Gott treu bleiben in der Versuchung

1. Korinther 10,6-22

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6 Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden, so wie jene begierig waren.

Beispiele, aus denen wir lernen sollen

Wir sollen nicht nach Bösem verlangen

…und auch die Kinder Israels fingen wieder an zu weinen, und sie sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir denken an die Fische zurück, die wir in Ägypten umsonst aßen, und an die Gurken und Melonen, den Lauch, die Zwiebeln und den Knoblauch; nun aber ist unsere Seele matt, unsere Augen sehen nichts als das Manna! – 4. Mose 11,4-6

Euer Lebenswandel sei frei von Geldliebe! Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist… – Hebräer 13,5

…ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde. – Philipper 4,11

7 Werdet auch nicht Götzendiener, so wie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um sich zu vergnügen«.

Wir sollen nicht Götzendiener werden

    • Das goldene Kalb (2. Mose 32).
    • Sie wollten Gott zu ihren Bedingungen anbeten.
    • Alles, was Gottes Platz in unserem Herzen einnimmt, wird zum Götzen.

8 Lasst uns auch nicht Unzucht treiben, so wie etliche von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag 23 000.

​Wir sollen nicht Unzucht treiben (V. 8)

    • Baal-Peor (4. Mose 25).

…und das Volk fing an, Unzucht zu treiben mit den Töchtern der Moabiter, und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter ein. Und das Volk aß [mit ihnen] und betete ihre Götter an. – 4. Mose 25,1-2

    • Moralischer Kompromiss führte zu geistlichem Niedergang.

9 Lasst uns auch nicht Christus versuchen, so wie auch etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.

Wir sollen Christus nicht versuchen

Da zogen sie vom Berg Hor weg auf dem Weg zum Roten Meer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Aber das Volk wurde ungeduldig auf dem Weg. Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, damit wir in der Wüste sterben? Denn hier gibt es weder Brot noch Wasser, und unsere Seele hat einen Ekel vor dieser elenden Speise! Da sandte der HERR Seraph-Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, sodass viel Volk in Israel starb. – 4. Mose 21,4-6

10 Murrt auch nicht, so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.

Wir sollen nicht murren

Sie verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Wort nicht. Und sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der Stimme des HERRN. Da erhob er seine Hand gegen sie [und schwor], sie niederzustrecken in der Wüste – Psalm 106,24-26

11 Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist.

12 Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle!

Der Versuchung standhalten


13 Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.

    • Versuchungen sind nicht ungewöhnlich.
    • Niemand ist allein in seinem Kampf.
    • Unsere Hoffnung liegt nicht in unserer Stärke, sondern in Gottes Treue.
    • Gott kennt unsere Grenzen.
    • Gott verspricht nicht die Abwesenheit von Versuchung.
    • Gott verspricht einen Weg hindurch.

14 Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst!

Joseph ist das klassische Beispiel (1. Mose 39).

15 Ich rede ja mit Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage!

Weisheit erkennt Gefahr früh und geht ihr aus dem Weg.

Begib dich nicht auf den Pfad der Gottlosen und tue keinen Schritt auf dem Weg der Bösen; meide ihn, überschreite ihn nicht einmal, weiche davon und gehe vorüber! – Sprüche 4,14-15

Gemeinschaft mit Christus bewahren

16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus?
17 Denn es ist ein Brot, so sind wir, die Vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot.

Das Abendmahl erinnert uns an unsere Gemeinschaft mit Christus

18 Seht das Israel nach dem Fleisch! Stehen nicht die, welche die Opfer essen, in Gemeinschaft mit dem Opferaltar?

Das Tempeldienst in Jerusalem illustriert dieses Prinzip.

19 Was sage ich nun? Dass ein Götze etwas sei, oder dass ein Götzenopfer etwas sei?
20 Nein, sondern dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid.

Teilnahme bedeutet Gemeinschaft – und manche weltlichen Feiern sind Gemeinschaft mit dem Bösen.

Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? – 2. Korinther 6,14

21 Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen!
22 Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er?

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist. – 1. Johannes 1,5

Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit; wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. – 1. Johannes 1,6-7

Das Wunder der Gnade Gottes

Jesaja 54

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1 Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen lagst! Denn die Vereinsamte wird mehr Kinder haben als die Vermählte!, spricht der HERR.
2 Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Zeltdecken deiner Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pflöcke;
3 denn zur Rechten und zur Linken wirst du durchbrechen, und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern.

