kostenlos – aber nicht kostenfrei

1. Korinther 9,1-18

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1 Bin ich nicht ein Apostel? Bin ich nicht frei? Habe ich nicht unseren Herrn Jesus Christus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn?
2 Wenn ich für andere kein Apostel bin, so bin ich es doch wenigstens für euch; denn das Siegel meines Aposteldienstes seid ihr im Herrn.

Die Verkündigung des Evangeliums hat Kosten

Apostel oder Missionar zu sein ist ein echter Beruf

Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, – Epheser 4,11-12

ἀπόστολος; ein Gesandter; insbesondere ein Botschafter des Evangeliums; offiziell ein Beauftragter Christi (mit Wunderkräften).

Die Früchte des Dienstes gelten als Beweis der Berufung.

3 Dies ist meine Verteidigung denen gegenüber, die mich zur Rede stellen:
4 Sind wir nicht berechtigt, zu essen und zu trinken?
5 Sind wir nicht berechtigt, eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen, wie auch die anderen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?
6 Oder sind nur ich und Barnabas nicht berechtigt, die Arbeit zu unterlassen?

Da es sich um eine echte Arbeit handelt, haben sie es verdient, bezahlt zu werden.

7 Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde?

Wer arbeitet, hat das Recht auf Unterstützung.

    • Werden Soldaten bezahlt?
    • Werden Bauern bezahlt?
    • Werden Hirten bezahlt?

8 Sage ich das nur aus menschlicher Sicht? Oder sagt dies nicht auch das Gesetz?
9 Ja, im Gesetz Moses steht geschrieben: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt«. Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen?
10 Oder sagt er das nicht vielmehr um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben worden: Der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung hin pflügen, und der, welcher drischt, soll auf Hoffnung hin [dreschen], dass er an seiner Hoffnung [auch] Anteil bekommt.

Gott selbst bestätigt diese Ordnung.

11 Wenn wir euch die geistlichen Güter gesät haben, ist es etwas Großes, wenn wir von euch diejenigen für den Leib ernten?

Menschen, die das Evangelium verbreiten, sind wie geistliche Landwirte; sie haben sich ihren Lohn verdient.

Die Gemeinde darf nicht so tun, als koste Evangeliums Verkündigung nichts.

Das Evangelium ist kostenlos – aber nicht kostenfrei.

12 Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben, sollten wir es nicht viel eher haben? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten.
13 Wisst ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, auch vom Heiligtum essen, und dass die, welche am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil erhalten?
14 So hat auch der Herr angeordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.

Das Evangelium soll ohne Rücksicht auf die Kosten verkündigt werden.

Rechte sind vorhanden (V. 12)

Paulus verzichtet freiwillig auf seine Rechte, damit das Evangelium nicht behindert wird.

Verzicht ist freiwillig (V. 15)

Das Evangelium ist wichtiger als persönlicher Vorteil.

Wahre Hingabe zeigt sich darin, was wir bereit sind aufzugeben.

Wenn es dem Evangelium dient, verzichten Gottes Diener freiwillig.

15 Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht; ich habe dies auch nicht deshalb geschrieben, damit es mit mir so gehalten wird. Viel lieber wollte ich sterben, als dass mir jemand meinen Ruhm zunichtemachte!
16 Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so ist das kein Ruhm für mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde!
17 Denn wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn; wenn aber unfreiwillig, bin ich mit einem Haushalterdienst betraut.
18 Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich bei meiner Verkündigung das Evangelium von Christus kostenfrei darbiete, sodass ich von meinem Anspruch am Evangelium keinen Gebrauch mache.

Der Lohn der Verkündigung übersteigt die Kosten

Paulus’ eigentlicher Lohn ist nicht Geld, sondern ein ungehindertes Evangelium.

Verkündigung ist ein anvertrauter Auftrag (V. 16–17)

Der Lohn liegt in der Treue, nicht im Profit (V. 18)

Der größte Gewinn im Dienst für Gott ist geistlich, nicht materiell.

