Das Herz unter der Anfechtung

1. Samuel 20,1-11

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Anfechtungen verändern das Herz nicht – sie offenbaren, was es regiert.

„Wenn man einen Teebeutel in heißes Wasser legt,
entsteht nicht erst dann der Geschmack –
die Hitze bringt nur heraus, was bereits im Beutel ist.“

1 David aber floh von Najot bei Rama und kam und redete mit Jonathan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld? Und was habe ich vor deinem Vater gesündigt, dass er mir nach dem Leben trachtet?

Ein Herz unter Lebensgefahr

Bei David sehen wir ein Herz, das unter Bedrängnis steht.

Hast du dich schon einmal gefühlt wie David hier: bedrängt, angeklagt, und ohne zu wissen, warum?

2 Er aber sprach zu ihm: Das sei ferne, du sollst nicht sterben! Siehe, mein Vater tut nichts, weder Großes noch Kleines, das er nicht meinen Ohren offenbaren würde. Warum sollte denn mein Vater dies vor mir verbergen? Es ist nichts daran!

Jonathan widerspricht der Angst nicht laut, sondern mit Nähe, so wie Christus uns nicht anschreit, sondern uns nahekommt und leise sagt: „Ich bin bei dir.“

3 Und David fuhr fort und schwor: Dein Vater weiß genau, dass ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe; darum wird er denken: Jonathan soll dies nicht erfahren, damit er nicht bekümmert ist! Und wahrlich, so wahr der HERR lebt und so wahr deine Seele lebt, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tod!

Wenn Angst uns überfällt, bleibt uns Christus nahe, und wir dürfen uns an ihn wenden.

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. – 1. Petrus 5,7

Ein gottgefälliges Herz ist nicht angstfrei, sondern glaubensabhängig.

4 Jonathan aber sprach zu David: Ich will für dich tun, was dein Herz begehrt!

Ein Herz, das sich im Bund festmacht

Jonathan offenbart ein bundestreues Herz, das Treue über eigenen Vorteil stellt.

5 Und David sprach zu Jonathan: Siehe, morgen ist Neumond, da sollte ich eigentlich mit dem König zu Tisch sitzen. Lass mich gehen, dass ich mich auf dem Feld verberge, bis zum Abend des dritten Tages!
6 Sollte mich dein Vater etwa vermissen, so sprich: David bat mich sehr, nach Bethlehem in seine Stadt eilen zu dürfen, weil dort das jährliche Opfer stattfindet für die ganze Familie.
7 Sagt er: Es ist gut!, so bedeutet das Frieden für deinen Knecht; wird er aber sehr zornig, so wisse, dass Böses bei ihm beschlossen ist.

Manchmal ist der beste Weg, nichts zu tun, sondern geduldig abzuwarten.

Genau dann zeigt sich, ob unser Herz dem Bund treu bleibt, wie bei Jonathan, der David beisteht.

Jonathan ist ein Vorgeschmack auf Christus, der bleibend bei uns ist, besonders unter Angst und Bedrängnis.

Ein Herz, das zwischen Wahrheit und Gnade steht

8 Dann aber erweise Gnade gegen deinen Knecht; denn du hast mich, deinen Knecht, in einen Bund vor dem HERRN mit dir treten lassen. Wenn aber eine Schuld an mir ist, so töte du mich; warum solltest du mich zu deinem Vater bringen?

Wie Jonathan im menschlichen Maß Treue und Nähe vermittelt, so ist Christus der Mittler des Neuen Bundes, der uns vollkommene Gnade, Wahrheit und Sicherheit schenkt. Unser Herz darf sich ihm anvertrauen, selbst in der größten Bedrängnis.

Er prüft die Reaktion Sauls ehrlich

Kein Schönreden, keine Verharmlosung

Gnade ohne Wahrheit wäre naiv, Wahrheit ohne Gnade wäre tödlich.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. – Johannes 1,14

9 Und Jonathan sprach: Das sei ferne von dir! Wenn ich sicher weiß, dass es bei meinem Vater beschlossene Sache ist, Böses über dich zu bringen, sollte ich es dir dann nicht berichten?

Wir brauchen ein Herz, das Gnade und Wahrheit zusammenhält.

10 David aber sprach zu Jonathan: Wenn mir nur jemand berichten würde, ob dein Vater dir eine harte Antwort gibt!

Ein Herz, das sich der Gnade anvertraut

In Vers 8 bittet David um Gnade: „erweise Gnade gegen deinen Knecht“.

Er beruft sich nicht auf sein Recht, sondern auf den Bund.

Er vertraut sein Leben nicht Saul, sondern der Gnade an.

O, dass wir wie David sein könnten und Christus in allen Anfechtungen voll vertrauen würden.

11 Und Jonathan sprach zu David: Komm, wir wollen aufs Feld hinausgehen! Da gingen die beiden aufs Feld hinaus.

Ein Herz, das sich unter Anfechtung bewährt

Sowohl bei David als auch bei Christus sehen wir, wie ein Herz, das von Gnade und Wahrheit geprägt ist, unter Anfechtung nicht zurückschlägt, sondern Gott vertraut.

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrus 2,21-23

Wir brauchen ein Herz, das in Anfechtung, Verleumdung oder Angriff nicht zurückschlägt, sondern die Gnade und Wahrheit Christi widerspiegelt.

Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind. – Matthäus 5,11-12

Wenn wir geschmäht werden, segnen wir; wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand; wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost; – 1. Korinther 4,12b-13a

Das Herz unter Anfechtung sehnt sich nach Gnade – und in Christus ist diese Gnade uns ganz nahe geworden.

Als Erlöste leben

Jesaja 52,1-6

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1 Wache auf! Wache auf! Zion, ziehe deine Stärke an! Ziehe deine Ehrenkleider an, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn von nun an wird kein Unbeschnittener noch Unreiner mehr in dich hineinkommen.
2 Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich hin, Jerusalem! Mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion!

Ein Aufruf, als der zu leben, der erlöst worden ist.

Wache auf! Wache auf!

    • Woraus wachen wir auf?

Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. – Römer 6,4

    • Wozu wachen wir auf?

Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! – Römer 13,11-12

Diejenigen, die Gott errettet hat, sollen nicht halb wach leben, als ob sich nichts verändert hätte.

Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden! – Römer 13,13-14

    • Warum aufwachen?

Werdet doch wirklich nüchtern und sündigt nicht! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes; das sage ich euch zur Beschämung. – 1. Korinther 15,34

Zieh die Stärke des HERRN an!

Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. – Epheser 6,10

Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, [wohl denen], in deren Herzen gebahnte Wege sind! – Psalm 84,6

Ziehe die Ehrenkleider eines Erlösten an!!

Dies ist kein Aufruf, erlöst zu werden.

Es ist ein Aufruf, als Erlöste zu leben.

Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. – Jesaja 61,10

Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. – 1. Petrus 3,3-4

Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich hin!

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. – 1. Johannes 1,8-9

Mache dich los von den Fesseln deines Halses!

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

 3 Denn so spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, so sollt ihr auch ohne Geld erlöst werden!
4 Denn so spricht GOTT, der Herr: Mein Volk ist vor Zeiten nach Ägypten hinabgezogen, um sich dort in der Fremde aufzuhalten; und der Assyrer hat sie ohne Ursache bedrückt.

Eine Zusage, dass Gott die Erlösung vollendet hat.