Fruchtbarkeit statt Unfruchtbarkeit

Sarah (1. Mose 11–21)

    • Jahrzehntelang kinderlos.
    • Isaak → Kind der Verheißung

Rebekka (1. Mose 25,21)

    • Isaak betete für sie, weil sie unfruchtbar war.
    • Jakob → Vater der zwölf Stämme

Rahel (1. Mose 29–30)

    • Lange kinderlos.
    • Joseph → Retter seiner Familie

Manoachs Frau (Richter 13)

    • Unfruchtbar.
    • Simson → Richter Israels

Hanna (1. Samuel 1–2)

    • Kinderlos und tief betrübt.
    • Samuel → Prophet und Königsmacher

Elizabeth (Lukas 1)

    • Im Alter unfruchtbar.
    • Johannes der Täufer → Wegbereiter des Messias

Israel, das Bundesvolk Gottes, das in der prophetischen Bildsprache als Zion, die Stadt Gottes, dargestellt wird (Jesaja 54,1-3).

    • Aus diesem wiederhergestellten Zion kommt schließlich der Messias hervor, geboren von Maria.

…und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern. – V. 3

Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: »und den Samen«, als von vielen, sondern als von einem: »und deinem Samen«, und dieser ist Christus. – Galater 3,16

    • Gott hat seine Verheißung durch das scheinbar Unmögliche erfüllt.

Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz nicht? Es steht doch geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der [leibeigenen] Magd, den anderen von der Freien. Der von der Magd war gemäß dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung. – Galater 4,21-23

Das hat einen bildlichen Sinn: Dies sind nämlich die zwei Bündnisse; das eine vom Berg Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar. Denn »Hagar« bedeutet den Berg Sinai in Arabien und entspricht dem jetzigen Jerusalem, und es ist in Knechtschaft samt seinen Kindern. Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist die Mutter von uns allen. – Galater 4,24-26

    • Paulus wendet sich nun der Schrift zu und zitiert Jesaja 54, um die Gläubigen als Kinder der Verheißung zu beschreiben.

Denn es steht geschrieben: »Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat«. Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung. – Galater 4,27-28

    • Der Unterschied zwischen dem Kind der Verheißung und dem Kind des Fleisches bleibt bestehen.

Doch gleichwie damals der gemäß dem Fleisch Geborene den gemäß dem Geist [Geborenen] verfolgte, so auch jetzt. Was aber sagt die Schrift? »Treibe die Magd hinaus und ihren Sohn! Denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien«. So sind wir also, Brüder, nicht Kinder der [leibeigenen] Magd, sondern der Freien. – Galater 4,29-31

4 Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden! Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen, und an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken.
5 Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, HERR der Heerscharen ist sein Name; und dein Erlöser ist der Heilige Israels; er wird »Gott der ganzen Erde« genannt.

Wiederherstellung statt Verlassenheit

Welch große Worte des Trostes!

Fürchte dich nicht… – V. 4

Schäme dich nicht… – V. 4

Denn… dein Erlöser ist der Heilige Israels… – V. 5

6 Denn wie eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der HERR dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.

Welch großes Mitgefühl!

Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. – Jesaja 53,6

7 Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln.
8 In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.

Welch große Liebe!

Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; – V. 7a

aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln. – V. 7b

In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; – V. 8a

aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. – V. 8b

9 Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs: Denn wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nie mehr die Erde überfluten sollen, so habe ich geschworen, dass ich nie mehr über dich zornig werden noch dich schelten werde.
10 Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Frieden statt Gericht

Vergleich mit Noah – Gericht ist abgeschlossen

    • Gott schwört: kein solcher Zorn mehr über dich

Unerschütterlicher Bund – Gottes Gnade bleibt

    • Berge mögen weichen
    • Hügel wanken
    • aber Gottes Gnade bleibt
    • sein Friedensbund bleibt bestehen

Welch eine Verheißung!

Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der HERR. – Jeremia 31,31-32

Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den HERRN!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der HERR; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken! – Jeremia 31,33-34

 11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich will deine Steine in Bleiglanz legen und deine Grundfesten mit Saphiren bauen.
12 Ich will deine Zinnen aus Rubinen machen und deine Pforten aus Karfunkeln und alle deine Grenzmauern aus köstlichen Steinen.

