Mord und Hass

Matthäus 5,21-26

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«, wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein.

Das uralte Gesetz über Mord

Das sechste Gebot: „Du sollst nicht töten!“ – 2. Mose 20,13

Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn im Bild Gottes hat Er den Menschen gemacht. – 1. Mose 9,6

Wenn er ihn aber mit einem eisernen Werkzeug schlägt, sodass er stirbt, dann ist er ein Totschläger, und ein solcher Totschläger soll unbedingt getötet werden. – 4. Mose 35,16

Schlägt er ihn mit einem Faustkeil, mit dem jemand getötet werden kann, sodass er stirbt, dann ist er ein Totschläger, und ein solcher Totschläger soll unbedingt getötet werden. – 4. Mose 35,17

Schlägt er ihn mit einem hölzernen Werkzeug in der Hand, mit dem man jemand totschlagen kann, sodass er stirbt, dann ist er ein Totschläger, und ein solcher Totschläger soll unbedingt getötet werden. – 4. Mose 35,18

Stößt einer den anderen aus Hass, oder wirft er absichtlich etwas auf ihn, sodass er stirbt, oder schlägt er ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, sodass er stirbt, so soll der, welcher ihn geschlagen hat, unbedingt getötet werden, denn er ist ein Totschläger. – 4. Mose 35,20-21a

Jeden, der einen Menschen erschlägt — auf die Aussage der Zeugen hin soll man den Totschläger totschlagen; ein einziger Zeuge aber genügt nicht, um gegen einen Menschen zur Hinrichtung auszusagen. – 4. Mose 35,30

Und ihr sollt kein Lösegeld annehmen für das Leben des Totschlägers, der des Todes schuldig ist, sondern er soll unbedingt getötet werden. – 4. Mose 35,31

Und ihr sollt das Land nicht entweihen, in dem ihr euch befindet! Denn das Blut entweiht das Land; und für das Land kann keine Sühnung erwirkt werden wegen des Blutes, das darin vergossen worden ist, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat. – 4. Mose 35,33

Die Fehler der Schriftgelehrten

    • Ihr Überzeugung, dass das Gesetz nur die sündige Handlung verboten hat, nicht den sündigen Gedanken.

Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen – 3. Mose 19,17a

Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. – 1. Johannes 3,15

    • Ihre Überzeugung, dass das Gesetz als Richtlinie für die Gerichte gedacht war und nicht mehr.
    • Ihre Überzeugung, dass die einzige Strafe im Zusammenhang mit Mord die gesetzlich vorgeschriebene Strafe war.

22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.

Die Autorität Jesu: „Ich aber sage euch…“

    • Jesus sagte, die Strafe für den Zorn ohne Ursache gegenüber einem Bruder sei dieselbe wie die Schriftgelehrten, die als Strafe für Mord interpretiert würden.

Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn! Gebt auch nicht Raum dem Teufel! – Epheser 4,26-27

Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; erzürne dich nicht! Es entsteht nur Böses daraus. – Psalm 37,8

Lass dich nicht schnell zum Ärger reizen; denn der Ärger wohnt in der Brust der Toren. – Prediger 7,9

Freunde dich nicht mit einem Zornmütigen an und geh nicht um mit einem Hitzkopf, damit du dir nicht seinen Wandel angewöhnst und er dir nicht zum Fallstrick deiner Seele wird! – Sprüche 22,24-25

Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der HERR. – 3. Mose 19,18

    • Eine fortschreitende Erhöhung des Gerichtsniveaus ist in den drei Beispielen zu sehen, die Jesus gegeben hat.
      1. Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein
      2. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. (Raka heißt ungefähr blöd.)
      3. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.

23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!

Der beleidigte Bruder

Der Legalismus der Pharisäer betrachtete das Gesetz als eine Liste dessen, was man nicht tun sollte. Jesus betonte auch die positive Seite: Liebe zu deinem Nächsten.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. – Matthäus 6,14-15

So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. – Kolosser 3,12-13

Wer ist für die Versöhnung zwischen den Brüdern verantwortlich?

Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. – Matthäus 18,15

Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen; sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst! – 3. Mose 19,17

25 Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter ausliefert und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und du ins Gefängnis geworfen wirst.
26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Groschen bezahlt hast!

Bezahle deine Schulden

Du sollst deinen Nächsten weder bedrücken noch berauben. Der Lohn des Taglöhners soll nicht über Nacht bei dir bleiben bis zum Morgen. – 3. Mose 19,13

Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die [Gebote]: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren« — und welches andere Gebot es noch gibt —, werden zusammengefasst in diesem Wort, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. – Römer 13,8-10

Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen; segnet, die euch fluchen, und betet für die, welche euch beleidigen! – Lukas 6,27-28

Einheit in Christus

Philipper 2,1-2

1 Gibt es nun [bei euch] Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen,
2 so macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das eine bedacht seid.

Paulus beginnt diesen Abschnitt mit vier bedingten Aussagen. Alle vier Bedingungen sind Voraussetzung für Einheit unter den Brüdern.

    • Wenn es in Christus eine positive Ermutigung gibt…

Es kann schwierig sein, eine Einheit zu erreichen, wenn man die Unterschiede in Kultur, Hintergrund und Personalität berücksichtigt, aber alles, was benötigt wird, um die Einheit zu erreichen, steht uns durch unsere Gemeinschaft mit Christus zur Verfügung.

    • Wenn es Trost in der Liebe Christi gibt…

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott. – Epheser 5,1-2

Wenn wir an seinem auferstandenen Leben teilnehmen, erhalten wir Ermutigung und Kraft.

    • Wenn es einen Geist Christi gibt, der uns in eine Gemeinschaft der Liebe bindet…

Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. – Johannes 14,16-17

…die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. – Römer 5,5b

Wenn es in Christus Herzlichkeit und Erbarmen gibt…

Wer die Herzlichkeit und Erbarmen in Christus erlebt hat, kann anderen leichter die gleichen Eigenschaften zeigen.

Wenn alle vier vorhanden sind…

    • Wir sollten alle den gleichen Sinn haben.
    • Wir sollten alle die gleiche Liebe haben.
    • Wir sollten alle einmütig sein.
    • Wir sollten alle auf das eine bedacht sein.

Paulus hat gesagt, seine Freude wäre voll, wenn all diese Dinge wahr wären.

Dies hat jedoch absolut nichts damit zu tun, dass wir uns einig sind. Selbst wenn sich alle einig sind, können sie sich irren. Die Einheit ist daher mit dem Wort Gottes nicht miteinander.

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln. – 3. Johannes 1,4

und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! – Johannes 8,32

Das Gesetz vom Schuldopfer

3. Mose 7,1-10

1 Und dies ist das Gesetz vom Schuldopfer, welches hochheilig ist:
2 Am gleichen Ort, wo man das Brandopfer schächtet, soll man auch das Schuldopfer schächten, und [der Priester] soll sein Blut ringsum an den Altar sprengen.
3 Auch soll er von ihm all sein Fett darbringen, den Fettschwanz samt dem Fett, das die Eingeweide bedeckt;
4 dazu die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist, samt dem Leberlappen; über den Nieren soll man es wegnehmen.
5 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer für den HERRN; es ist ein Schuldopfer.
6 Alles, was männlich ist unter den Priestern, darf es essen; es soll an heiliger Stätte gegessen werden: Es ist hochheilig.

