Der Kelch des Gerichts

Jesaja 51,17-23

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17 Erwache! Erwache! Stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HERRN den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch getrunken und ausgeschlürft hast!

Wenn du ans Ende deines Weges kommst

Es gibt zwei Wege und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. – Sprüche 14,12

Der rechte Weg ist nicht geheim oder kompliziert. Er bedeutet:

    • auf Gottes Stimme hören
    • in seinen Wegen bleiben
    • ihm vertrauen, auch wenn andere Wege schneller oder leichter erscheinen

Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, – 3. Mose 26,3

Versorgung

so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. – 3. Mose 26,4

Sicherheit

Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft… – 3. Mose 26,6a

Gegenwart Gottes

Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen – 3. Mose 26,11a

Jerusalem hat nicht den rechten Weg gewählt und ist nun am Ende des falschen Weges angelangt.

Gott ließ sie aus dem Kelch seines Zorns trinken, und nun ist der Kelch leer.

Diese Metapher des Kelch geht auf 5. Mose 5,24 zurück:

Und er soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringt und ihr zur Bitterkeit wird. – 5. Mose 5,24

18 Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Söhnen, die sie geboren hat, und niemand, der sie an der Hand führte, von allen Söhnen, die sie großgezogen hat.

Wenn du dein Leben auf dem falschen Weg lebst, wird dir am Ende niemand mehr helfen können, nicht einmal deine Kinder.

19 Dies beides ist dir begegnet — aber wer bezeugt dir Teilnahme? —: Verheerung und Zerstörung, Hunger und Schwert; wie soll ich dich trösten?

Wie viele Menschen kommen ans Ende ihres Weges und verzweifeln?

„Ich habe es auf meine Art geschafft“ tröstet nicht.

20 Deine Kinder sanken ohnmächtig hin; sie lagen an allen Straßenecken, wie eine Antilope im Netz, und waren voll von dem grimmigen Zorn des HERRN und von dem Schelten deines Gottes.

Die Kinder sind ihren Eltern auf den falschen Weg gefolgt und befinden sich im selben Zustand.

21 Darum höre doch das, du Elende, die du trunken bist, aber nicht vom Wein:
22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, der den Rechtsstreit für sein Volk führt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, dass du künftig nicht mehr daraus trinken musst,

Jesus kommt, wenn es kein Zurück mehr gibt

Gerade an dem Punkt, an dem du keinen Ausweg mehr siehst und niemand dir helfen kann, kommt Jesus vorbei, um dir zu helfen.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

Wie kommt Jesus zu Hilfe? Er hat den Kelch des Zorns selbst getrunken, damit wir ihn nicht trinken müssen.

Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! – Matthäus 26,37-39

23 und ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: Bücke dich, dass wir über dich wegschreiten können!, sodass du deinen Rücken der Erde gleichmachen musstest und wie eine Straße für die, die darübergingen.

Gottes Gerechtigkeit wird sich durchsetzen

Der Kelch ist in Gottes Hand! Für die, die Christus annehmen, wurde er schon getrunken; für die, die ablehnen, bleibt er bestehen.

Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, gefüllt mit schäumendem Würzwein; davon schenkt er ein: sogar seine Hefen müssen schlürfen und trinken alle Gottlosen auf Erden. – Psalm 75,9

Gott nimmt kein Unrecht unbeachtet!

Für die, die in Christus sind, ist Gnade gesichert

Jesus hat den Kelch des Zorns getrunken; wir müssen ihn nicht trinken.

Für die, die Christus ablehnen, bleibt der Kelch

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. – Hebräer 10,26-27

Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! – Hebräer 6,4-6

Denn ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt, und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott; dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nahe; es wird am Ende verbrannt. – Hebräer 6,4-8

Im Schatten seiner Hand: Die Geburt des Retters

Jesaja 51,9-16

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Stell dir eine Zeit vor, vielleicht einen Tag, eine Woche oder einen Monat, in der du ständig von Wellen des Leidens überrollt wirst.

Kaum hast du wieder Luft geholt, trifft dich die nächste Welle.

Kaum scheint ein Problem gelöst, bricht das nächste über dich herein.

Dein Herz fragt Gott: Wie lange noch? Hast du mich vergessen, Herr?

Oder wie die Jünger Jesu im Gewitter: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“

Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet. Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! Warum verbirgst du dein Angesicht und vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis? Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden. Mache dich auf und komm uns zu Hilfe, und erlöse uns um deiner Gnade willen! – Psalm 44,23-27

 9 Wache auf! Wache auf! Ziehe Stärke an, du Arm des HERRN! Erwache wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
10 Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt und die Tiefen des Meers zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchziehen konnten?

Gottes mächtige Taten in der Vorzeit und der Urzeit geben Hoffnung für heute

    • Die Urzeit:

Schon vor aller Geschichte hat Gott das Chaos gebändigt und Satan besiegt.

Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis. Die Säulen des Himmels erbeben und erschrecken vor seinem Schelten. Durch seine Kraft erregt er das Meer, und mit seinem Verstand zerschlägt er das Ungeheuer. Durch seinen Hauch wird der Himmel klar; mit seiner Hand durchbohrt er die flüchtige Schlange. – Hiob 26,10-13

Rahab und der Drache symbolisieren die uranfänglichen Mächte des Bösen.

O HERR, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, HERR? Und deine Treue ist um dich her! Du beherrschst das ungestüme Meer; wenn sich seine Wogen erheben, so stillst du sie. Du hast Rahab zermalmt wie einen Erschlagenen, deine Feinde zerstreut mit deinem starken Arm. Dein sind die Himmel, dir gehört auch die Erde, der Erdkreis und was ihn erfüllt; du hast es alles gegründet. – Psalm 89,9-12

Gott ist der Sieger von Anfang an – und Er wird auch heute handeln.

    • Die Vorzeit

Wie Er das Chaos in der Urzeit gebändigt hat, so öffnete Gott im 2. Mose einen Weg durch das Rote Meer.

Die Erlösten konnten hindurchziehen.

Gottes frühere Rettungshandlungen zeigen, dass auch wir heute auf Seine Hilfe vertrauen können.

11 So werden die Erlösten des HERRN zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein; Freude und Wonne werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.

    • Die Endzeit

Christus ist geboren und in eine Krippe gelegt worden, um in der Endzeit das zu vollbringen, was Gott schon in der Urzeit bewirkt hat.

Die Rettung, die einst das Chaos bezwang und den Drachen brach und Israel durch das Meer führte, findet ihre vollkommene Erfüllung in Jesus Christus, unserem Retter.

Von der Urzeit über die Vorzeit bis in die Endzeit: Derselbe Gott, der das Chaos ordnete, den Drachen besiegte, das Meer teilte und Sein Volk rettete, handelt heute in Christus – und schenkt uns Hoffnung.

12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird,
13 und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?

Gottes Trost und Gegenwart zu jeder Zeit

Gott ist der, der uns tröstet „Ich, ich bin es, der euch tröstet.“

Warum fürchtest du vor dem sterblichen Menschenkind… während du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat?

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! – Matthäus 10,28

Gott erinnert uns daran, dass wir Seine Geschöpfe sind, und Er allein über Leben und Seele verfügt.

Warum fürchtest du vor dem Grimm des Bedrückers?

