Seine Satzungen

3. Mose 19,19-37

19a Meine Satzungen sollt ihr halten.

37 darum sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte halten und tun! Ich bin der HERR.

Obwohl dieser Abschnitt auf den ersten Blick recht abwechslungsreich erscheint, beginnt und endet er mit einer Aussage zur Einhaltung der hierin enthaltenen Gesetze. Dies weist darauf hin, dass alle verschiedenen Befehle etwas gemeinsam haben.

    • Viermal sagte Gott in diesem Abschnitt: „Ich bin der HERR!“
    • Viermal sagte Gott in diesem Abschnitt: „Ich, der HERR, bin euer Gott!“

Beispiel: Wenn unsere Kinder „Warum?“ fragen, antworten wir: „Weil ich es gesagt habe!“ Es ist nicht wichtig, dass unsere Kinder verstehen, warum, es ist wichtig, dass sie gehorchen. Verstehen kommt meistens durch Gehorsam. Das ist im Grunde das, was Gott in diesem Abschnitt tut. Die gebotenen Dinge durften nicht debattiert, diskutiert oder nur berücksichtigt werden. Sie waren zu befolgen.

Überlegungen: Vielleicht denkst du, ich bin kein Kind, wenn Gott will, dass ich etwas tue, muss ich wissen, warum. Da Gott wusste, dass du so denken würdest, gab er in der Bibel mindestens sechsmal eine Erklärung.

Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir – 2. Mose 19,5

denn ein heiliges Volk bist du für den HERRN, deinen Gott, und dich hat der HERR erwählt, dass du ihm ein Volk des Eigentums seist unter allen Völkern, die auf Erden sind. – 5. Mose 14,2

Und der HERR hat dir heute zugesagt, dass du sein Eigentumsvolk sein sollst, so wie er es dir verheißen hat, und dass du alle seine Gebote hältst – 5. Mose 26,18

Frage: Diese stehen alle im Alten Testament, was hat das mit mir zu tun? Gott wusste, dass du das sagen würdest, also sagt er es noch dreimal im Neuen Testament.

der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. – Titus 2,14

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht – 1. Petrus 2,9

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören! – 1. Korinther 6,19-20

Also fragst du, was sind das für Gebote?

19b Bei deinem Vieh sollst du nicht zweierlei Arten sich paaren lassen und dein Feld nicht mit zweierlei Samen besäen, und es soll kein Gewand auf deinen Leib kommen, das aus zweierlei Garn gewoben ist.

Es geht um mehr als Maultiere und Polyester, es geht um die Trennung von Heiligem und Profanem. Das Geistige und das Weltliche müssen getrennt bleiben. In gewisser Weise ist dieses Gebot eine Zusammenfassung der folgenden Gebote.

Dieses Prinzip wird in Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen in Matthäus 13,24 illustriert. Wir werden diese Stelle in ein paar Wochen behandeln.

Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. – 2. Korinther 6,14-18

20 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt und ihr beiwohnt, und sie ist eine Dienstmagd und einem Mann verlobt, doch nicht losgekauft, und die Freiheit ist ihr nicht geschenkt, so soll eine Bestrafung stattfinden, aber sie sollen nicht sterben; denn sie ist nicht frei gewesen.
21 Er soll aber sein Schuldopfer dem HERRN vor den Eingang der Stiftshütte bringen, einen Widder als Schuldopfer.
22 Und der Priester soll ihm Sühnung erwirken mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN wegen der Sünde, die er begangen hat; so wird ihm wegen seiner Sünde, die er getan hat, vergeben werden.

Mehrere dieser Gebote haben ein ähnliches Thema wie dieses, und das heißt, wir sollten diejenigen nicht ausnutzen, die schwach sind oder sich nicht verteidigen können.

Gott kümmert sich auch um das Dienstmädchen!

29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, indem du sie zur Unzucht anhältst, damit das Land nicht Unzucht treibt und voller Schandtaten wird!

So wie Gott sich um das Dienstmädchen kümmert, solltest du deine eigene Tochter beschützen!

33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Land wohnen wird, so sollt ihr ihn nicht bedrücken.
34 Der Fremdling, der sich bei euch aufhält, soll euch gelten, als wäre er bei euch geboren, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Land Ägypten. Ich, der HERR, bin euer Gott.

Der Ausländer sollte wie alle anderen behandelt werden. Du solltest sie lieben, wie du dich selbst liebst.

23 Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man isst, sollt ihr die [ersten] Früchte derselben als Unbeschnittenheit betrachten; drei Jahre lang sollt ihr sie für unbeschnitten achten, sie dürfen nicht gegessen werden;
24 im vierten Jahr aber sollen alle ihre Früchte heilig sein zu einer Jubelfeier für den HERRN;
25 erst im fünften Jahr sollt ihr die Früchte essen, damit der Ertrag für euch umso größer wird; ich, der HERR, bin euer Gott.

Bei mehreren dieser Gebote geht es darum, Gott zu ehren.

Zuerst solltest du Gott mit den Erstlingen ehren, das ist der Zehnte.

An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht erst dann die Sammlungen durchgeführt werden müssen, wenn ich komme. – 1. Korinther 16,2

 30 Haltet meine Sabbattage und fürchtet mein Heiligtum! Ich bin der HERR.

 Ehre Gott durch den Besuch von Gottesdiensten.

indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht! – Hebräer 10,25

26 Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben.

31 Ihr sollt euch nicht an die Geisterbefrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der HERR, bin euer Gott.

Bringe deine Sorgen im Gebet zu Gott. Gehe zu Gottes Wort, um Rat zu erhalten, anstatt zu weltlichen Ratgebern.

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. – Jakobus 1,5

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,1-3

27 Ihr sollt den Rand eures Haupthaares nicht rundum abschneiden, auch sollst du den Rand deines Bartes nicht beschädigen.
28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leib machen für eine [abgeschiedene] Seele, und ihr sollt euch keine Zeichen einätzen! Ich bin der HERR.

Bei diesen Geboten geht es darum, Gott mit deinem Aussehen zu ehren.

In diesem Vers werden seltsame Haarschnitte sowie Piercings und Tätowierungen erwähnt.

