Leben im Überfluss

Johannes 10,1-10

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 1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe.
3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus.
4 Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.
5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht.
6 Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus. Sie verstanden aber nicht, wovon er zu ihnen redete.

Johannes 10,7 enthält die erste nachdrückliche „Ich bin“-Aussage in diesem Kapitel und die dritte von sieben solchen Aussagen im Johannesevangelium.

Jesus ist das Brot des Lebens – Er stillt den geistlichen Hunger und Durst.

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. – Johannes 6,35

Jesus ist das Licht der Welt – Er schenkt geistliche Führung und Leben.

Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. – Johannes 8,12

7 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe.

Jesus ist der einzige Weg zum Heil

Jesus ist nicht ein möglicher Weg zum Heil unter vielen, sondern die einzige Tür, durch die ein Mensch eingehen und gerettet werden kann.

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! – Apostelgeschichte 4,12

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! – Johannes 14,6

Die Vorstellung, dass alle Glaubenswege gleichermaßen zu Gott führen, widerspricht der Aussage Jesu.

Die „Ich bin“-Aussagen weisen auch auf Jesu göttliche Natur hin.

Als nun Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir und sei untadelig! – 1. Mose 17,1

Gott sprach zu Mose: »Ich bin, der ich bin!« Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: »Ich bin«, der hat mich zu euch gesandt. – 2. Mose 3,14

Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. – Jesaja 43,11

Die Pharisäer beanspruchten, geistliche Führer zu sein, erkannten aber nicht denjenigen, der die Tür zu Gottes Herde ist.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. – Johannes 10,1

Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür für die Schafe. – Johannes 10,7

8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie.

Andere Wege führen nicht zum Heil.

Die Propheten des Alten Testaments warnten vor solchen falschen Hirten:

Sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg, jeder sieht auf seinen Gewinn, ohne Ausnahme. – Jesaja 56,11

Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? – Hesekiel 34,2

Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide umkommen lassen und zerstreuen! – Jeremia 23,1

Kommt her, ich will Wein holen, lasst uns Rauschtrank saufen, und morgen soll es gehen wie heute, ja noch viel großartiger! – Jesaja 56,12

Der Unterschied zwischen einem Dieb und einem Räuber:

    • κλέπτης (kleptēs) – ein Dieb, der heimlich und unbemerkt stiehlt.
    • λῃστής (lēstēs) – ein Räuber oder Bandit, der andere ausplündert und dabei Gewalt anwenden kann.

Der Dieb nimmt etwas weg, ohne dass man es bemerkt; der Räuber nimmt es sich auch gegen Widerstand.

Die Pharisäer stießen den geheilten Blindgeborenen aus, während Jesus ihn suchte und sich ihm offenbarte. (Johannes 9,34-38)

Die Schafe hören nicht auf die falschen Hirten.

Aber die Schafe hörten nicht auf sie. – Johannes 10,8

Schafe erkennen die Stimme ihres Hirten, weil sie mit ihm vertraut sind und regelmäßig von ihm geführt werden.

Wir lernen, die Stimme des guten Hirten von der Stimme eines Fremden zu unterscheiden, indem wir Gottes Wort kennen.

9 Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Wer durch ihn eingeht, wird gerettet.

Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. – Römer 5,1-2

Bei Jesus ist auch der Weg gewiss. „Wird gerettet werden“ ist eine feste Zusage.

Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. – Johannes 6,37

Jesus versorgt seine Schafe

Der gute Hirte schenkt seinen Schafen Freiheit und Sicherheit.

In den Versen 1-5 führt der Hirte seine Schafe aus dem Pferch heraus – ein Bild für die Rettung.

In Vers 9 sind die Schafe frei, ein- und auszugehen.

Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang und gesegnet bei deinem Ausgang. Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich auflehnen, vor dir geschlagen dahingeben; auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen und auf sieben Wegen vor dir fliehen. – 5. Mose 28,6-7

Er wird deinen Fuß nicht wanken lassen, und der dich behütet, schläft nicht. … Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. – Psalm 121,3.7-8

Der gute Hirte wacht über seine Schafe, schützt sie vor Gefahren und lässt seine Herde nicht allein.

Der gute Hirte sorgt für die Bedürfnisse seiner Schafe.

Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. – Psalm 23,1-2

Jesus übertrug diese Verantwortung seinen Jüngern und forderte Petrus dreimal auf, sich um seine Schafe zu kümmern:

    • Jesus: „Weide meine Lämmer!“ (Johannes 21,15)
    • Jesus: „Hüte meine Schafe!“ (Johannes 21,16)
    • Jesus: „Weide meine Schafe!“ (Johannes 21,17)

Petrus gab diese Verantwortung an die Ältesten weiter.

Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe, nicht als solche, die über das ihnen Zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid! – 1. Petrus 5,2-3

10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.

Jesus ist gekommen, um Leben zu geben

Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu töten und zu verderben.

Der Dieb nimmt, was ihm nicht gehört, tötet jeden, der sich ihm in den Weg stellt, und zerstört, was er nicht gebrauchen kann.

Die Pharisäer erwiesen sich nicht als Hirten, sondern als solche, die den Schafen Schaden zufügten.

Sie verhörten den geheilten Blindgeborenen.

Sie stießen ihn aus der Synagoge aus. (Johannes 9,34)

Jesus ist mit einer völlig anderen Absicht gekommen.

Die griechischen Worte ἐγὼ ἦλθον bedeuten „Ich bin gekommen“.

    • ἦλθον bedeutet bereits „ich bin gekommen“.
    • ἐγώ („ich“) ist zusätzlich betont.

Jesus unterstreicht: Ich selbst bin gekommen, damit sie das Leben haben.

Jesus gibt ewiges Leben.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. – Johannes 5,24

Der Dieb ist gekommen, um zu töten; Jesus aber hat sein eigenes Leben hingegeben, damit wir leben können.

Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. – 1. Johannes 5,11-12

Es gibt keinen anderen Weg, dieses Leben zu empfangen, als durch die Tür zu gehen – und Jesus Christus ist diese Tür!

Jesus schenkt Leben im Überfluss.

Das Leben im Überfluss bedeutet nicht ein Leben ohne Schwierigkeiten oder Probleme, sondern eine Fülle, die diese Welt niemals geben kann.

Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein Fleisch wird sicher ruhen, denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht. Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich! – Psalm 16,9-11

Jesus beschreibt dieses Leben als Ströme lebendigen Wassers.

Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. – Johannes 7,37-38

Die Ströme lebendigen Wassers sprechen von einer Quelle, die nicht aus eigener Kraft hervorgebracht werden muss.

Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. – Johannes 7,39

Die entscheidende Frage: Hast du dieses Leben?

Bist du durch Jesus Christus, die Tür für die Schafe, eingegangen?

Nur durch ihn können wir dieses Leben empfangen.

 

 

Warum feiern wir das Abendmahl?

1. Korinther 11,23-26

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23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm,

Die Einsetzung

    • Jesus sandte Petrus und Johannes, um das Passahmahl vorzubereiten.
    • Die Jünger fanden alles so vor, wie Jesus es ihnen angekündigt hatte.
    • Am Abend versammelte sich Jesus mit den zwölf Jüngern, um das Passah zu essen.
    • Während des Mahls wusch Jesus seinen Jüngern die Füße und lehrte sie Demut und dienende Liebe. (Johannes 13,4–9)

Jesus: „Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen.“

Petrus: „Herr, du wäschst mir die Füße?“

Jesus: „Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir.“

Petrus: „Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!“

    • Jesus kündigte an, dass einer von ihnen ihn verraten würde.

Jesus: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten!“ (Johannes 13,21)

Die Jünger: „Doch nicht ich?“ (Markus 14,19)

Jesus: „Einer von den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel eintaucht!“ (Markus 14,20)

Petrus: Gibt dem Jünger, den Jesus liebte, ein Zeichen, dass er fragen soll, von wem Jesus spricht. (Johannes 13,23–24)

Der Jünger, den Jesus liebte: „Herr, wer ist’s?“ (Johannes 13,25)

Jesus: „Der ist’s, dem ich den eingetauchten Bissen geben werde.“ (Johannes 13,26)

Judas: „Rabbi, doch nicht ich?“ (Matthäus 26,25)

Jesus: „Du hast es gesagt!“ (Matthäus 26,25)

Jesus: „Was du tun willst, das tue bald!“ (Johannes 13,27)

Erzähler: „Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht.“ (Johannes 13,30)

In dieser Nacht nahm Jesus das Brot und den Kelch und setzte das Abendmahl ein.

Die Elemente

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? – 1. Korinther 10,16

23b …nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm,
24 und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!

Das gebrochene Brot erinnert uns daran, dass Jesus seinen Leib für uns hingegeben hat.

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. – 1. Petrus 2,24

Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, [und zwar] ein für alle Mal. – Hebräer 10,10

25 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!

Der Kelch erinnert uns daran, dass Jesus sein Blut vergossen hat, um den neuen Bund zu begründen und uns Erlösung zu ermöglichen.

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, – Epheser 1,7

Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. – Matthäus 26,28

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. – 1. Petrus 1,18-19

Jesus bezeichnet den Inhalt des Kelches als „das Gewächs des Weinstocks“ (Lukas 22,18).

Denn ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist. – Lukas 22,18

Er verbindet es mit der Verheißung, wieder davon zu trinken, wenn das Reich Gottes kommt.

Die Erinnerung

26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Das Evangelium

Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften, – 1. Korinther 15,3–4

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; – Römer 1,16

Die Erwartung

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. –Johannes 14,1-3

die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen! – Apostelgeschichte 1,9-11

indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, – Titus 2,13

Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen. — Ja, komm, Herr Jesus! – Offenbarung 22,20

Kein Frieden für die Gottlosen

Jesaja 57

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1 Der Gerechte kommt um, und kein Mensch nimmt es zu Herzen; und treue Männer werden hinweggerafft, ohne dass jemand bemerkt, dass der Gerechte vor dem Unglück hinweggenommen wird.

