1. Samuel 22,3-5
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Flucht vor Saul: David floh vor Saul, der ihn töten wollte.
Nob: Er ging nach Nob. Dort erhielt er von Ahimelech das Schwert Goliaths (1. Sam. 21,1–10).
Gath: David floh nach Gath und kam vermutlich durch das Tal Ela, wo Gott ihm Jahre zuvor den Sieg über Goliath geschenkt hatte (1. Sam. 17; 21,11).
Flucht aus Gath: David stellte sich wahnsinnig und entkam so dem König Achisch (1. Sam. 21,12–16).
Adullam: David versteckte sich in der Höhle Adullam. Seine Familie kam zu ihm, dazu etwa 400 Männer, die bedrängt, verschuldet und unzufrieden waren (1. Sam. 22,1–2).
3 Und David ging von dort nach Mizpe [in] Moab und sprach zum König von Moab: Lass doch meinen Vater und meine Mutter herkommen und bei euch bleiben, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird!
4 Und er führte sie vor den König von Moab, und sie blieben bei ihm, solange David auf der Bergfeste war.
5 Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht auf der Bergfeste, sondern geh ins Land Juda! Und David ging weg und kam in den Wald Haret.
Mizpe in Moab: David brachte seine Eltern zum König von Moab und bat ihn, sie aufzunehmen.
Familiäre Verbindung: Davids Urgroßmutter Ruth war eine Moabiterin (Rut 4,17–22). Dadurch hatte David eine familiäre Verbindung zu Moab.
Schutz für seine Eltern: Saul verfolgte David und betrachtete ihn als Feind. Davids Eltern waren vermutlich ebenfalls gefährdet. Moab lag außerhalb von Sauls unmittelbarem Machtbereich.
Ein sicherer Zufluchtsort: David bat den König von Moab ausdrücklich, seine Eltern aufzunehmen, bis er wisse, was Gott mit ihm tun werde (1. Sam. 22,3).
Eine mögliche politische Überlegung: Saul führte Krieg gegen Moab (1. Sam. 14,47). Das könnte den König von Moab dazu bewegt haben, David als Gegner Sauls zu unterstützen. Ob dies tatsächlich eine Rolle spielte, wissen wir nicht.
Was wusste David?
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- Gott hatte ihn zum König über Israel salben lassen.
Aber nicht, wie Gott seine Verheißung erfüllen würde.
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- Saul trachtete ihm nach dem Leben.
Aber nicht, wie lange er vor Saul fliehen musste.
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- Er musste für die Sicherheit seiner Eltern sorgen.
Aber nicht, wie Gott für ihre Sicherheit und seine eigene sorgen würde.
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- Gott hatte einen Plan für sein Leben.
Aber nicht, was der nächste Schritt in Gottes Plan sein würde.
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- Er musste auf Gottes Führung vertrauen.
Aber nicht, wann Gott ihm den Weg zeigen würde.
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- David wusste, was Gott verheißen hatte.
Aber nicht, wie oder wann Gott es erfüllen würde.
Was wissen wir?
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- Wir wissen, dass wir Gott folgen und ihm gehorchen sollen.
Wir wissen nicht, wohin er uns führen wird oder welche Möglichkeiten er uns öffnen wird.
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- Wir wissen, dass wir dem Herrn treu dienen sollen.
Wir wissen nicht, welche Frucht Gott durch unseren Dienst hervorbringen wird.
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- Wir wissen, dass wir beten und unsere Anliegen vor Gott bringen sollen.
Wir wissen nicht immer, wann oder wie Gott unsere Gebete beantworten wird.
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- Wir wissen, dass wir das Evangelium weitergeben sollen.
Wir wissen nicht, wer auf unsere Botschaft reagieren und zum Glauben kommen wird.
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- Wir wissen, dass wir Gott durch unsere Gaben ehren und großzügig geben sollen.
Wir wissen nicht immer, wie Gott für unsere Bedürfnisse sorgen wird, wenn wir geben.
„Lass doch meinen Vater und meine Mutter herkommen und bei euch bleiben, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird!“
Die Grenzen menschlicher Planung
Der Mensch kann seinen eigenen Weg nicht sicher lenken.
Ich weiß, HERR, dass der Weg des Menschen nicht in seiner Macht steht, dass der Mann, wenn er geht, seine Schritte nicht lenken kann. – Jeremia 10,23
Vom HERRN hängen die Schritte des Mannes ab; was versteht der Mensch von seinem Weg? – Sprüche 20,24
Unser eigener Weg kann richtig erscheinen und doch ins Verderben führen.
Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber sein Ende führt doch zum Tod. – Sprüche 16,25
Wer seinem eigenen Herzen folgt, kann auf einen langen Irrweg geraten. Die Sünde führt dich weiter, als du gehen wolltest, hält dich länger fest, als du bleiben wolltest, und kostet dich mehr, als du zu bezahlen bereit warst.
Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? – Jeremia 17,9
Unsere Pläne müssen der Führung des HERRN untergeordnet werden.
Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus, aber der HERR lenkt seine Schritte. – Sprüche 16,9
Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem Einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Frucht seiner Taten. – Jeremia 17,10
David wusste, dass Gott ihn zum König gesalbt hatte, aber er konnte nicht selbst bestimmen, wie oder wann Gottes Plan erfüllt werden würde.
Die Fürsorge Gottes für die, die auf seinem Weg gehen
Vom HERRN werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt. – Psalm 37,23
Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegen bleiben; denn der HERR stützt seine Hand. – Psalm 37,24
Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. – Psalm 37,25
Obwohl David nicht wusste, was als Nächstes geschehen würde, konnte er auf Gottes Treue vertrauen.
Und er führte sie vor den König von Moab, und sie blieben bei ihm, solange David auf der Bergfeste war. – 4
Das hebräisches Wort für Bergfeste ist Masada
Gott führte ihn sogar durch den Propheten Gad aus seiner Zuflucht in Moab zurück ins Land Juda.
Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht auf der Bergfeste, sondern geh ins Land Juda! – 5a
Ein Herz, das auf den Weg des HERRN wartet
Wir müssen uns durch Gottes Wort leiten lassen.
Mache meine Schritte fest durch dein Wort, und lass nichts Böses über mich herrschen! – Psalm 119,133
Wir müssen bereit sein, Gottes Führung zu folgen.
Samuel 22,3: David wollte erfahren, was Gott mit ihm tun würde.
Samuel 22,5: Als Gad ihm sagte, er solle nicht auf der Bergfeste bleiben, sondern nach Juda gehen, gehorchte David.
Und David ging weg und kam in den Wald Haret. – 5b
Wir müssen Gott vertrauen, auch wenn wir seinen nächsten Schritt noch nicht kennen.
David kannte Gottes Verheißung, aber nicht Gottes Zeitplan.
David wusste, dass er Gott folgen musste, auch wenn er noch nicht wusste, wohin der Weg führen würde.
