Der Menschensohn

Jesaja 56

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1 So spricht der HERR: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden.
2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgendetwas Böses zu tun!

Der Ausdruck ben-adam, wörtlich „Sohn des Menschen“, wird oft im Alten Testament mit „Menschensohn“ oder „Menschenkind“ übersetzt und bezeichnet zunächst den gewöhnlichen Menschen – den sterblichen, schwachen Menschen.

Doch in den sechs Stellen, die wir betrachten werden, finden wir zugleich Gedanken, die ihre vollkommene Erfüllung in Christus finden. Nicht jede dieser Stellen ist eine unmittelbare messianische Weissagung.

Aber jede hilft uns, besser zu verstehen, was Jesus meint, wenn Er sich selbst „den Menschensohn“ nennt.

Der Menschensohn, der anders ist als gewöhnliche Menschen

Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind (ben-adam), dass ihn etwas gereuen würde. – 4. Mose 23,19a

Der Mensch lügt und wandelt sich; Gott nicht.

Arten, wie Menschen lügen

    • Direkte Lüge – Etwas Unwahres als Wahrheit darstellen.
    • Halbwahrheit – Etwas Wahres sagen, aber einen wichtigen Teil verschweigen.
    • Falsches Versprechen – Etwas versprechen, obwohl man nicht vorhat, es zu halten.
    • Schuldabwälzung – Die Wahrheit verdrehen, um die eigene Verantwortung auf jemand anderen abzuwälzen.

Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns… – Johannes 1,14

Christus wurde wahrhaft Mensch, ohne ein sündiger, unzuverlässiger Mensch zu werden.

Er ist der treue Menschensohn – der wahre Mensch, der vollkommen das erfüllt, wozu der Mensch geschaffen wurde.

Daraus ergibt sich eine tiefgründige christologische Spannung:

    • Mose 23: Gott ist kein Mensch.
    • Neues Testament: Gott wurde Mensch.

Und die Menschlichkeit Christi tat Seiner göttlichen Treue keinen Abbruch. Er ist der Menschensohn, und doch vollbringt Er vollkommen das, wozu gewöhnliche Menschensöhne nicht imstande sind.

Der Menschensohn, der mehr ist als ein sterblicher Mensch

— wie viel weniger der Sterbliche, die Made, und das Menschenkind (ben-adam), der Wurm! – Hiob 25,6

Hier unterstreicht „Menschensohn“ die menschliche Schwäche, Nichtigkeit und Sterblichkeit.

Christus nimmt diesen Zustand auf sich.

sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. – Philipper 2,7-8

Derjenige, der letztlich über alles erhaben ist, begibt sich freiwillig in den Zustand, der durch Hiobs „Menschensohn“ repräsentiert wird.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. – Psalm 22,7

Psalm 22 wird im neutestamentlichen Bericht von der Kreuzigung ausdrücklich auf Christus bezogen.

So findet die biblische Vorstellung vom unbedeutenden, leidenden Menschen in der Erniedrigung und dem Leiden Christi ihren vollendeten Ausdruck.

Der Menschensohn, dem Gott alle Dinge unterordnet

Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? – Psalm 8,5

Diese Stelle ist eindeutig messianisch.

Hebräer 2 zitiert die Stelle ausführlich und erklärt, dass wir zwar noch nicht sehen, dass dem Menschen alles unterworfen ist, wir aber „Jesus sehen“ (Hebräer 2,8–9).

Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht… – Psalm 8,6-7

Christus ist also der wahre Mensch – der Mensch, der Gottes ursprüngliche Absicht für die Menschheit erfüllt.

Der Menschensohn, auf den Gott achtet

HERR, was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? – Psalm 144,3

Auch hier liegt der Schwerpunkt auf der Geringfügigkeit des Menschen.

Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein flüchtiger Schatten! – Psalm 144,4

Christus blickt nicht bloß auf die Menschenkinder herab. Er wird einer von ihnen.

Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen… – Hebräer 2,11

Der Menschensohn, der den Tod besiegt

Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind (ben-adam), das wie Gras dahingegeben wird – Jesaja 51,12b

Hier wird „Menschensohn“ ausdrücklich mit Sterblichkeit in Verbindung gebracht.

Jesus verwendet wiederholt den Titel „Menschensohn“ im Zusammenhang mit seinem Tod und seiner Auferstehung:

…der Sohn des Menschen müsse viel leiden… und getötet werden und nach drei Tagen wiederauferstehen. – Markus 8,31

Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert; und sie werden ihn töten, und nachdem er getötet worden ist, wird er am dritten Tag auferstehen. – Markus 9,31

Denn auch der Sohn des Menschen ist… gekommen… sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. – Markus 10,45

Der gesegnete Menschensohn, der Gottes Bund ergreift

Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind (ben-adam), das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgendetwas Böses zu tun! – Jesaja 56,2

Hier ist der „Menschensohn“ der Mensch, der den Bund Gottes ergreift und Ihm gehorcht.

Christus ist unser Vorbild. Er sagt:

der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt. – Johannes 8,29

…ich [habe] die Gebote meines Vaters gehalten… – Johannes 15,10

Doch es liegt noch etwas Tieferes darin. Jesus macht sich den Bund nicht bloß für sich selbst zu eigen. Er wird zum Mittler des Bundes.

Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut… – Lukas 22,20

So spricht der HERR: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden. – Jesaja 56,1

Somit stellt Jesaja 56 den gesegneten Menschensohn als den gehorsamen Bundesträger dar; Christus ist der vollkommen gehorsame Menschensohn, durch den der Bundessegen andere erreicht.

Der Menschensohn, der in Herrlichkeit kommt

Die sechs untersuchten Textstellen belegen die gewöhnliche biblische Bedeutung:

Menschensohn = Mensch, sterblicher Mensch, schwacher Mensch.

Doch plötzlich greift Daniel genau dieses Konzept auf und stellt es auf den Kopf:

Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. – Daniel 7,13

Er empfängt:

    • Herrschaft
    • Herrlichkeit
    • ein Königreich
    • alle Völker, Nationen und Sprachen
    • eine ewige Herrschaft

Die biblische Entwicklungslinie sieht also etwa so aus:

    • Menschensohn → sterblicher Mensch
    • Menschensohn → schwacher und unbedeutender Mensch
    • Menschensohn → Mensch, der unter Gottes Heilsplan steht
    • Menschensohn → leidender und sterbender Mensch
    • Menschensohn → gehorsamer Mensch des Bundes
    • Menschensohn → verherrlichter Herrscher über alle Völker

Und Jesus beansprucht diesen Titel ganz bewusst für sich selbst.