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. – Johannes 19,28-30

Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! – Jesaja 44,22

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht. – Epheser 1,7-8

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. – Jesaja 43,1

5 Nun aber, was geschieht mir denn hier, spricht der HERR, dass mein Volk ohne Entschädigung geraubt wird? Seine Beherrscher jauchzen triumphierend, spricht der HERR, und mein Name wird beständig gelästert, den ganzen Tag.
6 Darum soll mein Volk meinen Namen kennenlernen, ja, darum wird es an jenem Tag erkennen, dass ich der bin, welcher spricht: Siehe, hier bin ich!

Eine Zusage der ewigen Sicherheit in Gottes Gegenwart.

    • Heilssicherheit

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,27-29

fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit! – Jesaja 41,10

weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. – Philipper 1,6

    • Heilsgewissheit

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. – Römer 8,38-39

In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit. – Epheser 1,13-14

Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. – 1. Johannes 5,13

Wie wäre es mit dir – weißt du, dass du ewiges Leben hast? Ich habe gute Nachrichten: Du kannst es wissen.

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« – Römer 10,9-11

 

 

kostenlos – aber nicht kostenfrei

1. Korinther 9,1-18

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1 Bin ich nicht ein Apostel? Bin ich nicht frei? Habe ich nicht unseren Herrn Jesus Christus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn?
2 Wenn ich für andere kein Apostel bin, so bin ich es doch wenigstens für euch; denn das Siegel meines Aposteldienstes seid ihr im Herrn.

Die Verkündigung des Evangeliums hat Kosten

Apostel oder Missionar zu sein ist ein echter Beruf

Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, – Epheser 4,11-12

ἀπόστολος; ein Gesandter; insbesondere ein Botschafter des Evangeliums; offiziell ein Beauftragter Christi (mit Wunderkräften).

Die Früchte des Dienstes gelten als Beweis der Berufung.

3 Dies ist meine Verteidigung denen gegenüber, die mich zur Rede stellen:
4 Sind wir nicht berechtigt, zu essen und zu trinken?
5 Sind wir nicht berechtigt, eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen, wie auch die anderen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?
6 Oder sind nur ich und Barnabas nicht berechtigt, die Arbeit zu unterlassen?

Da es sich um eine echte Arbeit handelt, haben sie es verdient, bezahlt zu werden.

7 Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde?

Wer arbeitet, hat das Recht auf Unterstützung.

    • Werden Soldaten bezahlt?
    • Werden Bauern bezahlt?
    • Werden Hirten bezahlt?

8 Sage ich das nur aus menschlicher Sicht? Oder sagt dies nicht auch das Gesetz?
9 Ja, im Gesetz Moses steht geschrieben: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt«. Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen?
10 Oder sagt er das nicht vielmehr um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben worden: Der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung hin pflügen, und der, welcher drischt, soll auf Hoffnung hin [dreschen], dass er an seiner Hoffnung [auch] Anteil bekommt.

Gott selbst bestätigt diese Ordnung.

11 Wenn wir euch die geistlichen Güter gesät haben, ist es etwas Großes, wenn wir von euch diejenigen für den Leib ernten?

Menschen, die das Evangelium verbreiten, sind wie geistliche Landwirte; sie haben sich ihren Lohn verdient.

Die Gemeinde darf nicht so tun, als koste Evangeliums Verkündigung nichts.

Das Evangelium ist kostenlos – aber nicht kostenfrei.

12 Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben, sollten wir es nicht viel eher haben? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten.
13 Wisst ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, auch vom Heiligtum essen, und dass die, welche am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil erhalten?
14 So hat auch der Herr angeordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.

Das Evangelium soll ohne Rücksicht auf die Kosten verkündigt werden.

Rechte sind vorhanden (V. 12)

Paulus verzichtet freiwillig auf seine Rechte, damit das Evangelium nicht behindert wird.

Verzicht ist freiwillig (V. 15)

Das Evangelium ist wichtiger als persönlicher Vorteil.

Wahre Hingabe zeigt sich darin, was wir bereit sind aufzugeben.

Wenn es dem Evangelium dient, verzichten Gottes Diener freiwillig.

15 Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht; ich habe dies auch nicht deshalb geschrieben, damit es mit mir so gehalten wird. Viel lieber wollte ich sterben, als dass mir jemand meinen Ruhm zunichtemachte!
16 Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so ist das kein Ruhm für mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde!
17 Denn wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn; wenn aber unfreiwillig, bin ich mit einem Haushalterdienst betraut.
18 Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich bei meiner Verkündigung das Evangelium von Christus kostenfrei darbiete, sodass ich von meinem Anspruch am Evangelium keinen Gebrauch mache.

Der Lohn der Verkündigung übersteigt die Kosten

Paulus’ eigentlicher Lohn ist nicht Geld, sondern ein ungehindertes Evangelium.

Verkündigung ist ein anvertrauter Auftrag (V. 16–17)

Der Lohn liegt in der Treue, nicht im Profit (V. 18)

Der größte Gewinn im Dienst für Gott ist geistlich, nicht materiell.

Der Lohn der Treue ist größer als der Preis des Verzichts.

Was kostet das Evangelium?

    • Für den Hörer: kostenfrei

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; – Epheser 2,8

    • Für den Verkündiger: mit Kosten verbunden

Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben. – Markus 10,29-30

    • Für Christus: unendlich teuer

Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. – 1. Petrus 1,18-19

    • Und genau deshalb lohnt es sich immer

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

 

Herzen im Konflikt

1. Samuel 19

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1a Saul aber redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass sie David töten sollten.

Saul – das eifersüchtige Herz

Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!« Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm, und er sprach: Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende; es fehlt ihm nur noch das Königreich! Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin. – 1. Samuel 18,7-9

1b Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte großes Wohlgefallen an David.
2 Darum berichtete Jonathan dies dem David und sprach: Mein Vater Saul trachtet danach, dich zu töten! So nimm dich nun morgen in Acht und bleibe verborgen und verstecke dich!

Jonathan – das unerschütterliche Herz

Er tat alles, um seinen Freund zu beschützen.

3 Ich aber will hinausgehen und neben meinem Vater auf dem Feld stehen, wo du bist; und ich will mit meinem Vater deinetwegen reden, und was ich sehe, das will ich dir berichten!
4 Und Jonathan redete Gutes über David zu seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knecht David; denn er hat keine Sünde gegen dich getan, und seine Taten sind dir sehr nützlich.

Er setzte sich bei seinem Vater für David ein.

David hatte nichts falsch gemacht.

David war für Saul tatsächlich nützlich.

5 Denn er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel eine große Rettung bereitet. Das hast du gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, indem du David ohne Ursache tötest?

Saul hatte sich gefreut, als David Goliath tötete und Israel rettete.

Warum solltest du einen unschuldigen Menschen töten?

6 Da hörte Saul auf die Stimme Jonathans, und Saul schwor: So wahr der HERR lebt, er soll nicht sterben!
7 Da rief Jonathan den David, und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul, und er war wieder vor ihm wie zuvor.

Es schien, als ob sich all Jonathans Mühe gelohnt hätte.

8 Es brach aber wieder ein Krieg aus, und David zog aus und kämpfte gegen die Philister und brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, sodass sie vor ihm flohen.

David – das unantastbare Herz

Die Philister konnten nichts gegen ihn ausrichten.

9 Und der böse Geist vom HERRN kam über Saul, als er in seinem Haus saß und den Speer in seiner Hand hatte; David aber spielte mit der Hand auf den Saiten.

