Was ist ein Christ?

1. Korinther 10,1-5

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1 Ich will aber nicht, meine Brüder, dass ihr außer Acht lasst, dass unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durch das Meer hindurchgegangen sind.
2 Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer,
3 und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken;
4 denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.
5 Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; sie wurden nämlich in der Wüste niedergestreckt.

In 1. Korinther 10 erinnert Paulus die Gemeinde an die Erfahrungen Israels in der Wüste.

Das Volk hatte große geistliche Vorrechte.

Sie wurden aus Ägypten herausgeführt, gingen durch das Meer, wurden von Gott geleitet und versorgt.

Trotzdem sagt Paulus in Vers 5: „Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden in der Wüste niedergestreckt.“

Die Zugehörigkeit zum Volk Gottes allein genügte nicht.

Ebenso macht die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde niemanden automatisch zu einem Christen.

Was ist also ein Christ?

Ein Christ ist ein Mensch, der persönlich auf Gottes Ruf antwortet

… unsere Väter waren alle unter der Wolke … – 1. Korinther 10,1

Ganz Israel wurde aus Ägypten herausgerufen.

    • Alle hörten denselben Ruf.
    • Alle sahen dieselben Wunder.
    • Alle folgten Mose in die Wüste.
    • Doch nicht alle glaubten Gott.

Viele gingen mit der Menge. Sie hatten eine Beziehung zu Mose, aber keine persönliche Beziehung zu Gott. Sie waren Teil des Volkes, aber Gott hatte „an der Mehrzahl von ihnen kein Wohlgefallen“ (V. 5).

Das ist auch heute möglich.

Man kann:

    • mit christlichen Eltern aufwachsen,
    • einer Gemeinde angehören,
    • christliche Freunde haben,
    • christliche Aktivitäten mitmachen,
    • und trotzdem nie persönlich auf Gottes Ruf geantwortet haben.

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße. – Lukas 5,32

Der Ruf Gottes ist persönlich. Niemand wird Christ, weil andere an Christus glauben.

Jeder Mensch muss selbst auf Gottes Einladung antworten.

Bist du Christus persönlich begegnet?

Folgst du Christus, oder folgst du nur Christen?

Hast du eine eigene Beziehung zu Gott, oder nur eine Verbindung zu Menschen, die Gott kennen?

Ein Christ ist ein Mensch, der sich für Christus entscheidet

… und wurden alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer … – 1. Korinther 10,2

Der Durchzug durch das Rote Meer war eine bewusste Entscheidung. Israel konnte nicht in Ägypten bleiben und gleichzeitig Mose folgen.

Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen… – V. 5

Das bedeutet, dass viele von ihnen zwar mit Mose unterwegs waren, aber keine persönliche Beziehung zu Gott hatten.

Ebenso muss jeder Mensch eine persönliche Entscheidung bezüglich Jesus Christus treffen.

Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden … – Johannes 1,12

Ein Christ ist nicht jemand, der lediglich mit Christen verbunden ist. Ein Christ ist jemand, der Christus persönlich aufgenommen hat.

Johannes macht deutlich, dass niemand durch Abstammung oder menschliche Anstrengung ein Kind Gottes wird:

… die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. – Johannes 1,13

In einer Gemeinde zu sein macht einen Menschen nicht zum Christen, genauso wenig wie der Aufenthalt in einem Stall ihn zu einem Pferd macht.

Und 1. Johannes bringt die Sache auf den Punkt:

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. – 1. Johannes 5,12

Johannes sagt nicht:

    • Wer die Gemeinde hat, hat das Leben.
    • Wer die Taufe hat, hat das Leben.
    • Wer religiös ist, hat das Leben.

Sondern:

    • Wer den Sohn hat, hat das Leben.

Es gibt letztlich nur zwei Gruppen von Menschen:

    • Diejenigen, die den Sohn haben.
    • Diejenigen, die den Sohn nicht haben.

Nicht:

    • die Gemeindemitglieder und die Nichtmitglieder,
    • die Religiösen und die Nichtreligiösen,
    • sondern diejenigen, die Christus besitzen, und diejenigen, die ihn nicht besitzen.

Hast du Christus persönlich aufgenommen?

Hast du den Sohn?

Bist du in Christus oder nur in der Gemeinde?

Ein Christ ist ein Mensch, der eine Veränderung erlebt

… und aßen alle dieselbe geistliche Speise und tranken alle denselben geistlichen Trank … – 1. Kor. 10,3-4

Israel hatte dieselben geistlichen Vorrechte.

    • Alle gingen durch das Meer.
    • Alle folgten der Wolke.
    • Alle aßen das Manna.
    • Alle tranken aus dem Felsen.

Nach außen sahen sie alle gleich aus.

Doch als Prüfungen kamen, offenbarte sich, was in ihren Herzen war.

    • Sie murrten gegen Gott.
    • Sie sehnten sich nach Ägypten zurück.
    • Sie zweifelten an Gottes Güte.
    • Sie widersetzten sich seinem Willen.
    • Ihre Teilnahme an den Segnungen Gottes hatte ihr Herz nicht verändert.

Viele waren nur äußerlich Teil des Volkes Gottes. Die Not brachte ans Licht, was tatsächlich in ihnen war.

Genauso kann ein Mensch heute christlich erscheinen:

    • Er besucht die Gemeinde.
    • Er kennt die Bibel.
    • Er spricht die Sprache des Glaubens.

Doch Prüfungen offenbaren oft den wahren Zustand des Herzens.

Ein echter Christ ist nicht nur äußerlich verändert. Gott hat sein Herz verändert.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden. – 2. Korinther 5,17

Ist dein Christsein nur äußerlich?

Zeigt sich dein Glaube auch dann, wenn Schwierigkeiten kommen?

Hat Gott nur dein Verhalten verändert oder dein Herz?

Wie würdest du deine Errettung erklären?

Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist … – 1. Petrus 3,15

Angenommen, jemand würde dich fragen:

„Was macht dich zu einem Christen?“

Wie würdest du antworten?

Viele Antworten beginnen mit „Ich“:

    • Ich gehe in die Gemeinde.
    • Ich wurde getauft.
    • Ich versuche, ein gutes Leben zu führen.
    • Ich bete.
    • Ich lese die Bibel.

Doch die Hoffnung eines Christen gründet sich nicht auf das, was ich getan habe, sondern auf das, was Christus getan hat.

Wenn dich jemand fragt: „Was macht dich zu einem Christen?“ Dann sollte deine Antwort lauten:

    • Christus rief mich, als ich verloren in meiner Sünde und ohne Hoffnung war.
    • Auf seinen Ruf hin setzte ich mein Vertrauen auf ihn.
    • Er gab sich selbst als Opfer für meine Sünden hin, nahm meine Schuld weg und schenkte mir neues Leben.
    • Heute lebt er in mir.
    • Er hat mein Leben verändert, und ich bin nicht mehr derselbe Mensch.

Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, da neigte er sich zu mir und erhörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. – Psalm 40,2-4

Viele in Israel folgten Mose, aber nicht Gott.

Viele Menschen heute folgen Christen, aber nicht Christus.

Was ist ein Christ?

Ein Christ ist nicht einfach jemand, der:

    • in einer Gemeinde ist,
    • christliche Dinge tut,
    • christliche Begriffe kennt.

Ein Christ ist jemand,

    • der auf Gottes Ruf geantwortet hat,
    • der Christus angenommen hat,
    • dessen Leben durch Christus verändert worden ist.

Wenn dich jemand nach der Hoffnung fragt, die in dir ist, sollte deine Antwort nicht mit „Ich …“

Sie sollte mit „Christus …“