben, während andere von Natur aus Anhänger sind.

In beiden Fällen gibt es Gefahren, die wir vermeiden müssen.

    • Wer führt, muss bei allem, was er tut, sehr vorsichtig sein, damit er andere nicht in die Irre führt.
    • Wer folgt, muss sicherstellen, dass derjenige, dem er folgt, ihn nicht in die Irre führt.

Viele von uns haben Lieblingsredner oder Lieblingsautoren, denen wir eher vertrauen. Es ist äußerst wichtig, dass wir Unterscheidungsvermögen einsetzen, damit wir nicht versehentlich in Irrtum geführt werden.

In der Apostelgeschichte lesen wir von Christen in Beröa, die sehr sorgfältig darauf achteten, dass das, was sie hörten, richtig war.

Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte. – Apostelgeschichte 17,11

Hier warnt Paulus die Christen in Philippi, vorsichtig zu sein, wem sie folgen, und empfiehlt sich selbst als Beispiel.

Warum sagt Paulus, dass er ein Beispiel für jemanden ist, dem andere vertrauen könnten?

    • Weil er nicht nach Ruhm für sich selbst noch seinen Nutzen gesucht hat.

Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes! Gebt weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes einen Anstoß, so wie auch ich in allen Stücken allen zu Gefallen lebe und nicht meinen Nutzen suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden. – 1. Korinther 10,31-33

    • Weil er selbst ein Nachfolger Christi war.

Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich [Nachahmer] des Christus bin! – 1. Korinther 11,1

Paulus hat die zu vermeidenden Führer als Feinde des Kreuzes des Christus beschrieben.

    • Es waren Menschen, die für die Erfahrung des Vergnügens gelebt haben.
    • Es waren Menschen, die sich der Freiheit gerühmt haben, die sie angeblich in Christus hatten.
    • Es waren Menschen, die die Welt geliebt haben und alles, was darin war, mehr als sie Gott geliebt haben.
    • Paulus hat gesagt: „ihr Ende ist das Verderben.“

20 Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter,
21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.

Da unser Bürgerrecht im Himmel ist, sollten wir nicht irdisch gesinnt sein.

Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. – 1. Korinther 15,48

Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. – 1. Korinther 15,50-53

Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. – 1. Johannes 3,2-3

Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. – Kolosser 3,4

4,1 Darum, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und meine Krone, steht in dieser Weise fest im Herrn, Geliebte!

Was für eine Schlussfolgerung ist das!

Wenn wir eine herrliche Ewigkeit im Himmel mit Christus verbringen wollen, sollten wir hier unten genau so handeln!

Richtet nicht

Matthäus 7,1-6

1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
2 Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird auch euch zugemessen werden.

Dies ist wahrscheinlich der am meisten missbrauchte Text in der gesamten Bibel.

    • Die Ungläubigen werfen es uns ins Gesicht, wenn wir von ihrem Bedürfnis nach Erlösung von der Sünde reden.
    • Fleischliche Christen tun dasselbe, wenn jemand sie mit ihrer Sünde konfrontiert.

Jesus verbietet nicht die Unterscheidung zwischen Gut und Böse oder die Schlussfolgerung über Menschen, Orte oder Sache.

Er widerspricht auch nicht anderen Schriften, die uns lehren, wie man richtig urteilt.

Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil! – Johannes 7,24

Prüft alles, das Gute behaltet! Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt! – 1. Thessalonicher 5,21-22

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. – 1. Johannes 4,1

Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb [der Gemeinde] sind, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind? Die aber außerhalb sind, richtet Gott. So tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg! – 1. Korinther 5,12-13

Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. – Matthäus 18,15

Das erste, was wir hier bemerken, ist das Prinzip der Gegenseitigkeit, das wir auch in Matthäus 6,14-15 gesehen haben.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. – Matthäus 6,14-15

Es ist Gott, der uns mit demselben Gericht richten wird, mit dem wir andere richten.

Sind wir barmherzig? Sind wir langmütig? Verzeihen wir anderen? Oder, benehmen wir uns wie eine Elefant im Porzellanladen?