Das erinnerte Saul nur daran, warum er David hasste.

Vielleicht begannen die Frauen wieder ihre Lieder zu singen.

10 Und Saul versuchte, David mit dem Speer an die Wand zu spießen, er aber wich Saul aus, und er stieß den Speer in die Wand. Und David floh und entkam in jener Nacht.

Zum dritten Mal scheiterte Saul daran, David mit seinem Speer zu treffen.

11 Da sandte Saul Boten zu Davids Haus, um ihn zu bewachen und am Morgen zu töten. Michal aber, seine Frau, berichtete es David und sprach: Wenn du diese Nacht nicht deine Seele rettest, so wirst du morgen umgebracht!

​Was tut das unantastbare Herz in Zeiten wie diesen? David schrieb den 59. Psalm:

Von David, ein Miktam, als Saul das Haus bewachen ließ, um ihn zu töten. Mein Gott, rette mich von meinen Feinden, beschütze mich vor meinen Widersachern! Rette mich von den Übeltätern, und hilf mir gegen die Blutgierigen! Denn siehe, sie lauern auf mein Leben, Starke sammeln sich gegen mich, ohne mein Verschulden und ohne dass ich gesündigt hätte, o HERR! Gegen einen Unschuldigen laufen und rüsten sie sich; erwache, komm mir entgegen und sieh! – Psalm 59,1-5

Du aber, o HERR, lachst über sie, du spottest über alle Heiden. Angesichts ihrer Macht will ich auf dich harren; denn Gott ist meine sichere Burg. Mein Gott wird mir entgegenkommen mit seiner Gnade; Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden. – Psalm 59,9-11

Das Wort ihres Mundes ist nichts als Sünde; sie sollen sich verstricken in ihrem Hochmut wegen des Fluches und wegen der Lüge, die sie aussprechen. Vertilge sie im Zorn, vertilge sie, damit sie nicht mehr sind, – Psalm 59,13-14

Michal – das fürsorgliche Herz

12 Und Michal ließ David durchs Fenster hinunter, und er ging davon, floh und entkam.

Wie hat sie das geschafft?

    • Mit einem Seil?
    • Oder einer Bettdecke?
    • Es steht nicht da.

13 Und Michal nahm den Teraphim und legte ihn auf das Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaaren an sein Kopfende und deckte ihn mit Kleidern zu.

Hier gibt es viele Details.

    • Aber was ist ein Teraphim?
    • Es war ein Götzenbild, warum besaß sie es?

14 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Sie aber sprach: Er ist krank!

Der Bote hat gar nicht nachgesehen, sondern ist zurückgegangen und hat Saul Bescheid gesagt.

Er muss wütend gewesen sein: Habt ihr es überprüft?

15 Saul aber sandte die Boten, nach David zu sehen, und sprach: Bringt ihn samt dem Bett zu mir herauf, damit ich ihn töte!
16 Als nun die Boten kamen, siehe, da lag der Teraphim im Bett und ein Geflecht von Ziegenhaaren an seinem Kopfende!

Wäre es nicht komisch, wenn sie das Bett bis zu Saul brächten, ohne zu bemerken, dass David nicht im Bett liegt?

 17 Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und meinen Feind laufen lassen, dass er entkam? Michal sagte zu Saul: Er sprach zu mir: »Lass mich gehen oder ich töte dich!«

Zwei von Sauls Kindern stellten sich auf die Seite seines Feindes und nicht auf seine.

18 David aber floh und entkam; und er ging zu Samuel nach Rama und teilte ihm alles mit, was Saul ihm angetan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und sie blieben in Najot.

Samuel – das tröstende Herz

David findet Zuflucht und Rat

Wohin würdest du gehen, wenn du Hilfe brauchst, wenn du entmutigt bist, wenn dein Leben in Gefahr ist?

19 Es wurde aber dem Saul berichtet: Siehe, David ist in Najot bei Rama!
20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie nun die Versammlung der Propheten weissagen sahen und Samuel, der an ihrer Spitze stand, da kam auf die Boten Sauls der Geist Gottes, sodass auch sie weissagten.
21 Als dies Saul berichtet wurde, sandte er andere Boten: Die weissagten auch. Da sandte er noch ein drittes Mal Boten, und auch sie weissagten.

Sauls Boten – vom Geist Gottes überwältigte Herzen

Jeder Versuch, David zu fangen, scheitert

Stellt euch vor: Saul schickt immer wieder Boten, um David zu fangen. Doch jedes Mal, wenn sie Samuel und die Propheten sehen, greift Gott ein und sie fangen an zu weissagen!

Genau wie Bileam, der immer wieder versuchte, Israel zu verfluchen:

Zuerst stand er am Rand des Landes, nah genug, um die Israeliten zu sehen, und hoffte, aus der Nähe könnten seine Flüche wirken.

Als das nicht funktionierte, zog er auf einen Hügel hinauf, um von dort die ganze Menge zu überblicken – vielleicht würde ein höherer Blickwinkel helfen.

Schließlich stieg er auf den höchsten Gipfel, in der Hoffnung, dass die erhöhte Aussicht den Fluch stark machen würde.

Doch egal, wie nah oder hoch er stand, egal wie klug er seine Position wählte, Gottes Segen konnte er nicht aufhalten.

Egal, wie sehr Menschen es versuchen, Gottes Plan wird erfüllt, und David wird beschützt.

22 Da ging auch er selbst nach Rama; und als er zu dem großen Brunnen kam, der in Sechu ist, fragte er und sprach: Wo sind Samuel und David? Da wurde ihm gesagt: Siehe, in Najot bei Rama!

Saul – das widerstrebende Herz

23 Und er ging dorthin, nach Najot bei Rama. Und der Geist Gottes kam auch auf ihn; und er ging weissagend weiter, bis er nach Najot bei Rama kam.
24 Und er zog auch seine Obergewänder aus, und er weissagte sogar vor Samuel und lag ohne Obergewand da jenen ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht man: »Ist auch Saul unter den Propheten?«

Die Bibel sagt nicht, was Saul gesagt hat, aber ich vermute, es war etwas Ähnliches wie das, was Bileam sagte; etwas, das David mit dem Retter verbindet.

Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht; ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel. – 4. Mose 24,17a

Saul kam, um den Gesalbten des Herrn zu vernichten.

Stattdessen prophezeit er David Segen.

Ist dein Herz in Konflikt?

Vielleicht erkennst du ein bisschen von Saul in dir: Stolz, Eifersucht, vielleicht auch der Wunsch, die Dinge selbst zu kontrollieren. Wenn das so ist, dann frage Gott, was er ändern möchte.

Vielleicht willst du wie Jonathan oder Michal sein: mutig und fürsorglich, bereit, anderen zu helfen, auch wenn es schwierig ist.

Oder vielleicht wie Samuel: ein Herz, das ermutigt, tröstet und andere in Gottes Wegen führt.

Und dann ist da David: ein Herz, das voll Vertrauen auf Gott ist, geduldig, weise, selbst in gefährlichen Situationen.

Also, frage dich: Wie reagiert dein Herz, wenn Druck, Gefahr oder Konflikte auf dich zukommen? Bleibt es trotzig wie Saul, oder öffnet es sich für Gottes Führung, Mut und Vertrauen?“

Der Kelch des Gerichts

Jesaja 51,17-23

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17 Erwache! Erwache! Stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HERRN den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch getrunken und ausgeschlürft hast!

