Geben und Gottes Segen

1. Chronik 29,9-19

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​10 Und David lobte den HERRN vor der ganzen Gemeinde und sprach: Gelobt seist du, o HERR, du Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
11 Dein, o HERR, ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, o HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben!
12 Reichtum und Ehre kommen von dir! Du herrschst über alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen!
13 Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.

Alles gehört dem HERRN

denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. – Psalm 50,10

14 Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben.
15 Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie alle unsere Väter. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.
16 HERR, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand, und alles gehört dir.

Alles kommt vom HERRN

Ich aber habe mit all meiner Kraft für das Haus meines Gottes beschafft: Gold für goldene, Silber für silberne, Erz für eherne, Eisen für eiserne, Holz für hölzerne Geräte, Onyxsteine und Steine für Einfassungen, Steine zur Verzierung und farbige Steine und allerlei Edelsteine und weiße Marmorsteine in Menge. – 1. Chronik 29,2

17 Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen; darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat.
18 HERR, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz fest auf dich!
19 Und gib meinem Sohn Salomo ein ungeteiltes Herz, dass er deine Gebote, deine Zeugnisse und deine Satzungen bewahre und alles ausführe, und dass er diesen Bau errichte, den ich vorbereitet habe!

Gott sieht das Herz des Gebenden

Und wer ist nun willig, heute seine Hand für den HERRN zu füllen? – 1. Chronik 29,5b

Grundsätze des Gebens

    • Verhältnismäßig

An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht erst dann die Sammlungen durchgeführt werden müssen, wenn ich komme. – 1. Korinther 16,2

    • Aus dem, was man hat

Denn wo die Bereitwilligkeit vorhanden ist, da ist einer wohlgefällig entsprechend dem, was er hat, nicht entsprechend dem, was er nicht hat. – 2. Korinther 8,12

    • Opferbereit

Und Jesus setzte sich dem Opferkasten gegenüber und schaute zu, wie die Leute Geld in den Opferkasten legten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein, das ist ein Groschen. Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gelegt als alle, die eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt. – Markus 12,41-44

    • Großzügig

Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. – 2. Korinther 9,6

    • Freiwillig

Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! – 2. Korinther 9,7

Gottes Antwort

    • Er öffnet die Fenster des Himmels und schüttet Segen aus.

Bringt den Zehnten ganz in das Vorratshaus, damit Speise in meinem Haus sei, und prüft mich doch dadurch, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen in überreicher Fülle herabschütten werde! – Maleachi 3,10

    • Er gibt dem Gebenden zurück in überströmendem Maß.

Gebt, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß schütten. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr [anderen] zumesst, wird euch wieder zugemessen werden. – Lukas 6,38

    • Er lässt den reichlich ernten, der reichlich sät.

Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. – 2. Korinther 9,6

    • Er versorgt uns mit allem, was wir brauchen, damit wir zu jedem guten Werk überreich sein können.

Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk, wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit«. Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, sodass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt. – 2. Korinther 9,8-11

    • Er wird alle unsere Bedürfnisse ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit.

Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. – Philipper 4,19

9 Und das Volk freute sich über ihr freiwilliges Geben; denn sie gaben es dem HERRN von ganzem Herzen, freiwillig. Und auch der König David war hocherfreut.

Wer gehört zum Volk Gottes?

Jesaja 56,3-12

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Rückblick auf Jesaja 56,1–2

In Jesaja 56,1–2 ruft der HERR sein Volk dazu auf, das Recht zu bewahren, Gerechtigkeit zu üben und seinen Bund festzuhalten.

Dabei sind wir besonders auf den Ausdruck „Menschensohn“ gestoßen.

Das hebräische ben-adam bezeichnet zunächst den Menschen, den sterblichen, schwachen und vergänglichen Menschen.

Doch wenn wir die verschiedenen Stellen des Alten Testaments betrachten, in denen dieser Ausdruck vorkommt, erkennen wir eine bemerkenswerte Entwicklung, die schließlich in Christus ihre vollkommene Erfüllung findet.

Der Menschensohn

    • ist anders als gewöhnliche Menschen,
    • wurde in unserer menschlichen Gestalt erniedrigt,
    • ihm sind alle Dinge untergeordnet,
    • auf ihn achtet Gott,
    • er hat den Tod besiegt,
    • ergreift den Bund Gottes,
    • kommt in Herrlichkeit.