Der Lohn der Treue ist größer als der Preis des Verzichts.

Was kostet das Evangelium?

    • Für den Hörer: kostenfrei

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; – Epheser 2,8

    • Für den Verkündiger: mit Kosten verbunden

Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben. – Markus 10,29-30

    • Für Christus: unendlich teuer

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. – 1. Petrus 1,18-19

    • Und genau deshalb lohnt es sich immer

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

 

Herzen im Konflikt

1. Samuel 19

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1a Saul aber redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass sie David töten sollten.

Saul – das eifersüchtige Herz

Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!« Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm, und er sprach: Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende; es fehlt ihm nur noch das Königreich! Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin. – 1. Samuel 18,7-9

1b Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte großes Wohlgefallen an David.
2 Darum berichtete Jonathan dies dem David und sprach: Mein Vater Saul trachtet danach, dich zu töten! So nimm dich nun morgen in Acht und bleibe verborgen und verstecke dich!

Jonathan – das unerschütterliche Herz

Er tat alles, um seinen Freund zu beschützen.

3 Ich aber will hinausgehen und neben meinem Vater auf dem Feld stehen, wo du bist; und ich will mit meinem Vater deinetwegen reden, und was ich sehe, das will ich dir berichten!
4 Und Jonathan redete Gutes über David zu seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knecht David; denn er hat keine Sünde gegen dich getan, und seine Taten sind dir sehr nützlich.

Er setzte sich bei seinem Vater für David ein.

David hatte nichts falsch gemacht.

David war für Saul tatsächlich nützlich.

5 Denn er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel eine große Rettung bereitet. Das hast du gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, indem du David ohne Ursache tötest?

Saul hatte sich gefreut, als David Goliath tötete und Israel rettete.

Warum solltest du einen unschuldigen Menschen töten?

6 Da hörte Saul auf die Stimme Jonathans, und Saul schwor: So wahr der HERR lebt, er soll nicht sterben!
7 Da rief Jonathan den David, und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul, und er war wieder vor ihm wie zuvor.

Es schien, als ob sich all Jonathans Mühe gelohnt hätte.

8 Es brach aber wieder ein Krieg aus, und David zog aus und kämpfte gegen die Philister und brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, sodass sie vor ihm flohen.

David – das unantastbare Herz

Die Philister konnten nichts gegen ihn ausrichten.

9 Und der böse Geist vom HERRN kam über Saul, als er in seinem Haus saß und den Speer in seiner Hand hatte; David aber spielte mit der Hand auf den Saiten.

Das erinnerte Saul nur daran, warum er David hasste.

Vielleicht begannen die Frauen wieder ihre Lieder zu singen.

10 Und Saul versuchte, David mit dem Speer an die Wand zu spießen, er aber wich Saul aus, und er stieß den Speer in die Wand. Und David floh und entkam in jener Nacht.

Zum dritten Mal scheiterte Saul daran, David mit seinem Speer zu treffen.

11 Da sandte Saul Boten zu Davids Haus, um ihn zu bewachen und am Morgen zu töten. Michal aber, seine Frau, berichtete es David und sprach: Wenn du diese Nacht nicht deine Seele rettest, so wirst du morgen umgebracht!