Wenn du ans Ende deines Weges kommst

Es gibt zwei Wege und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. – Sprüche 14,12

Der rechte Weg ist nicht geheim oder kompliziert. Er bedeutet:

    • auf Gottes Stimme hören
    • in seinen Wegen bleiben
    • ihm vertrauen, auch wenn andere Wege schneller oder leichter erscheinen

Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, – 3. Mose 26,3

Versorgung

so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. – 3. Mose 26,4

Sicherheit

Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft… – 3. Mose 26,6a

Gegenwart Gottes

Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen – 3. Mose 26,11a

Jerusalem hat nicht den rechten Weg gewählt und ist nun am Ende des falschen Weges angelangt.

Gott ließ sie aus dem Kelch seines Zorns trinken, und nun ist der Kelch leer.

Diese Metapher des Kelch geht auf 5. Mose 5,24 zurück:

Und er soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringt und ihr zur Bitterkeit wird. – 5. Mose 5,24

18 Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Söhnen, die sie geboren hat, und niemand, der sie an der Hand führte, von allen Söhnen, die sie großgezogen hat.

Wenn du dein Leben auf dem falschen Weg lebst, wird dir am Ende niemand mehr helfen können, nicht einmal deine Kinder.

19 Dies beides ist dir begegnet — aber wer bezeugt dir Teilnahme? —: Verheerung und Zerstörung, Hunger und Schwert; wie soll ich dich trösten?

Wie viele Menschen kommen ans Ende ihres Weges und verzweifeln?

„Ich habe es auf meine Art geschafft“ tröstet nicht.

20 Deine Kinder sanken ohnmächtig hin; sie lagen an allen Straßenecken, wie eine Antilope im Netz, und waren voll von dem grimmigen Zorn des HERRN und von dem Schelten deines Gottes.

Die Kinder sind ihren Eltern auf den falschen Weg gefolgt und befinden sich im selben Zustand.

21 Darum höre doch das, du Elende, die du trunken bist, aber nicht vom Wein:
22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, der den Rechtsstreit für sein Volk führt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, dass du künftig nicht mehr daraus trinken musst,

Jesus kommt, wenn es kein Zurück mehr gibt

Gerade an dem Punkt, an dem du keinen Ausweg mehr siehst und niemand dir helfen kann, kommt Jesus vorbei, um dir zu helfen.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

Wie kommt Jesus zu Hilfe? Er hat den Kelch des Zorns selbst getrunken, damit wir ihn nicht trinken müssen.

Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! – Matthäus 26,37-39

23 und ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: Bücke dich, dass wir über dich wegschreiten können!, sodass du deinen Rücken der Erde gleichmachen musstest und wie eine Straße für die, die darübergingen.

Gottes Gerechtigkeit wird sich durchsetzen

Der Kelch ist in Gottes Hand! Für die, die Christus annehmen, wurde er schon getrunken; für die, die ablehnen, bleibt er bestehen.

Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, gefüllt mit schäumendem Würzwein; davon schenkt er ein: sogar seine Hefen müssen schlürfen und trinken alle Gottlosen auf Erden. – Psalm 75,9

Gott nimmt kein Unrecht unbeachtet!

Für die, die in Christus sind, ist Gnade gesichert

Jesus hat den Kelch des Zorns getrunken; wir müssen ihn nicht trinken.

Für die, die Christus ablehnen, bleibt der Kelch

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. – Hebräer 10,26-27

Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! – Hebräer 6,4-6

Denn ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt, und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott; dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nahe; es wird am Ende verbrannt. – Hebräer 6,4-8

Wenn Erkenntnis auf Verantwortung trifft

1. Korinther 8

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1 Was aber die Götzenopfer angeht, so wissen wir: Wir alle haben Erkenntnis. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.
2 Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll.
3 Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.

Liebe geht vor Freiheit

Die Erkenntnis bläht auf…

Stell dir vor, du fährst Auto.
Neben dir sitzt jemand, der sich richtig gut auskennt.

Er sagt Dinge wie:
„Eigentlich müsstest du jetzt schon die Spur wechseln.“
„Technisch gesehen bremst man hier anders.“
„So hätte ich die Kurve nicht genommen.“

Alles, was er sagt, kann sachlich richtig sein.

Aber was passiert im Auto?

Die Stimmung wird angespannt
Der Fahrer fühlt sich klein, beobachtet, korrigiert
Der Beifahrer fühlt sich überlegen und im Recht

Niemand wird erbaut.
Die Beziehung leidet.

Nun stell dir einen anderen Beifahrer vor:

Er weiß genauso viel
Aber er schweigt
Er redet nur, wenn es hilft

Gleiche Erkenntnis.
Andere Haltung.

Erkenntnis fragt: „Habe ich recht?“
Liebe fragt: „Dient es dem anderen?“

Erkenntnis ohne Liebe bläht auf.
Liebe gebraucht Erkenntnis, um aufzubauen.

4 Was nun das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, dass ein Götze in der Welt nichts ist, und dass es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen.

Die Götter dieser Welt sind nichts.

5 Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —,

Es gibt aber auch Menschen, denen die Götter etwas bedeuten.

6 so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.

Unser Gott steht über allen Göttern dieser Welt.

…die Liebe aber erbaut

Die Liebe Gottes zu kennen ist besser als alles andere, was man wissen könnte.

Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll. – 2

Das Wichtigste, was irgendjemand über dich wissen kann, ist, dass du Gott liebst.

Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. – 2

7 Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist.

Gewissen anderer respektieren

Manche bringen Gott noch immer Fleischopfer dar.

    • Hinduismus: Ziegen oder Hühner werden in Tempeln geopfert; das Fleisch wird anschließend verteilt und konsumiert, teils weitergegeben.
    • Taoismus: Fleisch wird Gottheiten oder Ahnen dargebracht und danach von den Teilnehmern gegessen oder weitergegeben.
    • Santería, Candomblé oder Vodou: Tiere werden geopfert; das Fleisch wird von den Beteiligten verzehrt und gelegentlich verteilt.
    • Halal-Fleisch: Fleisch aus zugelassenen Schlachthöfen, bei dem eine islamische Segensformel gesprochen wird; es ist im Alltag vor allem in Dönerläden, türkischen Metzgereien, orientalischen Lebensmittelgeschäften und teilweise in Supermärkten erhältlich.

Andere wissen vielleicht, dass das Gesetz des Mose diese Praxis verbietet.

Dass du nicht etwa einen Bund schließt mit den Einwohnern des Landes, und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, dich einladen und du dann von ihrem Opfer isst, und deinen Söhnen ihre Töchter zu Frauen nimmst und ihre Töchter dann ihren Göttern nachhuren und deine Söhne verführen, dass sie auch ihren Göttern nachhuren. – 2. Mose 34,15-16

8 Nun bringt uns aber eine Speise nicht näher zu Gott; denn wir sind nicht besser, wenn wir essen, und sind nicht geringer, wenn wir nicht essen.

Ob du es isst oder nicht, bedeutet vielleicht gar nichts.

9 Habt aber acht, dass diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!

Sei nicht der Grund, warum jemand anderes stolpert.

Lege keine Stolpersteine ​​auf.

10 Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird nicht sein Gewissen, weil es schwach ist, dazu ermutigt werden, Götzenopferfleisch zu essen?

Ermutige niemals jemanden dazu, in dieser Hinsicht gegen sein Gewissen zu handeln.