Die Gerechten werden vor dem kommenden Übel hinweggenommen

Der Tod der Gerechten bleibt unbeachtet

    • Josia der 16. König von Juda

Und er [Josia] tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in allen Wegen seines Vaters David, und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken. – 2. Könige 22,2

Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. – 5. Mose 6,5

Und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem HERRN zuwandte, ganz nach dem Gesetz Moses; auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden. – 2. Könige 23,25

weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem HERRN gedemütigt hast… Darum, siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst, und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, das ich über diesen Ort bringen will! – 2. Könige 22,19-20

    • Die Entrückung vor dem kommenden Zorngericht

Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn. – 1. Thessalonicher 1,9-10

Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus – 1. Thessalonicher 5,9

Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen. – Offenbarung 3,10

denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet nun einander mit diesen Worten! – 1. Thessalonicher 4,16-18

2 Er geht zum Frieden ein; sie ruhen auf ihren Lagern, ein jeder, der gerade Wege ging.

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,1-3

Die Gerechten gehen zum Frieden ein und ruhen

    • Der Tod als Gewinn und der Eingang in die Gegenwart Christi

Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. – Philipper 1,21

Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; – Philipper 1,23

    • Die Ruhe derer, die im Herrn sterben

Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach. – Offenbarung 14,13

 Die Gottlosen werden wegen ihres Götzendienstes zurechtgewiesen

Nicht so die Gottlosen… – Psalm 1,4a

 3 Ihr aber, kommt hierher, ihr Kinder der Zauberin, Same des Ehebrechers und der Hure!
4 Über wen wollt ihr euch lustig machen? Gegen wen wollt ihr das Maul aufsperren und die Zunge herausstrecken? Seid ihr nicht Kinder des Abfalls, ein falscher Same?
5 Ihr erglüht für die Götzen unter jedem grünen Baum, ihr opfert die Kinder in den Bachtälern unter Felsenklüften.

Ihr sündiger Charakter wird aufgedeckt

Und so wandte ich mich um und sah alle Bedrückungen, die verübt werden unter der Sonne; und siehe, da flossen Tränen von Unterdrückten, die keinen Tröster hatten; und weil die Hand ihrer Unterdrücker so stark war, konnte sie niemand trösten. Da pries ich die Toten, die längst gestorben sind, glücklicher als die Lebenden, die jetzt noch am Leben sind. – Prediger 4,1-2

Die Sünde wird dich weiterführen, als du gehen willst, dich länger festhalten, als du bleiben willst, und dich mehr kosten, als du zu bezahlen bereit bist.

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? – Römer 7,24

Ihre götzendienerischen Praktiken werden beschrieben

6 Bei den glatten Steinen des Bachtals ist dein Teil, sie sind dein Los; ihnen hast du auch Trankopfer ausgegossen und Speisopfer dargebracht — sollte ich mich darüber beruhigen?
7 Du hast dein Lager auf einem hohen und erhabenen Berg bereitet; auch dort bist du hinaufgestiegen und hast Schlachtopfer dargebracht.
8 Und hinter Tür und Pfosten hast du dein Andenken gesetzt; denn du hast dich von mir abgewandt, hast dein Bett aufgedeckt, hast es bestiegen und breit gemacht und mit ihnen [den Hurenlohn] ausgehandelt; du liebtest es, bei ihnen zu liegen, bist ihrem Wink gefolgt.

Ihr Streben nach falschen Göttern wird verurteilt

9 Du bist mit Öl zum König gezogen und hast reichlich wohlriechende Salben gespendet; du hast deine Boten in die weiteste Ferne geschickt und dich erniedrigt bis zum Totenreich.
10 Du bist müde geworden von der Menge deiner Wege, hast aber nicht gesagt: Es ist vergeblich! Du hast noch Lebensunterhalt gefunden, darum wurdest du nicht matt.

Ihre fehlende Gottesfurcht wird offenbar

11 Vor wem hast du dich so gescheut und gefürchtet, dass du mich verleugnet und an mich nicht mehr gedacht hast und es dir nicht zu Herzen nahmst? Habe ich nicht geschwiegen, und das seit langer Zeit? Aber du willst mich doch nicht fürchten!
12 Ich selbst will jetzt deine Gerechtigkeit bekannt machen, und deine Machwerke werden dir nichts nützen!
13 Wenn du dann schreist, so mögen dich alle deine gesammelten [Götzen] erretten; aber ein einziger Windstoß wird sie alle davontragen, ein Hauch wird sie wegnehmen. Wer aber bei mir Zuflucht sucht, der wird das Land erben und meinen heiligen Berg besitzen.

Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. – Psalm 1,4

Gott verheißt Wiederherstellung für die Zerschlagenen

Der Weg wird für Gottes Volk bereitet

14 Und er wird sagen: Macht Bahn, macht Bahn! Ebnet den Weg! Räumt jeden Anstoß aus dem Weg meines Volkes!

Gott wohnt bei den Demütigen und Zerschlagenen

15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name »Der Heilige« ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke.
16 Denn ich will nicht ewig rechten und nicht ohne Ende zornig sein; denn ihr Geist würde vor mir verschmachten und die Seelen, die ich gemacht habe.

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind. – Psalm 34,19

Gott verheißt Heilung, Leitung und Trost

17 Über [Israels] sündhafte Habgier wurde ich zornig, und ich schlug es, verbarg mich und zürnte; da wandte es sich noch weiter ab auf seinen selbst erwählten Wegen.
18 Seine Wege habe ich gesehen; dennoch will ich es heilen und es leiten und ihm und seinen Trauernden mit Tröstungen vergelten,
19 indem ich Frucht der Lippen schaffe: Friede, Friede den Fernen und den Nahen, spricht der HERR; ja, ich will es heilen!

Kommt doch, wir wollen miteinander rechten!, spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie [weiß] wie Wolle werden. – Jesaja 1,18

 20 Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer, das nicht ruhig sein kann, dessen Wasser Schlamm und Kot aufwühlen.