Ich rief zum HERRN in meiner Not, der HERR antwortete mir und befreite mich. Der HERR ist für mich, ich fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun? – Psalm 118,5-6

14 Der in Ketten Gekrümmte wird schnell losgemacht, damit er nicht umkommt in der Grube, noch an Brot Mangel leidet.

Das Leiden hier währt nur kurz

Schwierigkeiten und Bedrängnis sind vorübergehend.

Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. – Psalm 37,23-24

15 Ich bin ja der HERR, dein Gott, der das Meer aufwühlt, dass seine Wellen brausen: HERR der Heerscharen ist sein Name.

Der HERR der alles kann ist unser Herr. „Ich bin ja der HERR, dein Gott“

Gott ist mächtig über alles, auch über Natur, Chaos und unsere Not.

Sein Segen ist ständig und zuverlässig.

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gern, und sein Same wird zum Segen. – Psalm 37,25-26

Gottes Trost ist immer verfügbar (Allezeit). Wir brauchen uns vor Menschen und vor Leid nicht zu fürchten, denn Er ist mächtig und treu.

So wie Gott einst das Chaos und das Meer bezwang, ist Er heute beständig bei uns, stärkt, tröstet und hält uns in jeder Not.

Die endgültige Rettung, die schon durch die Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde, wird in Christus vollendet.

16 Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!

Die Rettung ist in Christus vollendet

Christus wird mit göttlicher Autorität ausgerüstet

Der Messias spricht nicht im eigenen Namen, sondern im Namen des Vaters.

Seine Worte sind Gottes Worte, sein Auftrag ist Gottes Auftrag.

Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich im Schatten meiner Hand verborgen…“

Die „Hand Gottes“ ist Schutz, Bevollmächtigung und Sendung zugleich.

Er ist die Verkörperung der Rettung, die in Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde

Was Gott am Anfang begann (Urzeit: Sieg über das Chaos und den Drachen), was Er in der Geschichte wiederholt zeigte (Vorzeit: Befreiungen in Israel), wird in Christus endgültig und vollkommen erfüllt (Endzeit).

Christus ist der, der alle Fäden der Heilsgeschichte zusammenführt.

Gott nennt drei Ziele seines Werkes (und alle erfüllen sich in Christus)

„um den Himmel auszuspannen“

Christus ist der Herr der Schöpfung (Johannes 1,3; Kolosser 1,16).

Die neue Schöpfung beginnt in Ihm.

„um die Erde zu gründen“

Gottes Heilswerk ist nicht abstrakt – es kommt auf die Erde.

In Bethlehem berührt Gottes ewige Herrlichkeit unsere menschliche Welt.

„um zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!“

Durch Christus entsteht das neue Gottesvolk:
Juden und Heiden vereint in Ihm.

Advent erinnert uns daran: Gott vergisst sein Volk nicht – Er kommt zu ihm.

Im Advent feiern wir die Geburt Christi, durch die Gottes Rettung vom Urchaos bis zur Erlösung der Welt Wirklichkeit wird

Der, der am Anfang die Dunkelheit bezwang, kam in eine dunkle Welt als Licht.

Der, der Israel durch das Meer führte, kam, um uns durch den Tod zu führen.

Der, der sprach „Du bist mein Volk“, wurde Mensch, um sein Volk zu erlösen.

In Christus treffen Urzeit, Vorzeit und Endzeit zusammen.

Er ist der Anfang und das Ende der Rettung.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. – Psalm 91,1

Von Erinnerung zur Hoffnung

Jesaja 51,1–8

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1 Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den HERRN sucht! Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!
2 Seht auf Abraham, euren Vater, und auf Sarah, die euch geboren hat; denn als Einzelnen habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und gemehrt.
3 Denn der HERR tröstet Zion; er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Steppe wie den Garten des HERRN. Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang wird darin gefunden werden.

Gott spricht zu Seinem Volk in einer Zeit der Unsicherheit und verheißt Rettung und Erlösung.

Zurückblicken – Gottes Treue erinnern

Beachte die synonymen Parallelismen in diesen Versen.

    • „Ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt“ / „ihr, die ihr den HERRN sucht!“
    • „Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen“ / „Seht auf Abraham, euren Vater“
    • „und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!“ / „und auf Sarah, die euch geboren hat“

Abraham ist der Einzige unter seinen Zeitgenossen gewesen, den Gott berufen, gesegnet und vermehrt hat.

In Vers 3 sehen wir, wie Gott sie gesegnet hat:

    • Er hat getröstet – „Denn der HERR hat Zion getröstet; er hat alle ihre Trümmer getröstet.“
      → Gott bringt Trost, wo vorher Zerbruch war.
    • Er hat erneuert – „Er hat ihre Wüsten wie Eden gemacht und ihre Steppe wie den Garten des HERRN.“
      → Was tot und leer war, hat Er in neues Leben verwandelt.
    • Er hat Freude geschenkt – „Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang sind darin gefunden worden.“
      → Aus Trauer ist Lob geworden; aus Öde ist Anbetung hervorgegangen.

Gottes Treue in der Vergangenheit ist die Grundlage für Vertrauen in der Gegenwart.

Ich will gedenken an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine Wunder aus alter Zeit, und ich sinne nach über alle deine Werke und erwäge deine großen Taten: – Psalm 77,12-13

Erinnere dich an Gottes Wirken in deinem Leben und lass vergangene Segnungen deinen Glauben und deinen Mut stärken.

Betrachte Gottes Treue in der Geschichte als Beweis seiner Zuverlässigkeit und wende dich Gott zu, so wie Abraham und Sara es taten.

4 So achte nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren; denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten.
5 Meine Gerechtigkeit ist nahe, meine Rettung zieht aus, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten.
6 Erhebt eure Augen zum Himmel und schaut auf die Erde drunten; denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch, und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen, und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen; aber mein Heil wird ewig bleiben und meine Gerechtigkeit nicht zugrunde gehen.

Hinaufschauen – Gottes Gerechtigkeit und Rettung vertrauen

    • Aufmerksamkeit auf Gott

„So achte nun auf mich, mein Volk“ / „und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren“

Synonymie: Beide Zeilen fordern das Volk auf, aufmerksam auf Gottes Worte zu hören.

    • Gesetz und Recht

„Denn ein Gesetz wird von mir ausgehen“ / „und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten“

Synthetisch/aufbauend: Gottes Gesetz und Recht wirken gerecht über die Völker und bringen Licht in die Welt.

    • Gerechtigkeit und Rettung in Aktion

„Meine Gerechtigkeit ist nahe“ / „meine Rettung zieht aus“

Synthetisch: Gottes Gerechtigkeit und Rettung treten aktiv in die Welt ein; sie sind nicht nur abstrakte Prinzipien.

    • Macht und Vertrauen

„Und meine Arme werden die Völker richten“ / „auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten“

Synthetisch: Gottes Macht ist handlungsfähig, und die Völker setzen ihr Vertrauen auf Ihn.

    • Vergängliche Welt

„denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch“ / „und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen“ / „und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen“

Synthetische Triade: Alles Vergängliche in der Welt, selbst die Menschen, steht unter Gottes Gericht, während Sein Heil ewig bleibt

    • Ewigkeit von Heil und Gerechtigkeit

„Mein Heil wird ewig bleiben / meine Gerechtigkeit wird nicht zugrunde gehen“

Synonymie: Gottes beständiges Heil und Seine Gerechtigkeit währen ewig.