Und er sprach zu ihnen: Achtet auf das, was ihr hört! Mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird auch euch zugemessen werden, und es wird euch, die ihr hört, noch hinzugelegt werden. – Markus 4,24

Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den Rechtschaffenen rechtschaffen, gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber dem Hinterlistigen trittst du entgegen! – 2. Samuel 22,26-27

Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat; die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. – Jakobus 2,13

Die Warnung hier ist gegen eine wertende Haltung.

Ein Teil des Problems besteht darin, dass wir den falschen Maßstab für die Beurteilung verwenden, d.h. unsere eigenen Präferenzen und Meinungen.

Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten. Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, der isst Gemüse. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen. – Römer 14,1-3

Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich; jeder sei seiner Meinung gewiss! Wer auf den Tag achtet, der achtet darauf für den Herrn, und wer nicht auf den Tag achtet, der achtet nicht darauf für den Herrn. Wer isst, der isst für den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der enthält sich der Speise für den Herrn und dankt Gott auch. – Römer 14,5-6

Ein weiteres Problem ist die Beurteilung, wann dies nicht unsere Aufgabe ist.

Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten. – Römer 14,4

Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen; denn es steht geschrieben: »So wahr ich lebe, spricht der Herr: Mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen«. So wird also jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben. – Römer 14,10-12

Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden. – 1. Korinther 4,5

Es gibt jedoch Zeiten, in denen es in unserer Verantwortung liegt.

Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst! – Galater 6,1

3 Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?

Jesus betont drei Einstellungsprobleme mit diesem Gleichnis.

Eine falsche Auffassung.

Wir neigen dazu zu glauben, die Probleme anderer Menschen klar zu sehen.

Wir ermahnen euch aber, ihr Brüder, dass ihr darin noch mehr zunehmt und eure Ehre darin sucht, ein stilles Leben zu führen, eure eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir es euch geboten haben – 1. Thessalonicher 4,10a-11

Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. Solchen gebieten wir und ermahnen sie im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus, dass sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen. – 2. Thessalonicher 3,11-12

Eine schädliche Anmaßung

4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen! — und siehe, der Balken ist in deinem Auge?

Siehe, du nennst dich einen Juden und verlässt dich auf das Gesetz und rühmst dich Gottes, und kennst [seinen] Willen und verstehst zu prüfen, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist; und du traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat: Nun also, du lehrst andere, dich selbst aber lehrst du nicht? – Römer 2,17-21a

Eine lächerliche Heuchelei

5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen!

Jesus ergänzt das Sprichwort in Vers 1 mit einem anderen Sprichwort als Ermahnung, bei der Beurteilung Unterscheidungsvermögen zu verwenden und nicht leichtgläubig zu sein.

6 Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Säue, damit diese sie nicht mit ihren Füßen zertreten und [jene] sich nicht umwenden und euch zerreißen.

    • Es sind die Hunde, die sich umwenden und dich zerreißen.
    • Es sind die Säue, die sich umdrehen und dich mit ihren Füßen zertreten.

Sachen von großem Wert wie Ehre, Integrität, ein gutes Zeugnis, Einfluss und die Wahrheit sollten nicht verschwendet werden.

Das Ende der Welt und das Urteil von Edom

Jesaja 34

1 Kommt herzu, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker, horcht auf! Es höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm entsprosst!
2 Denn der HERR ist zornig über alle Heidenvölker und ergrimmt über ihr ganzes Heer. Er hat über ihnen den Bann verhängt und sie zur Schlachtung dahingegeben.
3 Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden und der Gestank ihrer Leichname aufsteigen, und die Berge werden von ihrem Blut triefen.
4 Das gesamte Heer des Himmels wird vergehen, und die Himmel werden zusammengerollt wie eine Buchrolle, und all ihr Heer wird herabfallen, wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte [Frucht] des Feigenbaums.

Dies ist eine alttestamentliche Beschreibung des sechsten Siegels in der Offenbarung.