​Was tut das unantastbare Herz in Zeiten wie diesen? David schrieb den 59. Psalm:

Von David, ein Miktam, als Saul das Haus bewachen ließ, um ihn zu töten. Mein Gott, rette mich von meinen Feinden, beschütze mich vor meinen Widersachern! Rette mich von den Übeltätern, und hilf mir gegen die Blutgierigen! Denn siehe, sie lauern auf mein Leben, Starke sammeln sich gegen mich, ohne mein Verschulden und ohne dass ich gesündigt hätte, o HERR! Gegen einen Unschuldigen laufen und rüsten sie sich; erwache, komm mir entgegen und sieh! – Psalm 59,1-5

Du aber, o HERR, lachst über sie, du spottest über alle Heiden. Angesichts ihrer Macht will ich auf dich harren; denn Gott ist meine sichere Burg. Mein Gott wird mir entgegenkommen mit seiner Gnade; Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden. – Psalm 59,9-11

Das Wort ihres Mundes ist nichts als Sünde; sie sollen sich verstricken in ihrem Hochmut wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen. Vertilge sie im Zorn, vertilge sie, damit sie nicht mehr sind, – Psalm 59,13-14

Michal – das fürsorgliche Herz

12 Und Michal ließ David durchs Fenster hinunter, und er ging davon, floh und entkam.

Wie hat sie das geschafft?

    • Mit einem Seil?
    • Oder einer Bettdecke?
    • Es steht nicht da.

13 Und Michal nahm den Teraphim und legte ihn auf das Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaaren an sein Kopfende und deckte ihn mit Kleidern zu.

Hier gibt es viele Details.

    • Aber was ist ein Teraphim?
    • Es war ein Götzenbild, warum besaß sie es?

14 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Sie aber sprach: Er ist krank!

Der Bote hat gar nicht nachgesehen, sondern ist zurückgegangen und hat Saul Bescheid gesagt.

Er muss wütend gewesen sein: Habt ihr es überprüft?

15 Saul aber sandte die Boten, nach David zu sehen, und sprach: Bringt ihn samt dem Bett zu mir herauf, damit ich ihn töte!
16 Als nun die Boten kamen, siehe, da lag der Teraphim im Bett und ein Geflecht von Ziegenhaaren an seinem Kopfende!

Wäre es nicht komisch, wenn sie das Bett bis zu Saul brächten, ohne zu bemerken, dass David nicht im Bett liegt?

 17 Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und meinen Feind laufen lassen, dass er entkam? Michal sagte zu Saul: Er sprach zu mir: »Lass mich gehen oder ich töte dich!«

Zwei von Sauls Kindern stellten sich auf die Seite seines Feindes und nicht auf seine.

18 David aber floh und entkam; und er ging zu Samuel nach Rama und teilte ihm alles mit, was Saul ihm angetan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und sie blieben in Najot.

Samuel – das tröstende Herz

David findet Zuflucht und Rat

Wohin würdest du gehen, wenn du Hilfe brauchst, wenn du entmutigt bist, wenn dein Leben in Gefahr ist?

19 Es wurde aber dem Saul berichtet: Siehe, David ist in Najot bei Rama!
20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie nun die Versammlung der Propheten weissagen sahen und Samuel, der an ihrer Spitze stand, da kam auf die Boten Sauls der Geist Gottes, sodass auch sie weissagten.
21 Als dies Saul berichtet wurde, sandte er andere Boten: Die weissagten auch. Da sandte er noch ein drittes Mal Boten, und auch sie weissagten.

Sauls Boten – vom Geist Gottes überwältigte Herzen

Jeder Versuch, David zu fangen, scheitert

Stellt euch vor: Saul schickt immer wieder Boten, um David zu fangen. Doch jedes Mal, wenn sie Samuel und die Propheten sehen, greift Gott ein und sie fangen an zu weissagen!

Genau wie Bileam, der immer wieder versuchte, Israel zu verfluchen:

Zuerst stand er am Rand des Landes, nah genug, um die Israeliten zu sehen, und hoffte, aus der Nähe könnten seine Flüche wirken.

Als das nicht funktionierte, zog er auf einen Hügel hinauf, um von dort die ganze Menge zu überblicken – vielleicht würde ein höherer Blickwinkel helfen.

Schließlich stieg er auf den höchsten Gipfel, in der Hoffnung, dass die erhöhte Aussicht den Fluch stark machen würde.