Die fünf Opfer im AT

    • Das Brandopfer ist ein Bild der Versöhnung, die wir durch Jesus Christus haben.
    • Das Speisopfer ist, wie das ungesäuerte Brot im Abendmahl, ein Bild des Leibes Christi der für uns zerbrochen wurde. Wir essen davon zu seinem Gedächtnis.
    • Das Sündopfer ist ein Bild unserer Reinigung durch das Blut Jesu Christi.
    • Das Schuldopfer ist ein Bild der Erstattung durch den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung Jesu Christi von allem, was durch unsere Sünde verloren gegangen ist.
    • Das Friedensopfer ist ein Bild der Gemeinschaft mit Gott, das durch den Tod Jesu Christi wiederhergestellt wurde.

Das Gesetz vom Schuldopfer

Der Schuldopfer ist durch den Ort, an dem er geschächtet wurde, mit der Versöhnung des Brandopfers verbunden. (Vs. 2a)

Am gleichen Ort, wo man das Brandopfer schächtet

Der Schuldopfer ist durch das Blut, das ringsum an den Altar gesprengt wurde, mit der Reinigung des Sündopfers verbunden. (Vs. 2b)

Der Schuldopfer ist durch das Fett, das auf dem Altar in Rauch aufgeht, mit dem Friedensopfer verbunden. (Vs. 3-5)

…als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn. – 3. Mose 3,5b

Alles Fett gehört dem Herrn – 3. Mose 3,16b

Das ist eine ewige Satzung für eure [künftigen] Geschlechter an allen euren Wohnorten, dass ihr weder Fett noch Blut essen sollt. – 3. Mose 3,17

Der Schuldopfer ist als eine von drei hochheilige Opfern mit dem Speiseopfer verbunden.

Es soll an heiliger Stätte gegessen werden.

Es ist hochheilig

Der Zweck des Schuldopfers war die Erstattung von Schulden, die durch unsere Sünde entstanden sind. Es ist ein wunderschönes Bild davon, was Christus auf Golgatha für uns getan hat.

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. – 1. Petrus 2,24

und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. – 1. Johannes 2,2

Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. – Römer 6,23

Es gibt jedoch eine weitere Lektion, die aus dieser Passage gelernt werden kann.

7 Wie das Sündopfer, so das Schuldopfer; für beide gilt ein und dasselbe Gesetz: Es gehört dem Priester, der die Sühnung damit erwirkt.
8 Und dem Priester, der jemandes Brandopfer darbringt, ihm gehört auch die Haut des Brandopfers, das er dargebracht hat.
9 Ebenso alle Speisopfer, die im Ofen gebacken, im Topf oder in der Pfanne bereitet werden; sie fallen dem Priester zu, der sie darbringt.
10 Alle Speisopfer, seien sie nun mit Öl vermengt oder trocken, gehören allen Söhnen Aarons, dem einen wie dem anderen.

Die Teile des Opfers, die nicht auf dem Altar verbrannt wurden, gehörten dem Priester.

Die Haut des Brandopfers gehört dem Priester, der es dargebracht hat.

Speisopfer, die im Ofen gebacken, im Topf oder in der Pfanne bereitet werden, gehört dem Priester, der es dargebracht hat.

Speisopfer, seien sie nun mit Öl vermengt oder trocken, gehören allen Söhnen Aarons.

Paulus benutzte diese Bibelstelle, um zu lehren, dass ein Prediger des Evangeliums für seine Dienste bezahlt werden sollte.

Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde? – 1. Korinther 9,7

Ja, im Gesetz Moses steht geschrieben: »Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt«. Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen? Oder sagt er das nicht vielmehr um unsertwillen? Denn es ist ja um unsertwillen geschrieben worden: Der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung hin pflügen, und der, welcher drischt, soll auf Hoffnung hin [dreschen], dass er an seiner Hoffnung [auch] Anteil bekommt. – 1. Korinther 9,9-10

Wisst ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, auch vom Heiligtum essen, und dass die, welche am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil erhalten? So hat auch der Herr angeordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen. – 1. Korinther 9,13-14

Das Brot und das Blut, die geopfert wurden, waren Bilder von Christus, durch die uns das Heil gegeben wird.

Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt. – Johannes 6,51

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. – Johannes 6,54

Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. – Johannes 6,55-56

Das Brot und Saft die wir essen und trinken sind im gleichen Sinn Bilder von Christus.

Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! Desgleichen [nahm er] auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. – Lukas 22,19-20

Es ist nicht Das Brot und Saft die Heilswirkend ist. Sie sind nur Bilder. Es ist das Blut selbst das reinigt uns von alle Ungerechtigkeit.

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken; denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. – 1. Korinther 11,26-29

Ein würdiges Leben

Philipper 1,27-30

27 Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, dass ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums
28 und euch in keiner Weise einschüchtern lasst von den Widersachern, was für sie ein Anzeichen des Verderbens, für euch aber der Errettung ist, und zwar von Gott.
29 Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden,
30 sodass ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.

Das Leben in Christus ist ein Kampf. In diesem Abschnitt sagt uns Paulus, wie unser Leben als Soldaten Jesu Christi aussehen soll.

Unnachgiebig im Kampf

    • Du solltest wie ein Soldat Jesu Christi aussehen.
    • Du solltest dich wie ein Soldat Jesu Christi verhalten.

Du nun erdulde die Widrigkeiten als ein guter Streiter Jesu Christi! – 2. Timotheus 2,3

    • Du solltest wie ein Soldat Jesu Christi riechen.
    • Du solltest wie ein Soldat Jesu Christi denken.

Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefällt, der ihn in Dienst gestellt hat. – 2. Timotheus 2,4

Ungeteilt im Kampf

Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. – Johannes 17,20-21

    • Fest stehen in einem Geist
    • Kämpfen mit einem Verstand

Unerschrocken im Kampf

Hab keine Angst vor den Widersachern.

    • Verfolgung ist ein Beweis ihres Verderbens.
    • Verfolgung ist ein Beweis deine Errettung.

Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. – 2. Timotheus 3,12

Nutze die Verfolgung als eine Gelegenheit

Du hast die Gelegenheit erhalten, an ihn zu glauben und durch dein Leiden ein Zeugnis für ihn zu sein.

Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind. – Matthäus 5,11-12

Paulus versteht ihre Lage, weil er dasselbe erlebt hat und erlebt.

Das Leben in Christus ist ein Kampf. Sei Unnachgiebig, Ungeteilt, und Unerschrocken im Kampf.

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! – 1. Korinther 15,58

Die Erfüllung der Gerechtigkeit

Matthäus 5,17-20

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.
20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!

Zwei Fehler an entgegengesetzten Extremen werden in diesen Versen von Jesus konfrontiert.

    • Eine Tendenz zu behaupten, dass die alttestamentlichen Gesetze keine Rolle mehr spielen und aufgegeben werden können.*
    • Eine Tendenz, den Schriftgelehrten und den Pharisäern in sorgfältiger wörtlicher Einhaltung des Gesetzes nachzuahmen, als hätte sich mit dem Kommen des Messias nichts geändert.*

„Ihr sollt nicht meinen“ weist darauf hin, dass es einige gegeben hat, die gedacht haben, dass Jesus gegen das Gesetz und die Propheten war.

Für diejenigen, die so dachten, stellte er klar fest: „Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!“

„Denn wahrlich, ich sage euch“ ist gleich wie wenn wir „Amen“ sagen um unsere Zustimmung zu bestätigen, dass das, was jemand gesagt hat, wahr ist. Wenn Jesus einen Satz auf diese Weise beginnt, unterstreicht dies die Tatsache, dass die Aussage absolut maßgebend ist.

Zwei Einschränkungen werden verwendet, um die Beständigkeit des Gesetzes und der Propheten zu bestätigen.

    • Bis Himmel und Erde vergangen sind.

Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! – 2. Petrus 3,10-12

Auf ewig, o HERR, steht dein Wort fest in den Himmeln; deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht! Du hast die Erde gegründet, und sie steht; nach deinen Bestimmungen stehen sie noch heute; denn alles muss dir dienen! – Psalm 119,89-91

    • Bis alles geschehen (erfüllt) ist.

…wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen…

    • Auf Griechisch wird ein doppeltes Negativ verwendet, was es nachdrücklich macht.
    • Nicht ein Jota (Das kleinste Buchstabe auf Hebräisch)
    • Noch ein Strichlein (Das kleinste Teil eines Buchstabe)

Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle. – Lukas 16,17

Jesus hat das Gesetz und die Propheten auf verschiedene Weise erfüllt.

    • durch sein Leben

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. – Galater 4,4-5

Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt. – Johannes 8,29

    • durch seinen Tod

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war — weil es durch das Fleisch kraftlos war —, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. – Römer 8,1-4

Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt. – Römer 10,4

    • ​durch seine Person und Werk

Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften – 1. Korinther 15,3-4

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. – Johannes 5,39

Jesus hat in Vers 19 zwei Propositionen hinzugefügt:

Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel

Das kleinste Gebot hat die gleichen Strafen wie das größte.

Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden. – Jakobus 2,10

Wer sie aber tut und lehrt, der wird groß genannt werden im Reich der Himmel.

Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden. – 2. Timotheus 4,2-4

Die Antwort Jesu auf den zweiten Fehler, den Pharisäismus, ist in Vers 20

Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft…

Der Unterschied in der erforderlichen Gerechtigkeit ist ein Unterschied in der Art, nicht im Maß.

    • Es hat einen anderen Ursprung.
      • Die Gerechtigkeit des Pharisäers beruht auf eigenen Anstrengungen.
      • Die geforderte Gerechtigkeit kommt von Christus.
    • Es ist anders in der Natur.
      • Die Gerechtigkeit des Pharisäers ist äußerlich.
      • Die geforderte Gerechtigkeit ist innerlich.

Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. – 2. Korinther 3,3

    • Es ist im Ausmaß unterschiedlich.
      • Menschliche Weisheit und Disziplin können nur so weit gehen.
      • Die geforderte Gerechtigkeit verändert unseren Charakter.
    • Es ist in der Wirkung anders.
      • Die Gerechtigkeit der Pharisäer beschränkt sich auf das Aussehen.
      • Die Gerechtigkeit eines wahren Gläubigen berührt jeden Teil seines Wesens.

…so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!

da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden. – Titus 3,5-7

sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen! Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens! So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. – Römer 3,24-28

* France, R. T.. The Gospel of Matthew (The New International Commentary on the New Testament) (p. 181). Wm. B. Eerdmans Publishing Co.. Kindle Edition.

Welches ist besser?

Philipper 1,21-26

21 Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.
22 Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll.
23 Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;
24 aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.

Paulus beschreibt ein Paradox, das jeder, der an Christus glaubt, täglich erlebt.

Das Verlangen hier aufzubrechen und bei Christus zu sein. Diese Option wäre viel besser.

    • In 1. Korinther 2,9 hat er Jesaja zitiert, der gesagt hat: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“.
    • Aber in 2. Korinther 12,4 hat er erzählt, wie er: „in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht sagen darf“.
    • Paulus hatte große Vorfreude auf den Tag, an dem er mit Christus zusammen sein würde.

indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, – Titus 2,13

    • Es gab eine Zeit, in der Paulus glaubte, dass er bei der Wiederkunft Christi noch am Leben sein würde. Später im Leben glaubte er, dass er zu denen gehören würde, die auferstehen würden. Diese Veränderung in seinem Denken findet zwischen dem Schreiben des ersten und des zweiten Korintherbriefes statt. Vergleiche 1, Korinther 15, 51-52 und 2. Korinther 4, 14, um den Unterschied zu sehen.

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. – 1. Korinther 15,51-52

da wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich stellen wird. – 2. Korinther 4,14

    • In beiden Fällen freute er sich darauf.

Die Gelegenheit, hier zu bleiben und die Früchte seiner Arbeit zu genießen.