Die Gottlosen haben keinen Frieden

Sie sind wie das aufgewühlte Meer

Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Weg der Gottlosen führt ins Verderben. – Psalm 1,5-6

21 Keinen Frieden, spricht mein Gott, gibt es für die Gottlosen!

Es gibt keinen Frieden für die Gottlosen

Am Ende wird es nicht darum gehen, wie erfolgreich wir in dieser Welt waren oder wie angenehm unser Leben war.

Entscheidend ist, ob wir zu den Gerechten gehören oder zu denen, die sich gegen Gott auflehnen.

Jesus selbst warnt uns vor dem kommenden Gericht. Darum wollen wir Gottes Wort ernst nehmen und heute zu ihm umkehren.

So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein. – Matthäus 13,49-50

 

Ein Herz, das auf den HERRN wartet

1. Samuel 22,3-5

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Flucht vor Saul: David floh vor Saul, der ihn töten wollte.

Nob: Er ging nach Nob. Dort erhielt er von Ahimelech das Schwert Goliaths (1. Sam. 21,1–10).

Gath: David floh nach Gath und kam vermutlich durch das Tal Ela, wo Gott ihm Jahre zuvor den Sieg über Goliath geschenkt hatte (1. Sam. 17; 21,11).

Flucht aus Gath: David stellte sich wahnsinnig und entkam so dem König Achisch (1. Sam. 21,12–16).

Adullam: David versteckte sich in der Höhle Adullam. Seine Familie kam zu ihm, dazu etwa 400 Männer, die bedrängt, verschuldet und unzufrieden waren (1. Sam. 22,1–2).

3 Und David ging von dort nach Mizpe [in] Moab und sprach zum König von Moab: Lass doch meinen Vater und meine Mutter herkommen und bei euch bleiben, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird!
4 Und er führte sie vor den König von Moab, und sie blieben bei ihm, solange David auf der Bergfeste war.
5 Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht auf der Bergfeste, sondern geh ins Land Juda! Und David ging weg und kam in den Wald Haret.

Mizpe in Moab: David brachte seine Eltern zum König von Moab und bat ihn, sie aufzunehmen.

Familiäre Verbindung: Davids Urgroßmutter Ruth war eine Moabiterin (Rut 4,17–22). Dadurch hatte David eine familiäre Verbindung zu Moab.

Schutz für seine Eltern: Saul verfolgte David und betrachtete ihn als Feind. Davids Eltern waren vermutlich ebenfalls gefährdet. Moab lag außerhalb von Sauls unmittelbarem Machtbereich.

Ein sicherer Zufluchtsort: David bat den König von Moab ausdrücklich, seine Eltern aufzunehmen, bis er wisse, was Gott mit ihm tun werde (1. Sam. 22,3).

Eine mögliche politische Überlegung: Saul führte Krieg gegen Moab (1. Sam. 14,47). Das könnte den König von Moab dazu bewegt haben, David als Gegner Sauls zu unterstützen. Ob dies tatsächlich eine Rolle spielte, wissen wir nicht.

Was wusste David?

    • Gott hatte ihn zum König über Israel salben lassen.

Aber nicht, wie Gott seine Verheißung erfüllen würde.

    • Saul trachtete ihm nach dem Leben.

Aber nicht, wie lange er vor Saul fliehen musste.

    • Er musste für die Sicherheit seiner Eltern sorgen.

Aber nicht, wie Gott für ihre Sicherheit und seine eigene sorgen würde.

    • Gott hatte einen Plan für sein Leben.

Aber nicht, was der nächste Schritt in Gottes Plan sein würde.

    • Er musste auf Gottes Führung vertrauen.

Aber nicht, wann Gott ihm den Weg zeigen würde.

    • David wusste, was Gott verheißen hatte.

Aber nicht, wie oder wann Gott es erfüllen würde.

Was wissen wir?

    • Wir wissen, dass wir Gott folgen und ihm gehorchen sollen.

Wir wissen nicht, wohin er uns führen wird oder welche Möglichkeiten er uns öffnen wird.

    • Wir wissen, dass wir dem Herrn treu dienen sollen.

Wir wissen nicht, welche Frucht Gott durch unseren Dienst hervorbringen wird.

    • Wir wissen, dass wir beten und unsere Anliegen vor Gott bringen sollen.

Wir wissen nicht immer, wann oder wie Gott unsere Gebete beantworten wird.

    • Wir wissen, dass wir das Evangelium weitergeben sollen.

Wir wissen nicht, wer auf unsere Botschaft reagieren und zum Glauben kommen wird.

    • Wir wissen, dass wir Gott durch unsere Gaben ehren und großzügig geben sollen.

Wir wissen nicht immer, wie Gott für unsere Bedürfnisse sorgen wird, wenn wir geben.

„Lass doch meinen Vater und meine Mutter herkommen und bei euch bleiben, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird!“

Die Grenzen menschlicher Planung

Der Mensch kann seinen eigenen Weg nicht sicher lenken.

Ich weiß, HERR, dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht, dass der Mann, wenn er geht, seine Schritte nicht lenken kann. – Jeremia 10,23

Vom HERRN hängen die Schritte des Mannes ab; was versteht der Mensch von seinem Weg? – Sprüche 20,24

Unser eigener Weg kann richtig erscheinen und doch ins Verderben führen.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber sein Ende führt doch zum Tod. – Sprüche 16,25

Wer seinem eigenen Herzen folgt, kann auf einen langen Irrweg geraten. Die Sünde führt dich weiter, als du gehen wolltest, hält dich länger fest, als du bleiben wolltest, und kostet dich mehr, als du zu bezahlen bereit warst.

Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? – Jeremia 17,9

Unsere Pläne müssen der Führung des HERRN untergeordnet werden.

Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus, aber der HERR lenkt seine Schritte. – Sprüche 16,9

Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem Einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten. – Jeremia 17,10

David wusste, dass Gott ihn zum König gesalbt hatte, aber er konnte nicht selbst bestimmen, wie oder wann Gottes Plan erfüllt werden würde.

Die Fürsorge Gottes für die, die auf seinem Weg gehen

Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. – Psalm 37,23

Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. – Psalm 37,24

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. – Psalm 37,25

Obwohl David nicht wusste, was als Nächstes geschehen würde, konnte er auf Gottes Treue vertrauen.

Und er führte sie vor den König von Moab, und sie blieben bei ihm, solange David auf der Bergfeste war. – 4

Das hebräisches Wort für Bergfeste ist Masada

Gott führte ihn sogar durch den Propheten Gad aus seiner Zuflucht in Moab zurück ins Land Juda.

Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht auf der Bergfeste, sondern geh ins Land Juda! – 5a

Ein Herz, das auf den Weg des HERRN wartet

Wir müssen uns durch Gottes Wort leiten lassen.

Mache meine Schritte fest durch dein Wort, und lass nichts Böses über mich herrschen! – Psalm 119,133

Wir müssen bereit sein, Gottes Führung zu folgen.

Samuel 22,3: David wollte erfahren, was Gott mit ihm tun würde.

Samuel 22,5: Als Gad ihm sagte, er solle nicht auf der Bergfeste bleiben, sondern nach Juda gehen, gehorchte David.

Und David ging weg und kam in den Wald Haret. – 5b

Wir müssen Gott vertrauen, auch wenn wir seinen nächsten Schritt noch nicht kennen.

David kannte Gottes Verheißung, aber nicht Gottes Zeitplan.

David wusste, dass er Gott folgen musste, auch wenn er noch nicht wusste, wohin der Weg führen würde.

 

 

Das Herz eines Hirten

1. Korinther 11,17-34

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So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! – Apostelgeschichte 20,28

Übersicht

    • Das Beispiel – V. 1

Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich [Nachahmer] des Christus bin!

    • Die Bestätigung – V. 2

Ich lobe euch, Brüder, dass ihr… an den Überlieferungen festhaltet…

    • Die Belehrung – V. 3-16

Ich will aber, dass ihr wisst…

    • Die Beanstandung – V. 17-34

Das aber kann ich… nicht loben…

17 Das aber kann ich, da ich am Anordnen bin, nicht loben, dass eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern schlechter werden.

Ein Hirte erkennt die Unordnung

Es wurde schlimmer, wenn sie zusammenkamen.

18 Denn erstens höre ich, dass Spaltungen unter euch sind, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, und zum Teil glaube ich es;

Es gab Spaltungen unter ihnen.

Sie teilten sich in verschiedene Gruppen.

Die Unterschiede zwischen den Habenden und den Nicht-Habenden wurden sichtbar.

19 denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch!

Es gab Parteiungen unter ihnen.

    • Die Parteiungen machten sichtbar, wer zu welcher Gruppe gehörte.
    • Die „Bewährten“ wurden dadurch offenbar.

20 Wenn ihr nun am selben Ort zusammenkommt, so geschieht das doch nicht, um das Mahl des Herrn zu essen;
21 denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, sodass der eine hungrig, der andere betrunken ist.

Jeder nahm sein eigenes Mahl vorweg.

22 Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch etwa loben? Dafür lobe ich [euch] nicht!

Die Armen wurden beschämt und die Gemeinde verachtet.

Ein Hirte erinnert an den Guten Hirten

23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm,
24 und dankte, es brach und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; dies tut zu meinem Gedächtnis!

Die Einsetzung des Abendmahls durch den Herrn

Das Brot und der Leib Christi

25 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meinem Gedächtnis!

Der Kelch und der neue Bund

26 Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Das Gedächtnis und die Verkündigung des Todes Christi

Ein Hirte enthüllt die Gefahr

27 Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.

Unwürdiges Essen und Trinken

28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken;
29 denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.

Fehlende Selbstprüfung und Unterscheidung des Leibes

30 Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen.

Schwachheit, Krankheit und Tod

31 Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden;
32 wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.

Selbstgericht und Züchtigung des Herrn

Ein Hirte ermahnt zur Ordnung

33 Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander!

Aufeinander warten

34 Wenn aber jemand hungrig ist, so esse er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das Übrige will ich anordnen, sobald ich komme.

Zu Hause essen, wenn man Hunger hat

Weitere Dinge wollte Paulus bei seiner Ankunft ordnen

Waren die anderen Probleme größer als dieses und deshalb zu umfangreich für einen Brief?

Oder waren sie kleiner und Paulus dachte einfach: Dafür verschwende ich jetzt nicht mehr Tinte und Papier?

Wir wissen es nicht.

Wie reagieren wir, wenn ein Hirte die Unordnung in der Herde anspricht?

    • Lassen wir uns die Unordnung zeigen.
    • Lassen wir uns wieder auf den Guten Hirten hinweisen.
    • Nehmen wir die Warnung vor der Gefahr ernst.
    • Sind wir bereit, uns der biblischen Ordnung zu unterstellen?