11 Und so wird wegen deiner Erkenntnis der schwache Bruder verderben, um dessen willen Christus gestorben ist.

Lass deine Freiheit niemals den Glauben eines anderen beeinträchtigen.

12 Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brüdern sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus.

Einen anderen Gläubigen auf diese Weise zu schädigen, bedeutet, gegen Christus zu sündigen.

13 Darum, wenn eine Speise meinem Bruder ein Anstoß [zur Sünde] wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß [zur Sünde] gebe.

Freiwilliger Verzicht ist besser, als ein Anstoß zu riskieren

    • Essen und Trinken

Nichts essen oder trinken, wenn jemand dabei ist, der es aus Gewissensgründen oder Gesundheitsgründen nicht darf (z. B. Fleisch, bestimmte Speisen).

    • Unterhaltung und Kultur

Filme, Serien, Spiele oder Musik konsumieren, die zwar erlaubt sind, aber einen schwachen Bruder oder eine Schwester verwirren oder zum Stolpern bringen könnten.

Was du als Unterhaltung ansiehst, können deine Kinder zu ihrem Lebensstil machen.

    • Sonstige moralisch neutrale Handlungen

Teilnahme an gesellschaftlichen oder kulturellen Veranstaltungen, die nicht verboten, aber für andere möglicherweise problematisch sind.

Es geht nicht um Verbote, sondern um Rücksicht, Liebe und Verantwortung für das Gewissen anderer.

Dinge, die wirklich sündhaft sind, fallen nicht unter diesen Grundsatz, sie sind immer falsch.

Lasst uns in Liebe handeln: im Alltag, beim Essen, in Unterhaltung und in allen Beziehungen, damit wir keine Stolpersteine für andere legen, sondern Zeichen der Liebe Christi sind.

Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr es auch tut! – 1. Thessalonicher 5,11

 

ein eifersüchtiges Herz

1. Samuel 18,6-30

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Denn die Eifersucht versetzt einen Mann in glühenden Zorn,

und am Tag der Rache wird er nicht schonen. – Sprüche 6,34

Die Bibel ist bemerkenswert ehrlich: Sie beschreibt Eifersucht nicht als Schwäche, sondern als Brandbeschleuniger.

Nicht der Zorn selbst ist hier das Problem, sondern das, was ihn nährt. Eifersucht treibt den Zorn an, hält ihn am Leben und macht ihn unbarmherzig.

Ein gelassenes Herz ist das Leben des Leibes, aber Eifersucht ist Fraß in den Gebeinen. – Sprüche 14,30

Eifersucht ist nicht nur explosiv, sie ist zersetzend. Sie arbeitet langsam, von innen. Sie zerstört nicht zuerst Beziehungen, sondern das Herz, das sie trägt.

Grausam ist der Zorn und überwallend der Grimm; aber wer kann vor der Eifersucht bestehen? – Sprüche 27,4

Zorn kann abklingen. Grimm kann sich erschöpfen. Aber Eifersucht bleibt; hartnäckig, nachtragend, unversöhnlich.

Mit diesen Worten im Hintergrund treten wir in 1. Samuel 18 ein.

Nicht in eine Geschichte über einen schlechten König, sondern in den inneren Zerfall eines Herzens, das sich schrittweise von Gott löst und stattdessen vom Vergleich, von Angst und vom Festhalten an Kontrolle leben will.

Sauls Tragödie beginnt nicht mit einem Speer in der Hand, sondern mit einem Gedanken im Herzen.

Und was hier geschieht, ist mehr als Geschichte: es ist eine Warnung an jedes Herz, das beginnt, den Segen Gottes bei anderen als Bedrohung für sich selbst zu hören.

 6 Es geschah aber, als sie heimkamen, als David von der Schlacht der Philister zurückkehrte, dass die Frauen aus allen Städten Israels mit Gesang und Reigen dem König Saul entgegengingen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.
7 Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!«
8 Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm, und er sprach: Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende; es fehlt ihm nur noch das Königreich!
9 Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin.

Wie Eifersucht entsteht

    • Durch Vergleich statt Dankbarkeit (V. 6–7)

Saul wird gefeiert, und doch hört er nur den Vergleich.

Eifersucht entsteht selten aus Mangel, sondern aus dem Vergleichen dessen, was Gott unterschiedlich zuteilt.

Saul wird geehrt, aber David wird mehr geehrt.

    • Durch falsches Hören (V. 8)

„Dieses Wort missfiel ihm.“

Die gleiche Szene hätte Dank oder Demut hervorbringen können, aber ein eifersüchtiges Herz filtert die Realität.

Ein neidisches Herz hört nicht Lob, sondern Bedrohung.

    • Durch Angst, etwas zu verlieren (V. 8)

„Es fehlt ihm nur noch das Königreich!“

Saul denkt nicht theologisch („Der HERR setzt Könige ein“),

sondern macht sich zum Besitzer dessen, was ihm nur anvertraut war.

Eifersucht wächst dort, wo Vertrauen in Gottes Souveränität stirbt.

    • Durch inneres Festhalten (V. 9)

„Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin.“

Eifersucht ist kein Moment, sie wird gepflegt.

Ein Gedanke, der nicht gerichtet wird, wird zur Haltung des Herzens.

10 Und es geschah, dass am folgenden Tag der böse Geist von Gott über Saul kam, sodass er im Haus drinnen raste. David aber spielte mit seiner Hand auf den Saiten, wie er es täglich zu tun pflegte. Und Saul hatte einen Speer in der Hand.
11 Und Saul warf den Speer und dachte: Ich will David an die Wand spießen! David aber wich ihm zweimal aus.

Wie Eifersucht ausbricht

    • Sie öffnet das Herz für geistliche Zerrüttung (V. 10a)

„Der böse Geist von Gott kam über Saul“

Eifersucht ist kein harmloses Gefühl, sie macht das Herz anfällig.

Wo Gottes Geist verdrängt wird, entsteht inneres Chaos.

Ein ungeordnetes Herz wird ein gefährliches Herz.

    • Sie verzerrt den Alltag (V. 10b)

David tut, „wie er es täglich zu tun pflegte“.

Der Alltag ist gleich, Sauls Herz ist es nicht mehr.

Eifersucht verändert nicht die Umstände, sondern die Wahrnehmung.

    • Sie entlädt sich in Gewalt (V. 11a)

Der Gedanke wird zur Tat: „Ich will David an die Wand spießen!“

Was innerlich nicht gestoppt wird, bricht äußerlich hervor.

Unbekämpfte Eifersucht sucht ein Ventil.

    • Sie trifft nicht, was sie treffen will (V. 11b)

David weicht zweimal aus.

Saul verliert weiter, nicht David.

Eifersucht schadet am Ende immer dem, der sie trägt.

Was im Herzen genährt wird, bricht im Verhalten hervor.

Nicht jeder hat einen Speer in der Hand, aber viele haben Worte, Blicke, Entzug von Nähe, innere Abwertung.

12 Und Saul fürchtete sich vor David, denn der HERR war mit ihm; von Saul aber war er gewichen.
13 Darum entfernte ihn Saul aus seiner Umgebung und setzte ihn zum Obersten über tausend; und er ging vor dem Volk aus und ein.
14 Und David hatte auf allen seinen Wegen Gelingen, und der HERR war mit ihm.
15 Als nun Saul sah, dass ihm alles gelang, scheute er sich vor ihm.
16 Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb; denn er zog aus und ein vor ihnen her.