Deshalb ist „Menschensohn“ ein so tiefgründiger Titel für Christus. Er umfasst beide Seiten seiner Identität:

Er ist wahrhaftig der Menschensohn – vollkommen Mensch, leidend, sterblich und gehorsam.

Und er ist der Menschensohn aus Daniel 7 – der mit den Wolken kommt, das Reich empfängt und über alle Völker herrscht.

Das Wasser des Lebens umsonst

Jesaja 55

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1 Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!

Vor einigen Jahren arbeitete ich mit einem Nachbarn draußen auf dem Feld. Es war ein heißer Sommertag, und wir waren durstig geworden. Wir gingen ein Stück in den Wald hinein, wo ein kleiner Bach mit klarem Quellwasser floss.

Im Wasser lag ein altes Glas. Mein Nachbar hob es vorsichtig heraus. Unten im Glas war noch etwas Erde und sogar ein bisschen Moos. Dann tauchte er das Glas wieder in den Bach, füllte es fast bis zum Rand und begann daraus zu trinken.

Ich fragte ihn: „Stört dich das nicht? Das Glas ist doch schmutzig.“

Er schaute mich an und sagte: „Nein. Solange du es nicht aufrührst, macht das nichts.“

Das Wasser war sauber. Es war frisch. Es konnte seinen Durst stillen.

Natürlich geht es in Jesaja 55 nicht um einen Bach und ein Trinkglas. Jesaja spricht von einem viel größeren Durst – dem Durst der Seele. Und Gottes Einladung lautet: „Kommt her zum Wasser!“

Die Einladung zur Erlösung

Der Ruf an die Durstigen: Gott lädt alle ein, die geistlich hungrig und mittellos sind, zu kommen und umsonst zu empfangen.

    • auf dem Berg

Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! – Matthäus 5,6

    • am Brunnen

Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser. – Johannes 4,10

Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast ja keinen Eimer, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser? Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, samt seinen Söhnen und seinem Vieh? – Johannes 4,11-12

Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt. – Johannes 4,13-14

Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht dürste und nicht hierherkommen muss, um zu schöpfen! – Johannes 4,15

    • am Tag des Festes

Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. – Johannes 7,37-38

    • am Ende der Zeit

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! – Offenbarung 21,6

    • im Hier und Jetzt

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! – Offenbarung 22,17

Die Gabe der Erlösung: Wasser für ihren Durst, Wein für ihre Freude und Milch für ihr Wachstum. Seine Erlösung ist nicht knapp bemessen, sondern voller Gnade und Überfluss.

…ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. – Johannes 10,10

2 Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen, und eure Seele soll sich laben an fetter Speise!

Die Torheit weltlichen Strebens: Eine Warnung davor, sich für Dinge abzumühen, die die Seele letztlich nicht sättigen.

Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. – Johannes 6,35

Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt. – Johannes 6,51b

3 Neigt eure Ohren und kommt her zu mir; hört, so wird eure Seele leben! Denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind.

Der ewige Bund: Eine Einladung, die gewisse, unerschütterliche Liebe Gottes zu genießen, die in den an David gegebenen Verheißungen wurzelt.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. – Johannes 5,24

4 Siehe, ich habe ihn zum Zeugen für Völkerschaften bestimmt, zum Fürsten und Gebieter von Völkern.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,27-29

 5 Siehe, du wirst ein Volk berufen, das du nicht kennst, und ein Volk, das dich nicht kannte, wird dir zulaufen wegen des HERRN, deines Gottes, und um des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat.

Der Ruf zur Umkehr und zum Suchen Gottes

6 Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist!

Dringlichkeit des Suchens: Die Menschen sind dazu aufgerufen, den Herrn zu suchen, solange Er gegenwärtig und erreichbar ist.

7 Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.

Abkehr von der Sünde: Eine Aufforderung an die Gottlosen, ihre ungerechten Wege und Gedanken aufzugeben.

Überreiche Vergebung: Die wunderbare Verheißung, dass Gott jenen, die zu Ihm zurückkehren, großzügig und vollständig vergibt.

Die unvergleichliche Natur von Gottes Wort

8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR;
9 sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Göttliche Transzendenz: Gottes Gedanken und Wege stehen unendlich weit über dem menschlichen Verstand.

10 Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst —
11 genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!

Die Kraft des Wortes: So wie Regen und Schnee der Erde Leben bringen, kehrt Gottes Wort niemals wirkungslos zurück, sondern erfüllt erfolgreich seinen Zweck.

Die herrliche Frucht der Erlösung

12 Denn ihr werdet mit Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden; die Berge und Hügel sollen vor euch in Jubel ausbrechen und alle Bäume des Feldes in die Hände klatschen.

Freude und Frieden: Den Gläubigen wird eine Zukunft verheißen, in der sie unter Jubel und Frieden aus ihren Nöten herausgeführt werden.

13 Statt der Dornen werden Zypressen wachsen und statt der Hecken Myrten; und das wird dem HERRN zum Ruhm gereichen, zu einem ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.

Erneuerung der Schöpfung: Selbst die Natur frohlockt; Berge singen und Bäume klatschen in die Hände – ein Sinnbild für die endgültige Wiederherstellung.

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,3

Gott lädt den Durstigen nicht nur ein, einen Schluck Wasser zu bekommen und dann wieder in die Wüste zurückzugehen. Er pflanzt ihn an Wasserbäche. Er gibt Leben, Wachstum und Frucht. Die Frage ist nicht nur: „Hast du von dieser Quelle getrunken?“ sondern auch: „Trägt dein Leben die Frucht eines Menschen, der an dieser Quelle lebt?“

Das Wunder der Gnade Gottes

Jesaja 54

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1 Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen lagst! Denn die Vereinsamte wird mehr Kinder haben als die Vermählte!, spricht der HERR.
2 Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Zeltdecken deiner Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pflöcke;
3 denn zur Rechten und zur Linken wirst du durchbrechen, und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern.

Fruchtbarkeit statt Unfruchtbarkeit

Sarah (1. Mose 11–21)

    • Jahrzehntelang kinderlos.
    • Isaak → Kind der Verheißung

Rebekka (1. Mose 25,21)

    • Isaak betete für sie, weil sie unfruchtbar war.
    • Jakob → Vater der zwölf Stämme

Rahel (1. Mose 29–30)

    • Lange kinderlos.
    • Joseph → Retter seiner Familie

Manoachs Frau (Richter 13)

    • Unfruchtbar.
    • Simson → Richter Israels

Hanna (1. Samuel 1–2)

    • Kinderlos und tief betrübt.
    • Samuel → Prophet und Königsmacher

Elizabeth (Lukas 1)

    • Im Alter unfruchtbar.
    • Johannes der Täufer → Wegbereiter des Messias

Israel, das Bundesvolk Gottes, das in der prophetischen Bildsprache als Zion, die Stadt Gottes, dargestellt wird (Jesaja 54,1-3).