Das ist der Menschensohn, den wir in der Schrift sehen: wahrer Mensch, erniedrigt und leidend, vollkommen gehorsam, Sieger über den Tod und schließlich der verherrlichte Herrscher über alle Völker.

Und nun führt uns Jesaja 56 zu einer weiteren Frage. In Vers 2 wurde der Menschensohn als derjenige beschrieben, der den Bund Gottes ergreift. Aber wer darf diesen Bund ergreifen? Wer darf zum Volk Gottes gehören?

 3a Und der Fremdling, der sich dem HERRN angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen!

Der Fremde wird aufgenommen

„Der sich dem HERRN angeschlossen hat“ wird aufgenommen.

Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: Alle haben denselben Herrn, der reich ist für alle, die ihn anrufen, denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«. – Römer 10,12-13

Der „soll nicht sagen: Der HERR wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen!“

Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein wilder Ölzweig unter sie eingepfropft bist und mit Anteil bekommen hast an der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums, so überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber, [so bedenke]: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich! – Römer 11,17-18

Nun sagst du aber: »Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde«. Ganz recht! Um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich! – Römer 11,19-20

3b Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum!
4 Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten,
5 denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.

Der Ausgestoßene wird angenommen

So spricht der HERR: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden. – Jesaja 56,1

Die, „die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten…“

Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgendetwas Böses zu tun! – Jesaja 56,2

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. – Psalm 1,1-2

Der „soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum!“

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. – Psalm 1,3

Er wird ihnen in seinem Haus und in seinen Mauern einen Platz geben.

Er wird ihnen „einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter.“

Ja, er wird „ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.“

6 Und die Fremdlinge, die sich dem HERRN anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des HERRN zu lieben [und] um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten,
7 die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden.

Er wird ihnen zu seinem heiligen Berg führen und sie in seinem Bethaus erfreuen.

„…ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar…“

Das Haus Gottes soll ein Bethaus für alle Völker!

Was haben Menschen aus dem Haus Gottes gemacht?

Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und er stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. Und er ließ nicht zu, dass jemand ein Gerät durch den Tempel trug. Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht! – Markus 11,15-17

Ist es wirklich ein Haus des Gebets und der Anbetung geworden, oder wird es manchmal zu einem Ort für Unterhaltung, Selbstdarstellung, Geschäfte oder menschliche Interessen?

Haben wir den Respekt vor dem Haus Gottes, den wir haben sollten?

Wie verhalten wir uns, wenn wir zum Gottesdienst kommen?

Kommen wir mit der Haltung: „Ich komme, um dem HERRN zu begegnen und Ihn anzubeten“, oder behandeln wir die Zusammenkunft wie irgendeine andere Veranstaltung?

Welche Einstellung bringen wir mit?

Kommen wir vorbereitet mit einem Herzen, das Gott dienen und auf Sein Wort hören will?

Ist unser Gottesdienst auf den HERRN ausgerichtet oder auf uns selbst?

Ist das Haus Gottes für uns ein Haus des Gebets?

Wenn der HERR heute in unsere Gemeinde käme und sehen würde, was wir mit Seinem Haus machen, würde Er darin das finden, wofür es bestimmt ist?

8 GOTT, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten!

Der Herr sammelt die Zerstreuten

Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein! – Lukas 14,21

Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; es ist aber noch Raum da! Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! – Lukas 14,22-23

Sind wir damit zufrieden, dass die Gemeinde versammelt ist, oder haben wir den Wunsch, dass noch andere hinzukommen?

Beten wir regelmäßig dafür, dass der HERR Menschen zu sich zieht und uns gebraucht, sie einzuladen?

Wen könnten wir diese Woche einladen?

Wenn der HERR Menschen zu sich sammeln will, sind wir bereit, hinauszugehen und sie einzuladen?

Die Hirten versagen

Dieser Abschnitt endet mit einer ernsten Anklage gegen die Hirten Israels.

Zugleich ist diese Anklage eine Warnung an jeden, dem der HERR Verantwortung für sein Volk anvertraut hat.