Doch egal, wie nah oder hoch er stand, egal wie klug er seine Position wählte, Gottes Segen konnte er nicht aufhalten.

Egal, wie sehr Menschen es versuchen, Gottes Plan wird erfüllt, und David wird beschützt.

22 Da ging auch er selbst nach Rama; und als er zu dem großen Brunnen kam, der in Sechu ist, fragte er und sprach: Wo sind Samuel und David? Da wurde ihm gesagt: Siehe, in Najot bei Rama!

Saul – das widerstrebende Herz

23 Und er ging dorthin, nach Najot bei Rama. Und der Geist Gottes kam auch auf ihn; und er ging weissagend weiter, bis er nach Najot bei Rama kam.
24 Und er zog auch seine Obergewänder aus, und er weissagte sogar vor Samuel und lag ohne Obergewand da jenen ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht man: »Ist auch Saul unter den Propheten?«

Die Bibel sagt nicht, was Saul gesagt hat, aber ich vermute, es war etwas Ähnliches wie das, was Bileam sagte; etwas, das David mit dem Retter verbindet.

Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht; ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel. – 4. Mose 24,17a

Saul kam, um den Gesalbten des Herrn zu vernichten.

Stattdessen prophezeit er David Segen.

Ist dein Herz in Konflikt?

Vielleicht erkennst du ein bisschen von Saul in dir: Stolz, Eifersucht, vielleicht auch der Wunsch, die Dinge selbst zu kontrollieren. Wenn das so ist, dann frage Gott, was er ändern möchte.

Vielleicht willst du wie Jonathan oder Michal sein: mutig und fürsorglich, bereit, anderen zu helfen, auch wenn es schwierig ist.

Oder vielleicht wie Samuel: ein Herz, das ermutigt, tröstet und andere in Gottes Wegen führt.

Und dann ist da David: ein Herz, das voll Vertrauen auf Gott ist, geduldig, weise, selbst in gefährlichen Situationen.

Also, frage dich: Wie reagiert dein Herz, wenn Druck, Gefahr oder Konflikte auf dich zukommen? Bleibt es trotzig wie Saul, oder öffnet es sich für Gottes Führung, Mut und Vertrauen?“

Der Kelch des Gerichts

Jesaja 51,17-23

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17 Erwache! Erwache! Stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HERRN den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch getrunken und ausgeschlürft hast!

Wenn du ans Ende deines Weges kommst

Es gibt zwei Wege und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. – Sprüche 14,12

Der rechte Weg ist nicht geheim oder kompliziert. Er bedeutet:

    • auf Gottes Stimme hören
    • in seinen Wegen bleiben
    • ihm vertrauen, auch wenn andere Wege schneller oder leichter erscheinen

Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, – 3. Mose 26,3

Versorgung

so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. – 3. Mose 26,4

Sicherheit

Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft… – 3. Mose 26,6a

Gegenwart Gottes

Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen – 3. Mose 26,11a

Jerusalem hat nicht den rechten Weg gewählt und ist nun am Ende des falschen Weges angelangt.

Gott ließ sie aus dem Kelch seines Zorns trinken, und nun ist der Kelch leer.

Diese Metapher des Kelch geht auf 5. Mose 5,24 zurück:

Und er soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringt und ihr zur Bitterkeit wird. – 5. Mose 5,24

18 Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Söhnen, die sie geboren hat, und niemand, der sie an der Hand führte, von allen Söhnen, die sie großgezogen hat.

Wenn du dein Leben auf dem falschen Weg lebst, wird dir am Ende niemand mehr helfen können, nicht einmal deine Kinder.

19 Dies beides ist dir begegnet — aber wer bezeugt dir Teilnahme? —: Verheerung und Zerstörung, Hunger und Schwert; wie soll ich dich trösten?

Wie viele Menschen kommen ans Ende ihres Weges und verzweifeln?

„Ich habe es auf meine Art geschafft“ tröstet nicht.