Dies kann auf zwei Arten gesehen werden:

    • Erstens, dass zusätzliche Arbeit zu einer Erhöhung der Belohnung führen würde.
    • Zweitens, dass er die Ernte seiner früheren Arbeit mit eigenen Augen sehen könnte.

In beiden Fällen wäre es für die Gemeinde in Philippi von Vorteil, wenn er auf der Erde bleiben würde. Daher war er überzeugt, dass er freigelassen werden würde, was es ihm ermöglichen würde, Philippi erneut zu besuchen.

25 Und weil ich davon überzeugt bin, so weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen sein werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben,
26 damit ihr umso mehr zu rühmen habt in Christus Jesus um meinetwillen, weil ich wieder zu euch komme.

Hast du die Sehnsucht, die Paulus hatte, Christus von Angesicht zu Angesicht zu sehen?

Trägt das Leben, das du lebst, Früchte für Christus, so dass es sich für Gott lohnt, dich hier zu halten?

Wenn nicht, was könntest du tun, um es zu ändern?

Das Licht der Welt

Matthäus 5,14-16

auf YouTube anschauen

14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.
15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind.
16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

    • Das Wert von Salz in Vers 13 liegt in der Tatsache, dass es sich von dem unterscheidet, auf das es angewendet wird. In ähnlicher Weise ist das Besondere an Licht der Unterschied zur Finsternis.

Es gibt kein Finsternis bei Gott!

Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet. – Jesaja 9,1

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. – 1. Johannes 1,5

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. – Johannes 3,19

Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. – Johannes 8,12

Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,6-7

    • Wie es in Vers 13 gesagt wurde, „Ihr seid das Salz der Erde“, so steht es in Vers 14, „Ihr seid das Licht der Welt“. Beide Verben wurden in der Gegenwart verwendet. Dies bedeutet, dass es nicht unser Ziel ist, Salz und Licht zu sein. Wir sind jetzt schon Salz und Licht und wir werden weiterhin Salz und Licht sein.

So wie Salz ohne Salzigkeit unwirksam und nutzlos ist, kann Licht unwirksam gemacht werden, wenn es verborgen ist.

Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. – 14

Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. – 15

    • Wie eine Stadt auf einem Berg und ein Licht auf einem Leuchter müssen wir leuchten, damit die ganze Welt sehen kann.

Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. – 2. Korinther 4,6

Es war ein Mensch, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. – Johannes 1,6-9

Die Motivation, dein Licht scheinen zu lassen, ist äußerst wichtig.

…dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. – 16

Dies steht im Gegensatz zu 6,1.5:

Habt acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. – Matthäus 6,1

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. – Matthäus 6,5

Wir müssen Acht geben darauf dass unser Licht hell bleibt und nicht zum Finsternis wird.

Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster. So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist! Wenn nun dein ganzer Leib licht ist, sodass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet. – Lukas 11,33-36

Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! – Epheser 5,8

Wie reagieren Menschen auf das Licht?

Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. – Johannes 3,20

Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. – Johannes 3,21

Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. – Johannes 12,46

Wer unter euch fürchtet den HERRN? Wer gehorcht der Stimme seines Knechtes? Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott! – Jesaja 50,10

Das Leben in Christus und die Verteidigung des Evangeliums

Philipper 1,19-21

19 Denn ich weiß, dass mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des Geistes Jesu Christi,
20 entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, dass ich in nichts zuschanden werde, sondern dass in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hochgepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod.
21 Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn.

Paulus sitzt im Gefängnis und wartet auf den Beginn seines Prozesses. Er freut sich darauf, das Evangelium vor Cäsar verteidigen zu können. Die meisten von uns hätten in dieser Situation Todesangst, aber nicht Paulus. Er war nicht besorgt über das Ergebnis dieses Prozesses. Er war mehr an dem Tag interessiert, an dem er vor Gott stehen würde, um über sein Dienst zu berichten.