Rettung ist vollständig Gottes Werk; wir sollen Ihm vertrauen und uns nicht auf menschliche Kraft oder Umstände verlassen.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst! – Jesaja 45,22

Menschliche Anstrengungen sind vergänglich; Gottes Rettung ist sicher und zugänglich.

Reagiert auf Gottes Einladung und verlasst euch auf Seine Macht.

7 Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt! Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.
8 Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid; und die Schabe wird sie fressen wie Wolle; aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.

Vorausblicken – Mut fassen, nicht fürchten

    • Geistliche Veränderung erkennen (V.1 → V.7)

„Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den HERRN sucht!“ (V.1)

Verben: nachjagen, suchen → aktiv, strebend

Das Volk ist auf dem Weg, sie suchen nach Gerechtigkeit und Gott.

„Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt!“ (V.7)

Verben: kennt, im Herzen trägt → Zustand, innerlich verwurzelt

Das Volk ist nun gerettet, trägt Gottes Gesetz im Herzen, kennt Gerechtigkeit und braucht keine äußere Suche mehr.

Vergleich: Nachjagen → kennen / suchen → tragen im Herzen

Gott bringt Veränderungen im Volk – von Suchenden zu Treuen.

    • Keine Furcht vor Menschen

„Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen“ / „entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.“

Synonymie: Gläubige sollen nicht von menschlicher Kritik einschüchtern lassen.

Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit gibt Freiheit und Mut, das Richtige zu tun, selbst wenn Menschen spotten.

    • Vergänglichkeit von Besitz und Welt

„Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid“ / „die Schabe wird sie fressen wie Wolle“

Synthetisch: Alles Menschliche ist zerbrechlich und vergänglich.

Gläubige sollen nicht auf vergängliche Dinge vertrauen, sondern auf Gottes Rettung und Gerechtigkeit.

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! – Matthäus 6,19-20

Gottes Heil bleibt ewig, im Gegensatz zu weltlichen Dingen.

    • Ewigkeit von Heil und Gerechtigkeit

„aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben“ / „mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.“

Synonymie: Gottes Rettung und Gerechtigkeit sind dauerhaft und generationenübergreifend, im Gegensatz zu allem Vergänglichen in der Welt.

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! – Matthäus 6,33

Es gibt Hoffnung und ewige Sicherheit, wenn man jetzt auf Gott vertraut.

Ich will den HERRN preisen allezeit, sein Lob soll immerzu in meinem Mund sein. – Psalm 34,2

Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten. Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht beschämt. – Psalm 34,5-6

Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist; wohl dem, der auf ihn traut! – Psalm 34,9

 

 

Wandeln in Licht

Jesaja 50,1-11

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1 So spricht der HERR: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem ich sie verstoßen habe? Oder welchem von meinen Gläubigern habe ich euch verkauft? Siehe, ihr seid um eurer Sünden willen verkauft worden, und um eurer Übertretungen willen ist eure Mutter verstoßen worden.

Die Trennung von Licht

Die Sünde trennt uns von Gottes Licht.

Der Mensch flieht das Licht, weil es seine Sünde offenbart.

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. – Johannes 3,19

Sünde führt zur bewussten Abkehr von Gott.

Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. – Johannes 3,20

Wer die Wahrheit liebt, sucht das Licht – und findet darin Reinigung und Gemeinschaft mit Gott.

Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. – Johannes 3,21

Definitionen von „Sünde“ im Alten Testament:

„Sünde“ ist das Verfehlen eines Ziels – das Unterlassen dessen, was Gott befohlen hat.

denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten – Römer 3,23

„Übertretung“ bedeutet das Überschreiten einer von Gott gesetzten Grenze.

Beispiel: Adams Übertretung im Garten Eden war nicht Unwissenheit, sondern bewusster Ungehorsam.

„Missetat“ bezeichnet alles, was aus seinem richtigen Verlauf oder seiner Bestimmung herausgekommen ist – alles, was moralisch verzerrt oder pervertiert ist.

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört! – Jesaja 59,1-2

2 Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? Ist etwa meine Hand zu kurz, um zu erlösen, oder ist bei mir keine Kraft, um zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich mache Ströme zur Wüste, dass ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben!
3 Ich kleide den Himmel in Schwarz und bedecke ihn mit Sacktuch.

Wenn niemand antwortet, liegt es nicht daran, dass Gott sich nicht kümmert, nicht handeln kann oder nicht retten will.

    • Er kümmert sich – Er hat gerufen

Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? – 2a

Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben; es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen Einzigen! – Psalm 53,3-4

    • Er kann handeln – Er hat die Macht zu erlösen

Ist etwa meine Hand zu kurz, um zu erlösen…? – 2b

Und Mose sprach: 600 000 Mann Fußvolk sind es, in deren Mitte ich bin, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, dass sie einen Monat lang zu essen haben! Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, dass es für sie genug ist? Oder kann man alle Fische des Meeres einfangen, dass es für sie genug ist? Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort vor dir eintreffen wird oder nicht! – 4. Mose 11,21-23

    • Er will retten – Er ist bereit zu befreien

…oder ist bei mir keine Kraft, um zu erretten? – 2c

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Die Demonstration des Lichts

Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. – Johannes 8,12

4 GOTT, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören].

    • Durch gelenktes Sprechen

Gott gibt dem Knecht die „Zunge eines Jüngers“, damit er von ihm geleitet zur rechten Zeit spricht und so Orientierung für die Müden bietet.

Ich habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt in der großen Gemeinde; siehe, ich will meine Lippen nicht verschließen, HERR, das weißt du! Deine Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen, ich redete von deiner Wahrheit und von deinem Heil; deine Gnade und Wahrheit verschwieg ich nicht vor der großen Gemeinde. – Psalm 40,10-11

5 GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet; und ich habe mich nicht widersetzt und bin nicht zurückgewichen.

    • Durch geleitetes Hören

Gott öffnet dem Knecht das Ohr, und durch von ihm geleitetes Hören folgt er treu, sodass Weisheit und Orientierung zum Licht für andere werden.

Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; Ohren aber hast du mir bereitet; Brandopfer und Sündopfer hast du nicht verlangt. Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben; deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen. – Psalm 40,7-9

6 Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

    • Durch geduldiges Leiden

Der Knecht erträgt Schmach, Spott und Leid geduldig, ohne zurückzuweichen, und zeigt so Vertrauen in Gottes Treue und Weisheit.

als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrus 2,23

7 Aber GOTT, der Herr, wird mir helfen, darum muss ich mich nicht schämen; darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein, denn ich wusste, dass ich nicht zuschanden würde.

    • Durch standhafte Entschlossenheit

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. – Hebräer 12,2

8 Der mich rechtfertigt, ist nahe; wer will mit mir rechten? Lasst uns miteinander hintreten! Wer will gegen mich Anklage erheben? Er trete her zu mir!
9 Siehe, GOTT, der Herr, steht mir bei — wer will mich für schuldig erklären? Siehe, sie werden alle zerfallen wie ein Kleid; die Motte wird sie fressen.

    • Durch vollkommenes Vertrauen

Der Knecht vertraut auf Gottes Rechtfertigung und Schutz und bleibt unerschüttert.

Gleichwie sich viele über dich entsetzten — so sehr war sein Angesicht entstellt, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder —, genauso wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen, und Könige werden vor ihm den Mund schließen. Denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, werden sie wahrnehmen. – Jesaja 52,14-15

10 Wer unter euch fürchtet den HERRN? Wer gehorcht der Stimme seines Knechtes? Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!