Wenn der Hirte uns zurechtweist, sind wir bereit, uns zurechtweisen zu lassen?

 

 

Geben und Gottes Segen

1. Chronik 29,9-19

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​10 Und David lobte den HERRN vor der ganzen Gemeinde und sprach: Gelobt seist du, o HERR, du Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
11 Dein, o HERR, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben!
12 Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen!
13 Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.

Alles gehört dem HERRN

denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. – Psalm 50,10

14 Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben.
15 Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie alle unsere Väter. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.
16 HERR, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles gehört dir.

Alles kommt vom HERRN

Ich aber habe mit all meiner Kraft für das Haus meines Gottes beschafft: Gold für goldene, Silber für silberne, Erz für eherne, Eisen für eiserne, Holz für hölzerne Geräte, Onyxsteine und Steine für Einfassungen, Steine zur Verzierung und farbige Steine und allerlei Edelsteine und weiße Marmorsteine in Menge. – 1. Chronik 29,2

17 Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen; darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.
18 HERR, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz fest auf dich!
19 Und gib meinem Sohn Salomo ein ungeteiltes Herz, dass er deine Gebote, deine Zeugnisse und deine Satzungen bewahre und alles ausführe, und dass er diesen Bau errichte, den ich vorbereitet habe!

Gott sieht das Herz des Gebenden

Und wer ist nun willig, heute seine Hand für den HERRN zu füllen? – 1. Chronik 29,5b

Grundsätze des Gebens

    • Verhältnismäßig

An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht erst dann die Sammlungen durchgeführt werden müssen, wenn ich komme. – 1. Korinther 16,2

    • Aus dem, was man hat

Denn wo die Bereitwilligkeit vorhanden ist, da ist einer wohlgefällig entsprechend dem, was er hat, nicht entsprechend dem, was er nicht hat. – 2. Korinther 8,12

    • Opferbereit

Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten legten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein, das ist ein Groschen. Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt. – Markus 12,41-44

    • Großzügig

Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. – 2. Korinther 9,6

    • Freiwillig

Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! – 2. Korinther 9,7

Gottes Antwort

    • Er öffnet die Fenster des Himmels und schüttet Segen aus.

Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde! – Maleachi 3,10

    • Er gibt dem Gebenden zurück in überströmendem Maß.

Gebt, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird euch wieder zugemessen werden. – Lukas 6,38

    • Er lässt den reichlich ernten, der reichlich sät.

Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. – 2. Korinther 9,6

    • Er versorgt uns mit allem, was wir brauchen, damit wir zu jedem guten Werk überreich sein können.

Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk, wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit«. Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, sodass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt. – 2. Korinther 9,8-11

    • Er wird alle unsere Bedürfnisse ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit.

Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. – Philipper 4,19

9 Und das Volk freute sich über ihr freiwilliges Geben; denn sie gaben es dem HERRN von ganzem Herzen, freiwillig. Und auch der König David war hocherfreut.

Wer gehört zum Volk Gottes?

Jesaja 56,3-12

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Rückblick auf Jesaja 56,1–2

In Jesaja 56,1–2 ruft der HERR sein Volk dazu auf, das Recht zu bewahren, Gerechtigkeit zu üben und seinen Bund festzuhalten.

Dabei sind wir besonders auf den Ausdruck „Menschensohn“ gestoßen.

Das hebräische ben-adam bezeichnet zunächst den Menschen, den sterblichen, schwachen und vergänglichen Menschen.

Doch wenn wir die verschiedenen Stellen des Alten Testaments betrachten, in denen dieser Ausdruck vorkommt, erkennen wir eine bemerkenswerte Entwicklung, die schließlich in Christus ihre vollkommene Erfüllung findet.

Der Menschensohn

    • ist anders als gewöhnliche Menschen,
    • wurde in unserer menschlichen Gestalt erniedrigt,
    • ihm sind alle Dinge untergeordnet,
    • auf ihn achtet Gott,
    • er hat den Tod besiegt,
    • ergreift den Bund Gottes,
    • kommt in Herrlichkeit.

Das ist der Menschensohn, den wir in der Schrift sehen: wahrer Mensch, erniedrigt und leidend, vollkommen gehorsam, Sieger über den Tod und schließlich der verherrlichte Herrscher über alle Völker.

Und nun führt uns Jesaja 56 zu einer weiteren Frage. In Vers 2 wurde der Menschensohn als derjenige beschrieben, der den Bund Gottes ergreift. Aber wer darf diesen Bund ergreifen? Wer darf zum Volk Gottes gehören?

 3a Und der Fremdling, der sich dem HERRN angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen!

Der Fremde wird aufgenommen

„Der sich dem HERRN angeschlossen hat“ wird aufgenommen.

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,12-13

Der „soll nicht sagen: Der HERR wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen!“

Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft bist und mit Anteil bekommen hast an der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums, so überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber, [so bedenke]: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich! – Römer 11,17-18

Nun sagst du aber: »Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde«. Ganz recht! Um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich! – Römer 11,19-20

3b Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum!
4 Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten,
5 denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.

Der Ausgestoßene wird angenommen

So spricht der HERR: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden. – Jesaja 56,1

Die, „die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten…“

Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgendetwas Böses zu tun! – Jesaja 56,2

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. – Psalm 1,1-2

Der „soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum!“

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,3

Er wird ihnen in seinem Haus und in seinen Mauern einen Platz geben.

