1. Korinther 9,1-18
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1 Bin ich nicht ein Apostel? Bin ich nicht frei? Habe ich nicht unseren Herrn Jesus Christus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn?
2 Wenn ich für andere kein Apostel bin, so bin ich es doch wenigstens für euch; denn das Siegel meines Aposteldienstes seid ihr im Herrn.
Die Verkündigung des Evangeliums hat Kosten
Apostel oder Missionar zu sein ist ein echter Beruf
Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, – Epheser 4,11-12
ἀπόστολος; ein Gesandter; insbesondere ein Botschafter des Evangeliums; offiziell ein Beauftragter Christi (mit Wunderkräften).
Die Früchte des Dienstes gelten als Beweis der Berufung.
3 Dies ist meine Verteidigung denen gegenüber, die mich zur Rede stellen:
4 Sind wir nicht berechtigt, zu essen und zu trinken?
5 Sind wir nicht berechtigt, eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen, wie auch die anderen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?
6 Oder sind nur ich und Barnabas nicht berechtigt, die Arbeit zu unterlassen?
Da es sich um eine echte Arbeit handelt, haben sie es verdient, bezahlt zu werden.
7 Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde?
Wer arbeitet, hat das Recht auf Unterstützung.
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- Werden Soldaten bezahlt?
- Werden Bauern bezahlt?
- Werden Hirten bezahlt?
8 Sage ich das nur aus menschlicher Sicht? Oder sagt dies nicht auch das Gesetz?
9 Ja, im Gesetz Moses steht geschrieben: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt«. Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen?
10 Oder sagt er das nicht vielmehr um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben worden: Der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung hin pflügen, und der, welcher drischt, soll auf Hoffnung hin [dreschen], dass er an seiner Hoffnung [auch] Anteil bekommt.
Gott selbst bestätigt diese Ordnung.
11 Wenn wir euch die geistlichen Güter gesät haben, ist es etwas Großes, wenn wir von euch diejenigen für den Leib ernten?
Menschen, die das Evangelium verbreiten, sind wie geistliche Landwirte; sie haben sich ihren Lohn verdient.
Die Gemeinde darf nicht so tun, als koste Evangeliums Verkündigung nichts.
Das Evangelium ist kostenlos – aber nicht kostenfrei.
12 Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben, sollten wir es nicht viel eher haben? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten.
13 Wisst ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, auch vom Heiligtum essen, und dass die, welche am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil erhalten?
14 So hat auch der Herr angeordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.
Das Evangelium soll ohne Rücksicht auf die Kosten verkündigt werden.
Rechte sind vorhanden (V. 12)
Paulus verzichtet freiwillig auf seine Rechte, damit das Evangelium nicht behindert wird.
Verzicht ist freiwillig (V. 15)
Das Evangelium ist wichtiger als persönlicher Vorteil.
Wahre Hingabe zeigt sich darin, was wir bereit sind aufzugeben.
Wenn es dem Evangelium dient, verzichten Gottes Diener freiwillig.
15 Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht; ich habe dies auch nicht deshalb geschrieben, damit es mit mir so gehalten wird. Viel lieber wollte ich sterben, als dass mir jemand meinen Ruhm zunichtemachte!
16 Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so ist das kein Ruhm für mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde!
17 Denn wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn; wenn aber unfreiwillig, bin ich mit einem Haushalterdienst betraut.
18 Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich bei meiner Verkündigung das Evangelium von Christus kostenfrei darbiete, sodass ich von meinem Anspruch am Evangelium keinen Gebrauch mache.
Der Lohn der Verkündigung übersteigt die Kosten
Paulus’ eigentlicher Lohn ist nicht Geld, sondern ein ungehindertes Evangelium.
Verkündigung ist ein anvertrauter Auftrag (V. 16–17)
Der Lohn liegt in der Treue, nicht im Profit (V. 18)
Der größte Gewinn im Dienst für Gott ist geistlich, nicht materiell.
Der Lohn der Treue ist größer als der Preis des Verzichts.
Was kostet das Evangelium?
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- Für den Hörer: kostenfrei
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; – Epheser 2,8
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- Für den Verkündiger: mit Kosten verbunden
Es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen, und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben. – Markus 10,29-30
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- Für Christus: unendlich teuer
Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes. – 1. Petrus 1,18-19
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- Und genau deshalb lohnt es sich immer
Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16
