1. Samuel 21,1-10
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1 Und David machte sich auf und ging; Jonathan aber kam in die Stadt.
2 Und David begab sich nach Nob, zu dem Priester Achimelech. Achimelech aber kam David bestürzt entgegen und sprach zu ihm: Warum kommst du allein, und es ist kein einziger Mann bei dir?
Ein Herz in der Not sucht Gottes Gegenwart
Erinnere dich an die Fragen, die David Jonathan stellte:
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- Was habe ich getan?
- Was ist meine Schuld?
Wo hätte er besser Antworten finden können als dort, wo Gott sich hat finden lassen?
Angesichts der Tatsache, dass David auf seiner Flucht von Saul direkt zum Stiftshüte gegangen ist, ist es möglich, dass einer seiner Psalmen bei dieser Gelegenheit als sein Gebet vor dem Herrn verfasst wurde.
Ein passender Psalm wäre Psalm 26:
1 Von David.
Schaffe mir Recht, o HERR! Denn ich bin in meiner Lauterkeit gewandelt und habe mein Vertrauen auf den HERRN gesetzt; ich werde nicht wanken.
2 Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!
3 Denn deine Gnade ist mir vor Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit.
4 Ich sitze nicht bei falschen Leuten und gehe nicht um mit Hinterlistigen.
5 Ich hasse die Versammlung der Übeltäter und sitze nicht zusammen mit den Gottlosen.
6 Ich wasche meine Hände in Unschuld und umschreite deinen Altar, o HERR,
7 um dir zu danken mit lauter Stimme und alle deine Wunder zu verkünden.
8 HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Herrlichkeit wohnt!
9 Raffe meine Seele nicht hinweg mit den Sündern, noch mein Leben mit den Blutbefleckten,
10 an deren Händen Laster klebt und deren Rechte voll Bestechung ist.
11 Ich aber wandle in meiner Lauterkeit; erlöse mich und sei mir gnädig!
12 Mein Fuß steht fest auf rechtem Grund; ich will den HERRN loben in den Versammlungen!
David kam zur Stiftshütte nicht als ein perfekter Gläubiger, sondern als ein bedrängter Mensch – aber er ging an den richtigen Ort.
Ein Herz in der Not empfängt Gottes Versorgung
1. Samuel 21:
3 David sprach zu Achimelech, dem Priester: Der König hat mir etwas befohlen und zu mir gesagt: Lass niemand wissen, warum ich dich gesandt und was ich dir befohlen habe! Die Leute aber habe ich da und dahin bestellt.
4 Und nun, was hast du zur Hand? Gib mir fünf Brote oder was sonst vorhanden ist!
Mangel bringt uns an Gottes Tisch. Die Zahl 5 wird oft mit Gottes Gnade in Verbindung gebracht.
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- David bat um fünf Brote.
- Mit fünf Broten speiste Jesus 5000.
So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! – Hebräer 4,16
5 Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Verfügung, sondern nur heiliges Brot; wenn die Leute sich nur der Frauen enthalten haben!
Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden! – Matthäus 5,6
6 Da antwortete David dem Priester und sprach: Die Frauen waren uns schon gestern und vorgestern versagt, als ich auszog; auch waren die Leiber der Leute rein, obwohl dies ein gewöhnlicher Auftrag ist — um wie viel mehr werden sie heute am Leib rein sein!
David kam an den richtigen Ort, denn dort fand er das Brot des Lebens.
Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. – Johannes 6,35
7 Da gab ihm der Priester heiliges [Brot]; denn es war kein anderes da außer den Schaubroten, die man von dem Angesicht des HERRN hinweggetan hatte, um warmes Brot aufzulegen an dem Tag, da man sie wegnahm.
David fand Gnade im Haus Gottes.
Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel litt und er und seine Gefährten Hunger hatten, wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote aß, die niemand essen darf als nur die Priester, und auch denen davon gab, die bei ihm waren? – Markus 2,25-26
Ein Herz in der Not erinnert sich an Gottes Treue
8 An jenem Tag war aber dort vor dem HERRN ein Mann von den Knechten Sauls eingeschlossen, der hieß Doeg, der Edomiter, der Aufseher über die Hirten Sauls.
9 Und David fragte Achimelech: Gibt es nicht irgendeinen Speer oder ein Schwert bei dir? Denn ich habe nicht einmal mein Schwert und meine Waffen zur Hand genommen, weil die Sache des Königs solche Eile hatte.
10 Der Priester antwortete: Das Schwert Goliaths, des Philisters, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, das liegt hinter dem Ephod in ein Gewand eingewickelt; wenn du das für dich nehmen willst, so nimm es, denn es ist kein anderes hier außer diesem. David sprach: Es gibt nicht seinesgleichen; gib es mir!
Was Gott gestern getan hat, ist die Grundlage dafür, was wir heute erwarten dürfen.
David ist nicht das einzige Beispiel für jemanden, der im Haus Gottes Gnade gefunden hat.
Ich bin zu gering für alle Gnade und Treue, die du an deinem Knecht bewiesen hast! Denn ich hatte nur einen Stab, als ich über diesen Jordan ging, und nun bin ich zu zwei Heerlagern geworden. – 1. Mose 32,11
Ein Herz in der Not findet alles, was es braucht, bei Gott
David verließ das Haus Gottes nicht mit leeren Händen.
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- Er empfing Brot für seinen Hunger.
- Er empfing das Schwert für den bevorstehenden Kampf.
Dasselbe gilt für uns.
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- Christus ist das Brot des Lebens.
- Gottes Wort ist das Schwert des Geistes.
Wenn wir in unserer Not zu Gott kommen, schickt er uns nicht leer fort.
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- Er stärkt unser Herz durch Christus.
- Er rüstet uns aus durch sein Wort.
- Er sendet uns zurück in den Kampf.
Im Haus Gottes fand David beides: Nahrung für den Hunger und eine Waffe für den Kampf. Auch wir finden in Christus und seinem Wort alles, was wir für unseren Weg brauchen.
David kam in seiner Not zum Haus Gottes.
Warum bist du heute gekommen?
Was brauchst du von Gott?
David verließ das Haus Gottes nicht mit leeren Händen.
Du musst es heute auch nicht.