Sicherheit statt Furcht

Die in Herrlichkeit wiederaufgebaute Stadt

    • Edelsteine ​​schmücken die Stadt.
    • Beständigkeit und Schönheit sind wiederhergestellt.

13 Und alle deine Kinder werden vom HERRN gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein.
14 Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegründet werden. Du wirst fern sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er wird nicht zu dir nahen.

Der Segen für die Bürger

    • Vom Herrn gelehrt.
    • Großer Friede.
    • In Gerechtigkeit gegründet.
    • Frei von Unterdrückung und Furcht.

15 Siehe, sie mögen sich wohl zusammenrotten; aber es geht nicht von mir aus. Wer sich aber gegen dich zusammenrottet, der wird an dir zu Fall kommen.
16 Siehe, ich habe den Schmied gemacht, der das Kohlenfeuer anbläst und eine Waffe hervorbringt nach seinem Handwerk; und ich habe auch den Zerstörer gemacht, um zu vernichten.
17 Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteilwird, spricht der HERR.

Göttlicher Schutz garantiert

    • Feinde mögen sich versammeln, doch nicht mit Gottes Billigung.
    • Gott ist der Herr über den Schmied wie auch über den Zerstörer.
    • Keine Waffe, die gegen Gottes Volk geschmiedet wird, wird letztlich Erfolg haben.

Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? – Römer 8,31

    • Dies ist das Erbe der Knechte des Herrn.

wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. – 1. Korinther 2,9

ein gottbezogenes Herz

1. Samuel 20,18-42

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Saul war eifersüchtig auf David, weil David beim Volk immer beliebter geworden ist. Deshalb hat Saul immer wieder versucht, ihn umzubringen. Dreimal hat er seinen Speer nach David geworfen. Einmal hat er Männer zu Davids Haus geschickt, um ihn zu töten. Danach hat er dreimal Männer nach Najot geschickt, um David festzunehmen und zurückzubringen. Als das alles nichts geholfen hat, ist Saul schließlich selbst hingegangen.

Was habe ich getan? Was ist meine Schuld? Und was habe ich vor deinem Vater gesündigt, dass er mir nach dem Leben trachtet? – 1. Samuel 20,1b

David und Jonathan hatten sich auf einen Plan geeinigt. David würde beim Neumondfest fehlen. Falls Saul seine Abwesenheit bemerkte, sollte Jonathan sagen, dass David nach Bethlehem gegangen sei, um dort mit seiner Familie das jährliche Opferfest zu feiern. An Sauls Reaktion wollten sie erkennen, was in seinem Herzen vorging. Reagierte er ruhig, konnte David in Sicherheit zurückkehren. Reagierte er jedoch mit Zorn, dann war klar: David musste fliehen.

18 Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond; da wird man dich vermissen, denn dein Sitz bleibt leer.
19 Am dritten Tag aber komm rasch herab und begib dich an den Ort, wo du dich am Tag der Tat verborgen hattest, und bleibe neben dem Stein Asel.
20 Ich aber will drei Pfeile daran vorbeischießen, als ob ich nach einem Ziel schießen würde.
21 Und siehe, dann werde ich den Burschen schicken: »Geh, suche die Pfeile!« Rufe ich dann dem Burschen zu: »Siehe, die Pfeile liegen diesseits von dir, hole sie!«, so komm; denn das bedeutet Frieden für dich und keine Gefahr, so wahr der HERR lebt.
22 Wenn ich aber zu dem jungen Mann sage: »Siehe, die Pfeile liegen jenseits von dir!«, so geh; denn dann sendet dich der HERR fort.
23 Von dem aber, was wir beredet haben, ich und du, siehe, davon ist der HERR [Zeuge] zwischen dir und mir ewiglich!

Ein gottbezogenes Herz handelt unter Gottes Führung

    • Lass Gottes Wort dich leiten.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. – Psalm 119,105

    • Suche Gottes Weisheit im Gebet.

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott… – Jakobus 1,5

    • Achte auf Gottes Führung in den Umständen.

Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen… – Offenbarung 3,8

    • Höre auf gottesfürchtige Ratgeber.