Ebenso [will ich] auch, dass sich die Frauen in ehrbarem Anstand mit Schamhaftigkeit und Zucht schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung, sondern durch gute Werke, wie es sich für Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen. – 1. Timotheus 2,9-10

Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. – 1. Petrus 3,3-4

32 Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Person eines Alten ehren; und du sollst dich fürchten vor deinem Gott! Ich bin der HERR.

Hier geht es darum, den Älteren Respekt zu erweisen. Junge Leute lieben ihre Handys und sie lachen darüber, dass ältere Menschen Schwierigkeiten damit haben, aber sie scheinen nicht zu erkennen, dass diese Dinge ohne die Forschung und Entwicklung, die vor Jahren von den heutigen Älteren betrieben wurde, nicht möglich wären. Zeige Respekt, indem du aufstehst, wenn eine alte Person den Raum betritt. Das ehrt auch Gott!

35 Ihr sollt euch nicht vergreifen am Recht noch am Längenmaß, noch am Gewicht, noch am Hohlmaß.
36a Rechte Waage, gutes Gewicht, richtiges Epha und gerechtes Hin sollt ihr haben!

Sei im Geschäft ehrlich. Wenn jemand betrogen wird, lass es nicht wegen dir sein. Es ist besser, betrogen zu werden, als jemand anderen zu betrügen.

 36b Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe;
37 darum sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte halten und tun! Ich bin der HERR.

 

 

Zeichen sehen

Matthäus 12,38-45

38 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Meister, wir wollen von dir ein Zeichen sehen!

Was wir hier haben, ist die Fortsetzung der Diskussion, die früher begonnen hat.

Und die Volksmenge staunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids? Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen! – Matthäus 12,23-24

Jesus hat die Erklärung der Pharisäer zerrissen, sodass die Frage noch offen geblieben ist: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?

Das Wort Meister oder Lehrer würde normalerweise als respektvoll angesehen, aber hier ist es eher Sarkasmus.

39 Er aber erwiderte und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona.

Die Pharisäer hatten gerade die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand und die Austreibung eines Dämons miterlebt. Wenn sie immer noch nicht überzeugt waren, war ihr Entschluss bereits gefasst. Es hat keinen Grund mehr gegeben, sie mit mehr Zeichen zu belustigen.

Die Darstellung von Zeichen im Alten Testament war nicht ungewöhnlich.

Angefangen mit dem Regenbogen am Himmel und fortfahrend mit den Zeichen, die durch Moses, Elia und Jesaja gegeben wurden und denen, die Gideon direkt gegeben wurden, hatte Gott oft durch Zeichen zu seinem Volk gesprochen.

Die Generation, von der er gesprochen hat, hatte in der Tat das größte aller im Alten Testament erwähnten Zeichen erhalten.

Weiter redete der HERR zu Ahas und sprach: Erbitte ein Zeichen von dem HERRN, deinem Gott; erbitte es in der Tiefe oder droben in der Höhe! Da antwortete Ahas: Ich will nichts erbitten, damit ich den HERRN nicht versuche! Darauf sprach [Jesaja]: Höre doch, Haus David! Ist es euch nicht genug, dass ihr Menschen ermüdet, müsst ihr auch meinen Gott ermüden? Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben. – Jesaja 7,10-14

Jesus sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, da sie ein böses und ehebrecherisches Geschlecht seien; es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona.

40 Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.

Wie das Ahas gegebene Zeichen sollte dieses Zeichen zu einem späteren Zeitpunkt gegeben werden, so dass es in Bezug auf den gegenwärtigen Unglauben der Schriftgelehrten und Pharisäer nutzlos war.

Das Zeichen selbst hat zu großer Bestürzung geführt, da viele versucht haben zu zeigen, dass Jesus genau 72 Stunden im Grab war. Solche Versuche, die Geschichte der Kreuzigung umzuschreiben, sind jedoch weder hilfreich noch notwendig.

Nach der Art, wie Juden die Zeit berechnet haben, wurde ein Teil des Tages als ganzer Tag gezählt. Jesus wurde am Freitag gekreuzigt, lag am Samstag den ganzen Tag im Grab und am Sonntag ist er auferstanden. Nach der jüdischen Art, die Zeit zu zählen, sind das drei Tage.

Aber Jesus sagte, drei Tage und drei Nächte und zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen seien nur zwei Nächte.

Zählt man jedoch die Zeit ab der Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane, dann hat man auch die dritte Nacht.

Dies ist ähnlich wie das Alte Testament die Gefangenschaft Israel in Ägypten zählte. Die 400 Jahre waren eine runde Zahl, die die ungefähre Zeit von der Verheißung an Abraham bezüglich der Gefangenschaft bis zum Ende der Gefangenschaft darstellt. Die Gesamtzeit, die in Ägypten verbracht wurde, betrug nur 215 Jahre, die Hälfte der Gesamtzeit, die ungerundet 430 Jahre betrug.

Es gibt zwei unterschiedliche Vergleichspunkte zwischen Jona und Jesus.

Die erste ist, dass beide nach drei Tagen und drei Nächten vor dem Tod gerettet wurden.

​Und der HERR entsandte einen großen Fisch, der Jona verschlingen sollte; und Jona war im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte lang. Und Jona betete aus dem Bauch des Fisches zu dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Aus meiner Drangsal rief ich zu dem HERRN, und er erhörte mich; aus dem Schoß des Totenreiches schrie ich, und du hörtest meine Stimme! – Jona 2,1-3

Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt. Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen. Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! Denkt daran, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war, und sagte: »Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«. – Lukas 24,1-7

Der zweite Vergleichspunkt ist die Reaktion des Volkes auf die Verkündigung.

41 Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen, denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona!