9 Kommt alle her, ihr Tiere auf dem Feld, um zu fressen, alle ihr Tiere im Wald!
10 Seine Wächter sind blind; sie wissen alle nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können; sie liegen träumend da, schlafen gern.

So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen; – Apostelgeschichte 20,28-30

11 Doch sie sind auch gierige Hunde, die nicht wissen, wann sie genug haben; und sie, die Hirten, verstehen nicht aufzupassen; sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg, jeder sieht auf seinen Gewinn, ohne Ausnahme.
12 »Kommt her«, sagen sie, »ich will Wein holen, lasst uns Rauschtrank saufen, und morgen soll es gehen wie heute, ja noch viel großartiger!«

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; – 1. Petrus 5,8

 

Ein schreiendes Herz

1. Samuel 22,1-2

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1 Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Als das seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.
2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden waren, und alle, die ein verbittertes Herz hatten, und er wurde ihr Oberster, und sie hielten es mit ihm, etwa 400 Mann.

Psalm 142
​1 Ein Maskil von David, als er in der Höhle war. Ein Gebet.
2 Ich schreie mit meiner Stimme zum HERRN, ich flehe mit meiner Stimme zum HERRN.
3 Ich schütte meine Klage vor ihm aus und verkünde meine Not vor ihm.

David bringt seine Not vor Gott

    • Er schreit mit seiner Stimme.

Dies ist ein verzweifelter Hilferuf.

Hast du schon einmal so verzweifelt zu Gott geschrien?

    • Er fleht mit seiner Stimme um Gnade.

Das hebräische Wort bedeutet, um Gnade zu flehen.

Wir können wie David in unserer Not zu Gott kommen und ihn um Gnade bitten.

    • Er schüttet seine Klage aus.

David hält seine inneren Gedanken und Gefühle nicht zurück. Er schüttet sein Herz vor Gott aus.

Bist du von Trauer, Angst oder Sorge überwältigt? Komm wie David zu Gott und schütte dein Herz vor ihm aus.

    • Er tut seine Not kund.

Er macht seine konkrete Not vor Gott bekannt.

Sei offen und sage Gott genau, was dich belastet.

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. – 1. Petrus 5,7

4 Wenn mein Geist in mir verzagt ist, so kennst du doch meinen Pfad; auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.

David weiß: Gott kennt seinen Weg

    • David ist verzagt: „Mein Geist ist verzagt in mir.“

Wenn du nicht weißt, was morgen kommt, weiß Gott es.

    • David sieht die Schlinge: „Auf dem Weg, den ich wandeln soll, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.“

Wenn du nur die Schlinge siehst, sieht Gott den ganzen Weg.

    • David sieht den Weg nicht – aber Gott sieht den Weg.

Du musst deinen Weg nicht kennen, wenn du den kennst, der deinen Weg kennt.

    • David versteht seine Lage nicht – aber Gott kennt seinen Pfad.

Wenn du den Weg nicht verstehst, kennt Gott deinen Pfad.

5 Ich schaue zur Rechten, siehe, da ist keiner, der mich kennt; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner Seele!

David sieht, was ihm fehlt

    • Es scheint ihm, dass niemand ihn kennt.

Wenn Menschen dich nicht verstehen oder niemand deine Not kennt, kennt Gott dich vollkommen.

    • Es scheint ihm, dass jede menschliche Zuflucht abgeschnitten ist.

Wenn alle menschlichen Zufluchten versagen, bleibt Gott.

    • Es scheint ihm, dass niemand nach ihm fragt.

Wie tröstlich ist es zu wissen, dass jemand nach dir fragt. Gott fragt immer nach dir. Er sieht dich, er kennt deine Not, und er sorgt für dich.

6 Ich schreie, o HERR, zu dir; ich sage: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Land der Lebendigen!

David findet seine Zuflucht in Gott

    • „Du bist meine Zuflucht“
    • „Du bist mein Teil im Land der Lebendigen“

Was für ein Trost ist es zu wissen, dass wir mit all unseren Nöten jederzeit zu ihm kommen können.

7 Höre auf mein Wehklagen, denn ich bin sehr schwach; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig!
8 Führe meine Seele aus dem Kerker, dass ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.