Vielleicht hat Paulus sich an die Worte Hiobs erinnert, als er über seinen bevorstehenden Prozess nachgedacht hat.

Siehe, er soll mich töten — ich will auf ihn warten; nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht verteidigen! Auch das schon wird mir zur Rettung dienen; denn kein Gottloser kommt vor sein Angesicht. – Hiob 13,15-16

Paulus hat Trost in vier Tatsachen gefunden.

    • Die Fürbitte der Gemeinde in Philippi.

    • Der Beistand des Geistes Jesu Christi.

Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt. – Lukas 12,11-12

    • Dass er sich für nichts schämen würde, wenn er vor Cäsar stehen würde.

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt – Römer 1,16

    • Dass Christus in ihm verherrlicht würde, unabhängig von den Ergebnissen des Prozesses.

Für Paulus war das Leben nichts anderes als eine Gelegenheit das Evangelium zu verkündigen.

    • Beten wir füreinander, dass wir den Mut haben, das Evangelium von Jesus Christus zu verteidigen?
    • Vertrauen wir darauf, dass der Heilige Geist bei uns steht und dass er uns bei der Verteidigung des Evangeliums helfen wird?
    • Schämen wir uns nicht, mutig zu stehen und anderen zu erzählen, was Jesus Christus für sie getan hat?
    • Sind wir zuversichtlich, dass Gott durch das Leben, das wir leben, verherrlicht wird?

Das Salz der Erde

Matthäus 5,13

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13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.

    • In biblischen Zeiten wurden Soldaten manchmal mit Salz bezahlt. Ein Soldat, der unwirksam war, war „sein Salz nicht wert“.
    • Wenn in der arabischen Kultur ein Mann am Salz eines anderen teilnimmt, d.h. mit ihm eine Mahlzeit isst, steht er unter seinem Schutz und seiner Fürsorge.

Wen hat Jesus als Salz bezeichnet?

Diejenigen, die zum Reich der Himmel gehören

    • Die geistlich Armen, „denn ihrer ist das Reich der Himmel!“
    • Die Trauernden
    • Die Sanftmütigen
    • Alle die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten
    • Die Barmherzigen
    • Alle die reinen Herzens sind
    • Die Friedfertigen, „denn sie werden Söhne Gottes heißen!“
    • Alle die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, „denn ihrer ist das Reich der Himmel!“

Jeder der glaubt an Jesus Christus

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! – Johannes 3,3

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,12-13

    • Das Verb wurde in der Gegenwart verwendet. Dies bedeutet, dass es nicht unser Ziel ist, Salz zu sein. Wir sind jetzt schon Salz und werden weiterhin Salz sein.

Was ist die Natur von Salz?

Salz ist ein Konservierungsmittel

    • Salz kann nicht verdorbenes und unreines Fleisch unverdorben und rein machen.
    • Salz kann die Ausbreitung von Verdorbenheit auf das verhindern, was sonst verdorben würde.
    • Die gottlose Welt, in der wir leben, wird nicht weniger gottlos, weil wir hier sind. Nur Gott kann das Herz der Menschen verändern.
    • Wir können jedoch die Ausbreitung des Bösen verhindern, indem wir verhindern, dass es die volle Kontrolle hat.

Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen. – Edmund Burke

Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens – 2. Thessalonicher 2,3-8

Und ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden – 2. Thessalonicher 2,6-8a

Salz ist ein Würzmittel

Was Menschen zu guten Christen macht, macht sie auch zu guten Staatsbürgern. – Daniel Webster

    • Gläubige, die die Innewohnen des Heiligen Geistes widerspiegeln, verleihen jeder Umgebung, in der sie sich befinden, Freude, Sympathie und Freundlichkeit.
    • In jedem Umfeld sind die zuverlässigsten, ehrlichsten und fleißigsten Arbeiter Gläubige.

Wie kann Salz salzlos werden?