    • Aus diesem wiederhergestellten Zion kommt schließlich der Messias hervor, geboren von Maria.

…und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern. – V. 3

Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: »und den Samen«, als von vielen, sondern als von einem: »und deinem Samen«, und dieser ist Christus. – Galater 3,16

    • Gott hat seine Verheißung durch das scheinbar Unmögliche erfüllt.

Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz nicht? Es steht doch geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der [leibeigenen] Magd, den anderen von der Freien. Der von der Magd war gemäß dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung. – Galater 4,21-23

Das hat einen bildlichen Sinn: Dies sind nämlich die zwei Bündnisse; das eine vom Berg Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar. Denn »Hagar« bedeutet den Berg Sinai in Arabien und entspricht dem jetzigen Jerusalem, und es ist in Knechtschaft samt seinen Kindern. Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist die Mutter von uns allen. – Galater 4,24-26

    • Paulus wendet sich nun der Schrift zu und zitiert Jesaja 54, um die Gläubigen als Kinder der Verheißung zu beschreiben.

Denn es steht geschrieben: »Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat«. Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung. – Galater 4,27-28

    • Der Unterschied zwischen dem Kind der Verheißung und dem Kind des Fleisches bleibt bestehen.

Doch gleichwie damals der gemäß dem Fleisch Geborene den gemäß dem Geist [Geborenen] verfolgte, so auch jetzt. Was aber sagt die Schrift? »Treibe die Magd hinaus und ihren Sohn! Denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien«. So sind wir also, Brüder, nicht Kinder der [leibeigenen] Magd, sondern der Freien. – Galater 4,29-31

4 Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden! Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen, und an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken.
5 Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, HERR der Heerscharen ist sein Name; und dein Erlöser ist der Heilige Israels; er wird »Gott der ganzen Erde« genannt.

Wiederherstellung statt Verlassenheit

Welch große Worte des Trostes!

Fürchte dich nicht… – V. 4

Schäme dich nicht… – V. 4

Denn… dein Erlöser ist der Heilige Israels… – V. 5

6 Denn wie eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der HERR dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.

Welch großes Mitgefühl!

Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. – Jesaja 53,6

7 Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln.
8 In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.

Welch große Liebe!

Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; – V. 7a

aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln. – V. 7b

In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; – V. 8a

aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. – V. 8b

9 Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs: Denn wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nie mehr die Erde überfluten sollen, so habe ich geschworen, dass ich nie mehr über dich zornig werden noch dich schelten werde.
10 Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Frieden statt Gericht

Vergleich mit Noah – Gericht ist abgeschlossen

    • Gott schwört: kein solcher Zorn mehr über dich

Unerschütterlicher Bund – Gottes Gnade bleibt

    • Berge mögen weichen
    • Hügel wanken
    • aber Gottes Gnade bleibt
    • sein Friedensbund bleibt bestehen

Welch eine Verheißung!

Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der HERR. – Jeremia 31,31-32

Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den HERRN!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der HERR; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken! – Jeremia 31,33-34

 11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich will deine Steine in Bleiglanz legen und deine Grundfesten mit Saphiren bauen.
12 Ich will deine Zinnen aus Rubinen machen und deine Pforten aus Karfunkeln und alle deine Grenzmauern aus köstlichen Steinen.

Sicherheit statt Furcht

Die in Herrlichkeit wiederaufgebaute Stadt

    • Edelsteine ​​schmücken die Stadt.
    • Beständigkeit und Schönheit sind wiederhergestellt.

13 Und alle deine Kinder werden vom HERRN gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein.
14 Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegründet werden. Du wirst fern sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er wird nicht zu dir nahen.

Der Segen für die Bürger

    • Vom Herrn gelehrt.
    • Großer Friede.
    • In Gerechtigkeit gegründet.
    • Frei von Unterdrückung und Furcht.

15 Siehe, sie mögen sich wohl zusammenrotten; aber es geht nicht von mir aus. Wer sich aber gegen dich zusammenrottet, der wird an dir zu Fall kommen.
16 Siehe, ich habe den Schmied gemacht, der das Kohlenfeuer anbläst und eine Waffe hervorbringt nach seinem Handwerk; und ich habe auch den Zerstörer gemacht, um zu vernichten.
17 Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteilwird, spricht der HERR.

Göttlicher Schutz garantiert

    • Feinde mögen sich versammeln, doch nicht mit Gottes Billigung.
    • Gott ist der Herr über den Schmied wie auch über den Zerstörer.
    • Keine Waffe, die gegen Gottes Volk geschmiedet wird, wird letztlich Erfolg haben.

Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? – Römer 8,31

    • Dies ist das Erbe der Knechte des Herrn.

wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. – 1. Korinther 2,9

für mich getragen

Jesaja 53

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1 Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er geoffenbart worden?

Die Ablehnung Christi

Seine Botschaft wird hinterfragt

Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt würde, das er gesprochen hat: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?« – Johannes 12,37-38

2 Er wuchs auf vor ihm wie ein Schössling, wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht.

Demütige Anfänge

Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.« – Lukas 4,16-19

3 Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht.

Unauffälliges Erscheinungsbild

Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren! Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund kamen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? – Lukas 4,20-22

Gesellschaftliche Verwerfung

Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog weiter. – Lukas 4,28-30

4 Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.

Das stellvertretende Leiden

Tragen unserer Lasten:

Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist, der spricht: »Er hat unsere Gebrechen weggenommen und unsere Krankheiten getragen«. – Matthäus 8,16-17

5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.

Heilung durch Leiden:

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist, – 1. Petrus 3,18

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden. – 2. Korinther 5,21

…und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,7b

6 Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.

Die verlorenen Schafe:

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. – 1. Petrus 2,24-25

7 Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.

Die stille Unterwerfung und der Tod

Da lief Philippus hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen; und er sprach: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie kann ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. – Apostelgeschichte 8,30-31

Die Schriftstelle aber, die er las, war diese: »Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf. In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht aufgehoben. Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen!« – Apostelgeschichte 8,32-33

Da wandte sich der Kämmerer an Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dies? Von sich selbst oder von einem anderen? Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. – Apostelgeschichte 8,34-35

Schweigen vor den Anklägern:

Die obersten Priester aber und der ganze Hohe Rat suchten ein Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu töten, und sie fanden keines. Denn viele legten ein falsches Zeugnis gegen ihn ab, doch stimmten die Zeugnisse nicht überein. Und es standen etliche auf, legten ein falsches Zeugnis gegen ihn ab und sprachen: Wir haben ihn sagen hören: Ich will diesen mit Händen gemachten Tempel zerstören und in drei Tagen einen anderen aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Aber auch so war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend. Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte, fragte Jesus und sprach: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich aussagen? Er aber schwieg und antwortete nichts. – Markus 14,55-61

Und die obersten Priester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. Er aber antwortete ihnen nichts. Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Sieh, wie viele Dinge sie gegen dich aussagen! Jesus aber antwortete nichts mehr, sodass sich Pilatus verwunderte. – Markus 15,3-5

Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst gern gesehen, weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. Er legte ihm denn auch viele Fragen vor; aber er gab ihm keine Antwort. Die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten standen da und verklagten ihn heftig. – Lukas 23,8-10

8 Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn er wurde aus dem Land der Lebendigen weggerissen; wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen.