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der Mond wurde wie Blut; und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Wind geschüttelt wird. Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. – Offenbarung 6,12-14

Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen? – Offenbarung 6,17

Jesus hat dies als unmittelbar vor dem zweiten Kommen Christi beschrieben, nachdem ein Großteil der Trübsal bereits stattgefunden hatte.

Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. – Matthäus 24,29

Wir haben bereits früher in Jesaja eine ähnliche Beschreibung dieses Urteils gesehen.

Siehe, der Tag des HERRN kommt, unbarmherzig, mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zu vertilgen. Ja, die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden nicht mehr glänzen; die Sonne wird sich bei ihrem Aufgang verfinstern und der Mond sein Licht nicht leuchten lassen. Und ich werde an dem Erdkreis die Bosheit heimsuchen und an den Gottlosen ihre Schuld; und ich will die Prahlerei der Übermütigen zum Schweigen bringen und den Hochmut der Gewalttätigen erniedrigen. – Jesaja 13,9-11

Andererseits schließt Psalm die Seligkeit der Gläubigen ein, die dieses Gericht nicht erfahren werden.

Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, wie ein Gewand wirst du sie wechseln, und sie werden verschwinden. Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende! Die Söhne deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir bestehen. – Psalm 102,26-29

5 Denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel; siehe, es wird herabfahren auf Edom, zum Gericht über das Volk, das ich mit dem Bann belegt habe.
6 Das Schwert des HERRN ist voll Blut; es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Nierenfett der Widder; denn der HERR hält ein Schlachtopfer in Bozra und ein großes Schlachten im Land Edom.
7 Da werden die Büffel mit ihnen fallen und die Jungstiere mit den starken Stieren; ihr Land wird mit Blut getränkt und ihr Boden mit Fett gedüngt.
8 Denn es ist ein Tag der Rache des HERRN, ein Jahr der Vergeltung für die Sache Zions.

Edom wird als Vertreter aller Nationen ausgezeichnet, die Gott hassen und Israel misshandelt haben. Sie waren die schlimmsten der Nationen in Bezug auf Israel.

9 Da sollen [Edoms] Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel; ja, ihr Land wird zu brennendem Pech.
10 Tag und Nacht erlischt es nicht, ewig wird sein Rauch aufsteigen; es wird öde liegen von Geschlecht zu Geschlecht, und niemand wird mehr hindurchziehen ewiglich.
11 Und der Pelikan und der Igel werden es einnehmen, und die Eule und der Rabe werden darin wohnen; die Messschnur der Verwüstung wird Er darüber spannen und das Richtblei der Verödung.
12 Von ihrem alten Adel wird keiner mehr da sein, um das Königtum auszurufen, und alle ihre Fürsten sind dahin.
13 In ihren Palästen werden Dornen wachsen, Nesseln und Disteln in ihren befestigten Städten; sie werden den Schakalen zur Wohnung dienen, zum Gehege den Straußen.
14 Wüstentiere und Schakale werden einander begegnen und ein Ziegenbock dem anderen zurufen; ja, dort wird die Lilith sich niederlassen und eine Ruhestätte für sich finden.
15 Dort wird die Pfeilschlange nisten und Eier legen, sie ausbrüten und [ihre Jungen] sammeln unter ihrem Schatten, dort werden auch die Geier zusammenkommen, jeder zu seinem Gesellen.

In Jeremia wird das Urteil von Edom mit der Zerstörung von Sodom und Gomorra verglichen.

Und Edom soll zum Entsetzen werden; wer daran vorübergeht, wird sich entsetzen und zischen wegen all seiner Plagen. Wie Sodom und Gomorra samt ihren Nachbarstädten umgekehrt worden sind, spricht der HERR, so wird auch dort niemand mehr wohnen und kein Menschenkind sich dort aufhalten. – Jeremia 49,17-18

So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier Übertretungen Edoms werde ich es nicht abwenden: Weil er seinen Bruder mit dem Schwert verfolgt und sein Erbarmen abgetötet hat, und weil sein Zorn stets zerfleischt und er seinen Grimm allezeit behalten hat; darum will ich ein Feuer nach Teman senden, das die Paläste von Bozra verzehren soll. – Amos 1,11-12

16 Forscht nach im Buch des HERRN und lest es! Nicht eines von alledem wird fehlen; zu keinem Wort wird man die Erfüllung vermissen; denn mein Mund ist’s, der es befohlen, und sein Geist ist’s, der sie gesammelt hat.
17 Und Er selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen mit der Messschnur zugeteilt. Sie werden es ewig besitzen und darin wohnen von Geschlecht zu Geschlecht.