    • In der Antike haben Versuche, Salz abzubauen, häufig zu Kontaminationen geführt.
    • Das Wert von Salz liegt in der Tatsache, dass es sich von dem unterscheidet, auf das es angewendet wird.
    • Wenn wir diesen Unterschied verlieren, verlieren wir die Fähigkeit, den Einfluss zu haben, den Gott für uns geplant hat.

Niemand hat einen größeren Fehler gemacht als der, der nichts getan hat, weil er nur wenig tun konnte. – Edmund Burke

Das Salz ist etwas Gutes; wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander! – Markus 9,50

Was hat Jesus gesagt, wird mit schlechtem Salz gemacht?

Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre! – Lukas 14,34-35

„Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.“

    • Schlechtes Salz ist wie Gift in eine Gemeinde, weil Kompromiss zu mehr Kompromissen führt.
    • Die Welt lobt Heuchelei nicht. Wenn du behauptest, ein Kind Gottes zu sein, erwartet die Welt, dass du wie eines leben wirst.
    • Wenn du schlechtes Salz bist, wirst du von der Welt zertreten sein.
    • Es ist nicht leicht anders zu sein. Aber die Welt braucht dringend Salz.

Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen. Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. – 2. Timotheus 3,13-15

Christus hat gesagt, dass du Salz bist. Bist du gutes Salz oder wertloses Salz?

 

Die richtige Motivation

Philipper 1,15-18

15 Einige verkündigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, andere aber aus guter Gesinnung;
16 diese verkündigen Christus aus Selbstsucht, nicht lauter, indem sie beabsichtigen, meinen Fesseln noch Bedrängnis hinzuzufügen;

Paulus hat in Galater befohlen, dass jeder, der ein falsches Evangelium predigt, verflucht werden sollte.

Ein falscher Prophet verkündet immer einen anderen Jesus, einen anderen Geist, oder ein anderes Evangelium.

In dieser Passage geht es nicht um ein falsches Evangelium, sondern um falsche Motivationen.

Paul hat mehrere Missionsreisen mit großem Erfolg unternommen. Manche anderen waren offensichtlich eifersüchtig auf Paulus und seinen erfolgreichen Dienst.

Einige von ihnen suchten immer nach einem Streit mit Paulus, damit sie irgendwie stärker erscheinen konnten, in dem sie sich mit Paulus gestritten hatten.

Sie waren wirklich froh, dass Paulus im Gefängnis war, weil sie haben gedacht, es würde ihnen helfen, irgendwie weiterzukommen.

Bei ihren Gottesdiensten geht es mehr um sich selbst als um Christus.

Sie haben gehofft, dass Paulus auf ihren Erfolg eifersüchtig sein würde, während er noch im Gefängnis sitzen bleiben musste.

All diese Einstellungen finden sich heutzutage in vielen Gemeinden.

Es waren aber andere, deren Motive richtig waren.

17 jene aber aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin.

Diese betrachteten sich als mit Paulus im selben Team zu sein.

Sie hatten viel Liebe zu Paulus und beteten regelmäßig für ihn.

Sie verstanden, dass Gott Paulus erlaubt hatte, im Gefängnis zu sein, damit er vor Kaiser das Evangelium verteidigen konnte.

18 Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch weiterhin freuen!

Paulus war nicht besorgt darüber, wer Ehre erhalten hat, wenn jemand Christus annimmt.

Solange die Wahrheit gelehrt wird, geht es ihm nicht um das Warum.

Was ist unsere Motivation, anderen von Christus zu erzählen?

Ist es, um Ehre für uns selbst zu erlangen, oder wollen wir das Evangelium voranbringen?

Es ist nicht unsere Aufgabe, die Motive anderer in Frage zu stellen, die die Wahrheit predigen.

Wir sollten Gott verherrlichen, dass die Wahrheit gepredigt wird.

Aber falsche Lehrer sollten niemals geduldet werden.