Und Jona fing an, eine Tagereise weit in die Stadt hineinzugehen, und er rief und sprach: »Noch 40 Tage, und Ninive wird zerstört!« Und die Leute von Ninive glaubten Gott; und sie riefen ein Fasten aus und legten Sacktuch an, vom Größten bis zum Kleinsten unter ihnen. Und das Wort gelangte bis zum König von Ninive; und er stand von seinem Thron auf, legte seinen Mantel ab, hüllte sich in Sacktuch und setzte sich in die Asche. Und er ließ ausrufen und sagen in Ninive, auf Befehl des Königs und seiner Großen: »Menschen und Vieh, Rinder und Schafe sollen nichts genießen, sie sollen weder weiden noch Wasser trinken; sondern Menschen und Vieh sollen sich in Sacktuch hüllen und mit aller Kraft zu Gott rufen und sollen umkehren, jeder von seinem bösen Weg und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt! Wer weiß, Gott könnte anderen Sinnes werden, es sich gereuen lassen und ablassen von seinem grimmigen Zorn, sodass wir nicht untergehen!« Und Gott sah ihre Taten, dass sie umkehrten von ihren bösen Wegen, und ihn reute das Übel, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht. – Jona 3,4-10

Nachdem er erklärt hat, dass er größer ist als Jona, zieht er einen zusätzlichen Vergleich mit Salomo.

42 Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und wird es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo!

Die Leute von Ninive bereuten, als sie die Worte Jonas hörten, und die Königin von Saba reiste weit, um die Worte Salomos zu hören. Die Pharisäer haben eine bessere Chance als beide, aber sie entscheiden sich, nicht zu glauben.

43 Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht.
44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt.
45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er; und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht!

Obwohl es sich um eine einzelne Person handelt, von der Jesus gerade einen Dämon ausgetrieben hatte, ist tatsächlich die gesamte Generation im Blick.

Nachdem alle Wunder Jesu vollbracht waren, nachdem alle Kranken geheilt waren, nachdem die Blinden wieder sehen und die Lahmen wieder gehen konnten, wenn Israel einfach zu seinen alten Wegen zurückkehrte, wäre ihr letzter Zustand schlimmer als der erste .

Wir haben heute mehr Gelegenheiten, das Wort Gottes zu hören als je zuvor. Es gibt Gemeinde am Sonntag und Bibelstunden unter der Woche und Podcasts. Jeder von uns hat seine eigene Bibel, die meisten von uns haben mehr als eine. Es gibt Bücher, die uns helfen, die Bibel zu studieren, und Bücher, die Antworten aus der Bibel für jedes Problem liefern, das uns einfällt. Es gibt Andachtsbücher und Hilfsmittel zur Stille Zeit. Es gibt Gospelmusik aller Art. Und doch ist dies größtenteils immer noch eine böse und ehebrecherische Generation, die wenig bis gar nichts über Gott weiß. Wie schlimm wird es für uns im Gericht sein, wenn wir nicht jede uns gegebene Gelegenheit nutzen, um mehr über unseren Herrn zu erfahren.

Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange. – Philipper 3,7-11

 

Gepflanzt wie ein guter Baum

Matthäus 12,33-37

33 Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum.
34 Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.
35 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor.
36 Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben.
37 Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden!

In Matthäus 7 hat Jesus dieselbe Illustration benutzt, um einen ähnlichen Punkt zu machen. Dort ging es um unser Handeln und wie die Art von Person, die wir sind, unser Handeln bestimmt.

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. – Matthäus 7,16-20

Der Punkt, den Jesus hier vorgebracht hat, ist ähnlich, aber es ist eine viel engere Anwendung in Bezug auf unsere Worte.

Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Vergleichen besteht darin, dass in Matthäus 7 die Bäume bereits gepflanzt sind. Hier haben wir die Wahl, welche Baumart wir pflanzen wollen.

Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum. – 33

Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. – Lukas 6,43-44

Was bestimmt die Art der Früchte, die der Baum produziert?

Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras sprießen und Gewächs, das Samen hervorbringt, fruchttragende Bäume auf der Erde, von denen jeder seine Früchte bringt nach seiner Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. Und die Erde brachte Gras und Gewächs hervor, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte bringen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. – 1 Mose 1,11-12

Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang; Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. – 1. Mose 3,17-18

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund. – Lukas 6,45

Um Früchte hervorzubringen, muss ein Baum gepflanzt werden.

Ein guter Baum hat eine starke Wurzel und wird in gut bewässerten Boden gepflanzt.

Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung. – Kolosser 2,6-7

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,1-3

Ein schlechter Baum hat keine starke Wurzel.

Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. – Psalm 1,4

Habt acht, dass euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. – Kolosser 2,8

Die Herzen der Pharisäer waren mit Bösem gefüllt. Deshalb redeten sie Böses gegen ihn.

Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. – 34

Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? – Jeremia 17,9

Denn jede Art der wilden Tiere und Vögel, der Reptilien und Meerestiere wird bezwungen und ist bezwungen worden von der menschlichen Natur; die Zunge aber kann kein Mensch bezwingen, das unbändige Übel voll tödlichen Giftes! – Jakobus 3,7-8

Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor. – 35

Mit [der Zunge] loben wir Gott, den Vater, und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die nach dem Bild Gottes gemacht sind; aus ein und demselben Mund geht Loben und Fluchen hervor. Das soll nicht so sein, meine Brüder! Sprudelt auch eine Quelle aus derselben Öffnung Süßes und Bitteres hervor? Kann auch, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen, oder ein Weinstock Feigen? So kann auch eine Quelle nicht salziges und süßes Wasser geben. – Jakobus 3,9-12

Am Tag des Gerichts werden wir nach unseren Worten gerichtet.

Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. – 36

Das hier erwähnte Gericht steht in keinem Zusammenhang mit der Errettung.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. – Johannes 3,17-18

Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. – 1. Korinther 3,12-15

Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden! – 37

GOTT, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören]. – Jesaja 50,4

Es ist wichtig, dass wir unser Herz Gott unterwerfen, da die Zunge sonst nicht zu kontrollieren ist.

Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden! Denn wir alle verfehlen uns vielfach; wenn jemand sich im Wort nicht verfehlt, so ist er ein vollkommener Mann, fähig, auch den ganzen Leib im Zaum zu halten. – Jakobus 3,1-2

Die Kontrolle der Zunge ist vergleichbar mit der Kontrolle eines Pferdes.

Siehe, den Pferden legen wir die Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib. – Jakobus 3,3

Die Kontrolle der Zunge ist auch vergleichbar mit der Kontrolle eines großen Schiffes.