Ungerechtes Gericht: Er wurde aus Haft und Gericht hinweggenommen und starb kinderlos (ohne dass sein Geschlecht bedacht wurde).

9 Und man bestimmte sein Grab bei Gottlosen, aber bei einem Reichen [war er] in seinem Tod, weil er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Mund gewesen war.

Tod und Begräbnis:

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrs 2,21-23

10 Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des HERRN wird in seiner Hand gelingen.

Der endgültige Sieg und die Belohnung

Der Wille des Vaters:

Und sie kommen zu einem Grundstück namens Gethsemane. Und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier hin, bis ich gebetet habe! Und er nahm Petrus und Jakobus und Johannes mit sich; und er fing an, zu erschrecken, und ihm graute sehr. Und er sprach zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! – Markus 14,32-34

Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge. Und er sprach: Abba, Vater! Alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst! – Markus 14,35-36

Und er kommt und findet sie schlafend. Und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine Stunde wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Und er ging wiederum hin, betete und sprach dieselben Worte. – Markus 14,37-39

Und als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. Und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: Schlaft ihr noch immer und ruht? — Es ist genug! Die Stunde ist gekommen. Siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder ausgeliefert. – Markus 14,40-41

Als aber die sechste Stunde anbrach, kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« – Markus 15,33-34

Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. – Johannes 19,29-30

Und der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei. Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüberstand, sah, dass er so schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! – Markus 15,38-39

Andeutung der Auferstehung: Nach seinem Tod heißt es, dass er „Nachkommen sehen“ und „seine Tage verlängern“ wird – ein Hinweis auf die Auferstehung.

​Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sehr früh am ersten Tag der Woche, als die Sonne aufging, kamen sie zu dem Grab. Und sie sagten zueinander: Wer wälzt uns den Stein von dem Eingang des Grabes? – Markus 16,1-3

Und als sie aufblickten, sahen sie, dass der Stein weggewälzt war. Er war nämlich sehr groß. Und sie gingen in das Grab hinein und sahen einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand; und sie erschraken. – Markus 16,4-5

Er aber spricht zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten! – Markus 16,6

11 Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen.

Rechtfertigung vieler: Durch seine Erkenntnis und sein Opfer wird der „gerechte Knecht“ viele rechtfertigen und ihre Missetaten tragen.

Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. – Römer 5,8

12 Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat.

Erhöhung: Weil er „seine Seele in den Tod ausgeschüttet“ hat und zu den Übeltätern gezählt wurde, wird er erhöht, erhält Anteil unter den Großen und tritt für die Sünder ein.

Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten. – Hebräer 7,25

 

 

 

 

Hoffnung für eine zerbrochene Welt

Jesaja 52,7-53,1

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7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil verkündigt, der zu Zion sagt: Dein Gott herrscht als König!

Die Weisheit des Plans Gottes

Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. – 1. Korinther 1,21

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!« Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja spricht: »Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?« – Römer 10,14-16

Das Werk des Plans Gottes

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! – Markus 16,15

und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. – Lukas 24,47

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; – Römer 1,16

8 Da ist die Stimme deiner Wächter! Sie werden ihre Stimme erheben und miteinander jauchzen; denn mit eigenen Augen werden sie es sehen, wenn der HERR wieder nach Zion kommt.
9 Ihr Trümmer Jerusalems, freut euch und frohlockt miteinander! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst!

sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! – Apostelgeschichte 1,8

10 Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Heiden; und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen! —

 Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,12-13

Das Wunder des Plans Gottes

    • Errettung (veränderte Herzen) „…alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen.“
    • Heiligung (veränderte Leben)

 11 Weicht! Weicht! Geht hinaus von dort! Rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte! Reinigt euch, die ihr die Geräte des HERRN tragt!

    • Bewahrung

12 Geht aber nicht hastig davon, und eilt nicht wie Flüchtlinge hinweg; denn der HERR zieht vor euch her, und der Gott Israels ist eure Nachhut.

    • Der Retter

13 Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln, er wird erhoben sein, erhöht werden und sehr erhaben sein.

Sein Leib wurde am Kreuz erhöht

und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. – Johannes 12,32

Sein Name wurde in der Auferstehung erhöht

Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen. – Apostelgeschichte 2,32

Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9-11

Seine Herrschaft wurde zur Rechten Gottes erhöht

er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. – Hebräer 1,3

Die Antwort auf Gottes Plan

    • Viele sind erstaunt

14 Gleichwie sich viele über dich entsetzten — so sehr war sein Angesicht entstellt, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder —,

    • Einige bedenken

15 genauso wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen, und Könige werden vor ihm den Mund schließen. Denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, werden sie wahrnehmen.

    • Einige glauben

53,1 Wer hat unserer Verkündigung geglaubt, und der Arm des HERRN, wem ist er geoffenbart worden?

Sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen!« Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; – Römer 10,8-10

denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,13

Als Erlöste leben

Jesaja 52,1-6

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1 Wache auf! Wache auf! Zion, ziehe deine Stärke an! Ziehe deine Ehrenkleider an, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn von nun an wird kein Unbeschnittener noch Unreiner mehr in dich hineinkommen.
2 Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich hin, Jerusalem! Mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion!

Ein Aufruf, als der zu leben, der erlöst worden ist.

Wache auf! Wache auf!

    • Woraus wachen wir auf?

Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. – Römer 6,4

    • Wozu wachen wir auf?

Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten; denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts! – Römer 13,11-12

Diejenigen, die Gott errettet hat, sollen nicht halb wach leben, als ob sich nichts verändert hätte.

Lasst uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid; sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden! – Römer 13,13-14

    • Warum aufwachen?

Werdet doch wirklich nüchtern und sündigt nicht! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes; das sage ich euch zur Beschämung. – 1. Korinther 15,34

Zieh die Stärke des HERRN an!

Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. – Epheser 6,10

Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, [wohl denen], in deren Herzen gebahnte Wege sind! – Psalm 84,6

Ziehe die Ehrenkleider eines Erlösten an!!

Dies ist kein Aufruf, erlöst zu werden.

