1. Korinther 8
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1 Was aber die Götzenopfer angeht, so wissen wir: Wir alle haben Erkenntnis. Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.
2 Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll.
3 Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.
Liebe geht vor Freiheit
Die Erkenntnis bläht auf…
Stell dir vor, du fährst Auto.
Neben dir sitzt jemand, der sich richtig gut auskennt.
Er sagt Dinge wie:
„Eigentlich müsstest du jetzt schon die Spur wechseln.“
„Technisch gesehen bremst man hier anders.“
„So hätte ich die Kurve nicht genommen.“
Alles, was er sagt, kann sachlich richtig sein.
Aber was passiert im Auto?
Die Stimmung wird angespannt
Der Fahrer fühlt sich klein, beobachtet, korrigiert
Der Beifahrer fühlt sich überlegen und im Recht
Niemand wird erbaut.
Die Beziehung leidet.
Nun stell dir einen anderen Beifahrer vor:
Er weiß genauso viel
Aber er schweigt
Er redet nur, wenn es hilft
Gleiche Erkenntnis.
Andere Haltung.
Erkenntnis fragt: „Habe ich recht?“
Liebe fragt: „Dient es dem anderen?“
Erkenntnis ohne Liebe bläht auf.
Liebe gebraucht Erkenntnis, um aufzubauen.
4 Was nun das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, dass ein Götze in der Welt nichts ist, und dass es keinen anderen Gott gibt außer dem Einen.
Die Götter dieser Welt sind nichts.
5 Denn wenn es auch solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden — wie es ja wirklich viele »Götter« und viele »Herren« gibt —,
Es gibt aber auch Menschen, denen die Götter etwas bedeuten.
6 so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind, und wir durch ihn.
Unser Gott steht über allen Göttern dieser Welt.
…die Liebe aber erbaut
Die Liebe Gottes zu kennen ist besser als alles andere, was man wissen könnte.
Wenn aber jemand meint, etwas zu wissen, der hat noch nichts so erkannt, wie man erkennen soll. – 2
Das Wichtigste, was irgendjemand über dich wissen kann, ist, dass du Gott liebst.
Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. – 2
7 Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche machen sich ein Gewissen wegen des Götzen und essen [das Fleisch] noch immer als Götzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen befleckt, weil es schwach ist.
Gewissen anderer respektieren
Manche bringen Gott noch immer Fleischopfer dar.
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- Hinduismus: Ziegen oder Hühner werden in Tempeln geopfert; das Fleisch wird anschließend verteilt und konsumiert, teils weitergegeben.
- Taoismus: Fleisch wird Gottheiten oder Ahnen dargebracht und danach von den Teilnehmern gegessen oder weitergegeben.
- Santería, Candomblé oder Vodou: Tiere werden geopfert; das Fleisch wird von den Beteiligten verzehrt und gelegentlich verteilt.
- Halal-Fleisch: Fleisch aus zugelassenen Schlachthöfen, bei dem eine islamische Segensformel gesprochen wird; es ist im Alltag vor allem in Dönerläden, türkischen Metzgereien, orientalischen Lebensmittelgeschäften und teilweise in Supermärkten erhältlich.
Andere wissen vielleicht, dass das Gesetz des Mose diese Praxis verbietet.
Dass du nicht etwa einen Bund schließt mit den Einwohnern des Landes, und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, dich einladen und du dann von ihrem Opfer isst, und deinen Söhnen ihre Töchter zu Frauen nimmst und ihre Töchter dann ihren Göttern nachhuren und deine Söhne verführen, dass sie auch ihren Göttern nachhuren. – 2. Mose 34,15-16
8 Nun bringt uns aber eine Speise nicht näher zu Gott; denn wir sind nicht besser, wenn wir essen, und sind nicht geringer, wenn wir nicht essen.
Ob du es isst oder nicht, bedeutet vielleicht gar nichts.
9 Habt aber acht, dass diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!
Sei nicht der Grund, warum jemand anderes stolpert.
Lege keine Stolpersteine auf.
10 Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird nicht sein Gewissen, weil es schwach ist, dazu ermutigt werden, Götzenopferfleisch zu essen?
Ermutige niemals jemanden dazu, in dieser Hinsicht gegen sein Gewissen zu handeln.
11 Und so wird wegen deiner Erkenntnis der schwache Bruder verderben, um dessen willen Christus gestorben ist.
Lass deine Freiheit niemals den Glauben eines anderen beeinträchtigen.
12 Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brüdern sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus.
Einen anderen Gläubigen auf diese Weise zu schädigen, bedeutet, gegen Christus zu sündigen.
13 Darum, wenn eine Speise meinem Bruder ein Anstoß [zur Sünde] wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß [zur Sünde] gebe.
Freiwilliger Verzicht ist besser, als ein Anstoß zu riskieren
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- Essen und Trinken
Nichts essen oder trinken, wenn jemand dabei ist, der es aus Gewissensgründen oder Gesundheitsgründen nicht darf (z. B. Fleisch, bestimmte Speisen).
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- Unterhaltung und Kultur
Filme, Serien, Spiele oder Musik konsumieren, die zwar erlaubt sind, aber einen schwachen Bruder oder eine Schwester verwirren oder zum Stolpern bringen könnten.
Was du als Unterhaltung ansiehst, können deine Kinder zu ihrem Lebensstil machen.
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- Sonstige moralisch neutrale Handlungen
Teilnahme an gesellschaftlichen oder kulturellen Veranstaltungen, die nicht verboten, aber für andere möglicherweise problematisch sind.
Es geht nicht um Verbote, sondern um Rücksicht, Liebe und Verantwortung für das Gewissen anderer.
Dinge, die wirklich sündhaft sind, fallen nicht unter diesen Grundsatz, sie sind immer falsch.
Lasst uns in Liebe handeln: im Alltag, beim Essen, in Unterhaltung und in allen Beziehungen, damit wir keine Stolpersteine für andere legen, sondern Zeichen der Liebe Christi sind.
Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr es auch tut! – 1. Thessalonicher 5,11









1. Korinther 4,6-7
ekämpfe Prahlerei durch Dankbarkeit: