Die richtige Motivation

Philipper 1,15-18

15 Einige verkündigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, andere aber aus guter Gesinnung;
16 diese verkündigen Christus aus Selbstsucht, nicht lauter, indem sie beabsichtigen, meinen Fesseln noch Bedrängnis hinzuzufügen;

Paulus hat in Galater befohlen, dass jeder, der ein falsches Evangelium predigt, verflucht werden sollte.

Ein falscher Prophet verkündet immer einen anderen Jesus, einen anderen Geist, oder ein anderes Evangelium.

In dieser Passage geht es nicht um ein falsches Evangelium, sondern um falsche Motivationen.

Paul hat mehrere Missionsreisen mit großem Erfolg unternommen. Manche anderen waren offensichtlich eifersüchtig auf Paulus und seinen erfolgreichen Dienst.

Einige von ihnen suchten immer nach einem Streit mit Paulus, damit sie irgendwie stärker erscheinen konnten, in dem sie sich mit Paulus gestritten hatten.

Sie waren wirklich froh, dass Paulus im Gefängnis war, weil sie haben gedacht, es würde ihnen helfen, irgendwie weiterzukommen.

Bei ihren Gottesdiensten geht es mehr um sich selbst als um Christus.

Sie haben gehofft, dass Paulus auf ihren Erfolg eifersüchtig sein würde, während er noch im Gefängnis sitzen bleiben musste.

All diese Einstellungen finden sich heutzutage in vielen Gemeinden.

Es waren aber andere, deren Motive richtig waren.

17 jene aber aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin.

Diese betrachteten sich als mit Paulus im selben Team zu sein.

Sie hatten viel Liebe zu Paulus und beteten regelmäßig für ihn.

Sie verstanden, dass Gott Paulus erlaubt hatte, im Gefängnis zu sein, damit er vor Kaiser das Evangelium verteidigen konnte.

18 Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch weiterhin freuen!

Paulus war nicht besorgt darüber, wer Ehre erhalten hat, wenn jemand Christus annimmt.

Solange die Wahrheit gelehrt wird, geht es ihm nicht um das Warum.

Was ist unsere Motivation, anderen von Christus zu erzählen?

Ist es, um Ehre für uns selbst zu erlangen, oder wollen wir das Evangelium voranbringen?

Es ist nicht unsere Aufgabe, die Motive anderer in Frage zu stellen, die die Wahrheit predigen.

Wir sollten Gott verherrlichen, dass die Wahrheit gepredigt wird.

Aber falsche Lehrer sollten niemals geduldet werden.

um Christus willen gefesselt

Philipper 1,12-14


12 Ich will aber, Brüder, dass ihr erkennt, wie das, was mit mir geschehen ist, sich vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt hat,
13 sodass in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei allen Übrigen bekannt geworden ist, dass ich um des Christus willen gefesselt bin,
14 und dass die meisten der Brüder im Herrn, durch meine Fesseln ermutigt, es desto kühner wagen, das Wort zu reden ohne Furcht.

Paulus war gekettet, aber Gottes Wort kann nicht gekettet werden.

Halte im Gedächtnis Jesus Christus, aus dem Samen Davids, der aus den Toten auferstanden ist nach meinem Evangelium, in dessen Dienst ich Leiden erdulde, sogar Ketten wie ein Übeltäter — aber das Wort Gottes ist nicht gekettet! – 2. Timotheus 2,8-9

Die Ketten Paulus haben zur Förderung des Evangeliums ausgewirkt.

    • Sie hatten damals keine sozialen Medien. Heute würden wir sagen, dass es einen Aufwärtstrend des Interesses am Evangelium Jesu Christi gibt. #umChristuswillengefesselt

Paulus hatte eine besondere Gelegenheit, das Evangelium zu teilen, das er nicht gehabt hätte, wenn er nicht in Ketten gewesen wäre.

    • Alle Soldaten und Offiziere der kaiserlichen Kaserne wussten von Christus, weil Paulus in Ketten war.
    • Die höchsten Beamten des Reiches hatten von Christus gehört, weil Paulus in Ketten war.
    • Die Obrigkeiten der Juden versammelten sich auch, um zu hören, was Paulus zu sagen hatte, und viele von ihnen glaubten.

Nachdem sie ihm nun einen Tag bestimmt hatten, kamen mehrere zu ihm in die Herberge. Diesen legte er vom Morgen bis zum Abend in einem ausführlichen Zeugnis das Reich Gottes dar und suchte sie zu überzeugen von dem, was Jesus betrifft, ausgehend von dem Gesetz Moses und von den Propheten. Und die einen ließen sich von dem überzeugen, was er sagte, die anderen aber blieben ungläubig. – Apostelgeschichte 28,23-24

Die Gläubigen in Rom und an anderen Orten wurden ermutigt, das Evangelium von Jesus Christus zu verkündigen.

 

Fürbitte

Philipper 1,9-11

9 Und um das bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen,

10 damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, sodass ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus,
11 erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt werden] zur Ehre und zum Lob Gottes.

Liebe ohne Grenzen

Paul selbst hatte große Liebe für die Menschen in Philippi gezeigt. Aber es gab andere Menschen dort, die immer noch braucht die Liebe Christi zu sehen.

Liebe binnen Grenzen

Paul war nicht blind gegenüber die Gefahren von Emotionen, die nicht kontrolliert wurden.

In Erkenntnis

durch Erfahrung erworbene Erkenntnis

In allem Urteilsvermögen

Wir sollten den Sünder lieben, aber wir sollten ihre Sünde hassen.