Wo keine Beratung ist, da scheitern Pläne, wo aber viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande. – Sprüche 15,22

    • Handle im Vertrauen auf Gottes Frieden.

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! – Philipper 4,7

24 So verbarg sich David auf dem Feld. Als aber der Neumond kam, setzte sich der König zum Mahl, um zu essen.
25 Und zwar saß der König an seinem gewohnten Platz an der Wand; Jonathan aber stand auf, und Abner setzte sich neben Saul; und Davids Platz blieb leer.
26 Saul aber sagte an diesem Tag nichts; denn er dachte: Es ist ein Zufall; er ist nicht rein; gewiss ist er nicht rein!
27 Es geschah aber am Tag nach dem Neumond, als Davids Platz wieder leer blieb, dass Saul seinen Sohn Jonathan fragte: Warum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum Essen gekommen?
28 Da antwortete Jonathan dem Saul: David hat mich dringend gebeten, nach Bethlehem gehen zu dürfen;
29 und er sagte: Lass mich doch hingehen; denn wir halten ein Familienopfer in der Stadt, und mein Bruder selbst hat es mir geboten; habe ich nun Gnade vor deinen Augen gefunden, so gib mir doch Urlaub, dass ich meine Brüder sehen kann! Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen.
30 Da entbrannte Sauls Zorn gegen Jonathan, und er sprach zu ihm: Du missratener, widerspenstiger Sohn! Meinst du, ich wüsste nicht, dass du den Sohn Isais erwählt hast, zu deiner Schande und zur Scham und Schande deiner Mutter?
31 Denn solange der Sohn Isais auf Erden lebt, kannst weder du bestehen noch dein Königtum! So sende nun hin und lass ihn herbringen zu mir; denn er ist ein Kind des Todes!
32 Und Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan?
33 Da warf Saul den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren. Da erkannte Jonathan, dass es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu töten.
34 Und Jonathan stand vom Tisch auf in glühendem Zorn und aß an jenem zweiten Tag des Neumonds keine Speise; denn es tat ihm weh um Davids willen, weil sein Vater ihn beschimpft hatte.

Ein gottbezogenes Herz bewahrt Loyalität unter Druck

Wahre Treue zeigt sich erst, wenn sie etwas kostet.

Bleibe zu Gottes Wahrheit stehen, auch wenn andere dagegen sind.

Stehe zu deinen Glaubensgeschwistern, auch wenn es unbequem wird.

Lass dich nicht von Menschenfurcht bestimmen.

Jonathan riskierte die Gunst seines Vaters und sogar sein eigenes Leben.

Wem gegenüber muss ich gerade Treue zeigen, obwohl es mich etwas kostet?

35 Und es geschah am Morgen, da ging Jonathan aufs Feld hinaus, zu der mit David verabredeten Zeit, und ein junger Bursche war mit ihm.
36 Und er sprach zu seinem Burschen: Lauf, suche doch die Pfeile, die ich abschieße! Als nun der Bursche lief, schoss er einen Pfeil über ihn weg.
37 Und als der Bursche zu der Stelle lief, wohin Jonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihm Jonathan nach und sprach: Liegt nicht der Pfeil jenseits von dir?
38 Und Jonathan rief dem Burschen und sprach: »Schnell! Beeile dich! Steh nicht still!« Und Jonathans Bursche hob den Pfeil auf und brachte ihn zu seinem Herrn.
39 Doch wusste der Bursche von nichts; nur Jonathan und David wussten um die Sache.
40 Da gab Jonathan dem Burschen, der bei ihm war, seine Waffen und sprach zu ihm: Geh und bringe sie in die Stadt!
41 Sobald nun der Bursche weg war, erhob sich David von der südlichen Seite her und fiel auf sein Angesicht und verneigte sich dreimal; danach küssten sie einander und weinten zusammen, David aber am allermeisten.
42 Und Jonathan sprach zu David: Geh hin in Frieden! Wie wir beide im Namen des HERRN geschworen und gesagt haben, so sei der HERR [Zeuge] zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen ewiglich!

Ein gottbezogenes Herz lebt Bundestreue

Jonathan hielt sein Wort, obwohl sich die Umstände völlig verändert hatten.

Gott möchte, dass wir verlässlich sind.