Die Anwendung des Lichts

    • Durch Vertrauen auf Gottes Namen

Wer in der Finsternis wandelt, verlässt sich nicht auf sich selbst, sondern auf Gottes Führung und Beistand.

…so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!

    • Durch Gemeinschaft im Licht

wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,7

    • Durch Gehorsam trotz Unsichtbarkeit der Ergebnisse

Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint…

Auch wenn der Ausgang unsichtbar bleibt, folgen wir Gottes Willen und wandeln mutig durch dunkle Zeiten.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. – Psalm 23,4

    • Durch Verzicht auf Selbsthilfe

11 Habt aber acht, ihr alle, die ihr ein Feuer anzündet und euch mit feurigen Pfeilen wappnet! Geht hin in die Flamme eures eigenen Feuers und in die feurigen Pfeile, die ihr angezündet habt! Dieses widerfährt euch von meiner Hand, dass ihr in Qualen liegen müsst.

Eigenmächtige menschliche Anstrengung („Funken“) führt nur zu Misserfolg; wahres Licht kommt durch Gott.

    • Durch Nachfolge Christi

Christus als Licht der Welt zeigt den Weg: Glaube an ihn verhindert, dass wir in der Finsternis bleiben.

Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. – Johannes 12,46

Was Gott für die Seinen tut

Jesaja 49,14-26

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14 Zion sprach: »Der HERR hat mich verlassen, und der Herrscher hat mich vergessen.«

Die Gegenwart Gottes

Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen, denn der HERR, dein Gott, geht selbst mit dir; er wird dich nicht aufgeben, noch dich verlassen! – 5. Mose 31,6

Das Gefühl, dass er uns verlassen hat, entsteht, weil wir ihn verlassen haben, nicht umgekehrt.

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört! – Jesaja 59,1-2

dann schreien sie zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht, sondern verbirgt sein Angesicht vor ihnen zu jener Zeit, weil sie Böses getan haben. – Micha 3,4

15 Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarmt über ihren leiblichen Sohn? Selbst wenn sie [ihn] vergessen sollte — ich will dich nicht vergessen!

Die Barmherzigkeit Gottes

Gott offenbarte sich Moses durch eine Vielzahl von Eigenschaften, die seine Barmherzigkeit zeigen:

Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israels seine Taten. Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. – Psalm 103,7-8

Unsere Sünden trennen uns von Gott, doch seine Barmherzigkeit hält zu uns:

Er wird nicht immerzu rechten und nicht ewig zornig bleiben. Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten. – Psalm 103,9-10

Unsere Sünde trennt uns von Gott, doch Gottes Barmherzigkeit trennt uns von unserer Sünde:

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten; so fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. – Psalm 103,11-12

Gottes Erbarmen ist wie die Liebe eines Elternteils, aber noch größer:

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind. – Psalm 103,13-14

16 Siehe, in meine Hände habe ich dich eingezeichnet; deine Mauern sind allezeit vor mir.

Die Treue Gottes

Gottes Treue ist persönlich und beständig:

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. – Johannes 10,27-28

Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,29

Gottes Treue stützt und schützt uns:

Er stützt uns in Momenten der Schwäche.

So oft ich aber sprach: »Mein Fuß ist wankend geworden!«, hat deine Gnade, o HERR, mich gestützt. – Psalm 94,18

Seine Mauern sind schützend, nicht einschränkend

Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut. – Offenbarung 22,15

17 Deine Söhne eilen herbei; aber die dich zerstört und verwüstet haben, werden sich davonmachen!
18 Erhebe deine Augen ringsumher und sieh: Alle diese versammeln sich, sie kommen zu dir. So wahr ich lebe, spricht der HERR, du wirst sie alle wie einen Schmuck anlegen und wirst sie als Gürtel umbinden, wie eine Braut es tut.

Gottes Treue zeigt sich in Wiederherstellung:

Die Feinde, die das Volk zerstört und verwüstet haben, werden vertrieben.

Das Volk bereitet sich vor, als ob man es für ein Fest oder eine Hochzeit schmückt und umgürtet – ein Bild von Freude, Feier und Neubeginn.

19 Denn dein Land, das öde, verwüstet und zerstört liegt, das wird nun für dich zu eng sein wegen der [vielen] Bewohner, und die dich verschlingen wollten, werden sich entfernen.
20 Und die Söhne, die dir [einst] geraubt wurden, werden noch vor deinen Ohren sagen: Dieser Ort ist mir zu eng, gib mir Raum, dass ich wohnen kann!

Auch das Land wird wiederhergestellt und mit Segen erfüllt, so dass es nicht genügend Raum gibt, um alle zu empfangen.

21 Dann wirst du bei dir selbst denken: Wer hat mir denn diese geboren, mir, der Kinderlosen und Unfruchtbaren, verbannt und verstoßen? Und wer hat mir diese großgezogen? Siehe, ich war ja allein übrig geblieben; wo waren denn diese?

Gottes Treue übertrifft alle Erwartungen: Das Volk staunt über das, was ihm geschenkt wird, und erkennt, dass alles von Gott kommt.

22 So spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden hin erheben und für die Völker mein Banner aufrichten; und sie werden dir deine Söhne im Gewandbausch herbringen, und deine Töchter werden auf der Schulter herbeigetragen werden.
23 Und Könige sollen deine Wärter sein und ihre Fürstinnen deine Ammen. Sie werden vor dir niederfallen, das Angesicht zur Erde gewandt, und werden den Staub deiner Füße lecken; und du sollst erkennen, dass ich der HERR bin: Die auf mich harren, werden nicht zuschanden werden.

Gottes Treue erfüllt seine Verheißungen über Generationen hinweg. Israel wird nicht nur selbst wiederhergestellt, sondern wird zum Kanal von Segen für alle Völker – ein klarer Beweis, dass Gottes Plan und sein Wort zuverlässig sind.

24 Kann wohl einem Starken die Beute genommen werden? Und können rechtmäßig Gefangene entfliehen?

Gottes Treue schützt sein Volk und sorgt für Sicherheit.

25 Ja, so spricht der HERR: Auch die Gefangenen des Starken sollen ihm genommen werden, und die Beute des Tyrannen soll entfliehen; denn nun werde ich mit dem kämpfen, der gegen dich kämpft, und ich werde deine Kinder erretten.
26a Ich will deine Bedrücker mit ihrem eigenen Fleisch speisen, und sie sollen trunken werden von ihrem eigenen Blut wie von Most.

Gottes Treue bringt Rettung, richtet über Unterdrücker und offenbart seine Macht als Erlöser.

26b Und alles Fleisch soll erkennen, dass ich, der HERR, dein Erretter bin und dein Erlöser, der Starke Jakobs.

Gott ist immer gegenwärtig: Auch wenn wir ihn im Moment nicht spüren oder sehen, ist er bei uns.

Gott ist immer barmherzig: Er gibt uns nicht, was wir verdienen, sondern vergibt unsere Schuld vollständig.

Gott ist immer treu: Wir können darauf vertrauen, dass alles zum Guten wirkt für die, die ihn lieben.

Gott will, dass die Welt es erlebt: Seine Gegenwart, Barmherzigkeit und Treue sind echt – wir können sie persönlich erfahren. Deshalb liegt es an uns, hinauszugehen und anderen zu zeigen, welche großen und mächtigen Dinge Gott für uns getan hat, damit auch sie seine Treue und Liebe erkennen.