Jesus wiederholt dieses Versprechen in seiner Predigt auf dem Ölberg.

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. – Matthäus 24,35

Aber auf dem Berg Zion wird Errettung sein, und er wird heilig sein; und die vom Haus Jakob werden ihre Besitzungen wieder einnehmen. Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein und das Haus Joseph eine Flamme; aber das Haus Esau wird zu Stoppeln werden; und jene werden sie anzünden und verzehren, sodass dem Haus Esau kein Überlebender übrig bleibt; denn der HERR hat es gesagt! – Obadja 1,17-18

Das Land Edom wird letztendlich zu Israel gehören.

Und die im Negev werden das Gebirge Esaus in Besitz nehmen und die in der Schephela das Philisterland; auch werden sie das Gebiet von Ephraim und das Gebiet von Samaria in Besitz nehmen, und Benjamin [das Gebiet von] Gilead. Und die Weggeführten werden diesen Befestigungswall für die Kinder Israels [in Besitz nehmen]: nämlich was den Kanaanitern gehört bis nach Zarpat hin, und die Weggeführten Jerusalems, die in Sepharad sind, die Städte des Negev. Und es werden Befreier auf den Berg Zion hinaufziehen, um das Gebirge Esaus zu richten. Und die Königsherrschaft wird dem HERRN gehören! – Obadja 1,17-21

 

Das Streben von Paulus

Philipper 3,12-16

12 Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
13 Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt,
14 und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Paulus verwendet hier Begriffe, die in Bezug auf jemanden verwendet werden, der in einem Rennen läuft.

Er hatte bereits früher die Gefahr des Scheiterns mit ähnlichen Begriffen zum Ausdruck gebracht, als er von seinem Hoffnung gesprochen hat, nicht „vergeblich gelaufen“ zu sein. (Philipper 2,16)

Paulus hat drei Verben verwendet um zu sagen, dass er sein Ziel noch nicht erreicht hat.

    • Nicht dass ich es schon erlangt hätte. d.h. Er ist noch nicht gleichförmig mit Jesus in seiner Auferstehung aus den Toten gewesen.

um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange. – Philipper 3,10-11

    • Nicht dass ich schon vollendet wäre. d.h. Er hatte noch nicht die vollkommene Erkenntnis, die er eines Tages haben würde, wenn er Christus von Angesicht zu Angesicht sieht.

Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. – 1. Korinther 13,12

    • Nicht dass ich es ergriffen habe. d.h. Er hat die Ziel in dem Rennen, zu dem Jesus Christus ihn berufen hatte, noch nicht erreicht.

Dabei mache ich es mir zur Ehre, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo der Name des Christus schon bekannt ist, damit ich nicht auf den Grund eines anderen baue, sondern, wie geschrieben steht: »Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen«. – Römer 15,20-21

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. – 2. Timotheus 4,7

Da Paulus das Ziel noch nicht erreicht hatte, hat es keinen Sinn gemacht, zurückzublicken, wo er gewesen war. Er ist mit festem Blick auf den Kampfpreis nur vorwärts gegangen.

Was war mit dem „Kampfpreis der himmlischen Berufung“ gemeint?

In jenen Tagen wurde der Sieger des Rennens zu dem Ort gerufen, an dem der Präsident der Spiele saß, um den Kampfpreis zu erhalten.

Paulus hat das mit der himmlischen Berufung Gottes verglichen, wenn er seiner Erlöser von Angesicht zu Angesicht sehen würde.

15 Lasst uns alle, die wir gereift sind, so gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denkt, so wird euch Gott auch das offenbaren.