    • Treue in der Ehe.
    • Treue in Freundschaften.
    • Treue zu Verpflichtungen in der Gemeinde.
    • Vor allem Treue gegenüber dem Herrn.

In dieser Geschichte sehen wir sehr deutlich, was David in Psalm 15 beschrieben hat:

Psalms 15
1 Ein Psalm Davids.
HERR, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?
2 Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit übt und die Wahrheit redet von Herzen;
3 wer keine Verleumdungen herumträgt auf seiner Zunge, wer seinem Nächsten nichts Böses tut und seinen Nachbarn nicht schmäht;
4 wer den Verworfenen als verächtlich ansieht, aber die ehrt, die den HERRN fürchten; wer, wenn er etwas zu seinem Schaden geschworen hat, es dennoch hält;
5 wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den Unschuldigen; wer dies tut, wird ewiglich nicht wanken.

 

Was ist ein Christ?

1. Korinther 10,1-5

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1 Ich will aber nicht, meine Brüder, dass ihr außer Acht lasst, dass unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durch das Meer hindurchgegangen sind.
2 Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer,
3 und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken;
4 denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.
5 Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; sie wurden nämlich in der Wüste niedergestreckt.

In 1. Korinther 10 erinnert Paulus die Gemeinde an die Erfahrungen Israels in der Wüste.

Das Volk hatte große geistliche Vorrechte.

Sie wurden aus Ägypten herausgeführt, gingen durch das Meer, wurden von Gott geleitet und versorgt.

Trotzdem sagt Paulus in Vers 5: „Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden in der Wüste niedergestreckt.“

Die Zugehörigkeit zum Volk Gottes allein genügte nicht.

Ebenso macht die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde niemanden automatisch zu einem Christen.

Was ist also ein Christ?

Ein Christ ist ein Mensch, der persönlich auf Gottes Ruf antwortet

… unsere Väter waren alle unter der Wolke … – 1. Korinther 10,1

Ganz Israel wurde aus Ägypten herausgerufen.

    • Alle hörten denselben Ruf.
    • Alle sahen dieselben Wunder.
    • Alle folgten Mose in die Wüste.
    • Doch nicht alle glaubten Gott.

Viele gingen mit der Menge. Sie hatten eine Beziehung zu Mose, aber keine persönliche Beziehung zu Gott. Sie waren Teil des Volkes, aber Gott hatte „an der Mehrzahl von ihnen kein Wohlgefallen“ (V. 5).

Das ist auch heute möglich.

Man kann:

    • mit christlichen Eltern aufwachsen,
    • einer Gemeinde angehören,
    • christliche Freunde haben,
    • christliche Aktivitäten mitmachen,
    • und trotzdem nie persönlich auf Gottes Ruf geantwortet haben.

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße. – Lukas 5,32

Der Ruf Gottes ist persönlich. Niemand wird Christ, weil andere an Christus glauben.

Jeder Mensch muss selbst auf Gottes Einladung antworten.

Bist du Christus persönlich begegnet?

Folgst du Christus, oder folgst du nur Christen?

Hast du eine eigene Beziehung zu Gott, oder nur eine Verbindung zu Menschen, die Gott kennen?

Ein Christ ist ein Mensch, der sich für Christus entscheidet

… und wurden alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer … – 1. Korinther 10,2

Der Durchzug durch das Rote Meer war eine bewusste Entscheidung. Israel konnte nicht in Ägypten bleiben und gleichzeitig Mose folgen.

Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen… – V. 5

Das bedeutet, dass viele von ihnen zwar mit Mose unterwegs waren, aber keine persönliche Beziehung zu Gott hatten.

Ebenso muss jeder Mensch eine persönliche Entscheidung bezüglich Jesus Christus treffen.

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden … – Johannes 1,12

Ein Christ ist nicht jemand, der lediglich mit Christen verbunden ist. Ein Christ ist jemand, der Christus persönlich aufgenommen hat.

Johannes macht deutlich, dass niemand durch Abstammung oder menschliche Anstrengung ein Kind Gottes wird:

… die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,13

In einer Gemeinde zu sein macht einen Menschen nicht zum Christen, genauso wenig wie der Aufenthalt in einem Stall ihn zu einem Pferd macht.