20 Deine Kinder sanken ohnmächtig hin; sie lagen an allen Straßenecken, wie eine Antilope im Netz, und waren voll von dem grimmigen Zorn des HERRN und von dem Schelten deines Gottes.

Die Kinder sind ihren Eltern auf den falschen Weg gefolgt und befinden sich im selben Zustand.

21 Darum höre doch das, du Elende, die du trunken bist, aber nicht vom Wein:
22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, der den Rechtsstreit für sein Volk führt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, dass du künftig nicht mehr daraus trinken musst,

Jesus kommt, wenn es kein Zurück mehr gibt

Gerade an dem Punkt, an dem du keinen Ausweg mehr siehst und niemand dir helfen kann, kommt Jesus vorbei, um dir zu helfen.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

Wie kommt Jesus zu Hilfe? Er hat den Kelch des Zorns selbst getrunken, damit wir ihn nicht trinken müssen.

Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! – Matthäus 26,37-39

23 und ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: Bücke dich, dass wir über dich wegschreiten können!, sodass du deinen Rücken der Erde gleichmachen musstest und wie eine Straße für die, die darübergingen.

Gottes Gerechtigkeit wird sich durchsetzen

Der Kelch ist in Gottes Hand! Für die, die Christus annehmen, wurde er schon getrunken; für die, die ablehnen, bleibt er bestehen.

Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, gefüllt mit schäumendem Würzwein; davon schenkt er ein: sogar seine Hefen müssen schlürfen und trinken alle Gottlosen auf Erden. – Psalm 75,9

Gott nimmt kein Unrecht unbeachtet!

Für die, die in Christus sind, ist Gnade gesichert

Jesus hat den Kelch des Zorns getrunken; wir müssen ihn nicht trinken.

Für die, die Christus ablehnen, bleibt der Kelch

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. – Hebräer 10,26-27

Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! – Hebräer 6,4-6

Denn ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt, und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott; dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nahe; es wird am Ende verbrannt. – Hebräer 6,4-8

Wenn Erkenntnis auf Verantwortung trifft

1. Korinther 8

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1 Was aber die Götzenopfer angeht, so wissen wir: Wir alle haben Erkenntnis. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.
2 Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll.
3 Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.

Liebe geht vor Freiheit

Die Erkenntnis bläht auf…

Stell dir vor, du fährst Auto.
Neben dir sitzt jemand, der sich richtig gut auskennt.

Er sagt Dinge wie:
„Eigentlich müsstest du jetzt schon die Spur wechseln.“
„Technisch gesehen bremst man hier anders.“
„So hätte ich die Kurve nicht genommen.“

Alles, was er sagt, kann sachlich richtig sein.

Aber was passiert im Auto?

Die Stimmung wird angespannt
Der Fahrer fühlt sich klein, beobachtet, korrigiert
Der Beifahrer fühlt sich überlegen und im Recht

Niemand wird erbaut.
Die Beziehung leidet.

Nun stell dir einen anderen Beifahrer vor:

Er weiß genauso viel
Aber er schweigt
Er redet nur, wenn es hilft

Gleiche Erkenntnis.
Andere Haltung.

Erkenntnis fragt: „Habe ich recht?“
Liebe fragt: „Dient es dem anderen?“

Erkenntnis ohne Liebe bläht auf.
Liebe gebraucht Erkenntnis, um aufzubauen.

4 Was nun das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, dass ein Götze in der Welt nichts ist, und dass es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen.

Die Götter dieser Welt sind nichts.

5 Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —,

Es gibt aber auch Menschen, denen die Götter etwas bedeuten.

6 so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.

Unser Gott steht über allen Göttern dieser Welt.

…die Liebe aber erbaut

Die Liebe Gottes zu kennen ist besser als alles andere, was man wissen könnte.

Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll. – 2

Das Wichtigste, was irgendjemand über dich wissen kann, ist, dass du Gott liebst.

Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. – 2

7 Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist.

Gewissen anderer respektieren

Manche bringen Gott noch immer Fleischopfer dar.

    • Hinduismus: Ziegen oder Hühner werden in Tempeln geopfert; das Fleisch wird anschließend verteilt und konsumiert, teils weitergegeben.
    • Taoismus: Fleisch wird Gottheiten oder Ahnen dargebracht und danach von den Teilnehmern gegessen oder weitergegeben.
    • Santería, Candomblé oder Vodou: Tiere werden geopfert; das Fleisch wird von den Beteiligten verzehrt und gelegentlich verteilt.
    • Halal-Fleisch: Fleisch aus zugelassenen Schlachthöfen, bei dem eine islamische Segensformel gesprochen wird; es ist im Alltag vor allem in Dönerläden, türkischen Metzgereien, orientalischen Lebensmittelgeschäften und teilweise in Supermärkten erhältlich.

Andere wissen vielleicht, dass das Gesetz des Mose diese Praxis verbietet.

Dass du nicht etwa einen Bund schließt mit den Einwohnern des Landes, und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, dich einladen und du dann von ihrem Opfer isst, und deinen Söhnen ihre Töchter zu Frauen nimmst und ihre Töchter dann ihren Göttern nachhuren und deine Söhne verführen, dass sie auch ihren Göttern nachhuren. – 2. Mose 34,15-16

8 Nun bringt uns aber eine Speise nicht näher zu Gott; denn wir sind nicht besser, wenn wir essen, und sind nicht geringer, wenn wir nicht essen.

Ob du es isst oder nicht, bedeutet vielleicht gar nichts.

9 Habt aber acht, dass diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!

Sei nicht der Grund, warum jemand anderes stolpert.

Lege keine Stolpersteine ​​auf.

10 Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird nicht sein Gewissen, weil es schwach ist, dazu ermutigt werden, Götzenopferfleisch zu essen?

Ermutige niemals jemanden dazu, in dieser Hinsicht gegen sein Gewissen zu handeln.

11 Und so wird wegen deiner Erkenntnis der schwache Bruder verderben, um dessen willen Christus gestorben ist.

Lass deine Freiheit niemals den Glauben eines anderen beeinträchtigen.

12 Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brüdern sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus.

Einen anderen Gläubigen auf diese Weise zu schädigen, bedeutet, gegen Christus zu sündigen.

13 Darum, wenn eine Speise meinem Bruder ein Anstoß [zur Sünde] wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß [zur Sünde] gebe.

Freiwilliger Verzicht ist besser, als ein Anstoß zu riskieren

    • Essen und Trinken

Nichts essen oder trinken, wenn jemand dabei ist, der es aus Gewissensgründen oder Gesundheitsgründen nicht darf (z. B. Fleisch, bestimmte Speisen).

    • Unterhaltung und Kultur

Filme, Serien, Spiele oder Musik konsumieren, die zwar erlaubt sind, aber einen schwachen Bruder oder eine Schwester verwirren oder zum Stolpern bringen könnten.

Was du als Unterhaltung ansiehst, können deine Kinder zu ihrem Lebensstil machen.

    • Sonstige moralisch neutrale Handlungen

Teilnahme an gesellschaftlichen oder kulturellen Veranstaltungen, die nicht verboten, aber für andere möglicherweise problematisch sind.

Es geht nicht um Verbote, sondern um Rücksicht, Liebe und Verantwortung für das Gewissen anderer.

Dinge, die wirklich sündhaft sind, fallen nicht unter diesen Grundsatz, sie sind immer falsch.

Lasst uns in Liebe handeln: im Alltag, beim Essen, in Unterhaltung und in allen Beziehungen, damit wir keine Stolpersteine für andere legen, sondern Zeichen der Liebe Christi sind.

Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr es auch tut! – 1. Thessalonicher 5,11