Siehe, auch die Schiffe, so groß sie sind und so rau die Winde auch sein mögen, die sie treiben — sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermannes will. – Jakobus 3,4

So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer — welch großen Wald zündet es an! – Jakobus 3,5

Eine unkontrollierte Zunge ist wie ein loderndes Feuer.

Und die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit. So nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unseren Gliedern; sie befleckt den ganzen Leib und steckt den Umkreis des Lebens in Brand und wird selbst von der Hölle in Brand gesteckt. – Jakobus 3,6

Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit. – Sprüche 25,11

Die unverzeihliche Sünde

Matthäus 12,22-32

Um diesen Abschnitt zu verstehen, ist es wichtig, einen Blick auf die vorangegangenen Ereignisse zu werfen, insbesondere auf die Beziehung zwischen Jesus und den Pharisäern.

    • Zuerst haben wir das Gebet zum Vater.

Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast! Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. – Matthäus 11,25-26

    • Zweitens haben wir die Aufforderung des Sünders.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

    • Drittens haben wir die Ablehnung der Überlieferungen der Pharisäer.

Habt ihr nicht gelesen, was David tat… – Matthäus 12,3

…habt ihr nicht im Gesetz gelesen … – Matthäus 12,5

Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt … – Matthäus 12,7

    • Viertens haben wir den Versuch, Jesus in eine Falle zu locken.

Und sie fragten ihn und sprachen: Darf man am Sabbat heilen?, damit sie ihn verklagen könnten. – Matthäus 12,10

    • Zuletzt haben wir die Verschwörung der Pharisäer, ihn töten zu lassen.

Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten. – Matthäus 12,14

22 Da wurde ein Besessener zu ihm gebracht, der blind und stumm war, und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah.

Nun wird ein Mann zu Jesus gebracht, der sich physisch in demselben Zustand befindet, in den alle Menschen geistlich hineingeboren wurden.

Er ist so tief unter der Kontrolle Satans, dass er nicht einmal die Notwendigkeit der Befreiung erkennt.

Wie viele Menschen treffen wir jeden Tag, die sich geistlich genau in diesem Zustand befinden?

Jesus hat den Dämon ausgetrieben sodass der Blinde und Stumme sowohl geredet als auch gesehen hat, was ein unbestreitbarer Beweis dafür ist, dass er der Christus ist.

Ich, der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden; dass du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis führst und aus dem Kerker die, welche in der Finsternis sitzen. Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem anderen geben, noch meinen Ruhm den Götzen! Siehe, das Frühere ist eingetroffen, und Neues verkündige ich; ehe es hervorsprosst, lasse ich es euch hören. – Jesaja 42,6-9

Es gibt zwei mögliche Reaktionen auf einen unbestreitbaren Beweis.

23 Und die Volksmenge staunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?

    • Du kannst die Wahrheit mit Freude annehmen.

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen. – Hebräer 11,6

Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. – Johannes 1,10-14

24 Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!

    • Du kannst die Wahrheit leugnen und eine alternative Erklärung liefern.

Und als die, welche um ihn waren, es hörten, gingen sie aus, um ihn zu ergreifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen! Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul!, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus! – Markus 3,21-22

25 Da aber Jesus ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen.
26 Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen?

Der Raum, in dem dies alles stattfand, war wirklich überfüllt, so dass es für Jesus schwierig war, die Worte der Pharisäer zu hören.

Und sie traten in das Haus, und es kam nochmals eine Volksmenge zusammen, sodass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten. – Markus 3,20

Aber Jesus bräuchte es nicht zu hören, was sie gesagt haben, denn er hatte den Geist Gottes in sich, der es ihm ermöglicht hat, sogar die Gedanken und Absichten ihres Herzens zu erkennen.

    • Jesus hat auf die Absurdität ihrer Erklärung hingewiesen.
      • Er hat festgestellt, dass ein gegen sich selbst gespaltenes Königreich nicht bestehen kann!

27 Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.

      • Er hat ihre eigene Unfähigkeit bemerkte, sie auszutreiben, was darauf hingedeutet hat, dass sie selbst unwissentlich Teil des falschen Königreichs waren.

28 Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!

Immer langmütig und barmherzig hat Jesus sie darauf hingewiesen, dass das Reich Gottes für sie da war und sie es hätten eingehen können, wenn sie ihn nur angenommen hätten.

…er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

      • Jesus hat auch erklärt, dass das Austreiben von Dämonen jemanden mit größerer Stärke erfordert als der Dämon selbst.

29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann kann er sein Haus berauben.

    • Als nächstes machte Jesus klar, dass es nur zwei Königreiche gibt. Entweder man ist bei ihm oder man unterliegt der Herrschaft des anderen.

30 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut!

Jesus hat nun eine Grenze zwischen den beiden Königreichen gezogen, als er beschrieben hat, was seitdem als unverzeihliche Sünde bekannt ist.

31 Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.
32 Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.

Wenn wir diese Verse betrachten, kann es keinen Zweifel geben, dass es eine Grenze gibt, die nicht überschritten werden darf, und wir wissen, was die Grenze ist.

Die einzige wirkliche Frage ist, ob die Pharisäer sie bereits überschritten hatten oder ob Jesus sie zur Umkehr warnte, bevor es zu spät war.

Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen. Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist. – Markus 3,28-30

Wir wissen zwar nicht, ob einer dieser Pharisäer jemals zur Reue gefunden hat, aber wir wissen, dass vielen von denen, die den Sohn des Menschen bei der Kreuzigung gelästert haben, eine weitere Chance gegeben wurde.

Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht; ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, dass euch ein Mörder geschenkt werde; den Fürsten des Lebens aber habt ihr getötet! Ihn hat Gott aus den Toten auferweckt; dafür sind wir Zeugen. – Apostelgeschichte 3,13-15

Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr seht und kennt; ja, der durch Ihn [gewirkte] Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen. Und nun, ihr Brüder, ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten; Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt. – Apostelgeschichte 3,16-18

Wenn du sagen wolltest: »Siehe, wir haben das nicht gewusst!« — wird nicht der, welcher die Herzen prüft, es erkennen, und der auf deine Seele achthat, es wahrnehmen und dem Menschen vergelten nach seinem Tun? – Sprüche 24,12

So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen – Apostelgeschichte 3,19

Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen. Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich? Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen! – Apostelgeschichte 9,1-5

Dieser letzte Satz bezieht sich auf das Ziehen des Heiligen Geistes.

Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht – Johannes 16,8

Ist es möglich, dass der Heilige Geist irgendwann aufhören werden, einen bestimmten Menschen anzuziehen, weil er ihn gelästert hat?

Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. – Johannes 6,44

Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so soll er bitten, und Er wird ihm Leben geben, solchen, die nicht zum Tode sündigen. Es gibt Sünde zum Tode; dass man für eine solche bitten soll, sage ich nicht. Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode. – 1. Johannes 5,16-17

Wir wissen, dass es eine Grenze gibt, die nur in eine Richtung überschritten werden kann, aber da wir die Grenze nicht sehen können, sollten wir bis zu ihrem Tod beten, danach haben die Gebete keine Bedeutung.

 

Siehe, mein Knecht!

Matthäus 12,14-21

14 Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.
15 Jesus aber zog sich von dort zurück, als er es bemerkte. Und es folgte ihm eine große Menge nach, und er heilte sie alle.
16 Und er befahl ihnen, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten,
17 damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet wurde, der spricht:
18 »Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Heiden das Recht verkündigen.
19 Er wird nicht streiten noch schreien, und niemand wird auf den Gassen seine Stimme hören.
20 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt.
21 Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.«

​ Ein Leben voller Ablehnung

Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten. – 14

Warum wollten sie ihn umbringen?

    • Er hat ihren Erwartungen nicht entsprochen.
    • Sie vertrauten nicht der Macht Gottes.

Da versammelten die obersten Priester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen! Wenn wir ihn so fortfahren lassen, werden alle an ihn glauben; und dann kommen die Römer und nehmen uns das Land und das Volk weg! – Johannes 11,47-48

    • Weil es notwendig war, Gottes Plan zu erfüllen.

Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr erkennt überhaupt nichts, und ihr bedenkt nicht, dass es für uns besser ist, dass ein Mensch für das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht! Dies redete er aber nicht aus sich selbst; sondern weil er in jenem Jahr Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte für das Volk sterben, und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die zerstreuten Kinder Gottes in eins zusammenzubringen. Von jenem Tag an beratschlagten sie nun miteinander, um ihn zu töten. – Johannes 11,49-53

Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen, um es so hinauszuführen, wie es jetzt zutage liegt, um ein zahlreiches Volk am Leben zu erhalten. – 1. Mose 50,20

Ein Leben voll des Heiligen Geistes.

Jesus aber zog sich von dort zurück, als er es bemerkte. – 15a

Woher wusste Jesus, dass sie planten, ihn zu töten?

    • Es hat nicht daran gelegt, dass er allwissend war, da er das beiseitegelegt hat, um in die Gestalt eines Knechtes zu leben.

Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. – Philipper 2,5-8

    • Jesus wusste, was sie gegen ihn geplant haben, weil er vom Heiligen Geist Gottes erfüllt war!

Ich will meinen Geist auf ihn legen – 18b

Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. – Matthäus 4,1

Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! – Römer 8,14-15

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. – Galater 5,16-18

Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes – Epheser 5,18

Und es folgte ihm eine große Menge nach, und er heilte sie alle. – 15b

Wie konnte Jesus alle Kranken heilen, die zu ihm kamen?

    • Es hat nicht daran gelegt, dass er allmächtig war, da er das beiseitegelegt hat, um in die Gestalt eines Knechtes zu leben.
    • Jesus konnte alle Kranken heilen, die zu ihm gekommen sind, weil er mit dem Heiligen Geist Gottes erfüllt war.

Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet. – Johannes 5,19-20

Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. – Johannes 5,30

Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. – Johannes 6,38-40

Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin; und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich. Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt. – Johannes 8,28-29

Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich aber weiß, dass du mich allezeit erhörst; doch um der umstehenden Menge willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. – Johannes 11,41-42

Ein Leben voller Demut

Und er befahl ihnen, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten – 16

Warum versuchte Jesus, seinen Dienst geheim zu halten?

    • Um die Schriften zu erfüllen.

damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja geredet wurde, der spricht: »Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat! – 17-18a

Er wird nicht streiten noch schreien, und niemand wird auf den Gassen seine Stimme hören. – 19

    • Um zu verhindern, getötet zu werden, bevor sein Dienst vollendet war.

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. – 20

    • Denn das ist eine seiner Eigenschaften.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

Ein Leben voller Erfolg

Er wird den Heiden das Recht verkündigen… Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen. – 18c&21

Woher wissen wir, dass der Dienst Jesu erfolgreich war?

    • Er hat dem Vater wohlgefallen.

Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat! – 18a

Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser; und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme [kam] vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe! – Matthäus 3,16-17

Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören! – Matthäus 17,5

    • Er hat alle Kranken geheilt, die zu ihm gekommen sind.

Und es folgte ihm eine große Menge nach, und er heilte sie alle. – 15b

Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. – Johannes 6,37

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen – Jesaja 42,3a

„Das geknickte Rohr… und den glimmenden Docht“ sind alle die „mühselig und beladen“ sind.

    • Das Evangelium wurde der ganzen Welt gepredigt, damit die Heiden sie hören konnten.

…wahrheitsgetreu wird er das Recht hervorbringen. – Jesaja 42,3b

Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten. – Jesaja 42,4

Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. Aber ich frage: Haben sie es etwa nicht gehört? Doch, ja! »Ihr Schall ist ausgegangen über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises.« – Römer 10,17-18

    • Er hat seine Mission erfüllt, für die Sünden der Welt zu sterben.

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. – Johannes 19,28-30

 

 

 

Das Gesetzt der Liebe

3. Mose 19,11-18

Lass uns mit einem Rückblick auf den ersten Teil dieses Kapitels beginnen.

Wir sollten Heilig sein, wie Gott es HERR heilig ist.

Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott! – 3. Mose 19,1-2

Wir sollten unsere Eltern ehren und am Sonntag gemeinsam in der Gemeinde Gottesdienst feiern.

Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich, der HERR, bin euer Gott. – Mose 19,3

Wir sollten Gott die Ehre erweisen, die ihm gebührt, und ihm von ganzem Herzen dienen.

Ihr sollt euch nicht an die Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen, denn ich, der HERR, bin euer Gott. – Mose 19,4

Wir sollten Gott in allem ehren, was wir tun, auch in dem, was wir essen und trinken. (Versen 5-8)

Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes! – 1. Korinther 10,31

Wir sollten die Armen berücksichtigen und nicht gierig oder egoistisch sein, sondern bei Gelegenheit für sie sorgen.

Gebt vielmehr Almosen von dem, was ihr habt, und siehe, alles ist euch rein. – Lukas 11,41 (Eberfelder)

Verkauft eure Habe und gebt Almosen! Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nicht vergeht, im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. – Lukas 12,33-34

Mehrere der Zehn Gebote wurden in dem ersten Abschnitt behandelt. Dieser nächste Abschnitt befasst sich mit einigen anderen der zehn Gebote.

Hier sind das achte und das neunte Gebot in einer einzigen Aussage zusammengefasst.

11 Ihr sollt nicht stehlen und nicht lügen noch einander betrügen!

Das achte Gebot lautet: „Du sollst nicht stehlen!“ – 2. Mose 20,15

Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! – 2. Mose 20,16

Der achte und der neunte werden kombiniert, weil Menschen oft Worte verwenden, um zu stehlen.

Woher [kommen] Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht daher: aus euren Begierden, die in euren Gliedern streiten? Ihr begehrt und habt nichts; ihr mordet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, damit ihr es in euren Begierden vergeudet. – Jakobus 4,1-3

Mit dem nächsten Vers kommt das dritte Gebot in die Gleichung.

12 Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, sodass du den Namen deines Gottes entheiligst! Ich bin der HERR.

​Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. – 2. Mose 20,7

Jetzt kommen wir zu einigen spezifischen Wegen, die Menschen stehlen und täuschen, Methoden, die heute allgemein akzeptiert werden, aber die Bibel sagt, dass sie falsch sind.

Zunächst wird das bereits gegebene Gebot anders formuliert.

13a Du sollst deinen Nächsten weder bedrücken noch berauben.

Verwende nicht das Vermögen anderer, um Geld zu verdienen, ohne sie dafür zu bezahlen.

13b Der Lohn des Taglöhners soll nicht über Nacht bei dir bleiben bis zum Morgen.

Nutze niemanden aus, weil er in Not ist. Nutze die Schwächen anderer nicht zu deinem eigenen Vorteil aus.

14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und dem Blinden keinen Anstoß in den Weg legen, sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR!

Benutze das Gesetz nicht, um Menschen zu unterdrücken und von ihnen zu stehlen.

15 Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht; du sollst weder die Person des Geringen ansehen noch die Person des Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten gerecht richten.
16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk! Du sollst auch nicht auftreten gegen das Blut deines Nächsten! Ich bin der HERR.

Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!«, so handelt ihr recht; wenn ihr aber die Person anseht, so begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz als Übertreter verurteilt. – Jakobus 2,8-9

Hass niemanden in deinem Herzen.

17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen; sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst!

Wenn du ein Problem mit jemandem hast, gibt es biblische Wege, das Problem zu lösen.

Besser Zurechtweisung, die aufdeckt, als Liebe, die verheimlicht. – Sprüche 27,5

Treu gemeint sind die Schläge des Freundes, aber reichlich sind die Küsse des Hassers. – Sprüche 27,6

Weise nicht den Spötter zurecht, damit er dich nicht hasst; weise den Weisen zurecht, und er wird dich lieben! – Sprüche 9,8

Schlage den Spötter, so wird der Unverständige klug; weise den Verständigen zurecht, so lässt er sich’s zur Lehre dienen! – Sprüche 19,25

Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst! – Galater 6,1

Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn! Gebt auch nicht Raum dem Teufel! – Epheser 4,26-27

18 Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der HERR.

Liebe deine Nächsten wie dich selbst.

Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die [Gebote]: »Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren« — und welches andere Gebot es noch gibt —, werden zusammengefasst in diesem Wort, nämlich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. – Römer 13,8-10

Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden. Denn der, welcher gesagt hat: »Du sollst nicht ehebrechen!«, hat auch gesagt: »Du sollst nicht töten!« Wenn du nun zwar nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Übertreter des Gesetzes geworden. Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen! Denn das Gericht wird unbarmherzig ergehen über den, der keine Barmherzigkeit geübt hat; die Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. – Jakobus 2,10-13

Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott! – 3. Mose 19,1-2

 

 

 

Wohlgefallen an Gutes tun

Matthäus 12,1-14

1 Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Kornfelder; seine Jünger aber waren hungrig und fingen an, Ähren abzustreifen und zu essen.
2 Als aber die Pharisäer das sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist!

Ähren abzustreifen während du durch das Getreidefeld deines Nächsten gehst war nachdrücklich erlaubt.

Wenn du durch das Getreidefeld deines Nächsten gehst, so darfst du mit der Hand Ähren abstreifen; aber die Sichel sollst du nicht über das Getreidefeld deines Nächsten schwingen! – 5. Mose 23,26

Kein Werk am Sabbat war erlaubt.

aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. – 2. Mose 20,10

Die Pharisäer hatten eine Liste von 39 Aktivitäten, die als Arbeit galten, z.B. Aussaat, Pflügen, Ernten, Bündelung, Dreschen usw.

Absteifen um es sofort essen zu können war irgendwie eine Grauzone.

    • Ernten bedeutete normalerweise die Verwendung einer Sichel, aber Abstreifen zum Essen war etwas weniger klar.
    • Aber, das Getreide mit den Händen zu zerreiben war Dreschen, was offensichtlich Arbeit war.

und seine Jünger streiften Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie – Lukas 6,1b

Sowohl von Markus als auch von Lukas wissen wir, dass die Pharisäer nicht nur darauf hingewiesen haben, was die Jünger falsch gemacht haben, sondern Jesus gefragt haben, warum? Es war eine Anschuldigung, dass Jesus falsch gelegen hat, als er ihnen erlaubt hat, so etwas zu tun.

Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Sieh doch, warum tun sie am Sabbat, was nicht erlaubt ist? – Markus 2,24

3 Er aber sagte zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er und seine Gefährten hungrig waren?
4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, welche weder er noch seine Gefährten essen durften, sondern allein die Priester?

Beachte nun die Rolle, die Jesus hier zur Verteidigung seiner Jünger eingenommen hat. Dies ist die gleiche Rolle, die er heute für uns ausfüllt, wenn Satan uns vor dem Vater anklagt.

​Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. – 1. Johannes 2,1-2

Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! – Römer 8,34

Als ihr Fürsprecher hat Jesus drei Sachen zu ihrer Verteidigung benutzt.

David, der das Schaubrot gegessen hat.

Davids erster Halt, als er ohne Schwert oder Proviant vor Saul geflohen ist, war die Stiftshütte in Nob, um dort um Gottes Schutz zu beten.

Diese Geschichte findet sich in 1. Samuel 21,1-9, aber wenn wir diese Geschichte lesen, heißt es nicht, dass David in den Tempel gegangen ist, noch warum er dorthin gegangen ist.

Warum dann hat Jesus gefragt, „Habt ihr nicht gelesen… wie er in das Haus Gottes hineinging“?

Weil David die Worte seines Gebets in Psalm 26 geschrieben hat und sie uns gesagt haben, dass er in der Stiftshütte war.

Ich wasche meine Hände in Unschuld und umschreite deinen Altar, o HERR, um dir zu danken mit lauter Stimme und alle deine Wunder zu verkünden. HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Herrlichkeit wohnt! – Psalm 26,6-8

Jesus hat etwas gesagt, das er später mit anderen Worten sagen würde: Siehe, hier ist einer, der größer ist als David!

Wenn für David, der die Stiftshütte zur Anbetung besucht, eine Ausnahme gemacht werden könnte, dann würde sich diese Ausnahme sicherlich auf denjenigen erstrecken, den er angebetet hat.

5 Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind?

Der Priester, der am Sabbat gedient hat.

Das zweite Beispiel ist eigentlich eng mit dem ersten verbunden.

Der Tag, an dem der Priester David das Brot gegeben hat, war eigentlich ein Sabbattag, ein Tag, an dem der Priester sehr damit beschäftigt ist, das Schaubrot zu ersetzen.

Und du sollst Feinmehl nehmen und davon zwölf Kuchen backen; ein Kuchen soll aus zwei Zehnteln [Epha] bestehen. Du sollst sie in zwei Schichten von je sechs Stück auf den reinen Tisch legen vor den HERRN. Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll für das Brot sein, als der Teil, der zum Gedenken bestimmt ist, ein Feueropfer für den HERRN. Sabbat für Sabbat soll er sie beständig vor dem HERRN aufschichten, [als Gabe] von den Kindern Israels; das ist ein ewiger Bund. Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören; die sollen es essen an heiliger Stätte; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN soll es ihm gehören, als eine ewige Gebühr. – 3. Mose 24,5-9

Das alte Schaubrot, das weggenommen wurde, hat er David gegeben.

Beim Gottesdienst im Tempel ist es darum gegangen, Gott anzubeten. Der Tempel selbst ist nichts im Vergleich zu dem, für dessen Anbetung er gebaut wurde.

6 Ich sage euch aber: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel!

Die Worte, die Gott über sein Verlangen gesprochen hat.

7 Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer«, so hättet ihr nicht die Unschuldigen verurteilt.

In diesem Vers zitiert Matthäus die griechische Übersetzung des Alten Testaments, die als Septuaginta bekannt ist.

Das verwendete griechische Wort bedeutet Barmherzigkeit, aber das ist nur ein kleiner Teil der Bedeutung des hebräischen Wortes im Alten Testament.

Das hebräische Wort im Alten Testament (hesed) bedeutet unfehlbare Liebe oder Liebe in Aktion.

Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer – Hosea 6,6a

Zwei Verse zuvor beschrieb Gott die Liebe, die auch die der Pharisäer war.

Eure Liebe ist [so flüchtig] wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht! – Hosea 6,4b

Jesus spricht von zwei Motivationen für die Anbetung, sie sind Liebe und Pflicht. Nur einer ist richtig.

8 Denn der Sohn des Menschen ist Herr auch über den Sabbat.

Gott sucht nicht jemanden, der alle Kästchen ankreuzen kann, er begehrt diejenigen, die mit einem Herzen voller unfehlbarer Liebe zu ihm kommen.

9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge.
10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Darf man am Sabbat heilen?, damit sie ihn verklagen könnten.

Jesus hatte gerade behauptet, über David, den Tempel und den Sabbat erhaben zu sein, einschließlich aller ihrer diesbezüglichen Regeln.

Die Pharisäer erkennen, dass, wenn die Menschen auf Jesus hören, sie ihren Einfluss verabschieden können.

Also haben sie einen Plan entwickelt.

Jesus antwortet, indem er auf die Lächerlichkeit einer ihrer Regeln hinweist.

11 Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist unter euch, der ein Schaf hat und, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht?

Die Pharisäer hatten viel Zeit damit verbracht, diese besondere Situation zu diskutieren. Einige waren sogar auf die lächerliche Idee gekommen, dass man dem Schaf nicht aus dem Graben helfen könnte, aber man könnte etwas in den Graben werfen, um dem Schaf zu helfen, selbst aus dem Graben zu kommen.

12 Wie viel mehr ist nun ein Mensch wert als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat wohl Gutes tun.
13 Dann sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und sie wurde gesund wie die andere.

Gutes tun ist mehr als nur erlaubt, es ist erforderlich.

Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde. – Jakobus 4,17

Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen! Wir hören nämlich, dass etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. Solchen gebieten wir und ermahnen sie im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus, dass sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen. Ihr aber, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun! – 2. Thessalonicher 3,10-13

Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt — wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! – 1. Johannes 3,17-18

14 Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.

Warum hassten die Pharisäer Jesus? Weil er ihnen gezeigt hat, wie sie wirklich waren.

Werdet nicht müde, Gutes zu tun!

 

Kommt her zu mir alle!

Matthäus 11,20-30

In Matthäus 10 hat Jesus die zwölf Jünger ausgesandt, um in den umliegenden Dörfern zu predigen. Matthäus zeichnet ihre Rückkehr nicht auf, aber es ist offensichtlich, dass sie irgendwann zwischen Vers 19 und Vers 25 zurückgekehrt haben. Ebenfalls nicht in Matthäus aufgezeichnet ist die Tatsache, dass Jesus siebzig andere in ähnlicher Weise wie die zwölf aussandte.

​Danach aber bestimmte der Herr noch 70 andere und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er selbst kommen wollte. Er sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende! – Lukas 10,1-2

Nach Lukas war die Rede von Vers 20 bis Vers 24 ein Teil dessen, was er bei der Aussendung der Siebzig gesagt hat.

20 Da fing er an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten:
21 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Zidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.
22 Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Zidon erträglicher gehen am Tag des Gerichts als euch!
23 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden! Denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es würde noch heutzutage stehen.
24 Doch ich sage euch: Es wird dem Land Sodom erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dir!

Die Lage der Städte in dieser Geschichte

    • Kapernaum war ein kleines Fischerdorf am Nordufer des Sees Genezareth. Es wird hier als eine Stadt beschrieben, die wirklich stolz war.
    • Chorazin war ein kleines Dorf nördlich von Kapernaum, das zu Fuß in etwa einer Stunde zu erreichen war.
    • Bethsaida war ein kleines Dorf am Ostufer des Jordan etwa 2 Stunden östlich von Kapernaum zu Fuß. Es war die Heimat von Andreas, Petrus und Philippus.
    • Tyrus und Zidon waren Städte im Libanon am Mittelmeer, in denen Elia von einer armen Witwe versorgt wurde. Elia hat dort zwei Wunder vollbracht:

Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der HERR es auf den Erdboden regnen lassen wird! – 1. Könige 17,14

Und der HERR erhörte die Stimme des Elia. Und die Seele des Kindes kam wieder in dasselbe, und es wurde lebendig. – 1. Könige 17,22

    • Sodom war natürlich die Stadt, die Gott wegen ihrer Bosheit mit Feuer und Schwefel zerstörte.

Hier haben wir drei Lektionen zum Maßstab des Erfolgs im Dienst.

    • Erfolg kann nicht an der Größe der Menschenmenge gemessen werden.

Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. – Matthäus 7,28-29

    • Erfolg lässt sich nicht an der Anzahl der vollbrachten Wunder messen.

Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien; und sie brachten alle Kranken zu ihm, die von mancherlei Krankheiten und Schmerzen geplagt waren, und Besessene und Mondsüchtige und Lahme; und er heilte sie. – Matthäus 4,24

    • Erfolg kann nur an der Reue der Sünde und an veränderten Herzen und Leben gemessen werden.

Drei große theologische Lehrsätze werden in den Worten Jesu im Zusammenhang mit dem Gericht vorausgesetzt.

    • Als Richter hat Gott kontingentes Wissen, er weiß, wie Tyrus und Sidon unter diesen und jenen Umständen reagiert hätten.

    • Gott schuldet niemandem eine Offenbarung, die über das hinausgeht, was jedem gegeben ist, und es liegt keine Ungerechtigkeit darin, dass er sie vorenthalten hat.

Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. – Römer 1,18-20

Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen – Römer 2,14-15

    • Die Bestrafung am Tag des Urteils berücksichtigt die Gelegenheit.

Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen; wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern. – Lukas 12,47-48

25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast!
26 Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir.

Nach Lukas sind an diesem Punkt der Geschichte sowohl die Zwölf als auch die Siebzig zurückgekehrt. Als Jesus über die Ablehnung der Massen und den Erfolg im Leben seiner Jünger nachgedacht hat, hat er ein Dankgebet zum Vater gebetet.

    • Die Weisen und Kluge sing gekommen, um ihn zu hören und die Wunder zu sehen, aber ihre Herzen änderten sich nicht.
    • Die Unmündigen sind die Junger Jesus und die Siebzig die Jesus ausgesandt hat.

Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme; sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen; und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist, damit sich vor ihm kein Fleisch rühme. – 1. Korinther 1,26-29

27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will.

Diese Aussage hat Jesus laut Lukas zu den Jüngern gewandt gesprochen.

Es ist ein Fehler, den Calvinismus in diese Stelle hineinzulesen. Die Bedeutung dieser Stelle sollte stattdessen im Lichte des Ganzes der Heiligen Schrift untersucht und verstanden werden.

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,12-13

    • Es gibt einen Unterschied zwischen dem Berufenen und dem Auserwählten.

Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt! – Matthäus 22,14

    • Christus ist gestorben, um zu retten, wer auch immer will, aber in seiner Weisheit hat er sich entschieden, nur diejenigen zu retten, die glauben.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. – Johannes 3,17-18

Die Einladung Jesu hat keine Grenzen, sondern ist nur wirksam für diejenigen, die sein Joch aufnehmen!

28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!
30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Wer sind die Mühselig und Beladenen?

Als Jesus es hörte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße. – Markus 2,17

Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurückholen und das Verwundete verbinden; das Schwache will ich stärken; das Fette aber und das Starke will ich vertilgen; ich will sie weiden, wie es recht ist. – Hesekiel 34,16

​Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN –Jesaja 61,1-2a

Was bedeutet es, sein Joch auf dich zu nehmen?

    • Es bedeutet, dass er deine Last für dich trägt.

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. – 1. Petrus 5,7

Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. – Kolosser 2,13-14

Warum sollen die Mühselig und Beladen zu Jesus kommen?

    • Er wird dich lebendig machen!

…ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. – Johannes 10,10b

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. – Johannes 5,12-13

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. – Johannes 3,16

    • Er wird dir Ruhe für deine Seele geben!

Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe gekommen, noch zu dem Erbteil, das der HERR, dein Gott, dir geben will. – 5. Mose 12,9

So lasst uns nun mit Furcht darauf bedacht sein, dass sich nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist, während doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht! Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündigt worden, gleichwie jenen; aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war. – Hebräer 4,1-2

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! – Offenbarung 22,17