Paulus sagt jetzt, dass alle reifen Christen die gleiche Ansicht haben sollten, die er in Bezug auf diese Sache hatte.

Wenn jemand diese Ebene des Verständnisses noch nicht erreicht hätte, hat es keinen Grund zur Sorge gegeben, da Gott sie zum gleichen Verständnis bringen würde.

16 Doch wozu wir auch gelangt sein mögen, lasst uns nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben!

Paulus betont erneut, dass dies der richtige Weg ist, um das christliche Leben zu leben. Das Ziel für alle Gläubigen ist dasselbe.

Königreichswerte: Gott oder Geld

Matthäus 6,19-34

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen.
20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen!

Das erste Verbot: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden.“

    • Es ist vorläufig.
      • Es neigt zum Verderben
      • Es ist unmöglich, daran festzuhalten.
    • Es gibt eine bessere Alternative: Du kannst Sachen im Himmel aufbewahren.
      • Verderbtheit gibt es da nicht.
      • Verbrecher gibt es da nicht.

21 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

    • Es stellt sicher, dass dein Herz dort bleibt, wo es sein sollte.

Lass mein Herz sich nicht zu einer bösen Sache neigen, dass ich gottlose Taten vollbringe mit Männern, die Übeltäter sind! – Psalm 141,4a

Lass die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens Wohlgefällig sein vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser! – Psalm 19,15

22 Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.
23 Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!

    • Es stellt sicher, dass deine Augen genau gerichtet sind, wo sie hinschauen sollten.

Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. – Johannes 2,16-17

Ich will nichts Schändliches vor meine Augen stellen; das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht anhaften! – Psalm 101,3

 24 Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!

    • Es stellt sicher, dass du Gott dienst und nicht deinen irdischen Schätzen.
      • Irdische Schätze müssen gepflegt werden.
      • Wenn deine Schätze im Himmel sind, hast du mehr Gelegenheit, Gott zu dienen.

Ich will aber, dass ihr ohne Sorgen seid! Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefällt; der Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie er der Frau gefällt. Es ist ein Unterschied zwischen der Ehefrau und der Jungfrau. Die Unverheiratete ist besorgt um die Sache des Herrn, dass sie heilig sei sowohl am Leib als auch am Geist; die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefällt. – 1. Korinther 7,32-34

25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?

Das zweite Verbot: „Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt!“

    • Es gibt andere Dinge, die viel wichtiger sind.

26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

    • Gott füttert die Vögel. Du bist Gott mehr wert als die Vögel. Er wird sich auch um dein Bedürfnis nach Nahrung kümmern.

27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?

    • Sich Sorgen zu machen, bringt eigentlich nichts.

Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. – Philipper 4,6

28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht;
29 ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?

    • Gott kleidet die Lilien des Feldes. Du bist Gott mehr wert als die Lilien des Feldes. Er wird sich auch um dein Bedürfnis nach Kleidung kümmern.

31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden?
32 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.

Das dritte Verbot: Ihr sollt nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden?

    • Genau das tun die Heiden. Du bist anders als die Heiden und solltest nicht so sein wie sie.
    • Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.

33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

    • Kümmere dich um die Sache Gottes und Gott wird sich um dich kümmern.

Ich habe alles und habe Überfluss; ich bin völlig versorgt, seitdem ich von Epaphroditus eure Gabe empfangen habe, einen lieblichen Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefällig. Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. – Philipper 4,18-19

Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mache es, wie du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bring ihn mir heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen. Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der HERR es auf den Erdboden regnen lassen wird! Und sie ging hin und machte es so, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch samt ihrem Haus viele Tage lang. Der Mehltopf wurde nicht leer, und das Öl im Krug wurde nicht weniger, nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte. – 1. Könige 17,13-16

34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.

Das vierte Verbot: „Ihr sollt euch nicht sorgen um den morgigen Tag.“

    • Es gibt einen Unterschied zwischen Planen und Sorgen machen.

Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen — und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist; danach aber verschwindet er. Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun. – Jakobus 4,13-15

    • Der morgige Tag wird für das Seine sorgen.
    • Jedem Tag genügt seine eigene Plage.