Die Wahrheit des Evangeliums kann untergraben werden, wenn Unkenntnis und falsches Urteilsvermögen ungesunder Lehre einen Halt geben.

10 damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt,

Das heißt, „was das Beste sei“

Die Prüfung ist eine Feuerprobe.

Es ist mehr als nur zu erkennen der Unterschied zwischen Gut und Böse sondern auch zwischen gut und besser.

Viele Christen sind zufrieden, so nahe wie möglich an der Grenze des Bösen zu leben.

Unsere Liebe zu Christus und zu anderen sollte uns dazu zwingen, so weit wie möglich vom Bösen entfernt zu leben.

sodass ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus

Einige Menschen sind aufrichtig, aber in ihren Überzeugungen falsch. Sie sind betrogen.

Andere Menschen sind in ihren Überzeugungen richtig, aber sie sind unaufrichtig. Für sie ist es nur ein Spiel.

11 erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt werden] zur Ehre und zum Lob Gottes.

Hier geht es um die Motivation des Gutes Tuns. Es geht nicht um ein gutes Gefühl, sondern dass ich Ehre zu Christus bringe.

 

Im Herzen getragen

Philipper 1,7-8

7 Es ist ja nur recht, dass ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade.
8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.

Paulus erklärt, warum er so oft an die Gemeinde in Philippi denkt.

Wegen seiner großen Zuneigung

Er hat sie im Herzen getragen

      • Dies kann mit seiner Sorge um Israel verglichen werden, in welchem ​​Fall er sagte: dass [er] große Traurigkeit und unablässigen Schmerz in meinem Herzen [hatte]. (Römer 9,2)
      • Seine Erinnerung an die Gemeinde in Philippi war mit Freude.

Er hat nach ihnen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.

dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet, dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. – Epheser 3,17-19

Wegen ihrer gemeinsamen Treue zum Werk des Evangeliums

im Leiden

bei der Verteidigung

      • Das Wort „Apologetik“ kommt vom griechischen Wort für Verteidigung. Es ist ein forensischer Begriff.

bei der Bekräftigung

Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als Bürgschaft. – Hebräer 6,16

an der Gnade

Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen – Epheser 3,8

Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut. – 1. Korinther 3,10

Danksagung

Philipper 1,3-6


3 Ich danke meinem Gott, sooft ich an euch gedenke,
4 indem ich allezeit, in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue,
5 wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt,
6 weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.

Paulus war dankbar für die Gläubigen in Philippi.

    • In den meisten seiner Briefe drückt er seine Dankbarkeit aus.

Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus um euer aller willen – Römer 1,8a

Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken – Epheser 1,15-16

Wen hast du in deinem Leben, für den du dankbar bist?
Hast du ihnen gesagt, dass du dankbar bist?

Paulus verwendet den Superlativ viermal in Versen 3 und 4.

    • sooft ich an euch alle gedenke
    • indem ich allezeit
    • in jedem meiner Gebete
    • für euch alle mit Freuden Fürbitte tue

Die Gebetsliste Paulus in Bezug auf die Gläubigen in Philippi:

    • Danksagung
    • Fürbitte

Wofür war Paulus Dankbar?

Wegen der Gemeinschaft am Evangelium.

    • als Glaubensgenossen
    • als Mitarbeiter

Wegen ihre Treue. „vom ersten Tag an bis jetzt“

Wegen seiner Überzeugung

    • Dass Gott „in euch ein gutes Werk angefangen hat“.
    • Dass Gott „es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi“.

Der Briefkopf

Philipper 1,1-2

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1 Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Diakonen:
2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Absender

Paulus
Timotheus

    • Ein echtes Kind Paulus im Glauben
    • Ein Mitglied des Missionsteams, das die Gemeinde gegründet hat

Titel oder Ämter

Knechte Jesu Christi

    • Es steht nicht „Apostel“
    • Es steht nicht „die Gründer eurer Gemeinde“
    • Es steht nicht „eure Väter im Glauben“

Empfänger

alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind

    • Alle die Jesus Christus angenommen haben

die Aufsehern

    • Auch bekannt als Bischöfe, Älteste, Pastoren

die Diakonen

    • Diener

Begrüßung

Kulturelle Normen

    • Griechisch: chara – Freude
    • Latinisch: ave – sei Gesund
    • Hebräisch: shalom – Friede

Christlich

    • charis – Gnade
    • eirēnē – Friede
    • In seiner Briefe an Timotheus und Titus auch eleos – Barmherzigkeit

Diese von Paulus verwendete Kombination änderte den typischen griechischen Gruß „chara“ in „charis“ und fügte den typischen hebräischen Gruß „shalom“ hinzu, was zum Gruß „Gnade und Frieden“ führte.

„Frieden ist die Summe aller Segnungen, zeitlich und geistlich. Gnade ist die Quelle, aus der sie kommen.“ – F.F. Bruce

Die Quelle aller Segnungen

    • Gott, unser Vater
    • Der Herr Jesus Christus

Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9-11

Eine wichtige Beobachtung: der Name Jesu erscheint dreimal im Briefkopf.

    • Paulus sah sich als Knecht Jesus Christus. Wir sollten uns genauso sehen.

    • Unser Stand als Gläubige ist in Christus Jesus.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! – 2. Korinther 5,17

    • Da Jesus Christus die Quelle aller Segnungen ist, müssen wir in ihm bleiben, um sie zu empfangen.

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. – Johannes 15,7