Jesaja 54
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1 Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen lagst! Denn die Vereinsamte wird mehr Kinder haben als die Vermählte!, spricht der HERR.
2 Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Zeltdecken deiner Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pflöcke;
3 denn zur Rechten und zur Linken wirst du durchbrechen, und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern.
Fruchtbarkeit statt Unfruchtbarkeit
Sarah (1. Mose 11–21)
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- Jahrzehntelang kinderlos.
- Isaak → Kind der Verheißung
Rebekka (1. Mose 25,21)
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- Isaak betete für sie, weil sie unfruchtbar war.
- Jakob → Vater der zwölf Stämme
Rahel (1. Mose 29–30)
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- Lange kinderlos.
- Joseph → Retter seiner Familie
Manoachs Frau (Richter 13)
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- Unfruchtbar.
- Simson → Richter Israels
Hanna (1. Samuel 1–2)
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- Kinderlos und tief betrübt.
- Samuel → Prophet und Königsmacher
Elizabeth (Lukas 1)
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- Im Alter unfruchtbar.
- Johannes der Täufer → Wegbereiter des Messias
Israel, das Bundesvolk Gottes, das in der prophetischen Bildsprache als Zion, die Stadt Gottes, dargestellt wird (Jesaja 54,1-3).
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- Aus diesem wiederhergestellten Zion kommt schließlich der Messias hervor, geboren von Maria.
…und dein Same wird die Heidenvölker besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern. – V. 3
Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: »und den Samen«, als von vielen, sondern als von einem: »und deinem Samen«, und dieser ist Christus. – Galater 3,16
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- Gott hat seine Verheißung durch das scheinbar Unmögliche erfüllt.
Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz nicht? Es steht doch geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der [leibeigenen] Magd, den anderen von der Freien. Der von der Magd war gemäß dem Fleisch geboren, der von der Freien aber kraft der Verheißung. – Galater 4,21-23
Das hat einen bildlichen Sinn: Dies sind nämlich die zwei Bündnisse; das eine vom Berg Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar. Denn »Hagar« bedeutet den Berg Sinai in Arabien und entspricht dem jetzigen Jerusalem, und es ist in Knechtschaft samt seinen Kindern. Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist die Mutter von uns allen. – Galater 4,24-26
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- Paulus wendet sich nun der Schrift zu und zitiert Jesaja 54, um die Gläubigen als Kinder der Verheißung zu beschreiben.
Denn es steht geschrieben: »Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und jauchze, die du nicht in Wehen liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat«. Wir aber, Brüder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der Verheißung. – Galater 4,27-28
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- Der Unterschied zwischen dem Kind der Verheißung und dem Kind des Fleisches bleibt bestehen.
Doch gleichwie damals der gemäß dem Fleisch Geborene den gemäß dem Geist [Geborenen] verfolgte, so auch jetzt. Was aber sagt die Schrift? »Treibe die Magd hinaus und ihren Sohn! Denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien«. So sind wir also, Brüder, nicht Kinder der [leibeigenen] Magd, sondern der Freien. – Galater 4,29-31
4 Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden! Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen, und an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken.
5 Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, HERR der Heerscharen ist sein Name; und dein Erlöser ist der Heilige Israels; er wird »Gott der ganzen Erde« genannt.
Wiederherstellung statt Verlassenheit
Welch große Worte des Trostes!
Fürchte dich nicht… – V. 4
Schäme dich nicht… – V. 4
Denn… dein Erlöser ist der Heilige Israels… – V. 5
6 Denn wie eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der HERR dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.
Welch großes Mitgefühl!
Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. – Jesaja 53,6
7 Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln.
8 In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.
Welch große Liebe!
Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; – V. 7a
aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln. – V. 7b
In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; – V. 8a
aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. – V. 8b
9 Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs: Denn wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nie mehr die Erde überfluten sollen, so habe ich geschworen, dass ich nie mehr über dich zornig werden noch dich schelten werde.
10 Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.
Frieden statt Gericht
Vergleich mit Noah – Gericht ist abgeschlossen
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- Gott schwört: kein solcher Zorn mehr über dich
Unerschütterlicher Bund – Gottes Gnade bleibt
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- Berge mögen weichen
- Hügel wanken
- aber Gottes Gnade bleibt
- sein Friedensbund bleibt bestehen
Welch eine Verheißung!
Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der HERR. – Jeremia 31,31-32
Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den HERRN!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der HERR; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken! – Jeremia 31,33-34
11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete! Siehe, ich will deine Steine in Bleiglanz legen und deine Grundfesten mit Saphiren bauen.
12 Ich will deine Zinnen aus Rubinen machen und deine Pforten aus Karfunkeln und alle deine Grenzmauern aus köstlichen Steinen.
Sicherheit statt Furcht
Die in Herrlichkeit wiederaufgebaute Stadt
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- Edelsteine schmücken die Stadt.
- Beständigkeit und Schönheit sind wiederhergestellt.
13 Und alle deine Kinder werden vom HERRN gelehrt, und der Friede deiner Kinder wird groß sein.
14 Durch Gerechtigkeit wirst du fest gegründet werden. Du wirst fern sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und von Schrecken, denn er wird nicht zu dir nahen.
Der Segen für die Bürger
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- Vom Herrn gelehrt.
- Großer Friede.
- In Gerechtigkeit gegründet.
- Frei von Unterdrückung und Furcht.
15 Siehe, sie mögen sich wohl zusammenrotten; aber es geht nicht von mir aus. Wer sich aber gegen dich zusammenrottet, der wird an dir zu Fall kommen.
16 Siehe, ich habe den Schmied gemacht, der das Kohlenfeuer anbläst und eine Waffe hervorbringt nach seinem Handwerk; und ich habe auch den Zerstörer gemacht, um zu vernichten.
17 Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteilwird, spricht der HERR.
Göttlicher Schutz garantiert
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- Feinde mögen sich versammeln, doch nicht mit Gottes Billigung.
- Gott ist der Herr über den Schmied wie auch über den Zerstörer.
- Keine Waffe, die gegen Gottes Volk geschmiedet wird, wird letztlich Erfolg haben.
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? – Römer 8,31
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- Dies ist das Erbe der Knechte des Herrn.
wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«. – 1. Korinther 2,9
