1. Samuel 21,11-16 & Psalm 56
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11 Und David machte sich auf und floh an jenem Tag vor Saul und kam zu Achis, dem König von Gat.
Warum ist David überhaupt nach Gat gegangen?
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- Er hatte gerade Goliaths Schwert aus dem Heiligtum von Nob geholt.
- Vielleicht führte Davids Weg nach Gat noch einmal durch das Tal Ela – den Ort, an dem der HERR einst Großes an ihm getan hatte.
- Dort hatte David Goliath gegenübergestanden und erlebt, dass der HERR ihn errettete.
- Nun war er auf der Flucht vor Saul – und hatte gerade Goliaths Schwert bei sich; vielleicht musste es geschärft werden (und wer hätte es besser schärfen können als die Philister?).
- Es ist bemerkenswert: Hinter dem Tal Ela lag Gat, die Heimat Goliaths. David floh geradewegs in die Stadt des Mannes, den er einst im Vertrauen auf den HERRN besiegt hatte.
- Höchstwahrscheinlich ging er gerade deshalb nach Gat, weil Saul nicht erwarten würde, dass er dorthin fliehen würde.
- David fürchtete sich offenbar mehr vor Saul als vor Gat und seinen Philistern.
Glaubte er wirklich, er würde nicht erkannt werden?
12 Da sprachen die Knechte des Achis zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Ist das nicht der, von welchem sie im Reigen sangen: »Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende«?
13 Diese Worte nahm sich David zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achis, dem König von Gat.
Etwa zu diesem Zeitpunkt kamen David die Worte von Psalm 56 in den Sinn.
Psalm 56
1 Dem Vorsänger. Nach [der Melodie]: »Die stumme Taube unter den Fremden.« Ein Miktam Davids; als ihn die Philister in Gat ergriffen.
Selbst der Name des Liedes ist von Bedeutung. „Die stumme Taube unter den Fremden“.
Er wollte nicht, dass dieser Psalm in Vergessenheit gerät: „Ein Miktam“ bedeutet, dass er in Stein gemeißelt werden soll.
In 1. Samuel 21 heißt es, dass David sich die Worte zu Herzen nahm und dass er zudem Angst vor dem König von Gat hatte.
2 O Gott, sei mir gnädig, denn der Mensch wütet gegen mich; den ganzen Tag bekriegt und bedrängt er mich!
3 Meine Widersacher wüten gegen mich den ganzen Tag, ja, viele bekriegen mich voller Hochmut.
Seine Klage
Hier sehen wir ein Vorbild von Jesus Christus
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- Er wurde von Menschen bedrängt,
- unaufhörlich angegriffen,
- von vielen Feinden umringt,
- mit Feindseligkeit und Hochmut behandelt,
- und doch ruft er zu Gott um Erbarmen.
4 Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich!
5 In Gott will ich rühmen sein Wort; auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?
Sein Vertrauen auf Gott
Am Donnerstag haben wir im Kids Klub Vers 4 am Bildschirm gezeigt. Ein Kind meinte danach, wir sollten diesen Vers auswendig lernen. Wahrscheinlich, weil er so kurz ist! Aber es ist eine große Wahrheit. Ob ein Kind Angst vor Monstern unter dem Bett hat, wir uns um ein krankes Kind sorgen oder nicht wissen, wie wir über die Runden kommen – „Wenn ich mich fürchte, so vertraue ich auf dich.“ Das gilt für Kinder – und für uns alle.
Ich kann seinem Wort vertrauen.
Ich brauche nichts zu fürchten, denn er ist immer bei mir.
6 Täglich verdrehen sie meine Worte, auf mein Unglück gehen alle ihre Gedanken;
7 sie rotten sich zusammen, verbergen sich; sie beobachten meine Tritte, weil sie auf mein Leben lauern.
8 Sollten sie bei ihrer Bosheit entkommen? O Gott, stürze die Völker nieder im Zorn!
Seine Bedrängnis und sein Flehen
Sie nahmen seine Worte und verdrehten sie, um sie gegen ihn zu verwenden. Dasselbe taten sie mit Jesus.
All ihre Gedanken drehten sich darum, wie sie ihn vernichten könnten. Genauso verhielten sie sich auch gegenüber Jesus.
Sie beobachteten jeden seiner Schritte und suchten nach einer Möglichkeit, ihn zu Fall zu bringen. Genau das hatten sie auch mit Jesus getan.
David fragte, wie man so etwas ungestraft lassen könne. Jesus sagte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
9 Du zählst, wie oft ich fliehen muss; sammle meine Tränen in deinen Schlauch! Stehen sie nicht in deinem Buch?
Oder „Du zählst, wie oft ich unruhig bin“ – oder, wie manche es verstehen, „Du zählst, wie oft ich mich schlaflos hin und her wälze.“
Gott kennt jede unserer Tränen und bewahrt sie in seinem Buch auf.
Samuel 21
14 Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und gebärdete sich wie verrückt unter ihren Händen und kritzelte an die Flügel des Stadttores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen.
15 Da sprach Achis zu seinen Knechten: Ihr seht doch, dass der Mann verrückt ist! Was bringt ihr ihn denn zu mir?
16 Fehlt es mir etwa an Verrückten, dass ihr diesen Mann hergebracht habt, damit er bei mir tobt? Sollte der in mein Haus kommen?Psalm 56
10 An dem Tag, da ich rufe, weichen meine Feinde zurück; das weiß ich, dass Gott für mich ist.
Genau an dem Tag, als er zu Gott schrie, begannen die Bedrängnisse zu schwinden.
Er wusste aufgrund vergangener und gegenwärtiger Erfahrungen, dass Gott mit ihm war.
11 In Gott will ich rühmen das Wort, im HERRN will ich rühmen das Wort.
12 Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?
Erneutes Vertrauen auf Gott
Zuvor verwendete er „Elohim“, um auszudrücken, dass er sich auf Gottes Wort rühmt. Nun wiederholt er dies und fügt „Jahwe“ hinzu – den Gott des Bundes.
Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein? – Römer 8,31
13 Die Gelübde, die ich dir, o Gott, gelobte, liegen auf mir; ich will dir Dankopfer entrichten!
14 Denn du hast meine Seele vom Tod gerettet, meine Füße vom Gleiten, damit ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht des Lebens.
Sein Dank
Was er zuvor in Nob Gott gelobt hatte, das erneuert er nun und bringt seinen Dank dar.
Gott hatte seine Seele vor dem sicheren Tod gerettet; nun bestand sein tägliches Leben darin, für Ihn zu leben.
Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. – Galater 2,20