Und 1. Johannes bringt die Sache auf den Punkt:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. – 1. Johannes 5,12

Johannes sagt nicht:

    • Wer die Gemeinde hat, hat das Leben.
    • Wer die Taufe hat, hat das Leben.
    • Wer religiös ist, hat das Leben.

Sondern:

    • Wer den Sohn hat, hat das Leben.

Es gibt letztlich nur zwei Gruppen von Menschen:

    • Diejenigen, die den Sohn haben.
    • Diejenigen, die den Sohn nicht haben.

Nicht:

    • die Gemeindemitglieder und die Nichtmitglieder,
    • die Religiösen und die Nichtreligiösen,
    • sondern diejenigen, die Christus besitzen, und diejenigen, die ihn nicht besitzen.

Hast du Christus persönlich aufgenommen?

Hast du den Sohn?

Bist du in Christus oder nur in der Gemeinde?

Ein Christ ist ein Mensch, der eine Veränderung erlebt

… und aßen alle dieselbe geistliche Speise und tranken alle denselben geistlichen Trank … – 1. Kor. 10,3-4

Israel hatte dieselben geistlichen Vorrechte.

    • Alle gingen durch das Meer.
    • Alle folgten der Wolke.
    • Alle aßen das Manna.
    • Alle tranken aus dem Felsen.

Nach außen sahen sie alle gleich aus.

Doch als Prüfungen kamen, offenbarte sich, was in ihren Herzen war.

    • Sie murrten gegen Gott.
    • Sie sehnten sich nach Ägypten zurück.
    • Sie zweifelten an Gottes Güte.
    • Sie widersetzten sich seinem Willen.
    • Ihre Teilnahme an den Segnungen Gottes hatte ihr Herz nicht verändert.

Viele waren nur äußerlich Teil des Volkes Gottes. Die Not brachte ans Licht, was tatsächlich in ihnen war.

Genauso kann ein Mensch heute christlich erscheinen:

    • Er besucht die Gemeinde.
    • Er kennt die Bibel.
    • Er spricht die Sprache des Glaubens.

Doch Prüfungen offenbaren oft den wahren Zustand des Herzens.

Ein echter Christ ist nicht nur äußerlich verändert. Gott hat sein Herz verändert.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden. – 2. Korinther 5,17

Ist dein Christsein nur äußerlich?

Zeigt sich dein Glaube auch dann, wenn Schwierigkeiten kommen?

Hat Gott nur dein Verhalten verändert oder dein Herz?

Wie würdest du deine Errettung erklären?

Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist … – 1. Petrus 3,15

Angenommen, jemand würde dich fragen:

„Was macht dich zu einem Christen?“

Wie würdest du antworten?

Viele Antworten beginnen mit „Ich“:

    • Ich gehe in die Gemeinde.
    • Ich wurde getauft.
    • Ich versuche, ein gutes Leben zu führen.
    • Ich bete.
    • Ich lese die Bibel.

Doch die Hoffnung eines Christen gründet sich nicht auf das, was ich getan habe, sondern auf das, was Christus getan hat.

Wenn dich jemand fragt: „Was macht dich zu einem Christen?“ Dann sollte deine Antwort lauten:

    • Christus rief mich, als ich verloren in meiner Sünde und ohne Hoffnung war.
    • Auf seinen Ruf hin setzte ich mein Vertrauen auf ihn.
    • Er gab sich selbst als Opfer für meine Sünden hin, nahm meine Schuld weg und schenkte mir neues Leben.
    • Heute lebt er in mir.
    • Er hat mein Leben verändert, und ich bin nicht mehr derselbe Mensch.

Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. – Psalm 40,2-4

Viele in Israel folgten Mose, aber nicht Gott.

Viele Menschen heute folgen Christen, aber nicht Christus.

Was ist ein Christ?

Ein Christ ist nicht einfach jemand, der:

    • in einer Gemeinde ist,
    • christliche Dinge tut,
    • christliche Begriffe kennt.

Ein Christ ist jemand,

    • der auf Gottes Ruf geantwortet hat,
    • der Christus angenommen hat,
    • dessen Leben durch Christus verändert worden ist.

Wenn dich jemand nach der Hoffnung fragt, die in dir ist, sollte deine Antwort nicht mit „Ich …“

Sie sollte mit „Christus …“