Können wir Gott etwas nützen?

Hiob 22,1-3

In seiner ersten Rede Eliphas ermahnt Hiob, die Züchtigung Gottes anzunehmen.

Siehe, wohl dem Menschen, den Gott zurechtweist! Darum verwirf die Züchtigung des Allmächtigen nicht! Denn er verwundet und verbindet; er zerschlägt, und seine Hand heilt. – Hiob 5,17-18

Mit seiner zweiten Rede beabsichtigte Eliphas, Hiob zum Schweigen zu bringen.

Ja, du machst die Gottesfurcht zunichte und schwächst die Andacht vor Gott! Denn deine Missetat lehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der Listigen. Dein eigener Mund verurteilt dich und nicht ich; und deine Lippen zeugen gegen dich! – Hiob 15,4-6

Eliphas und seine Freunde scheiterten daran, Hiobs Sünde in seiner Beziehung zu Gott zu finden. Hiobs Frömmigkeit war tadellos und das war nicht zu leugnen.

Da sprach der HERR zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? Denn seinesgleichen gibt es nicht auf Erden, einen so untadeligen und rechtschaffenen Mann, der Gott fürchtet und das Böse meidet! – Hiob 1,8

Nachdem Eliphas es versäumt hat, Hiobs Sünde in seiner Beziehung zu Gott zu finden, ändert er die Richtung und beschuldigt Hiob der Sünde der Vernachlässigung, basierend auf dem, was er für andere Menschen nicht getan hat.

Eliphas beginnt damit, die Gerechtigkeit Hiobs als unwichtig herabzusetzen.

1 Darauf antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
2 Kann ein Mann Gott etwas nützen? Es nützt ja der Verständige nur sich selbst.
3 Hat der Allmächtige Freude, wenn du gerecht bist? Ist’s ihm ein Gewinn, wenn du in Unschuld wandelst?

In diesen Worten sehen wir die Unwissenheit von Eliphas in Bezug auf den Kampf, der zwischen Gott und Satan stattfindet, dessen Gerechtigkeit Hiobs Hauptkampffeld ist.

Wenn die Frage des zweiten Verses nur als philosophisch betrachtet wird, könnte die Antwort nein lauten.

Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? – Psalm 8,4-5

Aber hier passiert viel mehr als eine philosophische Diskussion, es findet ein Krieg zwischen Gott und Satan, zwischen Gut und Böse statt, und in diesem Zusammenhang ist jeder, der gerecht lebt, ein Gewinn für Gott.

Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen hast du ein Lob bereitet um deiner Bedränger willen, um den Feind und den Rachgierigen zum Schweigen zu bringen. – Psalm 8,3

Hat der Allmächtige Freude, wenn wir gerecht leben?

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! – Römer 12,1

Ist es dem Menschen möglich, Gott in irgendeiner Weise zu gefallen?

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen. – Hebräer 11,6

Nachdem Eliphas gesagt hatte, dass die Güte Hiobs für Gott wertlos war, schlug Eliphas eine Liste von Sünden vor, derer sich Hiob schuldig machen könnte und die sein Leiden rechtfertigen würden. Diese werden wir im nächsten Podcast aufgreifen. Betrachten wir zunächst noch einmal die Frage von Eliphas.

Können wir Gott etwas nützen?

Philosophie ist großartig darin, Fragen zu stellen, aber sie versagt, wenn es darum geht, Antworten zu geben.

Wenn wir Antworten wollen, sollten wir auf das Wort Gottes schauen.

In der Bibel finden wir mehrere Wege, in denen die Antwort ja lautet.

    • Wir können Gott ehren.

Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes! – 1. Korinther 10,31

    • Wir können Gott Freude bereiten.

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln. – 3. Johannes 1,4

Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird über dich jubelnd frohlocken. – Zephanja 3,17

    • Wir können ihm gefallen, indem wir anderen von seiner Liebe erzählen.

Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. – 1. Korinther 1,21

Zuhören wäre ein Trost

Hiob 21

1 Darauf antwortete Hiob und sprach:
2 Hört, o hört doch an, was ich zu sagen habe; das soll der Trost sein, den ihr mir gewährt!
3 Erlaubt mir, dass ich rede; und nachdem ich gesprochen habe, magst du spotten!

Die Tatsache, dass Hiobs Ratgeber immer wieder dieselben Argumente wiederholen, obwohl er sie immer wieder widerlegt, führt zu dem Gedanken, dass sie nicht einmal zuhören.

Ihn weiter mit dem gleichen Argument zu schlagen hilft nicht, Hiob will, dass sie einfach mit dem Philosophieren aufhören und ihm zuhören.

4 Richte ich etwa meine Klage an einen Menschen? Und warum sollte ich nicht ungeduldig sein?
5 Wendet euch zu mir und staunt, und legt die Hand auf den Mund!
6 Ja, wenn ich daran denke, so erschrecke ich, und Zittern erfasst meinen Leib.

Das Versäumnis des Beraters, Mitgefühl zu zeigen, ist für Hiob entsetzlich, aber seine Klage richtet sich nicht nur gegen sie. Hiob ist wütend auf die Vorstellung, dass Gott für seine Probleme verantwortlich sein könnte, aber er kommt zu keinem anderen Schluss.

7 Warum leben denn die Gottlosen, werden alt, groß und stark?

Zophar deutete in 20,11 an, dass die Gottlosen immer jung sterben, aber Hiob sagt, dass das Gegenteil der Fall ist.

8 Ihr Same gedeiht vor ihrem Angesicht um sie her, und ihre Sprösslinge sind vor ihren Augen.

Hiob bestreitet auch Bildads Behauptung von 18,19-21, dass die Gottlosen keine Nachkommen haben, die sich an sie erinnern.

9 Ihre Häuser haben Frieden, keine Furcht; die Rute Gottes schlägt sie nicht.
10 Sein Stier bespringt, und nicht umsonst; seine Kuh kalbt ohne Fehlgeburt.
11 Ihre Jungen lassen sie ausziehen wie eine Schafherde, und ihre Kinder hüpfen herum.
12 Sie singen laut zur Pauke und Laute und sind fröhlich beim Klang der Schalmei.
13 Sie verbringen ihre Tage in Wohlleben und fahren in einem Augenblick in das Totenreich hinab.

Wie der reiche Mann von Lukas 16 haben sie ihr Gutes empfangen in ihrem Leben.

14 Und doch sprechen sie zu Gott: »Weiche von uns; nach der Erkenntnis deiner Wege fragen wir nicht!
15 Was ist schon der Allmächtige, dass wir ihm dienen sollten, und was nützt es uns, ihn anzurufen?«

In ihrem Wohlstand sind sie auch trotzig gegenüber dem allmächtigen Gott.

16 — Doch siehe, ihr Glück liegt nicht in ihrer Hand; [darum] sei der Rat der Gottlosen fern von mir! —
17 Wie oft erlischt die Leuchte der Gottlosen und ereilt sie ihr Unglück, teilt Er ihnen Verderben zu in seinem Zorn,
18 werden sie wie Stroh vor dem Wind und wie Spreu, die der Sturm entführt?

Hiobs Frage bezieht sich auf zwei wohlbekannte Sprüche in der Weisheitsliteratur der Psalmen und Sprüche.

Denn der Böse hat keine Zukunft, und die Leuchte der Gottlosen wird erlöschen. – Sprüche 24,20

Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. – Psalm 1,4

Obwohl beide Aussagen wahr sind, ist es in der Gegenwart nicht immer offensichtlich.

19 Spart Gott das Unglück [des Gottlosen] für seine Kinder auf? — Ihm selbst sollte er vergelten, sodass er es weiß!
20 Seine eigenen Augen sollen sein Verderben sehen, und den Zorn des Allmächtigen soll er selbst trinken!
21 Denn was liegt ihm an seinem Haus nach seinem Tod, wenn die Zahl seiner Monate abgerissen ist?

Sowohl Eliphas als auch Bildad haben gesagt, dass die Kinder für die Sünden ihrer Väter bezahlen müssen. Hiob stellt diese offensichtliche Ungerechtigkeit in Frage.

22 Kann man Gott Erkenntnis lehren, da er es doch ist, der die Hohen richtet?
23 Der eine stirbt im Vollbesitz seiner Kraft, vollkommen ruhig und sorglos;
24 seine Tröge fließen über von Milch, und das Mark seiner Gebeine ist getränkt.
25 Der andere aber stirbt mit betrübter Seele und hat nie Gutes geschmeckt:
26 Gemeinsam liegen sie im Staub, und Gewürm bedeckt sie beide.

Dies ist natürlich der Blick von dieser Seite des Grabes. Die Geschichte vom reichen Mann und Lazarus in Lukas 16 gibt den Rest des Bildes wieder.

27 Seht, ich kenne eure Überlegungen und die listigen Pläne, mit denen ihr mir Unrecht tun wollt!
28 Denn ihr denkt: »Wo ist das Haus des Fürsten? Und wo ist das Zelt, in dem die Gottlosen wohnten?«
29 Habt ihr nicht die befragt, die auf dem Weg vorüberzogen? Und habt ihr ihre Hinweise nicht beachtet,
30 dass der Böse verschont wird am Tag des Unglücks und dem Tag des Zorns entgeht?
31 Wer kann ihm ins Gesicht seinen Wandel vorhalten, und sein Tun, wer vergilt es ihm?
32 Doch er wird [feierlich] zu Grabe getragen, und über seinem Grabhügel hält man Wache.
33 Angenehm sind ihm die Schollen des Tales; hinter ihm her zieht jedermann, und vor ihm her eine unzählbare Schar.

Hiob erkennt, dass seine Berater immer wieder dieselben alten, abgenutzten Klischees wiederholen werden, die darauf hindeuten, dass er ein böser Mann ist.

Hiob begann damit, seine Ratgeber um eine Art Trost zu bitten, der auf ihrem stillen Zuhören beruhte, und schloss damit, dass er das, was sie als Trost angeboten hatten, als gespickt mit Falschheit und Unsinn ansah.

34 Was tröstet ihr mich da mit Nichtigkeiten? Eure Antworten sind nichts als Trug!

 

Das Schicksal der Gottlosen

Hiob 20,1-29

1 Da antwortete Zophar, der Naamatiter, und sprach:
2 Darum veranlassen mich meine erregten Gedanken zu einer Antwort, und deswegen drängt es mich [zu reden].

Der letzte Abschnitt endete mit Hiobs Aussage, dass sie sich auf ihre bevorstehende Leidenszeit vorbereiten sollten, wenn sein Leiden die Folge seiner Sünde war.

Zophar konnte den Gedanken nicht ertragen und beginnt sich beredt mit einer Rede über das Schicksal der Bösen zu verteidigen.

3 Eine Zurechtweisung zu meiner Schande musste ich hören; aber mein Geist treibt mich zu antworten um meiner Einsicht willen:
4 Hast du dies nicht von alter Zeit her erkannt? Seitdem der Mensch auf die Erde gesetzt wurde,
5 ist das Frohlocken der Gottlosen kurz, und die Freude der Frevler währt nur einen Augenblick.

Was Zophar hier gesagt hat, ist wahr, wenn man das große Ganze betrachtet, aber es ist nicht unbedingt beobachtbar, wenn der Blick auf das große Ganze versperrt ist.

Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod, und ihr Leib ist wohlgenährt. – Psalm 73,3-4

Schaut man sich das Ende des Weges an, dann sieht man, dass der Weg der Gottlosen immer ins Verderben führt.

Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Boden; du lässt sie fallen, dass sie in Trümmer sinken. Wie sind sie so plötzlich verwüstet worden! Sie sind untergegangen und haben ein Ende mit Schrecken genommen. – Psalm 73,18-19

6 Wenn auch sein Stolz bis zum Himmel reichte und sein Haupt die Wolken berührte,
7 so geht er doch, gleich seinem Kot, auf ewig unter; die ihn gesehen haben, werden sagen: Wo ist er?

Die Gottlosen tragen ihre Hochmut als Halsschmuck, aber die Sprüche sagt uns das, „Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall.“ – Sprüche 16,18

8 Wie ein Traum verfliegt er, man wird ihn nicht mehr finden; er wird weggescheucht wie ein Nachtgesicht.
9 Das Auge, das ihn sah, sieht ihn nicht wieder, und erblickt ihn nicht mehr an seinem Ort.

Die Bösen sind wie ein Traum, es ist da und dann ist es weg. Sind sie einmal außer Sicht, sind sie auch wie ein Traum schnell vergessen.

10 Seine Söhne müssen die Armen entschädigen, und seine Hände sein Vermögen wieder herausgeben.

Sie hinterlassen jedoch Ärger, da ihre Kinder ihre Schulden begleichen müssen.

11 Seine Gebeine waren voller Jugendkraft: Die liegt nun mit ihm im Staub.

Die Kraft ihrer Jugend wird vergeudet, da ihr Leben verkürzt wird.

12 Ist das Böse noch so süß in seinem Mund, dass er es unter seiner Zunge birgt,
13 dass er es hegt und nicht lassen kann und an seinem Gaumen festhält:
14 so verwandelt sich doch seine Speise in seinen Eingeweiden, wird zu Schlangengift in seinem Inneren.

Zophars Darstellung der Auswirkungen der Sünde ist erstaunlich.

Dieses Bild erinnert uns daran, wie Adam und Eva die verbotene Frucht gegessen haben. Es sah gut aus und es schmeckte gut, aber es hinterließ bei der Menschheit eine Krankheit, die immer noch darauf wartet, geheilt zu werden.

15 Den Reichtum, den er verschlungen hat, muss er wieder von sich geben; Gott treibt es ihm aus seinem Bauch heraus.
16 Schlangengift hat er gesaugt: Darum wird ihn die Zunge der Otter töten.

Die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, will nicht, dass wir diese Seite der Sünde sehen, bis es zu spät ist.

Wegen seiner Sünde wird er die wirklich guten Dinge des Lebens völlig verpassen.

17 Er wird seine Lust nicht sehen an den Bächen, an den Strömen von Honig und von Milch.

Zophar fährt mit seiner Darstellung der Sünde in voller Farbe fort.

18 Den Gewinn muss er zurückgeben, und er kann ihn nicht verschlingen; an dem Reichtum, den er erwarb, wird er nicht froh;
19 denn er hat Arme misshandelt und sie liegen lassen, hat ein Haus beraubt anstatt gebaut.
20 Sein Bauch kannte keine Ruhe; vor seiner Begehrlichkeit blieb nichts verschont.
21 Nichts entging seiner Fressgier, darum wird auch sein Gut nicht Bestand haben.
22 Mitten in seinem Überfluss wird er in Not geraten; alle Hände der Unglücklichen kommen über ihn.
23 Es wird geschehen, während er seinen Bauch noch füllt, wird Er die Glut Seines Zornes über ihn senden und sie auf ihn regnen lassen, in seine Eingeweide hinein.

Zophar hat ja geglaubt, dass es für die Bösen unmöglich sei, seiner gerechten Strafe zu entkommen.

24 Flieht er vor eisernen Waffen, so wird ihn der eherne Bogen durchbohren.
25 Er zieht [an dem Pfeil], und er kommt aus dem Rücken hervor; blitzend fährt er aus seiner Galle, Todesschrecken kommen über ihn.
26 Alle Finsternis ist aufgespart für seine Schätze; ihn wird ein Feuer verzehren, das nicht angefacht wird; übel wird es dem ergehen, der in seinem Zelt übrig geblieben ist.
27 Der Himmel wird seine Schuld offenbaren und die Erde sich gegen ihn empören.
28 Der Ertrag seines Hauses fährt dahin, muss zerrinnen am Tag Seines Zornes.

Zophar hat seine Rede mit einer meisterhaften Schlussfolgerung beendet.

29 Das ist das Teil des gottlosen Menschen von Gott, das Erbe, das Gott ihm zugesprochen hat!

So genau er in seiner Beschreibung der Folgen der Sünde war, machte er bei der Anwendung zwei Fehler:

    • Er ist zu dem Schluss gekommen, dass Hiobs Leiden ein Beweis für sein Fehlverhalten war.
    • Er ist zu dem Schluss gekommen, dass sein Wohlergehen ein Beweis für seine eigene Rechtschaffenheit sei.

In beiden Fällen ist er völlig falsch gelegen!

Danach sehnt sich mein Herz in mir!

Hiob 19,13-29

Ich erinnere mich an ein lustiges Lied aus meiner Kindheit, in dem es darum ging, von anderen nicht gemocht zu werden.

„Niemand mag mich, alle hassen mich, ich erwäge, ich werde gehen und Würmer essen…“

Der nächste Abschnitt von Hiobs Rede erinnert mich an dieses Lied.

13 Meine Brüder hat er von mir verscheucht, und die mich kennen, sind mir ganz entfremdet.
14 Meine Verwandten bleiben aus, und meine Vertrauten verlassen mich.
15 Meine Hausgenossen und meine Mägde halten mich für einen Fremden; sie sehen mich als einen Unbekannten an.
16 Rufe ich meinen Knecht, so antwortet er mir nicht; ich muss ihn anflehen mit meinem Mund.
17 Mein Atem ist meiner Frau zuwider und mein Gestank den Söhnen meiner Mutter.
18 Sogar Buben verachten mich; stehe ich auf, so reden sie gegen mich.
19 Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, haben sich gegen mich gewandt.

Dieses Gefühl des Verlassenseins ist in der Schrift nicht einzigartig. Ähnliches äußerte David in Psalm 142.

Ich schaue zur Rechten, siehe, da ist keiner, der mich kennt; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele! – Psalm 142,5

Ein anderer Psalm Davids mit einem ähnlichen Ausspruch wurde sogar von Jesus zitiert, als er am Kreuz hing:

Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« – Matthäus 27,46

Der nächste Vers ist etwas schwer zu übersetzen:

20 An meiner Haut und meinem Fleisch klebt mein Gebein, und ich habe kaum noch Haut, um meine Zähne zu behalten.

Die Eberfelder-Übersetzung gibt den Satz wörtlich wieder.

Mein Gebein klebt an meiner Haut und an meinem Fleisch, und [nur] mit der Haut meiner Zähne bin ich entkommen. – Hiob 19,20 (Elbefelder)

21 Erbarmt euch, erbarmt euch doch über mich, ihr, meine Freunde, denn die Hand Gottes hat mich getroffen!
22 Warum verfolgt ihr mich ebenso wie Gott und werdet nicht satt, mich zu zerfleischen?

Hiob bittet seine Freunde um ein wenig Mitgefühl. Während Hiob bezüglich Gottes Rolle in seinen Schwierigkeiten völlig verwirrt ist und sich der Rolle Satans, seines Anklägers, nicht bewusst ist, hat Hiob absolut recht, was seine drei Freunde angeht.

Sie sahen sich als Fürsprecher Gottes, als sie Hiob mit Verurteilung überhäuften.

Da Hiob erkannte, dass seine Rechtfertigung in keiner Weise von seinen drei Freunden kommen würde, begann er über eine andere Möglichkeit nachzudenken, die Rechtfertigung zu erlangen.

23 O dass doch meine Worte aufgeschrieben, o dass sie doch in ein Buch eingetragen würden,
24 dass sie mit eisernem Griffel und Blei für immer in den Felsen gehauen würden:

Hiob beschreibt im Grunde einen Nachruf in der Zeitung oder das Epitaph auf einem Grabstein. Die gewählten Worte sind ein starkes Bekenntnis seines Glaubens, dass er selbst seine Rechtfertigung in der Auferstehung sehen würde.

25 Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und zuletzt wird er sich über den Staub erheben.
26 Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich, von meinem Fleisch los, Gott schauen;
27 ja, ich selbst werde ihn schauen, und meine Augen werden ihn sehen, ohne [ihm] fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir!

Nach dieser schönen Schilderung seiner Hoffnung wendet er sich mit einer ernsten Warnung an seine Freunde. Wenn sie hartnäckig darauf bestanden, dass Hiobs Schwierigkeiten das Ergebnis seiner Sünde waren, sollten sie auf sich selbst aufpassen, denn sie waren nicht unschuldig und ihre Zeit würde auch bald kommen.

28 Wenn ihr sprecht: »Wie wollen wir ihn zur Strecke bringen?«, und [meint,] die Wurzel der Sache sei in mir zu finden,
29 so fürchtet euch selbst vor dem Schwert! Denn das Schwert wird die Sünden rächen, damit ihr wisst, dass es ein Gericht gibt!

Die Belagerung von Hiob

Hiob 19,1-12

Hiobs Antwort auf Bildad in diesem Abschnitt kann in vier Strophen unterteilt werden, gefolgt von einer abschließenden Warnung an seine Freunde.

Die letzte Strophe ist ein triumphaler Ausdruck des Glaubens an Gott als denjenigen, der ihn letztendlich rechtfertigen wird.

Aufgrund der Länge der Rede werden wir heute nur die ersten beiden Strophen betrachten.

1 Und Hiob antwortete und sprach:
2 Wie lange wollt ihr meine Seele plagen und mich mit Worten niederdrücken?

Hiobs wachsende Irritation über ihre ständigen schamlosen Angriffe ist in dieser Frage leicht zu erkennen.

Es ist so einfach, jemanden zu kritisieren, der am Boden liegt, und ihm mitzuteilen, dass es seine eigene Schuld ist.

Es gibt uns ein Gefühl der Überlegenheit, als ob die Tatsache, dass sie niedergeschlagen sind, zeigt, dass wir besser sind als sie, da es für uns gut läuft.

3 Zehnmal schon habt ihr mich geschmäht; schämt ihr euch nicht, mich zu misshandeln?

Bis zu diesem Punkt haben Hiobs Freunde fünfmal gesprochen, aber sie haben ihn in diesen fünf Reden zehnmal beschmiert.

Hiob hat recht, wenn wir unsere Freunde so behandeln, wie seine Freunde ihn behandelten, sollten wir uns schämen.

4 Habe ich mich aber wahrhaftig verfehlt, so trifft doch meine Verfehlung mich selbst!

Hiob sagt, hör zu, wenn ich Unrecht getan habe, dann liegt das Unrecht bei mir, aber es hilft mir nicht, wenn du immer wieder darauf hinweist.

Anstatt so zu sein, sollten wir versuchen, die Gefallenen aufzurichten und zu stärken.

Hast du jemals jemanden getroffen, der immer scheitert, weil das jeder von ihm erwartet?

Wir sollten unseren Freunden und unserer Familie Raum geben, sich zu ändern.

5 Wenn ihr in Wahrheit gegen mich großtun und mir meine Schmach vorwerfen wollt,
6 so erkennt doch, dass Gott mein Recht gebeugt und sein Netz über mich geworfen hat.

Hiob warnt seine Freunde, dass seine gegenwärtige Situation nicht von ihm selbst verursacht wurde, sondern aus einem unbekannten Grund von Gott über ihn gebracht wurde.

Deshalb sollten sie sich nicht über ihn erheben, weil Gott ihnen ohne Vorwarnung das gleiche widerfahren lassen könnte, was ihm widerfahren ist.

In den nächsten sechs Versen beschreibt Hiob, was mit ihm passiert ist, als ob Gott mit ihm im Krieg wäre.

Die Beschreibung bezieht sich auf eine Belagerung, jedoch in umgekehrter Reihenfolge.

7 Siehe, wenn ich schreie »Gewalttat!«, so erhalte ich keine Antwort, und rufe ich um Hilfe, so finde ich kein Recht.
8 Er hat mir den Weg versperrt, sodass ich nicht weiterkomme, und über meine Pfade hat er Finsternis gebreitet.

Hier beschreibt sich Hiob, dass er die Schlacht bereits verloren habe und gefangen genommen worden sei.

Er kann schreien und behaupten, ungerecht behandelt worden zu sein, aber es gibt niemanden, der ihm zuhört oder ihm helfen kann.

9 Er hat mich meiner Ehre entkleidet und mir die Krone meines Hauptes weggenommen.

Die Belagerung war erfolgreich und er wurde aller Ehre und Würde beraubt.

10 Er hat mich gänzlich niedergerissen, sodass ich vergehe, und hat meine Hoffnung entwurzelt wie einen Baum.

Seine Schutzmauern sind niedergerissen und er hat alle Hoffnung verloren.

11 Sein Zorn ist gegen mich entbrannt, und er sieht mich an wie einen seiner Feinde.
12 Seine Scharen rücken geschlossen an und bahnen sich einen Weg gegen mich und lagern sich um mein Zelt her.

So begann die Belagerung. Die eigentliche Frage für Hiob lautet: Warum?

Ähnlich wie Hiob fragen wir uns, wenn uns schlimme Dinge widerfahren.

Wir haben das Gefühl, dass Gott unser Leben belagert hat und die einzige Frage, die wir stellen können, ist warum?

Deshalb steht das Buch Hiob in der Bibel, um uns zu helfen zu verstehen, dass, selbst wenn wir nicht wissen oder verstehen, was Gott tut, er immer unser Bestes im Sinn hat und seine Gründe, uns leiden zu lassen, gut sind, obwohl sie sind jenseits unseres Verständnisses.

Das Ende der Gottlosen

Hiob 18

In diesem Abschnitt finden wir die zweite Rede von Bildad. Nur der erste Teil der Rede spricht Hiob direkt an. Der Rest ist ein Gedicht, in dem das Schicksal der Gottlosen thematisiert wird.

1 Da antwortete Bildad, der Schuchiter, und sprach:
2 Wie lange wollt ihr doch Jagd auf Worte machen? Besinnt euch zuerst, und dann wollen wir reden!
3 Warum werden wir dem Vieh gleichgeachtet, sind so dumm in euren Augen?

Der an Hiob gerichtete Teil der Rede ist voller Beleidigungen. Auch die Verwendung der zweiten Person maskuliner Plural ist als Beleidigung gedacht.

Die Wörter „ihr“, „euch“ und „euren“ in den Versen zwei und drei sind gleich wie „ihr Leute“ zu sagen und zeigt an, dass Bildad andere kannte, die er in die gleiche Kategorie wie Hiob einordnet, Menschen, die er als selbstgerecht betrachtete.

Ironischerweise ist dieses Sprechweise tatsächlich ein Hinweis auf seine eigene Selbstgerechtigkeit.

4 Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn: Soll um deinetwillen die Erde veröden und der Fels von seiner Stelle wegrücken?

Bildad hat Hiobs fortwährende Behauptung, dass sein Leiden nicht mit seiner Sünde in Zusammenhang stehen könne, wirklich ärgerlich gefunden.

Wieder macht er sich über Hiob lustig und fragt, ob die Erde um seinetwillen aufgegeben oder die Felsen von ihrer Stelle entfernt werden sollten.

Das Wort Felsen bezieht sich möglicherweise auf die Fundamente, auf denen die Erde ruht, kann aber auch ein metaphorischer Hinweis auf die Steintafeln sein, auf denen die Gesetze des Landes aufgezeichnet wurden.

Es könnte sich auch um einen Hinweis auf Gott selbst handeln, wie in 5. Mose 32,4.

5 Jawohl, das Licht des Gottlosen wird erlöschen, und die Flamme seines Feuers nicht mehr leuchten.
6 Das Licht verfinstert sich schon in seinem Zelt, und seine Leuchte erlischt über ihm.

Bildad spricht nicht von Gericht nach dem Tod. Stattdessen sieht er die Gottlosen so, dass sie in diesem Leben ihre gesamte Sündenschuld bezahlen müssen.

7 Seine kräftigen Schritte werden eingeengt, und sein eigener Ratschlag wird ihn zu Fall bringen.
8 Denn er wird mit seinen eigenen Füßen im Netz verstrickt und wandelt über Fallgruben dahin.
9 Eine Schlinge wird ihn an der Ferse ergreifen, und ein Fallstrick hält ihn fest.
10 Ein Strick ist für ihn auf dem Boden versteckt und seine Falle auf dem Pfad.

Bildad beschreibt Sünde als eine Reihe von Fallen. Er irrt sich nicht, denn diese Tatsache wird an anderen Stellen in der Schrift bestätigt. Es ist nur falsch, diese Wahrheiten auf Hiobs Situation anzuwenden.

11 Von allen Seiten ängstigen ihn Schrecknisse und hetzen ihn auf Schritt und Tritt.
12 Sein Verderben verlangt hungrig nach ihm, und sein Unglück steht neben ihm bereit.
13 Es verzehrt die Glieder seines Leibes; der Erstgeborene des Todes zehrt seine Glieder auf.
14 Er wird vertrieben aus seinem Zelt, seinem Zufluchtsort, und es treibt ihn zu dem König der Schrecken.

In diesem Abschnitt werden die Folgen der Sünde als Schrecken beschrieben, die über den Gottlosen drohen, sie zu verschlingen.

15 Sein Zelt wird von einem bewohnt, der ihm nicht zugehört; auf seine Wohnung wird Schwefel gestreut.
16 Von unten werden seine Wurzeln verdorren, und von oben seine Zweige verwelken.
17 Sein Gedenken verschwindet von der Erde, und sein Name wird auf den Straßen nicht genannt werden.
18 Man stößt ihn aus dem Licht in die Finsternis und verjagt ihn aus der Welt.

Die Gottlosen werden wie vom Feuer verzehrt und sogar die Erinnerung an ihn wird zerstört.

19 Kein Spross noch Schössling bleibt ihm unter seinem Volk und kein Überlebender in seinen Wohnungen.

Der ultimative Fluch war zu sterben, ohne Nachkommen zu haben, von denen zukünftige Generationen leben konnten.

20 Über seinen Tag entsetzen sich die Abendländer, und die Morgenländer packt der Schauder.
21 So geht es der Wohnung des Ungerechten, und so der Stätte dessen, der Gott nicht kennt!

Noch heute sprechen wir von östlicher und westlicher Kultur als voneinander verschieden.

Bildad sagte, beide wären entsetzt darüber, wie die Gottlosen zu Ende kommen.

Bildads Beschreibung vom Ende der Gottlosen ist im Grunde richtig, außer dass er das Urteil nach dem Tod nicht berücksichtigt.

Das eigentliche Problem bei seiner Rede ist jedoch, dass er den Sinn dessen verfehlt, was Gott mit Hiob macht.

Es ist uns wichtig, dass wir nicht den gleichen Fehler machen.

Hiobs einzige Hoffnung

Hiob 17

1 Mein Geist ist verstört, meine Tage laufen ab; die Grabstätte wartet auf mich.

Die Tiefen der Verzweiflung sind für jeden, der gesund ist und mit den guten Dingen des Lebens gut versorgt ist, kaum vorstellbar. Aber wenn du an alles zurückdenken kannst, was Hiob passiert ist, und dir vorstellst, dass dir das alles passiert ist und du in Sacktuch und Asche sitzt und den miserablen Rat hörst, den er von seinen Freunden bekommen hat, kannst du vielleicht sehen, woher seine Verzweiflung kommt.

Das Gefühl, dass der Tod nahe sein könnte, ist nicht einzigartig, wie wir in der Aussage des Apostels Paulus sehen.

Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. – 2. Timotheus 4,6

Solche Gedanken führen oft zum Nachdenken über die vergangenen Tage.

O Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf, und bis hierher verkündige ich deine Wunder. Und auch wenn ich alt werde, wenn mein Haar ergraut, verlass mich nicht, o Gott, bis ich deinen Arm verkündige dem künftigen Geschlecht, deine Macht allen, die noch kommen sollen. – Psalm 71,17-18

Ein alter Mann zu sein, der Weisheit an die jüngere Generation weitergibt, war seit lange Hiobs Erwartung, wie er seine letzten Tage verbringen würde, aber stattdessen findet er sich von Spöttern umgeben.

2 Treibt man nicht Gespött mit mir, und muss nicht mein Auge ständig ihre Herausforderungen ansehen?

Als nächstes wendet sich Hiob an Gott, den er bittet, sein Bürgen zu sein.

3 Setze doch einen ein, verbürge dich selbst für mich! Wer sollte sonst [als Bürge] in meine Hand einschlagen?

Hiob hat erklärt, dass er sich völlig auf Gott als den einzigen verlasse, der ihm zur Seite stehen könne.

Wenn der HERR nicht für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns auftraten, so hätten sie uns lebendig verschlungen – Psalm 124,2-3a

Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? – Römer 8,31

In Vers 4 machte Hiob eine interessante Beobachtung.

4 Denn du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen; darum wirst du sie nicht triumphieren lassen.

Hiob hat plötzlich erkannt, dass seine Freunde die Wahrheit nicht sehen konnten, weil ihre Augen dafür blind waren, und dass Gott tatsächlich für ihre Blindheit verantwortlich sein könnte.

Vers 5 scheint ein altes Sprichwort zu sein, an das sich Hiob erinnert hat und auf die Blindheit seiner Freunde angewandt hat.

5 Wer Freunde der Plünderung preisgibt, dessen Kindern werden die Augen verschmachten.

So wie seine Freunde zur Erfüllung dieses Sprichworts geworden waren, war Hiob selbst zum Sprichwort gemacht worden.

6 Man stellt mich den Leuten zum Sprichwort hin, und ich muss sein wie einer, dem man ins Angesicht spuckt.
7 Mein Augenlicht erlischt vor Gram, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.

Es ist schwierig, diese Verse zu betrachten, ohne an das Leiden Jesu Christi zu denken, als die Leute ihn verspottet und ihn angespuckt haben.

8 Die Gerechten werden sich darüber entsetzen, und der Unschuldige wird sich über den Ruchlosen empören.
9 Aber der Gerechte wird an seinem Weg festhalten, und wer reine Hände hat, dessen Kraft nimmt zu.

Im Gegensatz zu seinen Ratgebern könnten wirklich rechtschaffene Männer Hiob in seinem Leiden bemitleiden, ohne sich vom Rechten abzuwenden. Seine Freunde sind ungerecht, wenn sie sehen, dass hinter jedem Schmerz eine Sünde steckt.

10 Ihr dagegen, kehrt nur alle wieder um und geht [heim], ich finde doch keinen Weisen unter euch!

Dieser Vers ist etwas schwer zu übersetzen und die Übersetzer versuchten, die Bedeutung zu verdeutlichen, indem sie das Wort „Heim“ in Klammern hinzufügten. Dies hat die Bedeutung tatsächlich noch mehr verschleiert.

Was Hiob hier eigentlich tut, ist, seine Freunde zu verspotten, indem er sie ermutigt, noch einmal zu versuchen, ihn zu trösten. Er ist zuversichtlich, dass sie es selbst bei einer weiteren Chance nicht richtig machen werden.

11 Meine Tage sind dahin, zerrissen meine Pläne, die Wünsche meines Herzens.

In diesem kurzen Satz fasst Hiob seine aktuelle Verzweiflung zusammen.

    • Sein Leben ist vorbei.
    • Seine Pläne sind gescheitert.
    • So sind auch die Wünsche seines Herzens.

Hiob hat dem mit einer Zusammenfassung ihrer schrecklichen Ratschläge gefolgt.

12 Die Nacht machen sie zum Tag; das Licht sei nahe, nicht die Finsternis!
13 Dabei erwarte ich doch, dass das Totenreich meine Wohnung wird und ich mein Lager in der Finsternis aufschlagen muss;
14 dabei muss ich doch zum Grab sagen: Du bist mein Vater!, zu den Würmern: Ihr seid meine Mutter und meine Schwestern!

Die Worte Jesajas können auf ihren Rat angewendet werden.

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und die sich selbst für verständig halten! – Jesaja 5,20-21

Hiob hat wirklich geglaubt, dass es für ihn eine größere Hoffnung gegeben hat als das Grab.

15 Wo ist da noch Hoffnung für mich, und wer wird meine Hoffnung [verwirklicht] sehen?
16 Zu den Pforten des Totenreichs fährt sie hinab, wenn wir einmal alle miteinander im Staub ruhen!

Das stimmt absolut! Wir können auf mehr hoffen als nur auf das Grab. Wie Paulus erklärte:

So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. – 1. Korinther 15,42-44a

Mit Tränen zu Gott aufblicken

Hiob 16

Am Ende der Rede von Eliphas hat er Hiob beschuldigt, sein eigenes Leiden geboren zu haben.

Hiob hat nun dieses Wort genommen und wirft es auf Eliphas zurück und nennt ihn und seine Gefährten leidige Tröster.

1 Und Hiob antwortete und sprach:
2 Dergleichen habe ich oft gehört; ihr seid allesamt leidige Tröster!
3 Haben die geistreichen Worte ein Ende? Oder was reizte dich, zu antworten?

Mit „geistreichen Worte“ meint er ihre langatmigen Reden.

Was war ihre Motivation, trotz seines Beharrens auf seiner Unschuld immer wieder leere Worte gegen ihn anzuhäufen?

4 Auch ich könnte reden wie ihr! Befände sich nur eure Seele an meiner Stelle — da wollte ich Worte gegen euch zusammenreimen und den Kopf schütteln über euch!

Wenn die Rollen vertauscht waren, konnte Hiob mit ihnen dasselbe tun, wie sie es mit ihm getan hatten.

Schlechtes Beleidigen von jemandem, der am Boden liegt, erfordert nicht wirklich Weisheit.

Aber das war nicht seine Art! Er würde Worte finden, die hilfreich waren und ihre Seelen trösten würden.

5 Ich wollte euch mit meinem Mund stärken und mit dem Trost meiner Lippen euren Schmerz lindern!

Trotz seiner Zuversicht, sie trösten zu können, hat er keine Worte gefunden, um sich selbst zu helfen.

6 Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gelindert, unterlasse ich es aber, was verliere ich?

Nichts, was Hiob gesagt hat oder sagen konnte, machte einen Unterschied, und jetzt war er völlig erschöpft.

Mit dem nächsten Satz gibt er Gott die Schuld und wendet sich dann direkt an Gott, während er seinen gegenwärtigen Zustand beschreibt.

7 Doch jetzt hat Er mich erschöpft. Du hast meinen ganzen Hausstand verwüstet
8 und hast mich zusammenschrumpfen lassen; zum Zeugen [gegen mich] ist das geworden; auch mein Hinsiechen tritt gegen mich auf, es zeugt mir ins Angesicht.

Hiob hat seine Unfähigkeit, Trost zu finden, als Zeuge gegen sich selbst beschrieben.

Vielleicht unsicher, ob Gott ihm überhaupt zuhört oder ihm überhaupt Aufmerksamkeit schenkt, fährt er mit dem gleichen Thema fort, während er seine Rede an seine drei Freunde statt an Gott richtet.

9 Sein Zorn hat mich zerrissen und verfolgt, er knirscht mit den Zähnen gegen mich; mein Feind blickt mich mit scharfem Auge an.
10 Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, unter Hohnreden schlagen sie mich ins Gesicht; sie rotten sich gegen mich zusammen.
11 Gott hat mich dem Ungerechten preisgegeben und in die Hände der Gottlosen ausgeliefert.

Aus irgendeinem unbekannten Grund, den Hiob nicht verstehen konnte, hatte Gott ihn dem Feind ausgeliefert.

12 Sorglos war ich, da hat er mich überfallen; er hat mich beim Nacken ergriffen und zerschmettert und mich als seine Zielscheibe aufgestellt.
13 Seine Geschosse umschwirrten mich, er durchbohrte meine Nieren ohne Erbarmen; meine Galle schüttete er auf die Erde aus.
14 Er zerbrach mich, [riss mir] eine Bresche nach der anderen, lief gegen mich an wie ein Krieger.

Nachdem Hiob beschrieben hatte, was ein Angriff von Gott zu sein geschienen hat, beginnt er, über seine eigene Reaktion auf alles zu reden, was ihm passiert war.

15 Ich habe einen Sack um meine Haut genäht und mein Horn in den Staub gesenkt.
16 Mein Angesicht ist gerötet vom Weinen, und Todesschatten liegt auf meinen Lidern
17 — obwohl kein Unrecht an meinen Händen klebt und mein Gebet lauter ist!

Hiob behauptet wieder einmal seine Unschuld.

Dann hat er seinen Verlangen geäußert, seinen Rechtsache gehört zu bekommen.

18 O Erde, decke mein Blut nicht zu, und mein Geschrei komme nicht zur Ruhe!

Trotz all seiner Schwierigkeiten hat Hiob Gott immer noch vertraut, obwohl das Verständnis seiner Absichten unerreichbar war.

19 Aber auch jetzt noch, siehe, ist mein Zeuge im Himmel und mein Bürge in der Höhe!
20 Meine Freunde spotten über mich; aber mein Auge blickt unter Tränen auf zu Gott,
21 dass er dem Mann Recht verschaffe vor Gott und dem Menschenkind vor seinem Nächsten.

Wenn Gott ihm nicht helfen wollte, konnte ihm nicht geholfen werden, aber er war darauf bedacht, dass Gott ihm bald helfen würde, denn bald würden seine Tage vorbei sein.

22 Denn es kommen nur noch wenige Jahre, und ich gehe den Weg ohne Wiederkehr.

Wenn ich mich umschaue, in welche Richtung sich die Welt heute entwickelt, kann ich Hiobs Frustration ein wenig verstehen.

Für mich ist es auch wichtig, mit Tränen zu Gott aufzublicken.

Solange meine Augen auf ihn gerichtet sind, kann ich nicht fallen.

 

 

Gottes Umgang mit den Gottlosen

Hiob 15,17-35

In diesem Abschnitt sehen wir, wie Eliphas Gott in Bezug auf den Sünder gesehen hat.

Laut Eliphas hat Gott für die Sünder nichts übrig.

Diese Ansicht beruhte auf einer Kombination aus Erfahrung und Tradition.

Lass uns den gesamten Abschnitt auf einmal lesen und uns dann zwei bestimmte Sachen ansehen.

    • Erstens, was wollte Eliphas mit all dem sagen?
    • Zweitens, hatte er Recht mit dem, was er gesagt hat?

17 Ich will’s dir mitteilen, höre mir zu; und was ich gesehen habe, will ich erzählen,
18 was Weise verkündeten und nicht verborgen haben von ihren Vätern her,
19 als ihnen das Land noch allein gehörte und noch kein Fremder in ihrer Mitte umherzog:
20 Der Gottlose quält sich mit Angst sein Leben lang; nur abgezählte Zeit ist dem Gewalttäter bestimmt;
21 Schreckensrufe sind in seinen Ohren, mitten im Frieden überfällt ihn der Verderber.
22 Er soll nicht glauben, dass er aus der Finsternis je wiederkehrt; für das Schwert ist er ausersehen!
23 Er irrt umher nach Brot: wo [kann er’s finden]? Er weiß, dass der Tag der Finsternis ihm bereitet ist.
24 Not und Bedrängnis überfallen ihn; sie überwältigen ihn wie ein König, der zum Angriff gerüstet ist.
25 Denn er hat seine Hand gegen Gott ausgestreckt und sich gegen den Allmächtigen aufgelehnt;
26 er ist hartnäckig gegen ihn angelaufen, unter dem dicken Buckel seiner Schilde;
27 denn sein Angesicht hat er mit Fett gepolstert, und Speck hat er an seinen Lenden angesetzt.
28 Und er hat seine Wohnung in zerstörten Städten aufgeschlagen, in Häusern, die unbewohnt bleiben sollten, zu Trümmerhaufen bestimmt.
29 Er wird nicht reich, sein Vermögen hat keinen Bestand, und sein Besitz breitet sich nicht aus im Land.
30 Der Finsternis entgeht er nicht, die Flamme versengt seine Sprösslinge; vor dem Hauch Seines Mundes flieht er dahin.
31 Er verlasse sich nicht auf Betrug, sonst wird er irregeführt; und Betrug wird seine Vergeltung sein.
32 Ehe sein Tag kommt, so erfüllt sich [sein Geschick]; sein Zweig grünt nicht mehr.
33 Wie ein Weinstock, der seine unreifen Trauben abstößt, und wie ein Ölbaum [ist er], der seine Blüten abwirft.
34 Denn die Rotte der Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer verzehrt die Zelte der Bestechung.
35 Mit Mühsal gehen sie schwanger und gebären Unheil, und ihr Schoß bereitet ihnen Enttäuschung!

Also, was will Eliphas sagen? Seine Argumentation lässt sich grundsätzlich in drei Teile gliedern.

    • Gott hat keine Gnade für den Sünder und der Sünder bekommt immer, was er verdient.

Die Schlussfolgerung, dass die Gerechten niemals leiden, hat er auch akzeptiert.

    • Hiob hatte in vielerlei Hinsicht sehr gelitten.

Um diesen Punkt zu beweisen, stellt Eliphas sicher, dass alles, was Hiob passiert ist, in seine Rede einbezogen wurde.

Als er von Feuerflammen und zerstörten Häusern gesprochen hat, wurde Hiob daran erinnert, wie alles, was er hatte, weggenommen wurde.

    • Hiob hatte gesündigt und Gott sehr beleidigt und hat daher verdient, was er bekommen hat.

Jetzt, da wir wissen, was er gesagt hat, ist die nächste Frage, war es richtig?

Ist Gott ein mitleidloses Wesen, das sitzt und darauf achtet, dass Menschen Unrecht tun, damit er sie bestrafen kann?