Wie Eifersucht sich zu Angst verhärtet

    • Angst entsteht, wenn Gott nicht mehr nahe ist (V. 12)

„Saul fürchtete sich vor David, denn der HERR war mit ihm; von Saul aber war er gewichen.“

Saul fürchtet nicht David, er fürchtet die Gegenwart Gottes bei einem anderen.

Wer Gottes Nähe verliert, beginnt Menschen zu fürchten.

    • Angst sucht Distanz statt Umkehr (V. 13)

„Darum entfernte ihn Saul aus seiner Umgebung.“

Saul bekämpft nicht sein Herz, sondern die Person, die ihn beunruhigt.

Ein ängstliches Herz schafft Abstand statt Buße.

    • Angst tarnt sich als Vernunft (V. 13)

Beförderung zum Obersten, scheinbar klug, in Wahrheit berechnend.

Eifersucht und Angst verkleiden sich gern als strategische Entscheidungen.

Nicht jede rationale Entscheidung kommt aus einem reinen Herzen.

    • Angst wächst trotz gegenteiliger Realität (V. 14–15)

Je mehr David gelingt, desto größer Sauls Furcht.

Segen, der hätte zur Demut führen können, wird zur Bedrohung.

Angst hört nicht auf Fakten, sie lebt von innerer Unsicherheit.

    • Angst isoliert weiter, Gott aber verbindet (V. 16)

Saul entfernt sich, das Volk nähert sich David.

Was Saul zu schützen versucht, verliert er gerade dadurch.

Angst macht einsam, Gottes Gunst schafft Gemeinschaft.

Eifersucht, die nicht gerichtet wird, verhärtet sich zu Angst.

17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine ältere Tochter Merab, die will ich dir zur Frau geben; sei mir nur ein tapferer Held und führe die Kriege des HERRN! Denn Saul dachte: Ich selbst will nicht Hand an ihn legen, sondern die Philister sollen Hand an ihn legen!

Wie Eifersucht manipulativ und berechnend wird

    • Sie benutzt fromme Sprache für eigennützige Ziele

„Führe die Kriege des HERRN!“ –

aber Sauls innerer Gedanke ist Mord durch Dritte.

Eifersucht kann Gottes Namen gebrauchen, ohne Gottes Willen zu suchen.

18 David aber antwortete Saul: Wer bin ich? Und was ist meine Herkunft, das Geschlecht meines Vaters in Israel, dass ich Schwiegersohn des Königs werden soll?
19 Als aber die Zeit kam, dass Merab, die Tochter Sauls, dem David gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel, dem Mecholatiter, zur Frau gegeben.
20 Aber Michal, die Tochter Sauls, hatte David lieb. Als man das Saul berichtete, war die Sache recht in seinen Augen.
21 Und Saul sprach: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick wird und die Hand der Philister über ihn kommt! Und Saul sprach zu David: Mit der zweiten sollst du heute mein Schwiegersohn werden!

    • Sie instrumentalisiert Beziehungen

Töchter werden zu Werkzeugen, Liebe wird zur Falle.

Menschen sind nicht mehr Gegenüber, sondern Mittel zum Zweck.

Wo Eifersucht regiert, verlieren Menschen ihren Wert.

    • Sie arbeitet nicht mehr offen, sondern verdeckt (V. 17.21.25)

„Ich selbst will nicht Hand an ihn legen …“

Saul will rein erscheinen, während er Schuld delegiert.

Ein berechnendes Herz sucht saubere Hände mit schmutzigen Absichten.

22 Und Saul gebot seinen Knechten: Redet heimlich mit David und sprecht: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte lieben dich; so sollst du nun Schwiegersohn des Königs werden!
23 Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: Ist es etwa in euren Augen etwas Geringes, Schwiegersohn des Königs zu werden? Ich bin doch nur ein armer und geringer Mann!
24 Und die Knechte Sauls sagten es ihm wieder und sprachen: Solche Worte hat David geredet.

    • Sie arbeitet mit Täuschung und Druck

Schmeichelei, Gerüchte, sozialer Druck.

Saul lenkt, ohne selbst sichtbar zu werden.

Manipulation wirkt leise, aber zerstört nachhaltig.

25 Saul sprach: So sagt zu David: Der König begehrt keine Heiratsgabe, sondern nur 100 Vorhäute von Philistern, um sich an den Feinden des Königs zu rächen! Aber Saul trachtete danach, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen.

    • Sie kalkuliert mit dem Untergang des Anderen

Die Brautgabe ist ein Todesauftrag.

Eifersucht denkt nicht mehr: Was ist recht? sondern: Was nützt mir sein Fall?

26 Und seine Knechte sagten dem David diese Worte, und es war recht in Davids Augen, Schwiegersohn des Königs zu werden. Und noch waren die Tage nicht vollendet,
27 da machte sich David auf und zog mit seinen Männern hin und schlug 200 Mann unter den Philistern. Und David brachte ihre Vorhäute, und man legte sie dem König vollzählig vor, damit er Schwiegersohn des Königs werde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.
28 Und Saul sah und erkannte, dass der HERR mit David war; und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb.
29 Da fürchtete sich Saul noch mehr vor David. Und Saul wurde Davids Feind sein Leben lang.
30 Und die Fürsten der Philister zogen in den Krieg. Und es geschah, sooft sie in den Krieg zogen, hatte David mehr Gelingen als alle Knechte Sauls, sodass sein Name hoch geachtet wurde.

    • Sie scheitert an Gottes Souveränität (V. 26–30)

Alles, was Saul plant, erhöht David.

Saul erkennt es, und fürchtet sich noch mehr.

Gegen Gottes Erwählung hilft keine Berechnung.

Eifersucht wird gefährlich, wenn sie beginnt, Menschen und Umstände zu manipulieren.

Am Ende bleibt ein ernüchternder Satz:

Und Saul wurde Davids Feind sein Leben lang. – 1. Samuel 18,29

Nicht eine Tat führte dorthin, sondern ein Herz, das seine Eifersucht nicht richten ließ.

Eifersucht ist kein Randproblem.

Sie entscheidet, wie wir hören, wie wir denken und wem wir letztlich vertrauen.

Was wir im Herzen nähren, bestimmt unseren Weg.

Darum ist die entscheidende Frage nicht: Warum hat der andere mehr? sondern: Vertraue ich Gott mit dem, was er mir anvertraut hat?

Sauls Geschichte ist Warnung, aber auch Einladung.

Ein gelassenes Herz ist das Leben des Leibes. – Sprüche 14,30

Möge Gott uns ein solches Herz schenken.

Im Schatten seiner Hand: Die Geburt des Retters

Jesaja 51,9-16

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Stell dir eine Zeit vor, vielleicht einen Tag, eine Woche oder einen Monat, in der du ständig von Wellen des Leidens überrollt wirst.

Kaum hast du wieder Luft geholt, trifft dich die nächste Welle.

Kaum scheint ein Problem gelöst, bricht das nächste über dich herein.

Dein Herz fragt Gott: Wie lange noch? Hast du mich vergessen, Herr?

Oder wie die Jünger Jesu im Gewitter: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“

Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet. Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! Warum verbirgst du dein Angesicht und vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis? Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden. Mache dich auf und komm uns zu Hilfe, und erlöse uns um deiner Gnade willen! – Psalm 44,23-27

 9 Wache auf! Wache auf! Ziehe Stärke an, du Arm des HERRN! Erwache wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
10 Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt und die Tiefen des Meers zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchziehen konnten?