 

 

 

 

 

Christus, mein Hirte

Jesaja 49,8-13

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8 So spricht der HERR: Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen; und ich will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, damit du dem Land wieder aufhilfst und die verwüsteten Erbteile wieder als Erbbesitz austeilst;

Das Timing des Hirten

In diesem Teil des Knechtes Liedes wird Christus als der gute Hirte gesehen.

Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. – Johannes 10,11

Gott hat ihn zur rechten Zeit gesandt.

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. – Galater 4,4-5

Der Hirte greift zur rechten Stunde ein.

Aber als Mitarbeiter ermahnen wir euch auch, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen. Denn es heißt: »Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen«. Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils! – 2. Korinther 6,1-2

Christus ist nicht nur ein Hirte, sondern mein Hirte.

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. – Psalm 23,1

Er hat zur rechten Stunde in mein Leben eingegriffen.

9 damit du zu den Gefangenen sagst: »Geht hinaus!«, und zu denen in der Finsternis: »Kommt hervor!« Sie werden an den Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben.

Die Befreiung seiner Schafe

Der Hirte befreit seine Schafe.

„damit du zu den Gefangenen sagst: Geht hinaus!“

Er erquickt meine Seele – Psalm 23,3a

Der Hirte ruft sie aus der Finsternis ins Licht.

„und zu denen in der Finsternis: Kommt hervor!“

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. – Johannes 10,27-28

Der Hirte führt seine Schafe.

„Sie werden an den Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln ihre Weide haben.“

er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. – Psalm 23,3b

Christus befreit nicht nur andere, sondern er hat auch mich befreit.

Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest. Und er gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. – Psalm 40,2-4a

10 Sie werden weder hungern noch dürsten; keine trügerische Wasserspiegelung noch Sonne wird sie blenden; denn ihr Erbarmer wird sie führen und zu den Wasserquellen leiten.

Die Fürsorge des Hirten

Direkte Parallelen zu Auen- und Wasserbildern des Hirten.

Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. – Psalm 23,2

Der Hirte rettet nicht nur, er erhält mit überreicher Versorgung.

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. – Psalm 23,5

…ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. – Johannes 10,10b

Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. – Johannes 7,37-38

Christus sorgt nicht nur für andere, er stillt auch meinen Hunger und Durst.

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! – Offenbarung 22,17

Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! – Matthäus 5,6

11 Ich werde alle meine Berge zum Weg machen, und meine Straßen sollen erhöht werden.

Die Führung des Hirten

Der Hirte räumt Hindernisse weg und bereitet den Weg.

…er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. – Psalm 23,3b

Der Hirte schenkt klare Führung, selbst durch Berge und Täler.

Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. – Johannes 10,4

Christus führt nicht nur irgendeine Herde, sondern er führt mich auf rechter Straße.

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. – Römer 8,14

Lass dies dein Gebet sein:

HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade! Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich allezeit. – Psalm 25,4-5

12 Siehe, diese werden von ferne kommen und jene dort von Norden und von Westen, und diese aus dem Land der Sinim.

Das Sammeln seiner Herde

Die Herde wird von den Enden der Erde gesammelt.

Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein. – Johannes 10,16

Der Hirte sammelt eine weltweite Herde in einer Herde.

GOTT, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten! – Jesaja 56,8

Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe gebracht worden durch das Blut des Christus. Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat… um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz… – Epheser 2,13-16

Ich bin dankbar, dass Christus nicht nur andere sammelt, sondern auch mich in seine Herde aufgenommen hat.

13 Jubelt, ihr Himmel, und frohlocke, du Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich über seine Elenden!

Der Trost und die Freude seiner Schafe

Der Hirte endet mit Trost, Sicherheit und Freude für seine Schafe.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. – Psalm 23,4

Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar. – Psalm 23,6

und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,28-29

Christus spendet nicht nur anderen Trost, sondern er ist mein Trost und meine Freude.

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. – 2. Korinther 1,3-4

 

 

 

 

Gottes vollständiger Plan

Jesaja 49,5-7

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5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen — Israel aber wurde nicht gesammelt, und doch wurde ich geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott war meine Stärke —,

Die Berufung des Knechtes

    • Der Ursprung der Berufung: Vor der Geburt

Gottes Plan beginnt nicht erst im öffentlichen Dienst, sondern bereits vor der Geburt.

„…der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht gebildet hat…“

Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt! – Jeremia 1,5

Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte… – Galater 1,15-16a

Noch bevor du geboren wurdest, kannte Gott dich – Er wusste alles über dich und hat einen vollkommenen Plan für dein Leben gemacht. Die Frage ist: Folgst du Seinem Plan?

    • Das erste Ziel der Berufung

„…um Jakob zu ihm zurückzubringen…“ – Die erste Mission des Knechtes gilt der geistlichen Wiederherstellung Israels.

    • Die scheinbare Wirkungslosigkeit: Israel wird nicht gesammelt

„Aber Israel lässt sich nicht sammeln“ – Der Knecht erfährt anfängliches Scheitern; Israel lehnt ihn ab.

Trotzdem vertraut er auf Gottes Beurteilung.

    • Die göttliche Bestätigung trotz Ablehnung

„…und doch wurde ich geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott war meine Stärke…“ – Nicht menschlicher Erfolg zählt, sondern Gottes Anerkennung.

Bleibe treu, auch wenn sichtbare Ergebnisse ausbleiben – Gott sieht dein Herz und ehrt deine Treue.

Gott hat nicht nur einen Plan für den Knecht des HERRN, sondern für jeden einzelnen Menschen.

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Doch niemand wird gezwungen, diesem Plan zu folgen. Jeder Mensch muss selbst entscheiden, ob er sich dem Willen Gottes unterstellt.

Er kennt uns schon vor unserer Geburt – wie bei Jeremia, Paulus und sogar bei seinem eigenen Sohn. Seine Pläne sind voller Gnade, und sie zielen darauf ab, uns zu retten und uns zu gebrauchen.

Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. – Epheser 2,10

6 ja, er spricht: »Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!«

Gottes größerer Plan

„Es ist zu gering…“: Gott denkt nicht klein. Israel allein ist nicht das Endziel.

„…ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt…“: Christus ist nicht nur Israels Retter, sondern das Licht für alle Völker.

Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! – Lukas 2,30-32

„…damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!“: Der Knecht ist nicht nur der Überbringer, sondern das Heil selbst!

Gottes Vision ist global – und wir sind Teil davon. Lass uns mit offenem Herzen auf Gottes großen Plan reagieren.

Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!« – Apostelgeschichte 13,47

7 So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der Herrschenden: Könige werden es sehen und aufstehen und Fürsten anbetend niederfallen um des HERRN willen, der treu ist, um des Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat.

Die Verherrlichung des Verachteten

„Verachtet, verabscheut, ein Knecht der Tyrannen“: Erfüllt in Jesus – abgelehnt, verspottet, gekreuzigt.

„Könige werden es sehen und aufstehen .. anbetend niederfallen…“: Die Völker werden den Knecht letztlich anerkennen.

Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9-11

„Um des HERRN willen, der treu ist…“: Die Erhöhung geschieht wegen Gottes Bundestreue, nicht wegen menschlicher Leistung.

„…um des Heiligen Israels willen, der dich auserwählt hat.“: Die Erhöhung geschieht wegen des Heiligen Israels, nicht wegen des Dieners. Gott selbst verleiht Würde – aus Gnade, nicht aufgrund menschlicher Leistung.

weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. – Philipper 1,6

Verachtung ist nicht das Ende. In Gottes Zeit wird Gerechtigkeit und Ehre folgen.

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. – Hebräer 12,2

Vor einiger Zeit habe ich verschiedene Tulpen-Sorten gekauft – in mehreren Farben.

Ich habe sie sorgfältig am Rand unseres Blumengartens eingepflanzt.

Danach passierte – scheinbar – nichts. Über Wochen sah man nur nackte Erde.
Im Winter lag sogar Schnee darüber, und man hätte leicht denken können: „Da wächst nie etwas.“

Aber die Zwiebeln waren nicht tot. Sie lagen verborgen, und Gott arbeitete in der Stille.

Als der Frühling kam, brachen sie durch den Boden – gelb, rot, weiß, violett – ein wunderschönes Bild.

So war es auch mit dem Knecht des HERRN: Vor der Geburt berufen, im Dienst zunächst abgelehnt, aber am Ende herrlich erhöht.

Und so ist es oft auch in unserem Leben: Gott pflanzt etwas in uns, was lange unsichtbar bleibt. Wir sehen nur die „Wintererde“, aber Er sieht schon das volle Blühen.

Vielleicht siehst du heute in deinem Leben nur den kahlen Winterboden – keine Farbe, kein Wachstum, kein sichtbarer Erfolg. Aber Gott hat schon lange vor deiner Geburt seinen Plan in dich hineingelegt. Vertraue Ihm, bleib treu, auch wenn du noch nichts siehst. Der Frühling kommt – und dann wird die Herrlichkeit, die Er vorbereitet hat, aufblühen.

ein geschärfter Pfeil in Gottes Köcher

Jesaja 49,2-4

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1 Hört auf mich, ihr Inseln, und gebt acht, ihr Völker in der Ferne! Der HERR hat mich von Mutterleib an berufen und meinen Namen von Mutterschoß an bekannt gemacht.
2 Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert; er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht; er hat mich in seinem Köcher versteckt.

Die Vorbereitung des Knechtes

Vers 2 bringt durch synthetischen Parallelismus eine zentrale Wahrheit zum Ausdruck: Gott selbst bereitet seinen Knecht vor und bewahrt ihn für die zukünftige Aufgabe, zu der er in die Welt gesandt wurde.

Jesus wurde durch den Heiligen Geist gezeugt (Lukas 1,35) und von einer Jungfrau geboren (Matthäus 1,18–25). So wurde er als der von Gott gesandte Messias einzigartig bestätigt.

Jesus ist herangewachsen an Weisheit, Alter und Gunst bei Gott und den Menschen (Lukas 2,52). Er hat sich menschlich unter Gottes Führung entwickelt.

Bei seiner Taufe ist der Geist wie eine Taube auf ihn herabgekommen, und Gott hat öffentlich gesagt: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“ (Markus 1,11). So wurde Jesus für seinen Dienst befähigt.

Jesus hat 40 Tage in der Wüste verbracht, hat gefastet und wurde versucht (Matthäus 4,1–11). Dort hat er der Versuchung widerstanden und seinen Gehorsam und seine Abhängigkeit von Gott gezeigt.

Jesus hat seinen Dienst in der Kraft des Geistes begonnen (Lukas 4,14–21) und hat damit die Prophezeiung aus Jesaja erfüllt, indem er gepredigt, geheilt und gedient hat.

Wie Gott Christus vorbereitet hat, arbeitet er auch immer daran, dich für einen zukünftigen Einsatz vorzubereiten.

    • Geistliche Geburt

Jesus wurde durch den Heiligen Geist gezeugt.

Auch Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, die Leibesfrucht ist eine Belohnung. Wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend. Wohl dem Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! – Psalm 127,3-5a

Wir werden „von oben“ geboren – durch den Heiligen Geist neu gemacht.

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! – Johannes 3,3

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,12-13

    • Wachstum in Weisheit und Gunst

Jesus ist in Weisheit und Gunst bei Gott und Menschen gewachsen.

Auch wir sollen geistlich wachsen – in Erkenntnis, Liebe, Charakter und Reife.

Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! – 2. Petrus 3,18a

    • Taufe und Bestätigung

Jesus wurde getauft und vom Vater öffentlich bestätigt.

Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! – Markus 1,11

Auch wir werden getauft und dadurch öffentlich als zu Christus gehörend bekannt.

Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. – Römer 6,4

Die Taufe ist unser öffentlicher Beginn des neuen Lebens mit Christus.

    • Prüfung und Gehorsam

Jesus hat Versuchung in der Wüste durchlebt und überwunden.

Auch wir erleben Prüfungen, in denen wir lernen, Gott zu vertrauen und zu gehorchen.

Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. – Jakobus 1,12

Gott lässt Anfechtungen zu, um unseren Glauben zu stärken und unseren Charakter zu formen.

    • Dienst in der Kraft des Geistes

Jesus hat seinen Dienst in der Kraft des Heiligen Geistes begonnen.

Auch wir dienen nicht aus eigener Kraft, sondern durch den Heiligen Geist, der in uns lebt.

Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen. – Epheser 2,10

Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist… – Sacharja 4,6b

Jeder Christ ist zum Dienst berufen – ausgerüstet durch den Heiligen Geist.

Gott bereitet auch uns – wie seinen Sohn – durch Wiedergeburt, Wachstum, Bestätigung, Prüfung und Ausrüstung – für seinen Auftrag vor.

Wie Jesus sind wir „verborgen wie geschärfte Pfeile im Köcher“, bis Gottes Zeit gekommen ist.

Gott bereitet dich zu – manchmal ohne dass es jemand sieht.

Verborgene Zeiten (z. B. in der Familie, im Gebet, in Krankheit, im Rückzug) sind nicht vergeudet – sie sind göttliche Vorbereitung.

Lerne, Gottes Zurüstung zu vertrauen, auch wenn es keine Bühne oder Anerkennung gibt.

Bin ich bereit, von Gott vorbereitet zu werden, auch wenn niemand es sieht?

Bist ich bereit, ein geschärfter Pfeil in Gottes Köcher zu sein?

Wie Jesus sind wir verborgen – wie ein geschärfter Pfeil im Köcher Gottes – bis seine Zeit gekommen ist.

3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, bist Israel, durch den ich mich verherrliche.

Der Vorsatz des Knechtes

Ein geschärfter Pfeil wird nicht zur Schau im Köcher gehalten – er ist dazu bestimmt, im rechten Moment vom Bogen Gottes abgeschossen zu werden, zur Ehre des Herrn.

Jesus wurde gesandt, damit Gott durch ihn verherrlicht wird.

Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde! – Johannes 12,23

Durch seinen Tod (das Weizenkorn) bringt er viel Frucht

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. – Johannes 12,24

Selbstverleugnung führt zur Ehre vor Gott (V. 25–26)

Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn [mein] Vater ehren. – Johannes 12,25-26

Jesus ringt mit dem Leiden.

Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. – Johannes 12,27

Er betet:

Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! – Johannes 12,28

Jesus lebt, leidet und stirbt mit dem Ziel, den Vater zu verherrlichen – darin erfüllt sich sein Auftrag.

Die Verherrlichung Gottes geschieht durch den Gehorsam des Sohnes

Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! Wenn Gott verherrlicht ist durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen. – Johannes 13,31-32

Jesus bittet um Verherrlichung – nicht für sich selbst, sondern zur Verherrlichung des Vaters

Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche – Johannes 17,1

Jesus hat den Vorsatz erfüllt: Er hat das Werk vollendet und damit Gott auf Erden verherrlicht

Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. – Johannes 17,4-5

Die Herrlichkeit Christi wird weitergegeben an die Seinen

Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. – Johannes 17,22-23

Gottes Vorsatz gilt auch uns: Er verherrlicht auch die, die er berufen hat

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. – Römer 8,28-30

Gott will sich auch durch dein Leben verherrlichen. Bist du bereit, diesem Vorsatz zu folgen?

4 Ich aber hatte gedacht: Ich habe mich vergeblich abgemüht und meine Kraft umsonst und nutzlos verbraucht! Doch steht mein Recht bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.

Das Vertrauen des Knechtes

Der Knecht erlebt Enttäuschung – aber er vertraut darauf, dass Gott alles sieht und gerecht belohnt.

Ein geschärfter Pfeil weiß nicht, wann sein Herr ihn aus dem Köcher nehmen wird – aber er ist bereit. So vertraut auch der Knecht Gottes, selbst wenn sein Dienst vergeblich erscheint.

Am Kreuz schien alles verloren – doch Gott hat Christus erhöht und verherrlicht.

und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,8-11

Manchmal fühlen wir uns entmutigt – „Hat sich mein Einsatz überhaupt gelohnt?“

Auch wenn dein Dienst fruchtlos scheint – gib nicht auf! Gott sieht, belohnt und vollendet.

Der Knecht kennt das Gefühl – und doch: Er vertraut auf Gottes Urteil, nicht auf Menschen oder sichtbare Resultate.

Du darfst wissen: Gott sieht, was du tust. Nichts ist vergeblich, wenn es für ihn geschieht.

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! – 1. Korinther 15,58

Vertraue ich darauf, dass Gott meine Mühe sieht, auch wenn ich keinen sichtbaren Erfolg erlebe?

Bist du bereit, ein geschärfter Pfeil in Gottes Köcher zu sein?

Jesaja 49 zeigt uns den Weg des Knechtes Gottes – es ist der Weg Jesu, aber auch der Weg, zu dem jeder Christ berufen ist:

Gott bereitet dich vor – manchmal im Verborgenen, in Zeiten der Stille, der Krankheit, des Gebets, des Dienstes, den niemand sieht.

Gott hat einen Vorsatz für dein Leben – nämlich, dass er durch dich verherrlicht wird, nicht durch deine Stärke, sondern durch deine Hingabe.

Gott sieht deine Mühe, auch wenn du denkst: „War das alles umsonst?“ Dein Lohn ist nicht bei Menschen, sondern bei Gott.

Bist du bereit, diesem Weg zu folgen – auch wenn es verborgen ist, schwer ist, unbeachtet bleibt?

Der Weg des Knechtes führt durch Tiefe – aber er endet in Herrlichkeit.

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! – 1. Korinther 15,58

Möge Gott uns alle zu solchen Knechten machen – geschärfte Pfeile, vorbereitet, hingegeben, voller Vertrauen – bis er uns gebraucht, zu seiner Ehre.

Von Ewigkeit berufen – für die Welt gesandt

Jesaja 49,1

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Der Ruf des Knechtes:
Von Ewigkeit berufen – für die Welt gesandt

1 Hört auf mich, ihr Inseln, und gebt acht, ihr Völker in der Ferne! Der HERR hat mich von Mutterleib an berufen und meinen Namen von Mutterschoß an bekannt gemacht.

Einleitung: Dieser Vers ist Teil der sogenannten Knecht-Lieder im Buch Jesaja (besonders Jesaja 42, 49, 50 und 53). Christen verstehen diese Texte als prophetische Ankündigungen des Messias, die sich in Jesus Christus erfüllen. Der Sprecher in Jesaja 49 ist der Knecht des HERRN, der schon vor seiner Geburt von Gott berufen und beim Namen genannt wurde.

Ein universaler Aufruf zur Aufmerksamkeit

„Hört auf mich, ihr Inseln, und gebt acht, ihr Völker in der Ferne!“

    • Die Botschaft gilt allen Völkern

„Inseln“ und „Völker in der Ferne“ symbolisieren die nichtjüdischen Nationen.

Der Knecht spricht nicht nur zu Israel, sondern zur gesamten Menschheit.

Schon im Alten Testament wird der weltweite Heilsplan Gottes sichtbar.

ja, er spricht: »Es ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!« – Jesaja 49,6

    • Es hat einen prophetischen Ton

Die Wendungen „Hört!“ und „Gebt acht!“ sind typisch für göttliche Offenbarungen.

Ein dringlicher Ruf, genau hinzuhören – denn es folgt eine göttliche Selbstoffenbarung.

→ „Hört“ (schāma) fordert gehorsames Hinhören – ein Hören, das zum Handeln ruft.

→ „Gebt acht“ meint aufmerksames Lauschen – wie gespitzte Ohren vor einer wichtigen Botschaft.

    • Es hat eine Verbindung zum Neuen Testament

Christus ist das Licht für die Heiden.

Denn meine Augen haben dein Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht zur Offenbarung für die Heiden und zur Verherrlichung deines Volkes Israel! – Lukas 2,30-32

Jesaja 49 wird in Apostelgeschichte 13,47 direkt auf die Mission Jesu bezogen.

Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du zum Heil seist bis an das Ende der Erde!« – Apostelgeschichte 13,47

Auch wir heute gehören zu den „Völkern in der Ferne“ – wir sind mitgemeint!

Die göttliche Berufung des Knechtes von Anfang an

„Der HERR hat mich von Mutterleib an berufen und meinen Namen von Mutterschoß an bekannt gemacht.“

    • Berufung vor der Geburt

Jesus wurde vor seiner Geburt benannt.

Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. – Lukas 1,31

Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. – Matthäus 1,21

Dies zeigt, dass Gottes Plan nicht reaktiv, sondern ewig geplant war.

diesen, der nach Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. – Apostelgeschichte 2,23

    • Vorherbestimmung und Identität

Jesus war von Ewigkeit her bei Gott.

Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. – Johannes 17,5

Er verließ die Herrlichkeit des Himmels, um bei den Menschen zu wohnen und für uns zu sterben.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. – Johannes 1,14

Jesus war nicht einfach ein guter Mensch oder Prophet, sondern der ewige Sohn Gottes, der mit einem göttlichen Auftrag in die Welt gesandt wurde.

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. – Galater 4,4-5

Die Menschwerdung war gezielt und bedeutungsvoll. Gott sandte Jesus nicht einfach, sondern bereitete ihn vor – mit Name und Berufung schon im Mutterleib.

der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. – Philipper 2,6-8

Der wahre Knecht Israels

Wo Israel versagte, erfüllte Christus vollkommen die Rolle des Knechtes.

Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, bist Israel, durch den ich mich verherrliche. – Jesaja 49,3

Was Israel nicht konnte, hat Jesus als der treue Knecht vollbracht – durch Gehorsam, Leiden und Erlösung.

Jesaja 49,6: Der Knecht soll Israel wiederherstellen und zugleich ein Licht für die Heiden sein.

    • Zwei Naturen Christi

Die Erwähnung des Mutterleibs bekräftigt Jesu wahre Menschheit.

Die göttliche Berufung und Namensgebung zeigt seine göttliche Herkunft.