Er wird ihnen „einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter.“

Ja, er wird „ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.“

6 Und die Fremdlinge, die sich dem HERRN anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des HERRN zu lieben [und] um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten,
7 die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.

Er wird ihnen zu seinem heiligen Berg führen und sie in seinem Bethaus erfreuen.

„…ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar…“

Das Haus Gottes soll ein Bethaus für alle Völker!

Was haben Menschen aus dem Haus Gottes gemacht?

Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. Und er ließ nicht zu, dass jemand ein Gerät durch den Tempel trug. Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! – Markus 11,15-17

Ist es wirklich ein Haus des Gebets und der Anbetung geworden, oder wird es manchmal zu einem Ort für Unterhaltung, Selbstdarstellung, Geschäfte oder menschliche Interessen?

Haben wir den Respekt vor dem Haus Gottes, den wir haben sollten?

Wie verhalten wir uns, wenn wir zum Gottesdienst kommen?

Kommen wir mit der Haltung: „Ich komme, um dem HERRN zu begegnen und Ihn anzubeten“, oder behandeln wir die Zusammenkunft wie irgendeine andere Veranstaltung?

Welche Einstellung bringen wir mit?

Kommen wir vorbereitet mit einem Herzen, das Gott dienen und auf Sein Wort hören will?

Ist unser Gottesdienst auf den HERRN ausgerichtet oder auf uns selbst?

Ist das Haus Gottes für uns ein Haus des Gebets?

Wenn der HERR heute in unsere Gemeinde käme und sehen würde, was wir mit Seinem Haus machen, würde Er darin das finden, wofür es bestimmt ist?

8 GOTT, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten!

Der Herr sammelt die Zerstreuten

Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! – Lukas 14,21

Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da! Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! – Lukas 14,22-23

Sind wir damit zufrieden, dass die Gemeinde versammelt ist, oder haben wir den Wunsch, dass noch andere hinzukommen?

Beten wir regelmäßig dafür, dass der HERR Menschen zu sich zieht und uns gebraucht, sie einzuladen?

Wen könnten wir diese Woche einladen?

Wenn der HERR Menschen zu sich sammeln will, sind wir bereit, hinauszugehen und sie einzuladen?

Die Hirten versagen

Dieser Abschnitt endet mit einer ernsten Anklage gegen die Hirten Israels.

Zugleich ist diese Anklage eine Warnung an jeden, dem der HERR Verantwortung für sein Volk anvertraut hat.

9 Kommt alle her, ihr Tiere auf dem Feld, um zu fressen, alle ihr Tiere im Wald!
10 Seine Wächter sind blind; sie wissen alle nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können; sie liegen träumend da, schlafen gern.

So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; – Apostelgeschichte 20,28-30

11 Doch sie sind auch gierige Hunde, die nicht wissen, wann sie genug haben; und sie, die Hirten, verstehen nicht aufzupassen; sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg, jeder sieht auf seinen Gewinn, ohne Ausnahme.
12 »Kommt her«, sagen sie, »ich will Wein holen, lasst uns Rauschtrank saufen, und morgen soll es gehen wie heute, ja noch viel großartiger!«

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; – 1. Petrus 5,8

 

Ein schreiendes Herz

1. Samuel 22,1-2

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1 Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Als das seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.
2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden waren, und alle, die ein verbittertes Herz hatten, und er wurde ihr Oberster, und sie hielten es mit ihm, etwa 400 Mann.

Psalm 142
​1 Ein Maskil von David, als er in der Höhle war. Ein Gebet.
2 Ich schreie mit meiner Stimme zum HERRN, ich flehe mit meiner Stimme zum HERRN.
3 Ich schütte meine Klage vor ihm aus und verkünde meine Not vor ihm.

David bringt seine Not vor Gott

    • Er schreit mit seiner Stimme.

Dies ist ein verzweifelter Hilferuf.

Hast du schon einmal so verzweifelt zu Gott geschrien?

    • Er fleht mit seiner Stimme um Gnade.

Das hebräische Wort bedeutet, um Gnade zu flehen.

Wir können wie David in unserer Not zu Gott kommen und ihn um Gnade bitten.

    • Er schüttet seine Klage aus.

David hält seine inneren Gedanken und Gefühle nicht zurück. Er schüttet sein Herz vor Gott aus.

Bist du von Trauer, Angst oder Sorge überwältigt? Komm wie David zu Gott und schütte dein Herz vor ihm aus.

    • Er tut seine Not kund.

Er macht seine konkrete Not vor Gott bekannt.

Sei offen und sage Gott genau, was dich belastet.

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. – 1. Petrus 5,7

4 Wenn mein Geist in mir verzagt ist, so kennst du doch meinen Pfad; auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.

David weiß: Gott kennt seinen Weg

    • David ist verzagt: „Mein Geist ist verzagt in mir.“

Wenn du nicht weißt, was morgen kommt, weiß Gott es.

    • David sieht die Schlinge: „Auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.“

Wenn du nur die Schlinge siehst, sieht Gott den ganzen Weg.

    • David sieht den Weg nicht – aber Gott sieht den Weg.

Du musst deinen Weg nicht kennen, wenn du den kennst, der deinen Weg kennt.

    • David versteht seine Lage nicht – aber Gott kennt seinen Pfad.

Wenn du den Weg nicht verstehst, kennt Gott deinen Pfad.