Gottes mächtige Taten in der Vorzeit und der Urzeit geben Hoffnung für heute

    • Die Urzeit:

Schon vor aller Geschichte hat Gott das Chaos gebändigt und Satan besiegt.

Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis. Die Säulen des Himmels erbeben und erschrecken vor seinem Schelten. Durch seine Kraft erregt er das Meer, und mit seinem Verstand zerschlägt er das Ungeheuer. Durch seinen Hauch wird der Himmel klar; mit seiner Hand durchbohrt er die flüchtige Schlange. – Hiob 26,10-13

Rahab und der Drache symbolisieren die uranfänglichen Mächte des Bösen.

O HERR, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, HERR? Und deine Treue ist um dich her! Du beherrschst das ungestüme Meer; wenn sich seine Wogen erheben, so stillst du sie. Du hast Rahab zermalmt wie einen Erschlagenen, deine Feinde zerstreut mit deinem starken Arm. Dein sind die Himmel, dir gehört auch die Erde, der Erdkreis und was ihn erfüllt; du hast es alles gegründet. – Psalm 89,9-12

Gott ist der Sieger von Anfang an – und Er wird auch heute handeln.

    • Die Vorzeit

Wie Er das Chaos in der Urzeit gebändigt hat, so öffnete Gott im 2. Mose einen Weg durch das Rote Meer.

Die Erlösten konnten hindurchziehen.

Gottes frühere Rettungshandlungen zeigen, dass auch wir heute auf Seine Hilfe vertrauen können.

11 So werden die Erlösten des HERRN zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein; Freude und Wonne werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.

    • Die Endzeit

Christus ist geboren und in eine Krippe gelegt worden, um in der Endzeit das zu vollbringen, was Gott schon in der Urzeit bewirkt hat.

Die Rettung, die einst das Chaos bezwang und den Drachen brach und Israel durch das Meer führte, findet ihre vollkommene Erfüllung in Jesus Christus, unserem Retter.

Von der Urzeit über die Vorzeit bis in die Endzeit: Derselbe Gott, der das Chaos ordnete, den Drachen besiegte, das Meer teilte und Sein Volk rettete, handelt heute in Christus – und schenkt uns Hoffnung.

12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird,
13 und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?

Gottes Trost und Gegenwart zu jeder Zeit

Gott ist der, der uns tröstet „Ich, ich bin es, der euch tröstet.“

Warum fürchtest du vor dem sterblichen Menschenkind… während du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat?

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! – Matthäus 10,28

Gott erinnert uns daran, dass wir Seine Geschöpfe sind, und Er allein über Leben und Seele verfügt.

Warum fürchtest du vor dem Grimm des Bedrückers?

Ich rief zum HERRN in meiner Not, der HERR antwortete mir und befreite mich. Der HERR ist für mich, ich fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun? – Psalm 118,5-6

14 Der in Ketten Gekrümmte wird schnell losgemacht, damit er nicht umkommt in der Grube, noch an Brot Mangel leidet.

Das Leiden hier währt nur kurz

Schwierigkeiten und Bedrängnis sind vorübergehend.

Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. – Psalm 37,23-24

15 Ich bin ja der HERR, dein Gott, der das Meer aufwühlt, dass seine Wellen brausen: HERR der Heerscharen ist sein Name.

Der HERR der alles kann ist unser Herr. „Ich bin ja der HERR, dein Gott“

Gott ist mächtig über alles, auch über Natur, Chaos und unsere Not.

Sein Segen ist ständig und zuverlässig.

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gern, und sein Same wird zum Segen. – Psalm 37,25-26

Gottes Trost ist immer verfügbar (Allezeit). Wir brauchen uns vor Menschen und vor Leid nicht zu fürchten, denn Er ist mächtig und treu.

So wie Gott einst das Chaos und das Meer bezwang, ist Er heute beständig bei uns, stärkt, tröstet und hält uns in jeder Not.

Die endgültige Rettung, die schon durch die Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde, wird in Christus vollendet.

16 Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!

Die Rettung ist in Christus vollendet

Christus wird mit göttlicher Autorität ausgerüstet

Der Messias spricht nicht im eigenen Namen, sondern im Namen des Vaters.

Seine Worte sind Gottes Worte, sein Auftrag ist Gottes Auftrag.

Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich im Schatten meiner Hand verborgen…“

Die „Hand Gottes“ ist Schutz, Bevollmächtigung und Sendung zugleich.

Er ist die Verkörperung der Rettung, die in Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde

Was Gott am Anfang begann (Urzeit: Sieg über das Chaos und den Drachen), was Er in der Geschichte wiederholt zeigte (Vorzeit: Befreiungen in Israel), wird in Christus endgültig und vollkommen erfüllt (Endzeit).

Christus ist der, der alle Fäden der Heilsgeschichte zusammenführt.

Gott nennt drei Ziele seines Werkes (und alle erfüllen sich in Christus)

„um den Himmel auszuspannen“

Christus ist der Herr der Schöpfung (Johannes 1,3; Kolosser 1,16).

Die neue Schöpfung beginnt in Ihm.

„um die Erde zu gründen“

Gottes Heilswerk ist nicht abstrakt – es kommt auf die Erde.

In Bethlehem berührt Gottes ewige Herrlichkeit unsere menschliche Welt.

„um zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!“

Durch Christus entsteht das neue Gottesvolk:
Juden und Heiden vereint in Ihm.

Advent erinnert uns daran: Gott vergisst sein Volk nicht – Er kommt zu ihm.

Im Advent feiern wir die Geburt Christi, durch die Gottes Rettung vom Urchaos bis zur Erlösung der Welt Wirklichkeit wird

Der, der am Anfang die Dunkelheit bezwang, kam in eine dunkle Welt als Licht.

Der, der Israel durch das Meer führte, kam, um uns durch den Tod zu führen.

Der, der sprach „Du bist mein Volk“, wurde Mensch, um sein Volk zu erlösen.

In Christus treffen Urzeit, Vorzeit und Endzeit zusammen.

Er ist der Anfang und das Ende der Rettung.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. – Psalm 91,1

Single, um zu dienen – Die Kraft ungeteilter Hingabe

1. Korinther 7,25-40

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Paulus betrachtet die Frage der Unverheirateten und zeigt:
Die Ehe ist gut – aber die Ehelosigkeit bietet eine geistliche Freiheit und Konzentration, die einzigartig ist.

25 Wegen der Jungfrauen aber habe ich keinen Befehl des Herrn; ich gebe aber ein Urteil ab als einer, der vom Herrn begnadigt worden ist, treu zu sein.

Die Situation bedenken

Paulus gibt kein zwingendes Gebot, aber eine vertrauenswürdige geistliche Einschätzung.

26 So halte ich nun um der gegenwärtigen Not willen [das] für richtig, dass es für einen Menschen gut ist, so zu bleiben [wie er ist].
27 Bist du an eine Frau gebunden, so suche keine Trennung [von ihr]; bist du frei von einer Frau, so suche keine Frau.
28 Wenn du aber auch heiratest, so sündigst du nicht; und wenn die Jungfrau heiratet, so sündigt sie nicht; doch werden solche Bedrängnis im Fleisch haben, die ich euch gerne ersparen möchte.