Zusammenfassung: Der berufene Erlöser für die Welt

    • Jesaja 49,1 ist ein prophetischer Ausblick auf Christus.
    • Christus wurde vor Grundlegung der Welt berufen und gesandt.
    • Seine Botschaft richtet sich an alle Nationen – auch heute.
    • Wir sind aufgerufen, auf ihn zu hören, ihm zu vertrauen und ihm zu folgen.

Praktische Anwendung: Wie reagierst du auf den Ruf des berufenen Knechtes?

    • Höre wirklich hin!

Nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen. Der Knecht ruft auch dich.

→ Schāma heißt: hören und gehorchen. Lass dich ansprechen – und verändere dein Leben nach seiner Stimme.

    • Erkenne Gottes Plan für dein Leben

Wenn Christus schon vor seiner Geburt berufen war, dann ist auch dein Leben kein Zufall.

→ Gott kennt dich, ruft dich und hat einen Platz für dich in seiner Heilsgeschichte.

    • Vertraue dem ewigen Knecht Gottes

Jesus kam mit einem klaren Auftrag: dein Erlöser zu sein.

→ Vertraue ihm mit deinem ganzen Leben – nicht nur theoretisch, sondern im Alltag.

    • Sei Teil seines weltweiten Auftrags

Der Ruf gilt allen Völkern – und du darfst diesen Ruf weitergeben.

→ Wie kannst du heute dazu beitragen, dass andere von diesem Knecht hören?

 

Keinen Frieden für die Gottlosen

Jesaja 48,20-22

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20 Zieht aus von Babel, flieht von den Chaldäern mit Jubelschall! Verkündigt dies, lasst es hören! Verbreitet es bis an das Ende der Erde und sagt: Der HERR hat seinen Knecht Jakob erlöst!
21 Sie litten keinen Durst, als er sie durch die Wüsten führte, Wasser ließ er ihnen aus dem Felsen rinnen; er spaltete den Fels, da floss Wasser heraus! —
22 Keinen Frieden, spricht der HERR, gibt es für die Gottlosen!

Gott ruft uns, aus der Bequemlichkeit der Welt zu fliehen.

„Zieht aus von Babel, flieht von den Chaldäern mit Jubelschall!“ – 20a

    • Die verführerische Weltliebe

Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. – 1. Johannes 2,15

Der Sehnsucht, die Welt zu lieben, steht im Widerspruch zur Liebe Gottes und seiner Absicht für unser Leben.

    • Verwandelt durch Christusliebe

Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. – Römer 12,2

Gott fordert uns zu einer radikalen Veränderung, die uns vom Einfluss der Welt befreit und uns in seinen guten und vollkommenen Willen führt.

    • Selbstverleugnung statt Eigenwille

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! – Matthäus 16,24

Um Jesus nachzufolgen, müssen wir uns selbst verleugnen, unsere eigenen Wünsche und Bequemlichkeiten aufgeben.

    • Völlige Hingabe aus Liebe

Denn die Liebe des Christus drängt uns, da wir von diesem überzeugt sind: Wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben; und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist. – 2. Korinther 5,14-15

Christus hat uns mit einem neuen Ziel befreit – wir leben nun nicht mehr für uns selbst, sondern für ihn.

Gott ruft uns, seine Erlösung zu verkünden.

„Verkündigt dies, lasst es hören! Verbreitet es bis an das Ende der Erde und sagt: Der HERR hat seinen Knecht Jakob erlöst!“ – 20b

    • Gott offenbart seine Erlösung allen Völkern, damit sie seine Gerechtigkeit, Gnade, und Treue erkennen.

Der HERR hat sein Heil kundwerden lassen; er hat vor den Augen der Heiden seine Gerechtigkeit geoffenbart. Er gedachte an seine Gnade und Treue gegenüber dem Haus Israel; alle Enden der Erde haben gesehen das Heil unseres Gottes. – Psalm 98,2-3

    • Gott beruft Israel, ein Licht für die Nationen zu sein, damit seine Erlösung bis ans Ende der Erde reicht. ​

…ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heil seist bis an das Ende der Erde!« – Jesaja 49,6b

    • Gott sendet uns aus, um die gute Nachricht von seiner Erlösung zu verkünden — hier und bis ans Ende der Erde.

Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! – Markus 16,15b

Die Botschaft, die wir verkünden, ist nicht nur die nationale Befreiung Israels, sondern das Evangelium Jesu Christi – die Kraft Gottes zur Rettung für alle Menschen. Es geht um ewige Erlösung und neues Leben für Juden und Nichtjuden gleichermaßen.

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«. – Römer 1,16-17

    • Der Heilige Geist befähigt uns, Zeugen für Christus zu sein, beginnend in unserem eigenen Umfeld und bis zu den entferntesten Orten der Erde.

sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! – Apostelgeschichte 1,8

Gott sorgt für die Seinen!

„Sie litten keinen Durst, als er sie durch die Wüsten führte, Wasser ließ er ihnen aus dem Felsen rinnen; er spaltete den Fels, da floss Wasser heraus!“ – 21

    • Gott kennt unsere Bedürfnisse.

Wenn wir seinem Ruf folgen, verspricht Gott, uns nicht Mangel leiden zu lassen.

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. – Matthäus 6,31-32

    • Gott versorgt übernatürlich.

Wie er Wasser aus dem Felsen in der Wüste fließen ließ, wird er auch heute allen, die im Glauben auf seinen Ruf antworten, in jeder Not Versorgung schenken.

Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. – Philipper 4,19

    • Gott erfüllt reichlich jede Not seiner Diener.

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. – Psalm 37,25

    • Gott verlässt die Seinen nie – er versorgt treu.

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. – Matthäus 28,20b

    • Gott versorgt nicht nur, sondern begleitet, stärkt und erhält alle, die seiner Berufung folgen.

Die Welt hat keinen Frieden ohne Christus — und muss die Botschaft hören.

„Keinen Frieden, spricht der HERR, gibt es für die Gottlosen!“ – 22

    • Die Welt ist zerbrochen und sucht nach Frieden, aber nur Christus kann diesen Frieden geben. Wenn wir nicht gehen und ihnen die Botschaft bringen, werden sie den Weg zum wahren Leben nie finden. Die Welt wartet — und Gott sendet uns.

Ohne Christus gibt es keinen wahren Frieden!

Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! – Johannes 14,27

    • Die Welt wird Christus nur kennenlernen, wenn wir ihn verkünden.

denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? – Römer 10,14

Ohne das Evangelium bleibt die Welt ohne Frieden.

    • Unsere Berufung ist es, die rettende Botschaft von Christus zu den Menschen zu bringen, damit sie Frieden finden.

Ruft Gott dich heute, die Bequemlichkeit dieser Welt zu verlassen, um die rettende Botschaft seiner Erlösung einer verlorenen und sterbenden Welt zu bringen?

„Keinen Frieden, spricht der HERR, gibt es für die Gottlosen!“ – 22

Gibt es vielleicht jemanden, der niemals Frieden finden wird, wenn du ihm nicht von Jesus erzählst?

„Zieht aus… flieht… mit Jubelschall! Verkündigt dies, lasst es hören! Verbreitet es bis an das Ende der Erde…“

Der HERR hat uns durch Jesus Christus erlöst!

Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen! Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes! – Lukas 9,61-62

„Kein Zurückblicken“, sondern volle Hingabe