Schauen wir uns zunächst einige Texte an, die Gottes Gefühle in Bezug auf die Bestrafung der Bösen beschreiben.

So wahr ich lebe, spricht GOTT, der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre von seinem Weg und lebe! Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, o Haus Israel? – Hesekiel 33,11

So kehrt denn um, und ihr sollt leben! – Hesekiel 18,32b

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied! – 2. Mose 34,6-7

Schauen wir uns auch an, was Jesus selbst darüber gesagt hat, warum er gekommen ist.

Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer«. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße. – Matthäus 9,13

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. – Johannes 3,17

Eliphas ist einfach falsch gelegen in dem, was er gesagt hat. Er ist falsch gelegen in Bezug auf Gott und er ist falsch gelegen in Bezug auf Hiob.

Wir sind heute mehrere tausend Jahre von diesem Tag entfernt, aber es gibt immer noch viele Menschen, die dieselbe falsche Ansicht von Gott haben.

Gott helfe uns, ihnen zu zeigen, dass er in Wahrheit ein Gott der Liebe und des Mitgefühls ist.

 

Gehamsterte Weisheit

Hiob 15,1-16

Hiob 15 enthält die zweite Rede von Eliphas. Es kann leicht in zwei Abschnitte unterteilt werden, von denen der erste darin besteht, Hiob wegen seiner Torheit zu tadeln und der zweite, um Anweisungen zu geben.

1 Da antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
2 Soll ein Weiser mit windigem Wissen antworten und seinen Leib mit Ostwind füllen?
3 Soll er mit Worten streiten, die nichts taugen, oder mit Reden, durch die er nichts nützt?

Die Fragen in Vers 2 und Vers 3 sind parallel. Die erste Frage wird mit Metaphern gestellt, die in der zweiten Frage erklärt werden.

Beide Metaphern in der ersten Frage haben die gleiche Bedeutung, die in den Erläuterungen in der zweiten Frage zu sehen ist, wo die zweite Erklärung eine Neuformulierung der ersten Erklärung ist.

Eliphas hat Hiob beschuldigt, ziellos zu sprechen, da seine Worte keinen Wert hätten.

4 Ja, du machst die Gottesfurcht zunichte und schwächst die Andacht vor Gott!

Laut Eliphas waren Hiobs Worte nicht nur wertlos, sondern auch betrügerisch und respektlos.

5 Denn deine Missetat lehrt deinen Mund, und du wählst die Sprache der Listigen.
6 Dein eigener Mund verurteilt dich und nicht ich; und deine Lippen zeugen gegen dich!

Eliphas hat gesagt, dass der Grund, warum Hiob so gesprochen hat, die Sünde in seinem Herzen war.

Er hat gemeint, dass Hiobs Reden wirklich schlecht sei, da es andere möglicherweise in die Irre führen könnte.

7 Bist du als erster der Menschen geboren, und bist du vor den Hügeln hervorgebracht worden?

Die hier verwendeten Redewendungen ähneln den Fragen, die Gott später in Hiob 38-41 stellte, sowie der Offenbarung der Weisheit in Sprüche 8,22-25.

Der HERR besaß mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor den Ursprüngen der Erde. Als noch keine Fluten waren, wurde ich geboren, als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren. – Sprüche 8,22-25

Er hat Hiob beschuldigt, so zu tun, als sei er der erste Mensch, der jemals lebte.

Er hat Spot gemacht, indem er gefragt hat, ob Hiob älter sei als die Hügel.

Älter als die Hügeln zu sein, würde bedeuten, dass du Zeuge der Schöpfung warst.

8 Hast du Gottes Geheimnis belauscht und alle Weisheit an dich gerissen?

Eliphas hat sich über Hiob lustig gemacht und hat ihn gefragt, ob er anwesend sei, wenn der himmlische Rat zusammengekommen war, um die Angelegenheiten auf der Erde zu besprechen.

Das war natürlich der, bei dem Satan zusammen mit den Söhnen Gottes erschienen hat, was zu der Zeit der Prüfung geführt hat, die Hiob durchgelebt hat, also war Hiob natürlich nicht da, aber seine drei Freunde waren auch nicht da.

Natürlich hätte es alles verändert, wenn er dort gewesen wäre, aber es war noch nicht an der Zeit für Hiob, zu wissen, was Gott tat.

Danach hat er Hiob gefragt, ob er alle Weisheit gesammelt habe und sie nun für sich selbst gehamstert hat.

9 Was weißt du, das wir nicht wüssten? Was verstehst du, das uns nicht bekannt wäre?
10 Auch unter uns sind ergraute Häupter, auch Greise, reicher an Tagen als dein Vater!

Eliphas ist mit seinen Beleidigungen fortgefahren, als er erklärt hat, dass Hiob nicht der erste Mann war und auch nicht älter oder klüger als jeder seiner Freunde, die ihn trösten wollten.

11 Sind dir Gottes Tröstungen zu gering, und ein Wort, das sanft mit dir verfährt?
12 Was hat dir die Besinnung geraubt, und wie übermütig wirst du,
13 dass du dein Schnauben gegen Gott kehrst und solche Worte aus deinem Mund ausstößt?

Eliphas war sogar so kühn, dass er behauptet hat, dass die „sanften“ Worte, die er und seine Freunde gesprochen hatten, tatsächlich Gottes Worte gegen Hiob waren.

Er hat gemeint, Hiob sei offensichtlich verrückt geworden und er hat gesagt, er sei der Blasphemie schuldig.

14 Was ist der Sterbliche, dass er rein sein sollte, und wie kann der von einer Frau Geborene gerecht sein?
15 Siehe, seinen Heiligen traut Er nicht, die Himmel sind nicht rein in seinen Augen;
16 wie viel weniger der Abscheuliche und Verdorbene, der Mensch, der Unrecht wie Wasser säuft?

Eliphas hat immer wieder gesprochen, als würde er für Gott sprechen, und fügt seiner Verurteilung Hiobs noch mehr hinzu.

Zufrieden, dass seine Verurteilung Hiobs als ein Narr Bestand haben würde, hat Eliphas ihm im nächsten Abschnitt seiner Rede mitgeteilt, was er für wahre Weisheit hält.

Wie in seiner früheren Rede war vieles von dem, was er als nächstes gesagt hat, in Bezug auf die Bösen wahr, aber in Bezug auf Hiob völlig falsch.

Es ist wichtig für uns, nicht wie Eliphas zu sein und schnell Sachen zu beurteilen, von denen wir wenig oder nichts wissen.

Für die Leidenden wäre es viel besser, wenn wir ihnen zuhören und dann Mitleid zeigen und mit ihnen beten.