In Zeiten von Verfolgung, Herausforderungen und Unsicherheiten ist Ehelosigkeit weniger belastend.

Ehe ist gut – aber sie bringt zusätzliche Sorgen; Ehelosigkeit bewahrt Freiheit.

Ehelosigkeit ist kein Defizit, sondern manchmal die weisere Entscheidung in schwierigen Umständen.

29 Das aber sage ich, ihr Brüder: Die Zeit ist nur noch kurz bemessen! So sollen nun in der noch verbleibenden Frist die, welche Frauen haben, sein, als hätten sie keine,

Die Prioritäten richtig setzen

Die Zeit ist begrenzt

    • Die zentrale Lebensperspektive: Die gegenwärtige Welt vergeht.
    • Lebensstatus (verheiratet oder unverheiratet) ist nicht das Wichtigste.

30 und die weinen, als weinten sie nicht, und die sich freuen, als freuten sie sich nicht, und die kaufen, als besäßen sie es nicht,
31 und die diese Welt gebrauchen, als gebrauchten sie sie gar nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
32 Ich will aber, dass ihr ohne Sorgen seid! Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefällt;

Das Leben nicht von äußeren Umständen bestimmen lassen

Freude, Leid, Besitz und Beruf sind vergänglich.

Alle sollen so leben, dass Christus die erste Priorität bleibt.

Der Fokus eines Christen darf nie von Christus weg auf die Umstände rutschen – weder in der Ehe noch in der Ehelosigkeit.

33 der Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie er der Frau gefällt.
34 Es ist ein Unterschied zwischen der Ehefrau und der Jungfrau. Die Unverheiratete ist besorgt um die Sache des Herrn, dass sie heilig sei sowohl am Leib als auch am Geist; die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefällt.

Die Vorteile der Ehelosigkeit nutzen

Freiheit von geteilten Sorgen

    • Der Verheiratete achtet auf die Bedürfnisse seines Ehepartners (berechtigt, gut, richtig).
    • Der Unverheiratete kann ohne Ablenkung dem Herrn dienen.

35 Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu werfen, sondern um des Anstandes willen, und damit ihr ohne Ablenkung beständig beim Herrn bleiben könnt.

Ungeteilte Hingabe an Christus

Paulus’ Ziel: nicht Fesseln, sondern Förderung geistlicher Konzentration.

Die Gabe der Ehelosigkeit ermöglicht außergewöhnliche Frucht.

Ehelosigkeit ermöglicht eine geistliche Intensität, die viele verheiratete Christen sich wünschen, aber nicht in gleichem Maß leben können.

Gegenpunkt 1: „Zwei sind besser als einer“ – Die grundsätzliche Güte der Ehe

Gott selbst sagt:

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! – 1. Mose 2,18

Besonders Männer sind von Gott so geschaffen, dass sie oft durch die Ergänzung einer Frau reifen, stabiler werden und im Leben und Glauben wachsen.

Auch der Prediger sagt:

Es ist besser, dass man zu zweit ist als allein, denn die beiden haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem anderen auf; wehe aber dem, der allein ist, wenn er fällt und kein Zweiter da ist, um ihn aufzurichten! Auch wenn zwei beieinanderliegen, so wärmen sie sich gegenseitig; aber wie soll einer warm werden, wenn er allein ist? Und wenn man den einen angreift, so können die beiden Widerstand leisten; und eine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen. – Prediger 4,9-12

Die biblische Grundlinie ist: Ehe ist gut.
Ehelosigkeit ist ein Geschenk – aber nicht die Norm.

Viele Männer können ohne die Ausgleichung, Ermutigung und Hilfe, die Gott in die Ehe gelegt hat, leicht in Unausgeglichenheit, Isolation oder Unreife geraten.

Die Gabe der Ehelosigkeit ist wertvoll und darf geschätzt werden.

Aber sie ist nicht weit verbreitet, und Gott führt viele Männer (und Frauen) nach seiner Schöpfungsordnung in eine Ehegemeinschaft.

Gegenpunkt 2: Manche Dienste setzen Ehe voraus

Biblische Ämter wie Pastor/Ältester („Mann einer Frau“) und Diakon setzen Ehe voraus.

Nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, – Timotheus 3,2

Die Diakone sollen jeder Mann einer Frau sein, ihren Kindern und ihrem Haus gut vorstehen; – Timotheus 3,12

Das heißt nicht, dass Singles weniger wert sind — sondern dass Gott unterschiedliche Berufungen gibt.

Die Botschaft an Singles:
„Du bist im Moment frei für viele Dienste, die ein Verheirateter nicht tun kann — und Gott wird dich genau dort einsetzen.“

36 Wenn aber jemand meint, er handle unschicklich an seiner Jungfrau, wenn sie über die Jahre der Reife hinauskommt, und wenn es dann so sein muss, der tue, was er will; er sündigt nicht, sie mögen heiraten!

Weisheit bei Entscheidungen

Wenn jemand es für unpassend hält, unverheiratet zu bleiben (Schwierigkeiten, Versuchungen etc.) → heiraten ist gut.

37 Wenn aber einer im Herzen fest steht und keine Not hat, sondern Vollmacht, nach seinem eigenen Willen zu handeln, und in seinem eigenen Herzen beschlossen hat, seine Jungfrau zu bewahren, der handelt recht.
38 Also, wer verheiratet, handelt recht, wer aber nicht verheiratet, handelt besser.

Wer die Gabe hat, nicht zu heiraten, tut sogar „besser“

„Besser“ im Sinn von geistlicher Freiheit, nicht im Sinn von moralischer Überlegenheit.

Heirat und Ehelosigkeit sind beide gut. Die Frage ist nicht: Was ist besser?
Sondern: Was ermöglicht dir persönlich die größte Hingabe an Christus?

39 Eine Frau ist durch das Gesetz gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will; doch nur im Herrn!
40 Glückseliger aber ist sie nach meinem Urteil, wenn sie so bleibt; ich denke aber, dass auch ich den Geist Gottes habe.

Frieden und Ordnung in familiären Entscheidungen

Die Ehebindung ist ernst

    • Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt.
    • Wiederheirat ist erlaubt – aber „nur im Herrn“.

Paulus’ ratsamer Weg

    • In manchen Lebenssituationen ist Ehelosigkeit praktischer und geistlich hilfreicher.
    • Diese Einschätzung kommt vom Heiligen Geist.
    • Ob verheiratet oder unverheiratet – der Weg soll in Frieden, Reinheit und Gottesfurcht gegangen werden.

Ehe ist gut.

Ehelosigkeit ist auch gut – und oft strategisch besser für die Mission.

Wie kann ich Christus am besten dienen – ungeteilt, treu, mit klarem Fokus?

Vielleicht hat Gott dir bis jetzt noch keine eigene Familie durch die Ehe geschenkt. Doch das bedeutet nicht, dass Er dich übersehen hätte. Unser Gott „stellt die Einsamen in ein Zuhause“ (Psalm 68,7). Er weiß genau, was dein Herz braucht, und Er weiß auch, wann du es brauchst.
Vielleicht führt Er dich eines Tages in eine Ehe hinein. Vielleicht schenkt Er dir eine geistliche Familie, die dich trägt, liebt und stärkt. Aber eines ist sicher: Du bist nicht allein, nicht vergessen und nicht auf dem Abstellgleis. Dein Vater im Himmel ist treu – und Er wird dich genau dort einpflanzen, wo du aufblühen kannst.