Es ist ein Aufruf, als Erlöste zu leben.

Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Bräutigam sich den priesterlichen Kopfschmuck anlegt und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. – Jesaja 61,10

Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. – 1. Petrus 3,3-4

Schüttle den Staub von dir ab, steh auf und setze dich hin!

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. – 1. Johannes 1,8-9

Mache dich los von den Fesseln deines Halses!

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

 3 Denn so spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, so sollt ihr auch ohne Geld erlöst werden!
4 Denn so spricht GOTT, der Herr: Mein Volk ist vor Zeiten nach Ägypten hinabgezogen, um sich dort in der Fremde aufzuhalten; und der Assyrer hat sie ohne Ursache bedrückt.

Eine Zusage, dass Gott die Erlösung vollendet hat.

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! Es stand nun ein Gefäß voll Essig da; sie aber tränkten einen Schwamm mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund. Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist. – Johannes 19,28-30

Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst! – Jesaja 44,22

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns überströmend widerfahren ließ in aller Weisheit und Einsicht. – Epheser 1,7-8

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. – Jesaja 43,1

5 Nun aber, was geschieht mir denn hier, spricht der HERR, dass mein Volk ohne Entschädigung geraubt wird? Seine Beherrscher jauchzen triumphierend, spricht der HERR, und mein Name wird beständig gelästert, den ganzen Tag.
6 Darum soll mein Volk meinen Namen kennenlernen, ja, darum wird es an jenem Tag erkennen, dass ich der bin, welcher spricht: Siehe, hier bin ich!

Eine Zusage der ewigen Sicherheit in Gottes Gegenwart.

    • Heilssicherheit

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. – Johannes 10,27-29

fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit! – Jesaja 41,10

weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. – Philipper 1,6

    • Heilsgewissheit

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. – Römer 8,38-39

In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit. – Epheser 1,13-14

Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, und damit ihr [auch weiterhin] an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. – 1. Johannes 5,13

Wie wäre es mit dir – weißt du, dass du ewiges Leben hast? Ich habe gute Nachrichten: Du kannst es wissen.

Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden; denn die Schrift spricht: »Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!« – Römer 10,9-11

 

 

Der Kelch des Gerichts

Jesaja 51,17-23

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17 Erwache! Erwache! Stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des HERRN den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch getrunken und ausgeschlürft hast!

Wenn du ans Ende deines Weges kommst

Es gibt zwei Wege und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod. – Sprüche 14,12

Der rechte Weg ist nicht geheim oder kompliziert. Er bedeutet:

    • auf Gottes Stimme hören
    • in seinen Wegen bleiben
    • ihm vertrauen, auch wenn andere Wege schneller oder leichter erscheinen

Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, – 3. Mose 26,3

Versorgung

so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. – 3. Mose 26,4

Sicherheit

Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft… – 3. Mose 26,6a

Gegenwart Gottes

Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen – 3. Mose 26,11a

Jerusalem hat nicht den rechten Weg gewählt und ist nun am Ende des falschen Weges angelangt.

Gott ließ sie aus dem Kelch seines Zorns trinken, und nun ist der Kelch leer.

Diese Metapher des Kelch geht auf 5. Mose 5,24 zurück:

Und er soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben, damit das fluchbringende Wasser in sie eindringt und ihr zur Bitterkeit wird. – 5. Mose 5,24

18 Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Söhnen, die sie geboren hat, und niemand, der sie an der Hand führte, von allen Söhnen, die sie großgezogen hat.

Wenn du dein Leben auf dem falschen Weg lebst, wird dir am Ende niemand mehr helfen können, nicht einmal deine Kinder.

19 Dies beides ist dir begegnet — aber wer bezeugt dir Teilnahme? —: Verheerung und Zerstörung, Hunger und Schwert; wie soll ich dich trösten?

Wie viele Menschen kommen ans Ende ihres Weges und verzweifeln?

„Ich habe es auf meine Art geschafft“ tröstet nicht.

20 Deine Kinder sanken ohnmächtig hin; sie lagen an allen Straßenecken, wie eine Antilope im Netz, und waren voll von dem grimmigen Zorn des HERRN und von dem Schelten deines Gottes.

Die Kinder sind ihren Eltern auf den falschen Weg gefolgt und befinden sich im selben Zustand.

21 Darum höre doch das, du Elende, die du trunken bist, aber nicht vom Wein:
22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, der den Rechtsstreit für sein Volk führt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimms, dass du künftig nicht mehr daraus trinken musst,

Jesus kommt, wenn es kein Zurück mehr gibt

Gerade an dem Punkt, an dem du keinen Ausweg mehr siehst und niemand dir helfen kann, kommt Jesus vorbei, um dir zu helfen.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. – Matthäus 11,28-30

Wie kommt Jesus zu Hilfe? Er hat den Kelch des Zorns selbst getrunken, damit wir ihn nicht trinken müssen.

Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich; und er fing an, betrübt zu werden, und ihm graute sehr. Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! – Matthäus 26,37-39

23 und ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben: Bücke dich, dass wir über dich wegschreiten können!, sodass du deinen Rücken der Erde gleichmachen musstest und wie eine Straße für die, die darübergingen.

Gottes Gerechtigkeit wird sich durchsetzen

Der Kelch ist in Gottes Hand! Für die, die Christus annehmen, wurde er schon getrunken; für die, die ablehnen, bleibt er bestehen.

Denn ein Becher ist in der Hand des HERRN, gefüllt mit schäumendem Würzwein; davon schenkt er ein: sogar seine Hefen müssen schlürfen und trinken alle Gottlosen auf Erden. – Psalm 75,9

Gott nimmt kein Unrecht unbeachtet!

Für die, die in Christus sind, ist Gnade gesichert

Jesus hat den Kelch des Zorns getrunken; wir müssen ihn nicht trinken.

Für die, die Christus ablehnen, bleibt der Kelch

Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. – Hebräer 10,26-27

Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! – Hebräer 6,4-6

Denn ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt, und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott; dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nahe; es wird am Ende verbrannt. – Hebräer 6,4-8

Im Schatten seiner Hand: Die Geburt des Retters

Jesaja 51,9-16

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Stell dir eine Zeit vor, vielleicht einen Tag, eine Woche oder einen Monat, in der du ständig von Wellen des Leidens überrollt wirst.

Kaum hast du wieder Luft geholt, trifft dich die nächste Welle.

Kaum scheint ein Problem gelöst, bricht das nächste über dich herein.

Dein Herz fragt Gott: Wie lange noch? Hast du mich vergessen, Herr?

Oder wie die Jünger Jesu im Gewitter: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?“

Ja, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet. Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! Warum verbirgst du dein Angesicht und vergisst unser Elend und unsere Bedrängnis? Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden. Mache dich auf und komm uns zu Hilfe, und erlöse uns um deiner Gnade willen! – Psalm 44,23-27

 9 Wache auf! Wache auf! Ziehe Stärke an, du Arm des HERRN! Erwache wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
10 Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt und die Tiefen des Meers zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchziehen konnten?

Gottes mächtige Taten in der Vorzeit und der Urzeit geben Hoffnung für heute

    • Die Urzeit:

Schon vor aller Geschichte hat Gott das Chaos gebändigt und Satan besiegt.

Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis. Die Säulen des Himmels erbeben und erschrecken vor seinem Schelten. Durch seine Kraft erregt er das Meer, und mit seinem Verstand zerschlägt er das Ungeheuer. Durch seinen Hauch wird der Himmel klar; mit seiner Hand durchbohrt er die flüchtige Schlange. – Hiob 26,10-13

Rahab und der Drache symbolisieren die uranfänglichen Mächte des Bösen.

O HERR, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, HERR? Und deine Treue ist um dich her! Du beherrschst das ungestüme Meer; wenn sich seine Wogen erheben, so stillst du sie. Du hast Rahab zermalmt wie einen Erschlagenen, deine Feinde zerstreut mit deinem starken Arm. Dein sind die Himmel, dir gehört auch die Erde, der Erdkreis und was ihn erfüllt; du hast es alles gegründet. – Psalm 89,9-12

Gott ist der Sieger von Anfang an – und Er wird auch heute handeln.

    • Die Vorzeit

Wie Er das Chaos in der Urzeit gebändigt hat, so öffnete Gott im 2. Mose einen Weg durch das Rote Meer.

Die Erlösten konnten hindurchziehen.

Gottes frühere Rettungshandlungen zeigen, dass auch wir heute auf Seine Hilfe vertrauen können.

11 So werden die Erlösten des HERRN zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein; Freude und Wonne werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.

    • Die Endzeit

Christus ist geboren und in eine Krippe gelegt worden, um in der Endzeit das zu vollbringen, was Gott schon in der Urzeit bewirkt hat.

Die Rettung, die einst das Chaos bezwang und den Drachen brach und Israel durch das Meer führte, findet ihre vollkommene Erfüllung in Jesus Christus, unserem Retter.

Von der Urzeit über die Vorzeit bis in die Endzeit: Derselbe Gott, der das Chaos ordnete, den Drachen besiegte, das Meer teilte und Sein Volk rettete, handelt heute in Christus – und schenkt uns Hoffnung.

12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird,
13 und dass du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? Und allezeit, den ganzen Tag, fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben. Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers?

Gottes Trost und Gegenwart zu jeder Zeit

Gott ist der, der uns tröstet „Ich, ich bin es, der euch tröstet.“

Warum fürchtest du vor dem sterblichen Menschenkind… während du den HERRN vergisst, der dich gemacht hat?

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! – Matthäus 10,28

Gott erinnert uns daran, dass wir Seine Geschöpfe sind, und Er allein über Leben und Seele verfügt.

Warum fürchtest du vor dem Grimm des Bedrückers?

Ich rief zum HERRN in meiner Not, der HERR antwortete mir und befreite mich. Der HERR ist für mich, ich fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun? – Psalm 118,5-6

14 Der in Ketten Gekrümmte wird schnell losgemacht, damit er nicht umkommt in der Grube, noch an Brot Mangel leidet.

Das Leiden hier währt nur kurz

Schwierigkeiten und Bedrängnis sind vorübergehend.

Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. – Psalm 37,23-24

15 Ich bin ja der HERR, dein Gott, der das Meer aufwühlt, dass seine Wellen brausen: HERR der Heerscharen ist sein Name.

Der HERR der alles kann ist unser Herr. „Ich bin ja der HERR, dein Gott“

Gott ist mächtig über alles, auch über Natur, Chaos und unsere Not.

Sein Segen ist ständig und zuverlässig.

Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. Er ist allezeit barmherzig und leiht gern, und sein Same wird zum Segen. – Psalm 37,25-26

Gottes Trost ist immer verfügbar (Allezeit). Wir brauchen uns vor Menschen und vor Leid nicht zu fürchten, denn Er ist mächtig und treu.

So wie Gott einst das Chaos und das Meer bezwang, ist Er heute beständig bei uns, stärkt, tröstet und hält uns in jeder Not.

Die endgültige Rettung, die schon durch die Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde, wird in Christus vollendet.

16 Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!

Die Rettung ist in Christus vollendet

Christus wird mit göttlicher Autorität ausgerüstet

Der Messias spricht nicht im eigenen Namen, sondern im Namen des Vaters.

Seine Worte sind Gottes Worte, sein Auftrag ist Gottes Auftrag.

Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich im Schatten meiner Hand verborgen…“

Die „Hand Gottes“ ist Schutz, Bevollmächtigung und Sendung zugleich.

Er ist die Verkörperung der Rettung, die in Urzeit und Vorzeit angekündigt wurde

Was Gott am Anfang begann (Urzeit: Sieg über das Chaos und den Drachen), was Er in der Geschichte wiederholt zeigte (Vorzeit: Befreiungen in Israel), wird in Christus endgültig und vollkommen erfüllt (Endzeit).

Christus ist der, der alle Fäden der Heilsgeschichte zusammenführt.

Gott nennt drei Ziele seines Werkes (und alle erfüllen sich in Christus)

„um den Himmel auszuspannen“

Christus ist der Herr der Schöpfung (Johannes 1,3; Kolosser 1,16).

Die neue Schöpfung beginnt in Ihm.

„um die Erde zu gründen“

Gottes Heilswerk ist nicht abstrakt – es kommt auf die Erde.

In Bethlehem berührt Gottes ewige Herrlichkeit unsere menschliche Welt.

„um zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!“

Durch Christus entsteht das neue Gottesvolk:
Juden und Heiden vereint in Ihm.

Advent erinnert uns daran: Gott vergisst sein Volk nicht – Er kommt zu ihm.

Im Advent feiern wir die Geburt Christi, durch die Gottes Rettung vom Urchaos bis zur Erlösung der Welt Wirklichkeit wird

Der, der am Anfang die Dunkelheit bezwang, kam in eine dunkle Welt als Licht.

Der, der Israel durch das Meer führte, kam, um uns durch den Tod zu führen.

Der, der sprach „Du bist mein Volk“, wurde Mensch, um sein Volk zu erlösen.

In Christus treffen Urzeit, Vorzeit und Endzeit zusammen.

Er ist der Anfang und das Ende der Rettung.

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. – Psalm 91,1

Von Erinnerung zur Hoffnung

Jesaja 51,1–8

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1 Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den HERRN sucht! Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!
2 Seht auf Abraham, euren Vater, und auf Sarah, die euch geboren hat; denn als Einzelnen habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und gemehrt.
3 Denn der HERR tröstet Zion; er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Steppe wie den Garten des HERRN. Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang wird darin gefunden werden.

Gott spricht zu Seinem Volk in einer Zeit der Unsicherheit und verheißt Rettung und Erlösung.

Zurückblicken – Gottes Treue erinnern

Beachte die synonymen Parallelismen in diesen Versen.

    • „Ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt“ / „ihr, die ihr den HERRN sucht!“
    • „Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen“ / „Seht auf Abraham, euren Vater“
    • „und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid!“ / „und auf Sarah, die euch geboren hat“

Abraham ist der Einzige unter seinen Zeitgenossen gewesen, den Gott berufen, gesegnet und vermehrt hat.

In Vers 3 sehen wir, wie Gott sie gesegnet hat:

    • Er hat getröstet – „Denn der HERR hat Zion getröstet; er hat alle ihre Trümmer getröstet.“
      → Gott bringt Trost, wo vorher Zerbruch war.
    • Er hat erneuert – „Er hat ihre Wüsten wie Eden gemacht und ihre Steppe wie den Garten des HERRN.“
      → Was tot und leer war, hat Er in neues Leben verwandelt.
    • Er hat Freude geschenkt – „Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang sind darin gefunden worden.“
      → Aus Trauer ist Lob geworden; aus Öde ist Anbetung hervorgegangen.

Gottes Treue in der Vergangenheit ist die Grundlage für Vertrauen in der Gegenwart.

Ich will gedenken an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine Wunder aus alter Zeit, und ich sinne nach über alle deine Werke und erwäge deine großen Taten: – Psalm 77,12-13

Erinnere dich an Gottes Wirken in deinem Leben und lass vergangene Segnungen deinen Glauben und deinen Mut stärken.

Betrachte Gottes Treue in der Geschichte als Beweis seiner Zuverlässigkeit und wende dich Gott zu, so wie Abraham und Sara es taten.

4 So achte nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren; denn ein Gesetz wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten.
5 Meine Gerechtigkeit ist nahe, meine Rettung zieht aus, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten.
6 Erhebt eure Augen zum Himmel und schaut auf die Erde drunten; denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch, und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen, und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen; aber mein Heil wird ewig bleiben und meine Gerechtigkeit nicht zugrunde gehen.

Hinaufschauen – Gottes Gerechtigkeit und Rettung vertrauen

    • Aufmerksamkeit auf Gott

„So achte nun auf mich, mein Volk“ / „und ihr, meine Leute, leiht mir eure Ohren“

Synonymie: Beide Zeilen fordern das Volk auf, aufmerksam auf Gottes Worte zu hören.

    • Gesetz und Recht

„Denn ein Gesetz wird von mir ausgehen“ / „und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten“

Synthetisch/aufbauend: Gottes Gesetz und Recht wirken gerecht über die Völker und bringen Licht in die Welt.

    • Gerechtigkeit und Rettung in Aktion

„Meine Gerechtigkeit ist nahe“ / „meine Rettung zieht aus“

Synthetisch: Gottes Gerechtigkeit und Rettung treten aktiv in die Welt ein; sie sind nicht nur abstrakte Prinzipien.

    • Macht und Vertrauen

„Und meine Arme werden die Völker richten“ / „auf mich werden die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten“

Synthetisch: Gottes Macht ist handlungsfähig, und die Völker setzen ihr Vertrauen auf Ihn.

    • Vergängliche Welt

„denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch“ / „und die Erde wird wie ein Kleid zerfallen“ / „und ihre Einwohner werden auf dieselbe Weise umkommen“

Synthetische Triade: Alles Vergängliche in der Welt, selbst die Menschen, steht unter Gottes Gericht, während Sein Heil ewig bleibt

    • Ewigkeit von Heil und Gerechtigkeit

„Mein Heil wird ewig bleiben / meine Gerechtigkeit wird nicht zugrunde gehen“

Synonymie: Gottes beständiges Heil und Seine Gerechtigkeit währen ewig.

Rettung ist vollständig Gottes Werk; wir sollen Ihm vertrauen und uns nicht auf menschliche Kraft oder Umstände verlassen.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst! – Jesaja 45,22

Menschliche Anstrengungen sind vergänglich; Gottes Rettung ist sicher und zugänglich.

Reagiert auf Gottes Einladung und verlasst euch auf Seine Macht.

7 Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt! Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.
8 Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid; und die Schabe wird sie fressen wie Wolle; aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.

Vorausblicken – Mut fassen, nicht fürchten

    • Geistliche Veränderung erkennen (V.1 → V.7)

„Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die ihr den HERRN sucht!“ (V.1)

Verben: nachjagen, suchen → aktiv, strebend

Das Volk ist auf dem Weg, sie suchen nach Gerechtigkeit und Gott.

„Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt!“ (V.7)

Verben: kennt, im Herzen trägt → Zustand, innerlich verwurzelt

Das Volk ist nun gerettet, trägt Gottes Gesetz im Herzen, kennt Gerechtigkeit und braucht keine äußere Suche mehr.

Vergleich: Nachjagen → kennen / suchen → tragen im Herzen

Gott bringt Veränderungen im Volk – von Suchenden zu Treuen.

    • Keine Furcht vor Menschen

„Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen der Menschen“ / „entsetzt euch nicht vor ihrem Lästern.“

Synonymie: Gläubige sollen nicht von menschlicher Kritik einschüchtern lassen.

Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit gibt Freiheit und Mut, das Richtige zu tun, selbst wenn Menschen spotten.

    • Vergänglichkeit von Besitz und Welt

„Denn die Motte wird sie fressen wie ein Kleid“ / „die Schabe wird sie fressen wie Wolle“

Synthetisch: Alles Menschliche ist zerbrechlich und vergänglich.

Gläubige sollen nicht auf vergängliche Dinge vertrauen, sondern auf Gottes Rettung und Gerechtigkeit.

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! – Matthäus 6,19-20

Gottes Heil bleibt ewig, im Gegensatz zu weltlichen Dingen.

    • Ewigkeit von Heil und Gerechtigkeit

„aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben“ / „mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.“

Synonymie: Gottes Rettung und Gerechtigkeit sind dauerhaft und generationenübergreifend, im Gegensatz zu allem Vergänglichen in der Welt.

Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! – Matthäus 6,33

Es gibt Hoffnung und ewige Sicherheit, wenn man jetzt auf Gott vertraut.

Ich will den HERRN preisen allezeit, sein Lob soll immerzu in meinem Mund sein. – Psalm 34,2

Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir und rettete mich aus allen meinen Ängsten. Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht beschämt. – Psalm 34,5-6

Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist; wohl dem, der auf ihn traut! – Psalm 34,9

 

 

Wandeln in Licht

Jesaja 50,1-11

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1 So spricht der HERR: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, mit dem ich sie verstoßen habe? Oder welchem von meinen Gläubigern habe ich euch verkauft? Siehe, ihr seid um eurer Sünden willen verkauft worden, und um eurer Übertretungen willen ist eure Mutter verstoßen worden.

Die Trennung von Licht

Die Sünde trennt uns von Gottes Licht.

Der Mensch flieht das Licht, weil es seine Sünde offenbart.

Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. – Johannes 3,19

Sünde führt zur bewussten Abkehr von Gott.

Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. – Johannes 3,20

Wer die Wahrheit liebt, sucht das Licht – und findet darin Reinigung und Gemeinschaft mit Gott.

Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. – Johannes 3,21

Definitionen von „Sünde“ im Alten Testament:

„Sünde“ ist das Verfehlen eines Ziels – das Unterlassen dessen, was Gott befohlen hat.

denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten – Römer 3,23

„Übertretung“ bedeutet das Überschreiten einer von Gott gesetzten Grenze.

Beispiel: Adams Übertretung im Garten Eden war nicht Unwissenheit, sondern bewusster Ungehorsam.

„Missetat“ bezeichnet alles, was aus seinem richtigen Verlauf oder seiner Bestimmung herausgekommen ist – alles, was moralisch verzerrt oder pervertiert ist.

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein Ohr nicht zu schwer zum Hören; sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört! – Jesaja 59,1-2

2 Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? Ist etwa meine Hand zu kurz, um zu erlösen, oder ist bei mir keine Kraft, um zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich mache Ströme zur Wüste, dass ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben!
3 Ich kleide den Himmel in Schwarz und bedecke ihn mit Sacktuch.

Wenn niemand antwortet, liegt es nicht daran, dass Gott sich nicht kümmert, nicht handeln kann oder nicht retten will.

    • Er kümmert sich – Er hat gerufen

Warum war kein Mensch da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? – 2a

Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben; es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen Einzigen! – Psalm 53,3-4

    • Er kann handeln – Er hat die Macht zu erlösen

Ist etwa meine Hand zu kurz, um zu erlösen…? – 2b

Und Mose sprach: 600 000 Mann Fußvolk sind es, in deren Mitte ich bin, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, dass sie einen Monat lang zu essen haben! Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, dass es für sie genug ist? Oder kann man alle Fische des Meeres einfangen, dass es für sie genug ist? Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort vor dir eintreffen wird oder nicht! – 4. Mose 11,21-23

    • Er will retten – Er ist bereit zu befreien

…oder ist bei mir keine Kraft, um zu erretten? – 2c

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. – 2. Petrus 3,9

Die Demonstration des Lichts

Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. – Johannes 8,12

4 GOTT, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger [hören].

    • Durch gelenktes Sprechen

Gott gibt dem Knecht die „Zunge eines Jüngers“, damit er von ihm geleitet zur rechten Zeit spricht und so Orientierung für die Müden bietet.

Ich habe Gerechtigkeit als frohe Botschaft verkündigt in der großen Gemeinde; siehe, ich will meine Lippen nicht verschließen, HERR, das weißt du! Deine Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen, ich redete von deiner Wahrheit und von deinem Heil; deine Gnade und Wahrheit verschwieg ich nicht vor der großen Gemeinde. – Psalm 40,10-11

5 GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet; und ich habe mich nicht widersetzt und bin nicht zurückgewichen.

    • Durch geleitetes Hören

Gott öffnet dem Knecht das Ohr, und durch von ihm geleitetes Hören folgt er treu, sodass Weisheit und Orientierung zum Licht für andere werden.

Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; Ohren aber hast du mir bereitet; Brandopfer und Sündopfer hast du nicht verlangt. Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben; deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen. – Psalm 40,7-9

6 Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.

    • Durch geduldiges Leiden

Der Knecht erträgt Schmach, Spott und Leid geduldig, ohne zurückzuweichen, und zeigt so Vertrauen in Gottes Treue und Weisheit.

als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet. – 1. Petrus 2,23

7 Aber GOTT, der Herr, wird mir helfen, darum muss ich mich nicht schämen; darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein, denn ich wusste, dass ich nicht zuschanden würde.

    • Durch standhafte Entschlossenheit

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. – Hebräer 12,2

8 Der mich rechtfertigt, ist nahe; wer will mit mir rechten? Lasst uns miteinander hintreten! Wer will gegen mich Anklage erheben? Er trete her zu mir!
9 Siehe, GOTT, der Herr, steht mir bei — wer will mich für schuldig erklären? Siehe, sie werden alle zerfallen wie ein Kleid; die Motte wird sie fressen.

    • Durch vollkommenes Vertrauen

Der Knecht vertraut auf Gottes Rechtfertigung und Schutz und bleibt unerschüttert.

Gleichwie sich viele über dich entsetzten — so sehr war sein Angesicht entstellt, mehr als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder —, genauso wird er viele Heidenvölker in Erstaunen setzen, und Könige werden vor ihm den Mund schließen. Denn was ihnen nie erzählt worden war, das werden sie sehen, und was sie nie gehört hatten, werden sie wahrnehmen. – Jesaja 52,14-15

10 Wer unter euch fürchtet den HERRN? Wer gehorcht der Stimme seines Knechtes? Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!

Die Anwendung des Lichts

    • Durch Vertrauen auf Gottes Namen

Wer in der Finsternis wandelt, verlässt sich nicht auf sich selbst, sondern auf Gottes Führung und Beistand.

…so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!

    • Durch Gemeinschaft im Licht

wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,7

    • Durch Gehorsam trotz Unsichtbarkeit der Ergebnisse

Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint…

Auch wenn der Ausgang unsichtbar bleibt, folgen wir Gottes Willen und wandeln mutig durch dunkle Zeiten.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich. – Psalm 23,4

    • Durch Verzicht auf Selbsthilfe

11 Habt aber acht, ihr alle, die ihr ein Feuer anzündet und euch mit feurigen Pfeilen wappnet! Geht hin in die Flamme eures eigenen Feuers und in die feurigen Pfeile, die ihr angezündet habt! Dieses widerfährt euch von meiner Hand, dass ihr in Qualen liegen müsst.

Eigenmächtige menschliche Anstrengung („Funken“) führt nur zu Misserfolg; wahres Licht kommt durch Gott.

    • Durch Nachfolge Christi

Christus als Licht der Welt zeigt den Weg: Glaube an ihn verhindert, dass wir in der Finsternis bleiben.

Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. – Johannes 12,46