David erwartet Gottes Hilfe

    • David bittet Gott, sein Wehklagen zu hören.

David ist sehr schwach und weiß, dass er Gottes Hilfe braucht.

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! – Matthäus 11,28

    • David bittet Gott um Errettung.

Deine Feinde mögen zu mächtig für dich sein, aber sie sind nicht zu mächtig für Gott.

    • David vertraut auf Gottes Güte.

Das Herz, das zu Gott schreit, wird schließlich einen Grund haben, Gott zu loben.

Schau dir den letzten Satz an: „Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan hast.“

Achte auf die Verbindung zu 1. Samuel 22.

1 Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Als das seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.
2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden waren, und alle, die ein verbittertes Herz hatten, und er wurde ihr Oberster, und sie hielten es mit ihm, etwa 400 Mann.

David hatte gesagt: „Niemand fragt nach meiner Seele!“ Aber Gott brachte ihm 400 Männer, die sich um ihn sammelten.

    • Seine Familie
    • Menschen mit untragbaren Schulden
    • Menschen mit einem schwer bedrückten Herzen
    • Einige von ihnen wurden später als Davids Helden bezeichnet.

 

Prinzipien, Überzeugungen und Standards

Wie biblische Wahrheit unser tägliches Leben bestimmt

Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse. – Daniel 1,8

Biblische Prinzipien → persönliche Überzeugungen → praktische Standards → konsequentes Leben

Prinzipien – Was lehrt die Bibel?

 Ein Prinzip ist eine zeitlose Wahrheit aus der Heiligen Schrift, die unsere Gedanken und unser Handeln leiten kann.

Daniel lebte in einer fremden Kultur, unter einer heidnischen Regierung und unter starkem Anpassungsdruck. Doch seine Umgebung bestimmte nicht seine Maßstäbe – Gottes Wort tat es. (2. Tim. 3,16-17; Philipper 1,9-10a)

Überzeugungen – Was bedeutet dieses Prinzip für mich?

 Eine Überzeugung ist eine feste persönliche Gewissheit darüber, wie ein biblisches Prinzip in einem bestimmten Lebensbereich anzuwenden ist.

Daniel „nahm sich in seinem Herzen vor“ (Dan. 1,8).

Er hatte nicht einfach eine allgemeine Kenntnis von Gottes Wahrheit. Er hatte daraus eine persönliche Überzeugung entwickelt. (Römer 14,5.22-23)

Er fragte nicht: „Was machen die anderen?“, sondern: „Was werde ich tun?“ (1. Thes. 5,21-22)

Eine biblische Überzeugung:

    • beruht auf biblischen Prinzipien,
    • stimmt mit der gesamten Bibel überein,
    • widerspricht keinem klaren Gebot Gottes,
    • ist mehr als eine bloße persönliche Vorliebe.

Standards – Wie werde ich diese Überzeugung praktisch leben?

Ein Standard ist eine konkrete Regel, Erwartung oder Praxis für einen bestimmten Lebensbereich, die auf biblischen Prinzipien und daraus gewonnenen Überzeugungen beruht.

Standards helfen uns, Entscheidungen im Voraus zu treffen

Eine vorher getroffene Entscheidung hilft mir, eine spätere Versuchung zu bewältigen.

Weitere biblische Beispiele:

    • Hiob – Reinheit (Hiob 31,1)
    • Joseph – Versuchung ( Mose 39,7–12)
    • Paulus – Christliche Freiheit (1. Korinther 8,9–13)
    • Daniel – Gebet (Daniel 6,10)

Eine Warnung vor zwei Extremen

Extrem 1: Meine Standards werden zu Gottes Geboten (Markus 7,7)

Das heißt Gesetzlichkeit.

Extrem 2: Ich habe keine Standards (Richter 21,25) „Die Bibel sagt es nicht ausdrücklich, also kann ich machen, was ich will.“

Das heißt Anarchie.

Der biblische Weg:

    • Die Schrift ist unsere Autorität.
    • Biblische Prinzipien formen unsere Überzeugungen.
    • Überzeugungen führen zu praktischen Standards.
    • Standards helfen uns, konsequent zu leben.

Frage: Welche Bereiche meines Lebens werden tatsächlich durch die Prinzipien der Bibel bestimmt?