5 Ich schaue zur Rechten, siehe, da ist keiner, der mich kennt; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele!

David sieht, was ihm fehlt

    • Es scheint ihm, dass niemand ihn kennt.

Wenn Menschen dich nicht verstehen oder niemand deine Not kennt, kennt Gott dich vollkommen.

    • Es scheint ihm, dass jede menschliche Zuflucht abgeschnitten ist.

Wenn alle menschlichen Zufluchten versagen, bleibt Gott.

    • Es scheint ihm, dass niemand nach ihm fragt.

Wie tröstlich ist es zu wissen, dass jemand nach dir fragt. Gott fragt immer nach dir. Er sieht dich, er kennt deine Not, und er sorgt für dich.

6 Ich schreie, o HERR, zu dir; ich sage: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Land der Lebendigen!

David findet seine Zuflucht in Gott

    • „Du bist meine Zuflucht“
    • „Du bist mein Teil im Land der Lebendigen“

Was für ein Trost ist es zu wissen, dass wir mit all unseren Nöten jederzeit zu ihm kommen können.

7 Höre auf mein Wehklagen, denn ich bin sehr schwach; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig!
8 Führe meine Seele aus dem Kerker, dass ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.

David erwartet Gottes Hilfe

    • David bittet Gott, sein Wehklagen zu hören.

David ist sehr schwach und weiß, dass er Gottes Hilfe braucht.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! – Matthäus 11,28

    • David bittet Gott um Errettung.

Deine Feinde mögen zu mächtig für dich sein, aber sie sind nicht zu mächtig für Gott.

    • David vertraut auf Gottes Güte.

Das Herz, das zu Gott schreit, wird schließlich einen Grund haben, Gott zu loben.

Schau dir den letzten Satz an: „Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.“

Achte auf die Verbindung zu 1. Samuel 22.

1 Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Als das seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.
2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden waren, und alle, die ein verbittertes Herz hatten, und er wurde ihr Oberster, und sie hielten es mit ihm, etwa 400 Mann.

David hatte gesagt: „Niemand fragt nach meiner Seele!“ Aber Gott brachte ihm 400 Männer, die sich um ihn sammelten.

    • Seine Familie
    • Menschen mit untragbaren Schulden
    • Menschen mit einem schwer bedrückten Herzen
    • Einige von ihnen wurden später als Davids Helden bezeichnet.

 

Prinzipien, Überzeugungen und Standards

Wie biblische Wahrheit unser tägliches Leben bestimmt

Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse. – Daniel 1,8

Biblische Prinzipien → persönliche Überzeugungen → praktische Standards → konsequentes Leben

Prinzipien – Was lehrt die Bibel?

 Ein Prinzip ist eine zeitlose Wahrheit aus der Heiligen Schrift, die unsere Gedanken und unser Handeln leiten kann.

Daniel lebte in einer fremden Kultur, unter einer heidnischen Regierung und unter starkem Anpassungsdruck. Doch seine Umgebung bestimmte nicht seine Maßstäbe – Gottes Wort tat es. (2. Tim. 3,16-17; Philipper 1,9-10a)

Überzeugungen – Was bedeutet dieses Prinzip für mich?

 Eine Überzeugung ist eine feste persönliche Gewissheit darüber, wie ein biblisches Prinzip in einem bestimmten Lebensbereich anzuwenden ist.

Daniel „nahm sich in seinem Herzen vor“ (Dan. 1,8).

Er hatte nicht einfach eine allgemeine Kenntnis von Gottes Wahrheit. Er hatte daraus eine persönliche Überzeugung entwickelt. (Römer 14,5.22-23)

Er fragte nicht: „Was machen die anderen?“, sondern: „Was werde ich tun?“ (1. Thes. 5,21-22)

Eine biblische Überzeugung:

    • beruht auf biblischen Prinzipien,
    • stimmt mit der gesamten Bibel überein,
    • widerspricht keinem klaren Gebot Gottes,
    • ist mehr als eine bloße persönliche Vorliebe.

Standards – Wie werde ich diese Überzeugung praktisch leben?

Ein Standard ist eine konkrete Regel, Erwartung oder Praxis für einen bestimmten Lebensbereich, die auf biblischen Prinzipien und daraus gewonnenen Überzeugungen beruht.

Standards helfen uns, Entscheidungen im Voraus zu treffen

Eine vorher getroffene Entscheidung hilft mir, eine spätere Versuchung zu bewältigen.

Weitere biblische Beispiele:

    • Hiob – Reinheit (Hiob 31,1)
    • Joseph – Versuchung ( Mose 39,7–12)
    • Paulus – Christliche Freiheit (1. Korinther 8,9–13)
    • Daniel – Gebet (Daniel 6,10)

Eine Warnung vor zwei Extremen

Extrem 1: Meine Standards werden zu Gottes Geboten (Markus 7,7)

Das heißt Gesetzlichkeit.

Extrem 2: Ich habe keine Standards (Richter 21,25) „Die Bibel sagt es nicht ausdrücklich, also kann ich machen, was ich will.“

Das heißt Anarchie.

Der biblische Weg:

    • Die Schrift ist unsere Autorität.
    • Biblische Prinzipien formen unsere Überzeugungen.
    • Überzeugungen führen zu praktischen Standards.
    • Standards helfen uns, konsequent zu leben.

Frage: Welche Bereiche meines Lebens werden tatsächlich durch die Prinzipien der Bibel bestimmt?